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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen22
4,4 von 5 Sternen
Format: TaschenbuchÄndern
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TOP 1000 REZENSENTam 1. November 2010
Das ist ein Buch über ein Lebensgefühlt. Die roaring Twenties der Spätpubertät schildert Airen in Berlin, in der Techno Szene, im härtesten Club Deutschlands dem Berghain.

Egal, was morgen wird, scheiß auf die all die Vernunft, lebe, erlebe. Keine Droge auslassen, keine Party, die Musik fühlen. Der Autor nimmt uns mit, weil er einfach so gut schreiben kann. Das hier ist keine Betroffenheitsgeschichte voller Gesülze, auch keine Lebensbeichte, sondern ein Roman über ein Lebensgefühl. Und auch, wer absoluter Drogen- und Technoabstinenzler ist, kann das nachvollziehen. Weil der Text den Leser in dieses Leben hineinzieht. Wer hat mit fünfundzwanzig nicht auch geglaubt, dass er was versäumt, wenn er die nächste Party sausen lässt? Wer hätte nicht an sich gezweifelt, an seinem Beruf, an der Zukunft? Momente absoluten Glücksrausch wechseln mit denen absoluter Verzweiflung.

Und Verzweiflung gibt es oft. Manche wilde Drogeneinnahme wirkt, als wolle Airen sich selbst verletzen, nur um sich selbst zu spüren. Es schmerzt, also bin ich.

Airen bewertet nicht, er schildert dieses Leben. Was davon zu halten ist, muss jeder Leser selbst entscheiden. Er ist auch kein verwahrlostes Wohlstandkid, das (schnüff, seufz) nun auf die schiefe Bahn geraten ist. Tagsüber arbeitet er in einer Unternehmensberatung. Nicht am Bahnhof Zoo.

Das ist eins der Dinge, die auffallen. Wie normal die Menschen sind, wie gut er sie schildert, den Schatzmeister eines Finanzverbandes und all die anderen, die trotz Drogen ihre normale Beschäftigung haben.

Die erzählt uns Airen aber nicht. Was er tatsächlich beruflich in dieser Unternehmungsberatung gemacht hat, bleibt im Dunkeln. Vielleicht ist es gerade diese nebulöse Arbeit - was mache ich eigentlich? - die seinen Erlebnishunger befeuert. Zwar gehen Botschafter in den Räumen ein und aus. Aber was tun sie dort? "Die meisten Manager haben nicht mehr drauf als Ego-Spielchen und Anglizismen. Ich spiele mit".

Auffällig auch der getriebene Sex. Die ständige Geilheit, meist mit Männern ausgelebt, aber er ist nicht schwul, betont er mehrmals. Vielleicht ist er es auch nicht. Denn Frauen kommen zwar sehr viel seltener vor, wenn, dann aber höchst problematisch. Das könnte Gefühl geben. Und davor hat er Angst. Oder will es vermeiden. Jeder Mann hat Angst vor Frauen.

Trotz aller Exzesse kann er seine bürgerliche Existenz aufrechterhalten kann, in Schlips und Krawatte zur Arbeit geht, ist nicht der abgefuckte Junkie, Auch das entspricht nicht unserer Vorstellung. Noch erstaunlicher, wie gut und genau er auch mit Drogen im Blut seine Erlebnisse im Nachhinein schildern kann.

Schade nur, dass es abbricht, dass man das Danach nur in Interviews mit dem Autor erfährt. Mittlerweile hat er sich doch noch verliebt und ist verheiratet. Auch Techno wird irgendwann dreißig.

Ein Buch, das mitnimmt, sprachlich sehr gekonnt, authentisch erzählt und ohne Gejammer, Entschuldigung oder Interpretationen. Sehr gut. Und fast möchte ich sagen: Schön, dass es abgeschrieben wurde. Nicht wegen dem Abschreiben - das ist ein Skandal, Intertextualität hin oder her -, sondern weil es dadurch Strobo endlich die Aufmerksamkeit erhält, die es verdient. Auch wenn jetzt alle Literaturkritiker es niedermachen, weil sie das Plagiat hochloben wollen.

