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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kreativ, fesselnd, hart: Sehr gut erzählter Thriller
Spiegel-Bestseller? Ausgezeichnet mit dem Friedirch-Glauser-Preis 2010? Das ist alles ein bißchen an mir vorbei gegangen, deshalb fiel mir "Sorry" von Zoran Drevenkar erst durch Empfehlung in die Hände. Ich war anfangs etwas skeptisch, ob es sich nicht um die 0815-Massenthrillerware handelt, mit welcher der Markt derzeit überflutet wird. Doch...
Vor 22 Monaten von Patrick Gelhausen veröffentlicht

versus
28 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schuld und Sühne im 21. Jahrhundert
In Zoran Drvenkars neustem Roman geht es vorwiegend um Schuld und die Sühne. Können Außenstehende Schuld anderer übernehmen, ist moderner Ablasshandel möglich? Ist es mit einem lapidaren "Sorry" getan? Inwiefern kann Schuld überhaupt gesühnt werden?

Vier junge Menschen, Frauke und Tamara, sowie die beiden Brüder Kris...
Veröffentlicht am 24. Februar 2009 von Bibliophile


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kreativ, fesselnd, hart: Sehr gut erzählter Thriller, 24. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sorry: Thriller (Taschenbuch)
Spiegel-Bestseller? Ausgezeichnet mit dem Friedirch-Glauser-Preis 2010? Das ist alles ein bißchen an mir vorbei gegangen, deshalb fiel mir "Sorry" von Zoran Drevenkar erst durch Empfehlung in die Hände. Ich war anfangs etwas skeptisch, ob es sich nicht um die 0815-Massenthrillerware handelt, mit welcher der Markt derzeit überflutet wird. Doch glücklicherweise macht das Buch schon auf den ersten Seiten klar, dass es ganz und gar nicht gewöhnlich ist. Zum Setting:

Die vier Berliner Freunde Kris, Wolf, Frauke und Tamara beschließen aus gemeinsamer Perspektivlosigkeit heraus, eine "Agentur für Entschuldigungen" zu gründen. Der Klient bezahlt und das Team übernimmt die Entschuldigung, die der Auftraggeber ausgesprochen haben möchte. Das auf den ersten Blick merkwürdig anmutende Geschäftsmodell entpuppt sich als Geniestreich und schon bald haben die Freunde alle finanziellen Sorgen hinter sich gelassen. Doch das süße Leben findet ein abruptes Ende, als Wolf bei einem Routineauftrag eine grausig zugerichtete Leiche vorfindet. Und es kommt noch schlimmer: Die Agentur soll sich im Auftrag des Mörders bei der Leiche entschuldigen... Und damit beginnt ein mörderisches Katz- und Mausspiel, welches sowohl unsere Protagonisten als auch den Leser in Atem hält.

Was einem bei der Lektüre von "Sorry" schon sehr früh auffällt, ist der ungewöhnliche Stil mit den Drvenkar diese Geschichte erzählt. Dabei wechselt er nicht nur zwischen verschiedenen Zeitsträngen (Die er aber freundlicherweise kennzeichnet), sondern auch die Perspektiven. Besonders interessant: Neben den Sichtweisen der vielen Charaktere gibt es auch eine Perspektive, in der der Autor den Leser stets direkt mit "Du" anspricht. In wessen Rolle der Leser da aber eigentlich schlüpft, bleibt ein weiteres Rätsel, welches es am Ende zu lüften gilt.
Diese Art der Erzählung ist am Anfang etwas verwirrend, jedoch gewöhnt man sich sehr schnell an diese Kniffe. Und dann geht das Konzept in meinen Augen voll auf: Alles fügt sich sehr spannend und pfiffig erzählt wie ein Mosaik zusammen.

Günstig wirkt sich hier auch die Atmosphäre aus, die Drvenkar generiert: Es gelingt ihm sehr gut, den Charme von Berlin im 21. Jahrhundert einzufangen und die Situation der Charaktere irgendwo zwischen urbaner Hoffnungslosigkeit und Alltagswelt zu skizzieren. Deutsche Lesern gelingt so ein deutlich schnellerer und fesselnderer Einstieg in die Erzählwelt, als das beispielsweise bei Anglo-Amerikanischen Werken der Fall wäre. Prima ist auch, wie fließend, rethorisch ausgeprägt und authentisch der Schreibstil von Drvenkar den Leser durch die Seiten führt.

