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Kundenrezensionen

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am 22. Januar 2011
In diesem Roman geht es um das Leben und Leiden der jungen Greta, die in den letzten Jahren des 19.Jahrhunderts im Norden von Deutschland lebt. Die Konventionen sind starr und ein falscher Schritt kann ein junges Mädchen in dieser Zeit ins Elend stürzen. Darum verschweigt Greta auch die Existenz ihrer unehelichen Tochter.
Siggo, ein junger Fuhrunternehmer, der um seine Existenz bangt, entwickelt sich zu Gretas Freund in
Not. Auch Oliver, ein Junge von nebenan, der selbst im Elend lebt, entpuppt sich als Freund und
Held. Daneben gibt es auch noch die Tante Mathilda, die Greta sehr verbunden ist.
Mit diesen Hauptpersonen und noch einigen Nebendarstellern erlebt Greta eine turbulente Zeit, bis
sie endlich zur Ruhe kommen kann und sich für alle Probleme eine Lösung gefunden hat.

Der Roman ist sehr abgerundet und eignet sich für lange Winterabende, aber auch zur Ablenkung von
eigenen Alltagsproblemen. Der Stil ist kurzweilig und flüssig. Der Titel und das Cover gut
gewählt. Geschrieben ist er für die breite Masse, für alle 16 bis 100 Jährigen. Allerdings ist es ein
reiner Frauenroman. Die rührende Geschichste um Greta ist gewürzt mit Elementen von Oliver Twist und
Aschenputtel.
Gut verpackt erfährt die Leserin das ein oder andere Gericht aus der damaligen Zeit. Am Ende des
Buches findet man dann die Rezepte zum Nachkochen. Ich finde das eine sehr gute Idee in einer so
schnelllebigen Zeit wie heute.

Fazit: bei diesem Roman handelt sich um "leichte Kost", die leicht verdaulich ist, gerne "gegessen"
wird und "gut schmeckt".
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am 23. Februar 2011
'Die Tortenbäckerin' von Brigitte Janson war ein Buch, welches mich beim Lesen komplett überzeugt hat.
Es geht um Greta, die als Hilfsköchin die zusammen mit ihrer Tante in einem betuchten Hamburger Haus arbeitet. Als Greta dann plötzlich ihre Arbeit verliert steht sie erst einmal vor einem großen Problem, denn sie hat auch ein Geheimnis, dass sie ohne Geld nicht wahren kann.
Dann lernt sie Siggo kennen, der in der gleichen Straße ein Fuhrunternehmen hat und freundet sich mit ihm an. Von da an scheint alles gut zu werden'

Ich finde dieses Buch liest sich so locker leicht weg und als Leserin hatte ich unheimlich viel Spaß damit. Die Geschichte ist lebendig und einfach schön erzählt und die Figuren fangen zu leben an. Greta ist mir von Anfang an sympathisch gewesen und ihr Weg ist sicherlich kein leichter. Ich bewundere sie wirklich für ihre Stärke.
Was mir aber auch sehr gut gefallen hat und das möchte ich nicht unerwähnt lassen, sind die vielen kleinen Kommentare auf Plattdeutsch. Da ich selber ein Nordlicht bin, habe ich mich jedes Mal gefreut auch unseren Dialekt mal zu lesen.
Und natürlich sollten die Rezepte auf den letzten Seiten nicht vergessen werden. Diese werde ich ganz sicher noch ausprobieren.
Also kurz: Danke für dieses schöne Buch!!!
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am 8. Februar 2011
Greta Voss ist Anfang 20, lebt in Hamburg und liebt das Kochen für ihr Leben gerne. Greta ist eine liebevolle, ehrgeizige, zielstrebige und starke Person. Die Liebe zum Kochen hat sie von ihrer Tante Mathilde Voss.

Mathilde hat sich schon immer sehr liebevoll um ihre Nichte Greta gekümmert. Da Gretas Mutter, Mathildes Schwägerin, schon immer sehr kränklich war und Gretas Vater eines Tages von der See nicht mehr zurück kam.

Mathilde hat ihr alles über das Kochen beigebracht. Beide arbeiten zusammen bei der Bankiersfamilie Hansen in der Küche. Bis Greta eines Tages wegen ihrer Liebe zu Christoph Hansen die Stellung bei der Familie Hansen verlor. Damit Greta und der Bankierssohn Christoph sich nicht mehr sehen können, wird Christoph von seiner Familie nach Afrika geschickt um dort eine Bank aufzubauen.