Hans Peter Roentgen
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am 27. Oktober 2010
Auch ich gehöre zu denen, die erst durch den Medienrummel um den Roman einer 16-Jährigen auf Airens Strobo aufmerksam geworden sind.
Die Beschreibung ist für mich gleich ansprechend gewesen, wobei tatsächlich schon drei Worte genügen, um den gesamten Inhalt dieses Romans zusammenzufassen: Sex, Drogen und Techno.
Natürlich, wer dieses Buch kauft darf kein literarisches Meisterwerk erwarten.
Es steht "Roman" drauf, letztlich ist es jedoch nur eine zusammenhanglose Aneinanderreihung von Blog-Einträgen, die im "analogen" Format veröffentlicht worden sind.
Manch einer mag nun besondere künstlerische Qualität in den Schreibstil hineindeuten. Und zugegeben, dieser ist vielleicht zeitgemäß, aber im Web 2.0-Zeitalter alles andere als revolutionär. Ob nun die Notwendigkeit besteht, Bücher in Stichpunkten zu schreiben, sei dahingestellt.
Denn nüchtern betrachtet besteht Strobo aus Stichpunkten, einzelnen Eindrücken, mal in längere, mal in kürzere Sätze gefasst und gepaart mit dem einen oder anderen Rechtschreibfehler.
Schnell hat man das Gefühl, immer wieder dasselbe zu lesen. Die Erzählungen sind oberflächlich, Personen kommen und gehen, ohne dass der Leser erfährt, wer sie überhaupt sind. Wieder mag man darüber streiten, ob nicht eben diese Oberflächlichkeit auch den Lebensstil Airens widerspiegelt.
Soviel Genialität man dem Autor auch einräumt, ich persönlich habe mehr erwartet.

Es sei gesagt, dass Strobo wohl denen gefallen wird, die ans Blog-lesen gewöhnt sind und sich mit den Themen Party, Kontrollverlust und Coming down identifizieren können. Schließlich bietet der Roman Einblick in eine Jugendkultur, auch wenn er sie nicht unbedingt greifbar macht und erst recht keine Versuchungen anstellt, sie zu erklären.
Abschließend sollte ein gewisser Wortwitz nicht unerwähnt bleiben, denn trotz (und manchmal auch dank) der häufig nüchternen Beschreibungen und Beobachtungen bringen Sätze wie "Neben mir sitzt eine schweigsame deutsche Transe und hat eine Art Brautkleid an, daneben sitzt Tom und hat Aids." den Leser trotz bitterem Beigeschmack zum schmunzeln.
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am 1. Oktober 2012
Bei "Strobo" handelt es sich um die gesammelten Annekdoten des anonym bloggenden, offenbar bisexuellen Technojunkies Airen, die sich primär im inzwischen wohl legendärsten Club der Bundesrepublik, dem Berghain abspielen. Airen, so erfahren wir, stammt aus einer Kleinstadt in Bayern, zieht nach einem Studium der Wirtschaftswissenschaften in Frankfurt an der Oder in die Grossstadt Berlin, wo er bald die Nacht zum Tag macht – angetrieben von nicht mehr ganz gesunden Mengen an Pillen, Speed und Koks. Strobo – letztlich nicht mehr als Blogeintrag gewordene Momentaufnahmen, Beobachtungen und Annekdoten aus diesen durchgedröhnten Nächten – ist also keineswegs ein Roman. Was der Autor schildert, sind wahre Begebenheiten, die unter den starken Rauschzuständen beinahe jeder bekannten Droge nicht selten groteske Züge annehmen. Da kann es schon einmal vorkommen, dass sich an manchen Stellen beinahe ungewollt Fiktion und Realität vermengen. “ Mit Kokain im Blut gleicht sich der Pulsschlag den Basslinien an.“ Schreibt er da zum Beispiel, „der Körper tanzt im Fluss, Techno wird zur spirituellen Erfahrung. In diesen Momenten merkst du, dass du Techno mehr zu verdanken hast als deinen Eltern, dass es nur einen Gott gibt: Party!“ Auf die Euphorie folgem zuverlässig Absturz und Leere, und Airen lässt den Leser tief in ein orientierungsloses Leben voller Selbstzweifel blicken.
Das Buch - legendär geworden, weil Helene Hegemann sich für ihr eigenes Buch freimütig aus dem Fundus des Bloggers bediente – hinterlässt einen zwiegespalten. Sprachlich brilliant und unverwechselbar, die Geschichten funktionieren samt eigenem Rhythmus wie dunkle, harte Elektrotracks. Und die destruktive Energie der Erlebnisse entfalten die Faszination, die die Dunkelzonen der Wirklichkeit in der Kunst, der Literatur und dem Kino immer entfalten, solange es uns gelingt, sie als das zu betrachten: Kunst, die uns ja auch ermöglichst Einblicke in Welten zu bekommen, die wir selbst nie oder nicht wieder betreten wollen oder können. Vielleicht auch weil sie zu gefährlich sind. Mit ein bisschen Abstand ist Strobo aber auch eine deprimierende und essentielle Bestandsaufnahme einer extremen Fraktion unserer Gesellschaft, die in ihrem Leben die Lustmaximierung zum Gott und Lebensziel erhoben hat. Dass sie mit diesem schalen Lebensziel nur zum Scheitern verdammt ist, auch davon erzählt Airens Buch auf deprimierende Weise.
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am 15. November 2015
Waren Sie schon mal im Berliner Club Berghain? Ich auch nicht. Aber ich kenne nun den verrücktesten Typen, der da vor Jahren immer auf dem Podest seine Faxen gemacht hat und eigentlich jedesmal vollkommen breit war.

