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am 1. November 2011
Frisch zurück aus dem Urlaub wird Pia Kirchhoff schon zu dem Schauplatz eines möglichen Verbrechens gerufen. ein Nachwächter wurde tot aufgefunden, ein toter Hamster auf dem Schreibtisch des Chefs der Firma WindPro hinterlassen. Stecken radikale Umweltaktivisten hinter dem Übergriff, die einen geplanten Windpark boykottieren wollen? Pia und Oliver von Bodenstein nehmen die Ermittlungen auf.

Bei "Wer Wind sät" handelt es sich bereits um den fünften Band der Reihe rund um das Ermittlerteam Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein.
Die Reihenfolge der Bücher lautet:
Eine unbeliebte Frau
Mordsfreunde
Tiefe Wunden
Schneewittchen muss sterben
Wer Wind sät

Im Vergleich zu den früheren Büchern der Reihe hat mir "Wer Wind sät" nicht so gut gefallen. Ich fand es nicht so spannend und die ganzen Verbindungen der Personen und Verdächtigen untereinander erschienen mir extrem unglaubwürdig.
Wenn ich nach dem Lesen eines Krimis sage, dass ich die privaten Geschichten der Ermittler fast interessanter fand als den Krimi selber, dann stimmt hier eindeutig etwas nicht. Ich halte Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein immer noch für ein sehr interessantes Ermittlerduo. Auch der Auftakt mit dem toten Nachwächter und dem Hamster auf dem Schreibtisch hat mich zunächst sehr interessiert. Aber mit Fortschreiten der Seitenzahlen sank mein Interesse immer mehr. Die Nebenfiguren wirken zunehmend stereotyp, die Ereignisse bei der Bürgerversammlung sind doch recht makaber und die Diskussionen zum Thema Energie und Umwelt zu einseitig.
Insgesamt gesehen kann "Wer Wind sät" unterhalten, aber unter einem guten Krimi verstehe ich doch etwas anderes.
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am 20. Mai 2011
Nele Neuhaus behandelt mit diesem Krimi ein sehr aktuelles Thema. Mit der 180 ° Wende der deutschen Regierung in Sachen Energiepolitik nach dem Erdbebenunglück in Japan ist die Diskussion um erneuerbare Energien aktueller denn je.
Das Unternehmen WindPro möchte im Taunus einen großen Windpark bauen. Da die Windverhältnisse nicht optimal sind, werden Gutachten gefälscht, um das Projekt zu retten. Eine Gruppe von Umweltaktivisten um einen ehemaligen Mitarbeiter von WindPro, Jannis Theodorakis wehrt sich gegen den Windpark. In kurzen Einschubkapiteln wird die Geschichte einer jungen Frau erzählt, von der man erst nach und nach erfährt, dass es sich um eine namhafte Wissenschafterin handelt, die auf dem Gebiet der Klimaforschung schon große Erfolge feiern konnte und sich nun aber vor ihrem ehemaligen Chef Prof. Eisenhut verstecken muss.

Die häufigen Perspektivwechsel halten die Spannung hoch, verbreiten aber auch Hektik, weil dadurch auf die sehr zahlreichen Personen nicht so tief eingegangen werden kann, wie man es als Leser an der ein oder anderen Stelle wünschen würde.

Die Person der Annika ist am Ende immer noch schleierhaft. Es ist nicht wirklich klar, ob es sich bei ihr um einen Cliffhanger handelt oder ob der Leser mit dem offenen Ende leben muss. Etwas verwirrend ist die Tatsache, dass sie eine alte Bekannte von Jannis' Freundin Ricky ist. Dennoch wohnt sie bei den beiden, ohne dass sie ihre Identität offen legt. Jannis ist als schillernde, interessante Persönlichkeit dargestellt, bei mir erscheint er aber nicht wirklich glaubwürdig. Dabei helfen die derben und unnötigen Sexszenen auch nicht wirklich.

Oliver von Bodenstein verliert etwas an Glanz, was mir recht gut gefällt. Allerdings ist er gleich allzu leichtfertig, weil er sich verliebt. Dafür läuft Pia zu Hochform auf. Da sich am Ende auch noch ihr Wohnproblem aufs Angenehmste löst, ist für sie die Welt perfekt. Das einzige Problem könnte ihr Partner Christoph darstellen, der sich sehr große Sorgen macht wegen gefährlichen Einsätzen. Davon wird man bestimmt in der Fortsetzung noch mehr lesen.

