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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ...nur bedingt ohne Schatten
Gibt es das, eine Nacht ohne Schatten? Es ist eine Metapher für das Fehlen jeglichen Lichts. Ein Bezug zu dem traurigen Los der von der russischen Mafia eingeschleusten Frauen, die recht- und mittellos zur Prostitution gezwungen werden.
Die Handlung um dieses brisante Thema ist u. a. im Kölner Künstlermlieu angesiedelt, Täter wie Opfer entstammen,...
Veröffentlicht am 28. September 2010 von Lu Latsch

versus
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Judith die Dritte
Judith Kriegers dritter Fall handelt von Zwangsprostitution, Gewalt gegen Frauen und natürlich Mord. Der Zugführer einer S-Bahn wird erstochen auf einem abgelegenen Rangierbahnhof gefunden, und bald wird auch die dem Bahnhof gegenüber liegende Pizzeria niedergebrannt, wobei ein weiteres Todesopfer und eine Schwerverletzte gefordert werden. Krieger und...
Veröffentlicht am 7. Oktober 2010 von Gerda


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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein(e) Krieger(in) in Hochform ???, 22. Juli 2009
Von 
Christof Bente "cbente" (Sprockhövel) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Nacht ohne Schatten (Taschenbuch)
Endlich ist er da, der langerwartete dritte Teil der Bücherreihe um das ungleiche Ermittlerpaar Judith Krieger und Manni Korzilius.
Das Themenspektrum, welches Autorin Gisa Klönne aufgreift, ist wahrlich keine leichte Kost: Frauenhandel, Prostitution, Mord und Brandstiftung.
Intelligent und sehr anschaulich verknüpft Klönne die Themen miteinander und entwirft eine spannende Geschichte.
Kriminalkommissarin Judith Krieger läuft zu Hochform auf und genau hier liegt auch so ein wenig der Knackpunkt der Geschichte. Während ihr Kollege Manni ein wenig im Hintergrund herumeiert und mehr mit seiner neuen Freundin beschäftigt ist, macht die Krieger einen auf starke Frau und versucht den komplexen Fall mal eben auf ihre Art und Weise zu lösen. Mir als Mann ging dabei das ganze emanzipatorische Drumherum und Judith Kriegers Alt-68er Denkweise, gehörig gegen den Strich. Vor allem verballert es meiner Ansicht nach die durchaus spannende Handlung, die immer wieder ins Stocken gerät, da ab und an der Zeigefinger erhoben wird um zu sagen: "Du du du - böse Männer gibts immer, Frauen sind lieb".
Die Krieger als starke Frau - das war in Teil eins und zwei eine prima Ergänzung zum Macho Manni. Doch in Teil drei wird das Ganze leider zu sehr auf die Spitze getrieben.
Hinzu kommt, dass die Motive, die zum Ende des Buches auf den Tisch kommen doch ein wenig weit her geholt sind.
Erst traben die Ermittler seitenlang auf der Stelle und kurz vor Schluss wird das komplexe Rätsel dann (meiner Ansicht nach) viel zu schnell und chaotisch gelöst. Vielleicht hätte man sich hier mehr Zeit nehmen können.

Positiv ist allerdings, dass die Entwicklung der Figuren eine logische Fortsetzung der Teile eins und zwei ist. Selbst bis hin zu den bekannten Nebenfiguren, wie Chef Millstädt oder Pathologe Karl-Heinz Müller ist diese Weiterentwicklung hervorragend gelungen. Auch der Krimistandort Köln, mit den teils realexistierenden Handlungsschauplätzen, wird von der Autorin gekonnt in Szene gesetzt.

