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5.0 von 5 Sternen Ich konnte förmlich die Trommeln hören..!
Myra Morgenstern hat der Heiratsantrag ihres Freundes Jerry so verwirrt, dass sie beschließt, sich eine kleine Auszeit zu nehmen, um sich klar darüber zu werden, wie sie sich ihr weiteres Leben vorstellt und ob Jerry dabei eine derartig maßgebliche Rolle spielen soll.
So fährt sie nach Boulder Landing, wo sie aufwuchs, am Fuss des Thunder...
Veröffentlicht am 31. Juli 2011 von CabotCove

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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Damit konnte ich gar nichts anfangen
Ich bin in das Buch überhaupt nicht gut reingekommen. Es ist zwar nicht kompliziert zu lesen, denn die Sprache ist einfach und bietet eher kurze Sätze, aber hier wirkte es nicht flüssig und harmonisch auf mich, sondern oft holprig und teilweise wie ein nicht so gelungener Schulaufsatz. Verstärkt wurde der Eindruck wahrscheinlich noch dadurch, dass...
Veröffentlicht am 21. Februar 2012 von Heimfinderin


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45 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich konnte förmlich die Trommeln hören..!, 31. Juli 2011
Von 
CabotCove - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Der Ruf des weißen Raben (Taschenbuch)
Myra Morgenstern hat der Heiratsantrag ihres Freundes Jerry so verwirrt, dass sie beschließt, sich eine kleine Auszeit zu nehmen, um sich klar darüber zu werden, wie sie sich ihr weiteres Leben vorstellt und ob Jerry dabei eine derartig maßgebliche Rolle spielen soll.
So fährt sie nach Boulder Landing, wo sie aufwuchs, am Fuss des Thunder Mountain.
An einer Tankstelle begegnet ihr zum ersten Mal der höchst attraktive Indianer Chad Blue Knife, zu dem sie sich gleich stark hingezogen fühlt.

Bei einer Wanderung gerät sie in eine Steinlawine und als sie aufsieht, bemerkt sie vor sich zwei Felssäulen, die ins Nichts zu führen scheinen. Neugierig geht sie hindurch - und findet sich in einer für sie fremden Welt. Sie ist mit einem Mal blond und scheint auch nicht mehr sie selbst zu sein, sondern Runa, eine junge Indianerin, die sich mit Heilkräutern auskennt.

Dann wieder sitzt sie im Auto auf dem Beifahrersitz, neben sich Chad Blue Knife, beide ca. zwanzig Jahre älter und auf dem Weg zu Chad's Großtante Heather, die Myra ebenfalls in dem Indianerdorf sah. Sie haben bereits eine 16-jährige, gemeinsame Tochter, Emma.
Gemeinsam mit Chad versucht Myra zu ergründen, wie sie anscheinend zwischen Welt und Zeit wechseln kann. Mit Jerry hat sie längst abgeschlossen, so groß ist die Anziehungskraft von Chad und dieser für sie noch neuen, fremdartigen Welt, in die sie doch irgendwie zu gehören scheint...

Ich hatte erst befürchtet, dass das Buch ein kitschiger Liebesroman sein könnte - anhand des bisher Geschilderten könnte man ja auch durchaus immer noch darauf schließen...

Aber Sanna Seven Deers schreibt alles andere als kitschig. Mir als eingefleischter Krimileserin hat dieses Buch so gut gefallen, dass ich es wärmstens weiterempfehlen werde, denn beim Lesen habe ich selbst so Raum und Zeit vergessen, dass ich förmlich neben Myra und Chad durch ihre Welt gestreift bin. Ich konnte förmlich die Trommeln hören, die Vögel singen und die verschiedensten Düfte wahrnehmen, so eindringlich, authentisch und bezaubernd beschreibt die Autorin ihre Geschichte.

Für mich kam dieses Buch genau richtig und war eine wunderschöne Ablenkung zum Alltagsstress. Nie hätte ich gedacht, dass mich ein Buch dieses Genres so sehr fesseln könnte. Ich denke, dass hat sehr viel mit der Authentizität der Autorin zu tun, die selbst mit einem Indianer verheiratet ist und selbst seit 1997 in der Wildnis der Rocky Mountains lebt.

