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3,9 von 5 Sternen
Headhunter
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56 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 18. Juli 2010
Roger Brown ist Headhunter. Und er ist der Beste! Wenn er mit dem Finger schnippt, springen die Anderen. Er hat alles, was man mit Geld kaufen kann - dank seines kleinen Zusatzgeschäftes, denn Roger Brown stiehlt die Kunstgemälde seiner Klienten.
Bei dem Lebenswandel, den er und seine Frau führen, bleibt ihm auch nichts anderes übrig, denn ohne seinen Nebenverdienst könnte er nicht einmal sein Haus halten. Als seine Frau ihm einen potentiellen Klienten vorstellt, muss er sich mächtig ins Zeug legen, denn dieser hat zufällig ein ganz kostbares Gemälde in seinem Besitz. Und da kann Roger einfach nicht widerstehen.
Doch bei seinem letzten und größten Coup wendet sich plötzlich das Blatt und Brown ist der Gejagte. Und als er erkennen muss, wer ihn verraten hat, ist es beinahe zu spät.

Da ich noch keines seiner Bücher kenne, ist der Headhunter von Jo Nesbø mein Debüt und ich habe somit keinen Vergleich zu den Harry Hole Romanen.
In meinen Augen ist dieser Roman sehr gelungen. Der Autor schreibt fesselnd und überzeugt durch eine stimmige Story, die zwar manchmal etwas übertrieben wirkt aber nicht unglaubwürdig. Einige Szenen waren etwas unangenehm und haben ihr Ziel, den Leser zu schocken wohl erreicht (zumindest bei mir).
Etwas unnötig fand ich den Prolog, denn dieser ist Ausgangspunkt für gar nichts und dient nur der Effekthascherei. Aber das hat Jo Nesbø eigentlich gar nicht nötig.

Das spannende an diesem Thriller sind die vielen unvorhersehbaren Wendungen und das gut durchdachte Szenario in diesem Katz- und Mausspiel. Sein Protagonist Roger Brown ist ein kleiner arroganter Gauner, den man aber trotz allem irgendwie sympathisch findet. Bleibt abzuwarten, ob sein Platz in dieser Serie gesichert ist.
Ich würde es begrüßen, denn Headhunter hat mich überzeugt, nachdem ich es nicht wieder aus der Hand legen konnte, bis ich es ganz durchgelesen hatte.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Juli 2014
Der Thriller "*Headhunter*" vom norwegischen Erfolgsautor "*Jo
Nesbø*" wurde ein Bestseller und erschien 2008 im "*Ullstein Verlag*".

Der Top-Headhunter Roger Brown hat alles was er sich wünschen kann, Geld, eine tolle Frau und Erfolg im Beruf. Als Sohn eines Chauffeurs hat er sich eine Karriere aufgebaut, die ihm alles bedeutet. Bis er eines Tages auf einen gnadenloser Gegner trifft, der ihm sein falsches Spiel austreiben will.

In diesem Buch erzählt der Protagonist Roger Brown in der Ich-Perspektive.Dadurch taucht man als Leser tief in seine Gedankenwelt ein und erlebt alles hautnah mit.
Brown ist Headhunter, nur 1.68m groß und darauf spezialisiert, sein Gegenüber genau einzuschätzen und dann zu manipulieren. Der Leser erfährt einiges über das übliche Gebahren in dieser Berufsszene.
Doch Brown spielt ein falsches Spiel, denn er ist Kunsträuber von Gemälden. In seinen Gesprächen mit Managern gewinnt er die nötigen Erkenntnisse über vorhandene Kunstschätze und deren Sicherheitssyteme.
Der Kunstraub ermöglicht ihm ein Leben im Luxus.
Doch er hat einen harten Gegner, Greve, der wiederum Brown hinters Licht führen will. Dies bringt eine hochinteressante Handlung mit sich und eine unheimliche Spannung ist vorprogrammiert. Es gibt die in Thrillern üblichen actionreichen Szenen, aber auch sehr ungewöhnliche, die ich so noch nie gelesen habe. Unter diesen schon sehr speziellen Vorfällen leidet aber auch die Glaubwürdigkeit des Thrillers. Hier scheint beim Autor die Fantasie durchgegangen zu sein.
Trotzdem hat mich dieser Thriller mit seinen ausdrucksstarken Charakteren mitgerissen und gut unterhalten. Aufgebaut ist das Ganze wie ein Film, der Prolog erscheint mir unnötig.

