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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Klassisch-düsterer Vampir-Roman
'Septemberblut' nähert sich dem Vampir-Thema auf klassische Weise, d.h. es porträtiert die Vampire nicht als BlackDagger-mäßige, Testosteron absondernde und unbesiegbare Alpha-Helden, sondern als düstere und melancholische Kreaturen, denen die Unsterblichkeit nicht nur Vorteile gebracht hat. Diese Vampire sind in einer strengen Hierarchie...
Veröffentlicht am 9. März 2011 von Modus

versus
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen In den Särgen von L.A.
Mitten in Los Angeles tobt ein Kampf, von dessen Existenz die junge Amber gar nichts ahnt. Doch mit dem überraschenden Selbstmord ihres Bruders Frederik und dem mysteriösen Erbe, welches er ihr hinterlässt, soll sich das schlagartig ändern. Amber erhält ein altes Messer, welchem die Kraft innewohnt, Vampire zu töten. So selbstbewusst wie...
Veröffentlicht am 23. August 2011 von Skaldenmet


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Klassisch-düsterer Vampir-Roman, 9. März 2011
Von 
Modus "Modus" (München, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Septemberblut (Ein Vampirjäger-Roman, Band 28248) (Taschenbuch)
'Septemberblut' nähert sich dem Vampir-Thema auf klassische Weise, d.h. es porträtiert die Vampire nicht als BlackDagger-mäßige, Testosteron absondernde und unbesiegbare Alpha-Helden, sondern als düstere und melancholische Kreaturen, denen die Unsterblichkeit nicht nur Vorteile gebracht hat. Diese Vampire sind in einer strengen Hierarchie organisiert, in der Rebellion gegen den Meister in Tod und Bestrafung mündet. Sie schlafen in Särgen und Grüften tief unter der Erde, sie verbinden sich mitunter mit einem menschlichen Diener und sie reagieren empfindlich auf Waffen aus Silber und Holz. Und sie dürfen Furcht und Entsetzen empfinden und Gefühle zeigen, wie ein Mensch - nur eben aus ihrer vampirischen Perspektive.

Der 200 Jahre alte Vampir Julius Lawhead gehört zu einem der sieben Vampir-Clans von L.A. und jagt als Vollstrecker straffällig gewordene Vampire (normalerweise solche, die unkontrolliert Menschen töten), die vom Hohen Tat zum Tod verurteilt wurden. Er wird von seinem Meister Curtis beauftragt, ein magisches Messer an sich zu bringen, das die Macht hat, Vampire durch bloße Berührung zu vernichten, egal wie mächtig diese sind.
Doch nur ein Mensch kann das Messer berühren und sein letzter Träger, der Vampir-Jäger Frederick, stürzt sich in den Freitod, bevor sich der feindliche Clan des Meistervampirs Gordon seiner bemächtigen kann. Die Erbin des Messers ist Fredericks Schwester Amber, die ein ganz normales Leben führt und bis zu diesem Zeitpunkt an so etwas wie Vampire schlicht nicht glaubt.
Julius stellt nun Amber nach, doch verliebt sich in sie und hat deshalb Skrupel, sie seinem Willen zu unterwerfen, nur um das Messer durch sie kontrollieren zu können.
Doch auch Gordon will die Waffe unbedingt und bald ist nicht nur Ambers Leben, sondern auch das von Julius und seinem Clan, in höchster Gefahr. Denn Gordon kennt keine Skrupel und er hält sich nicht an die ungeschriebenen Gesetze der Vampire von L.A. ...

Julius ist ein emotionaler, von Zweifeln zerrissener Charakter, der sich selbst und seine Entscheidungen immer wieder in Frage stellt, kein klassischer Held, der aber an seinen Erlebnissen wächst und an Stärke gewinnt. Ich habe hier und bei anderen Rezis ein paar Mal das Wort 'Jammerlappen'gelesen - das habe ich aber nicht so empfunden. Mich erinnert er eher an den jungen Lestat aus 'Interview mit einem Vampir'. Die Zweifel geben ihm Tiefe, und intensivieren das Mitfiebern, wenn er in Gefahr gerät ... weil man eben weiß, er ist nicht unfehlbar. Er kann verletzt werden. Furchtbar verletzt. Und sein Überleben ist nicht per se in Stein gemeißelt.

Das gefällt mir überhaupt, dass die Figuren in 'Septemberblut' so menschlich erscheinen - zweifelnd, zerrissen, überschwenglich, vor Liebe blind, neiderfüllt, selbstsüchtig und gar nicht ikonenhaft. Es macht das Buch lesenswert und hebt es ab vom Paranormal-Liebesromanzen-Einerlei mit seinen inzwischen so voraussehbar-prototypischen Helden oder Heldinnen. Hier fühlt man sich fast wieder an die guten alten Zeiten erinnert, als Vampire noch beweinen durften, dass sie dem Licht entsagt haben. Und als sie noch kalt und unattraktiv aussehen durften, wenn sie vom Blutmangel geschwächt, tagsüber in ihrem Särgen liegen.

Das Buch liest sich flüssig und ist atmosphärisch dicht geschrieben. Sehr gelungen finde ich die Action-Szenen, da geht es ordentlich zur Sache, da wird niemand geschont, das macht richtig Spaß beim Lesen.
Einziger Kritikpunkt ist für mich, wie schnell und überhastet die Love-Story zwischen Julius und Amber sich entspinnt ... da hätte ich mir etwas mehr Geduld gewünscht, das hätte sowohl der Glaubwürdigkeit als auch der Romantik gut getan.
Das Ende läßt Anknüpfungspunkte für eine Fortsetzung.

