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am 24. Januar 2009
Ihnen bleiben nur wenige Tage, denn Abbie ist im Endstadium ihrer Krebserkrankung angekommen. Doch sie ist eine Kämpferin und zusammen mit Chris, ihrem Mann, macht sie sich auf, zu ihrer letzten Reise, denn es gibt noch 10 Dinge, die sie vorher erledigen möchte.
Es wird ein Wettlauf gegen die Zeit. Und nicht nur diese sitzt ihnen im Nacken - auch Abbies Vater hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, seine Tochter für die letzten Tage wieder nach Hause zu holen. Sein Schwiegersohn ist ihm schon von Anfang an ein Dorn im Auge.

Abwechselnd und aus der Sicht von Chris beschreiben die Kapitel einmal die gegewärtige Situation und dann wieder Rückblenden, wie die zwei sich kennenlernten und nach und nach auch wie die Krankheit entdeckt wurde.
Man erfährt sehr viel über Abbie und Chris und bewundert Abbies Stärke. Die Kraft, die der Krebs ihr raubt, scheint sie Chris in doppelt Form zurück zu geben.

Leider wirkt einiges zu konstruiert und auch unlogisch. Dem aufmerksamen Leser wird nicht entgehen, dass Abbie schon so krank ist, dass sie bettlägrig ist und auf ihrer Reise hat sie Momente, in denen sie stehen oder sogar alleine in die Badewanne steigen kann. Natürlich können die starken Medikamente so einiges bewirken, aber das zweifle ich doch sehr stark an.
Und wie es der Zufall so will, ist auch noch ein Flugzeug vorhanden, welches sie benötigen, um einen ihrer Wünsche von der Liste zu erfüllen. Oder auch derJahrmarkt.
Das sind dann die Stellen, wo man etwas weniger aufmerksam lesen oder einfach darüber hinweg lesen sollte.

Ich habe diese Dinge erfolgreich verdrängt und für mich festgestellt, dass Charles Martin ein bezauberndes Buch über die Kraft der Liebe geschrieben hat. Die Geschichte hat mich sehr berührt, auch wenn ich wusste, wie das Buch enden wird, so habe ich doch etliche Tränen vergossen. Und so wünscht man sich doch ein gutes Buch.
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am 20. Januar 2009
Hinter einem wunderschönen Cover verbirgt sich eine tragische Liebesgeschichte. Eine Geschichte, die für all jene real und aus dem Leben gegriffen ist, die selbst schon jemanden an eine schrecklich unaufhaltsame Krankheit verloren haben.

Abbie, Tochter eines Senators und Chris, aufgewachsen in einem Trailer am Fluss, kommen aus zwei ganz unterschiedlichen Welten. Mit viel Einfühlungsvermögen erzählt der Autor Begebenheiten aus ihrem vergangenen Leben, eingebettet in die schmerzliche Gegenwart von Abbie`s Krankheit. Ihr gemeinsamer Kampf gegen die Konventionen und gegen die immer wiederkehrenden Schmerzen, werden allein aus Chris Sicht geschildert. Seine Wahrnehmung der Dinge wird dem Leser auf sehr dramatische Weise näher gebracht. Chris ist nicht nur ein Ausstehender, der hilflos mit ansieht wie seine Frau langsam dahinsiecht. Er ist Abbie`s Stütze, ihr Beistand und der einzige Grund warum sie immer noch die Kraft aufbringt zu kämpfen.

Bildhaft lässt Charles Martin uns an der letzten gemeinsamen Reise des Paares teilhaben. Die vielen detailierten Beschreibungen der Umgebung zogen sich allerdings teilweise sehr in die Länge und wirkten hin und wieder störend. Dennoch blieb das Feeling für die emotionale Geschichte und die beiden Hauptpersonen erhalten. Was sicher auch an den gut gezeichneten Nebencharakteren lag, die Abbie und Chris auf ihrer Fahrt über den Fluss begegnen.
Das Ende war ziemlich vorhersehbar und nicht besonders rund, aber genau deshalb regte es einen zum nachdenken an - über den Sinn des Lebens, das Loslassen und Weiterleben.