David Seven Deers hat mit seinem Trible mit zu dem sehr schönen Cover beigetragen, dass mir auch im Buchladen sofort aufgefallen wäre und das hervorragend zur Geschichte passt.

Die Protagonistin Myra ist beeindruckend geschildert. Da verzeiht man der Autorin auch, dass Chad Blue Knife vielleicht ein klein wenig zu sexy und gutaussehend für diese Welt ist. Ich habe mich beim Lesen auch ein kleines bißchen verliebt, muss ich gestehen.

Wie die Autorin die Riten und Mythen der Indianer anschaulich schildert, ist beeindruckend und hat mich tief bewegt. Ich wusste noch nicht viel darüber, möchte mich aber jetzt eingehender mit dem Thema beschäftigen, denn meine Neugier wurde geweckt
Sanna Seven Deers führt einem diese Welt so mystisch vor Augen, dass man selbst das Gefühl hat, in sie einzutauchen und wenn ein Buch das schafft, dann ist alles gesagt, finde ich.

Diese Geschichte um Myra und Chad Blue Knife hat alles: sie ist spannend, mitreißend, beeindruckend, sehr schön formuliert (emotional und detailliert, aber nicht kitschig oder langatmig) und zaubert einem derart schöne Bilder in den Kopf, die man so schnell nicht mehr los wird.
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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verzaubernd schön, 1. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Ruf des weißen Raben (Taschenbuch)
Durch meine Reisen in die USA bin ich schon seit längerem von der Mystik der Indianer gefangen. Die Naturverbundenheit und die intensive Lebensweise mit spirituellen Riten sind für mich sehr beeindruckend.

Somit war ich auf das Buch "Der Ruf des weißen Raben" von Savanna S. Deers sehr gespannt. Die Autorin kommt aus Hamburg und lebt seit langem mit ihrem indianischen Mann in der Wildnis Kanadas. Wenn nicht Savanna S. Deers, wer soll sonst einen authentischen Roman über das Leben und die Liebe eines besonderen Paars schreiben?

Die Protagonisten Myra treibt es in die Natur. Schon lange war sie nicht mehr an dem Ort ihrer Kindheit. Doch sie braucht jetzt endlich Ruhe - und die fand sie schon immer in den Wäldern Kanadas. Unbedarft platzt sie plötzlich in die Zeremonie eines Indianerstammes. Myra weiß noch nicht, dass damit ein ganz besonderes Leben für sie beginnt.
Der sympathische Indianer Chad nimmt Myra an die Hand und versucht, sie bei ihrer großen Aufgabe zu unterstützen. Myra wurde von den Geisterwesen auserkoren, die Welt zu retten. Es wird ihr ermöglicht, durch Pforten in unterschiedliche Zeiten einzutauchen. Diese Reisen sind wunderbar spannend geschrieben. Die Autorin lässt Myra von der Gegenwart in die Zukunft und wieder weit in die Vergangenheit hüpfen. Es kommt nie Verwirrung auf, sondern eine kribbelndes: Was passiert als nächstes? Welches Abendteuer lässt als nächstes auf sich warten?

Die Liebe zwischen Chad und Myra wird im Laufe der Zeit stärker und intensiver. Der Schreibstil rutscht hier nie ins kitschige ab oder wirkt abgedroschen. Die Charakter der Protagonisten haben Farbe und Tiefgang. Jedes mal wenn ich das Buch in die Hand nahm, tauchte ich in die Natur ein. Die beschreibenden Worte und die fantastische Geschichte haben mich regelrecht verzaubert und in den Bann gezogen. Ich kann dieses Buch also auf jeden Fall sehr empfehlen - nicht nur für Indianer- und Wildnisfans!
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Ruf des weißen Raben, 4. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Ruf des weißen Raben (Taschenbuch)
Ein tolles Buch!
Ich war total begeistert und durchgehend gespannt, wie es wohl weiter geht. Diese Geschichte hat mich voll und ganz in ihren Bann gezogen und ich habe jede freie Minute genutzt um aus meinem Alltag raus, hinein in Myras (die Hauptfigur) Welt einzutauchen. Ich war traurig, als das Buch zu Ende war.