Greta ist durch die Neuigkeit von Christoph zutiefst enttäuscht und traurig. Voller Traurigkeit geht Greta nach Hause, als sie plötzlich vor einen Pferdewagen stürzt. Siggo, ein Fuhrunternehmer, glitt sofort vom Kutschbock und stoppte seine beiden Pferde Max und Moritz. Siggos Herz schlägt sofort für Greta.
Durch diesen Unfall freunden sich beide an und Siggo hilft Greta bei der Suche einer neuen Arbeitsstelle. Greta erhält durch Siggo neuen Mut und neue Ideen.

Die Tortenbäckerin war mein erster historischer Roman, den ich gelesen habe. Und mir hat das Buch sehr gut gefallen.

Gefallen hat mir die Beschreibung der Zeit um das 1900 Jahrhunderts und die Liebesgeschichte der beiden Hauptdarsteller. Eine Liebe auf Umwegen, so wie es bestimmt jeder mal von uns erlebt hat. Außerdem erhält der Leser durch Gretas Geheimnis eine gewisse Spannung. Des Weiteren ist Hamburg eine sehr schöne Stadt und hat einen bestimmten Flair, daher hatte dieses Buch schon für mich den Reiz es zu lesen.

Brigitte Janson hat einen schönen, flüssigen und bildlichen Schreibstill. So wie ich es gerne mag. Beim Lesen ist mir das Wasser im Mund zusammengelaufen. Schön, dass ein paar Rezepte im Anhang beigefügt sind. ;o)

Fazit: Wer gerne Liebesgeschichten und Geschichten mit Happy-End liest, sollte die Tortenbäckerin lesen. Und als Zusatz erhält der Leser kulinarische Einblicke in die norddeutsche Küche.
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Hamburg 1895
Die junge Greta Voss liebt das Kochen und das damit verbundene Experimentieren. Ihrer Tante Mathilde ist das nicht ganz geheuer und bleibt lieber bei traditionellen Gerichten, trotzdem schätzt sie den Fleiß und das Talent des Mädchens.
Dies hat Greta eine Anstellung im vornehmen Haus der Bankersfamilie Hansen eingebracht, indem die Tante ebenso angestellt ist.
Als Christoph, der Sohn der Familie, nach Deutsch ' Ostafrika reist, bricht für Greta eine Welt zusammen. Ihre große Liebe hat nicht nur seine Verlobung bekannt gegeben, sondern sie verliert obendrein ihre Stellung als Hilfsköchin.
Durch eine glückliche Fügung lernt sie den freundlichen Siggo kennen, der sofort Feuer und Flamme für das zarte Persönchen ist.
Mit seiner Hilfe findet Greta Anstellungen als Leihköchin: in vornehmen Haushalten, in deren Küche eine helfende Hand benötigt wird, bekommt Greta kurzfristig Arbeit.
Außerdem bringt ihr Siggos Mutter das Konditorhandwerk bei und Greta ist beflügelt von einer neuen großartigen Idee.
Sie hofft mit dem Verdienst dieser Idee ihrer tuberkulosekranken Mutter zur Heilung zu verhelfen und ein kleines bisschen träumt sie auch von einem kleinen Wunder, doch dazu müsste sie ihr Siggo und Mathilde ihr wohl behütetes Geheimnis verraten.

Brigitte Janson hat mit "Die Tortenbäckerin" die Geschichte einer jungen Frau geschaffen, die niemals aufgibt und letzten Endes ihren Weg geht.
Grundlage für dieses Buch war dabei das Leben ihrer Großmutter deren Weg ebenso von Schicksalsschlägen geprägt war.
Vielleicht hat sie gerade aus diesem Grund ihren Figuren so viel Aufmerksamkeit gewidmet.
Die Charaktere sind sehr realistisch gezeichnet und ich konnte mich in jede einzelne Person sehr gut einfühlen. Hierzu tragen sicher auch der angenehme und die einfache Sprache bei.

Während der einzelnen Kapitel wechselt die Autorin wiederholt die Perspektive und gibt dem Leser somit einen Einblick in die Gefühlswelt aller Figuren. Dadurch entstand nach und nach eine Spannung, die gleichbleibend bis zum Schluss erhalten blieb.

Allerdings hätte ich mir mehr Entwicklung der einzelnen Personen gewünscht. "Gut" und "Böse" waren von Anfang an streng voneinander getrennt und machten die Geschichte meiner Meinung nach zu vorhersehbar. Lediglich Freia Hansen entwickelt sich von der unnahbaren Dame zu einer angenehmen Vertrauten für Greta.