Insgesamt ist Gisa Klönne auch mit "Nacht ohne Schatten" kein schlechtes Buch gelungen, für mich gab es aber zu viele Punkte die einer besseren Bewertung leider im Wege standen. Ich hoffe auf Teil vier. "Farben der Schuld" gibt's schon als Hardcover und die bisherigen Rezensionen lassen hoffen, dass "Nacht ohne Schatten" nur ein kleiner Ausrutscher nach unten war.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Naja, 1. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Nacht ohne Schatten (Taschenbuch)
Ich kann mich den postitiven Rezensionen nicht anschließen. Nun erwarte ich von einem Krimi nicht, dass er literarischen Ansprüchen genügt (ich mag z.B. Nele Neuhaus), aber hier war die Sprache oft unfreiwillig komisch. Das konnte man aber noch ganz gut überlesen. Die Thematik Gewalt gegen Frauen / Zwangsprostitution kann man auch etwas subtiler vorbringen, hier packt die Autorin den schweren Eisenhammer aus. Da konnte ich auch noch, mit Not, drüber weglesen. Und zwei Punkte dafür, dass ich trotz der ganzen Überleserei bis zum Ende durchgehalten habe. Aber die Lösung des Falles ist nun völlig an den Haaren herbeigezogen. Nicht mein Fall, dieser Krimi.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dritter Einsatz des KK II in Köln, 3. August 2009
Von 
Skatersally "skatersally" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Nacht ohne Schatten (Taschenbuch)
Eine Nacht ohne Schatten ist rabenschwarz und wirkt auf die wenigsten Menschen beruhigend. Das scheint Gisa Klönne mit ihrem dritten Krimi um die Kommissarin Judith Krieger und deren Kollegen Manni Korzilius auch bewirken zu wollen. Sie kommt schnell zum Punkt und schürt die Spannung. Diesmal wird das Thema häusliche Gewalt und käufliche Liebe aufgegriffen. Gleich am Anfang wird die erste Leiche gefunden und das KK II hat wieder alle Hände voll zu tun. Noch ahnt niemand, welche Verstrickungen dieser sozial ungebundene S-Bahn-Fahrer mit sich bringt.