Ein Thriller mit einem Grundthema aus der Headhunter-Branche, der spannend ist und fesselnd zu lesen.
Dennoch hat mir persönlich Harry Hole gefehlt!
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68 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. August 2010
Denke ich an Jo Nesboe, denke ich an Harry Hole. Vielleicht denkt sich Jo Nesboe: genau der Fehler! und macht deswegen ein paar Lockerungsübungen und zeigt, dass er auch ohne den desparaten, sich zu Tode siegenden Spitzenermittler und Außenseiter schreiben kann.

Denn "Headhunter" ist anders: Ich-Erzähler, nicht nur brilliant, sondern auch gesellschaftlich erfolgreich ("mit Renomee"), wie Hole aber verletztlich, voller Ängste und deswegen gefährlich und gefährdet, anders als Hole aber prinzipiell daran interessiert, die Welt, in der er lebt zu erhalten, während Hole dies ohnehin nur bedingt zu wollen scheint, wobei sowohl der Headhunter als auch Hole schlussendlich reichlich selbstverschuldetes Chaos durchleben.

Der Einblick in die Welt der Headhunter ist spannend, wenn er auch letztlich überzeichnet wirkt - allein schon die Idee mit der FBI-Verhörtechnik scheint mir doch eher dem Gruselkabinett der Headhunterphobien zu entstammen als der Realität (aber wer weiß, was ich alles nicht weiß). Der Einblick in die Kunstsammlerszene bleibt (wohl gewollt?!) oberflächlich. Auf ein paar Umwegen kommt es dann in typischer Nesboe-Manier wieder zum Kampf Mann gegen Mann, bei dem natürlich auch eine Frau ein tragisches Ende findet und bei dem natürlich eine Beziehung am Abgrund steht und bei dem mindestens einer der beiden Kämpfer genial und schwerstgradig psychisch gestört ist (und man sich ständig fragt, auf welchen der beiden das nun (mehr) zutrifft).

Nesboe überraschte mich im "Headhunter" damit, dass er im Epilog plötzlich die gesamte Geschichte noch einmal umdrehte und umdeutete. Ich möchte hier nicht zu viel vom eigentlichen Plot verraten, weswegen ich nicht konkreter werde, aber spätestens an dieser Stelle fand ich den Krimi einfach schwach. Es tauchte zwar nicht der große Unbekannte auf, aber dennoch wurde auf eine für meinen Geschmack höchst unoriginelle Art und Weise die Handlung nochmal umgekrempelt. Als Leser war ich mindestens genau so überrascht, wie ich über diese plumpe Wendung enttäuscht war. Ich wusste keinen anderen Nesboe-Roman, der vergleichbar banal aufgelöst worden wäre. Auch der Beziehungsaspekt wird unglaubwürdig und psychologisch nur schwer nachvollziehbar aufgelöst.
Außerdem hat es mich ehrlich gesagt gestört, dass sich eine der Hauptpersonen zwischendurch über 10 Seiten in menschlichem Kot wälzt bzw. mit diesem beschmiert ist. Sinnlos ekelhaft!

Ich will das Buch insgesamt nicht zerreden: es hat seine Stärken. Die Business- und Headhunterszene ist, wenn auch übertrieben, so doch in Ansätzen realistisch und vor allem unterhaltsam geschildert. Die Spannung bleibt über weite Strecken erhalten. Insgesamt ist das Buch auch unterhaltsam. Dennoch: Nesboe ist zur Zeit eigentlich nach Sieg Larsson mein zweitliebster Krimiautor und Werke wie allen voran "Rotkehlchen", aber auch z.B. "Leopard" oder "Schneemann" sind einfach Werke, die mich sehr verwöhnt haben, so dass ich "Headhunter" einfach nur vergleichsweise zweitklassig fand.

