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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Die Zeichenkünstlerin,
Von anyways "anyways" (Greifswald) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Zeichenkünstlerin von Wien: Historischer Roman (Taschenbuch)
Seit Jahren sind die Schicksale des Christen Rockh und der jüdischen Familie Isserlein durch ein unsichtbares Band miteinander verbunden. Davon weiß Sarah Isserlein freilich nichts, als sie das erste Mal den Steinmetz Mathes Rockh begegnet. Denn eigentlich soll dieser ihr, nach ihrem eigenen Entwurf, eine Hochzeitstruhe anfertigen. Mathes ist von Sarahs Talent so begeistert, dass er sie zu überreden versucht, ihm bei der Zeichnung für das Taufbecken, an dem er gerade arbeitet, zu helfen. Geschmeichelt ob soviel Lob und Anerkennung willigt sie nach einigem Zaudern ein. Da sie bald heiraten wird und weder ihr Verlobter noch ihr Vater viel von Sarahs Zeichenkunst halten ist es umso schöner in Mathes einen Bewunderer ihrer Kunst gefunden zu haben. Und irgendwann stellt sich fataler Weise auch das Gefühl von Schmetterlingen im Bauch ein. Aber eine Verbindung zwischen diesen Beiden scheint unmöglich auch und gerade weil die Juden und ihr Vermögen für den Krieg gegen die Hussiten geopfert werden sollen.Ein sehr spannender und geschichtlich interessanter Roman, der sich bis auf ein paar kleine schriftstellerischen Freiheiten auch an historische Fakten hält. Beate Maly erzählt uns ihre Version der Geschichte der Judenvertreibungen und Judenhinrichtungen im Wien des 15. Jahrhunderts. Der eigentliche Auslöser dieser so grauenvollen Bluttat ist bis heute nicht eindeutig geklärt aber so wie er hier im Buch beschrieben wird ist es höchstwahrscheinlich auch geschehen. Die Autorin orientiert sich hier an den wahrscheinlichsten Auslöser- Geld. Deutlich schildert sie die Unterschiede zwischen Juden und Christen in der damaligen Zeit. Selbst die Ausbildung zum Arzt ist für beide Religionen extrem unterschiedlich. Während die Juden schon erste anatomische Kenntnisse und chirurgische Feinheiten durch das sezieren von Leichen erhalten haben und einige sehr nützliche Dinge der Hygiene beherrschen, ist dies bei den Christen noch lange nicht der Fall. Eine wundervolle Liebesgeschichte die selbst so unterschiedliche Religionszugehörigkeit überwindet, ein einfühlsamer, detailverliebter und auch spannender Schreibstil runden das Ganze ab. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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5.0 von 5 Sternen
Einfach schöner Lesegenuß,
Von
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Zeichenkünstlerin von Wien: Historischer Roman (Taschenbuch)
Ich habe mir zuerst das Buch "Die Hebamme" gekauft. Dieses Buch derselben Autorin gefällt mir noch besser.Die Geschichte ist sehr gut, unterhaltsam und spannend geschrieben, die Figuren sind mit viel Liebe zum Detail und zum Charakter gzeichnet. Die historischen Ereignisse sind akkurat recherchiert und geschickt mit den fiktiven Teilen des Romans verwoben. Alle Erzählstränge werden zu einem Ganzen verwoben, nichts ist unpassend und es gibt ein schönes Happy End ( wobei dieses etwas zu rosa wirkt). Beate Maly kann wirklich toll schreiben, dieser Roman ist aber meiner Meinung nach eher ein reiner Frauenroman. Es kommt eine ausführliche Liebesgeschichte vor, und das könnte manchem männlichen Leser vielleicht zu viel sein. Keine schwere Kost, aber trotzdem ein wirkliches Lesevergnügen, beim nächsten Buch der Autorin bin ich wieder dabei. 5 beschwingte Sterne! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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5.0 von 5 Sternen