Fazit: Mit kleineren Einschränkungen durchaus empfehlenswert. Vor allem kein Abklatsch hinlänglich bekannter Strickmuster, die Nackenbeißer ins Vampir-Kostüm stopfen. Eine interessante Entdeckung, nach der man gespannt auf mehr hoffen darf.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen In den Särgen von L.A., 23. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Septemberblut (Ein Vampirjäger-Roman, Band 28248) (Taschenbuch)
Mitten in Los Angeles tobt ein Kampf, von dessen Existenz die junge Amber gar nichts ahnt. Doch mit dem überraschenden Selbstmord ihres Bruders Frederik und dem mysteriösen Erbe, welches er ihr hinterlässt, soll sich das schlagartig ändern. Amber erhält ein altes Messer, welchem die Kraft innewohnt, Vampire zu töten. So selbstbewusst wie rational, tut sie Frederiks Interesse an der Vampirjagd als Spinnerei ab und erkennt auch den auffallend gut aussehenden Julius Lawhead, der kurz nach dem Tod ihres Bruders in ihr Leben tritt, nicht als das, was er schon auf den ersten Blick zu sein scheint. Gegen ihren Willen wird Amber so in einen Kampf um Macht und Einfluss hineingezogen, und steht Julius und seinem Clan im nächtlichen Krieg gegen blutrünstige Widersacher bei.

Fazit: Rebekka Pax' Debüt ist ein Vampirroman, der es schafft, neben der relativ einfachen Handlung eine zunächst komplexe Liebesbeziehung nachzuzeichnen. Die Figur Amber wird gerade zu Anfang sehr anschaulich gezeichnet, ihre Gefühle sind nachvollziehbar und ihr Unbehagen im Angesicht von Julius' wahrer Natur nur zu gut zu verstehen. Durch die Schilderung von Julius' Gedanken und Gefühlen erscheint auch dieser zunächst nahezu menschlich, was sich jedoch im Laufe der Handlung verliert.

Pax bedient sich bei traditionellen Vampirmythen, sodass es den Leser kaum verwundert, dass Julius und seine Artgenossen in Särgen schlafen und panische Angst vor dem Sonnenlicht haben. Was fehlt, ist allein das Augenzwinkern; viel zu vorbehaltslos nimmt Amber die ihr völlig fremde Lebensweise an und kommt im Verlaufe der Handlung immer seltener zu Wort, da die Autorin zum Ende hin den Fokus auf Julius und seine ambivalenten Gefühle gegenüber seiner eigenen Natur setzt.
Die Fähigkeiten des Vampirs an sich werden nur unklar umrissen; um Schwierigkeiten zu umgehen, bedienen sich alle Figuren einer ,,Magie', deren genaue Definition doch ziemlich nebulös ist und einige Fragen beim Leser aufwirft. Diese werden allerdings durch die blutrünstigen Schilderungen der Kämpfe von Vampir gegen Vampir, Vampir gegen Mensch oder auch Mensch gegen Mensch in den Hintergrund gedrängt.

Die Hierarchie im Vampirclan und das zwangsläufig damit verbundene unterwürfige Verhalten muten dann doch recht seltsam an. Auch die fast problemlose Eingliederung der selbstbewussten Amber will nicht richtig zur Anfangsbeschreibung passen. Umso besser gelingt dafür aber die Schilderung von Julius' Gefangenschaft und Folter durch den machtbesessenen Vampir Gordon, die in einem blutigen Finale gipfelt.

Trotz einiger Unstimmigkeiten und dem ein oder anderen Stirnrunzeln ist Rebekka Pax' ,,Septemberblut' ein unterhaltsamer- wenn auch eher seichter- Liebesroman, der sich nicht scheut, auch die dunkelsten Seiten des Vampirdaseins zu beleuchten. An Action fehlt es daher nie, es ist eher die Logik, die manchmal auf der Strecke bleibt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hatte mir mehr erhofft, Band 2 ist definitiv besser!, 30. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Septemberblut (Ein Vampirjäger-Roman, Band 28248) (Taschenbuch)
Leider war 'Septemberblut' von Rebekka Pax sehr enttäuschend. Vielleicht liegt dies an der Tatsache, dass ich Band 2 vor dem ersten Band der Reihe gelesen habe und deswegen schon mit den Charakteren und Handlungsorten vertraut war, dennoch habe ich mir mehr versprochen von diesem Roman.
Auch das Cover ist nicht sonderlich ansprechend, oder eher gesagt dieses Cover ist nichts besonderes. Besonders Vampirromane sind meistens mit einem Männer- oder Frauenkopf geschmückt, mit einem Bild aus einer Stadt oder dunklen Accessoires wie Kreuzen und Schwerten verziert. 'Septemberblut' hat genau Verzierungen, was eine sehr düstere Atmosphäre bei dem Leser erfüllt, welche für einen Vampirroman natürlich sehr passend ist.