Ich kann es jedem empfehlen, nicht nur denjenigen die selbst schon mal in Canada waren. Besonders gefallen hat mir, dass man durchgehend extrem aufmerksam lesen muss, um der Geschichte folgen zu können. Sie gibt einem nicht nur einen schönen Einblick in die indianische Kultur, auch unser gesamtes Zeitdenken und Zeitbewusstsein wird auf den Kopf gestellt und regt zum Nachdenken an.

Ich habe auch die ersten beiden Bücher von Sanna Seven Deers gelesen, sowie das Kinderbuch von ihrem Mann David Seven Deers. Ich freue mich auf hoffentlich viele weitere Bücher der beiden Autoren und wünsche jedem viel Spaß beim Lesen der Romane und Bilderbücher.

Eine Freude!!!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Ruf des weißen Raben, 5. August 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Ruf des weißen Raben (Taschenbuch)
Schon das sehr gelungen gestaltete und auch perfekt zum Buch passende Cover unter Verwendung einer Illustration des indianischen Bildhauers David Seven Deers zieht die Blicke auf sich und wirkt in Verbindung mit dem Klappentext sehr ansprechend. Aber auch das Buch selbst kann überzeugen.

Die junge Myra Morgenstern braucht eine Weile Zeit für sich und will an den Ort in der Wildnis Kanadas zurückkehren, an dem sie einen Großteil ihrer Kindheit zugebracht hat. Auf ihrem Weg dahin platzt sie versehentlich in eine bedeutende Zeremonie der Elk Creek First Nation, die die Geister um Hilfe für ihr Volk bitten, da schon wieder jemand der ihrigen spurlos verschwunden ist. Myra ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass sie selbst von den Geistern ausersehen ist, dem Volk der Elk Creek die ersehnte Hilfe zu bringen, indem sie mit Hilfe des jungen gutaussehenden Indianers Chad Blue Knife, seiner Großtante Heather und der Inderin Meghali Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammenbringt....

Sanna Seven Deers schreibt mit "Der Ruf des weißen Raben" einen ganz besonderen Roman, der nicht nur ein bunter Mix aus mehreren Genres ist, sondern den Leser auch in besonderer Weise auf eine Reise in die indianische Mythologie mitnimmt. Besonders anschaulich und lebendig schildert die Autorin die wilde Schönheit der kanadischen Berge, der unberührten Natur und der lebendigen Wildnis. Sämtliche Akteure, auch die Protagonisten, bleiben dagegen sehr blass und flach gezeichnet. Insgesamt erinnert "Der Ruf des weißen Raben" vom Aufbau her selbst stark an ein Märchen, bei dem die Heldin mit ihren Helfern gegen einen bösen Gegenspieler antreten muss, wobei ihr übernatürliche Kräfte durch die Geistwesen zur Verfügung gestellt werden und sie am Schluss natürlich das Böse besiegt. Auch die häufigen kleinen Wiederholungen und manchmal nicht unbedingt nachvollziehbar wirkenden Entscheidungen der Protagonisten fügen sich so durchaus harmonisch ins Gesamtbild ein. Einzig die gegen Ende etwas eskalierenden "Weltbeherrschungsversuche" mithilfe kaum nachvollziehbarer Zukunftstechnologie trüben den ansonsten sehr guten Gesamteindruck.

