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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blick zurück nach vorn
Mila Lippke greift in ihrem neuen Roman wieder einmal das Thema Muttersein auf, allerdings aus ganz anderer Perspektive und Beweggründen als in "Irgendwie mein Leben". Doch auch dieses Mal packt sie einen dabei an einem ganz empfindlichen, sehr berührenden Punkt. Lio ist schon 42, als sie endlich ihre Mutter nach dem nie gekannten und erlebten Vater fragt. Doch...
Veröffentlicht am 17. Dezember 2011 von Leserin

versus
2.0 von 5 Sternen Mir hat das Buch nicht gefallen
Mir hat das Buch nicht gefallen, es wirkte auf mich etwas klischeehaft. Der Schluss hat dann etwas überrascht, was ich zwar gut fand, insgesamt aber fand ich das Buch eher oberflächlich und empfehle es nicht weiter.
Vor 1 Monat von karikhan veröffentlicht


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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blick zurück nach vorn, 17. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Morgen bist du noch da: Roman (Taschenbuch)
Mila Lippke greift in ihrem neuen Roman wieder einmal das Thema Muttersein auf, allerdings aus ganz anderer Perspektive und Beweggründen als in "Irgendwie mein Leben". Doch auch dieses Mal packt sie einen dabei an einem ganz empfindlichen, sehr berührenden Punkt. Lio ist schon 42, als sie endlich ihre Mutter nach dem nie gekannten und erlebten Vater fragt. Doch die Mutter kann nicht mehr antworten, erleidet einen Schlaganfall, der ihr die Sprache raubt. Also macht sich Lio selbst auf, die Vergangenheit zu erkunden. Das ist umso merkwürdiger, als sie sich nie zuvor wirklich für die Geschichte ihrer Mutter, ihrer Familie interessiert hat. Bislang hat sie vor allem um sich selbst gekreist, hat ihr eigenes Leben gelebt, ihren eigenen Weg gesucht, der keinen Blick zurück erlaubt hat, sondern stets nur nach vorn gerichtet war. Wie verändert es sie aber, in den wenigen Sachen der Mutter auf ein ganz anderes Leben, eine völlig andere Wahrheit zu stoßen, als sie sie erwartet hat! Aus dem Desinteresse der Mutter gegenüber wird zunächst Befremden, fast schon Entrücken und völlige Abkehr, bis sie sich endlich traut, auf die Mutter und ihre Geschichte zuzugehen, die letztlich natürlich auch ein Teil von Lios eigener Geschichte ist. Mila Lippke schildert das auf sehr eindringliche Weise. Sehr nahe gehen die Passagen des namenlosen Mädchens, das einem eine ganz schreckliche Kindheitsgeschichte offenbart. Farben, Bildende Kunst, Nähen und Sticken nehmen dabei einen ganz besonderen Stellenwert ein, ebenso geht es immer wieder um (zerbrechliches) Porzellan und Porzellanmalerei. Wie unterschiedlich kann Weiß sein, wie viele Worte gibt es für Blau, auf welche Weise kann man Stoff zusammenähen, wie viele Stiche gibt es, um ein Bild zu sticken? Letztlich fügen sich alle diese Farben, Stoffe, Stiche zu einem Bild der Vergangenheit, das nicht vollkommen sein kann, aber zumindest eine Basis darstellt, um sich der (gemeinsamen) Zukunft zu stellen. Ein sehr berührendes Buch, das weitaus vielschichtiger ist, als es das Cover und der Klappentext vermuten lassen. Ich wünsche ihm sehr, sehr viele Leser!!!!
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen dieses Buch verdient mehr als fünf Sterne, 13. Dezember 2011
Von 
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(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Morgen bist du noch da: Roman (Taschenbuch)
Hinter diesem Cover vermutet der Leser sicherlich eine seichte Geschichte ohne viel Tiefgang. Das Gegenteil wird sie erwarten, wenn sie dieses Buch lesen und wahrscheinlich werden sie es mit einem zufriedenen Lächeln schließen.