Nicht schlecht, aber auch nicht überragend. Lesbar, gut, aber auch keine große Lücke, wenn man nicht gelesen hat. Wer es noch nicht hat, sollte stattdessen besser die Hole-Bücher, am besten in der Enstehungsreihenfolge lesen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 25. Juni 2014
Nachdem ich die bis dato erschienen Harry Hole Bände von Nesbø alle gelesenen hatte, habe ich mir auch diesen Roman von ihm angeschafft und nicht eine Sekunde bereut.
Inhaltlich werde ich nicht weiter auf das Buch eingehen, weil das hier bereits vielfach geschehen ist.
Für meinen Geschmack ist die Storry raffiniert aufgebaut, besticht durch gute Spannungsbögen und amüsante Pointen.
Hat schon fast satirische Züge.
Zugegeben, es gibt Passagen , die doch etwas"überkonstruiert" daher kommen.
Das hat der Unterhaltungswert diese Buches in für mich nicht im Geringstenen
geschmälert.
Man sollte die Storry halt nicht zu ernst nehmen.
Ich habe das Buch nicht aus der Hand legen können,
in einem Zug durchgelesen und mich bestens unterhalten gefühlt.
Es hat einfach nur gute Laune gemacht.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Juli 2011
Wenn Ich einen Krimi lese, möchte ICH mitgenommen werden.

Wahrscheinlich bin ich hier alleine, wenn ich schreibe, dass mich dieser Nesbo (den ich oft brilliant finde) in diesem Fall leider, leider nicht mitnimmt:
ICH finde diesen Roman konstruiert, schwerfällig und uninspiriert.
Ich will mich hier nicht in Einzelheiten ergehen, denn ich ärgere mich zu oft über den Verrat an der Geschichte, der in manchen Rezensionen begangen wird!

Aber der "Headhunter" spricht mich einfach nicht an und ich bekomme keinen Zugang zum Buch! Keine Person wirkt auf mich authentisch, sondern in jeder Hinsicht geklont und alles wirkt (natürlich nur auf Mich!!!) herbeigeführt und gewollt.
Für Mich persönlich hat die Geschichte keinen Flow (sondern nur Konzept).
Alles empfinde ich schwerfällig und mögen einzelne "Zufälle" ohne Kenntnis des gesamten Buches vielleicht noch plausibel wirken, so erscheint mir die Handlung ingesamt und die Auflösung des Falls insbesondere, krampfig und letztendlich an den Haaren herbeigezogen.

Es scheint mir fast, als wolle Herr Nesbo dem Leser vermitteln, wie schwer es sein kann, einen guten und packenden Kriminalroman zu schreiben...
Das habe ich nach Headhunter verstanden und würde dieses Buch niemandem empfehlen - und dass ist wirklich bislang der einzige Nesbo auf den das zutrifft!!

Aber (wie gesagt: ich persönlich!!) habe das Lesen eines Nesbo bei diesem Buch zum ersten Mal als meine Zeitverschwendung empfunden.

Ich finde das sehr, sehr Schade!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. März 2015
Roger Brown ist als Headhunter von Alfa Recruiting mit allen Wassern gewaschen. Nicht ganz korrekt: Er ist der beste Headhunter Oslos; sein Geheimrezept: Nicht immer die am besten qualifizierten Kandidaten empfehlen, sondern nur jene, die zu 100% vom Kunden eingestellt werden. „Hier war ich der König“ Pos.858
Chapeau.

Roger ist ein kleiner Mann von 1,68 Metern Körpergröße, die er mit seinem wundervollen, fülligen Haar zu kompensieren versucht. Er ist verheiratet mit der schönen Galeristin Diana Strom-Eliassen. Ihr erfüllt er jeden Wunsch – jeden bis auf den größten, ein Kind. Doch das beruflich über die Maßen erfolgreiche und das liebevolle und erotische Eheleben werden durch die Bekanntschaft mit Clas Greve ordentlich in die Mangel genommen.

