Kundenrezensionen

131
4,6 von 5 Sternen
Das fünfte Zeichen: Harry Holes fünfter Fall (Ein Harry-Hole-Krimi, Band 5)
Format: TaschenbuchÄndern
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38 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. November 2006
Ich habe dieses Buch in norwegischen Original gelesen und muss sagen, dass dies hier der bislang beste Nesbø ist (ich lese in chronologischer Reihenfolge). Es fällt die von anderen bereits erwähnte angenehme Pace der Handlung auf. Es ist aber auch der erste Nesbø, in dem der Autor den richtigen Grad an Verschleierung vor dem Leser gefunden hat, etwas, das bei den ersten Romanen oftmals nervte. Die Auflösung kommt Nesbø-typisch zwar weiterhin aus heiterem Himmel mit Beweismaterial welches dem Leser zum Teil vorenthalten wird, es entsteht jedoch nicht das Gefühl, andauernd ausgesperrt zu werden.

Wer das Buch kauft, um Nesbø kennen zu lernen, dem empfehle ich zunächst zumindest Rotkehlchen (Rødstupe) und Die Fährte (Sorgenfri) zu lesen, die zwei wichtige Personen einführen: Ellen und Beate.

Ich freue mich jedenfalls schon auf den nächsten Harry Hole-Roman (Frelseren), der zufällig schon hier neben mir liegt und laut Verkaufszahen aus Skandinavien noch besser sein sollte.
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44 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Leider kenne ich Joe Nesbös bisherige Kriminalromane mit Harry Holle nicht. Noch nicht. Denn dieser hier, der macht glatt Lust auf mehr davon.

In Oslo ist Sommer. Ein schrecklich heißer Sommer sogar. Ein nicht enden wollendes Hoch, das den Menschen nur eines beschert: Hitze, Hitze und wieder Hitze. Harry Hole, Hauptkommissar des Morddezernates ist allerdings an einem kritischen Tiefpunkt seines Lebens angelangt. Seine Kollegin Ellen kam kürzlich bei einem Einsatz ums Leben. Harry versucht schon seit Wochen den Schuldigen in Tom Waaler, (s)einem Arbeitskollegen, zu entlarven. All seine Energie steckt der heruntergekommene Harry Hole in seine privaten Investigationen, bis alles um ihn herum beinahe zusammenbricht. Seine Freundin Rakel macht das nicht mehr mit. Harry mutiert zum klassischen Alkoholiker - befindet sich in einer Endlosschleife. Kommt mit seinen Ermittlungen gegen den vermeintlichen Waffenschmugglerboß, Tom Waaler, aber auch nicht weiter. Kurz bevor er von seinem Chef, Bjarne Moeller, tatsächlich suspendiert wird, passiert in der Stadt aber ein grausamer Mord und einige Tage darauf verschwindet eine weitere Frau spurlos. Harry findet sich langsam damit ab, dass er Tom Waaler nichts nachweisen kann und muss schließlich sogar mit ihm, seinem ärgsten Feind!, zusammen an diesen mysteriösen Mordfällen arbeiten ...

Inwiefern es bei Joe Nesboes Protagonisten Harry Hole, Parallelen zu Henning Mankells Kommissar Kurt Wallander gibt, vermag ich nicht zu sagen. Für mich waren Henning Mankells Krimis immer besonders ... ähhh ... naja, langweilig nicht, aber ich habe da immer sehr lange gebraucht, bis ich Zusammenhänge deuten konnte und dieser Wallander führte sich m.E. etwas zu doof auf, für einen Mann. Ich lese jetzt keinen Henning Mankell mehr, habe ich mir geschworen.
Joe Nesboe möchte ich allerdings ein großes Lob aussprechen. Mich hat die Person Harry Hole sehr fasziniert. Seine Tiefen sind bei weitem nicht so abstoßend, dass mich die Person an sich abgestoßen oder gar aufgeregt hätte. Die Problematik des Alkoholismus ist leider sehr gut nachvollziehbar. Die Problematik die sich durch eine Beziehung mit einem Alkoholiker &(!) workaholic (Wenn's denn einen Fall gibt, ist Harry zu 100% für seinen Job da) ergibt, wird nur angeschnitten. Man fühlt sich als Leser nicht zu sehr überhäuft mit nutzlosem Privatleben eines Kommissars. Das gefällt mir. - Die Spannung bleibt, obwohl man als Leser zwischendurch schon etwas nervös wird, weil die ermittelnden Kommissare scheinbar auf der Leitung sitzen, durchweg auf hohem Niveau. Der Schreibstil ist angenehm bis überdurchschnittlich. Ein paar mysteriöse Szenen (ich vermute es handelt sich um die Gedanken des "kranken" Mörderhirns) bereiteten mir Kopfzerbrechen, auch noch nach mehrmaligem Lesen. Aber sei's drum.
"Das Fünfte Zeichen" ist für mich jedenfalls ein spanneder Krimi, der sich nicht wie ein Déjà Vu (ich meine, etwas schon da Gewesenes) liest, sondern war für mich ein Leseerlebnis (ich nenne das immer gerne "Kino im Kopf"), das völlig neue Rätsel aufgibt. Hervorragend geschrieben und kaum aus der Hand zu legen. Kann ich nur empfehlen.

