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401 von 417 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Stern am Himmel des historischen Romans
Für mich war "Die Henkerstochter"von Oliver Pötzsch wirklich ein Stern am Himmel des historischen Romans und ich hätte gerne mehr Sterne vergeben.Fundiertes Hintergrundwissen, vor allem auch was die Hexenverfolgung und den Hexenwahn angeht, gepaart mit einer spannenden Geschichte, macht diesen Roman zu einer Perle dieses Genres.

Die Geschichte...
Veröffentlicht am 2. April 2008 von robby lese gern

versus
55 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ganz nett, aber nicht begeisternd!
Nach längerer Zeit, mal wieder einen historischen Krimi, den ich gelesen habe. Er konnte mit interessanten Einblicken der damaligen Zeit, besonders dass Leben eines Henkers überzeugen. Der Autor schafft es die Gefühle eines Henkers glaubwürdig hervorzuheben und zeigt, dass es diesen auch nicht immer leicht fällt seinen Beruf auszuüben und das...
Veröffentlicht am 29. Dezember 2008 von Doris K.


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401 von 417 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Stern am Himmel des historischen Romans, 2. April 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Henkerstochter (Taschenbuch)
Für mich war "Die Henkerstochter"von Oliver Pötzsch wirklich ein Stern am Himmel des historischen Romans und ich hätte gerne mehr Sterne vergeben.Fundiertes Hintergrundwissen, vor allem auch was die Hexenverfolgung und den Hexenwahn angeht, gepaart mit einer spannenden Geschichte, macht diesen Roman zu einer Perle dieses Genres.

Die Geschichte spielt nach dem dreizigjährigen Krieg in der bayrischen Stadt Schongau, nahe Augsburg. Aus dem Lech wird ein sterbender Junge gezogen, der nicht nur viele Messerstiche aufweist,sondern auch eine Tätowierung auf der Schulter. Da man für jedes Verbrechen gleich einen Täter braucht und die Tätowierung in Unkenntnis der damaligen Zeit für viele gleich mit Aberglauben und Occultismus zu tun hatte, wird gleich die Hebamme des Ortes in der Fronfeste festgesetzt und der Henker des Ortes bekommt den Auftrag mit allen Mittel der Folter für ein möglichst baldiges Geständnis der "Hexe"zu sorgen

Jakob Kuisl, der Henker ist allerdings, genauso wie Simon, der Sohn des Stadtmedicus, von der Unschuld der Hebamme überzeugt und sie ahnen , dass mit der Hinrichtung der Hebamme, von einem anderen Verbrechen abgelenkt werden soll. Als dann noch andere Kinder sterben, die ebenfalls ein Mal auf der Schulter haben, steigert sich die Angst in der Stadt zur Hysterie und der Henker wird gezwungen mit der Folter zu beginnen.
Zugleich macht er sich mit Simon auf die Suche nach dem wahren Verbrecher.

Diesen spannenden und historisch korrekten Roman, sollte man sich als Liebhaber solcher Bücher nicht entgehen lassen.Flüssig geschrieben und durchgehend spannend, beinhaltet dieser Roman nicht nur einen Krimi, sondern was ihn für mich so besonders gemacht hat, war die historisch korrekte Überlieferung der Aspekte der Hexenverfolgung und des Hexenwahns im 17.Jahrhundert.
Da ich selbst in unserer Stadt Stadtführungen, insbesondere über die Hexenverfolgung gemacht habe,weiss ich, wann Klischees zu diesem Thema auftauchen und wann es sich um Tatsachen handelt, und dieser Roman läßt ein gutes Bild der damaligen Zeit wiederaufleben und den Leser den Hexenwahn samt Aberglauben dieser Zeit miterleben.
Die ganze Geschichte ist außerdem schlüssig aufgebaut, glaubhaft und so spannend, dass sie mich doch einige Male tief durchatmen ließ.