Mila Lippke hat mich mit ihrem Buch "Irgendwie mein Leben" schon sehr berührt,mit ihrem neues Buch "Morgen bist du noch da"schafft sie es, sich in meine Erinnerung zu schreiben.Ein Buch über eine Mutter-Tochter Beziehung,über Freundschaft, eine Reise in die Vergangenheit und über die Fäden die zwei Leben zusammenfügen und sie letztendlich zu einem Ganzen zusammenwachsen lassen, sind Themen dieses ausgesprochen berührenden Romans, der aber an keiner Stelle kitschig daher kommt.

Lioba und ihre Mutter waren sich nie nahe, im Gegenteil, schon mit 18 verläßt Lio ihr zu Hause, das nur aus ihrer Mutter und ihr bestand, um der Person zu entfliehen, die ihr immer fremd blieb.Mit ihrer Freundin Tetra, die sie gleich bei ihrer Ankunft in Berlin kennenlernt, lebt Lio ein Künstlerleben fern ab jeder Konvention.Mit Blockaden bei Neonazidemonstrationen und einer Beziehung zu einem verheirateten Mann demonstriert sie ihre Freiheit und lebt das Gegenteil von dem, was sie als Kind kennenlernte. Als sie eine Kunstausstellung in einer Berliner Galerie hat, lädt sie ihre Mutter zu dieser Ausstellung ein, auch mit dem Hintergrund sie nach dem Namen ihres Vaters zu fragen, da sie selbst ein Kind erwartet und die Löcher in ihrer Vergangenheit füllen will.Doch bevor ihre Mutter ihr eine Antwort geben kann ,wird sie durch einen Schlaganfall sprachlos.Als Lio nach Köln in die Wohnung ihrer Mutter fährt , um dort Kleidung für ihre Reha zu holen, begibt sie sich im Haus der Mutter auf Spurensuche, die sie weit in die Vergangenheit ihrer Mutter zurückführt.

Mila Lippke versteht es sensible Themen so aufzuarbeiten,dass sie den Leser tief berühren und sensibel machen für die Figuren in dieser Geschichte. An keiner Stelle dieses Romans hat man das Gefühl, dass diese Geschichte aufgesetzt ist und der Gedanke hochkommt"Ach nicht schon wieder dieses Thema."Dafür ist sie zu komplex und vielschichtig, ihre Personen so liebevoll beschrieben, dass man sich einfach wohlfühlen muss mit diesem Buch.Fäden und Sticken, aber auch Farben und Stoffe sind ein wichtiger Bestandteil dieses Romans, die die Geschichte zu einem Ganzen zusammenwachsen lassen.

Danke Mila Lippke für dieses schöne Buch,das sich in meiner Erinnerung festsetzen wird.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Farben und Vergangenheit, 27. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Morgen bist du noch da: Roman (Taschenbuch)
Lio ist Künstlerin, arbeitet mit Stoffen und stickt. Ausserdem ist sie politisch engagiert, hat auch in ihrer Jugend viel demonstriert, in Künstlerkolonien gelebt, dabei teilweise gehungert. Gerade wird in einer renommierten Berliner Galerie ihr Werk ausgestellt. Zur Ausstellungseröffnung hat sie ihre Mutter aus Köln eingeladen, zu der sie kein gutes Verhältnis hat.

Gerade hat sie auch herausgefunden, dass sie schwanger ist von einem verheirateten Mann, mit dem eine gemeinsame Zukunft kaum denkbar ist.

Jetzt versucht sie ihre Vergangenheit zu finden, vielleicht um zu wissen, welchen Weg sie in der Zukunft einschlagen soll. Sie selbst hat aus ihrer Sicht keine glückliche Kindheit gehabt. Einen Vater gab es nicht und die Mutter hat sie gerade so durchgebracht, wirkte dabei sehr hart. Natürlich hat sie Angst, dass ihr Kind, wenn sie es denn bekommen sollte, genauso aufwächst wie sie, ohne ihre Wurzeln zu kennen. Logischerweise fragt sie ihre Mutter nach ihrem Vater. Am nächsten Tag erfährt sie, dass ihre Mutter einen Schlaganfall hatte und kaum sprechen kann.