Die aktuell (November 2014) komplette Harry Hole-Serie erschien in der folgenden Reihenfolge:

Der Fledermausmann
Kakerlaken
Rotkehlchen
Die Fährte
Das fünfte Zeichen
Der Erlöser
Schneemann
Der Leopard
Die Larve (2011)
Koma (2013)

.
PS.
Wenn Ihnen Meine Bewertung(/Rezension) gefallen hat, oder bei der Entscheidung geholfen hat, würde ich mich über eine Bewertung sehr freuen.
Nur auf diese Art kann der Rezensent erfahren, ob die Mühe sich gelohnt hat. (Dankeschön ;-)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
HALL OF FAMEam 29. Dezember 2005
"Das fünfte Zeichen“ (Claassen 2006 – „Marekors“, 2004) ist nach dem fulminanten Debütroman „Der Fledermausmann“ sowie „Die Fährte“ und „Rotkehlchen“ der vierte in deutscher Sprache erschienene Roman des norwegischen Autors Jo Nesbø mit seinem begnadeten Ermittler Harry Hole. Bjarne Møller, Chef des Dezernats für Gewaltverbrechen in Oslo hat Probleme mit Harry Hole, seinem vifsten, aber eigenbrötlerischen Hauptkommissar. Dies insbesondere mit dessen Alkoholsucht, die wiederum mit dessen Problem mit Tom Waaler, einem weiteren Hauptkommissar, mit Chancen der Nacholger von Møller zu werden, zusammenhängen. Lt. Meinung von Hole steckt Waaler mit der organisierten Kriminalität unter einer Decke und hat beim Tod der Kommissarin Ellen Gjelten Regie geführt. Jegliche Beweise fehlen jedoch. Näheres kann im Vorgängerroman „Rotkehlchen“ nachgelesen werden. Und sommerurlaubsbedingt teilt Møller gerade Waaler und Hole ein, den Mord an einer jungen Frau aufzuklären. Camilla Loen, alleinstehend, wurde am helllichten Tag in der Dusche ihrer eigenen Wohnung erschossen. Die Pistole, die im Mülleimer der Wohnung gefunden wird, erweist sich als Tatwaffe. Keiner der Nachbarn hat etwas gesehen oder gehört. Merkwürdig war nur, dass ihr linker Zeigefinger abgetrennt worden war und unter einem ihrer Augenlider ein rötlicher Diamant in Form eines fünfzackigen Sterns gefunden wurde. Doch Hole weigert sich, mit Waaler zusammenzuarbeiten. So muß er das Verschwinden der Schauspielerin Lisbeth Barli untersuchen. Als ihr abgeschnittener Finger mit einem Ring mit einem sternförmigen fünfzackigen rötlichen Diamanten per Post bei Bjarne Møller eintrifft, ist klar, dass die beiden Fälle zusammenhängen. Und es kommen noch zwei weitere Morde hinzu: Die Empfangsdame eines Rechtsanwaltsbüros, Barbara Svendsen, wird dort ermordet. Gleiches passiert Marius Veland in einem Studentenwohnheim. Dabei taucht auch hier in beiden Fällen ein fünfzackiges Pentagramm auf. So machen Hole und Waaler notgedrungen gemeinsam Jagd auf den Serienmörder. Doch als sich die Nebel des Falles lichten und ein Verdächtiger verhaftet wird, trennen sich wieder deren Wege. Denn für Hole ist die Aufklärung des Falles zu glatt und alles scheint zu stimmen, ohne daß allerdings ein plausibles Motiv vorliegt. Und so kommt es zur Story nach der Story: Das Motiv wird gefunden, der Mörder gestellt – und die Fragen, inwieweit Waaler mit der organisierten Kriminalität zu tun hat und welche Rolle er beim Tod von Ellen Gjelten gespielt hat, werden auch beantwortet. Insgesamt ein trotz seiner 490 Seiten ungemein spannender Roman, der Lust auf weitere Romane von Jo Nesbø mit Hauptkommissar Hole macht.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"Das fünfte Zeichen" ist der fünfte Fall des Osloer Hauptkommissars Harry Hole, einem exzellenten Ermittler, der vor allem durch seine immer wiederkehrenden Alkoholexzesse von sich reden macht. Diesmal allerdings ist es soweit, dass die Schwäche für das flüssige Gift seine brillante Karriere vorzeitig zu zerstören droht. Lediglich die Ausweglosigkeit seines Chefs und mehrere brutal verübte Ritualmorde schaffen es, den abgewrackten Ermittler vor dem völligen Absturz zu retten. Eine spannende Jagd, die neben ihren brisanten Verbrechen immer wieder Harry Holes Kampf gegen die eigenen Dämonen thematisiert. Und so geschieht es, dass es dem verloren geglaubten Kommissar gelingt, wieder einmal über sich hinauszuwachsen.