In diesem 550 Seiten dicken Schmöker werden eine Vielzahl von Themen in unterschiedlicher Tiefe angeschnitten: Globale Erwärmung, erneuerbare Energie, Umweltaktivisten (Wutbürger), Massenpanik, sexueller Missbrauch an Schulen, Korruption, Liebe, Eifersucht, Rache und noch viele mehr. Diese Anhäufung an Motiven und Themen hat leider eine gewisse Oberflächlichkeit zur Folge, weil manches nur gestreift werden kann. Der Plot wäre glaubwürdiger, wenn das ein oder andere weggelassen würde. Z.B. wäre Ricky genau so glaubwürdig, wenn sie beruflich und privat nicht so übermenschlich engagiert wäre. Die Massenpanik wurde polizeilich nicht aufgearbeitet und erscheint deshalb als aufgesetzt.

Inhaltlich hat sich Nele Neuhaus vermutlich durch Nachrichtenmeldung inspirieren lassen, als 2009 Hacker die East Anglia's Climatic Research Unit (CRU) gehackt haben und eine Vielzahl von kompromittierenden E-Mails und Datenmaterial im Internet gelandet ist.

Darüber darf man sich natürlich Gedanken machen. Dennoch wäre es natürlich fatal, daraus zu schließen, es gäbe keinen menschlichen Beitrag am CO2 Problem und zur globalen Erwärmung oder die globale Erwärmung wäre eine reine Erfindung. In diesem Fall würde sich auf jeden Fall die Autolobby freuen, wenn sie es nicht schon tut durch die laufende Erwähnung von tollen Autos. Ich hoffe jedoch, Nele Neuhaus wollte den Leser lediglich dazu anregen, kritisch und offen zu sein im Bezug auf die Interpretation von Forschungsresultaten und Nachrichtenmeldungen.

Das Cover finde ich sehr passend; der Rabe auf dem Strommast. Der Wiedererkennungswert mit einem Bild bei düsterer Witterung mit Blutspritzern ist auf jeden Fall da und hebt sich positiv vom Durchschnitt ab. Mir gefällt das sehr gut. Was mir weniger gefällt, ist das Format. Auch wenn das Buch diese Klappen hat (wozu sind die eigentlich da?) und ein Lesebändchen, das an die letzte Seite geklebt war (leider hat es sich bei mir sehr schnell gelöst), so handelt es sich dennoch nur um ein Taschenbuch, für das ich keine 15.- € bezahlen würde. Das ist aber eine generelle Entwicklung einiger Verlage und darf der Autorin nicht angelastet werden.

Trotz einiger kleinerer Schwächen hat mir 'Wer Wind sät' sehr gut gefallen, ich habe mich gut unterhalten gefühlt und habe Inhalte gefunden, über die es sich nachzudenken lohnt.
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am 23. August 2011
Zugegebenermaßen bin ich ein totaler Fan der Krimireihe um Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein - aber der neue Neuhaus baut doch etwas ab. Die Handlung um den Bau eines Windparks, Klimakonferenzen und viele viele Tote kommt doch etwas sehr gestelzt daher. Und die Entwicklung von Oliver von Bodenstein von einem guten taffen Kriminalbeamten und Familienvater zu einem von Selbstzweifeln zerfressenen Wallander-Verschnitt ist doch arg heftig und für mich auch nicht sonderlich glaubhaft.

Zweifelsohne kann man auch diesen Taunus-Krimi gut lesen und er bietet schon alleine durch die Klimaproblematik gute Diskussionspunkte - wer verdient wie an so einem Windpark, ist der Umgang mit erneuerbarer Energie inzwischen auch nur ein hartes unfaires Businessgeschäft - aber die agierenden Protagonisten kommen doch etwas sehr überzogen daher: die verkleidete angeblich superintelligente Klimaforscherin, die sich versteckt, ihre überdrehte egozentrische Freundin, deren Lebensgefährte, der aus Eitelkeit und Rachsucht handelt, der missbrauchte Jugendliche; Neuhaus fährt hier ein buntes Sammelsurium extremer Charaktere auf, die in dieser Geballtheit irritieren und die Handlung unglaubwürdig machen.