Sie kümmert sich um die notwendigen Papiere, fährt deshalb nach Köln. Einmal in der Wohnung der Mutter versucht sie Antworten zu finden, die diese ihr jetzt nicht beantworten kann, auf die es vielleicht nie mehr eine Antwort geben wird. Und sie erfährt Erstaunliches. Alle Informationen sind aber nur Puzzleteile, die noch lange kein Ganzes ergeben.

Parallel zu dieser Geschichte erfährt der Leser einiges über ein Mädchen, später eine junge Frau. Anscheinend handelt es sich hierbei um die Mutter. Deren Kindheitserinnerungen sind auch nur Bruchstücke, weil sie aus der Sicht eines kleinen Mädchens geschildert werden, die den größeren Zusammenhang nicht begreifen kann. Wichtig bei allem sind immer die Farben. Die Vielfältigkeit der Farben und deren Bezeichnungen sind ein wichtiges Thema zwischen dem Mädchen und dessen Mutter und auch Lio erfährt von ihrer Mutter viel über Farben.

Am Anfang des Buches hatte ich den Eindruck, es handele wieder einmal von einer Künstlerin, die Probleme hat, sich selbst zu finden und alle ihre Probleme der Vergangenheit und den diese bestimmenden Menschen anzulasten. Aber bald stellte ich fest, dass dieses Buch weit darüber hinausgeht. Was Lio da ausgräbt ist Geschichte, nicht nur ihre, sondern ein Teil der Geschichte eines ganzen Volkes. Es ist erschreckend, wenn man glaubhaft erfährt wie weit die Erfahrungen einer Generation auch noch Auswirkungen auf die nächste und die übernächste haben können. Das ist hier zwar Fiktion, aber so könnten Tausende es erlebt und weitergegeben haben. Die Vergangenheit ist nicht vorbei, sondern sie lebt in uns fort. Das halte ich für die Botschaft dieses Buches und das hat die Autorin auf ganz eindrucksvolle Weise vermittelt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebevoll ..., 17. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Morgen bist du noch da: Roman (Taschenbuch)
Worum geht es in dem Buch? Zunächst um Lioba, kurz Lio genannt. Sie ist Künstlerin und mit 42 überraschend schwanger. Ihre Mutter, die zur Ausstellungseröffnung extra von Köln nach Berlin anreist, hat noch am selben Abend einen Schlaganfall und landet, teilweise gelähmt und unfähig zu sprechen, auf der Intensivstation. Beide Frauen hatten kaum Kontakt, seit Lioba vor zwanzig Jahren aus Köln fortging. Ein schwieriges Verhältnis. Ob der Schlaganfall etwas mit Lios Frage nach ihrem Vater zu tun hat, über den die Mutter bisher beharrlich schweigt?

