Kundenrezensionen

53
4,3 von 5 Sternen
Elchtest: Ein Jahr in Bullerbü
Format: TaschenbuchÄndern
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45 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ein Deutsch-Schwede, den die journalistische Arbeit als Skandinavien-Korrespondent in die Heimat seiner Mutter verschlagen hat, berichtet aus seinem Lebensalltag mitsamt Frau und neugeborener Tochter in Stockholm.

Durch seine Abstammung besitzt er sowohl den distanzierten Blick eines Einwanderers, hat aber gleichzeitig genügend Einblick in schwedische Gepflogenheiten und ihre Hintergründe, um beidermaßen subjektiv und objektiv urteilen zu können.

Bei dieser Gelegenheit räumt er mit diversen liebgewonnenen Vorurteilen über unser Nachbarland auf, nimmt ein paar typisch deutsche und schwedische Eigenheiten unter die Lupe und meistert das Kunststück, der neuen Heimat mit allen Eigenheiten liebevoll-kritisch zu begegnen. Das Ganze ist äußerst unterhaltsam und humorvoll beschrieben und macht dieses Buch sehr lesenswert und informativ zugleich.

Letztendlich mag Schweden im Alltagsleben nicht die Bullerbü-Romantik aufweisen, die man als Urlauber und Kinderbuchleser dort vermutet. Es muss trotzdem ein gutes Land zum Leben sein, denn der Autor beantragt dem behördlichen Zentralcomputer zum Trotz die schwedische Staatsbürgerschaft.

Was mir besonders gut gefallen hat, ist der kleine informative Exkurs über das Leben von Astrid Lindgren, der mich sehr tief berührt hat, sowie die Eskapaden des unvermeidlichen Trekkingtouristen Werner mit seinen Survivaltouren.

Alles in allem ein sehr gut lesbares Buch für ein paar vergnügliche Stunden und nicht nur empfehlenswert für alle Anhänger des Möbelschweden oder den klassischen Südschwedenurlauber.
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41 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. März 2010
Ein Buch für alle die schon mit Schweden zu tun hatten, und sei es auch nur durch ein bekanntes Möbelhaus mit 4 gelben Buchstaben oder die Vorurteile beseitigen oder bestätigt haben möchten. Ich als Skandinavienfreund habe mich in vielen der beschriebenen Situationen sofort wiederentdeckt und dabei herzlich gelacht. Schön, das auch immer wieder zum Vorschein kommt, das nicht alles Gold ist was glänzt. Es wird nichts glorifiziert oder niedergemacht sondern von allen Seiten mit Humor beleuchtet.
Situationen wie das Ziehen von Wartenummerscheinen in einer leeren Bäckerei in der man dann süßes Brot kaufen und danach mit salziger Butter bestreichen kann lassen immer wieder erkennen wie groß die Unterschiede zu unserem (fast) Nachbarland sind.

Wer einfach unterhaltsame, amüsante Lektüre sucht ist hier genau richtig.

Unbedingt lesenswert und darum 5 Sterne von mir.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. September 2010
Ich habe dieses Buch ganz "authentisch" im Schweden-Urlaub gelesen und war von der Lektüre begeistert. Überzeugt hat mich vor allem der wirklich lockere witzige Schreibstil des Autors, der mich häufig zum Lachen gebracht hat.
Wenn man zum Frühstück süßes Brot essen muss (in Ermangelung einer anderen Sorte) und wenn der Nachbar im Ferienhaus einen Hecht von seiner Angeltour nach Hause bringt - dann ist man einfach mittendrin in Schweden und mittendrin in diesem Buch, das mit einigen Vorurteilen der Wikinger aufräumt und auch einige ihrer Marotten erläutert. Der Blick hinter die schwedische Fassade ist sehr erleuchtend und durch die nette Geschichte einfach liebevoll verpackt.