Empfehlenswert ist es diesmal, auch die vorherigen Fälle gelesen zu haben, damit die Charaktere mit all ihren Facetten besser einzuschätzen sind. Dieses Buch schließt ungefähr ein halbes Jahr nach dem zweiten Fall an. Die Tatorte werden nach gewohnter Manier bildhaft beschrieben, sodass sich diverse Gefühle von purer Angst bis diffuse Beklemmung beim Leser einstellen. Frau Klönne spielt mit den psychologischen Beweggründen ihrer Charaktere und bringt sie in eine logische Reihenfolge. Dieses Vorgehen sichert den Spannungsbogen und reißt den Leser nicht nur mit, sondern lässt ihn nach dem Ende auch nachdenklich zurück. Gerade bei den sonst eher verschwiegenen Themen werden alle Ecken beleuchtet. Die Kommissare sind keine Superhelden, die den Mord ganz nebenbei aufklären und sich dann von den Kollegen feiern lassen. Die Indizien lassen sich mehr oder weniger schwer zusammentragen und dem Leser bleibt ein Rätselvergnügen. Dass die Kommissare neben dem Job auch ein Privatleben haben, das sie oftmals den Einsätzen unterordnen müssen, wirkt authentisch. Das Buch verlangt allerdings vom Leser, dass er sich darauf einlässt. Wer oberflächlich über die Seiten fliegt, bringt sich um eine intelligente Analyse des Tathergangs. Ein vierter Fall Farben der Schuld" erscheint in Kürze.
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19 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mord auf den Bahngleisen, 25. März 2008
Die Kommissarin Judith Krieger und ihr Kollege Manni Korzilius sind wieder unterwegs, um ein Verbrechen aufzuklären, was sich natürlich als komplizierter erweist als erwartet. Ein ermordeter S-Bahnfahrer wird an der Endstation in einem gottverlassenen Gewerbegebiet gefunden. Bald darauf brennt es in der nahegelegenen Pizzeria, wo eine junge Zwangsprostituierte in einem Keller gefangen gehalten und schwer verletzt wird. Auch das in Sichtweite der S-Bahngleise befindliche, aufgelassene Fabrikgebäude, das Künstlerateliers beherbergt, wird Ziel eines Brandanschlags.
Der dritte Krimi von Gisa Klönne, Nacht ohne Schatten, bietet wieder Spannung auf hohem Niveau. Eine Reihe von Verdächtigen sowohl aus dem Künstlermilieu wie aus der Prostituiertenszene kommen nacheinander ins Visier der Ermittler. Beim Lesen tappt man von einer Vermutung in die nächste. Die Zusammenhänge erschließen sich allmählich bis zu einer unvermuteten Rätsellösung.
Dabei lernt man eine Anzahl interessanter Figuren kennen, allen voran die Gerichtsmedizinerin Ekaterina Petrowa, gekennzeichnet durch exzentrische Aufmachung und hohe Fachkompetenz. Ihr Schicksal als Emigrantin, ihre daraus entstandene Verunsicherung und ihr verdrängtes Leid gehen unter die Haut. Ihre Intelligenz und Willenskraft ebenso wie ihre Verwurzelung in alten Traditionen des Nomadenvolkes der Samen machen sie zu einer starken Frau. Wir begegnen auch Theodora Markus, einer alternden Künstlerin, die sich mit ihrer Gehbehinderung und der Enttäuschung über ihre nicht recht geglückte Karriere auseinandersetzen muß. Ihre junge, strahlend erfolgreiche Konkurrentin Nada erweist sich allerdings als weit gefährdeter. Das Rotlichtmilieu, in dem vor allem Manni recherchieren muß, wird mit Kritik wie auch Humor geschildert. Gewalt gegen Frauen ist dabei ein zentrales Thema. Sie kommt allerdings nicht nur hier ins Spiel sondern auch auch in den sogenannten besseren Kreisen.
Gisa Klönne gelingt es, durch ihre psychologisch überzeugende Darstellung eine besonderen Nähe zu ihren Figuren zu schaffen. Das gilt natürlich besonders für ihre Kommissarin Judith Krieger, die von Buch zu Buch eine Persönlichkeitsentwicklung durchläuft. Aber auch Manni scheint an Reife zuzulegen. Beide Ermittler gehen ihrer Arbeit mit großem Engagement und einem für sie selber belastenden Einfühlungsvermögen nach. Wie immer bei Gisa Klönne tragen auch die atmosphärisch dichten Schilderungen von Schauplätzen dazu bei, nicht nur den Horror verbrecherischen Tuns sondern auch eine unverwechselbare Lebenswelt der darin verwickelten Figuren zu schaffen. Der Wechsel der Perspektiven zwischen den verschiedenen Hauptfiguren - Judith, Manni, Ekatarina und Theodora - verleiht dieser erzählten Welt eine sich ergänzende Vielfalt.
Ich habe diesen literarisch anspruchsvollen Roman verschlungen und dann viele Passagen noch einmal genüßlich gelesen.
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4.0 von 5 Sternen Gut, 19. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nacht ohne Schatten (Taschenbuch)
Judith Krieger und Manni Kozilius ermitteln wieder gemeinsam als Team in einem Mordfall an einem S-Bahn-Fahrer. Die Geschichte ist wirklich spannend geschrieben, Persönliches des K11-Teams kommt nicht zu kurz. Ermittelt wird im Rotlicht-Milleu, vorallem auch im Zusammenhang mit Zwangsprostitution, die schreckliche Einblicke zeigt. Im gesamten eine gute kompakte Geschichte mit großer Action zum Ende hin.
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4.0 von 5 Sternen Der freie Wille, 9. Oktober 2009
Von 
sabatayn76 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Inhalt:
Ein erstochener S-Bahn-Fahrer wird neben seinem Zug gefunden. Eine bewusstlose Frau wird im Keller einer ausgebrannten Pizzeria gefunden. Und die Rechtsmedizinerin Ekaterina Petrowa trifft immer wieder auf eine mysteriöse Frau, die von ihrem Mann geschlagen wird, um Hilfe bittet und dann jedes Mal spurlos verschwindet. Gibt es einen Zusammenhang zum Rotlichtmilieu, zu Zwangsprostitution, zu Menschenhandel? Gisa Klönnes dritter Roman entführt den Leser in die beklemmende Welt der Frauenverachtung, der häuslichen Gewalt und der Sexindustrie.

Mein Eindruck:
Ich habe bereits die ersten beiden Romane der Autorin gelesen und mag ihre Krimis sehr gern. Auch 'Nacht ohne Schatten' liest sich flüssig und behandelt ein interessantes Thema. Gisa Klönne kann die Spannung fast über das gesamte Buch hinweg halten. Es gab nur sehr wenige Stellen, die etwas zäher waren und Längen aufwiesen.
Die Kommissarin Judith Krieger ist - wie gewohnt - fehlerbehaftet, keineswegs makellos und mit all ihrer unperfekten Erscheinung sympathisch. Bei der Person der Ekaterina Petrowa hätte ich mir etwas mehr Tiefgang gewünscht - ich konnte mir von dieser eigentlich so interessanten Frau leider kein rechtes Bild machen.