Gelesen wird der nervenzerreißende Kriminalroman von Schauspieler, Musiker und Hörbuchsprecher Heikko Deutschmann, dem es wunderbar gelingt, die verschiedenen Seiten des Osloer Hauptkommissars Harry Hole nachvollziehbar zu verkörpern. Ob er mit brüchiger Stimme die Aussichtslosigkeit und Zerrissenheit eines immer wieder strauchelnden Mannes verkörpert, dem es einfach nicht gelingen will, sein Leben in den Griff zu bekommen, oder mit Nachdruck in der Stimme die Passagen eines Ermittlers liest, der dafür sorgt, die perfiden Pläne eines Psychopathen zu durchkreuzen: Stets ist seine Lesung von der jeweiligen Situation geprägt und versteht es, den Hörer in einen Strudel von Ereignissen zu ziehen, die bis aufs Äußerste fesseln.

Fazit:
"Das fünfte Zeichen" ist ein sehr komplexes und mitreißend gelesenes Kriminalhörbuch, das vor allem von der Figur des Osloer Hauptkommissars Harry Hole lebt und dazu animiert, mehr von dem facettenreichen Ermittler zu hören.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Harry Hole ist am Ende: den Tod einer Kollegin kann er nicht verwinden, er hat wieder angefangen zu trinken und daraufhin hat ihn auch seine Freundin verlassen. Zudem macht er sich mit seinen Verdächtigungen gegen den Top-Kommissar der Mordkommission zunehmend bei seinen Vorgesetzten unbeliebt. Nur aufgrund des Urlaubs bedingten Personalmangels soll Harry Hole bei der Suche nach einem Serienmörder mithelfen, der Ritualmorde an Frauen verübt.

Die Handlung von 'Das fünfte Zeichen' verfolgt zum einen den Jagd der Mordkommission nach dem Täter. Allmählich kristallisiert sich ein Muster heraus, gleichzeitig geschehen immer neue Morde. Parallel dazu wird Harry Holes Kampf mit sich selber, seiner Vergangenheit und seinem Kollegen verfolgt.

Harry Hole ruft als Hauptfigur widersprüchliche Gefühle beim Leser wach. Er ist destruktiv, selbstzerstörerisch und oft atemberaubend rücksichtslos gegen sich und andere. Mehrmals hat man beim Lesen den Wunsch, ihm energisch in den Hintern zu treten, damit er sich und sein Leben wieder in den Griff bekommt. Andererseits macht gerade seine Fehlerhaftigkeit ihn sympathisch und menschlich - und hinter seiner Bitterkeit und seinen Depressionen verbirgt sich ein sehr guter Ermittler mit einer verblüffend guten Intuition.

Sämtliche Haupt- und Nebenfiguren in der Geschichte sind sehr genau und detailliert gezeichnet und gewinnen durch kurze, aber prägnante Beschreibungen an psychologischer Tiefe. Nesbø zeigt dabei die Zwiespältigkeit von Menschen - seine Figuren sind nicht eindeutig in die Schublade 'gut' oder 'böse' einzuordnen, sondern sind ambivalente Charaktere, die mit den Entscheidung in ihrem Leben kämpfen.