„Balance ist etwas sehr Wichtiges.“ sagte sie. „Das gilt für alle guten, harmonischen Beziehungen. Schuld, Scham und schlechtes Gewissen müssen ausgeglichen sein.“ Pos. 3980

Nicht nur, dass Roger sich mit gelegentlichen Kunstdiebstählen sein Einkommen der Upperclass aufpeppt, hat er in Clas Greve ein neues Opfer gefunden. Einerseits ist dieser der perfekte Kandidat für die Leitung von Pathfinder, andererseits hat er in einer verborgenen Kammer im Haus seiner Großmutter das Bild „Die kalydonische Eberjagd“ von Peter Paul Rubens gefunden. Das Gemälde, das als verschwunden galt, nachdem die Deutschen 1941 die Galerie Rubens‘ Heimatstadt Antwerpen geplündert hatte.

Wenn Roger zuerst dachte, in Greve seinen Meister gefunden zu haben, wird ihm bald klar, Greve „war das Raubtier, das die anderen Tiere das Fürchten lehrte.“ Pos. 3395 und eine aberwitzige Mörderjagt durch Oslo und die Wälder seiner Umgebung nimmt seinen Lauf.

„Nur eine zufällige Symmetrie von Leben und Tod, …“ Pos. 3317

Einmal Mäuschen im Hirn eines Headhunters sein zu dürfen, das hat richtig Spaß gemacht. Die Interview-Szenen sind spitzfindig, fulminant in Egomanie und grandioser Gehässigkeit. Der Roman beginnt überaus spritzig und amüsant, etwa nach dem ersten Drittel entwickelt sich der harmlose Tagesablauf eines kleinen Ganoven in eine brutale Mörderjagd mit vielen grausam Ermordeten. Das Ende selbst überrascht wieder mit der Aufklärung in einem Fernsehinterview und einem ganz persönlichen Gespräch.

Die Handlung ist spannend und glaubwürdig, setzt man voraus, dass die Osloer Polizei und Forensik allesamt Stümper sind – das mag ich jedoch nicht glauben und erlaube mir an dieser Stelle Kritik an der Glaubwürdigkeit des Spektakels – dennoch ein Spektakel ist und bleibt es.

„Buße ist ein ziemlich unterschätztes Mittel für Seelenruhe.“ Pos. 3988
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. November 2011
Wieder einer von diesen Skandinaviern, wieder ein Bestsellerautor. Ich lese gern Krimis, Thriller, Action-Romane. Selten schaffe ich es bis zum Ende. Bei Jo Nesbøs Headhunter habe ich durchgehalten. Man will ja schließlich wissen, warum ein Autor immer wieder auf der Bestsellerliste erscheint.

Da ist also Roger Brown, Headhunter in Oslo, der selbstherrlich und offenbar von niemand überprüft die wichtigsten Managerposten des Landes besetzt. Nebenberuflich stiehlt er Kunstwerke aus den Häusern seiner Klienten, um die Kunstgalerie seiner Frau Diana zu finanzieren. Noch in den Grenzen der Plausibilität? Gerade noch, vielleicht.

Roger geht auf Raubzug im Haus eines Kandidaten, den er am nächsten Morgen für einen Millionenposten vorschlagen wird -- und findet unter dessen Bett das Handy von Diana. Er stellt sie nicht zur Rede, erzählt ihr aber, dass er Clas Greve nun doch nicht empfehlen wird. Damit spricht er sein Todesurteil aus.