Fiktive Elemente und historische Fakten gut verwoben!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Zeichenkünstlerin von Wien: Historischer Roman (Taschenbuch)
Wien im Jahre 1421: Als die Wege der jungen Sarah Isserlein und des Steinmetzes Mathes Rockh sich kreuzen, sind Probleme vorprogrammiert, denn eine Beziehung zwischen Juden und Christen in dieser Zeit ist undenkbar.Zudem ist Sarah bereits dem jungen Rabbi Aaron versprochen, der es gar nicht gerne sieht, dass Sarah ihre Zeit mit zeichnen verschwendet, anstatt der Hausarbeit nachzugehen. Als das Geld für den Dombau knapp wird, beschließen Herzog Albrecht und sein Kanzler, dieses bei den Juden einzutreiben. Der Hass wird so weit geschürt, dass die Juden ausgeplündert, ins Gefängnis gesteckt und ermordet werden. Hier zeigt sich, wer Sarah wirklich liebt. Aber hat ihre Liebe auch eine Zukunft? Beate Maly hat einen sehr einfühlsamen und zugleich spannenden Roman geschrieben. Die fiktiven Elemente sind sehr gut mit den einwandfrei recherchierten historischen Fakten verwoben worden. Ihre Figuren waren mir gleich sehr sympathisch und der Unterschied zwischen den Juden und den Christen wurde sehr deutlich dargestellt. Der Autorin ist es gelungen, mich mit jeder geschriebenen Seite zu fesseln. Dieser Roman ist auch hervorragend für Einsteiger in dieses Genre geeignet und bekommt somit von mir fünf Sterne. Dieses ist der zweite Roman der Autorin. Der erste erschien 2008 im Ullstein Verlag und heißt "Die Hebamme von Wien". Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Wunderschöne (Liebes-)geschichte!,
Rezension bezieht sich auf: Die Zeichenkünstlerin von Wien: Historischer Roman (Taschenbuch)
Beate Maly konnte mich mit ihrer Geschichte von der jungen Jüdin Sarah Isserlein und dem christlichen Steinmetz Mathias Rock verzaubern. Niemals übertrieben und immer sehr nah an den Tatsachen, hat die Autorin einen spannenden Roman geschaffen, der zu keiner Zeit langweilig wurde. 463 Seiten voller Gefühl und Hoffnung auf ein gutes Ende, denn die Beziehung der beiden steht unter keinem guten Stern. Beate Maly ist es gelungen, mich mit den Protagonisten fühlen zu lassen. Ihre Figuren sind sehr gut beschrieben und kamen auch sehr überzeugend rüber.Ein Buch, das ich jedem Freund der historischen Bücher nur ans Herz legen kann. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5.0 von 5 Sternen
Eine verbotene Liebe zur Zeit der Judenverfolgung im Wien des Jahres 1421,
Rezension bezieht sich auf: Die Zeichenkünstlerin von Wien: Historischer Roman (Taschenbuch)