Wer in der Buchhandlung stöbert und aufgrund des Klappentextes und des Covers "Der Ruf des weißen Raben" irrtümlich als "Liebesroman mit Naturhintergrund" kauft, wird vermutlich enttäuscht sein. Wer sich jedoch auf Neues einlassen kann und die Fantasie mitbringt, sich in die Mythologie der kanadischen Indianer entführen zu lassen, wird mit einem Lesevergnügen der besonderen Art belohnt.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Damit konnte ich gar nichts anfangen, 21. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Ruf des weißen Raben (Taschenbuch)
Ich bin in das Buch überhaupt nicht gut reingekommen. Es ist zwar nicht kompliziert zu lesen, denn die Sprache ist einfach und bietet eher kurze Sätze, aber hier wirkte es nicht flüssig und harmonisch auf mich, sondern oft holprig und teilweise wie ein nicht so gelungener Schulaufsatz. Verstärkt wurde der Eindruck wahrscheinlich noch dadurch, dass gleich im ersten Abschnitt das Wort "Zeremonie" so oft hintereinander vorkam, dass es mich extrem störte und ich mich fragte, warum die Autorin nicht mal ein anderes Wort dafür hat nehmen können. So in der Art gab es einfach immer mal wieder Momente, die mir das Lesen einfach verleideten. Zudem wirkte der Text und die Handlung auf mich überwiegend zäh, ohne, dass ich erklären kann, warum. Ich kam einfach nicht voran und tendierte dazu, Zeilen mit den Augen zu überspringen.

Die Landschaft und die Natur beobachtet und beschreibt sie schon sehr schön und auch, wenn es um die Indianerrituale geht, merkt man, dass sie sich damit auskennt, trotzdem sprang auch bei diesen Stellen der Funken nicht wirklich zu mir rüber, sondern ich spürte weiterhin eine gewisse Distanz und wurde eher ungeduldig beim Lesen.

Zum großen Teil lag dies vielleicht auch daran, dass die Figuren von Anfang an sehr blass und unglaubwürdig blieben. Chad war gar nicht so sehr das Problem, er hatte von Anfang an eine besondere indianische Ausstrahlung, aber Myra konnte ich überhaupt nicht ernst nehmen. Sie platzt in ein indianisches Ritual, von dem sie nichts versteht, geht kurz danach durch zwei Säulen hindurch in eine Geisterwelt, in der sie sich mit dem Geist einer Indianerin verbindet, findet sich danach in der realen Welt Chad gegenüber, den sie nie vorher gesehen hat und findet es dann auch ganz normal, dass sie kurz darauf in eine zukünftige Ebene gleitet, in der sie mit diesem verheiratet ist und ihre Aufgabe vor sich sieht. Wieder zurück in der Realität ist innerhalb kurzer Zeit alles für sie so klar, sie und Chad sind füreinander bestimmt, haben auch gleich Gefühle füreinander, deren Entstehung nicht ersichtlich wurde, und es ist vor allem auch für sie gar nicht verwunderlich, dass sie verschiedene Ebenen besuchen kann und eine besondere Aufgabe vor ihr liegt. Sie, die eigentlich einfach nur ein bisschen raus in die Natur wollte, um über ihr weiteres Leben nachzudenken, nachdem sie sich gerade erst von ihrem Freund getrennt hatte. Das wirkte auf mich zu glatt und unglaubwürdig und nahm mir so das Lesevergnügen auch im weiteren Verlauf. Insgesamt war mir der Roman zu spirituell, die Figuren zu blass und die Handlung zu zäh, bzw. zu wenig vorhanden.