Greve jagt ihn und findet ihn in einer abgelegenen Landhütte. Plausibel, denn GPS-Ortungssender kann man heutzutage wohl überall anbringen. Roger Brown muss sich tief in der Scheiße eines Plumpsklos verstecken. Da hört die Plausibilität auf. Er entkommt dann auf einem Trecker, wacht nach einem Unfall im Krankenhaus auf ... na ja. Und dann, wie das in Krankenhäusern eben so ist, kommt sein Mörder im Doktorkittel ins Krankenzimmer, um ihn ebendort zu erschießen. (Anmerkung: ich kann nie einen Doktorkittel finden, wenn ich einen unautorisierten Krankenbesuch absolvieren will.). Vorher wird aber noch reiner Tisch geredet, der eine erzählt dem anderen, was sie über sich gegenseitig schon herausgefunden haben. Geschossen wird aber nicht, denn es erscheinen, logischer Weise, vier(!) Polizisten, um Brown zu verhaften.

Greve will seinen Feind immer noch auf Teufel komm raus umbringen, stiehlt in der kurzen verfügbaren Zeit einen Vierzig-Tonnen-Laster und ist, O Wunder, genau zur richtigen Sekunde an genau der richtigen Kreuzung, um das Polizeiauto in den Abgrund zu schieben. Hier hört die Plausibilität auf, und der Rest der Geschichte folgt dem gleichen Muster. Durch das Ganze zieht sich ein bisschen Freud als rosaroter Faden: der unsympathische Held breitet sein Innenleben aus, seinen Vaterkonflikt, die sklavische Hörigkeit gegenüber seiner Frau, alles, was mich an einem Thriller überhaupt nicht interessiert.

Immerhin, ich habe bis zum Ende durchgehalten. "Ein Bestseller", sagte neulich jemand im Fernsehen, ich weiß nicht mehr, wer, "ist ein Buch, das sich in größtmöglicher Anzahl verkauft. Was halten Sie von den kulinarischen Spezialitäten, die sich in größtmöglicher Anzahl verkaufen?"
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am 22. August 2010
Die aktuelle Neuerscheinung von Jo Nesbø ist wieder ein Thriller und trägt den Titel Headhunter". Auf dieses Buch war ich besonders gespannt, da ich bisher nur Leopard" von dem Autor gelesen habe und dieses mir sehr gut gefiel.

Die Hauptfigur in diesem neuen Werk ist der Headhunter Roger Brown: neben seiner eigentlichen Tätigkeit hat er auch noch kriminelle Energie und raubt seine Klienten aus. Dies läuft alles glatt, bis er an den Kunstsammler Clas Greve gelangt. Ein ebenbürtiger Gegner, der sich nicht um seinen Besitz bringen lassen will, noch einige andere Interessen verfolgt und vor allem die Jagd liebt... Eine rasante Verfolgungsjagd auf Leben und Tod folgt. Wer ist der überlegendere Gegner und wie gnadenlos wird er handeln?

Die Hauptfigur Roger war mir erst nicht sympathisch aber nach Beenden dieses Buches muss ich sagen, ein wirklich gelungene neue Romanfigur! Als Headhunter ist er die Nummer 1 in seiner Branche und sehr interessant fand ich die regelrechte Verhörtechnik bei den Bewerbungsgesprächen, die er von dem FBI übernommen hat und sich Inbaud, Reid und Buckley" nennt. Auch in seinen kriminellen Machenschaften ist Roger spitze und seine rechte Hand, Ove Kjikerand, ist ein weiterer etwas spezieller Charakter, dessen Beschreibung teils zwar etwas bizarr aber auch amüsant zu lesen sind Sehr gut gefiel mir, dass man von fast allen Personen die in dem Buch vorkommen auch sehr persönliche Sachen Erfährt. So spielen Ehefrauen wie Diana, Geliebte, längst zurückliegende Sachen oder persönliche Schicksale und Fehlentscheidungen eine große Rolle in dem Buch.

Die knapp 300 Seiten sind sehr gut zu lesen: flüssig und schnell. Der Schreibstil gefiel mir außerordentlich, da er spannend, gut formuliert ist und die zahlreichen Dialoge kurzweilig und fesselnd sind. Erst dachte ich, dass dem Buch noch das gewisse etwas fehlt, aber am Ende des Buches kommen noch mal einige Wendungen und Überraschungen und der Kreis schließt sich, so dass ich volle 5 Sterne für gute und fesselnde Unterhaltung gebe!
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am 15. April 2012
Mein erster Nesbo und ich muss sagen, ging so. Ich kennen allerdings auch die Hary Hole Reihe nicht. Im Augenblick kann ich es aber abwarten ein weiteres Buch von ihm zu lesen.
Warum?