Mein Resümee:
Ein spannender Krimi über ein wichtiges Thema - und einige Stunden Lesevergnügen. Sehr gut!
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toller Köln-Krimi, 3. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nacht ohne Schatten: 4 CDs (Audio CD)
Die Krimis mit der Heldin Judith Krieger sind einfach lesens- bzw. hörenswert. Ich find's gut, wie die Autorin immer wieder mit Klischees spielt, den Leser bzw. Hörer immer wieder in die Irre führt. Die spannende Frage, wer der Täter ist, bleibt fast bis zum Schluss offen. Ein wirklich guter Krimi mit feinsinniger psychologischer Hintergrundgeschichte.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gisa Klönne ist die Beste!, 6. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Nacht ohne Schatten (Taschenbuch)
Ich habe bis jetzt die ersten 3 Teile von Gisa Klönne gelesen und ich halte sie alle für hervorragende Krimis.

In "Nacht ohne Schatten" wird als Grundthema Gewalt gegen Frauen in all seinen Facetten abgehandelt. Sowohl auf persönlicher Ebene (in der Familie), als auch die wirtschaftliche Dimension (Zwangsprostitution, Menschenhandel) und die institutionelle Form (männliche Polizisten, die eine ehemalige Prostituierte gleich vorverurteilen). Manchen Rezensenten mögen die feministischen und gesellschaftlichen Überlegungen stören (man will ja einen Krimi lesen, weil es spannend sein soll, und nicht großartig nachdenken müssen), aber genau das gefällt mir gut im Unterschied zu anderen Krimis. Ich habe leider in letzter Zeit allzuviel zeitgenössische Literatur (Romane, Krimis, Fantasy - sowohl von männlichen als auch weiblichen Verfassern) gelesen, die auch im 3. Jahrtausend immer noch ein Frauenbild vertritt, das eigentlich als ausgestorben gelten sollte - da ist es ganz wohltuend, wenn sich eine Schriftstellerin kritisch mit solchen Themen auseinandersetzt.

Im Übrigen wird mit der neuen russischen Gerichtsmedizinerin eine interessante Figur eingeführt und ich hoffe, sie spielt auch in Zukunft eine wichtige Rolle.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Preiswürdig, 5. März 2008
Wortgewaltig, tiefgründig und ergreifend behandelt Gisa Klönne in diesem Roman die oft tabuisierten Themen wie „Gewalt gegen Frauen“ und „Häusliche Gewalt“. Eine unglaublich schöpferische Kraft und Leidenschaft muss Gisa Klönne aufgebracht haben, um die non-fiktiven Rechercheergebnisse auf fiktive zu projizieren. Herausgekommen ist ein erschütternder Roman, der nur erahnen lässt, wie grausam die Wirklichkeit ist.