Vom Krankenhaus gebeten, Unterlagen und Wäsche für die Mutter zu besorgen, fährt Lio nach Köln. Sie findet nicht nur die Papiere fürs Krankenhaus, sondern auch Spuren, die weit zurückreichen, in eine dunkle Vergangenheit. Immer mehr wächst ihr Verständnis für ihre Mutter, ihr Verzeihen, bis ihr zum Schluss die übergrosse Liebe bewusst wird, mit der die Mutter Alles, was ihr vorher wichtig war, für sie aufgegeben hat.
Ein bewegendes, schönes, liebevolles Buch.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Berührend und lesenswert!, 28. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Morgen bist du noch da: Roman (Taschenbuch)
Mila Lippkes „Morgen bist du noch da“ erreichte mich als „kreatives Wanderbuch“, von der Autorin via lovelybooks auf Reisen geschickt. Ich bin Station Nr. 15 und inzwischen wurde dieses Buch 15 Mal gelesen, bestickt, bebastelt und mit Kommentaren versehen. Trotzdem oder gerade deswegen, besticht das Cover und das Buch selbst ist in einem zwar gebrauchten, aber noch immer guten Zustand. Hier kauft man Qualität!
Selbiges gilt nicht nur für die Aufmachung, sondern vor allem für den Inhalt des Buches.
Mila Lippke erzählt, aus der Perspektive der Künstlerin Lio, die Geschichte einer 42-jährigen Frau, die durch den Schlaganfall, den ihre Mutter erleidet und eine ungeplante Schwangerschaft, an einen Punkt ihres Lebens gelangt, an dem sie sich zum ersten Mal, seit sie in jungen Jahren auszog und dieses Thema weitestgehend verdrängte, mit dem Thema „Mutterschaft“ und der Vergangenheit beschäftigt.
Sehr distanziert, und doch eindringlich erzählt, erwartet den Leser noch ein zweiter Handlungsstrang. Die Geschichte eines jüdischen Mädchens zur Zeit des 2. Weltkriegs, das sich gemeinsam mit ihrer Mutter und der neugeborenen Schwester auf einem Dachboden versteckt hält, in jahrelanger Dunkelheit und Mutters Stimme, die von den Farben der Welt erzählt. „Eisblau“ klingt die Stimme der holländischen Frau herauf, welche die Mädchen zu sich nimmt. Zum Abschied bürdet ihr die Mutter, welche der Deportation und dem Tod im KZ nicht entkommt, die Verantwortung für die jüngere Schwester auf…
Diese Handlungsstränge fügen sich im Verlauf immer mehr zusammen und erzählen so die eindringliche Geschichte von 3 Generationen, sowie einer werdenden. Lio lernt, ihre Vergangenheit und ihre Mutter neu zu betrachten, zu verstehen und damit auch, zu verzeihen. Dabei ist der Roman zu keiner Zeit gefühlsduselig oder gar kitschig. Im Gegenteil, manches besticht, gerade weil es schlicht gehalten wird.
Ich bin keine typische Leserin von Frauenromanen, doch dieser hat mir gefallen und mich berührt. Ich kann ihn nur weiterempfehlen.
Uneingeschränkte Kaufempfehlung!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Morgen bist du noch da, 27. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Morgen bist du noch da: Roman (Taschenbuch)
Der Roman zeigt deutlich wie wichtig unsere Vergangenheit und unsere Erinnerungen für unser gesamtes Leben sind und wie sie unser ganzes Verhalten bestimmen können.
Die Protagonistin Lio ist Künstlerin und hat gerade die erste größere Ausstellung mit ihrer neuen Kunst in einer recht bekannten Galerie. Zu dieser Ausstellung lädt sie auch ihre Mutter ein, zu der sie ein eher schlechtes Verhältnis hat, geprägt durch die Erinnerungen und Handlungen der Vergangenheit. Gerade in dieser Beziehung zeigt sich, welche Kraft die Erinnerungen haben, denn sowohl das Verhalten von Lio, wie auch ihrer Mutter, ist stark von Erinnerungen geprägt. Ein Mensch der keine Erinnerungen an Liebe hat, kann diese selbst auch nur schwer empfinden oder an andere dieses Gefühl weitergeben. Ebenso wiegt die Erinnerung an Verluste oftmals schwerer als die an positives und verhindert Bindungen, um sich zu ersparen dieses negative Gefühl wieder empfinden zu müssen. In diesem Punkt setzt ein sehr stark ausgeprägter Faktor der Geschichte an, denn die Bindung zwischen Mutter und Tochter hat einige Bruchstellen und Risse.
Jedoch können Erinnerungen auch Bindungen schaffen. Ein besonderes Element und eine zentrale Rolle in dem Roman haben die Farben, welche schon der Mutter während ihrer Jugend Kraft spendeten, sie zum Träumen und Licht in ihr Leben brachten, was man als Leser auch deutlich in der Atmosphäre dieser Passagen spürt. Auch Lio ist, wenn in manchen Situationen auch eher unbewusst, von den Erinnerungen und der Liebe ihrer Mutter zu den Farben geprägt. Es ist geradezu magisch, wie die Autorin es schafft, zu zeigen, welche Empfindungen man durch Farben ausdrücken kann, wie man durch sie Gegenstände in ihrer Natur beschreiben kann und welche Erinnerungen man durch Farben hervorrufen kann.
Zudem zeigt der Roman deutlich, wie schwer der Umgang zwischen den Menschen sein kann, wenn man Probleme im Bereich der Verantwortung hat und sich sperrt, diese zu schultern, da die Vergangenheit einem Angst in diesem Bereich beschert. Jedoch auch, wie man lernen kann solche Ängste zu überwinden und in seinen Aufgaben zu wachsen.
Alle diese Faktoren sind tiefgründig dargestellt und man spürt geradezu die Gefühle, welche die Autorin von sich selbst in diesen Roman gegeben hat, um die Geschichte und die Charaktere zum Leben zu erwecken, da sich vieles deutlich von Klischees in diesem Bereich abhebt.
Einzig die Art der Protagonistin, insbesondere ihre Kunst, war für mich zum einen etwas zu provokativ, so dass es auf mich schon ein wenig gestellt wirkte, wie auch oft unverständlich, da viele Handlungen der Protagonistin für mich oft nicht nachvollziehbar waren. Ebenso wie die Aussage, die hinter Lios Kunst stehen sollte, jedoch ist Kunst ja relativ zu betrachten.
Auf jeden Fall sollte man sich bei diesem Roman nicht vom Cover täuschen lassen, welches in meinen Augen deutlich etwas anderes suggeriert, als einen letztendlich erwartet, denn der Roman ist deutlich tiefgründiger, als das blumige Cover vermuten lässt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mutter-Tochter-Beziehung, 31. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Morgen bist du noch da: Roman (Taschenbuch)
Da ich von "Irgendwie mein Leben" total begeistert war, freute ich mich schon sehr auf "Morgen bist du noch da". Die Leseprobe zum Buch hat mir allerdings gar nicht so gut gefallen, vielleicht wegen der Kürze. Mit diesem eher negativen Eindruck begann ich mit dem Roman. Und war am Ende positiv überrascht.