Das Buch ist absolut empfehlenswert und ich hoffe auf noch weitere Bücher dieses Autors.
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr spannender Krimi im Mittelalter, 31. Mai 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Henkerstochter (Taschenbuch)
Eigentlich wollte ich mir das Buch nie kaufen weil mich der Titel nicht angesprochen hat. Aufgrund der vielen guten Bewertungen habe ich es dann doch gekauft und war begeistert.
Es ist ein wirklich sehr spannender Roman, welcher im Mittelalter spielt. Fasziniert hat mich das der krimi aus der Perspektive einer Henkersfamilie geschrieben ist.
Zu empfehlen ist auch der 2. Teil, welcher einen eigenen abgeschlossenen Krimi darstellt.
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95 von 104 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannender historischer Krimi ..., 26. April 2008
Von 
S. Kapper (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Henkerstochter (Taschenbuch)
Mal wieder ein sehr schöner, gut recherchierter historischer Roman mit Kriminalgeschichte...
Zur Abwechslung in den Zeiten von Iny Lorentz und Co. steht hier mal ein Mann im Mittelpunkt. Der Henker von Schongau, Jakob Kuisl, Vorfahr des Autors, führt ein hartes Leben. Das Töten ist sein Beruf, die Verachtung und Furcht der Menschen gehört zu seinem Dasein...
Der Autor hat versucht, sich in seinen Ahnen hinein zu versetzen und hat das meiner Meinung nach, sehr gut hinbekommen. Zwar wird man nie erfahren, ob der echte Henker wirklich so ein Mensch war, wie hier beschrieben, aber zumindest erhofft man es und kann es sich gut vorstellen.
Die Mordfälle, die Ermittlungen des Henkers, seiner Tochter und des jungen Medicus wirken authentisch und lösen sich am Ende logisch auf.

Das ganze Buch über reißt die Spannung nicht ab, bereits der Prolog fesselt und es wird nie langweilig. Der Autor hat genau das richtige Maß an Information gefunden und baut diese gekonnt in seine Geschichte ein. Aus der Sicht des Henkers alles mitzuerleben, war sehr interessant und stimmt nachdenklich.
Alle Figuren haben das gewisse Etwas, egal ob gut oder böse und ich freue mich, dass es einen zweiten Roman um den Henker Jakob Kuisl und seine Familie geben wird. Der steht schon jetzt auf meiner Wunschliste...
Ein historischer Kriminalfall, den ich nur empfehlen kann!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Scharfrichter Pötzschs Erstlinsgwerk, 21. Dezember 2009
Von 
HEIDIZ "Bücherfreak" (Heyerode) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Die Henkerstochter (Taschenbuch)
Man würde nie glauben, dass man es mit einem Erstlingswerk zu tun hat, wüßte man es nicht ...

Oliver Pötzsch ist ein Naturtalend *g* Wer historische Literatur mag, wird diesem Autorennamen sicher schon begegnet sein.

Mittlerweile gibt es schon zur "Henkerstochter" den Folgeroman "Die Henkerstochter und der schwarze Mönch" .

Inhalt und Gliederung:
================

Das Buch beginnt in Schongau am 12. Oktober 1624 mit dem Prolog. Das 1. Kapitel entführt den Leser dann in den April das Jahres 1659. Auch hier ist Schongau Handlungsort. Kapitel 16 ist das letzte Kapitel und spielt sich am 1. Mail des gleichen Jahres ab. Das Buch beschriebt also nicht einmal einen Monat des Jahres 1659. Jedes Kapitel ist nicht nur mit den Daten, sondern mit der genauen Uhr- bzw. Tageszeit versehen.
Ein Epilog beschließt die Handlung, die dann im zweiten o.g. Band des Roman fortgeführt wird.

Es ist die Zeit kurz nach dem 30jährigen Krieg. Der Fluß Lech ist der erste Handlungort, dort wird ein Junge (Peter Grimmer) aus dem Wasser gefischt, der ein Zeichen in seiner Schulter eintätowiert hat. Es wird gemunkelt, das Hexen dafür zuständig sind. Martha kommt in Verdacht. Sie ist Hebamme. Die Ratsherren würden den "Fall" gern ad acta legen und Martha beschuldigen, damit dem Spuk ein Ende gesetzt ist. Jakob Juisl soll sie foltern und so zum Geständnis bringen. Dieser tut aber nicht das, was ihm geheißen wurde, sondern er forscht mit noch anderen, die auch von der Unschuld der Hebamme überzeugt sind nach, was nun wirklich passiert sein mag. Es werden in der Leicher mehrere Messerstiche entdeckt, die darauf hindeuten, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Sie sind der Meinung, es ist ein Verbrechen passiert, und Marha soll unschuldig dafür büssen. Nicht nur dieser tote Junge, sondern noch mehrere Todesfälle passieren bzw. Kinder verschwinden spurlos...