Der 200 Jahre alte Vampir Julius Lawhead lebt in einem Clan in L.A.. Seine Aufgabe ist es Vampire zu jagen, die sich nicht an die Regeln der Vampirwelt halten. Curtis, Julius Meister, beauftragt ihn damit ein magisches Messer aufzuspüren, welches eine Gefahr für jeden Vampir dar stellt, besonders wenn dieses in die falschen Hände fällt. Aber nicht nur Curtis Clan sucht nach diesem Messer, sondern auch dessen Erzfeind Gordon. Der Meister des Messers ist der Vampir-Jäger Frederic, welcher den Freitod wählt um Gordon und seinem Clan zu entgehen und auch das Messer vor ihm zu beschützen.
Dieses vererbt er seiner Schwester Amber, die bis zu diesem Zeitpunkt ein Vampirfreies Leben geführt hat. Als Julius Amber aufspürt ist dies Liebe auf den ersten Blick und die beiden verabreden sich zum Abendessen. Doch als Amber über die Vampirwelt erfährt und ihre Bestimmung fällt sie aus allen Wolken...
Rebekka Pax Schreibstil ist sehr kärglich und enttäuschend. Sie benutzt eindeutig zu ausschmückende Beschreibungen, die Hälfte hätte es auch getan. Das Buch könnte halb so viele Seiten haben, so wirkt dieses einfach nur langwierig. Zeitweilig hatte ich das Gefühl, dass ich keine Seite weiter komme, obwohl ich lese und lese und lese. Die Seiten ziehen sich wie Kaugummi.
Schade, denn Band 2 hatte ich anders in Erinnerung. Vielleicht liegt es ja an der Tatsache, dass ich zuerst Band 2 gelesen habe und deswegen schon viel aus Rebekka Pax erzeugter Vampirwelt kenne. Dennoch hatte ich mich darauf gefreut, die Charaktere ab ihrem Entstehen und ihren ersten Handlungen kennen zu lernen. Leider entfällt durch die vielen Beschreibungen auch die Spannung. Die Szenen im Roman, die eigentlich Fingernägel zerstörend spannend hätten seien müssen, waren absolut spannungslos und plätscherten nur so vor sich hin.
Zwischenzeitig sind einige humorvolle und romantische Szenen enthalten, Gott sei Dank.

Ich konnte schon wieder blinzeln. Sah zu, wie Robert mein fehlendes Stück Finger auf dem Boden suchte und fand. Er reinigte es und sterilisierte auch meine Hand. "Haben Sie das schon öfter gemacht?", fragte Amber unsicher. "Ich habe schon so einiges gesehen, glauben Sie mir." (S. 208)
Die Charaktere und Storyidee ist eigentlich überzeugend gut, nur wurden diese leider falsch umgesetzt. Das altertümliche Vampirbild ist etwas ganz anderes, denn Vampire werden in den meisten Romanen sehr modern beschrieben und nichts erinnert mehr an den alten, schön, schauerlichen Dracula. In 'Septemberblut' schlafen die Vampire in Särgen, verbrennen an Sonnenlicht und ihr Körper nimmt eine Art Leichenstarre an, sobald die Sonne aufgeht, außerdem lassen sie sich durch die gute altbewerte Methode töden: durch einen Pflock ins Herz.

Die Handlung wird aus der Ich-Perspektive erzählt vom Protagonistin Julius Lawhead. Durch Ändern der Handlungsorte und Personen lernt der Leser alle Charaktere kennen und schätzen.
Julius ist zu Beginn des Buches alles andere als ein starker Charakter, denn er gliedert sich seinem Meister unter und hat im Grunde keine eigene Meinung und keinen eigenen Willen. Dies ändert sich aber mit und mit, besonders als Amber in sein Leben tritt. Denn Julius verliebt sich in sie und setzt alles daran sie zu beschützen. Zwischenzeitig ist er ein absoluter 'Jammerlappen', der für den Leser leicht nervig ist, denn man fragt sich, dieser Mann ist älter als 200 Jahre, wieso nimmt er sein Leben nicht endlich in die Hand? Zusätzlich wird die Handlung mit der tragischen, komplizierten Liebesgeschichte zwischen Amber und Julius dramatischer und anstrengender. Denn im Grunde beruht diese nur auf einem ewigen Hin und Her, denn die beiden kommen einfach nicht weiter. Amber ist eine selbstständige, unabhängige, selbstbewusste Frau des 21. Jahrhunderts und kommt natürlich, verständlicherweise, nicht mit den altertümlichen Sitten der Vampire zurecht. Dies alleine führt schon zu einigen Konfliktpunkten zwischen den beiden, aber natürlich ist Amber auch noch Trägerin des Messers, welches eine tödliche Gefahr für Vampire darstellt. Außerdem ist Amber alles andere als begeistert davon, dass ihr neuer Freund ein Vampir ist, denn sie hat bisland nichts von der Existenz dieser Wesen gewusst. Die Frage, ob die beiden es schaffen sich aufzuraffen beschäftigt den Leser den kompletten Roman über.
Neben Amber und Julius gibt es noch zahlreiche andere Charaktere, die der Leser aber alle kennenlernt. Curtis kleiner Clan wirkt größtenteils sehr sympatisch und für den Leser anziehend, trotzdem konnte ich mich mit niemanden identifizieren und auch nicht in die Welt die Rebekka Pax erschaffen hat, ziehen lassen.