Für mich war dieses Buch eins der Bewegensten, das ich je gelesen habe. Eine Geschichte, die nicht nur emotional ist, sondern auch den eigenen Blickwinkel auf die alltäglichen Dinge des Lebens ändert.
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am 20. Januar 2009
Die Handlung des Buches ist schnell erzählt: Die todkranke Abbie will eine Liste mit Dingen, die sie vor ihrem bevorstehendem Tod noch einmal erleben möchte, abarbeiten. Dabei hilft ihr ihr Mann Chris. Verrückterweise steht auf der Liste eine lange und gefährliche Flussfahrt, doch in dem Bewusstsein, das alles besser ist, als zu Hause vor sich hin zu siechen und auf den Tod zu warten, machen sich die beiden auf den Weg.

Bei der Beschreibung der Flussfahrt, die im Kanu bewältigt wird, möchte der Autor meiner Meinung nach ein bisschen viel unter einen Hut bringen: Einerseits erzählt er die rührende Liebesgeschichte zweier Menschen, die in guten wie in schlechten Zeiten (die leider überwiegen) zueinander stehen. Doch das allein reicht ihm nicht. Dazu kommen lange Beschreibungen des Flussverlaufes und der wechselnden Uferabschnitte. Das ist über große Teile nicht wirklich spannend. Da leider keine Karte des Flusses im Buch abgedruckt ist (wäre sehr hilfreich gewesen, dafür hätte ich gerne auf das kitschige Bild des Autors verzichtet!), kann man den anhand der Himmelsrichtungen beschriebenen Verlauf nur schlecht nachvollziehen. Auch die Namen der Pflanzen, Brücken und Dörfer sind nicht allzu interessant.

Neben Liebesgeschichte und Reiseführer ist "Wohin der Fluss uns trägt"aber auch noch ein Abenteuerroman. Abbies Vater lässt die beiden mit allen Mitteln verfolgen (Abbie ist eine Berühmtheit und ihr Mann Chris in Augen des Vaters ein Verrückter), außerdem gibt es noch eine vierköpfige Bande von sehr brutalen Kerlen, von der Abbie und Chris mehrmals ausgeraubt werden. Das geht bis hin zu einer Beinahe-Vergewaltigung der kranken Abbie, die kahlköpfig, ohne Brüste und nur noch aus Haut und Knochen bestehend scheinbar trotzdem kein Mitleid sondern sexuelle Gelüste erregt. Tut mir Leid, aber diese Szene ist wenn nicht unglaubwürdig, dann zumindest extrem geschmacklos.

Meiner Meinung nach hätte es der Beschreibung der Kanufahrt gute getan, wenn sich der Autor auf einen Aspekt beschränkt hätte. Die Gefühle von Chris (aus dessen Perspektive der Roman erzählt wird) hätte man beispielsweise noch viel genauer ausarbeiten können, sie bleiben oft etwas einseitig.

Abwechselnd mit den Kapiteln zur Reise wird rückblickend die Geschichte des Paares erzählt: Vom Kennenlernen über die Schwierigkeiten, die ihnen Abbies Familie bereitet, bis hin zur Krebserkrankung von Abbie. Diese Kapitel haben mir persönlich besser gefallen, da sie nicht so abgehoben waren (eine Kanufahrt mit einer Todkranken ist nun einmal verrückt) und man sich leichter in die Personen hineinversetzen konnte.

Leider ist in meinen Augen Abbie nicht sonderlich sympathisch gezeichnet. Besonders unangenehm aufgefallen ist mir ihre Forderung am Ende der Reise, dass ihr Mann nicht sein Versprechen brechen soll und die letzten Kilometer trotz der lebensbedrohlichen Gefahren in Angriff nehmen soll (S. 403). Für sie war der Tod innerhalb weniger Stunden absehbar, aber riskiert ein liebender Mensch wirklich den Tod seines gesunden Partners, nur um das eigene Unterfangen beenden zu können? Was machen die wenigen Kilometer mehr oder weniger schon aus? Das, was die beiden durch die Reise lernen konnten, liegt bereits hinter ihnen.