Für mich das Fazit: als Fan war es o.k. das Buch zu lesen, alleine, um zu wissen, wie es mit dem K11 der Kripo Hofheim weitergeht, aber Einsteigern in die Serie seien die Vorgänger - insbesondere "Schneewittchen muss sterben" eher ans Herz gelegt.
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Nach "Schneewittchen....", "Mordsfreunde" und "Tiefe Wunden" hatte ich mich auf den neuen Neuhaus Krimi mit interessantem Thema gefreut und ihn zu einem Kurzurlaub mitgenommen. Neben mir im Wellness- Bereich lag prompt noch ein Gast, auch in das Buch vertieft, die Dame sprach mich sofort an, wie es mir denn gefällt und meinte, sie sei absolut enttäucht. Konnte ich mir nun gar nicht vorstellen, aber inzwischen muss ich sagen, es stimmt leider. Nele Neuhaus wiederholt in "Wer Wind sät..." leider zu viele Motive aus "Mordsfreunde". Wieder ein Konflikt um ein Umweltprojekt, wieder ein charismatischer Rattenfänger, wieder ein psychisch labiler Jugendlicher aus reichem Haus, ungeliebt,verstört und mit einer Leidenschaft für eine viel ältere Frau, wieder viele Tiere, wieder dunkle Machenschaften in den Etagen der Reichen und Mächtigen, heimlich weitergeleitete mails, geheimnisvolle Frauen und Verrat an allen Ecken und Enden. Ein arges Gewurstel und ständiger Perspektivwechsel zu Beginn, bis alle Personen im Spiel sind und man einordnen kannn, wer jetzt wer ist und in welcher Beziehung zu wem steht. Das alles würde ja aber nicht so sehr stören. Man will ja auch was zu denken haben. Und ja, es ist nett, wenn man neben Mord und Totschlag auch die menschlichen Konflikte miterleben kann. Aber eben diese hat Neuhaus mir etwas zu doll breitgetreten, das ewige Hin und Her mit Ricky und ihrem Lover und ihrem Fußabtreter namens Mark, mit Pia und ihrem Exmann und seinen Frauen und ihrem Zoodirektor, das hatte so gar keinen Charme diesesmal. Das war alles so kleinkariert und dabei auch noch nebensächlich. Außerdem : Herrje- ! Schon wieder ein Ermittler mit Gewichtsproblemen! Gibt es denn im Krimigenre keinen normalgewichtigen Kommissar mehr???? Jetzt kämpfte der arme Bodenstein mit den Pfunden.Wenn schon der Herr Graf von Bodenstein ermittelt, dann könnte man uns Lesern doch auch mal eine elegante Version, a la Thomas Lynley gönnen, oder? Nach den ersten Krachern ging in der Mitte des Buches einfach gar nichts mehr voran. Dauernd ein Cliffhanger, wo einer völlig überrascht was findet/ aufdeckt/ entdeckt, aber was mag das sein??? Dutzende von Seiten voller Nebenhandlung und Monologen kommt dann die Auflösung und kawumm- der nächste Cliffhanger. Und dann wieder zwanzig Seiten eher fade Kost, bis es weitergeht. Da kam mir die Spannung abhanden.
Dazu dann diese Klischees: Der knorrige , aufrechte Sturkopf mit den Sportwagen-Söhnen, die nur die Kohle im Kopf haben. Der picklige Teenager voller Komplexe und Traumata. Die graue Maus mit den Blümchenröcken. Der südländische Hengst vom Dienst. Der schmierige Geschäftsmann mit dem schlecht sitzenden Anzug und den gelben Zähnen. Die frustrierte Dicke, der dauerbesoffene Nachtwächter.
Ich war froh, als das ganze Drama sich halbwegs aufgelöst hatte und ich am Ende des Buches war. Einzig die kritische Haltung zur Klimafrage war es für mich persönlich wert, das Buch gelesen zu haben, weil ich mir zu diesem Thema unbedingt mehr Infos holen möchte.
Als vieleckiges Beziehungsdrama sicher nicht übel, als Krimi aber zu langatmig und verspielt.
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am 17. November 2015
Mit diesen Roman wurde eine gute spannende und sehr schlüssige Geschichte erzählt, die einzelnen handelnden Personen gut und flüssig dargestellt... auch die Nebengeschichten zu Bodenstein und Kirchdorff sind sehr interessant und machen den guten Eindruck der Buchreihe komplett
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am 3. September 2013
Nele Neuhaus schreibt nicht nur Romane, sie schreibt an einer Erfolgsgeschichte. Von der abgelehnten Autorin entwickelt sie sich, dank der Möglichkeiten von Book on Demand-Veröffentlichungen, derzeit zum Liebling deutscher Krimifans. Dass diese Entwicklung alles andere als sebstverständlich ist, beweisen Hunderte selbstveröffentlichte (und folglich unlektorierte) Bücher, die gegenwärtig den Markt überfluten - ohne auch nur ansatzweise das Niveau von Frau Neuhaus zu haben. Hut ab vor so viel Courage, liebe Autorin, und herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg!