Besonders spannend ist der psychologische Kampf zwischen Harry Hole und seinem Gegenspieler Tom Waaler. Lange wird der Leser im Ungewissen gelassen, ob der nach außen vorbildliche Kommissar Waaler wirklich der korrupte Waffenhändler und Mörder ist, als den Harry Hole ihn sieht oder ob diese Dinge lediglich auf Holes wachsende Paranoia zurückgehen.

Fazit:
Ich kann auch dieses Buch der Harry Hole-Reihe sehr empfehlen. Das Ende lässt die weitere Zukunft des Ermittlers offen und den Leser mit Spannung auf den nächsten Krimi mit dem individuellen Kommissar warten.

Rezension © 2011 by Heike Roebers für BookOla.de
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Januar 2007
Harry Hole ist wieder zurück - und der alkoholkranke Antiheld von Jo Nesbø steigt in dem vierten Roman aus der Serie noch weiter ab. Nachdem er sich in den vergangenen Romanen immer vor dem totalen Zusammenbruch retten konnte, eine Freundin gefunden hatte und es den Anschein hatte als könnte er vielleicht doch den Durchbruch zu einem halbwegs normalen Leben finden, so beginnt dieser Roman mit seinem totalen Zusammenbruch. Nachdem er gescheitert ist seinem verbrecherischen Kollegen Tom Waaler, die Schuld am Tod seiner Kollegin Ellen nachzuweisen, beginnt er wieder zu trinken und es kommt letztlich zum Bruch mit seiner Lebensgefährtin Rakel. Gleichzeitig steht er, die Kündigung bereits auf dem Tisch des Chefs, mitten in einem grausamen Fall - vielleicht bietet sich hier noch eine letzte Chance. Er soll gemeinsam mit Tom Waaler einen Serienmörder finden, der bei seinen Opfer als Fahrradbote erscheint.

Ich habe alle auf Deutsch erschienenen Nesbø-Romane bisher gelesen, und obwohl manche wirklich schwach waren freue ich mich immer wieder auf den nächsten. Der Grund dafür? Dieser Autor hat so viel Potential, dass man immer auf einen Roman vom Feinsten vorbereitet sein darf. Und so ist es auch in diesem Fall. "Das fünfte Zeichen", lässt die Schwächen seines Vorgängers ("Die Fährte") von Anfang an vergessen. Seine allergrößte Stärke spielt Nesbø von Anfang an gekonnt und vielleicht am Besten bisher überhaupt aus, die Charakterzeichnung und -entwicklung. Ja, natürlich, der alkoholkranke skandinavische Polizist ist das Klischee das auch viele andere sehr gut zeichnen (Mankell, etc.), aber keiner beschreibt die Abgründe der Seele besser als Jo Nesbø. Harry Hole ist alles andere als eine klischeehafte Person. Im Laufe des Romans kümmert sich Nesbø zwar verstärkt um Action und Spannung, dennoch gibt er immer wieder tiefe Einblicke in Holes Seele.

Das Hörbuch wird von Heikko Deutschmann gelesen, der Vortrag ist sehr gelungen; wenngleich nicht sensationell, so doch sehr angenehm zuzuhören. Deutschmann bemüht sich zwar den Personen einen eigenen Charakter zu geben, fällt aber meist sehr bald wieder in seine eigene Stimmlage zurück. Dennoch weiß man immer wer gerade spricht und insofern ist das absolut kein Problem. Die Kürzung des Buches ist gut gelungen, etwas das keine Selbstverständlichkeit ist. Persönliche schätze ich dennoch ungekürzte Lesungen mehr, hier allerdings kann man keinen Kritikpunkt anbringen.