Stellenweise hatte ich Schwierigkeiten mit Charles Martins Erzählweise. Er erwähnt oft Einzelheiten, wahrscheinlich um die Geschichte anschaulicher zu machen, lässt diese dann aber ohne Fortführung wieder fallend. Beispielsweise bei der Beschreibung des Ringkaufs: Chris probiert seinen Ring an, er ist jedoch zu eng und er kann ihn nicht mehr abstreifen (S. 194). Wenige Sätze weiter erzählt Chris, wie er die beiden Ringe in seine Hosentasche steckt (S. 195). Wie das, ich dachte, der Ring sitzt am Finger fest?

Das ist aber noch nichts gegen einen anderen Fauxpas, der dem Autor unterläuft: Kurz nachdem Chris Abbie kennengelernt hat, erzählt er ihr: "Ich habe dich diese Woche bei Google nachgeschlagen." (S. 116) Der Hochzeitsantrag von Chris kam im Jahr 1992, das Kennenlernen war also kurz davor. Blöd nur, das Google erst 1998 online ging! Es mag Leser geben, die über solch offensichtliche Fehler hinwegsehen können, mir verderben solche Unachtsamkeiten den Lesespaß, da erwarte ich mir von Autor und Lektoren mehr!

Fazit: Wer an sentimentalen Liebesromanen mit Naturbeschreibungen Gefallen findet, soll das Buch lesen. Allen anderen, die an einer etwas anderen Auseinandersetzung mit der Thematik Krebstod eines geliebten Menschen interessiert sind, empfehle ich das Buch "Mitten ins Gesicht" von Kluun. Dort ist der Mann nicht nur liebevoller, fürsorglicher Pfleger, sondern gesteht sich auch zu, an der Situation zu verzweifeln, keine Lust mehr auf die Pflege zu haben und endlich wieder ein normales Leben führen zu wollen.
Diese Aspekte fehlen bei "Wohin der Fluss und trägt" leider völlig und machen das Buch nur zu einem sehr seichten Lesevergnügen.
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am 26. Januar 2009
Abbie und Chris und ihre letzte gemeinsame Reise.
Abbie stammt aus der Charlestoner Oberschicht, Chris ist in einem Wohnwagenpark aufgewachsen. Unterschiedlicher könnten die beiden nicht sein. Und trotzdem lieben sie sich, 14 Jahre lang, in guten und in schlechten Zeiten.

Was wie ein Kitschroman klingt, verpackt Charles Martin in ein eine wirklich anrührende Geschichte über das Miteinander und das einander gehen lassen am Ende des Weges.
Abbie hat Krebs im Endstadium und möchte nur noch eines: Die Liste mit den 10 Wünschen abarbeiten, die sie noch in ihrem Leben hat. Der größte davon ist den St. Mary's River vom Anfang bis zum Ende zu befahren. Chris erfüllt ihr diesen und die anderen Wünsche auf der Liste, trotz der Widrigkeiten, die sich ihnen auf dem Weg stellen.

Ich fand das Buch sehr berührend und Lebensbejahend, was bei diesem Thema wirklich nicht einfach ist. Der Lesefluss stellt sich erst nach und nach ein, das Buch ähnelt dem Fluss, den es beschreibt sehr: Erst fliest es langsam und plätschernd dahin, dann wird es mitreißender und die Unterströmungen nehmen zu.

Schön fand ich die Beschreibung von Abbies und Chris Beziehungsgeschichte, sie wird nach und nach zwischen den Kapiteln auf dem Fluß erzählt und macht uns langsam mit den beiden und ihrer Geschichte bekannt.

Am Ende schafft Abbie es, aus dem Leben zu gehen und trotzdem Chris mit dem Leben zu versöhnen.