Verfolgt man die Romane der Neuhausschen Reihe, dann stellt man vor allem fest, dass die Autorin sich mit jedem verbessert. War Eine unbeliebte Frau: Der erste Fall für Bodenstein und Kirchhoff (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi) für meinen Geschmack noch untragbar langatmig und bisweilen unlogisch, so ist Wer Wind sät: Der fünfte Fall für Bodenstein und Kirchhoff (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi) deutlich unterhaltsamer. Handlungsmotive werden klar dargestellt und ordentlich aufgebaut (gerade das fehlte mir bei den ersten Fällen) ohne dass dabei die Spannung flöten geht.
Was ich, im Gegensatz zu anderen Krimis skandinavischer Herkunft (sei es wie es will - derzeit haben die nun mal die Nase vorne), noch stark vermisse, ist ein gewisser kreativer Mut - sowohl in der Sprache, als auch im Plot. Ja, sicher, wir bewegen uns im Taunus, aber das heißt ja noch lange nicht, dass ALLE Protagonisten und Handlungen in ihrer provinziellen Einfalt ersticken müssen. Sprachlich empfehle ich der Autorin JKRowlings Krimi The Cuckoo's Calling (Cormoran Strike), der mehr als deutlich beweist, dass ein geraffter Plot und eine expressive Ausdrucksweise keineswegs Spannung abbauen, sondern - im Gegenteil - das Lesevergnügen nur erhöhen.
Auch das ständige wer-mag-wen bzw. wer-mag-wen-nicht-mehr geht mir eindeutig zu weit in Richtung daily soap - hier hätte sich nahc meinem Geschmack eine ordentliche Charakterisierung der Akteure im Voraus bezahlt gemacht.

Trotz aller Kritik bleibt die Neuhaus-Reihe für mich ein Stern am leider rar gesäten deutschen Krimi-Himmel. Meine mageren drei Punkte sind lediglich als Anreiz zu verstehen, nicht auf dem sanften Bett rester Erfolge zu stagnieren, sondern weiter an sich zu arbeiten. Sicher kann Frau Neuhaus noch mehr - und ich freue mich darauf, an Ihrer Entwicklung als Leser teilzuhaben.
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am 21. Mai 2013
In Wer Wind sät" dreht sich alles rund um einen geplanten Windpark im Taunus. Während der Ermittlungen um zwei Mordfälle wird Bodenstein in diesem Krimi selbst verwickelt, denn sein Vater erbt eine Wiese, auf der die Zufahrt zum Windpark gebaut werden soll. Das finde ich einerseits sehr gut, denn es macht ihn noch menschlicher, da er sich im weiteren Verlauf irrt, auf der anderen Seite ist es in diesem Buch ein wenig zu übertrieben, weil ihm alles misslingt.

Der Krimi ist aus verschiedenen Handlungssträngen aufgebaut, die nach und nach zusammenführen. Dies führt zu gleich bleibend hoher Spannung. Die Protagonisten des Krimis werden realistisch und nachvollziehbar beschrieben. Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein sind ganz normale Menschen, die sich entwickeln und Schwächen haben.

Für Fans von dem Ermittlerduo Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein natürlich ein Muss.
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TOP 500 REZENSENTam 11. Mai 2011
Ein spannendes Thema hat sich Nele Neuhaus für ihren neuen Roman, den mittlerweile 5. um das Ermittlerpaar Pia Kirchhoff und Oliver Bodenstein, ausgesucht. Das Thema Energiegewinnung hat nicht zuletzt durch den Supergau in Fukuschima wieder Einlass in die Wohnzimmer aller Menschen gefunden.Bürgerinitiativen und Großdemonstrationen sind die Folge, was ich sehr begrüße.Nele Neuhaus zäumt das Pferd allerdings von hinten auf und bringt in ihrem Roman die Nützlichkeit von regenerativen Energien, z.B. Windkraft ins Gespräch und läßt den Leser Einblick nehmen, in die Machenschaften dieser Konzerne und ihren Einfluss auf Politik und Wirtschaft.Aber auch Hass, Intrigen,Profitgier, Vertrauensbruch und Vernachlässigung von Kinder und dessen Folgen,sind Themen in dem für mich höchst gelungenen Krimi.

Im Taunus soll auf einer Wiese ein Windpark entstehen, der von der Firma Windpro gebaut und betrieben werden soll. Eines Tages wird der Nachtwächter dieser Firma tot aufgefunden und Pia Kirchhoff und Oliver Bodenstein zum Tatort gerufen.Handelt es sich um einen Unfall,denn der Nachtwächter der Firma war für seinen Alkoholkonsum bekannt und könnte durchaus die Treppe heruntergefallen sein, oder war es Mord?Als dann allerdings der Besitzer der Wiese, auf der der Windpark gebaut werden soll, erschossen aufgefunden wird, ist man sich im Klaren, dass Windpro wohl doch mehr in die Sache verstrickt ist, als bisher angenommen, denn man weiß, dass der Ermordete, der einer Bürgerinitiative angehörte, die gegen den Bau des Windparks kämpfte, trotz eines Angebotes von 3 Millionen, nicht verkaufen wollte.