Das Ende ist mit einem versuchten Cliffhanger bestückt, der mich aber absolut nicht reizt. Denn dieser ist weder sonderlich spannungsvoll noch reizvoll. Würde ich Band 2 nicht schon besitzen, müsste ich mir zweimal überlegen, ob ich dieses kaufe.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Besser als "Twilight", trotzdem nicht umwerfend, 20. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Septemberblut (Ein Vampirjäger-Roman, Band 28248) (Taschenbuch)
In Los Angeles' Untergrund tobt ein Kampf der Vampir-Clans. Der mächtige Meister Gordon rüstet seine Truppe mit wilden Jungvampiren auf, die Jagd auf menschliches Blut machen und sich nicht scheuen, zu töten - damit ruft er öffentlich zum Angriff. Nur ein magisches Messer kann ihn und seine Untertanten aufhalten. Der gefürchtete Vampirjäger Frederik ist der Träger dieser einflussreichen Reliquie und starb, bevor seine Verfolger ihm das Versteck der Waffe entlocken konnten. Er hat seine Schwester Amber als Adeptin auserwählt, die aber noch nichts von ihrer neuen Gabe weiß. Julius Lawhead hat von seinem Meister den Auftrag bekommen, sie zu seiner Dienerin zu machen, um Gordon das Handwerk zu legen.

Mit Vampiren kann man als Autor gerade wunderbar auf den erfolgreichen "Twilight"-Hype aufspringen und jung und alt mit diesen nachtaktiven Kreaturen begeistern. Mich selbst kann man in dieser Hinsicht nur mit dem Original Dracula überzeugen, jedoch nicht mit seinen liebestrunkenen Vertretern. Meine Erwartungen bei "Septemberblut" waren demnach relativ gering und so wurde ich wenigstens in dieser Hinsicht nicht enttäuscht.

Bei der Lektüre stellt man schnell fest, dass die Beziehung zwischen Amber und Julius einen großen Raum einnimmt, doch schon der Beginn dieser Liebe ist in meinen Augen schlichtweg unglaubwürdig. Innerhalb weniger Stunden werden aus Fremden, zwei Menschen, die nicht mehr ohne einander leben wollen und besonders Amber vertraut beinahe blind Julius' Versprechen, obwohl er sie heimlich zu seiner Dienerin macht, ihre Gedanken beeinflusst und natürlich von ihr trinkt. Der Ärger über dieses Verhalten verfliegt aber in Sekundenschnelle und nicht einmal der dominante, zum Teil sogar herrische Tonfall ihres "Geliebten" kann ihre Gefühle ins Wanken bringen.

Die Rangordnung und damit einhergehend auch der Gehorsam werden sowieso sehr in den Fokus gestellt und bereiten dem Protagonisten schon bald Probleme. Allerdings werden durch diese Szenen mit unterwürfigen Gesten die stolzen und starken Vampire für meinen Geschmack ins Lächerliche gezogen. Einige Gebaren erinnern zu deutlich an Hunderudel und werden durch häufige Wiederholungen etwas zäh und langweilig.

Für die Autorin ist L.A (laut Danksagung) zu einer zweiten Heimat geworden, doch ich finde diesen Schauplatz nicht unbedingt gelungen und habe auch nicht den Charme der Region gespürt. Die Straßen und der Sunset Boulevard hätten für eine Ortskundige gerne mit mehr Liebe zum Detail vorgestellt werden könne, obwohl Deutschland als Ort des Geschehens vielleicht sogar noch origineller gewesen wäre. Lediglich der "Hollywood Forever Cemetry" - Friedhof und Julius' Ruhestätte - haben mich neugierig gemacht.

Die Bewertung ist mir ziemlich schwer gefallen und ich muss gestehen, dass ich diesen Roman wahrscheinlich nicht zu Ende gelesen hätte, wenn nicht der Nachfolger schon auf meine Rezension warten würde.
Trotz vieler Klischees, die aber bei der Fülle an vergleichbaren Büchern schwer zu umgehen sind, hat mir der Clan der Leonhardts besser gefallen als Edward Cullen und seine Familie, was für eine deutsche Autorin vielleicht im Endeffekt doch noch ein Kompliment ist. :-)
Auf "Flammenmond" bin ich dennoch gespannt und hoffe auf viele vampirwürdige Gegner mit reichlich Action, denn die Brutalität der Folterszenen und die heftigen Duelle standen im guten Kontrast zu dem schnulzigen Pärchen. ;-)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen eigentlich gut, 22. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Septemberblut (Ein Vampirjäger-Roman, Band 28248) (Taschenbuch)
LA. Nach dem Tod ihreres Bruders,der aus dem Fenster gestürzt ist,erbt sie von Ihm ein magisches Messer.Wenig später erkennt sie das Ihr Bruder ein Vampirkiller war.Amber soll sein Erbe weiterführen.Bei der Beerdigung Ihres Bruders macht sie die Bekanntschaft mit Julius Lawhead,der einem Clan der Vampire angehört und im Auftrag seines Meisters das Messer und seinen Träger in sein Besitz zu bringen.Amber gefällt Ihm so gut und sein Meister verlangt es von Ihm,er trinkt Ihr Blut und bringt das erste Siegel der Vampire an,somit ist sie gezeichnet und an Julius gebunden.Insgesamt braucht es 5 Siegel um sie für immer zu seiner Dienerin zu machen.Julius liebt Amber und Amber beginnt sich in den Vampir zu verlieben.Doch es gibt noch andere Clans,die an das Messer kommen möchten und einer von ihnen bringt Julius und Amber in Gefahr.

