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Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen36
4,8 von 5 Sternen
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am 19. April 2010
Eigentlich hatte ich zunächst etwas Berührungsängste, da Mila Lippkes neues Buch ein sehr ungewöhnliches, tabuisiertes Thema aufgreift: den Tod eines Kindes kurz vor der Geburt. Da ich ihre historischen Krimis sehr gern gelesen habe, wollte ich es aber dennoch lesen. Ich war einfach neugierig, wie sie den Genrewechsel angeht. So viel voraub: Es gelingt ihr großartig! Schon nach den ersten Seiten wusste ich, dass es die richtige Entscheidung war, dieses Buch zu lesen. Mila Lippke geht das heikle Thema sehr subtil und gleichzeitig sehr mutig an. Mara, die Hauptfigur, rückt einem sehr nah. Man lebt richtig mit ihr, kann sich ihr nicht entziehen. Der Weg zurück in ihr eigenes Leben, das fortan ein Leben mit dem Tod der totgeborenen Tochter ist, beschäftigt einen auf eine sehr positive Weise. Es ist einfach beeindruckend, wie Mila Lippke für diese schwierige Geschichte den richtigen Ton trifft, die Trauer miterlebbar macht, ohne dass das Buch jemals in Kitsch, falsche Betroffenheit oder gar Larmoyanz abgleitet. Alle Figuren sind sehr lebensecht. Ich kann das Buch jedem empfehlen, egal, ob man ähnliche Erlebnisse hat oder aus dem Freundeskreis kennt oder nicht. Letztlich ist es ein lebensbejahendes Buch für alle. Der Tod ist schließlich auch ein Teil von unser aller Leben. Außerdem zeigt es: Gute Frauenliteratur ist weitaus mehr als pseudo-lustige Chicklit. Beruhigend, dass auch solche Romane ihren Platz und eine - hoffentlich bald sehr große - Leserschaft haben.
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am 13. Januar 2012
Diese Rezension zu schreiben, ist für mich nicht ganz so leicht, wie all die anderen, die da schon geschrieben sind oder noch geschrieben werden wollen, denn....
....auch wir haben ein Sternenkind.
Kurzbeschreibung
Mara ist überglücklich: Sie ist im neunten Monat schwanger und kann es kaum erwarten, dass ihre Tochter Finja endlich auf die Welt kommt. Wie im Rausch erlebt Mara diese Zeit der freudigen Erwartung. Zusammen mit ihrem Mann Klaus unternimmt sie eine letzte romantische Reise nach Paris. Doch nach ihrer Rückkehr erhält Mara bei einer Routineuntersuchung eine Nachricht, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen wird.

Was das Buch für uns ist
"Irgendwie mein Leben" , Maras Geschichte, ist für uns ein Buch,
- das uns wieder zurück katapultierte in die dunkelste Zeit unseres Leben.
- welches uns wieder zurück blicken lies und uns noch mal aufzeigte, was wir alles überstanden haben, was wir alles geschafft haben.
- das uns wieder zeigte, wie stark wir waren, wir stark wir immer noch sind
- das uns wieder verwundert erkennen lässt, wie stark unsere Liebe war und immer noch ist
- das uns innehalten lies und uns wieder daran erinnerte, wie unberechenbar das Leben sein kann
- das stark macht, das Mut macht

Wer sollte das Buch lesen?
Jede Frau, der dieses schreckliche Schicksal auch widerfahren ist, denn es macht Mut, es macht stark und es gibt ein wenig Hoffnung zurück in einer Zeit, die so erscheint.
Speziell empfehle ich das Buch besonders den Angehörigen, da es der Autorin wirklich gut gelingt, die kompletten Phasen des Verlustes und der damit verbunden Trauer darzulegen. Wie oft stehen Familie und Freunde hilflos da?
Sie wollen helfen und wissen nicht wie, weil sie oft auch nicht wissen, was macht diese Frau, was macht dieses Paar da eigentlich wirklich durch?
Meist kann man es nur erahnen und aus Angst, was falsch zu machen, macht man das falscheste, was man machen kann, nämlich nichts.
Und sonst?
Sollte jeder das Buch lesen, da es ein Thema behandelt, dass in unserer Gesellschaft leider immer noch tabutisiert wird, der Tod vor, während oder nach der Geburt des geliebten Kindes.