Wie von Nele Neuhaus gewohnt, beginnt die Autorin mit vielen verschiedenen Handlungsstängen, die die Konzentration des Lesers zu Anfang fordert. Aber auch hier ist wieder Verlass auf die Autorin, sie führt dieses Handlungsstränge am Ende zu einem stimmigen Ganzen zusammen. Nicht nur ihre ansprechende und spannende Erzählform läßt den Leser dieses Buch nicht aus der Hand legen, sondern auch die Beschreibungen ihrer Protagonisten.Sie werden realistisch und nachvollziebar beschrieben Gerade die beiden Hauptakteure Pia und Oliver, werden nicht eindimensional dargestellt, sondern entwickeln sich und werden von Geschichte zu Geschichte interessanter, vor allem auch desshalb, weil auch ihre Schwächen nicht verschwiegen werden. Die Beschreibung der Personen und die Beziehungen , die sie untereinander haben, nehmen auch einen Großteil der Romane dieser Autorin ein, ohne das dadurch Langeweile entsteht, eher das Gegenteil.Trotzdem ist es für Neueinsteiger nicht unbedingt nötig die Vorgängerbände zu lesen, da vieles erklärt wird.Warscheinlich haben viele Leser dieses Buches aber nach Genuss der Lektüre das Verlanden die anderen Bücher zu lesen so wie ich, die nur die beiden letzten Bücher gelesen hat.

Ein Fazit aus diesem Roman war für mich,dass die Aussicht auf viel Geld die Integrität eines Menschen erheblich ins Wanken bringt und man dabei viele wichtige Dinge im Leben vergisst, dessen Auswirkungen einem später erst bewusst werden.

Volle Kaufempfehlung für dieses gelungene Buch

Für alle Interessierten hier die Bücher von Nele Neuhaus in Folge:

1. eine unbeliebte Frau

2.Mordsfreunde

3 tiefe Wunden

4. Schneewittchen muss Sterben

5. Wer Wind sät
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am 10. November 2015
Ich bin ein absoluter Nele Neuhaus-Fan und finde ihren Schreibstil klasse. Angenehm zu lesen und vor allem sehr spannend. So auch in diesem Buch. Die privaten Leben der beiden Komissare wird weiter beleuchtet (das mag ich bei Fortsetzungsgeschichten :-) ). Aber die Story dieses Bandes ist typisch für Nele Neuhaus und sehr ähnlich dem Band 2 und 4 dieser Reihe. Dies finde ich etwas schade und langweilig. Typische Stereotypen: reiche Unternehmerfamilie, die nicht ganz koscher sind, Umweltkativisten, denen es im Grunde nicht um die Umwelt geht, verkorste reiche Taunus-Kids, die von ihren Eltern nicht richtig geliebt werden...

Ich hätte mir mal ein anderes Thema oder andere Protagonisten-Typen gewünscht. Trotzdem empfehlenswertes Buch.
Mein persönlicher Tipp: Band 3 (Tiefe Wunden), das absolute bisherige Highlight dieser Bücherreihe!!!
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am 6. September 2011
Es ist interessant, wie hier die Meinungen auseinander gehen. Nach "Schneewitchen muss sterben" war ich schon recht gespannt, als ich dieses Buch geschenkt bekam. Leider kommt es bei weitem nicht an den Vorgänger heran. Die Story wirkt ziemlich konstruiert, es ist zudem nicht einfach, den Überblick zu behalten. Im Bezug auf Öko-Strom werden alle Klisches bedient. Die (fast) ungesetzlichen Ausflüge des Herrn Kommisars wirken total unglaubwürdig; genauso wie seine Liebesgeschichte mit einer Verdächtigen.

Das große Rätsel, wer denn nun der Mörder ist, war mir zum Schluß ziemlich egal. Ehrlich gesagt, war ich froh, dass das Buch zu Ende war; das ist mir selten passiert. Zumindest habe ich es aber dann doch durchgelesen.

Nele Neuhaus hat sich mit diesem Buch bei mir selbst von dem Thron gestoßen, den sie mit Schneewitchen erklommen hatte... Ich werde auf sie erst einmal verzichten!
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