Bei der Story an sich gibt sich der Autor ebenso wenig Blöße. Die Grundidee ist kreativ, die Entwicklung der Geschichte ist selbst für einen "erfahrenen" Leser wie mich sehr schwierig vorauszuahnen gewesen. Gerade die Auflösung empfinde ich als stark und auch ein Stück weit ergreifend. Dabei sei aber auch erwähnt, dass "Sorry" an manchen Stellen erstaunlich brutal ist. Drvenkar bezieht harte Themen wie Kindsmissbrauch in seine Geschichte ein und stellt diese explizit dar. "Sorry" wird in seiner Storyentwicklung am Ende wesentlich "boshafter", als ich es am Anfang erwartet hätte. Zartbesaitete Leser seien an dieser Stelle also gewarnt: Das muss nicht jedermanns Geschmack sein.

Darüber hinaus fällt mir als Kritikpunkt lediglich das gelegentliche Logikdefizit auf, was die ansonsten so authentisch aufgebaute Welt ein wenig durchbricht. Auch wenn der Autor sich um Erklärungen bemüht, sind viele Entscheidungen der Protagonisten in meinen Augen nur sehr, sehr schwer nachvollziehbar. Auch die Motivation der "Bösewichter" bleibt auf den insgesamt knapp 400 Seiten leider etwas auf der Strecke - Ihre Rolle in diesem Buch wirkt am Ende ein wenig konstruiert. Schade!

Fazit:

Am Schluss bleibt "Sorry" aber ein sehr gutes Buch. Es handelt sich nicht um einem Thriller, der mit Action durch die Seiten hetzt, sondern es wird mit Charakteren und Emotionen Spannung aufgebaut. Es ist erstaunlich, dass Zoran Drvenkar so nahtlos zwischen Kinderbüchern und knallharten Thrillern umschalten kann.
Empfehlen kann ich "Sorry" vor allem Freunden von Nervenkitzel mit deutschem Setting. Aber selbstverständlich können auch allgemein Thriller-Fans bedenkenlos zugreifen, sofern sie nicht zu zart besaitet sind. Es bleiben für mich am Ende gute 4 Sterne und der Vorsatz, auch anderen Werken des Autors mal eine Chance zu geben!
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45 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schuldfrage, 12. Februar 2009
Von 
Stephanie Philipp "stephi0187" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Sorry (Gebundene Ausgabe)
Schuld ist ein Thema, mit dem jeder Mensch früher oder später in Berührung kommt. Nicht wenige Menschen brechen unter der Last der Schuld zusammen und einige von ihnen sehen schließlich nur noch Auswege, die sich nur schwer bis gar nicht mit den Interessen anderer Menschen vereinen lassen.

Ein solcher Fall wird dem Leser in "Sorry" von Zoran Drvenkar präsentiert. In einem ersten Kapitel, was auch dem thrillererprobten Leser den Angstschweiß auf die Stirn treibt, wird ein brutaler Mord an einer Frau in allen Einzelheiten und sehr bildlich beschrieben.
Im weiteren Verlauf des Buches baut der Autor dann eine Geschichte um vier Freunde auf, die mit einer besonderen Geschäftsidee erfolgreich in die Selbständigkeit starten - einer Agentur, die sich stellvertretend für den Auftraggeber bei gewünschten Personen entschuldigt. Alles läuft reibungslos, bis sie den Auftrag erhalten, sich bei einer Toten zu entschuldigen. Von diesem Moment an befinden sie sich in einem Strudel aus Gewalt, Angst, Drohungen und Pflichtbewusstsein.

Dies allein wäre schon spannend genug, wenn nicht die ständig stattfindenden Wechsel der Erzählperspektive verdeutlichen würden, dass die Identität des Mörders mehr als fragwürdig ist und er eigentlich gar nicht mehr existieren dürfte.
Drvenkar erzählt die Geschichte abwechselnd aus der Sicht der Freunde, aus der Sicht des Mörders und aus der Sicht einer dritten Person, deren Identität erst ziemlich weit am Ende deutlich wird. Durch die Perspektiv- und damit verbunden auch die Zeitwechsel (und Rückblicke), erlebt der Leser die gleiche Szene unter Umständen mehrmals aus verschiedenen Blickwinkeln. Dies ermöglicht es gerade am Ende zum Teil, Schlüsse zu ziehen, dennoch bleibt die Spannung bis zur letzten Seite erhalten.