Was mich dann aber erstaunt hat:
Zum Ende meines Urlaubes habe ich mit dem Vermieter meines Ferienhauses (Deutscher, der vor vier Jahren nach Schweden ausgewandert ist) über das Buch gesprochen und ihn gefragt, ob es mit der schwedischen Bürokratie wirklich so dramatisch ist, wie in diesem Buch beschrieben. Er hat bestätigt, dass ohne die zehnstellige Personennummer wirklich nichts geht. Aber ansonsten meinte er, sei alles um ein Vielfaches einfacher als bei uns: "Auto zulassen per SMS, Steuererklärung für das eigene Unternehmen in ein paar Minuten über das Internet, keine Behördengänge, sondern alles online usw." ... ob dieser Aussage war ich dann doch etwas überrascht und vermute einfach, dass der Autor (um der guten Story willen) einfach teilweise ein wenig dick aufgetragen hat. Dafür habe ich ein Sternchen abgezogen!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Januar 2011
Ich lese ausgesprochen gern Reise- und Korrespondentenberichte. Leider kann Herr Herrmann das nicht halten, was andere SZ-Korrespondenten schon vollbracht haben: einerseits die Darstellung des Einlebens in einem fremden Land, andererseits das Näherbringen dortiger Eigenheiten über die bekannten Klischees hinaus und all dies angereichert mit Geschichten aus dem ganz privaten Umfeld.

All dies kommt zwar vor, aber die Mischung stimmt nicht. Mir fehlten viele unterschiedliche Geschichten zum Leben in Skandinavien. Stattdessen wurde der Ablauf der Behördenabläufe in Bezug auf die zweite Staatsangehörigkeit des Autors sowie das Kita-Leben viel zu langatmig und ausführlich geschildert. Sicherlich mag das den Autoren selbst stets beschäftigt haben, aber wie er im Anschluss an das Buch selbst schreibt, wurden Dinge dramaturgisch verändert und zugespitzt. Nur leider in diesen Bereichen nicht. Sie nehmen - gefühlt - mindestens ein Drittel des Buches ein. Mich nervte das zunehmend und nahm mir das Vergnügen.

Abschließend sei noch angemerkt, dass selten einmal das Gefühl durchkam, dass es dem Autoren in Schweden wirklich gefällt. Der Anteil kritischer Anmerkungen war doch sehr hoch. Ich kann das nicht selbst beurteilen, da ich noch nie in Schweden war, gegenüber anderen Reiseberichten viel es mir jedoch auf. Kritiklose Berichte möchte ich auch nicht, aber zumeist haben Korrespondenten eine berufliche Neugier und Begeisterung für "ihr" neues Land. Das kam hier nicht durch. Vielleicht entsprach dies aber auch der Realität.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Gunnar Herrmann ist Journalist und Halbschwede und seine Arbeit verschlägt ihn in die schwedische Hauptstadt Stockholm. Mit Frau und neugeborener Tochter geht es auf in die neue Heimat und ihre Eigenarten.

Lange, dunkle Nächte, ungewohnte Wohnungspolitik, Sprachkurse, Kinderbetreuung und natürlich auch IKEA werden mit jeder Menge Humor aber auch durchaus informativ beschrieben, mit deutschen Eigenarten und Klischees verglichen und kritisch beäugt. Man hat wirklich Spaß beim Lesen, vor allem, da der Autor einen sehr flüssigen Schreibstil besitzt.

