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Kundenrezensionen

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1882 ist Frankfurt am Main Teil des deutschen Reichs, aber auch von Preußen besetzt. Die Frankfurter sind darüber alles andere als glücklich. Und dann wird dem Wachtmeister Heiner Braun auch noch ein Preuße als Vorgesetzter vor die Nase gesetzt: Der Kommissar Richard Biddling. Der hat Grundsätze, er schwört auf Regeln, vorzugsweise auf die, die er aus Berlin mitbringt.
Heiner Braun hat ganz andere Methoden, um die Wahrheit herauszufinden. Kein Wunder, dass beide heftig zusammenstoßen, als das Dienstmädchen Emilie plötzlich verschwindet. Der Kommissar glaubt, dass sie davongelaufen ist, sein Untergebener an ein Verbrechen.
Und die unkonventionelle Victoria Könitz, deren Leidenschaften Detektivgeschichten und kriminalistische Fachbücher sind, sieht eine Gelegenheit, ihre Spürnase an einem realen Kriminalfall zu erproben. Denn Emilie war das Dienstmädchen ihrer Tante.
Schicht um Schicht enthüllt die Autorin die Fassade der „guten Gesellschaft", die Tünche von Etikette und heiler Welt, in der Frauen mit Schiller am heimischen Herd züchtig walten - wenn sie nicht grade häkeln oder Klavierspielen. Und auch die Männer sind nicht halb so ehrbar, wie es die öffentliche Meinung vorgibt. Den Leser zieht es von der ersten Seite in dieses Frankfurt hinein, das ihm ebenso glaubhaft wie plastisch vorgestellt wird. Dazu erlebt er die Anfänge der Kriminalistik mit, die sich in dieser Zeit aus der normalen Polizeiarbeit heraus emanzipiert und zu einem eigenem Beruf wird.
Obendrein ist der Plot nicht nur glaubhaft, sondern voll von überraschenden Wendungen. Jede der Charaktere zeigt der Umgebung eine Fassade, die sich an der gängigen Moral orientiert, aber was dahinter steckt erfährt der Leser erst nach und nach.
Fazit: Spannender Krimi mit Zeit- und Lokalkolorit. Nicht nur für Krimifans unbedingt empfehlenswert.
(C) Hans Peter Roentgen
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am 21. April 2003
Ich habe die "Detektivin" dieses Osterwochenende gelesen und bin sehr angetan davon! Bereits nach den ersten 30 Seiten war ich soweit, daß ich grummelte, weil mich jemand beim Lesen störte.
Die Krimigeschichte ist spannend gemacht, die Helden mag ich (allen voran Heiner Braun...) und die Figuren Viktoria und Richard haben durchaus Charakter, eine gewisse Tiefe und sind nicht völlig berechenbar. Die Geschichte liest sich von leichter Hand. Da ich im stadtgeschichtlichen Bereich arbeite, merke ich auch, daß die Autorin sorgfältig recherchiert hat.
Das alte Frankfurt wird wunderbar lebendig, ohne daß es belehrend wirkt.
Zudem ist das Buch im Vergleich zu anderen liebevoll gemacht: über jedem Kapitel wird aus alten Polizei-Ordnungen und -lehrbüchern zitiert ("Eine planmäßig überlegte Tödtung einer Person lediglich in der Absicht, dieselbe zu bestehlen, gehört in neuester Zeit zu den unerhörten Ausnahmen"...u.ä.), am Ende des Buches ist ein kurzer sehr interessanter Abriss der Geschichte der Kriminalpolizei (Vidocq!) und außerdem sind 2 Stadtpläne Frankfurts gegen Ende des. 19. Jh. beigefügt, damit man sich als Leser zurechtfindet.
Ich werde das Buch auf jeden Fall in meinem Bekanntenkreis weiterverschenken und hoffe schwer auf mehr in dieser Art!