Der Autor versteht es, die Situationen der Handlung und die Stimmungen der Personen sehr detailliert und greifbar zu beschreiben, wodurch man als Leser von Beginn an immer weiter lesen muss. Der bereits erwähnte fulminante Einstieg macht das Buch bereits zu einem Lesehighlight - auch wenn teilweise brutale, erschreckende und furchtbare Szenen beschrieben werden (Stichwort: Kindesmissbrauch) und sich mir beim Lesen des Öfteren der Magen umdrehen wollte. Dieses Buch ein absoluter Buchtipp und somit absolut empfehlenswert.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Außergewöhnlich!, 26. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Sorry: Thriller (Taschenbuch)
Endlich mal wieder ein Buch das nachwirkt. Keines, welches man liest und wieder vergißt. Ein paar Seiten braucht man um sich an den Schreibstil zu gewöhnen aber die extrem hohe Spannung ist von Anfang an da. Dieses Buch verdient einen Platz in meiner Bücherwand. BRAVO!
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28 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schuld und Sühne im 21. Jahrhundert, 24. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Sorry (Gebundene Ausgabe)
In Zoran Drvenkars neustem Roman geht es vorwiegend um Schuld und die Sühne. Können Außenstehende Schuld anderer übernehmen, ist moderner Ablasshandel möglich? Ist es mit einem lapidaren "Sorry" getan? Inwiefern kann Schuld überhaupt gesühnt werden?

Vier junge Menschen, Frauke und Tamara, sowie die beiden Brüder Kris und Wolf, haben eine vermeintlich geniale Geschäftsidee. Gegen Bezahlung wollen sie sich für andere Menschen entschuldigen. Schnell hat ihre Agentur einen gut zahlenden Kundenkreis. Manager, die ein schlechtes Gewissen gegenüber entsorgten Mitarbeitern, verlassenen Expartnerinnen usw. haben und sich mit diesen "Problemen" nicht mehr selbst beschäftigen möchten. Alles scheint bestens zu laufen, bis sie sich eines Tages bei einer brutal ermordeten Frau entschuldigen sollen...

"Sorry" ist keine einfache Lektüre, weder sprachlich noch inhaltlich. Häufige Perspektivwechsel und Zeitsprünge sind anfangs etwas verwirrend, die Brutalität mancher Szenen erschreckend und für meinen Geschmack allzu detailliert beschrieben. Ohne diese Szenen hätte ich "Sorry" vermutlich in einem Zug durchgelesen, so fesselnd ist es geschrieben.
Drvenkars präzise und knappe Schilderungen ließen Bilder in meinem Kopf entstehen, die Figuren lebendig werden. Sehr ungewohnt ist, dass der Leser mit "du" angesprochen wird und in die Position des Mörders versetzt wird. In anderen Kapiteln ist der Leser dann mit dem Erzähler Beobachter und bleibt so stets Beteiligter der Geschichte.

In diesem ungewöhnlichen Psychothriller spielt die Polizei nur eine Nebenrolle. Die Spannung wird durch den Einblick in die Abgründe menschlicher Seelen und zwischenmenschlicher Beziehungen erzeugt, sowie durch das Verhalten von Menschen unter extremer psychischer und körperlicher Belastung. Wer ist Täter und wer Opfer? Die Beantwortung dieser Frage ist bei "Sorry" nicht so leicht, wie es anfangs scheint.

Störend fand ich die konsequente Verwendung von ß statt ss, sogar bei Boss und Business, sowie die fehlenden Satzzeichen bei wörtlicher Rede.

"Sorry" fragt nach Schuld und Moral und überlässt die Beantwortung dieser Fragen dem Leser. Ein beeindruckendes Buch, das ganz anders endet als erwartet und die Leser nicht nur deshalb noch lange beschäftigt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Verstörender Thrill - aber weniger wäre mehr gewesen, 1. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Sorry: Thriller (Taschenbuch)
Sorry ist ein verstörender Thriller für Bücherfans, die das Ungewöhnliche lieben und mit Krimis nach Schema F nicht (mehr) so viel anfangen können.
Das Buch hat alle Qualitäten eines genialen Page-Turners (ungewöhnlicher Plot, eigenwilliger Sprachstil, bizarre Wendungen, keine konventionelle Helden) - man kann es nicht mehr weglegen, wenn man sich auf die Story eingelassen hat.

Aber was die Einen lieben und regelrecht verschlingen, müssen Andere noch lange nicht mögen. Ich beispielsweise mag dieses Buch als schnellen und harten Thriller. Allerdings hätte "Sorry" auch das Potential für mehr gehabt. Der Plot hätte bei mehr psychologischer Tiefe und einem etwas differenzierterem Umgamg mit dem Thema ein außergewöhnlicher Psychothriller der Extraklasse werden können. Das war offensichtlich aber nicht geplant, und das ist auch völlig in Ordnung.