Ich kann das Buch nur empfehlen - nicht nur etwas für ausgewiese Schwedenfans, sondern für jeden, der ein paar Stunden guter Unterhaltung sucht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. März 2011
Wow, also ich habe selten ein "Kulturbuch" gelesen, das so unterhaltsam und kurzweilig ist und dabei auf charmante Art so viel über Schweden und sein Völkchen vermittelt! :-) Über länderspezifische Eigenheiten zu informieren, kann schnell zum Ratgeber ausarten. Hier lernt man dagegen unheimlich viel über das Leben dort - z.B. auch interessant für Auswanderer - und es ist viel eher als würde man ein schönes Unterhaltungsbuch lesen. Absolute Kaufempfehlung für Skandinavien- oder Kulturinteressierte!!! ;-)
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Oktober 2010
Ich habe das Buch von Freunden geschenkt bekommen und es direkt angefangen zu lesen. Als Halbschwedin habe ich mich in jeder Situation wiedergefunden. Vor allem die Geschichte mit dem Pass. 1 zu 1. Es ist einfach zum kringelig Lachen, wie er die Schweden, Ihre Traditionen und Ticks so liebevoll und urkomisch beschreibt. Ich ertappe mich auch immer, meinen Freunden gegenüber Schweden zu glorifizieren. Es hat riesig Spaß gemacht es zu lesen. Ich kann es allen empfehlen, die ein Herz für Schweden haben, aber auch mal dahinter schauen möchten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. August 2010
In der gleichen Reihen bei Ullstein hatte ich schon "Das kommt mir spanisch vor" von Andrea Parr gelesen und das Buch war wirklich schlecht geschrieben, sodass ich Befürchtungen hatte als ich "Elchtest" angefangen habe (beide Bücher hatte ich gleichzeitig gekauft) aber meine Sorgen waren unbegrundet:
"Elchtest" finde ich sehr gut, es ist gut geschrieben und liest sich wie ein Roman. Dabei erfährt man viel über Schweden.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. April 2010
Die Geschichte handelt von dem "Halbschweden" Gunnar, der von seiner Zeitung als Nordeuropa Korrespondent nach Stockholm geschickt wird. Seine Frau und seine kleine Tochter folgen ihm bald.
Auf besonders sympathischer Art beschreibt der Autor seine ersten Gehversuche als "echter Schwede". Ob der Möbelkauf bei Ikea, die Haussuche am Stadtrand oder die Erfahrungen mit schwedischen Behörde, alles ist mit viel Witz und Intelligenz beschrieben.
Dieses Buch wurde mir zu keinem Zeitpunkt langweilig!
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am 6. Januar 2013
Gunnar Herrmann ist Halbschwede und freut sich als solcher, als seine Zeitung ihn nach Schweden versetzt. Meint er doch, das Land und seine Gebräuche und Gewohnheiten zu kennen. Doch seine Frau, seine gerade geborene Tochter Laura und er müssen schnell feststellen, dass Schweden gar nicht immer so einfach durchschaubar ist und gerade die Bürokratie von der undurchbrechbaren Macht des "Det ordnar sig" beherrscht wird...

Nachdem meine Eltern und eine Freundin das Buch jetzt schon vor mir gelesen hatte, wurde es höchste Zeit, dass ich es mir endlich zu Gemüte führe und so durfte es als Reiselektüre mit nach Wien. Und es hat mich nicht enttäuscht: Gunnar Herrmann beschreibt den schwedischen Alltag mit seinen bürokratischen und sonstigen Eigenheiten sehr detailliert, aber nicht trocken. Er erklärt, wie die Dinge in Schweden funktionieren, wie man einen Pass bekommt, warum man für eine Wohnung in der Schlange stehen muss und wie Schweden im Allgemeinen und im Besonderen ticken.

Es zeigt sich, dass ein verlorener schwedischer Pass für die Einbürgerung eine größere Katastrophe darstellt, als Gunnar Herrmann sich je vorgestellt hätte. Dagegen sind die Anfangsschwierigkeiten seiner Frau, die im Dezember zu ihm nach Stockholm zieht und erst mal mit der Dunkelheit kämpfen muss, fast noch ein Klacks. Allerdings ist es sehr amüsant zu beobachten, wie Gunnar sich mehr und mehr an das schwedische "Det ordnar sig" ("Das ordnet sich", "wird schon alles irgendwie gut gehen"Smiley4 gewöhnt.

Nicht zu kurz kommen auch die Beschreibungen von Weihnachten und vor allem Mittsommer. Anschließend weiß man als Tourist, was einen erwartet, wenn man in der jeweiligen Zeit im Lande ist.

Fazit: Ein amüsanter Einblick in das Leben der Schweden und die Unterschiede, die es zwischen Bullerbü und der Realität, aber auch zwischen Schweden und Deutschland gibt.
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