Ich habe wohl einfach etwas ganz anderes erwartet, nämlich außer der wirklich sehr schönen Naturbeschreibung auch noch starke Charaktere in einer spannenden Handlung. Die letzten beiden Punkte haben mir hier leider gefehlt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zu kurz für mich....., 6. Oktober 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Ruf des weißen Raben (Kindle Edition)
Dieses Buch hätte nach meiner Meinung noch lange, lange nicht enden müssen. Es war so spannend geschrieben und hat mich förmlich mitgerissen. Ich habe mir die Kindle-Version gekauft und konnte nicht mehr mit dem Lesen aufhören. Wenn man von einem Buch so gefangen wird, ist man doch traurig wenn es zu ende ist.
Nun warte ich auf das nächste Buch von Sanna Seven Deers (Feuerblume), das in den nächsten 2 Monaten erscheinen soll. Mal sehen womit sie mich dann begeistert.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Seelenreisen, 16. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Ruf des weißen Raben (Taschenbuch)
Kurz nachdem sie ihren Job gekündigt hat und ihr Freund Jerry ihr einen Heiratsantrag gemacht hat, nimmt die junge Journalistin Myra Morgenstern reiß aus: um den Kopf frei zu kriegen und sich darüber bewusst zu werden, was sie in ihrem Leben eigentlich genau will, macht sie sich auf den Weg zurück in die Heimat ihrer frühesten Jugend in den kanadischen Bergen.
Während ihrer Anreise platzt sie dabei unabsichtlich und unbemerkt in eine indianische Zeremonie zur Ahnenbeschwörung, welche ihr Leben für immer verändern soll: Nachdem Myra bei einer Bergwanderung in eine Steinlawine geraten ist, erscheinen ihr aus dem Nichts zwei Felssäulen und sie verspürt den Drang durch sie hindurch zu gehen, woraufhin sich ihre Seele zunächst in der Vergangenheit im Körper einer Runa und später in ihrem eigenen, etwa zwanzig Jahre älteren Körper wiederfindet. In dieser Zukunft ist Myra mit Chad Blue Knife verheiratet, einem Indianer, den sie in der Gegenwart nach ihrer Seelenreise zurück in den Bergen kennenlernt, bevor sie sich zusammen mit ihm und mit der Hilfe seiner Großtante Heather auf eine abenteuerliche Reise um einen alten Talisman begibt.

Zunächst einmal zu den positiven Aspekten des Buches: Die traumhaften Landschaften Kanadas sowie die Sitten und Gebräuche der Indianer werden gut eingefangen und schaffen eine malerische Antmosphäre, in die man als Leser gut eintauchen kann. Leider hört es mit dem Lob für meinen Geschmack hier auch schon auf.
Zwar lesen sich die Seiten durch die eher unkomplizierten Satzbauten locker und schnell weg, aber nach der gefühlt zwanzigsten detailgenauen Beschreibung einer indianischen Tracht in den ersten fünfzig Seiten, dachte ich mir, das Grundprinzip habe ich jetzt so langsam verstanden, das könnte also auch mal ein wenig kürzer ausfallen. Für mich haben diese immer wieder auftretenden Passagen schon bald nicht mehr zu der bereits gelobten Atmosphäre der Geschichte beigetragen, sondern mich schließlich nur noch aus der ohnehin schon etwas stockenden Handlung gebracht.
Die Dialoge wirkten auf mich zudem irgendwie hölzern und unnatürlich.

Was die Charaktere selbst betrifft, so empfand ich deren Beschreibungen (abgesehen von Äußerlichkeiten) doch etwas dünn und ihre Interaktionen vorhersehbar aber nicht nachvollziehbar. Da ich mir bewusst bin, dass sich das eigentlich gegenseitig ausschließen müsste, will ich das am Bespiel der beiden Hauptpersonen kurz erklären: Es ist klar, dass sich über kurz oder lang eine Beziehung zwischen Myra und Chad entwickeln soll. Insofern sind quasi alle Interaktionen der beiden Charaktere auf dieses Ziel gerichtet (und damit vorhersehbar), ohne dass sie dabei plausibel sind: Chad sieht eine ihm nahezu völlig fremde Frau zwischen zwei Felssäulen – vermutlich in die Geisterwelt seines Kulturkreises – verschwinden und beschließt auf sie zu warten. Myra kommt aus der gemeinsamen Zukunft mit Chad zurück, trifft auf ihn in der Gegenwart und von da an ist es quasi beschlossene Sache, dass die zwei zusammen gehören müssen, sie die konkrete Entscheidung dazu aber zu Gunsten des höheren Ziels etwas hinausschieben. Einzige Erklärung dafür sind dann insgesamt seitenlange und sich scheinbar ständig wiederholende Umschreibungen der unerklärlichen, aber auch unausweichlichen Anziehung zwischen den beiden, was meiner Meinung nach allein nicht die Basis der Beziehung sein kann, um auf den Leser nachvollziehbar zu wirken. (Insofern kann ich einigen der anderen Rezensionen hier nicht zustimmen, denn für meinen persönlichen Geschmack rutscht das schon ins Kitschige ab.)