Alles in allem hat mir "Die Tortenbäckerin" aber sehr gut gefallen. Brigitte Janson hat ein ausgesprochenes Talent dafür Einblicke in das einfache Leben der Menschen zu dieser Zeit zu geben. Ihr täglicher Kampf ums Überleben stand hierbei im Vordergrund, genauso wie die Angst Gretas Schande über ihre Familie zu bringen.

Am Ende des Buches finden sich noch einige tolle Rezepte.

Fazit: Wer eine einfache Lektüre ohne politische Konflikte, aber mit einer Hauptfigur mit ganz viel Mut und Liebe sucht, ist mit "Die Tortenbäckerin" genau richtig beraten.
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am 9. April 2011
Ihren ersten Roman "Die Tortenbäckerin" widmet die Autorin Brigitte Janson ihrer Großmutter. Diese musst mit 14 Jahren ihr Elternhaus verlassen und in der Stadt als Dienstmädchen der Köchin zur Hand gehen und würde Jahre später selbst Köchin wie man im Nachwort erfährt.

Inhalt:
Greta ist Hilfsköchin bei ihrer Tante Mathilde. Diese liebt ihre Nichte sehr, ist aber trotzdem streng zu ihr um sie zu beschützen. Aber sie weiß nicht von Gretas großen Geheimnis. Nur Christoph, der jüngste Sohn des Hauses, weiß bescheid über Leni! Als er von seinen Eltern nach Afrika geschickt wird, bricht für Greta eine Welt zusammen, da sie nicht nur ihn, sondern auch ihre Stellung verliert.
Siggo hat das Fuhrunternehmen seines Vaters übernommen, da dieser es aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr weiterführen kann. Aber die Konkurrenz in diesem Gewerbe ist gefährlich und versucht mit allen Mitteln Siggo zu schaden. Die Rettung Gretas vor einem Pferd ist der Beginn ihrer Freundschaft. Diese würde beiden nicht nur zu beruflichen Erfolg, durch das gut gehende Tortengeschäft verhelfen, wenn nicht die Vergangenheit auf Greta lasten würde.....

Meine Meinung:
Die Tortenbäckerin ist eine phantasievolle Ausschmückung eines einzigen Details aus dem Leben der Großmutter der Autorin. Dieses wird von eine Menge an perfekt ausgearbeiteten Charakteren umgeben, die der Geschichte Tiefe, Spannung aber auch Humor geben. So z.B. der Straßenjunge Oliver, den man sofort ihn Herz schließt, besonders wenn man von seinen Schulbesuchen liest. Ich muss sagen, neben Greta ist Oliver durch seine mutige Art mein Lieblingsprotagonist in diesem Roman.
Die Liebesgeschichte fand ich in diesem Roman nicht so klischeehaft und eine weitere wird angedeutet, die auf ein weiteres Romanhighlight hoffen lässt.
Obwohl die Geschichte teilweise voraussehend ist, bereitete mir dieses Buch sehr angenehme Lesestunden. Die Rezepte im Anhang finde ich sehr interessant, da die gekochten Gerichte im Roman dadurch real werden und eine Visitenkarte der Hamburger Küche entsteht.
Fazit: Eher mit einem Soufflee, als mit einer schweren Torte zu vergleichen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 19. Januar 2011
Greta eine junge Frau die mit ihren anfang zwanzig schon einiges Durchgemacht hat. Dann wird sie auch noch entlassen, weil der Hausherrin die Freundschaft mit dem Sohn nicht gefallen hat. Doch durch einen Zufall lernt sie Siggo kennen und so verändert sich das Leben von Greta gewaltig. Durch Siggo bekommt sie wieder Arbeit als Köchin und dank seiner Mutter wird sie auch noch in das Konditorhandwerk eingeführt. Aber es gibt da auch noch ihre Tante Mathilde die ihr immer zur Seite steht genauso wie Oliver ein Junge aus der Nachbarschaft, der auch noch eine Schlüsselfigur im Roman wird.

Ein Blick in eine Zeit als Hamburg noch nach Ständen unterteilt war und man dies auch noch merkte. Aber die Neuezeit lässt schon nicht mehr lange auf sich warten, trotz allem merkt man, wie es die Arbeiterschicht schwer hat um sich eine Existenz aufzubauen. Genauso erlebt man in diesem Roman einen Blick auf die Neuerungen der Technik wie z.B. Automobile oder die Straßenbahn oder eben die Elektrizität.