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am 22. Oktober 2004
Zuerst wollte ich mich gar nicht so recht an das Buch herantrauen, weil ich schon viele negative Meinungen zu anderen historischen Romanen gehört habe. Ich stand im Buchladen und konnte mich nicht so recht entscheiden, ob ich dieses Buch kaufen soll oder nicht. Der Klappentext ist sicher ganz spannend und macht doch Lust, dieses Buch zu lesen. Ich habe mich also dafür entschieden, es zu kaufen. Es stand dann einige Wochen im Regal herum, doch eines Tages (ich musste mit dem Zug ziemlich lang fahren) habe ich es angefangen zu lesen und war schon nach den ersten Seiten positiv überrascht. Nikola Hahn beschreibt mit leichten und gut verständlichen Sätzen die Situation am Frankfurter "Wäldchestag" und auch die Angst und Besorgheit der Protagonisten um die verschwundene Dienstmagd. Zu allererst denkt man, es sei eine ganz normale Dienstmagd, doch Nikola Hahn versteht es in sehr guter Weise, die Spannung aufzubauen und dem Leser das Gefühl des "Nicht-durchblickens" zu geben. Meistens laufen zwei Situtionen parallel: Zum einen, wie Victoria "Die Detektivin" sich auf die Suche nach Beweisen macht, zum anderen wird die Situation von Kommissar Biddling und seinem "Untergebenen" Heiner Braun auf manchmal sehr amüsante Weise beschrieben. Nikola Hahn bricht außerdem an der spannendsten Stelle ab, um zur anderen Situation zurückzukehren. So liest man immer weiter, weil man unbedingt wissen möchte, wie die jeweils andere Situation denn wohl ausgehen möge.
Dabei kommen viele, sagen wir mal, "Verbrechen" ans Licht, die nach und nach gelüftet werden.
Ich habe eine Rezension gelesen, wo sich jemand darüber aufregt, dass das doch alles nicht so sein könnte, wie dort beschrieben...
Dieses Buch ist nun mal ein Roman und das setzt eine gewisse Phantasie des Autors voraus, die in diesem Erstlingswerk wirklich sehr gut umgesetzt worden ist. Außerdem verrät dieser jemand schon fast, wer der Mörder ist und auch noch andere wichtige Details, die ich hier natürlich nicht nochmal wiederholen möchte, denn die Leser sollen sich selbst ein Urteil bilden.
"Die Detektivin" ist meiner Meinung nach ein sehr gut geschriebener und spannender Historienkrimi, von dem man nicht genug bekommen kann und man immer weiter lesen muss um endlich zu wissen, wie die Tatsachen denn nun stehen.
Das Ende mag vielleicht ein bißchen nicht so sein, wie in der damaligen Zeit üblich, aber das schmälert auf keinen Fall meine Bewertung von 5 Sternen.
Vor allem beschreibt das Buch die Entwicklung der Kriminalpolizei und geht auch auf die "Entdeckung" von Fingerabdrücken ein. Diese Tatsache hat Nikola Hahn sehr gut in ihren Roman miteingebaut und sie sitzt sozusagen "an der Quelle": Sie ist seit 1984 Polizistin und mittlerweile Kriminaloberkommissarin bei der Polizei in Offenbach.
Also: LESEN!
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am 28. März 2005
Ich bin eher durch Zufall auf das Buch gestoßen und habe es spontan gekauft. Gute Entscheidung! Ein spannender historischer Krimi, der in Frankfurt spielt (aber auch Nichtkennern der Stadt anzuraten ist) und neben der spannenden Handlung auch Interessantes über frühere kriminalistische Methoden als auch das Leben innerhalb der unterschiedlichen sozialen Stände vermittelt. Sehr kurzweilig, spritzig und wie es sich für einen Krimi gehört: spannend bis zum Schluss.
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am 23. Oktober 1999
Ein wirklich sehr unterhaltsames Buch, bei dem man beim Lesen feststellen konnte, wie gut recherchiert wurde. Speziell die regionalen Besonderheiten zu Frankfurt (Wäldchestag, Sachsenhausen) waren gut in die Handlung eingefügt. Leider finde ich, daß das Ende des Buches mit dem Rest nicht mithalten kann. Es wirkt ein wenig, als ob das Buch "schnell beendet werden sollte". Doch das kann den Gesamteindruck nicht schmälern. Die angekündigte Fortsetzung dürfte ein schweres Stück Arbeit werden.