Abschließend noch einige Worte zur Gesamt-Logik des Werkes: Natürlich schneidet dieses Buch das Fantasy-Genre, welches ich an sich sehr mag. In meinen Augen muss eine Roman-Welt – egal wie weit hergeholt sie auch sein mag – dabei aber stets in sich schlüssig sein. Leider kann ich auch diesen Punkt in Hinblick auf „Der Ruf des weißen Raben“ nicht bejahen, denn auch wenn die Charaktere sich die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Zeitreisen Myras ständig selbst zu erklären scheinen, um den Leser zwischendrin nicht zu verlieren, erschien mir die doch sehr hinkonstruierte Logik dahinter einfach nicht plausibel – wäre sie es, so wären auch die ständigen Erklärungen unnötig gewesen.

Insgesamt kann ich dieses Buch insofern jedem empfehlen, der auf der Suche nach einem spirituell mystischen Roman mit einer (in meinen Augen) ordentlichen Portion Kitsch ist, welcher den Leser mehr in ein traumhaftes Kanada der Indianer entführt als eine in sich schlüssige, packende Handlung mit glaubwürdigen Charakteren zu vermitteln.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zedern und Streifenhörnchen, 29. Dezember 2011
Von 
C. Voigt (Stanford/California) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Ruf des weißen Raben (Taschenbuch)
Das Buch genügte leider nicht meinen Ansprüchen. Ich habe es als lobenswert empfunden, dass Deers quasi den Konsum der Welt anprangert und back to nature fordert. Aber ihre Umsetzung habe ich sehr lahm empfunden. Dieses Buch ist empfehlenswert für Menschen, die sich entweder sehr stark mit den indianischen Ritualen auseinandersetzen oder eben einen ausgeprägten Hang für Esotherik haben. Für alle anderen, die beispielsweise gerne alles durchdenken, ist dieses Buch gar nichts. Ich konnte mich nicht auf diese Geschichte einlassen, weil sie mir zu unlogisch war. Wer das aber kann (Actionmovies sind ja auch nicht real...), der ist hier ganz gut bedient.

Die Handlung ist jedoch sehr schmal. Die Charaktere sehr blaß. Die Beziehung der Beiden empfand ich als äußerst dürftig. Ich konnte die Argumente schlicht nicht nachvollziehen. Dafür beschreibt Deers hervorragend die Umgebung. Man hat das Gefühl dort zu sein oder zumindest den nächsten Flug buchen zu müssen. Die 2 Mio. Zedern und die 3,876 Mio. Streifenhörnchen waren gerade noch ertragbar.

Habe ich zu viel erwartet? Ich denke schon. Ich hatte nämlich das Gefühl, dass Deers etwas aussagen wollte. Sie hat es aber leider versäumt, es zu tun.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Indianische Mythen, 21. September 2011
Von 
arwen008 "arwen008" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Ruf des weißen Raben (Taschenbuch)
Der Ruf des weißen Raben
Der Ruf des weißen Raben

Die junge Großstädterin Myra Morgenstern ist auf dem Weg zurück in ihre kanadische Heimat als sie mitten in eine indianische Zeremonie hineinplatzt. Myra ist dadurch ein Teil dieser Zeremonie geworden und nun von den Ahnen dazu ausersehen, das Problem zu lösen: Das Gleichgewicht zwischen dieser Welt und der indianischen Kultur wiederherzustellen. Zu viele Dinge sind passiert, für die es keine Erklärung gibt und die Indianer rufen in dieser alten Zeremonie ihre Ahnen um Hilfe.
Myra trifft dort und wenig später wieder Chad Blue Knife , einen jungen Indianer, der sie fortan auf allen Wegen begleiten wird und ihr zur Seite steht. Myra hat nun die Fähigkeit durch die Zeit zu reisen. Einmal als sie Selbst 20 Jahre später und als eine Frau, die der Legende zufolge die Hüterin des magischen Steines ist. Doch es gibt Gefahren, eine Bedrohung für Myra und Chad, jemand, der auch in der Zeit reisen kann und unbedingt den magischen Stein finden will.