Ein Buch das mich sehr angerührt hat und zum Weinen gebracht hat. Ein Buch zum mehr als einmal lesen.
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am 22. Februar 2009
Abbie und Chris, die sich trotz ihrer so unterschiedlichen Herkunft ineinander verlieben, dann gegen den Willen der Familie heiraten, haben zusammen ein wunderbares liebevolles Leben. Bis Abbie an Krebs erkrankt. Schon früh erfährt der Leser, dass der Kampf gegen die Krankheit aussichtslos ist. Doch die beiden lassen sich nicht bezwingen. Als alle Therapien versagen und Abbies Tod nur noch wenige Tage Zeit lässt, machen sie sich heimlich auf den Weg, um Abbies Top-Ten-Wünsche "abzuarbeiten". Hauptpunkt ist die Kanufahrt auf einem Fluss, die von allerlei Hindernissen gespickt ist, aber auch am Strand Wein trinken und lachen, bis der Bauch wehtut, gehören dazu. Rührend sorgen die zwei für einander, jeder auf seine Weise.
In den Kapiteln wechseln sich zwei Erzählstränge ab. In dem einen erfährt der Leser etwas über die Vergangenheit, das Kennenlernen, Heirat, Familien, die Entwicklung der Krankheit. Im anderen wird das Ende beschrieben, die letzte gemeinsame Reise.
Das Thema ist sehr emotionsgeladen. Martins Sprache ist allerdings eher nüchtern bis kurz vor Schluss. Da brauchte ich Taschentücher. Die ausführlichen, trockenen Naturbeschreibungen tun meiner Meinung nach nichts oder zumindest nicht viel zur Sache und stören daher den Lesefluss ziemlich.
Die Handlung ist stellenweise recht unglaubwürdig. Ich kann mir kaum vorstellen, dass man, derart durch die Krankheit geschwächt, all die Strapazen durchstehen kann. Ebenso wenig glaube ich, dass einen so viele fremde Menschen so freundlich aufnehmen, wenn man polizeilich gesucht wird. Und dass diese Menschen dann noch zufällig zur Erfüllung gleich einiger Top-Wünsche beitragen können, wirkt doch sehr konstruiert.
Trotzdem ist es ein schönes Buch, ich habe das Lesen genossen.
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am 3. Februar 2009
Abbi und Chris kommen aus verschiedenen Schichten. Sie ist die Tochter aus hohem Hause und er hat kein festes Einkommen, trotzdem verlieben sie sich und heiraten.

Das Glück war ihnen leider nicht vergönnt...Abbi erkrankt unheilbar an Krebs. Therapien und Operationen können ihr nicht helfen. Sie möchte allerdings nicht tatenlos auf das Ende warten, sondern sich mit Chris 10 Wünsche erfüllen. So kommt es, dass sie am Strand Wein trinken, lachen und die gemeinsame Zeit geniesen. Den großen Wunsch, im Kanu auf dem Fluss zu fahren, will Chris ihr natürlich auch erfüllen und nimmt Abbi heimlich mit. Abbis Vater, die Polizei und auch die Medien folgen ihnen.

Die Geschichte wird eigentlich in 2 Teilen erzählt...einmal die Geschichte, wie sie sich kennen lernen und heiraten und dann die Geschichte der Krankheit und ihrer letzten Reise. Die 2 Stränge wechseln sich ab, so dass man erst nach und nach den Leidensweg erfährt.

Chris ist ein sehr einfühlsamer Mann, der seine Frau aufopfernd pflegt und sie über alles liebt. Abbi findet sich zwar erstaunlich schnell mit dem nahen Tod ab, aber das darf man so sicher nicht kritisieren. Wer weiß schon, wie man sich nach so viel Leid fühlt. Dass sie die ganzen Unternehmungen so unbeschwert durchführt, obwohl sie Schmerzmittel nimmt und durch die jahrelange Krankheit sicher geschwächt ist, wirkt bei kritischer Betrachtung etwas unglaubwürdig. Aber da es ja kein Tatsachenbericht ist, sondern eine erfundene Geschichte, kann man darüber weglesen. Die sehr ausführlichen Landschaftsbeschreibungen hätte der Autor kürzen sollen. Diese stören etwas den Lesefluss. Sehr schön fand ich, dass nach Abbis Tod Chris und ihr Vater doch zueinander finden.