Lioba (Lio) ist 42 Jahre, Künstlerin und schwanger von einem verheirateten Mann. Sie fragt ihre Mutter endlich nach ihrem leiblichen Vater, den sie nie kennengelernt hat. Die Mutter bleibt Lio die Antwort schuldig, da diese nach dem Gespräch im Hotel einen Schlaganfall erlitten hat, kann nicht mehr sprechen. So macht sich Lio auf den Weg in die Vergangenheit. Dabei entdeckt sie, dass sie sich nie wirklich Gedanken über ihre Mutter, ihre Familie, gemacht hat. Sie findet in der Wohnung der Mutter Fotos und Schritstücke aus der Vergangenheit. Durch die 2 Erzählstränge, Kindheit und Jetzt, wird allmählich deutlich, warum die, in Lios Augen gefühlskalte Mutter, so geworden ist.

Von meinem anfänglichen Misstrauen gegenüber dem Buch, ist letztendlich nichts mehr übrig geblieben. Ich fand die Geschichte einfühlsam, berührend, gefühlvoll - ohne dabei kitschig zu wirken, eben genau auf den Punkt gebracht. Der Schreibstil war so, wie ich es von Mila Lippke erwartet habe. Und ... ich bin natürlich schon gespannt auf den nächsten Roman.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ~*°..Scherben der Vergangenheit.. °*~, 28. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Morgen bist du noch da: Roman (Taschenbuch)
~*°..Story.. °*~

Lioba (kurz Lio) ist Anfang vierzig und Künstlerin. In Berlin lebt sie ein Leben, dass sie sich gemeinsam mit ihrer Freundin Tetra mühsam aufgebaut hat. Ein freieres Leben, dass Sie auf ihre schwierige Kindheit in Köln zurückblicken lässt. Durch ihre verhaltene und eigentümliche Art hat ihr die Mutter nicht nur die Luft zum Atmen genommen sondern sich auch wie Ballast auf sie gelegt.