Ein empfehlenswertes Hörbuch, das man sich wirklich zu Gemüte führen sollte. Eine brillante Erzählung die manche Schwächen von Jo Nesbø in vergangenen Romanen vergessen lässt.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Spannend bis zur letzten Seite!
Welchen Sinn ergeben die Frauenmorde im sommerlichen "Glutofen" Oslos?
Folgt der geheimnisvolle Mörder einem bestimmten Muster?
Wer wird seinem blutigen Ritual als nächstes zum Opfer fallen?
Der Lösung dieser und anderer Fragen soll sich auch Harry Hole annehmen - ein Kriminaler auf rasanter Talfahrt - er ist kurz davor seinen persönlichen Bogen zu überspannen - noch einen Schritt weiter und sein Job geht flöten...
Man hat ihn förmlich vor Augen - den so aufmüpfigen, revoltierenden und von allen Kollegen / Beobachtern zum Verlierer abgestempelten Hauptkommisar Harry Hole.... - seine Zeit scheint gekommen - der "Elefantenfriedhof" für verdiente Ermittler ist praktisch in greifbare Nähe gerückt....
Eine Mischung aus Mitleid und Sympathie überfällt einem schon nach wenigen Seiten - was Kollegen und Vorgesetzte als unangebrachte Eskapaden verurteilen, sieht der Leser dem Freigeist und Querdenker Hole ganz einfach nach - er ist eben ein ganzer Kerl, einer dem man glaubt, einer dem man buchstäblich alles verzeihen würde - als wäre er aus Fleisch und Blut und nicht eine aus aneinandergereihten Buchstaben geborene Idee des Norweger Schriftstellers Jo Nesbo.
Der Ritualmörder ist nicht Holes einzige Herausforderung - zusätzlich gilt es eine alte Rechnung innerhalb der eigenen Reihen zu begleichen - es entwickelt sich praktisch ein Fall im Fall - zwei Handlungsstränge, die nebeinander verlaufen - nebeneinander? Vielleicht gibt es doch irgendwo einen, oder mehrere Punkte, an dem/denen sich die zwei Geschichten über den Weg laufen.... - vielleicht auch nicht.... - meine Theorie stimmte am Ende leider nur zur Hälfte *seufz* - und ich hatte mir doch alles so schön vorgestellt - Nesbo hat meine Vorstellungskraft jedoch übertroffen und dies auf eine Art und Weise, die überhaupt nicht abgehoben erschien - ein noch spannenderes Ende eben...
Jo Nesbo hat ohne Zweifel ein richtig gutes Auge für seine Mitmenschen, der Autor erreicht bei der Beschreibung seiner auserwählten Orte, der von ihm erschaffenen Figuren und den erdachten verbrecherischen Handlungen eine solche Tiefe, dass man sich manchmal wie ein Voyeur fühlen mag, vom geneigten Leser zum faszinierten Schaulustigen wird und unbedingt wissen möchte wie sich die Geschichte auflöst....
Keine Ahnung welche Anzahl Kapitel Sie zurücklegen müssen, bis Sie meinen Wunsch nach Verfilumg der Geschichte teilen? Bei mir stand lange vor der letzten Seite fest: "Wenn der Stoff je verfilmt wird, werde ich mir einfach die Zeit nehmen müssen, um zu sehen, was man aus diesem fesselnden Roman gemacht hat!"
5 Sterne und Lust auf mehr Jo Nesbo!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Getreu der Devise, dass Superhelden out und gebrochene Figuren angesagt sind, da sich der Leser mit ihnen besser identifizieren kann, ist Harry Hole ein bestens geeigneter Protagonist für den norwegischen Erfolgsautor Jo Nesbø. Denn der Hauptkommissar der Osloer Kripo steckt tief in der Krise: er ist Alkoholiker und erscheint kaum noch zum Dienst. Seine Entlassung steht unmittelbar bevor, Freundin und Kind haben ihn verlassen, der Verbrecherjäger wirkt inzwischen wie ein Penner. Da kommt eine Serie mysteriöser Frauenmorde gerade recht, um seinen Ehrgeiz ein letztes Mal zu packen.

Drei junge Frauen werden hingerichtet, jeder von ihnen schneidet der Täter einen Finger ab, der einen versteckten Hinweis auf die nächste Tat wirft. Hole stellt Bezüge her, erkennt Muster und findet einen Drudenfuß, den fünfzackigen Stern des allgegenwärtigen Bösen, an den Tatorten. Der Täter wird eingekreist, er wird überführt und gefasst, aber ist er wirklich der Mörder?

Bis hierher wäre der Handlungsstrang konventionell, aber es entwickeln sich Nebenkriegsschauplätze, zumal Hole bei der Aufdeckung des Verbrechens mit seinem Intimfeind Waaler zusammen arbeiten muss, den er seit langem für einen Waffenschieber hält. Und damit kommt die Story erst richtig auf Touren.