Der Roman war recht Unterhaltsam zu lesen und hat keine Langeweile aufkommen lassen. Man hat mit Greta mitgefiebert und gehofft, das sie alle Entscheidungen richtig trifft. Schade ist nur das gar nicht viel vom Tortenbacken vor kommt wie man nach dem Titel meinen könnte. Aber trotzdem kann ich das Buch nur weiterempfehlen wenn man historische Romane mag.
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am 30. Januar 2011
Die Hilfsköchin Greta und der Fuhrunternehmer Siggo müssen im Hamburg des ausgehenden 19. Jahrhunderts um ihre Existenz kämpfen. Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd, flüssig und schnörkellos. Ich war von der ersten Seite an gebannt: Man möchte unbedingt wissen, wie es mit Greta, Siggo, der kleinen Leni und dem Straßenjungen weitergeht. Es gibt viele Wendungen und Überraschungen, so dass es NIE langweilig wird. Und das Ende, ach, das will und darf ich hier gar nicht verraten. Aber es ist so schön, wie es für einen guten Liebesroman sein sollte. Die Tortenbäckerin ist einfach eine wunderbar sinnliche Geschichte.
Was ich besonders gut fand: Es wird die Neugierde auf eine Fortsetzung geweckt. Das wäre fantastisch: Denn Leni und Oliver sind meiner Meinung nach die perfekten Helden für einen weiteren Roman, der dann nach der Jahrhundertwende spielen könnte. Ich bin gespannt.
Und die Rezepte will ich noch erwähnen: Das ein oder andere habe ich nachgekocht - ich kann es jedem nur empfehlen. Und die Geschichte von Brigitte Janson Großmutter beweist mir, dass dieser Roman mit viel Herzblut geschrieben wurde.
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am 17. April 2011
Mit -Die Tortenbäckerin- habe ich mal wieder ein spannendes Buch gelesen. Man fiebert gegelrecht mit Greta mit, freut sich über ihre neue Arbeit und die Hoffnung, die damit verbunden ist.
Das Buch ist spannend geschrieben, man merkt, dass die Autorin sich intensiv mit dem Thema und vor allem auch mit der damaligen Zeit auseinandergesetzt hat. Ganz nebenbei erfährt man viel darüber, wie die Menschen gelebt haben, was damals wichtig war, und man erkennt, dass die gute alte Zeit vielleicht in manchem nicht ganz so gut war, in manchem aber doch intensiver und gehaltvoller gelebt wurde.

Ein tolles Buch, das ich ganz bestimmt nach einiger Zeit nochmal lesen werde.
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am 23. Februar 2011
Die Gesichte der jungen Greta Voss hat mich beeindruckt.Der Schriftstellerin ist es gelungen eine Liebesgeschichte zu zaubern die man mit einem zarten Schmetterling vergleichen kann.Die Liebe zwischen Greta und Siggo baut sich allmählich auf und auch wenn man das Ende erahnen kann, hat es mich doch ein tiefes Seufzen entlockt. Die Geschichte ist aber alles andere als Kitschig oder Sentimental zeigt sie doch deutlich wie schwer Frauen es noch vor der Emanzipation gehabt hatten und wie schnell ein Urteil gefällt wird das aber gar nicht der Wahrheit entspricht. Die Angst die Greta lähmt sich um ihre Tochter zu kümmern, obwohl sie sich nichts mehr wünscht als genau das,beschreibt das Dilemma in denen Frauen vor gar nicht all zu langer Zeit leben mussten.

Die Stellung zwischen Arm und Reich ist immer noch so wie es 1895 war,vielleicht nur Demokratischer.Das ein "Blaublütiger" Mensch mit seinen Dienstboten verfahren darf wie es ihm beliebt bestätigt die Ohnmacht die Greta nach ihrem schlimmen Erlebnis hatte.Auch wenn die Schriftstellerin nicht so direkt darauf eingeht, bekommt man doch einen Eindruck wie sich Greta gefühlt hat.

Die Figur der Greta überzeugt auch von Willensstärke ,die sie selber aber erst entdecken musste,oft mit Hilfe von Siggo ,der sie so sieht wie sie ist und in allem unterstützt.

Die anderen Darsteller in diesem Roman kommen auch zur Geltung und beschreiben das Leben kurz vor der Jahrhundertwende.Arme,verweiste Kinder die nur Überleben in dem sie stehlen oder sich durch das Leben schnorren nur um nicht in das Waisenhaus zu müssen,dargestellt durch Oliver. Trauernde, den ihr Lebensmut genommen wird, die aber wieder auch diesem Sog heraus kommen ,dargestellt durch Erik und Gerlinde.