Seit dem Auszug hat sich deshalb komplett zurückgezogen. Das Verhältnis der beiden ist dadurch gespalten. Mit der Einladung zu ihrer Ausstellungseröffnung in einer Galerie in Berlin wagt Lio nach langer Zeit erstmals wieder einen Schritt auf die Mutter zu. Sie ist fest entschlossen, sich endlich Klarheit über ihren Vater zu verschaffen, dessen Identität ihr die Mutter seit der Kindheit verheimlicht.

Doch ein Schlaganfall der Mutter am Abend von Lios Eröffnung wirft sie erneut zurück an den Anfang. Ihre Mutter, die nach dem Unfall halbseitig gelähmt ist, wird Lios Fragen nun nicht beantworten können. Fragen, die Lio nicht loslassen.

Um für die Mutter ein paar Sachen zusammenzupacken, fährt Lio nach Köln. Bei ihrem Besuch in der Wohnung stößt sie auf Papiere und Fotos der Mutter, die ihr als Wegweiser in die Vergangenheit dienen. Lio kann sich dem magischen Sog dieser Erinnerungsstücke nicht entziehen und beschließt, die Antworten auf ihre Fragen selbst zu suchen. Sie begibt sich dadurch auf eine Reise, die ihr Leben von Grund auf verändern wird.

~*°..Mein Fazit.. °*~

Mila Lippke erzählt in 'Morgen bist du noch da' die Geschichte einer speziellen Mutter-Tochter-Beziehung. Lio wächst ohne Vater auf. Die Beziehung zwischen ihr und ihrer Mutter ist schwierig. Oft wirkt die Mutter durch ihre abwesende Haltung gefühlskalt, weshalb sie Lio nur wenige Momente mütterlicher Fürsorge schenkt. Die Vergangenheit bleibt für Lio ein einziges Mysterium. Der Frage nach dem Vater weicht die Mutter aus.

Schmerzhafte Erfahrungen prägen. Ihre Macht zehrt oft auch noch Jahre später an uns. Auch Lios Mutter musste in ihrer Kindheit solche Momente erfahren. Momente, die an ihr haften blieben. Momente, die sie in ihrer Entwicklung einschränkten und die sie zu einem ängstlichen Menschen werden ließen. Zu einem Menschen, dem es schwerfällt, Gefühle zuzulassen.

'Erinnerungen entstehen im Kopf. Wenn unser Gedächtnis ein Licht auf sie wirft, erscheinen sie in allen Farben des Regenbogens. Aber es gibt Ereignisse, auf die nie das Licht der Erinnerungen fällt, die über Jahre hinweg, manchmal eine Leben lang, im Schatten verborgen liegen. Wenn ich lange genug hinblickte, dachte ich, müsste ich doch die Farben erkennen können, in denen die Vergangenheit gemalt war.'

Zitat, Seite 163

Lio, die anfangs nur wenig über ihre Mutter und dem Leben vor ihrer Geburt weiß, entdeckt auf der Reise in die Vergangenheit einzelne, auf den ersten Anschein nicht zueinander passende, Puzzleteile. Aus ihnen entsteht im Verlauf der Geschichte ein Lebenspuzzle, dass Lio Schritt für Schritt Zugang in die Gefühlswelt ihrer Mutter verschafft. Erstmals kann Lio Mitgefühl und Verständnis für den Menschen aufbringen, der ihr ein Leben lang fremd erschien.

'Ohne Luft könnten wir nicht überleben. Sie ist zwar unsichtbar und lässt nur erahnen, wenn der Windhauch die Spitzen der Grashalme zum Erzittern bringt oder ein Sturm die Äst der Bäume unter sich biegt. Doch obwohl wir sie nicht sehen können, gehört die Luft zum Leben dazu. Wie unsere Erinnerungen.'

Zitat, Seite 229

Die Autorin schuf in diesem Buch ein einzigartiges Beziehungsgeflecht. Wie in einem Spinnennetz verfangen sich die unterschiedlichsten Ereignisse aus Gegenwart und Vergangenheit in den einzelnen Fäden und bilden aneinandergereiht eine bunte und abwechslungsreiche Geschichte. Der Sprung zwischen Vergangenheit und Gegenwart lässt die unterschiedlichsten Menschen Teil dieser Geschichte werden. Die lebendige Sprache der Autorin und ihre Liebe fürs Detail lässt nicht nur Emotionen, Gegenstände und Ereignisse zum Leben erwecken, sondern verleiht ihnen damit auch einen besonderen Glanz.