Fazit
Traurig, schonungslos, berührend, tiefgründig, feinfühlig, aber auch hoffnungsvoll, so facettenreich wie das Leben selbst.

"Irgendwie mein Leben" ist eine Geschichte, irgendwie aus meinem Leben!
Danke!
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am 19. April 2010
Erst war ich skeptisch, ob ich mir Mila Lippkes neuen Roman wirklich kaufen soll, da das Thema ja doch ziemlich traurig ist. Aber ich bin froh, dass ich mich nicht davon abschrecken ließ. Ich habe "Irgendwie mein Leben" an einem Wochenende durchgelesen, so hat mich die Geschichte von Mara in den Bann gezogen. Die (fast)dreißigjährige Mara scheint alles zu haben, Mann, Haus und bald auch ein Kind. Aber dann erfährt sie bei einer Ultraschalluntersuchung dass ihr Kind, auf das sie sich so gefreut hat, tot ist.
Maras Welt liegt in Scherben. All ihre Gedanken kreisen von morgens an darum, warum ausgerechnet ihr Baby gestorben ist, während das ihrer besten Freundin gesund geboren wird. Auch die Beziehung zu ihrem Mann Klaus wird extrem belastet, da beide so unterschiedlich mit ihrer Trauer umgehen.
Ich werde nicht verraten, ob es für Mara ein Happy End gibt, aber sie wird definitv ein Licht am Ende des Tunnels sehen.

Ich finde, Mila Lippke hat viel Mut bewiesen, sich mit diesem Them auseinanderzusetzen und es ist ihr mehr als gelungen, daraus eine ergreifende und mitreißende Geschichte zu machen, über eine Frau, die zunächst verzweifelt, die dann aber aufsteht und kämpft. Wie im Leben ist schließlich nicht alles nur schwarz oder weiß, auch in Maras Trauer gibt es Lichtblicke und überraschend witzige Momente, wie zum Beispiel die Situationen mit dem hässlichen, kleinen Hund Gilbert, den Mara von ihrer Schwester geschenkt bekommt.
Insgesamt ein durch und durch empfehlenswerter Roman.
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TOP 500 REZENSENTam 18. Juni 2012
Dies war mein erstes Buch, das ich von Mila Lippke gelesen habe, wird aber sicher nicht das letzte gewesen sein. Irgendwie hat mich das Buch schon in der Buchhandlung magisch angezogen, letztendlich habe ich es mir auf meinen Kindle geladen und es nicht bereut.

Ja, es ist sehr traurig, es wühlt auf und beunruhigt. Mara bekommt im neunten Schwangerschaftsmonat bei einer Routineuntersuchung mitgeteilt, dass ihr Baby gestorben ist. Sie muss ihr Kind tot auf die Welt bringen. Im Buch wird das Jahr nach dieser Tragödie beschrieben, ihre Trauer, ihre Wut und der absolute Absturz aufgrund ihrer empfundenen Sinnlosigkeit und Ungerechtigkeit des Lebens. Hierbei werden die Gefühle so gut auf den Leser transportiert, dass man es fast körperlich spüren kann.

Vom Anfang bis zum Ende des Buches fiebert man regelrecht mit, ob Mara den Sprung zurück ins Leben schafft. Man freut sich mit ihr über jeden kleinen Fortschritt, leidet bei jedem Rückschlag, möchte am liebsten selbst helfen und die Menschen die sie verletzen zur Verantwortung ziehen. Mich berührten auch zutiefst die Menschen um sie herum, die sie auf ihrem schwersten Weg begleiteten und mit allen Mitteln versuchten ihr zu helfen. Die Personen werden in diesem Buch so gut mit allen Ecken und Kanten dargestellt, dass man oft den Eindruck hat, sie selbst zu kennen. Dies zeugt für mich von einer großen schriftstellerischen Leistung.

Dieses Buch erzeugte bei mir eine tiefe Dankbarkeit, dass ich so etwas nicht erleben musste. Beim Lesen relativierten sich ein paar eingene "Problemchen" von ganz allein. Auch wenn mich das Buch etwas aufgewühlt zurückließ, kann ich es jedem empfehlen. Ich kann mir auch vorstellen, dass die Lektüre dieses Buches Müttern bzw. Eltern und Großeltern hilft, die auch so schlimme Erfahrungen machen mussten, diese Erlebnisse zu verarbeiten.