Fazit
Ich muss sagen,ich hab einige Vampirromane gelesen aber keins kam wirklich so blutig daher wie dieses.Die Geschichte ist durch aus spannend erzählt und man kann es auch gar nicht aus der Hand legen,weil man gern wissen möchte wie die Geschichte weitergeht.Aber das viele Blut welches dort vergossen wird,war mir etwas zu viel und real erzählt.Ich bin nun gespannt wie es weiter geht,der nächste Teil wartet noch auf mich.Also wer sich nicht vor viel Blut und Gemetzel stört kann hier eine spannende Vampirgeschichte finden.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen SPANNUNG PUR!!!!!, 7. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Septemberblut (Ein Vampirjäger-Roman, Band 28248) (Taschenbuch)
Ich bin hier bei amazon auf das buch aufmerksam geworden - allein die Optik ist der Hammer - aber vorallem der Klappentext hörte sich vielversprechend an und ich war echt gespannt.

Zum Inhalt: Die Geschichte spielt in Los Angeles, Amber gelangt zu einem Messer, nachdem ihr Bruder gestorben ist - dieses Messer ist magisch und sehr begehrt. Denn was sie nicht weiß, es ist in ihrer Hand eine tödliche Waffe gegen Vampire. In Los Angeles leben unentdeckt sieben Vampir-Clans, die normalerweise den Menschen nichts tun - doch es gibt ein Clan-Chef, der sich nicht an die Regeln hält und Vampire erschafft und auf die Jagd schickt in die Stadt. Nun kommt der Vampir Julius zum Einsatz, dieser soll die verwilderten Artgenossen zur Strecke bringen und für Ruhe sorgen - aber auch er ist auf der Suche nach diesem Messer und er erfährt wer dieses Messer hat und somit kreuzen sich ihre Wege. Amber evrsteht die Welt nicht mehr, sie weiß ja nichts über die Fähigkeit dieses Messer und gerät so ziwschen die Fronten eines erbitterten Kampfes zweier Vampir-Clans - doch sie hat noch ein viel größeres Problem - Julius - nicht nur dass er selber das Messer will, nein sie verliebt sich total in ihn und dies erleichtert nichts - im Gegenteil, es macht alles chaotischer...

Eine sehr spannende Geschichte, mit einem flüssigen leicht zu lesenden Schreibstil. Man wird von Anfang an an die Geschichte gefesselt, weil es sehr spannend und actionreich zugeht - man fiebert mit bis zur letzten Seite - und das Ende hält so seine Überraschungen bereit, womit der Leser nicht rechnet. Amber und Julius sind gut ausgereifte Protagonisten zu denen man sehr leicht Bezug findet und auch die Bindung der zwei wird schön dargestellt und beschrieben - zwar steht im Vordergrund das Messer, doch auch die Liebe kommt dadurch nicht zu kurz und am Ende vergisst man doch ein paar Tränen. Deswegen muss ich sagen, dass dieses Buch anders ist als andere Vampirbücher - man bekommt hier soviel in einer Geschichte geboten - Hass, Neid, Gewalt, Krimi, Action, Spannung und Liebe, selten hat mich ein Buch so umgehauen wie das, denn mit so einem Umfang habe ich nicht gerechnet.

Ein großartiger Roman einer deutschen Autorin für lesenwerte Stunden!!!!
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vampirisches L.A.!, 22. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Septemberblut (Ein Vampirjäger-Roman, Band 28248) (Taschenbuch)
Inhalt:
In 'Septemberblut' geht es um den zweihundert Jahre alten Vampir Julius, der in den Nächten von Los Angeles seinem Meister als Jäger dient. Seine Aufgabe scheint simple, als ihm aufgetragen wird den Erben des Messers ausfindig zu machen und denjenigen zu einem Diener zu verwandeln, denn das Messer stellt eine tödliche Gefahr dar, als effektivste Möglichkeit auch den mächtigsten Vampir zu töten ' dies kann Julius unter keinen Umständen zulassen, da unter den verschiedenen Vampirclans eine gefährliche Unruhe ansteigt und das Messer somit bloß nicht in die falschen Hände geraten darf. Als Julius jedoch auf die bildhübsche Amber trifft, sie darauf zu seiner Dienerin macht, ist es mit ihm geschehen ' er hat sich verliebt. Aber kann solch eine Liebe gut gehen, zwischen Vampir und Mensch, Jäger und Messerträgerin? Ein Kampf beginnt, nicht nur für Julius '