Es ist ein sehr emotionaler Roman, ohne Happy End, den man auf jeden Fall weiterempfehlen kann.
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Nach der Leseprobe und dem Klappentext war ich wirklich skeptisch ob dieses Buch wirklich so originell sein wird oder Einheitsbrei, denn die Idee an sich ist ja nicht wirklich neu.
Glücklicherweise wurde ich eines besseren belehrt. Geschichte um Chris und Abbie, ein recht ärmlicher und mittelloser Student, der sich in die Tochter aus reichem Hause verliebt ist zwar wirklich keine neue Idee und auch nicht unglaublich originell, wird aber so wunderschön, emotional und lebensnah beschrieben, dass es einfach nur schön ist sie mitzuverfolgen.
Das Buch wechselt ständig zwischen den Zeiten. Das eine Kapitel erzählt die Geschichte wie es mit Abbie und Chris anfing, das nächste Kapitel setzt dann wieder in der Gegenwart ein, wo Abbie gerade, mit Chris an ihrer Seite, gegen den Krebs kämpft und sich ihre letzten Wünsche noch erfüllen will.

Zusammen mit Abbie macht sich Chris auf eine Reise, die sie den gesamten Fluss St. Marys River hinunter führt. Verfolgt und gejagt von Abbies Vater, einem einflussreichen Senator, der seinen Schwiegersohn schon immer abgelehnt hat und seine Tochter lieber bei sich haben will.
Auf ihrer abenteuerlichen Reise schafft es Abbie sich noch die meisten ihrer Wünsche zu erfüllen, die sie vor langer Zeit einmal einem Zeitungsreporter nannte. Zusammen schaffen sie das unmögliche: Sie lassen sich den gesamten Fluss hinunter tragen.

Aber Abbie erfüllt sich nicht nur Wünsche. Sie gibt ihrem Chris auch gleichzeitig neuen Lebensmut für seine Zeit nach ihr und schafft das unmöglich: Sie führt ihren Mann und ihren Vater einander näher. Der Vater und der Schwiegersohn, die sich zu Abbies Lebzeiten nicht ausstehen konnten, schaffen es am Ende die Trauer um Abbie gemeinsam zu verarbeiten und weiter zu Leben, ganz in Abbies Sinne.

Am Ende des Buches hatte ich ein wenig Probleme die Sätze durch meinen Tränenschleier noch zu lesen, so angerührt war ich von Abbies Vermächtnis an diejenigen, die sie liebte.
Charles Martin hat es wirklich geschafft in diese Geschichte unheimlich viel Liebe und Herz reinzulegen, so dass der Leser es beim lesen noch spüren kann. Den Zauber, der vom St. Marys River ausgeht.
Eines der wenigen Bücher, die ich sicherlich auch ein zweites Mal lesen werde.
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am 24. Januar 2009
Wohin der Fluss uns trägt von Charles Martin

# Broschiert: 448 Seiten
# Verlag: Ullstein Tb (14. Januar 2009)
# Sprache: Deutsch
# ISBN-10: 3548269966
# ISBN-13: 978-3548269962
# Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 3,6 cm

Kurzbeschreibung

Abbie und Chris sind ein ungleiches Paar und doch so glücklich wie zu Beginn: Chris kommt von ganz unten, Abbie aus einer mächtigen Südstaaten-Dynastie. Aber nach Jahren unbeschwerter Ehe schlägt das Schicksal zu und bei Abbie wird Krebs diagnostiziert. Der Rat der Ärzte lautet, auf das Ende zu warten. Doch Abbie hat eine Liste mit Wünschen erstellt, und die möchte sie sich erfüllen. Zehn eigentlich recht gewöhnliche Dinge, wie am Strand Wein zu trinken oder so sehr zu lachen, dass es weh tut. Der größte dieser Wünsche ist, im Kanu den ganzen St. Mary's River im Süden der USA hinabzufahren. Kurzentschlossen packt Chris die Rucksäcke und heimlich brechen sie auf. Von Abbies Vater und bald auch den Medien und der Polizei verfolgt, rudern sie den Fluss hinunter. Es wird die Reise ihres Lebens, das sie in all seiner Schönheit und Bitterkeit noch einmal auskosten. Und sie wissen: Wo der Fluss endet, beginnt die Ewigkeit.

Über den Autor:

Charles Martin studierte Journalismus und Kommunikationswissenschaft. Vor einigen Jahren kündigte er seine Stellung und widmet sich seitdem ganz dem Schreiben. Charles Martin ist passionierter Angler und lebt mit seiner Frau und drei Söhnen in Jacksonville, Florida.