Fazit: Unbedingt lesen!
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am 19. April 2010
Ich habe mir das Buch anhand von Stöbern in Neuerscheinungen bei Amazon bestellt und habe es dann auch gleich gelesen. Es hat mich sehr beeindruckt, wie gut man sich in die Hauptperson Mara hineinversetzen kann.Mara verliert ihr erstes Kind, eine Tochter wenige Wochen vor der Geburt. Die Trauer ist so echt und stark beschrieben und auch die verschiedenen Empfindungen und Gefühle der anderen Familienmitglieder ist so real und nah, dass man fast selbst in den Roman eintaucht.Ich habe selten ein so gutes und ergreifendes Buch gelesen....volle 5 Sterne von mir an MIla Lippke!!!
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am 24. November 2012
Eine Geschichte einer Frau die nach einem schweren Schicksalsschlag versuchen musste ,zurück ins Leben zu finden.

Inhalt
Mara führt ein wundervolles Leben. Sie ist schwanger, hat einen tollen Mann, namens Klaus und einen guten Job. Doch das wichtigste: Sie ist glücklich, nein überglücklich ,denn seitdem sie von ihrer Schwangerschaft weiß, läuft sie mit einem Dauerlächeln durchs Leben. Bis zu diesem einem Tag, an dem mal wieder eine Routineuntersuchung ansteht. Was Mara noch nicht weiß ist, dass nach diesen paar Minuten , ihr Leben nicht mehr so sein wird wie es einst war...

Charaktere
Mara ist mitte dreißig und glücklich, denn sie ist schwanger und kann es kaum erwarten ihr Mädchen "Finja" in den Armen zu halten. Doch das Schicksal schlägt unbarmherzig zu und Maras Leben beginnt sich um 180 Grad zu drehen. Eine starke,tapfere und sehr sympathische Frau.
Klaus ist Maras Mann, zu Beginn der Handlung war er mir noch sehr sympathisch, doch nach und nach zeigte Klaus, dass er auch Seiten an sich hat, die mir persönlich nicht sehr gefallen haben.
Weitere Charaktere die der Leser kennen und vielleicht auch lieben lernt sind Maras kleine Schwester Simi, eine verrückte,auch vorlaute und dennoch herzensgute Person, sowie Nils ein netter Mann mit dem Mara beim ersten Treffen unsanft zusammenstößt, sich dann aber schnell mit ihm anfreundet.
Alles in allem waren mir alle Charaktere , bis auf Klaus, von Anfang bis Ende sehr sympathisch.

Schreibstil&Aufbau
Mila Lippke hat ein leicht verständliches und flüssig lesbares Buch geschrieben, dass dennoch auch sehr emotional ist und dem Leser mit der Wortwahl die ein oder andere Gänsehaut bescheeren wird.
Die Handlung wurde auf knapp 403 Seiten niedergeschrieben und am Ende findet man eine zweiseitige , sehr rührende ,Danksagung.
Ansonsten ist das Buch in ganz normal Kapiteln ohne "Schnick Schnack" aufgebaut und verläuft chronologisch. Wobei ca. ab der Hälfte, kurze Rückblicke auftauchen, die jeweils nie länger als 1 1/2 sind, und dennoch verwirren könnten wenn man nicht aufpasst, denn sie sind nicht gekennzeichnet. Also Augen auf ;-)