Die Intensität der Worte verzauberte mich so sehr, dass ich Lio und ihre Mutter gerne noch ein Stück ihres Weges begleitet hätte. Für ein paar besonders leuchtende und magische Momente schenke ich Milas Buch daher 5 von 5 möglichen Porzellantassen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Roman, der zum Nachdenken anregt, 26. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Morgen bist du noch da: Roman (Taschenbuch)
Klappentext:
Lioba stand ihrer Mutter nie nahe. Da war immer dieses Gefühl von Fremdheit. Sind sie einfach zu unterschiedlich? Und dann ist da noch das Geheimnis: Wer ist Liobas Vater? Als ihre Mutter schwer erkrankt, macht sich Lio auf die Suche. Sie muss wissen, woher sie kommt, um zu verstehen, wer sie selbst ist. Aber als sie Antworten findet, ist plötzlich nichts mehr, wie es einmal war...

Meine Meinung:
Mila Lippke hat hier einen wunderschönen Familienroman geschrieben, der uns zeigt wie schön und farbenfroh das Leben sein kann, wenn man seine Augen öffnet.
Obwohl die Protagonistin Lioba als Kind wenig Liebe erfährt und alte Kleider tragen muss, obwohl sie ihren Vater kennenlernen möchte und von ihrer Mutter nichts darüber erfährt, so weiss sie doch - zumindestens am Ende, wie sehr sie immer geliebt wurde. Und kommt es nicht genau darauf an? Ist nicht das Sein wichtiger, als die Frage nach dem wieso und warum?

Das Buch ist aus zwei Perspektiven geschrieben: Auf der einen Seite Lioba im Hier und Jetzt und auf der anderen Seite ein kleines Mädchen, das sich im Krieg verstecken muss.

Ich finde das Buch, die Personen und die Geschichte sehr gelungen und vergebe von daher 5 strahlende Sterne :)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lioba auf der Suche nach ihren Wurzeln, 14. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Morgen bist du noch da: Roman (Taschenbuch)
Lioba (42) eine Künstlerin aus Berlin wird ungewollt schwanger von ihrem verheirateten Liebhaber Dominic. Sie weiß erst gar nicht wie sie es ihrer besten Freundin sagen soll, denn diese wünscht sich ein Kind und hatte auch schon eine Fehlgeburt hinter sich. Und Lioba bekommt ein Kind und will mit ihren 42 auch gar kein Kind. Oder vielleicht doch? Als Lioba es ihrer5 Freundin erzählt, folgt ein kleiner Satz...der die Freundschaft ins kippen bringt.
Sie wünscht sich Dominic als einen festen Partner neben ihr und dem Kind, doch wird dies gelingen? Dann erleidet ihre Mutter, zu der Lioba nur ein gebrochenes Verhältnis hat, auch noch einen Schlaganfall und kann nicht mehr reden. Lioba möchte nun aber gerne wissen, wer ihr Vater ist, und begibt sich auf die Suche und findet einiges heraus....wird Lioba ihren Vater finden und kann ihre beste Freundin sich wieder mit ihr anfreunden?

Mein Fazit:
Das Buch war sehr angenehm und zügig zu lesen. Die Paralellen zu der Gegenwart und der Vergangenheit, fand ich klasse, und ich war immer gespannt, was die Vergangenheit einem wieder preisgeben wird. Das Geheimnis habe ich auch erst kurz bevor es herauskam erahnen können, wobei ich mir da dann auch erst nicht so sicher war.

Ein sehr schönes Buch mit einer Menge tiefgründigkeit.

Ich hätte gerne noch viel mehr gelesen, besonders auch von der Vergangenheit...von mir bekommt dieses Buch 4,5 Sterne.
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Morgen bist du noch da: Roman
Morgen bist du noch da: Roman von Mila Lippke (Taschenbuch - 9. Dezember 2011)
EUR 8,99
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