Meine Meinung:

Chris und Abbie sind ein sehr ungleiches Paar. Chris malt zwar wunderschöne, tiefgründige Bilder, leider ohne Erfolg. Niemand will seine Bilder kaufen. Die wunderschöne Abbie, reiche Senatoren-Tochter und erfolgreiches Modell, erkennt nicht nur Chris' Talent, sondern verliebt sich auch in den sensiblen, von Leben nicht immer begünstigten Künstler.
Es ist die große Liebe. Sie heiraten gegen den Willen von Abbies Vater. Nach 10 Jahren Ehe schlägt das Schicksal erbarmungslos zu: Abbie erkrankt an einer äußerst aggressiven Form von Krebs. Vier elendige Jahre folgen, die von Chemotherapien, Krankenhausaufenthalten, Knochenmarkstransplantationen, Hoffnung und Verzweiflung geprägt sind. Chris weicht nicht von Abbies Seite. Als nach langem harten Kampf und erfolglosen Therapieversuchen deutlich wird, dass Abbie sterben wird, erstellt sie eine Liste mit Wünschen, die sie sich bis zu ihrem Tod noch erfüllen möchte. Einer dieser 10 Wünsche beinhaltet eine Fahrt den Fluss St. Mary's hinab, zu der Chris und Abbie ohne weiter zu überlegen, aufbrechen.

Das Buch ist in zwei Teile geteilt. Zum einen wird vom Beginn dieser großen Liebe berichtet, zum anderen wird die Flussfahrt, also das nahende Ende, beschrieben. Leider bleibt der Autor bei all seinen detaillierten Beschreibungen nur an der Oberfläche der Thematik. Die Flussfahrt wird mit sehr langatmigen und ausschweifenden Landschafts- und Ortsbeschreibungen oder Tierbeobachtungen beschrieben. Dem Leser gelingt es nicht, den Flussverlauf und die Reise nachzuvollziehen, da leider keine Karte im Buch abgedruckt ist.

Dafür wird leider das Thema Krebs eigentlich nur am Rande behandelt. Wer hier eine Auseinandersetzung mit dem Krebstod eines geliebten Menschen und den damit verbundenen zwiespältigen Emotionen erwartet, wird enttäuscht. Chris'Gefühle werden nur oberflächlich beschrieben, von Abbies Empfindungen erfährt man noch weniger. Hier hätte ich mir etwas mehr Tiefgang gewünscht.

Zum Ende hin wurde das Ganze doch sehr unglaubwürdig, als Chris der schon sterbenden Abbie unbedingt den letzten Wunsch erfüllen will und die letzten Kilometer mißachtend der lebensbedrohlichen Gefahren in einem reißenden Fluss ohne Kanu nur an einem Balken hängend (! mit einer kraftlosen Sterbenden!) bewältigt.

Der Roman ist keineswegs kitschig oder rührselig, ganz im Gegenteil: ein bißchen mehr Intensivität hätte es ruhig sein dürfen. Die Protagonisten werden dem Leser nicht nahe genug gebracht, als dass man ihr Leiden wirklich nachvollziehen könnte.

Meines Erachtens ein oberflächliches, seichtes Leseerlebnis, das nicht wirklich berührt.
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am 19. Januar 2009
Wohin der Fluss uns trägt ist eine Liebesgeschichte - und gleichzeitig ein Abschied. Chris und Abbie sind seit 10 Jahren verheiratet. Dann wird bei Abbie Krebs festgestellt und die nächsten vier Jahre kämpft sie mit allen Mitteln dagegen an. Als feststeht, daß es keine Hoffnung mehr für sie gibt, machen sich Abbie und Chris auf Abbie's Wunschliste abzuarbeiten. Sie fangen mit einer Flussfahrt an und kämpfen darum, ihr Ziel zu erreichen.
In Rückblicken wird die Liebesgeschichte der Beiden erzählt, wobei die Beiden aus den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten kommen.Chris, der Sohn einer mittellosen Mutter, aufgewachsen in einem Wohnwagen am Fluss. Abbie (oder ausführlich Abigail Grace) eine Südstaatenadelige, Tochter eines berühmten Senators, die sich auch als Model einen Namen gemacht hat. Der Krebs trifft Abbie überraschend, aber sie ist nicht allein - Chris ist bei ihr.