Die eigentliche Story, der erfolgreiche Headhunter mit attraktivem Nebenjob fand ich gut, allein die Idee, klasse.
Was überhaupt nicht gelingt ist allerdings die Beschreibung der Headhunterszene. Ich bin selbst seit 1999 in dieser Branche und hab mich da wirklich nicht wiedergefunden. Da scheint mir der Autor doch eher seiner Fantasie freien Lauf gelassen zu haben, was ja ok ist, aber bei mir halt schon zu "Punktabzügen" geführt hat.

Dann die Geschichten um die weiteren Protagonisten, Greve, der erfahrene und Dschungelgestählte Elitesoldat, Lotte mit ebenfalls Eindrucksvoller Vergangenheit. Ne also die Kombi an sich fand ich nicht toll.

Der Begin der Story und die Erläuterungen zu Rogers Nebenjob, klasse, der Rest der Story dann eher lahm und das Ende, wenig gelungen.
Die eigentliche Store endet gut 30 Seiten vor dem Buchende und diese Seiten befassen sich dann detailliert mit einer Aufzählung der einzelnen teilweise verborgenen Handlungsstränge. Bulletspoint vorgesetzt wäre auch gegangen schlaeger

Dann noch schnell die Schleife zum Anfang, also zum Kandidaten den Roger als ersten interviewt hat und... welch Surprise... er bekommt den tollen Job.

Letztlich gefallen haben mir die Nebenfiguren wir Ove und der alte Eigenbrödler Aa.

Zusammenfassend also eine viel zu konstruierte Geschichte die mich nicht wirklich gefesselt hat, für einen Thriller leider aus meiner Sicht ein Flop.

4 von 10 Punkten
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am 17. September 2010
Der Thriller "Headhunter" von Jo Nesbo hat mich in den Bann gezogen. Ich habe das Buch an zwei Tagen durchgelesen.

Es handelt sich um ein Taschenbuch mit einem recht festen Einband. Es ist gut zu lesen ohne dass das Buch gleich "zerfällt". Der Titel läßt zunächst etwas anderes als einen Thriller vermuten.

Der Roman ist in der Ich-Form geschrieben. Zunächst lernt der Leser die Hauptfigut Roger Brown, einen Headhunter kennen. In Wirtschaftskreisen hat er sich bereits einen Namen gemacht. Durch Vorgespräche mit den potentiellen neuen Mitarbeitern erfährt Brown privates der Kandidaten. Meist sind es wohlhabende Kunstliebhaber, die er geschickt um ihre teueren Kunstwerke bringt. Kein Verdacht fällt auf ihn. Doch er bekommt es mit dem Holländer Clas Grevezu tun. Jetzt beginnt eine atemberaubende Jagd.

Im Roman wechseln die Schauplätze ständig. Die Spannung steigt von Seite zu Seite. Der Autor legt geschickt Hinweise, die dann Seiten später aufgeklärt werden. Die Protagonisten werden nicht immer vollständig beschrieben, so dass der Leser ab und an im Zweifel gelassen wird, wer denn nun gerade die "Rolle spielt". Es sind die genialen Einfälle, die die Hauptfigur Roger Brown hat, die den Thriller so spannend machen. Eine Portion Humor rundet das Ganze ab.

Besonders das Ende hat mich überzeugt. Es wird nach und nach alles entschlüsselt, was sich an Fragen während des Lesens aufgetan hat. Manches klärt sich anders auf, als man es vermutet hat.

Auf ca. 300 Seiten geballte Spannung, ab und an etwas übertrieben (deshalb nur 4 Sterne), aber dennoch sehr empfehlenswert.
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