Die Auflösung in "Sorry" wirkt für mich dann etwas überladen - etwas weniger wäre da mehr gewesen. Trotzdem bleibt ein großes Lesevergnügen. Vielleicht hat es einen solchen Spannungsautor in Deutschland bislang noch nicht gegeben, und ich werde auch andere Romane des Autors lesen...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Verstörend, 20. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sorry: Thriller (Taschenbuch)
Als ich dieses Buch kaufte, wusste ich nicht, dass das eigentliche Thema nicht die Agentur "Sorry" und deren Auftrag, sich bei Leichen zu entschuldigen, sondern Kindesmissbrauch ist. Ein furchtbares Thema, über das ich hier ja nichts sagen muss und will. Schlimm genug, dass es so etwas überhaupt gibt.
Die eigentliche Handlung über die Gründung der Agentur und deren Verlauf und so weiter wird sehr kurz behandelt und fällt auch recht schnell in den Hintergrund.
Das Buch lässt sich flüssig lesen. Der Schreibstil ist ok, manchmal finde ich die Handlung allgemein ein bisschen unlogisch. Vor allem: Wie können so viele Leichen versteckt, transportiert werden und so weiter ohne dass irgendjemand, vor allem die Polizei nicht merkt, dass da Leute fehlen, dass Leichen in der Gegend rumgefahren werden?
Deshalb ein wenig Abzug von mir.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erwartungen nicht ganz erfüllt!, 3. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Sorry (Gebundene Ausgabe)
Ich muss sagen, an "Sorry" von Zoran Drvenkar hatte ich sehr hohe Erwartungen. Leider wurden die nicht ganz erfüllt!

Dieser Roman handelt von den vier Freunden Frauke, Tamara, Kris und Wolf, die eine Agentur namens "Sorry" gründen. Diese Agentur ist für Entschuldigungen zuständig. Firmen können sich beispielsweise über "Sorry" bei Mitarbeitern entschuldigen, die sie kündigen mussten. Die vier Freunde haben großen Erfolg mit ihrer Geschäftsidee, bis sie einen Auftrag erhalten, der sie zu tiefst erschüttert! Sie sollen sich bei bei einer Leiche entschuldigen. Der Auftrag kommt vom Mörder udn er hat für die Freunde noch mehr geplant...

Die Geschichte gefiel mir sehr gut, es war wirklich sehr spannend! Nur leider konnte ich mit dem Schreibstil nicht viel anfangen. Mich hat sehr gestört, dass die Anführungszeichen der wörtlichen Rede gefehlt haben! Auch die Sichtweise, aus der die Handlung erzählt wurde, wechselte immer wieder. Sei es zwischen den Freunden, dem Mörder oder einer anderen Person. Die zeitlichen Sprünge der einzelnen Kapitel gefielen mir ebenfalls nicht so gut! Schade, sonst wäre es die volle Punktzahl geworden ;-)
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27 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zuviel des Guten!, 20. Februar 2009
Von 
Hamlet - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Sorry (Gebundene Ausgabe)
Eigentlich möchte ich für das Buch gar keine Wertung abgeben und kann meine Empfindungen auch nur schwer in Worte fassen. Zoran Drvenkar mutet seinem Leser einiges zu, vielleicht werde ich auch nur dünnhäutiger mit der Zeit:

Ich weiss nicht, in wie weit der Autor Anleihen bei literarischen Vorbildern genommen hat, aber Dennis Lehane hat in "Mystic River" (ebenfalls veröffentlicht unter "Spur der Wölfe") das gleiche Motiv wesentlich subtiler behandelt. Im Gegensatz dazu kommt Drvenkar mit dem Holzhammer daher und schildert die gewalttätigen Perversionen absolut detailverliebt und dermaßen drastisch, dass ich mehr als einmal kurz davor stand, das Buch zuzuklappen.

Der Stil ist allerdings auch gänzlich anders als bei Lehane: Drvenkar erzählt im Präsens und aus unterschiedlichen Perspektiven, schafft es dadurch aber nie, dass sich beim Leser eine entsprechende Distanz aufbaut. Die Geschichte legt dadurch ein hohes Tempo vor und zieht den Leser tief hinein. Aber vielleicht ist das auch so gewollt, um die Emotionen des Lesers anzusprechen und zu fesseln.

Natürlich ist Kindsmissbrauch immer ein Thema, das sehr stark emotional besetzt ist. Aber gerade hier hätte ich mir mehr Fingerspitzengefühl von dem Autor erwartet. Und ich kann mich nur einem meiner Vorschreiber anschließen: Ich mache mir ernsthaft Gedanken um die Seelenzustände von Herrn Drvenkar!
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Äußerst originell und spannend!, 12. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Sorry: Thriller (Taschenbuch)
Ich habe das Buch spontan gekauft, ohne vorher etwas darüber gehört zu haben. Und es hat sich echt gelohnt. "Sorry" von Zoran Drvenkar ist einer der besten Thriller eines deutschsprachigen Autoren, den ich in den letzten Jahren gelesen habe.