Die Protagonistin Sarah Isserlein lebt mit ihrem Vater David, einem wohlhabenden Geldverleiher, in der Kleeblattgasse im jüdischen Viertel von Wien. Seit vor etwa einem Jahr ihre Mutter Elza am Fieber starb, ist die junge Jüdin, die weder nähen, noch kochen kann, alleine für den Haushalt ihres Vaters zuständig, dessen immer stärker werdene Verwirrungszustände dem Mädchen Sorgen bereiten. Sarahs große Leidenschaft, das Zeichnen, wird von ihrem Vater durch den Kauf von teurem Zeichenmaterial gefördert. David Isserleins zweite Tochter Judith verliebte sich in den Steinmetzmeister Richard und trotzte ihrer arrangierten Verlobung mit dem Rabbiner Aaron Blümlein. Judith wurde aufgrund der Tatsache, dass Richard dem christlichen Glauben angehört, von ihrem Vater verstoßen und lebte mit ihrem Ehemann und den beiden Söhnen Jonas und Josef in Straßburg. Als Wiedergutmachung" und um die Vereinigung der Familien Isserlein und Blümlein doch noch zu einem positiven Ausgang zu verhelfen, wurde kurzerhand Sarah, die jüngere Schwester, dem verschmähten Bräutigam versprochen. Aaron, ein selbstgefälliger Mann und der zukünftige Rabbiner der jüdischen Gemeinde, ist regelrecht angewidert von Sarahs Zeichenkünsten und verbietet ihr ihre große Leidenschaft vehement. Zudem untersagt er ihr ihr auch strikt, ihre Schwester Judith jemals wieder zu sehen. Dieses Verbot trifft Sarah umso härter, als Richard Klayndl mit seiner schwangeren Ehefrau Judith und den beiden Söhnen wieder nach Wien zurückkehrt und bei seinem Bruder Alfred einzieht. David Isserleins einziger Sohn Elias studierte in Salerno Medizin und leitet nun als Medicus der jüdischen Gemeinde das Hospital neben der Synagoge. Seine unglückliche Ehe mit Rachel ist von Streit und Zwietracht dominiert, sein Lebensmittelpunkt und seine ganze Freude ist seine neunjährige Tochter Miriam, die er über alles liebt.Durch die Suche nach einem begabten Künstler, der ihre Hochzeitstruhe nach ihrem eigenen Entwurf schnitzen soll, lernt Sarah in Begleitung ihres Vaters den Steinmetzmeister Mathes Rockh kennen. Der junge Steinhauer sieht in Sarah nicht nur eine begehrenswerte Frau, sondern auch eine bewunderte Künstlerin. Er achtet ihre Zeichenkunst so hoch, dass er die durch den Kanzler Herzog Albrechts beauftragte Taufkrone und das dazu gehörende Taufbecken nach Sarahs Zeichnungen vollenden möchte. Die zu jener Zeit bei Christen sowie auch bei Juden gängige Meinung, dass Frauen keine Künstlerinnen sein können und sich ausschließlich um das Wohl ihrer Familien zu kümmern haben, erschwert die gemeinsame Arbeit der beiden an dem Kunstwerk. Die Autorin erzählt die Geschichte einer verbotenen Liebe zwischen einer Jüdin und einem Christen zur Zeit des grausamen Vernichtungsfeldzugs gegen die Juden im Jahre 1421 durch Herzog Albrecht. Beate Maly beeindruckte mich mit der eindrucksvoll und lebendig dargestellten Lebenssituation der Menschen dieser Zeit, mit gut ausgearbeiteten Charakteren und der interessanten Familiengeschichte der Isserleins und der Blümleins. Auch der historische Hintergrund wirkte außerordentlich gut recherchiert und die Verkündigung Herzog Albrechts, der alle Juden Wiens als sein Eigentum erklärt, ihr Viertel sperren und ihnen ihren gesamten Besitz abnehmen ließ, endete mit der Vertreibung, der Folterung und der Ermordung von etwa neunhundert Juden in Wien. Ein hervorragend geschriebener Roman mit bedrückendem historischem Hintergrund. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5.0 von 5 Sternen
Sehr fesselnd!,
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Zeichenkünstlerin von Wien: Historischer Roman (Taschenbuch)
Eine Top-Autorin! Ich war bisher noch von jedem Buch von ihr unglaublich begeistert! Gute Mischung aus historischem Background und fesselnder Handlung.