Das Buch ist eines der schönsten Bücher die ich in letzter Zeit gelesen habe. Es fängt langsam an - mit teilweise wunderschönen Beschreibungen (z.B.von der Stadt Charleston und von der Flussfahrt). Obwohl das Buch die Krankheit nicht beschönigt, und es zeitweise zu Tränen rührt und ich des öfteren schlucken musste ist es ein sehr positives Buch, da es Mut macht. Selbst das Ende macht Hoffnung!
Den englischen Titel "Where the River Ends" finde ich treffender als den deutschen Titel. Das Cover ist wunderschön und zeigt die Stimmung des Buches.
Ich hätte mir dieses Buch wahrscheinlich nicht gekauft, da es sich der Text auf der Rückseite sehr traurig anhört. Aber ich hätte diesem Buch damit Unrecht getan - es ist sehr emotional und wunderschön. Ich werde es sicher nochmal lesen und noch lange darüber nachdenken. Das Buch ist für mich eine Bereicherung und ich kann nachvollziehen, daß der Autor sagt, dieses Buch hätte ihm mehr abverlangt als jedes andere, das er bisher geschrieben hatte.
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Das bemerkenswerteste an "Wohin der Fluss uns trägt" ist die Erzähl-Perspektive. Bücher über Frauen, die an Krebs erkrankt sind gibt es zu genüge. Aber dieses hier ist das erste Buch zu dem Thema, das ich kenne, dass die Geschichte aus der Sicht des Ehemannes schildert.
In 45 Kapiteln wird abwechselnd ein Abschnitt der Flussfahrt geschildert und ein Kapitel aus Chris und Abbies gemeinsamer Vergangenheit, bis die Vergangenheit schließlich die Gegenwart einholt.
Mir persönlich haben die Kapitel aus der Vergangenheit besser gefallen, da ich gerne erfahren wollte, wie Chris und Abbie zu dieser Einheit geworden sind, als die sie von Anfang an erscheinen.
Die Kapitel, die der Flussfahrt gewidmet sind, fand ich nicht immer so interessant, da sie zum einen sehr viele unbedeutende Informationen zu Landschaft und Infrastruktur enthalten und ich zum anderen einige Ereignisse auf der Fahrt als zu unpassend empfand.
Sicherlich ist der Gedanke nicht neu eine Geschichte über eine Todkranke zu schreiben, die ihre letzten Wünsche erfüllen will. Meiner Meinung nach stand hier aber weniger die Wunscherfüllung an sich im Vordergrund, sondern das wofür dieser Fluss bei Abbie steht. Chris ist hier aufgewachsen, hier haben sie ihre Flitterwochen verbracht und die Zeit scheint hier in einem langsameren Rhythmus zu schlagen, als in der Stadt. Das mag im ersten Moment unbedeutend erscheinen, doch für jemanden, der nur noch wenige Tage oder Wochen zu leben hat, zählt jeder Moment in dem man sich frei fühlen kann. Die Krankheit für einen kurzen Moment vergessen und sich dahintreiben lassen auf dem Fluss. Das alles in der Gewissheit nicht alleine zu sein, jemanden bei sich zu haben der zu einem steht, bis zum letzten Atemzug.
"Wohin der Fluss uns trägt" drückt ganz klar auf die Tränendrüse. Meine Gedanken schweiften oft ab, zu einer Person aus meinem persönlichen Umfeld, die ebenfalls in jungen Jahren am Krebs verstarb. Aber wichtig ist es nicht nur, wie lange ein Leben ist, sondern wie man es gelebt hat. Abbie lebt es in vollen Zügen und Chris zeigt vor allem eins: Rückgrad. Er ist da für sie, ohne Bedingungen. Doch durch Abbies Stärke findet auch er selber die Kraft, endlich aus sich heraus zu kommen.

Fazit:
Ein bewegender Bericht über eine Liebe, die nicht nur in guten Zeiten besteht.
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