Wer depressive Typen wie Henning Mankells Kommissar Wallander satt hat, der findet bei Nesbø einen sympathischen und trotz seines Alkoholproblems überzeugenden Helden mit hypnotischer Anziehungskraft. Dabei ist das Buch so spannend und überzeugend geschrieben, dass der Rezensent beim Nachschenken seinen beruhigenden Salbeitee versehentlich auf die Tischplatte goss, weil ihn der Text gefangen hielt.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Januar 2006
Eigentlich bin ich kein echter Krimifan, da es mich irgendwie abschreckt, über Morde zu lesen und ich keine blutrünstigen Geschichten mag. Jo Nesbø’s neuester Krimi „Das fünfte Zeichen“ enthält aber eher spannenden Lesestoff, als nur vordergründige Ermordungen:
Harry Hole, Hauptkommisar der Osloer Polizei, versucht, mit dem Tod seiner Kollegin Ellen klar zu kommen, die in einem Einsatz ums Leben kam. Er ist sich sicher, dass Tom Waaler, sein junger ambitionierter Kollege, irgendwie in den Vorfall verwickelt ist, aber seine internen Ermittlungen konnten diese Vermutung nicht untermauern. Und so begann Harry den Schmerz mit Alkohol zu betäuben, woraufhin sich seine Lebensgefährtin Rakel von ihm trennte. Als plötzlich ein grausamer Mord gemeldet wird, erscheint Harry noch nicht ganz ausgenüchtert am Tatort. Bei der Leiche einer jungen Frau fehlt ein Finger (Zeigefinger) und zudem wurde unter ihrem Augapfel ein kleiner roter Diamant in Form eines Pentagrammes deponiert. Aufgrund der Tatsache, dass Harry angetrunken zum Dienst erschien, wird er von seinem Chef Bjarne Møller unsanft darauf hingewiesen, dass er seine Alkoholsucht nicht weiter decken kann und auf dem Tisch des Kriminaldirektors bereits Harry´s Kündigung liegt und nur noch darauf wartet, unterschrieben zu werden.
Einzig und allein die Urlaubszeit und der nachfolgende zweite Mord lassen Harry Hole weiter seinen Dienst verrichten. Seine Alkoholsucht bekommt er während der Ermittlungen langsam in den Griff, woraufhin er auf starke Schlaftabletten zurückgreift, um endlich einmal traumlos schlafen zu können, ohne von seiner toten Mutter, seiner toten Schwester oder Kollegin zu träumen. Manchmal fragt man sich hierbei aber auch, warum Harry nicht einfach die Hilfe eines Psychologens annimmt. Als der dritte Mordfall auftaucht, ist man sicher, einen Serienmörder vor sich zu haben. Damit man mehr Anhaltspunkte bekommt, wen man bei dieser Mordserie sucht, wird ein Profiler eingeschaltet. Und langsam kommt man dem Killer auf die Schliche. Als dann der Mörder gefasst ist, beginnt allerdings erst die richtige Geschichte, denn der angebliche Killer, ist nur eine Schachfigur in einem Spiel und der echte Mörder läuft noch frei herum. ...
Die Spannung in dem Buch ist wirklich permanent vorhanden und dadurch liest man die 490 Seiten auch so leicht durch, da man unbedingt wissen will, wie es weiter geht. Die verschiedenen Szenenwechsel tragen zudem zur Spannungserhöhung bei. Man muss genau aufpassen, dass man nicht die einzelnen Details verpasst, die für den Fall wichtig sind und einige Seiten später wieder auftauchen. Einige sexualisierte Szenen wirkten manchmal abstossend auf mich, so z.B. als Harry in auf dem Bett der ersten ermordeten Person vor Müdigkeit einschläft und sexuell erregt ist, was ich ziemlich pietätlos fand. Oder Szenen, die mit Tom Waaler zu tun hatten. Manchmal habe ich mich hier auch gefragt, ob der Autor diese Szenen nach dem Motto „Sex sells“ eingestreut hat. Deshalb nur 4 Punkte. Ansonsten hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen und ich kann es auf jeden Fall empfehlen, da man hier Spannung pur erlebt.
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am 8. März 2009
Ich habe schon sehr viele Krimis und Thriller gelesen, aber die Bücher von Jo Nesbo stechen in Bezug auf Anspruch, Schreibstil sowie Spannung stark hervor!
Ein genial konstruierter Mordfall kombiniert mit Korruption innerhalb der Polizeibehörde, ein alkoholkranker Kommissar, der mit seinen privaten Höllen kämpft, all das stimmig und ohne Übertreibung - das ist Schreibkunst!
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