Airen heißt der Mann. So nennt er sich in seinem Blog. Aus dem Blog hatte Helene Hegemann die Ideen für ihren Bestseller "Axolotl Roadkill" geklaut. Und so wurde Airen selbst zum Buchverträger. Ob er damit viel verdient hat, ist für ihn wohl nachrangig, denn Airen ist ein superschlauer BWL-Studierter, der als Unternehmensberater ein echter top dog geworden ist. Das macht er alles so nebenher. Denn wie man jeden Tag absolut jede Droge in sich reinpresst, dann eine Stunde schläft und dann zehn Stunden auf hohem Niveau arbeitet, ist mir schleierhaft, aber Airen kann das offenbar. Er hat zumindest die bayrische Kampftrinker-Medaille am Band verdient.

Das Buch ist geschrieben wie ein Blog. Teilweise ganz kurze Kapitel. Aber immer heißer Stoff. Wirklich mitreißend. Sehr gut formuliert. Und natürlich die Drogenthematik, die explizite Schilderung von horizontalen Szenen mit Männern und Frauen. Gut gemacht. Also ich finde dieses Buch wirklich klasse. Vielleicht nicht gerade für Schulklassen, aber für Leute mit Lust auf Party und gute Literatur.
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am 22. September 2013
...habe ich mir mal wieder ein buch gekauft, um im urlaub damit zu entspannen.

was soll ich sagen? als jahrelanger anhänger der elektronischen szene kann ich die authentische erzählung nur jedem empfehlen, der ein interesse an solchen "erlebnisberichten" hat.

die schreibweise des autors variert - wohl nach zustand - zwischen melancholischer selbsteinsicht und emotionaler erzählung, oft extrem "verwirrend" und abgehackt schnell, mal kritisch bis depressiv, kurz gefasst manisch in den inhaltlichen up's & down's des antihelden, werde mir gleich das 2. buch von airen bestellen!