Ein Wettrennen gegen die Zeit beginnt, wenn sie nicht bald den wahren Schuldigen finden, dann muss Martha wohl oder übel für etwas büssen, was sie nie begangen hat.

meine Meinung zum Buch, der Idee und deren Umsetzung:
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Ich habe dieses Buch mit Genuss gelesen. Vielleicht habe ich ja Glück und bekomme den Folgeroman zu Weihnachten geschenkt *g* - nach dem Lesen des ersten Bandes ist man quasi gezwungen, die Fortsetzung zu lesen, weil man wissen möchte, wie es um die handelnden Personen weitergeht.

Pötzscht schreibt sehr spannend und man spürt, dass er sich mit der Handlung (nicht nur, aber sicher vordringlich wegen der familiären Bande) identifiziert. Die Handlung ist top recherchiert und als Leser erfährt man auch sehr viel rund um diese Zeit, um den Berufsstand des Scharfrichters und natürlich rund um die Traditionen und das Leben der damaligen Zeit, die so weit in der Vergangenheit und umso faszinierender für viele Leser ist.

Die Geschichte ist sehr spannend angelegt ... besonders auch vom Spannungsbogen her atemberaubend, faszinierend und super durchdacht. Ich konnte mich sehr gut in die Charaktere, die sehr bildhaft dargestellt sind, hineinversetzen und mit ihnen fühlen. Pötzsch schreibt sehr zu Herzen gehend, aber auch mit Fakten gespickt.

Man könnte sagen, es handelt sich um eine historischen Kriminalroman. Die Ermittlerfigur ist hierbei Jakob Kuisl - der Henker aus Schongau - Das Mittelalter lebt vor dem geistigen Auge des Lesers auf. Ich finde das Zusammenspiel von Fiktivem und die recherchierten historischen Fakten optimal gewählt. Pötzsch schreibt so, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt, auch bei schrecklichen Szenen schreibt er bildhaft und detailliert.

Anbei hat Pötzsch die Liebesgeschichte zwischen Simon und Magdalena drapiert, die das ganze Geschehen auflockert zum einen und irgendwie auch zu Herzen gehend macht. Die oft angewandte wörtliche Rede trägt dazu bei, dass der Leser sich sehr schnell in die Handlung involviert fühlt, und die Charaktere und Handlungsorte werden eingehend bildhaft dargestellt.

Es passt einfach alles zusammen und ergibt einen äußerst lesenswerten historischen Roman.

der Autor:
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Oliver Pötzsch ist 1970 geboren und beim Bayerischen Rundfunk als Filmautor tätig. Er ist für "quer" zuständig. Er selbst ist ein Nachfahre der im Buch erwähnten Kuisls, die vom 16. bis 19. Jhd. in Bayern als Henekr sehr berühmt waren und noch sind. Er lebt mit seiner Familie in Münschen.

handelnde Personen:
================

Jakob Kuisl Scharfrichter aus Schongau
Simon Fronwieser Sohn des Stadtmedicus
Magdalena Kuisl Henkerstochter
Anna Maria Kuisl Jakobs Frau
Georg und Barbara die Zwillinge Kuisl

Bonifaz Fronwieser Vater von Simon
Martha Stechlin, Hebamme
Josef Grimmer, Fuhrmann
Georg Riegg, Fuhrmann
Konrad Weber Pfarrer
Katharina Daubenberger Hebamme
Resl Magd
Martin Hueber Fuhrmann aus Augsburg
Franz Strasser Wirt
Agathe Kratz, Frau vom Krämer
Maria Schreevogl, Frau des Ratsherren
Graf Wolf Dietrich von Sandizell kurfürstlicher Pfleger
Söldner
Ratsherren
Kinder

kurze Leseprobe zum Schluss:
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Simon und Jakob Kuisl trugen die ohnmächtige Hebamme zurück in ihre Zelle und deckten sie zu. Ihr Gesicht war nicht mehr blau, sondern kalkweiß, die Lider flatterten, aber ihr Atem ging ruhig. Simon sah den Henker von der Seite an. "Das wart doch Ihr, oder?, fragte er. "Ihr habt ihr irgendwas gegeben, damit die Folter aufhört und wir Zeit gewinnen. Und dann habt Ihr mich über Eure Frau gebeten, ab Mittag draußen zu warten. Dass die Büttel mich holen und nicht meinen Vater, der vielleicht etwas merken könnte ....
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38 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannende Erzählung - gelungene Charaktere - überzeugendes Szenario, 19. März 2008
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Henkerstochter (Taschenbuch)
"Es geht nicht darum, ob sie schuldig ist; es geht um das Wohl der Stadt!Ein kurzer Prozess, und der Frieden zieht endlich wieder ein."
(Johann Lechner, Gerichtsschreiber)