Fazit
Im Großen und Ganzen hat mir dieser Roman sehr gut gefallen. Es gab Momente in denen ich wirklich mit den Tränen kämpfen musste, und auch die ein oder andere Gänsehaut überraschte mich.
Ein Buch das Mut macht und zeigt das man, wie die Protagonistin "Mara" ,auch trotz einiger Dämpfer , nicht aufgeben und weiter machen sollte.
Trotzdem kann ich dem Buch nicht die volle Punktzahl geben, denn auch wenn die Handlung gut anfing und mich sofort mit riss, so ließ sie ab der Hälfte ziemlich nach und war für mich ab da an nicht mehr interessant genug, auch weil viele Dinge vorhersehbar waren. Das Ende war dann aber wieder sehr schön.
Drei Sternchen gibt es für die rührende Geschichte und die äußerst sympathischen Charaktere.
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am 11. August 2013
Auf "Irgendwie mein Leben" bin ich durch Empfehlungen gestoßen, außerdem waren die Rezensionen hier größtenteils sehr positiv. Ich selbst kann mich den vielen positiven Rezensionen nur zu einem gewissen Teil anschließen. Dabei hat mich die Geschichte selbst durchaus sehr berührt. Das Thema Totgeburt zu thematisieren finde ich wichtig und mutig, da es ja für viele Nichtbetroffene doch ein sehr "sperriges" Thema ist, dem viele am liebsten aus dem Weg gehen - und Betroffene lieber gar nicht erst ansprechen, auch wenn dies ihnen helfen würde. Ich finde, dass es der Autorin gut gelungen ist, Maras Gefühle dem Leser zu vermitteln: das Nicht-Wahrhabenwollen, die Wut, die Hilflosigkeit, vor allem die abgrundtiefe Trauer. Gut fand ich auch, dass sie die vielen Aufs und Abs in Maras Trauer zeigt - es gibt immer wieder Höhen und Tiefen, auf fast schon wieder fröhliche Momente kommt, oft durch einen scheinbar "nichtigen" Auslöser, wieder das Tal der Tränen - auf mich wirkte das sehr realistisch. Viele, die ein Baby während oder kurz vor der Geburt verloren haben, müssen sich sicher genau dasselbe anhören, was Mara von Verwandten zu hören bekommt: dass es doch letzten Endes nicht sooo...schlimm sei, da das Kind ja noch gar nicht "wirklich gelebt" habe. Dass dieses Baby für die Mutter schon lange vor der Geburt ein reales Wesen war, verbunden mit Hoffnungen und Träumen, dass eine Beziehung da war, die durch die schmerzliche Erfahrung des Tot-zur-Welt-Bringens noch intensiviert wird, das hat Lippke sehr glaubhaft vermittelt - man merkt, denke ich, dass es ihre eigenen Erfahrungen sind, die hier beschrieben werden. Auch die verschiedenen Reaktionen der Umwelt - einschließlich des eigenen Mannes - werden gut wiedergegeben. Insgesamt fand ich den Roman immer dort gelungen, wo es direkt um die Beziehung zwischen Mara und ihrer Tochter Finja geht.
Leider hat mich allerdings die schriftstellerische Qualität des Romans nicht überzeugt. Mir persönlich war es einfach zu "seicht". Es ließ sich zwar schnell weglesen, war nicht in irgendeiner Weise schwierig, aber ein wenig anspruchsvoller hätte es für mich gerne sein dürfen. Darüber würde ich hinwegsehen, wenn "Irgendwie mein Leben" ein Erfahrungsbericht einer "normalen", schriftstellerisch nicht erfahrenen Frau wäre, die in erster Linie durch das Schreiben ihr Schicksal verarbeiten möchte. Nun ist Lippke aber Schriftstellerin, hat auch andere Romane geschrieben, und da lege ich dann schon eine andere Messlatte an. Für mich las sich der Roman wie ein typischer "Frauenroman" - nur eben mit einem ernsten Thema statt Herzschmerz und Co. Die Formulierungen wirkten auf mich recht flach, wenig originell, nur selten berührend. Auch die Figuren wirkten auf mich leider sehr klischeehaft: ob es die mutige, kämpferische Protagonistin selbst ist, oder ihr ach so toller Mann, der sich dann (erwartungsgemäß) als doch nicht ganz so perfekt erweist, oder die zuerst als so unangenehm emmpfundene kleine Schwester, die natürlich in Wirklichkeit auch ganz anders ist, oder die Figuren Nils und Frank...Wie die Geschichte weitergehen wird, war für mich bereits nach wenigen Seiten klar. Und immer dann, wenn nicht unmittelbar die Beziehung zu Maras verstorbenem Kind im Vordergrund stand, fand ich das Buch belanglos und eher langweilig.
Insgesamt ist "Irgendwie mein Leben" für mich persönlich sicher kein Buch, das mir sehr lange im Gedächtnis bleiben wird. Das mag aber für eine Frau, die ähnliches erlebt hat wie Mara, ganz anders sein. Als Betroffene wird man vielleicht weniger auf die von mir angesprochenen Schwächen achten, sondern sich verstanden und vielleicht auch ein wenig getröstet fühlen.
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am 7. März 2012
Ich habe, seit ich lesen kann, schon unzählige Bücher gelesen. Aus den verschiedensten Genres - mit verschiedensten Inhalten. Aber ich war noch nie, niemals, von einem Buch so durch und durch berührt worden. Während ich jetzt diese Zeilen verfasse empfinde ich so viele Emotionen. Und ich hoffe mit meiner Rezension diesem Buch irgendwie gerecht zu werden.