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5.0 von 5 Sternen
Mehr als eine Liebesgeschichte,
Rezension bezieht sich auf: Die Zeichenkünstlerin von Wien: Historischer Roman (Taschenbuch)
Der Roman „Die Zeichenkünstlerin von Wien“ erzählt die Geschichte der Jüdin Sarah Isserlein, die ein großes Zeichentalent besitzt (daher der für mich auf den ersten Blick irritierende Titel). Diesem Talent verdankt sie eine Begegnung mit dem christlichen Steinmetz Mathes Rockh (der auf dem Klappentext Matthias Rock heißt), der Sarahs Talent anerkennt und mit ihr zusammen an dem Taufbecken des Wiener Doms arbeiten möchte. Zwischen den beiden beginnt eine zarte Liebesgeschichte, die allerdings für beide Lebensgefahr mit sich bringt, plant doch der Wiener Herzog Albrecht, die Juden auszurauben, um seine Kriege und Kirchen zu finanzieren.Kein leichtes Thema, das Beate Maly in ihrem Roman anschneidet – die Verfolgung und Ermordung der Wiener jüdischen Gemeinde im Jahr 1421. Geschickt bettet die Autorin das historische Geschehen ein in eine Familien- und Liebesgeschichte, die so spannend ist, dass es schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen. Besonders gefallen hat mir Beate Malys Talent, nicht nur ihren Hauptfiguren, sondern auch den Nebenfiguren Leben einzuhauchen, ihnen starke Motive und eine Geschichte zu geben. Niemand ist böse um des Selbstzwecks willen, sondern alle Handelnden werden durch etwas angetrieben, was aus ihrer Sicht verständlich ist. Ebenso geschickt vermeidet Beate Malye es, einseitig Opfer und Täter zu zeichnen. Auf beiden Seiten gibt es Fanatiker; auf beiden Seiten gibt es Menschen, die auch in schlimmen Seiten Menschlichkeit bewahren. Nicht zu vergessen die Stärke, mit der Beate Maly das Wien des 15. Jahrhunderts zeichnet – eine Stadt, die stinkt und lärmt und lebendig ist. Kein leichtes Buch, aber ein Roman, der nachhallt und bei mir dazu geführt hat, dass ich mir das Taufbecken im Stephansdom unbedingt ansehen möchte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5.0 von 5 Sternen
Die Zeichenkünstlerin von Wien,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Zeichenkünstlerin von Wien: Historischer Roman (Taschenbuch)
Das Buch ist meiner Meinung nach in einem sehr schönen, flüssigen Schreibstil geschrieben und auch sehr spannend. Es war auch alles sehr "bildhaft" dargestellt, man konnte sich richtig in die Zeit und den Ort hineinversetzen.Was ich auch sehr schön fand: Die zwei verschiednene Handlungsstränge, die sich auch noch etwas verzweigt haben. Diese zwei Handlungsstränge waren jeweils sehr unterschiedlich, denn zum einen die Liebesgeschichte zwischen Mathes und Sarah und der Situation der Juden in Wien. Ich fand die Beschreibungen der damaligen Situation der Juden in Wien sehr schockierend, da ich das unter anderem nicht wusste... auf jeden Fall wusste ich nicht das es SO heftig war... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4.0 von 5 Sternen
Wien im Jahre 1421,
Von Corinna "Corinna" (bei Bremen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Zeichenkünstlerin von Wien: Historischer Roman (Taschenbuch)