Der in blutroten Lettern geschriebene Romantitel und das Buchcover, mit einem Ausschnitt aus Paul Delaroches Gemälde "The Execution of Lady Jane Grey" von 1833 (bei dem das ursprünglich weiße Kleid der Delinquentin ebenfalls rot eingefärbt wurde), sind durchaus geeignet, falsche Erwartungen zu erwecken. Denn der Gemäldeausschnitt zeigt ein Ereignis, dass bereits am 12. Februar 1554 in Londoner Tower stattfand und die genannte Titelfigur kann eher als Mitläuferin, denn als Hauptakteurin bezeichnet werden.

Nach einem am 12.10.1624 spielenden Prolog, bei dem der jugendliche Protagonist Jakob Kuisel seinem Vater bei einer Exekution assistieren muss, beginnt die eigentliche Romanhandlung 35 Jahre später am 24. April 1659. Nachdem ein ermordeter Junge mit einem Hexenzeichen an der Schulter aufgefunden wurde, ist die "Schuldige" schnell gefunden. Die Schongauer Hebamme Martha Stechlin muss ihre "Verbrechen" nur noch "gestehen", aber möglichst schnell, denn sonst würden unnötige Kosten entstehen. Neben dem Scharfrichter Kuisl haben auch der junge Medicus Simon Fronwieser und der Ratsherr Jakob Schreevogel Zweifel an Hexerei und einer Schuld der Hebamme. Da geschieht ein weiterer Mord, weitere Kinder verschwinden, der Rohbau eines Leprosoriums wird zerstört und eine Lagerhalle fällt den Flammen zu Opfer.....

In seinem ersten Roman ist es dem Autor vor der Kulisse einer verrohten Epoche gelungen, neben den menschlichen Abgründen Aberglaube, Habgier, Sadismus, Standesdünkel und Berechnung usw., auch Tugenden wie Großmut, Barmherzigkeit, Mitleid, Hilfsbereitschaft pp. zu zeigen. Ihre Verkörperungen finden sich in den Personen des Scharfrichters, der Hebamme und des Baders/Feldschers/Arztes, die nebeneinander über mehr oder weniger medizinisch-pathologische und therapeutische Kenntnisse verfügen, sowie habgierigen Söldnern, unterschiedlich motivierten Ratsherren, gewinnorientierten Kaufleuten und Handwerkern.

Auffällig ist, dass unterschiedliche Akteure häufig die Floskel "weisst Du..." benutzen oder ihre Rede oftmals mit den Worten "...nicht wahr" beenden. Daneben sind geschilderte forensische Befunde mitunter widersprüchlich, wenn angeblich "schwarze Flecken" (Seiten 272 und 311) gleichzeitig mit Starre (S. 273, 276 und 311) auftreten. (Die beschriebene Starre ist zu diesem Zeitpunkt bereits längst wieder gelöst.)

Der Roman hat sein Attribut "historisch" vollauf verdient. Von den Romanakteuren werden wiederholt besonders zwei berüchtigte historische Ereignisse, die sie zum Teil selbst miterlebt haben, in Erinnerung gerufen: Die Schongauer Hexenprozesse (1589/90), bei denen 63 unschuldige Frauen infolge der durch ein Unwetter ausgelösten Hysterie gefoltert und hingerichtet wurden. Die "Magdeburger Hochzeit" im Mai 1631 mit der Eroberung der Stadt und dem anschließenden größten Massaker des Dreißigjährigen Krieges durch die Armee des Johann t' Serclaes, Graf von Tilly. Zu Beginn des Romans gibt es einen Kupferstich "Stadtansicht von Schongau im Jahre 1690" (mit Kennzeichnung und Benennung der Örtlichkeiten) und ein "Dramatis Personae". In "Eine Art Nachwort" am Ende des Buches zieht Oliver Pötzsch eine jedoch klare Trennlinie zwischen historisch belegten und fiktiven Personen und bekennt, dass er sich mit seinem Roman einen Jugendtraum erfüllen konnte, denn der Schongauer Scharfrichter Jakob Kuisl und seine Nachkommen zählten zu seinen Vorfahren, mit denen er sich seit seiner Kindheit befasst hatte.....