In „nacht ohne schatten“ ist die Sprache schonungslos direkt, mystisch oder philosophisch. Jeder Blick in die Seele des Protagonisten könnte auch ein Blick in die Seele des Lesers sein.
Gisa Klönne hat ein preiswürdiges Meisterstück geschrieben.
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wo Schatten wären, wäre wenigstens auch etwas Licht..., 20. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Nacht ohne Schatten (Taschenbuch)
Das war mein erstes Buch dieser Autorin - und mit Sicherheit auch mein letztes! Ich habe selten etwas so durchgängig Bemühtes, Aufgesetztes und irgendwie auch Peinliches gelesen wie diesen vorgeblichen "Kriminalroman". Ich musste mich wirklich durch das Buch quälen - da ist nichts, was ich auch nur ansatzweise gut finde. Die Hauptfiguren agieren völlig statisch, ständig - und das nervt am meisten - fühlen sie sich irgendwie beobachtet, belauscht oder beschattet, haben dunkle Ahnungen und irgendwelche ominösen Vorgefühle, ohne dass all diese Einbildungen (und das sind es allesamt!) in irgendeiner Weise den Fall vorwärtsbringen. Damit sollen nur ständig Spannungen erzeugt werden, aber nach dem dritten Vorgefühl und der vierten dunklen Ahnung weiß man, dass die Pathologin noch hundertmal die Metallschubladen mit den Leichen in später Nacht öffnen und wieder zuschieben wird, ohne dass etwas Großartiges passiert. Dabei fühlt sie sich doch jedes Mal unwohl und beschattet. Ja, Himmel - warum macht sie es dann immer wieder??? Ganz schlimm auch dieses vorgebliche und moralinsaure Gutmenschentum der Kommissarin. Es ist ja wahr, dass es Gewalt gegen Frauen gibt, es ist auch wahr, dass Frauen zur Prostitution gezwungen werden - aber diese Judith Krieger ist derart in den späten 70er und frühen 80er Jahren stecken geblieben, das sind alles so schreckliche abgedroschene Klischees, die sie ihren männlichen Kollegen immer vor den Latz knallen muss, dass man es im Jahr 2011 echt kaum aushalten kann. Die Autorin meint es bestimmt gut, aber "gut gemeint" ist eben das Gegenteil von "gut gemacht", und sie will in ihren Roman viel zu viel reinquetschen: Er soll eine politische Botschaft haben (Menschenhandel, Zwangsprostitution, Gewalt gegen Frauen, russische Frau, die in Deutschland nicht heimisch wird), dann soll unbedingt auch der Geschlechterkampf (gibt es den überhaupt noch so aggressiv???) nicht zu kurz kommen (Kommissarin muss sich gegen eine Bande Männer, die eigentlich alle völlig harmlos sind, auf dem Revier behaupten), ferner soll auch das Übersinnliche nicht zu kurz kommen (Schamanenwissen der samischen Urgroßmutter, dunkle Vorahnungen sämtlicher Protagonisten), weiterhin muss natürlich auch ein wenig Pathologie mit rein - das ist ja derzeit "in" - und zu guter Letzt sollen auch noch ein paar Morde und Halbmorde aufgeklärt werden. Das alles ist in eine total lähmende Sprache gepackt, da ist nichts spannend, da ist nichts lustig, das ist alles irgendwie verbiestert und depressiv runtergeschrieben, und die Hauptfiguren erwachen nie wirklich zum Leben, sondern dösen genauso im Koma vor sich hin wie eines der Opfer. Die Dialoge sind furchtbar gestelzt und teilweise sinnfrei, alles dümpelt in lahmem Tempo vor sich hin, und es wirkt alles immer nur beschreibend - man hat nie den Eindruck, man sei "bei" den handelnden Figuren, nie fiebert man mit ihnen mit, sondern immer bleibt der Eindruck, man sehe ihnen durch ein Fenster zu, und eine Stimme aus dem Off beschreibt, was die Figuren sagen, wohin sie jetzt gehen, und was sie anhaben. Überhaupt wird die Kleidung insbesondere der russischen Pathologin sehr genau beschrieben, und wenn die Autorin doch vorgeblich so sehr auf Emanzipation setzt, dann wundert es mich doch sehr, dass sie das Äußere der jungen Russin total klischeebehaftet beschreibt: Ekaterina trägt natürlich unmögliche Knallfarben, lila Stiefeletten und Papageien-Make-up und wird in ihrem Äußeren immer etwas abwertend beschrieben - so stellt sich die Autorin eben eine Russin vor, die in Deutschland noch nicht so recht angekommen ist. Da ändert auch ein Medizinstudium nichts: Die Russin bevorzugt platinblonde Haare, rosa Bademäntel mit Silberstickerei und lila Stiefelchen. Meine Güte, auf 364 Seiten dürfte man doch etwas mehr Kreativität erwarten!
Alles in allem ist "Nacht ohne Schatten" ein sprachlich völlig langweiliges und belangloses Buch, das mit viel zu vielen Themen überfrachtet wurde, von denen die Autorin keinem auch nur ansatzweise gerecht wird. Und: Nicht überall, wo "Kriminalroman" draufsteht, ist auch einer drin - denn spannend ist in diesem Buch gar nichts!
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Nacht ohne Schatten
Nacht ohne Schatten von Gisa Klönne (Taschenbuch - 10. Juni 2009)
EUR 9,99
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