Meinung:
Mit 'Septemberblut' wollte ich unbedingt wieder in die Welt der Vampire eintauchen, nachdem ich länger Zeit Abstand von dem ganzen Hype genommen hatte, der momentan durch die Buchgeschäfte schwirrt. Den Titel fand ich ziemlich ansprechend, dagegen das Cover hübsch, aber gewöhnlich (Wird es jetzt Standard Männergesichter und Fledermäuse auf der Titelseite zeigen zu müssen?).
Von Beginn an wird man ziemlich schnell von der Handlung mitgerissen, da sie temporeich beginnt, ohne langen Prolog. Der Leser ist direkt in der Szene und kann ohne große Umschweife in die Geschichte eintauchen, da es immer wieder kleine Informationen im Verlauf des Buches gibt, die Fragen aufklären. Mir hat vor allem die Perspektive aus der Sicht Julius gefallen, mal etwas anderes und für Frauen, die wohl überwiegend diesen Roman lesen, auch sehr spannend in den Kopf eines Mannes zu blicken. Dazu kommt, dass es ab und an kleine Perspektivenwechsel gibt, mit Amber, diese Stellen halten sich meist jedoch relativ kurz, sodass man überwiegend alles wichtige aus Julius Perspektive wahrnimmt ' was nicht ganz ohne ist, da er ein skrupelloser Vampirjäger ist und auch nicht wirklich vor morden, töten und abschlachten absieht. Allerdings finde ich diesen Punkt wiederum sympathisch, denn Vampire sind nun einmal böse und blutdurstig, wahrscheinlich war mir Julius als Vampirs an manch einer Stelle sogar noch zu weich, aber das liegt vielleicht auch immer am Leser selbst. Im Verlauf des Romans bietet die Geschichte lauter Details über Vampire, wie sie erschaffen werden, sich ernähren oder untereinander kommunizieren, sodass die Story im Punkt Vampire einigermaßen an Tiefe erhält, jedoch ist die Idee der Clans und der Magie der Vampire nicht wirklich neu und wurde teilweise etwas langatmig beschrieben. Wahrscheinlich langweilen solche Stellen einfach, weil sie sich von Vampir- zu Vampirroman kaum noch unterscheiden, höchstens in Details wie beispielsweise das magische Messer, mit dem man ganz einfach Vampire abstechen kann. Das Messer an sich fand ich wirklich klasse, dass auch mal eine normal Sterbliche die Chance bekommt sich in der Geschichte zu verteidigen ' wenn auch ohne großen Erfolg, was wiederum schade ist, da Amber irgendwie schwach erscheint (Ich mag eher die starken, kämpferischen Frauen, die Spaß am Blutbad haben ' ). Julius dagegen ist stark, hat natürlich seine versteckten Schwächen und wird im Verlauf des Buches zu einem recht ansehnlichen Vampir, denn er klettert die Karrieretreppe ein wenig empor, wenn auch ungewollt. Trotzdem sind beide Charakter für Hauptprotagonisten recht blass, man erfährt zwar so einiges übers Julius Vergangenheit, aber das war es dann auch irgendwie.

Zur Liebesgeschichte. Sie beginnt ziemlich schnell, wahrscheinlich etwas zu schnell und schon nach wenigen Seiten schwört Julius darauf, dass er sich in Amber verliebt hat. Allerdings finde ich es sehr verwirrend, dass diese Liebe so zusagen nach dem ersten Sigel beginnt, da Julius sein Blut mit Amber vermischt und somit ein Band zwischen beiden entfacht. Einerseits scheint diese Liebe echt und aufrichtig, anderer Seits könnte es ebenso Schein sein, da beide, Vampir und Mensch, durch Blut verbunden sind. Vielleicht hätte die Autorin hier etwas deutlicher schreiben können, da ich mir bis zum Ende nicht klar war, ob sich beide nun wirklich lieben, oder sie sich diese Gefühle nur einreden. Dazu kommt dann immer wieder im Buch das Messer, mein heimlicher Lieblingsprotagonist, das immer wieder zwischen die Liebesgeschichte schneidet und Amber förmlich mit anti-Vampirmagie erfüllt, die sie durch Angst verstärkt ' eine wohl verständliche Emotion, wenn man sich plötzlich unter lauter Vampiren wieder findet. Das Messer ist es dann auch, was unteranderem immer wieder Spannung aufbaut, mir kam es jedoch etwas zu wenig vor, weil besonders die Stellen, wo Amber anscheinend mal mehr Macht besitzt, recht dürftig sind. Ein sehr positiver Punkt meiner Meinung nach ist, dass es zwar Gefühl und Romantik gibt, aber nicht allzu viele Sexstellen, was mich ziemlich begeistert hat, da viele Bücher in diesem Bereich meist überhaupt keine Handlung haben, da beide Charaktere nur im Bett liegen ' das ist hier absolut nicht der Fall! Es gibt nämlich genug Action, was mein Herz hat höher schlagen lassen, denn nur so ist es richtig, wenn es um Vampire geht!
Der Schreibstil ist in dem gesamten Roman flüssig zu lesen und teilweise wirklich sehr schön und bildhaft. Irgendwie fühlte ich mich an manch einer Stelle förmlich, als wenn ich gerade selbst in Los Angeles unterwegs wäre. Aber obwohl mir der Schreibstil sehr gefällt und er leicht und schnell zu lesen ist, finde ich den Roman etwas zu lang, manche Textpassagen sind sehr ausgiebig beschrieben, was bei rund 510 Seiten kaum verwunderlich ist.

Fazit:
Für alles Vampirfans ein gutes Buch für zwischendurch, die Story ist nicht unbedingt neu, aber die Charakter sind sympathisch und die Geschichte macht Spaß beim Lesen, auch wenn sie manchmal etwas langatmig erscheint. Die Liebesgeschichte ist etwas verwirrend, vielleicht auch nicht realistisch genug ' aber was ist schon realistisch im Bezug auf das Fantasygenre? Die Szenerie von Los Angeles erinnert an den Sommer und lässt die kalte Jahreszeit ein wenig in die Ferne rücken.
Ich gebe gerundete 4 Sterne, weil mir das ganze drumherum gefallen hat.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Septemberblut, 12. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Septemberblut (Ein Vampirjäger-Roman, Band 28248) (Taschenbuch)
Blutsaugende Vamipre, ein Untoter und ein Vampirjäger, der sich scheinbar das Leben genommen hat - Rebekka Pax zieht alle Register. Und sie bedient viele Klischees, die man gemeinhin mit einem Vampirroman verbindet. Wer eine Romanze à la Bella und Edward erwartet, wird schnell eines besseren belehrt...