Beate Maly entführt uns mit dem Buch 'Die Zeichenkünstlerin von Wien' in die österreichische Hauptstadt des Jahres 1421.Sarah Isserlein soll für das wohl ihrer Familie einen befreundeten Rabbi heiraten. Allerdings findet sie Aaron eher abstoßend und da dieser ihr auch ihre Lieblingsbeschäftigung, das Zeichnen, verbietet, stimmt sie der Heirat nur widerwillig zu. Doch dann gerät Sarahs Leben auf einmal ins Wanken, als sie zusammen mit ihrem Vater den christlichen Steinmetz Mathes Rockh bittet, eine Truhe nach ihrer Zeichnung zu fertigen. Aber die Stimmung der Christen gegenüber Juden ist dort bereits alles andere als gut... Ich lese ja eher selten historische Romane und wenn mich einer in den Bann zieht, dann freut mich das immer sehr. Dieses Buch gehört auf jeden Fall zu denen, die ich sofort empfehlen würde. Beate Maly hat einen so packenden Schreibstil, der mich auch in den Lesepausen immer wieder gedanklich zum Buch zurückkehren lies. Außerdem bietet Sarahs Geschichte durchaus mehr, als man auf den ersten Blick vermuten dürfte. Denn es geht nicht nur um eine Liebe die nicht sein darf, sondern auch um die Stadt Wien im Aufbau und um den Starken Hass der Christen gegenüber den Juden, der zur damaligen Zeit sehr ausgeprägt war. Allein schon wie die Lage sich immer weiter zuspitzt und wie dies alles ausgeht ist sehr erschreckend und lässt stellenweise an die deutsche Vergangenheit denken. Das es sich dann auch noch um eine Wahre Vergangenheit (geschichtlich gesehen, nicht die der Hauptpersonen) handelt, macht dieses Buch nur noch spannender. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4.0 von 5 Sternen
Liebe trotz verschiedener Konfessionen,
Rezension bezieht sich auf: Die Zeichenkünstlerin von Wien: Historischer Roman (Taschenbuch)
Sarah Isserlein ist eine junge Jüdin. Sie lebt in Wien. Es ist Anfang des 15. Jahrhundert. In Wien gibt es ein Judenviertel, welches diese nur ganz selten verlassen, und junge Mädchen schon gar nicht. Nun soll Sarah den zukünftigen Rabbi der Judengemeinde, Aaron, heiraten. Daraus kann sie sich auch nicht winden, denn Aaron sollte eigentlich Sarahs ältere Schwester Judith heiraten, doch diese entschied sich für die Liebe zu einem Christen und gegen das Leben in der jüdischen Gemeinde.Leider ist Sarahs größte Leidenschaft das Zeichnen und so vernachlässigt sie ihre häuslichen Pflichten um in jeder Minute zeichnen zu können. Aaron stellt ihr aber die Bedingung, dass sie, wenn sie verheiratet sind, sofort aufhört mit dem Zeichnen und auch Sarahs Vater begrüßt diese Bedingung. Da David aber eigentlich stolz auf seine zeichnende Tochter ist, geht er eines Tages mit ihr im christlichen Wien zu einem Bildhauer. Dieser Herr Mathes Rockh soll Sarah eine Truhe fertigen für die Aussteuer. Er ist begeistert von den Entwürfen und würde den Zeichner gerne persönlich kennen lernen. Somit ist die erste Begegnung Sarahs mit Mathes schlagartig beendet. Da David als Jude einen Judenhut tragen muss, damit jeder Bürger Wiens ihn auch als solchen erkennt, sind er und Sarah ein sehr leichtes Ziel für einen Angriff, der auch prompt nach Verlassen von Mathes' Werkstatt erfolgt. So beginnen sich die Schicksale von Sarah Isserlein und Mathes Rockh zu verweben. In einer schweren Zeit, in der Juden bis auf den Tod verfolgt werden und Liebe schwerlich über alle Grenzen hinaus eine Chance hat. Beate Maly schafft es, schon von der ersten Seite an, ein leidenschaftliches Bild der Menschen im Wien des frühen 15. Jahrhunderts zu zeichnen. Dabei erzählt sie ungeschönt die Vorkommnisse der Judenverfolgung, aber auch die aufkeimenden Triebe einer jungen Liebe. Ich war fasziniert von der klaren Beschreibung der Charaktere, die mir klar und deutlich vor Augen standen, ebenso wie von den Schrecken, die auch damals schon, eigentlich grundlos, anderen Menschen, Mitmenschen, angetan wurden. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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Die Zeichenkünstlerin von Wien: Historischer Roman von Beate Maly (Taschenbuch - 9. Juni 2010)
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