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Sehr poetisch auch die Landschaftsbeschreibungen und die Beschreibungen über das indianische Leben. Dass die Autorin in Wirklichkeit auch in den kanadischen Bergen lebt und mit einem Indianer verheiratet ist, lässt dieses Buch sehr authentisch wirken. Als Leser muss man sich für die indianische Kultur interessieren, sonst wird es vielleicht zu langweilig. Sehr schön die Liebesgeschichte, die sich zwischen Chad und Myra entwickelt, die allerdings teilweise nur am Rande spielt und etwas vorhersehbar ist. Zwischendurch hat sich das Buch etwas gezogen, deshalb ein Punktabzug. Durch ihren Verfolger Morris, der mehr als einmal Chad und Myra bedroht, um an den Stein zu kommen, wird die Geschichte immer wieder sehr spannend. Das Cover ist ein richtiger Augenschmaus, da möchte man gerne mal hin. Insgesammt hat mir der Ausflug in die indianische Welt sehr gefallen , der zeigt wie alles in dieser Welt miteinander verbunden ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überzeugende Umsetzung einer durchaus nicht einfachen mystischen Themas, 23. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Ruf des weißen Raben (Taschenbuch)
Liebe Büchergemeinde,

mit der Planung unseres Urlaubs in Kanada 2014 beschäftigt, haben wir uns ein Video über das Leben von Sanna Seven Deers und ihrer Familie in der Wildnis Kanadas angeguckt. Seitdem lese ich ein Buch nach dem anderen.

Sanna hat dieses Buch sehr überzeugend geschrieben. Die Thematik ist mit Sicherheit nicht einfach darzustellen. Verwoben sind das Leben von Runa vor tausenden von Jahren - als die Menschheit noch nicht sesshaft war - mit dem Leben vom Myra im Jetzt und in 20 Jahren. Die schon bekannte Dramatik rührt daher, dass Myra sowohl im Jetzt als auch in der Zukunft bedroht wird. Andererseits erfährt Myra in der Zukunft von ihrer Liebe zu Chad, die im Jetzt noch gar nicht eingetreten ist. Sanna schafft es exzellent, diese verschiedenen Ebenen sauber voneinander zu trennen, so dass ich als Leserin zwar deutlich mitgenommen bin von den vielen Dingen, die ich als Augenzeugin von Runas Reisen durch Europa und Asien nach Nordamerika erlebe, aber andererseits alles einen Sinn ergibt. Die Botschaft wird deutlich, aber nicht dogmatisch rübergebracht: "... dass sie (die Menschen) sich selbst nicht so wichtig nehmen sollen, dass ihnen das Wohl des Nächsten am Herzen liegen soll, dass sie nicht immer nur nach mehr verlangen, sondern mehr zu geben bereit sind, ...".

Ob das Buch mich dazu gebracht hat, mehr an die Spirits zu glauben, ist schwer zu beantworten. Nach dem Buch "Feuerblume" fühlte ich, dass mir meine Naturverbundenheit sehr wichtig ist. Ich liebe es, in der Natur zu sein und diese auf mich einwirken zu lassen. Ob ich aber glauben kann, dass alles ein Kreislauf ist - Vergangenheit / Gegenwart / Zukunft und sich zu jeder Zeit gegenseitig verändert und bedingt. Das ist schon eine gewaltige These.

Vielleicht finde ich in einem der anderen Bücher eine Antwort. Viel Spaß also beim Lesen!
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Der Ruf des weißen Raben
Der Ruf des weißen Raben von Sanna Seven Deers (Taschenbuch - 15. Juli 2011)
EUR 9,99
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