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am 20. Mai 2005
War ich noch etwas am Zweifeln, da ich etwas zuviel Kitsch in diesem Roman vermutete, stellten sich meine Befürchtungen schnell als billige Vorurteile heraus.
Das Buch schildert nicht nur einen höchst interessanten Kriminalfall, sondern entführt den Leser in das Frankfurt des ausgehenden 19 Jahrhunderts. Auf wunderbare Weise bringt Nicola Hahn nicht nur die handelnden Personen, die sie sehr schön charakterisiert, ins Spiel, sondern zeichnet ein Bild einer längst vergangenen Epoche.
DEr Roman lebt von den Charakteren, den Beschreibungen Frankfurts und nicht zuletzt von der Spannung des Kriminalfalls, über den hier nichts verraten werden soll.
Ein sehr gutes Buch, auch für Nicht-Frankfurter!
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am 1. Januar 2003
Historische Krimis, dafür waren in meiner Bibliothek bisher englische und amerikanische Autoren zuständig. Umso erfreuter war ich, als "Die Detektivin" von Nicola Hahn sich als echter Glücksgriff entpuppte. Ein deutscher Krimi, der in Frankfurt spielt, der neben der frühen Kriminalistik auch Themen der Gleichberechtigung aufgreift und darüber hinaus ein sehr glaubhaftes sympathisches Ermittler"paar" bietet.
Kriminalkommissar Richard Biddling ist gerade erst aus Berlin nach Frankfurt gekommen, als auch schon der erste Fall auf seinem Tisch landet. Das Dienstmädchen einer der angesehensten Frankfurter Familien ist verschwunden und Hinweise sprechen dafür, dass es sich um Mord handelt. Richard, der seine eigenen Gründe für die Versetzung nach Frankfurt hat, nimmt die Ermittlungen auf, wobei er sich aufgrund der noch frischen Ressentiments gegenüber den preußischen Besatzern schwer tut. Zum Glück wird er durch den unbequemen aber fähigen Schutzmann Heiner Braun unterstützt, der sich bestens mit Frankfurt und seinen Bewohnern auskennt.
Viktoria Köhnitz gehört zu eben jener Frankfurter Familie. Sie interessiert sich sehr für die modernen kriminalistischen Methoden, eine unpassende Leidenschaft für eine Tochter aus gutem Hause, der sie daher nur äußerst vorsichtig nachgehen kann. Richard Biddling dagegen ist gar nicht von der jungen Frankfurterin begeistert, die ihm sagt, wie er seine Ermittlungen zu führen habe und die so ganz anders ist, als seine Ehefrau im fernen Berlin.
"Die Detektivin" ist viel mehr als ein einfacher Krimi. Geschickt verknüpft die Autorin historische Fakten mit Fiktion und schafft eine vielschichtige Erzählung, die auf über 400 Seiten kleiner Schrift nie langweilig wird. Zwar sind Viktoria und Richard die Hauptpersonen, doch auch die vielen Nebencharaktere sind so gut ausgearbeitet, dass eigentlich jeder von ihnen eine eigene Geschichte verdient hätte.
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am 10. Oktober 2012
Ein Dienstmädchen verschwindet. Es wird schnell angenommen, dass sie aus irgendeinem Grund weggelaufen ist und niemand drängt so richtig nach Ermittlungen. Doch Kommissar Biddling nimmt sich dem Fall an und versucht trotz eines unmöglichen Kollegens und einer wirklich zickigen Zeugin zu ermitteln.
Der Fall ist spannend, weil der Kommissar gleichzeitig versucht den aktuellen Vemisstenfall zu lösen, aber auch einen Mord, der ein paar Jahre zurückliegt. Dabei kommt der Leser durch Frankfurt des Jahres 1882 und lernt nebenbei verschiedenes über den Anfang der Kriminaltechnik kennen, selbst wenn die verschiedenen Methoden noch nicht offiziel angewendet wurden. Auch die bessere Gesellschaft dieser Zeit wird vorgestellt, mit all ihren Benimmregeln, mit ihren strengen Vorschriften und wenigen Rechten für die Frauen dieser Zeit.