Der Story ist originell erdacht und fesselnd erzählt. Drvenkars Sprache ist deutlich, klar, ohne viel Schnörkel. An den Schreibstil musste ich mich erstmal gewöhnen. Aber dann war ich davon fasziniert. Der Autor spricht den Leser in vielen Kapiteln direkt mit Du an, wodurch eine fast unangenehme Nähe erzeugt wird. Der Leser wird mitten in die Story katapultiert. Hier beobachtet man das Leben der vier Hauptfiguren, wobei hier die Krimihandlung oft in den Hintergrund tritt.

Mich hat "Sorry" echt begeistert. Für mich ist dieses Buch durch den originellen Schreibstil des Autors so besonders geworden. Von mir eine absolute Leseempfehlung!
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12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sorry, aber das ist nichts für schwache Nerven, 30. März 2009
Von 
Chaostante - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Sorry (Gebundene Ausgabe)
Du.
Du wirst ein Teil dieses Buches sein.
Du bist der Mörder und das wird dir gleich mit Unbehagen klar.
Das Buch ist in mehrere Erzählperspektiven gegliedert. Aus der Sicht der vier Freunde, aus deiner Sicht und aus der Sicht eines Mannes der nicht da war. Erschreckend, oder?. Dann gibt es noch verschiedene Erzählformen: die Vergangenheit und die Gegenwart, die mit Kapiteln in "Davor" und "Danach" betitelt werden.
Dieser Perspektivenwechsel und die Erzählformen machen diesen Thriller noch spannender und man ist wirklich ein Teil davon.

Kurz bevor Du in das Leben der 4 Freunde (Tamara, Frauke, Wolf und Chris) blicken darfst sind sie Anfang 30 und noch voller Zuversicht etwas aus ihrem Leben zu machen. Du bist mit dabei als die vier Jung-Berliner die Idee für die Agentur haben. Eine Agentur, die sich für andere entschuldigt. Aus welchem Grund man auch immer nicht vermag Sorry" zu sagen , diese vier Freunde übernehmen das für dich. Anfangs scheint es auch wirklich gut zu laufen, die Aufträge stapeln sich und so arbeiten die Freunde ausschließlich nur noch für große Auftraggeber. Und dann trittst du in das Spiel, aber noch sind deine Absichten völlig unklar.
Gerade ist Wolf in deinem Auftrag unterwegs, er soll sich in deinem Namen bei einer Frau entschuldigen. Doch mit dem Betreten des Hauses in dem die Frau angeblich wohnen soll, ändert sich alles für die Freunde.
Die Wohnung ist offen und als Wolf diese betritt sieht er die Frau an der Wand hängen, mit Nägel in den Handflächen und einem in der Stirn.an die Wand genagelt.

In dem Buch geht es um Schuld, und ob man diese einfach so abstreifen kann. Sorry und dann sei dir vergeben. Du findest das anmaßend?
Das Geheimnis dieses Thrillers bleibt bis zum Schluss gewahrt und wenn du die letzte Seite umblätterst und die restliche Zeit mit Tamara und Chris verbringst verstehst du.

Ich habe lange überlegt wie ich dieses Buch bewerten soll.
Gar keinen Stern, weil es so verstörend ist und dich völlig verwirrt und ängstlich hinterlässt?
Oder fünf Sterne, weil dich der Autor erreicht hat, dich zum Nachdenken angeregt hat.
Dazwischen gibt es für mich nichts. Ich habe mich für die fünf Sterne entschieden. Zoran Drvenkar hat es geschafft mich derart zu berühren, auch wenn ich bei manchen Kapiteln beim lesen gern die Augen verschlossen hätte. Die Gewalt in diesem Buch ist nicht etwa detailliert beschrieben, nein. Aber der Autor vermag es unsere Phantasie in Angst und Schrecken zu versetzen.
Immer noch setze ich mich mit dem Autor auseinander und versuche die Motivation hinter diesem Roman zu verstehen.
Er selbst sagt, dass er eines Nachts von diesem Plot geträumt hat. Aber das Schreiben an diesem Thriller hat selbst ihn verstört.

Sorry, aber das ist nichts für schwache Nerven.
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Sorry: Thriller
Sorry: Thriller von Zoran Drvenkar (Taschenbuch - 12. Mai 2010)
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