Stellenweise keine Lektüre für zartbesaitete Leser, ist die spannende Erzählung mit ihren gelungenen Charakteren in einem überzeugenden Szenario mit 4 Amazonsternen zu bewerten.
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55 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ganz nett, aber nicht begeisternd!, 29. Dezember 2008
Von 
Doris K. (Hamm NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Die Henkerstochter (Taschenbuch)
Nach längerer Zeit, mal wieder einen historischen Krimi, den ich gelesen habe. Er konnte mit interessanten Einblicken der damaligen Zeit, besonders dass Leben eines Henkers überzeugen. Der Autor schafft es die Gefühle eines Henkers glaubwürdig hervorzuheben und zeigt, dass es diesen auch nicht immer leicht fällt seinen Beruf auszuüben und das auch er darunter zu leiden hat. Nicht nur die brutale Art der Folter und der Hinrichtung wird erwähnt, sondern auch welche Probleme diese Familien damit haben. Einen Henker auch mal zu verstehen und zu mögen hat bisher nur Titus Müller mit "Die Todgeweihte" bei mir erreicht und jetzt auch Oliver Pötzsch mit diesem Roman.

Oftmals wird die Hexenverfolgung nach dem dreißig-jährigen Krieg im 17. Jahrhundert als Vorlage für einen Roman gewählt und ich habe schon einige Bücher dazu gelesen, aber jeder Autor erzählt ja seine eigene Geschichte. Wie leicht damals die Hexen verfolgt und verurteilt wurden, erschreckt mich dabei aber immer wieder aufs Neue. Das Schicksal der Verurteilten Martha Stechlin in diesem Roman, war zwar traurig geschildert, vermochte mich aber nicht sonderlich zu berühren. Das war zu sehr vorhersehbar und deswegen auch nicht spannend.

Auch sonst waren die Charaktere zwar ganz nett gezeichnet, besonders mochte ich den Henker Kuisl, aber sonst konnte mich keiner richtig begeistern, mit dem ich mit gefiebert hätte.

Warum eine Nebenfigur den Anspruch des Titels verdient, kann ich auch nicht ganz nachvollziehen, ist mir aber in Grunde genommen auch egal. Trotzdem passte der Name des Titels überhaupt nicht zur Handlung. Ich glaube aber nicht, dass deswegen falsche Erwartungen geweckt werden.

Der Autor Oliver Pötzsch erzählt in diesem Roman die Geschichte seiner Vorfahren. Er selbst stammt nämlich aus der hier erzählten Henkersfamilie des Jakob Kuisl. Der Schreibstil war meiner Meinung nach nur Mittelmaß. Oftmals werden sich bayrische Sätze bei den Dialogen bedient, was wohl zur Geschichte passte, mir persönlich aber nicht sonderlich gefiel. Der Dialekt war dabei zwar verständlich, störte aber ein wenig den Lesefluss. Da diese Art auch nur gelegentlich benutzt wird, konnte ich mich mit diesen paar Sätzen auch nicht anfreunden, oder mich daran gewöhnen.

Für mich ist dies ein eher mittelmäßiger Roman, der mich zwar gut unterhalten konnte, aber zu vorhersehbar und eintönig war. Deswegen kann ich "Die Henkerstochter" nur beschränkt weiter empfehlen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen nur noch einen Absatz, 20. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Henkerstochter (Taschenbuch)
Der Anfang lag mir nicht aber ab dem Moment da Magdalena den Schrei hört und der tote Junge gefunden wurde (ca. Seite 25) konnte ich das Buch nicht mehr weg legen. Wirklich spannend geschrieben, mit vielen interessanten, fast nebenbei eingestreuten Informationen über die damalige Zeit. Ich habe wirklich einiges gelernt durch dieses Buch. Ich fand die Protagonisten auch einfach sehr sympatisch in ihrer, manchmal recht verschrobenen, Art. Das war der spannendste Mittelalterkrimi den ich bisher gelesen habe. Einfach nur empfehlenswert. Gute historische Romane müssen nicht im alten England spielen, sie können auch aus Bayern kommen.