Mein Fazit zu diesem Buch: Spitze!Wer sich gerne verzaubern lässt und das Träumen nicht vergessen hat der sollte dieses Buch auch lesen. Es ist eben kein Geschichtsträchtiges Buch sondern eine Geschichte die aus dem Leben gegriffen wurde.
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VINE-PRODUKTTESTERam 22. Januar 2011
Zum Inhalt: Greta ist im vornehmen Hause Hansen bei ihrer Tante Mathilde als Köchin in die Lehre gegangen. Dort hat sie schnell Freundschaft mit dem jüngsten Sohn Christoph geschlossen, aus der sich bald eine zarte Liebe entwickelte. Doch diese mögliche Verbindung sehen die Hansens nicht gern und so wird Christoph kurzerhand nach Deutsch-Ostafrika zur Gründung einer Bankfiliale abgeschoben und Greta verliert ihre Stellung, da sie nun nicht mehr gebraucht wird. Völlig verzweifelt läuft sie Siggo vor das Fuhrwerk...

Meine Meinung: Die Tortenbäckerin ist ein solider historischer Roman, dessen Hauptperson Greta sich im Laufe des Werkes von einer schüchternen unscheinbaren Hilfsköchin zu einer selbstständigen jungen Frau entwickelt, die sich zunächst einen guten Ruf als Leihköchin macht und dann einen eigenen Lieferservice mit Hilfe Siggos und seiner Familie gründet. Siggo ist ebenfalls ein interessanter Charakter: Von der ersten Sekunde an, als Greta ihm vor das Fuhrwerk lief, hegte er zarte Gefühle für sie, die bald zu Liebe wurden. Doch noch ist Gretas Herz anderweitig vergeben und Siggo geht auf verschiedene Weise damit um. Seine Stimmung schwankt zwischen hoffnungsvoll und verzweifelt und dieser Wechsel zieht sich durch das gesamte Buch.
Das Buch fängt die Stimmung Hamburgs im 19. Jahrhundert hervorragen ein. Dies wird durch die Dialoge mit typisch norddeutschen Begriffen wie mien Deern" oder der Lütte" wunderbar abgerundet. Ich habe mich wirklich in das winterlich-kalte Hamburg versetzt gefühlt. Der Schreibstil ist dabei leicht und flüssig. Ein Buch für schön kalte Winterabende eingekuschelt mit einer Wolldecke auf dem Sofa.
Meine Erwartungen an das Buch wurden durch den Titel in eine bestimmt Richtung gelenkt. Ich dachte, Greta würde nun eine Ausbildung zur Konditorin anstreben und sich damit selbstständig machen. Doch die wunderbar detailliert beschriebenen Griffe des Kochhandwerks wurden auf das Backen der Torten nicht übertragen. Sicher ist Greta am Ende selbstständig in ihrem Handwerk tätig, doch die Detailverliebtheit, die ich mir gewünscht hätte fehlt. Ihr Berufsleben steht eindeutig hinter den Problemen in ihrem Privatleben hintenan, denn genau darauf liegt der Schwerpunkt in diesem Buch. Greta hat ein großes Geheimnis, von dem zunächst nur Christoph etwas weiß, doch dieser ist schnell in Afrika und nun steht sie allein auf weiter Flur und mag sich niemandem anvertrauen, bis Siggo ihr Vertrauen gewinnen kann. Dies ist zwar ohne Frage auch sehr interessant gewesen zu lesen und ich habe auch unbedingt wissen wollen, wie es nun mit Greta, ihrem Geheimnis und Siggo weitergeht, dennoch ist der Funke nicht ganz übergesprungen. Das liegt wahrscheinlich am Titel, der bei mir andere Erwartungen geweckt hat, denn wie bereits gesagt, viele Torten hat sie nicht gebacken in diesem Buch. Im Gegenteil, ihr Lieferservice bot vorwiegend ganze Menüs an und die Torten nur als Dessert. Doch die schöne Atmosphäre und die interessante Haupthandlung gleichen diesen Kritikpunk ein wenig aus.
Dafür gibt es beinahe für jedes erwähnte Gericht ein Rezept am Ende des Buches. Nur eines fehlt, da es (noch) nicht existiert, für diese Torte ist ein Rezept-Wettbewerb ausgeschrieben.

Fazit: Dieser historische Roman spiegelt wunderbar das winterliche Hamburg im Jahre 1895 wieder und hat eine schöne erzählerisch dichte Handlung. Man erlebt die Entwicklung Gretas von der einfachen Hilfsköchin zur Selbstständigen hautnah mit, wenn auch Details über das Backen/Kochen leider nicht so häufig zu finden sind, wie es der Titel vermuten lässt.
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