In Los Angeles versucht ein Vampirclan, die Gordon, die Herrschaft an sich zu reißen. Eine wichtige Rolle spielt dabei ein magisches Messer, dass dem Vampirjäger Frederik gehört und nach dessen Tod in die Hände seiner Schwester Amber gelangt. Ein anderer Vampiclan, die Leonhardt, wollen das Messer in ihren Besitz bringen und einer der ihren, Julius Lawhead, soll Amber zu seiner Dienerin machen und so Kontrolle über das Messer erlangen. Doch er verliebt sich in Amber, was die Dinge komplizierter macht. Amber streubt sich zunächst gegen ihre Liebe zu Julius und auch gegen die Macht, die das Messer nach und nach über sie erlangt. Letzten Endes fügt sie sich aber in ihr Schicksal und wird Teil des Kampfes zwischen den Vampirclans.

Ich muss gestehen, dass ich nicht wirklich weiß, was ich von diesem Roman halten soll. Einerseits ist da diese wunderschöne romantische Geschichte zwischen Julius und Amber. Andererseits gibt es die blutrünstigen und fast abstoßenden Auseinandersetzungen zwischen den Vampiren. Viele Klischees werden aufgegriffen. Die Vampire schlafen in Särgen, saugen Menschen aus und ermorden sich gegenseitig. Die detailierten Kampfbeschreibungen sind teilweise nichts für schwache Nerven. Am merkwürdigsten ist wahrscheinlich Curtis, der Meister der Leonhardt. Stellenweise ist er so gefühlvoll, dass man es kaum glauben kann, dann wieder ist er so grausam und kalt, wie man es von einem Meistervampir erwarten sollte.

Alles in allem handelt es sich bei "Septemberblut" um einen fesselnden Roman, den man schwer aus der Hand legen kann, wenn man einmal den Einstieg in die Handlung gefunden hat. Positiv ist auch der Wechsel der Perspektive zwischen Amber und Julius. Der Roman erlangt dadurch eine größere Lebendigkeit. Die blutigen Szenen werden sehr anschaulich beschrieben und auch die Gefühle der handelnden Personen sind gut nachvollziehbar. Trotz der Klischees gibt es deshalb vier Sterne.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Guter, alter Vampirhorror mit Mankos, 26. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Septemberblut (Ein Vampirjäger-Roman, Band 28248) (Taschenbuch)
"Warum tat die Wahrheit nur so weh, wenn man sie aus dem Gesicht eines Geliebten las?"

Nach dem Tod ihres Bruders Frederik bekommt Amber von seinem Anwalt ein merkwürdiges Holzmesser, beinahe gleichzeitig tritt der geheimnisvolle Julius Lawhead in ihr Leben. Die beiden verlieben sich, doch schon beim ersten Treffen werden sie von Vampiren angegriffen. Julius enthüllt sein wahres Gesicht und Amber lernt schnell, dass das Messer eine für Vampire tödliche Waffe ist.

Immer tiefer wird sie in das Leben des Vampirclans der Leonhardts hineingezogen. Und in den Konflikt mit Gordon, einem Vampirmeister, der gegen alle Regeln verstößt und eine Schar an wilden Vampiren hervorbringt, um sie in den Krieg gegen die anderen Clans zu führen. Er schreckt auch nicht davor zurück, Ambers toten Bruder wieder zurückzuholen und gegen sie und Julius einzusetzten...

Ich hatte nach all den Kuschelvampiren mit dem Genre schon abgeschlossen, doch dieses Buch hat mich davon überzeugt, dass es auch noch Vampirgeschichten gibt, die es wert sind, erzählt zu werden.

Das Buch beginnt spannend, man ist sofort mittendrin in der Vampirfehde, die auch mit blutigen Kämpfen aufwarten kann.
Die Darstellung der Amber hat mir erst sehr gut gefallen. Obwohl sie immer wieder von Julius Magie umworben wird, behält sie dennoch kühlen Kopf, setzt ihm im wahrsten Sinne des Wortes das Messer an die Brust und befiehlt ihm, sich aus ihren Gedanken herauszuhalten.

Leider kam dann irgendwann ein Bruch in der Handlung. Zu einer Zeit, als sich die Fehde zuspitzt und es um Leben und Tod geht, gerät die Geschichte irgendwie ins Stocken. Die Machtkämpfe der streng hierarchisch organisierten Vampire innerhalb Leonhardts Clan nehmen überhand, der Meister schwächt Julius, seinen besten Kämpfer. Dieser raubt ihm einen Vampir, wobei ich noch immer nicht kapiert hab, wie. Das hat mich zu viel vor-und-zurück-blättern hingerissen, trotzdem habe ich es nicht 100%ig verstanden (wars jetzt das Bluttrinken, dass hat Steven doch auch gemacht, das Eindringen in die Gedanken, die pfuschen sich doch dauernd gegenseitig in den Köppen rum, häh, wie jetzt?).

Was mich auch gestört hat, war die Verwandlung der Charaktere. Julius ist vom strahlenden Traummann, der schon ewig Vampir ist und sich deswegen überall auskennt, zu einem verwirrten, ständig alle Regeln vergessenden und deshalb dagegen verstoßenden, am Rockzipfel seines Meisters hängenden, weinerlichen Kleinkind geworden. Dazu ein Zitat aus dem Buch von Christine: "Wenn du mich fragst, dein Vampir ist ein Idiot."
Amber, die erst die selbstständige Kämpfernatur war, ist dann glücklicherweise doch dem Vampircharme erlegen und hat jegliches eigenes Denken aufgegeben - also wurde dann doch allen Klischees genüge getan. ;).