Ich bin selbst Mutter zweier kleiner Mädchen - und habe hin und her überlegt ob ich es mit diesem Buch "gefühlstechnisch" überhaupt aufnehmen kann. Die Autorin beschreibt hier ein Schicksal, dass einem durch Mark und Bein geht. Was ganz wichtig ist: man muss sich auf dieses Buch wirklich einlassen können, man muss hinabtauchen in die Gefühlswelt und muss es zulassen können. Schafft man das, erhält man hier ein Geschenk.

Es mag vermessen klingen im Bezug auf den Inhalt und dessen schwerer "Kost" wenn man das Wort "Geschenk" benutzt - aber ich, die dieses Buch heute Vormittag angefangen hat und soeben die letzte Seite gelesen hat, ich empfinde es so.

Die Autorin erzählt hier mit so viel Gefühl von dem Verlust eines Kindes - eines Kindes das sehnsüchtig und freudig erwartet wurde. Dessen Schwangerschaft komplikationslos verlief, dass so viel Hoffnung und Licht brachte und das dann kurz vor dem Entbindungstermin still geboren wurde. Sie erzählt von der schier unfassbaren und alles zerreißenden Trauer um ein Kind. Und was ein solcher Verlust alles auslöst, umdreht, aus der Verankerung reißt... Das das Leben, wie man es kannte und zu kennen glaubte, von einer Minute auf die andere nie wieder das gleiche Leben sein wird. Man wandert in diesem Buch durch verdammt tiefe Täler, die nur noch hin und wieder von einem kleine Lichtstrahl erhellt werden. Sie erzählt davon, wie verschieden Menschen mit ihrer Trauer umgehen, wie schwer es oftmals fällt einen Schritt nach dem anderen zu tun - weiter zu atmen - aus dem Albtraum ausbrechen zu wollen. Sie erzählt mit einer so großen Intensität davon, wie die Hauptfigur, die Mutter, mit ganz winzig kleinen Schritten lernt, ohne dieses Kind zu leben. Nur mit den Erinnerungen an dieses kleine Mädchen - und tapfer versucht wieder Fuß zu fassen.

Mir imponierte es so sehr, dass ich selbst an Passagen, wo man denkt: mehr kann ein Mensch doch gar nicht ertragen - so viel Kraft und Liebe herauslesen konnte. Aber was ich am schönsten finde ist, dass dieses Buch mit keinen klischeehaften Happy-Ends um sich wirft. Nein, das tut es wahrlich nicht. Was daran schön sein soll? Dieses Buch steht für die Liebe zu einem Kind - einem Kind das nicht die Chance hatte das 1. Mal zu weinen, gestillt zu werden, groß werden zu dürfen. Dieses kleine Mädchen, das so still und leise geboren wurde, das so gewünscht war in seiner Familie - hat mich gefangen genommen. Und mein Herz zutiefst berührt. Und das macht dieses Buch so schön für mich. Am Ende steht hier immer noch die Liebe zu diesem Kind. Selbst wenn alles andere nicht mehr ist, kein Stein auf dem anderen bleibt, man Tiefschläge einstecken muss, man wieder aufstehen muss: die Liebe zu diesem Kind spürt man bis zum letzten Satz.

Meine Hochachtung und meinen Respekt für die Autorin - welche es geschafft hat, trotz ihres eigenen Schicksals, ein Buch zu schreiben das einem so derartig unter die Haut geht. Das gefühlvollste und schonungsloseste das ich je lesen durfte.
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am 14. Februar 2012
Inhalt

Mara ist überglücklich! Sie ist verheiratet und im 9. Monat schwanger. Ihre Tochter "Finja" soll das Glück perfekt machen. Doch von einem Tag auf den anderen ist nichts mehr wie es war! Bei einer Vorsorgeuntersuchung erhält sie eine erschütternde Diagnose! Ihre gemeinsame Tochter ist gestorben. Für Mara bricht eine Welt zusammen. Klaus flüchtet sich in seine Arbeit, während für Mara die Welt still zu stehen scheint! Nur ganz langsam schafft Mara den Schritt ins Leben zurück. Leider hält dieser kleine Schritt nicht lange an. Immer wieder wird sie mit neuen Schicksalsschlägen konfrontiert! Schafft sie es, auch diese zu überwinden?