Also: kaufen und schmökern.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahnsinnig spannend!!, 31. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Henkerstochter (Taschenbuch)
Das Buch ist wirklich unglaublich toll geschrieben, es ist sehr spannend und ich konnte das Erscheinen des zweiten Teils kaum abwarten, der ebenso lesenswert ist! Die Henkerstochter-Bücher gehören meiner Meinung nach zu den besten historischen Krimis, die es gibt! Ganz große Werke, toller Autor!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gut aber noch Luft nach oben, 15. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Henkerstochter (Taschenbuch)
"Die Henkerstochter" ist ein jeder Beziehung gelungener historischer Roman, den man ohne Einschränkungen empfehlen kann. Seite stärkste Seite ist sicherlich seine Authentizität, die er auch dadurch steigert, dass der Auto Oliver Pötzsch selbst Nachkomme jener Kuisls ist, die über Jahrhunderte das Scharfrichtergewerbe in Schongau inne hatten und deren Vertreter im Mittelpunkts dieses Roman stehen. Man hat zu jedem Zeitpunkt des Lesens den Eindruck, dass das genau so passiert sein könnte, auch wenn im Sinne der Dramaturgie einige Stellen diesbezüglich etwas verbogen wurden, worauf der Autor im Nachwort aber erfreundlicherweise auch hinweist.
Ansonsten bringt dieses Buch alles mit, was man von Vetretern dieses Genres oft geboten bekommt : Spannung, Herzschmerz, Gräueltaten, Romanzen, den Kampf von aufgekärten Freidenkern gegen den verkrusteten Katholizismus und Gut gegen Böse.
Das ist durchaus nicht negativ gemeint, diese Mischung macht den Roman sehr unterhaltsam, kann ihn aber andererseits auch nicht großartig aus der (Medicus- und Wanderhuren-)Masse herausheben. Obwohl stellenweise schon sowas wie Lokalkolorit durchschimmert, hätte ich mir z.B. noch etwas mehr bairische Mundart gewünscht.
Trotzdem, ich habe das Buch in wenigen Tagen veschlungen und so wird es wohl den meisten Lesern gehen - ein Buch, bei dem man einfach nichts falsch machen kann!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine Leseperle unter den historischen Romanen, 25. April 2011
Von 
Für mich war "Die Henkerstochter"von Oliver Pötzsch wirklich ein Stern am Himmel des historischen Romans und ich hätte gerne mehr Sterne vergeben.Fundiertes Hintergrundwissen, vor allem auch was die Hexenverfolgung und den Hexenwahn angeht, gepaart mit einer spannenden Geschichte, macht diesen Roman zu einer Perle dieses Genres.

Die Geschichte spielt nach dem dreizigjährigen Krieg in der bayrischen Stadt Schongau, nahe Augsburg. Aus dem Lech wird ein sterbender Junge gezogen, der nicht nur viele Messerstiche aufweist,sondern auch eine Tätowierung auf der Schulter. Da man für jedes Verbrechen gleich einen Täter braucht und die Tätowierung in Unkenntnis der damaligen Zeit für viele gleich mit Aberglauben und Occultismus zu tun hatte, wird gleich die Hebamme des Ortes in der Fronfeste festgesetzt und der Henker des Ortes bekommt den Auftrag mit allen Mittel der Folter für ein möglichst baldiges Geständnis der "Hexe"zu sorgen

Jakob Kuisl, der Henker ist allerdings, genauso wie Simon, der Sohn des Stadtmedicus, von der Unschuld der Hebamme überzeugt und sie ahnen , dass mit der Hinrichtung der Hebamme, von einem anderen Verbrechen abgelenkt werden soll. Als dann noch andere Kinder sterben, die ebenfalls ein Mal auf der Schulter haben, steigert sich die Angst in der Stadt zur Hysterie und der Henker wird gezwungen mit der Folter zu beginnen.
Zugleich macht er sich mit Simon auf die Suche nach dem wahren Verbrecher.

Diesen spannenden und historisch korrekten Roman, sollte man sich als Liebhaber solcher Bücher nicht entgehen lassen.Flüssig geschrieben und durchgehend spannend, beinhaltet dieser Roman nicht nur einen Krimi, sondern was ihn für mich so besonders gemacht hat, war die historisch korrekte Überlieferung der Aspekte der Hexenverfolgung und des Hexenwahns im 17.Jahrhundert.
Da ich selbst in unserer Stadt Stadtführungen, insbesondere über die Hexenverfolgung gemacht habe,weiss ich, wann Klischees zu diesem Thema auftauchen und wann es sich um Tatsachen handelt, und dieser Roman läßt ein gutes Bild der damaligen Zeit wiederaufleben und den Leser den Hexenwahn samt Aberglauben dieser Zeit miterleben.
Die ganze Geschichte ist außerdem schlüssig aufgebaut, glaubhaft und so spannend, dass sie mich doch einige Male tief durchatmen ließ.

Das Buch ist absolut empfehlenswert und ich hoffe auf noch weitere Bücher dieses Autors.
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Die Henkerstochter von Oliver Pötzsch (Taschenbuch - 13. März 2008)
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