Das Buch punktet aber mit guter, alter Vampirgewalt, blutigen Kampfszenen und einer Geschichte mit interessanten Details.
Wer auf "Twilight" und andere Softvampire steht, sollte davon wohl eher die Finger lassen.

Für Liebhaber von gutem, altem Vampirhorror aber trotz der Mankos auf jeden Fall lesenswert!
Werde mich jetzt gleich auf den zweiten Teil stürzen!

Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass ich Hobbyrezensentin und keine Kunstkritikerin bin!
Ich rezensiere ausschließlich Bücher, die ich von der ersten bis zur letzten Seite selbst gelesen habe.
Meine Meinung wird geprägt durch meine Bildung und meine persönlichen Erfahrungen.
NIEMALS jedoch lasse ich mich davon beeinflussen, ob ich das Buch gekauft, geliehen oder als Rezensionsemplar zur Verfügung gestellt bekommen habe!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Vampir mit Aufstiegschancen, 21. Januar 2012
Von 
micra-cat (Schleswig-Holstein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Septemberblut (Ein Vampirjäger-Roman, Band 28248) (Taschenbuch)
Das Buch beginnt gleich mit einem Todesfall: der Vampirjäger Frederik Connan hat sich aus dem Fenster gestürzt und es sieht aus wie Selbstmord. Wie sich später herausstellt war er im Besitz einer besonderen Waffe, eines Messers das Vampire in Angst und Schrecken versetzt. Frederik ist ein normaler Mensch und seine trauernde Familie hat keine Ahnung, welch gefährlichem Beruf er nachgegangen ist. Doch er selbst hatte mit seinem Ableben bereits gerechnet und seine Schwester Amber als Nachfolgerin für seine Vampirjägertätigkeit und Hüterin des Messers bestimmt.

Hauptfigur ist der Vampir Julius Lawhead, der zugleich auch Vampirjäger ist. Das Buch ist größtenteils aus seiner Sicht in ich-Form geschrieben. Julius spürt verwilderte Vampire auf, die dem Blutrausch verfallen sind und bringt sie zur Strecke. Der Anführer seines Vampirclans, Curtis, verlangt von ihm, dass er das magische Messer findet und nebst neuer Besitzerin zu ihm bringt. Deshalb weiht Julius die ahnungslose Amber in die Geheimnisse seiner Spezies ein, will sie zu seiner Dienerin machen und mit ihr gemeinsam auf Jagd gehen, doch dabei verliebt er sich in sie. Natürlich wollen auch noch andere in den Besitz dieser speziellen Waffe kommen...
Septemberblut ist ein Vampirroman nach meinem Geschmack. Es gibt verschiedene Clans die gegeneinander kämpfen, viel Blutvergießen und ein bisschen Lovestory. Die Vampire sind eine Mischung aus alt und neu. Sie ruhen tagsüber in Särgen, scheuen Pflöcke, haben menschliche Diener, PCs und Handys, können sich telepathisch untereinander verständigen und sind blutrünstig. Julius ist ein Durchschnittsvampir der seinem Meister gehorchen muss. Er ist keiner von den ganz bösen, zwar tötet er und benutzt Menschen um seinen Durst zu stillen, aber ihn plagen auch Gewissensbisse wegen seiner Taten und zuweilen ist er sogar so weinerlich, dass es schon peinlich ist. Im Bezug auf Amber ist er extrem konfliktscheu und führt mehrere Rituale, die sie an ihn binden sollen, ohne ihr Wissen heimlich durch. Zwar finde ich es gut, dass hier mal kein absoluter und unwiderstehlicher Superheld im Mittelpunkt des Handlung steht, aber für einen abgebrühten Vampirjäger reagiert er oft zu ängstlich, jammernd und unüberlegt.

Rebecca Pax ist zwar eine deutsche Autorin, aber sie orientiert sich sehr an den erfolgreichen amerikanischen Vorbildern. Das macht sich auch bei den Schauplätzen wie z.B. L.A. bemerkbar, wo der Großteil der Handlung spielt. Erotikszenen wie in diesem Genre sonst üblich, kommen jedoch kaum vor. Der Schreibstil hat mir bis auf ein paar Schwächen und Längen gut gefallen. Unlogisch fand ich es jedoch am Anfang, den Leser wissen zu lassen, dass Frederik als Untoter auferstanden ist, während Julius noch darüber nachgrübelt ob es Ambers Bruder war, der ihm über den Weg gelaufen ist. Das war überflüssig und wäre in anderer Form sicher spannender gewesen. Wieso das mächtige Messer Frederiks Tod nicht verhindern konnte und er es nicht bei sich trug, fand ich auch unverständlich. Ebenso weshalb Julius die bewusstlose Amber nicht aufspüren konnte, dafür aber sein Meister Curtis, der keinerlei Bindung zu ihr hatte. Aber das sei nur am Rande erwähnt, im Großen und Ganzen war ich positiv überrascht, die Idee mit dem Messer gefällt mir und die Geschichte besitzt auch viel Potential so dass ich (knappe) 4 Punkte vergebe und mich schon auf den 2. Band freue.
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Septemberblut (Ein Vampirjäger-Roman, Band 28248)
Septemberblut (Ein Vampirjäger-Roman, Band 28248) von Rebekka Pax (Taschenbuch - 7. Dezember 2010)
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