kurzum: i love it und wenn es irgendwas zu bemängeln gibt dann den umstand, dass es sich so flüssig liest, dass ich es in wenigen stunden durch hatte...
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am 1. Dezember 2013
Danke für die Einblicke! Danke für die Beschreibungen deiner Erlebnisse , deiner Abstürze, deiner ja...Feiererlebnisse, deiner ungeschminkten Offenheit deiner Gedanken...vieles davon ist mir nicht unbekannt...es ist immer so das nicht auseinandersetzen wollen DANACH! Durch deine Reflektionen...weiß ich jetzt so strange ist das nicht was man da so selber bringt und erlebt....für mich war das sehr ...wertvoll..das zu lesen und einen solchen direkten Einblick zu bekommen!!!.Wichtig ist vor sich selber dazu zu stehen ...das habe ich durch das lesen deines Buches gelernt!...klasse...!!!
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am 27. August 2015
Kann das Buch allen die selber die Nächte durchgetanzt haben u. dabei nichts ausgelassen haben wärmstens ans Herz legen. Mein letztes Buch ist sicher 10 Jahre her, aber das hier hab ich innerhalb von 2 Tagen verschlungen. Man erkennt sich nur zu oft selbst wieder in der Rolle des Protagonisten und denkt sich "war ein geiler Abend". Die Blogeinträge kommen einem nie erfunden oder aufgesetzt vor, sondern sind zu 100% glaubwürdig, weil passiert und das macht das Buch zu einem MustRead.
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am 12. Januar 2016
schnelle Lieferung,

zum Buch: ich habe einen anderen Schreibstil erwartet aber das hat mich nicht gestört. Wie schon öfter beschrieben ist es in Blogeintrag-Stil geschrieben, kurze Kapitel und sehr sehr umgangsprachlich. Stört aber die Zielgruppe denk ich nicht ;) ich musste oft so lachen, er beschreibt den Rausch und alles drum rum sehr gut und so nachvollziehbar. Für Leute wie mich die selbst mal so unterwegs waren (oder natürlich noch sind) ein sehr unterhaltsames Buch :)
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am 14. November 2010
Ein einziger Exzess, eine einzige lange Party, nur unterbrochen vom Einwerfen zahlloser Pillen und dem Ziehen unzähliger Lines. Das ist Strobo. Airen erzählt aus seinem Leben, seinem Doppelleben: tagsüber bei einer Unternehmensberatung, des nachts und am Wochenende in der Berliner Szene unterwegs. Überraschend, wie er es geschafft hat, seinen Job zu behalten bei einer derartigen Feierfrequenz. Damit verbunden natürlich entsprechend hoher Alkohol- und Drogenkonsum.

Spätestens seit Hegemanns Copy & Paste Aktion, die man durchaus auch als Exzess bezeichnen könnte (schaue man sich nur mal das Quellenverzeichnis in Axolotl Roadkill an) ist Airen einer breiten Leserschaft bekannt.

Doch man muss schon mit der Leselupe zwischen den Zeilen lesen um die Botschaft über Liebe und Existenz in Strobo wahrnehmen zu können. Abgesehen von ein paar unvermeidlichen Sätzen, die vermutlich jenseits geistiger Umnachtung verfasst wurden, und die von der Sehnsucht nach Geborgenheit berichten und in denen Airen sehr ironisch schreibt, dass das mit den ganzen Drogen und dem Alkohol und so auch nicht ewig weitergehen kann. Und sowas wie eine feste Freundin wär ja auch mal was nettes.

Doch Strobo liest sich einfach zu schnell weg, zu sehr ist man gebannt, wenn Airen im Berghain einem Exzess entgegen steuert, ihn mit offenen Armen begrüßt und keine Möglichkeit auslässt ihn zu verpassen. Der Leser kann gar nicht anders, als an des Autors Lippen zu hängen, fasziniert von der Ambivalenz seines Lebens. Morgens ins Büro quälen, den Idealen einer scheinbaren Bürgerlichkeit unterworfen, die einen festen Job als unverzichtbaren Lebensbestandteil vorsieht, und den unendlich wirkenden Nächten in den Clubs Berlins. Und immer wieder Drogen.

Am Ende ist man selbst ganz ange'xt, die Saat des Verlangens wurde gep'anzt. Airen nimmt den Leser mit auf einen Trip, an dessen Ende die literarische Sucht steht: Man will unbedingt mehr lesen von diesem Airen.
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am 15. September 2014
Empfehlenswertes Buch für jeden der sich mit der Technoszene und dem ganzen drum herum indentifizieren kann. Zwar finde ich die einzelnen Kapitel teils etwas zu abgehakt, aber im Großen und Ganzen hat der Autor das erreicht was erreicht werden soll - entertainment! 5 Sterne
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