Meine Meinung

Ich habe sehr mit mir gerungen!
Lese ich dieses Buch weiter oder höre ich auf? Drei Tage lang habe ich mir diese Frage gestellt! Ich habe mich fürs Weiterlesen entschieden. Und ich bin froh, dass ich mich dafür entschieden habe. Nachdem ich mich erst einmal auf die Geschichte eingelassen hatte, konnte ich auch nicht mehr aufhören zu lesen. Ich habe mit Mara gelitten. Ich glaube, es gibt für eine Mutter nichts Schlimmeres, als sein eigenes Kind zu verlieren.

Die Gefühle, die diese Autorin in diesem Buch rüberbringt, hätten authentischer nicht sein können. Man spürt, dass die Autorin ihre eigenen Erfahrungen in diesem Buch verarbeitet.
Mich hat die Geschichte sehr nachdenklich gemacht. In diesen Momenten merkt man erst, wie glücklich man sein kann, eine gesunde Familie bei sich zu haben.

Aber dieses Buch hat nicht nur traurige Seiten! Es macht auch Mut. Es zeigt Möglichkeiten auf, seine Trauer zu bewältigen und mit ihr zu leben. Sie anzunehmen.

Mara ist mir in diesen 416 Seiten sehr ans Herz gewachsen. Ich habe mit ihr geweint und gelacht. Für mich ist sie eine ganz starke Persönlichkeit, die es schafft, nach solch einem harten Schicksalsschlag ihr Leben wieder in die Hand zu nehmen und am Ende vielleicht doch noch an das große Glück zu glauben!

Danke Mila Lippke für ein sehr bewegendes Buch!
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TOP 500 REZENSENTam 28. September 2010
Mila Lippkes neues Buch "Irgendwie mein Leben"hat mich tief berührt und eine Saite in mir zum klingen gebracht,die seit langem ruhig war. Es ist mit soviel Herzblut und Empathie geschrieben, dass ich mir vorstellen kann , dass es autobiographische Züge aufzeigt.

Mara ist Ende zwanzig, glücklich verheiratet und freut sich mit ihrem Mann zusammen auf ihr erstes Kind. Bei der letzten Ultraschalluntersuchung stellt die Ärztin dann den Tod des Kindes fest, einige Wochen vor dem errechneten Geburtstermin. Für Mara und Klaus bricht eine Welt zusammen.Das traumatische Erlebnis führt dazu, dass Mara sich vollkommen von der Welt abkapselt und sogar die Beziehung zu ihrem Mann in Frage stellt.

Der Leidensweg einer Frau nach so einem traumatischen Erlebnis ,wie Mara es hier erlebt hat, wird von der Autorin einfühlsam und gut nachvollziehbar in Szene gesetzt. Die einzelnen Trauerphasen die sie duchlebt und die Verzweiflung,der Neid und die Wut, die dieses Ereignis in ihr auslöst, kommen gut rüber.Was mir aber auch ausgesprochen gut gefallen hat,ist die Beschreibung der Beziehung zwischen Mara und ihrem Mann. Jeder hat eine andere Art mit diesem Schicksalsschlag umzugehen, vielleicht ist es geschlechtsspezifisch,aber vielleicht liegt es auch an unserer Erziehung, wie Menschen ihre Gefühle zeigen, oder auch nicht zeigen. Klar wird hier nur, dass man die Trauer eines jeden respektieren soll und dass der Partner in solcher einer Situation nicht helfen kann, da er selbst betroffen und hilflos ist.Manche Paare schweißt so ein Erlebnis zusammen, andere zerbrechen daran.
Doch wer diese Verzweiflung und dieses unabänderliche Schicksal lernt anzunnehen, der geht als starke Persönlichkeit daraus hervor und diesem Menschen machen viele Sachen dann keine Angst mehr, da er erfährt, wie stark er sein kann.

Ein Buch , das mein tiefstes Innerstes berüht hat und das ich bestimmt nicht vergessen werde.
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