Am besten hat mir Kriminalschutzmann Braun gefallen, von ihm bin ich ein richtiger Fan. Seine frechen Bemerkungen, seine Respektlosigkeit und seine Ruhe sind einfach eine herrliche Mischung, aber auch der Rest des Buches ist überzeugend und spannend.
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am 15. August 2002
Ich habe das Buch auf Empfehlung gelesen und war von der ersten Seite an gefesselt.
Endlich eine deutsche Autorin, die alle Methoden des Kriminalromans beherrscht. Neben kriminaltechnischen Kenntnissen, fundiertem Hintergrundwissen der Stadt Frankfurt und der geschichtlichen Gegebenheiten, spannender Unterhaltung von der ersten bis zur letzten Seite und nicht zuletzt auch einer gefühlsbetonten Liebesgeschichte ist alles vorhanden.
Selten habe ich einen Roman in so kurzer Zeit verschlungen.
Guten Gewissens kann ich diesen Band weiterempfehlen und mir nur wünschen, dass die Autorin noch lange dem Genre treu bleibt und weiterhin so tolle Romane schreibt.
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am 7. Dezember 2014
Frankfurt/Main 1882: Victoria Könitz will sich den gesellschaftlichen Konventionen ihrer Zeit nicht beugen, heiraten und Kinder bekommen reicht ihr nicht. Als das Dienstmädchen ihrer Tante spurlos verschwindet, ermittelt sie auf eigene Faust. Der aus Berlin nach Frankfurt versetzte Kommissar Richard Biddling glaubt, der Stadtwaldwürger hätte wieder zugeschlagen und öffnet die vor zehn Jahren geschlossene Akte erneut, doch auch er kann nicht so handeln, wie er gerne möchte. Victoria und Richard geraten schnell aneinander ...

Nikola Hahn, selbst bei der Polizei tätig, erzählt nicht nur die Geschichte einer jungen Frau, die mit ihrer Rolle in der Gesellschaft nicht zufrieden ist und deshalb aus ihren gesellschaftlichen Zwängen ausbrechen möchte, sie lässt uns auch einen Blick in die Kriminalgeschichte tun und erzählt z. B. über die Entdeckung der Fingerabdrücke. Im Anhang geht die Autorin dann etwas weitergehend darauf ein. Mir selbst hätte es allerdings besser gefallen, im Roman selbst mehr darüber zu erfahren.

Die Charaktere sind sehr anschaulich gezeichnet, ich konnte sie mir bildlich vorstellen. Victoria wirkt oft etwas übertrieben und nervig, ich konnte ihr Handeln aber meist gut nachvollziehen und fand sie sehr mutig, vor allem, nachdem klar wurde, wie weit sie wirklich geht … 

Der Kriminalfall ist logisch aufgebaut, hält ein paar Überraschungen bereit und ist teilweise recht spannend. Leider hält sich die Spannung nicht durchgehend, manchmal zieht sich der Roman etwas zu sehr. Besonders gut gefallen hat mir das Ende, auch wenn es nicht wirklich authentisch wirkt für die damalige Zeit.

Der historische Part ist gut recherchiert, mir hat besonders gefallen, dass auch einige historische Persönlichkeiten „mitspielen“ durften, wie etwa Dr. Heinrich Hoffmann, der Autor des „Struwwelpeter“, schön hätte ich ein Personenregister gefunden, in dem diese Persönlichkeiten etwas näher vorgestellt werden. Immerhin gibt es einen Quellennachweis, die erwähnten Bücher lassen sich sicher gut für eigene Recherchen nutzen (Jürgen Thorwald kann ich selbst empfehlen).

Insgesamt hat mir der Roman ganz gut gefallen, Genreliebhabern kann er empfohlen werden. Ich vergebe 3,5 Sterne, die ich aufrunde.
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