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am 17. März 2006
Als Erstes: Ich liebe die Bücher von Matthew Reilly. Ich habe alle mindestens einmal gelesen.
Ich mag seine Action-Sequenzen und anders als bei anderen Autoren dieses Genres, hatte ich Reillys Szenen immer vor Augen wie bei einem Film.
Ice Station war für mich ein stundenlanger Actionfilm den allerdings nur ich sah. Niemals habe ich etwas vergleichbares oder gar besseres als Film gesehen.
Bei Der Tempel war es ebenso und auch Die Offensive war genial.
Das Tartarus-Orakel ist aber etwas ganz anderes.
Greifen Sie nicht zu, wenn sie erwarten, dieses Buch sei wie seine Vorgänger. Reilly hat sich mit etwas neuem versucht. Es geht hier nicht so sehr um eine Militäraktion. Eine Schatzsuche mit einigen bewaffneten Konfrontationen ist schon eher die richtige Beschreibung.
Und somit ist Das Tartarus-Orakel eben kein Buch, dass sich ohne weiteres mit Ice Station vergleichen lässt. Es muss ein bisschen separat betrachtet werden.
Zu den unlogischen Handlungen kann ich nur folgendes sagen: Das ist halt Matthew Reilly! Das ist in jedem seiner Bücher so und ich denke es wird auch so bleiben. Ich störe mich nicht daran, sondern geniesse eine rasante Geschichte. Es stört mich auch nicht, dass Reillys neues Buch nicht gleich ist wie seine Vorgänger. Ich gestehe Reilly eine Entwicklung zu und evtl. eine Abwendung vom immer gleichen Thema. Sein neues Buch ist dennoch grossartig und ich hatte stundenlang Spass beim Lesen. Darum hatte ich es gekauft und meine Erwartungen waren mehr als erfüllt.
Schon jetzt freue ich mich auf den nächsten Roman von Reilly.
Fazit: Kaufen Sie sich dieses Buch! Lesen Sie es in einem Rutsch durch. Begleiten Sie Jack West auf der grössten Schatzsuche der Menschheitsgeschichte und erleben Sie ein Abenteuer epischen Ausmasses. Aber erwarten Sie nicht eine Geschichte wie Ice Station. Dann werden Sie gewiss nicht enttäuscht sein.
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am 4. August 2007
...wenn die Unterhaltung sooooo gut ist! Ich zumindest nicht. "Das Tartarus Orakel" schlägt in die Richtung von "Der Tempel". Nur liefern dieses Mal nicht die Inka den Hintergrund sondern die nicht minder faszinierenden Ägypter. Ein Pageturner in bester "Indiana Jones"-Manier, Lara Croft in Buchform, kurz: Adventure pur! Spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Kein überflüssiger schriftlicher Schnickschnack, die Protagonisten mit genügend Tiefgang um mitzufühlen, ein Spannungsbogen ohne Hänger und ein ordentlicher Showdown. Dazu Mysterien, Legenden und Rätsel.

Zur Story:
Alle 4500 Jahre zeigt ein riesiger Sonnenfleck names Tartarus genau auf die Erde und löst verheerende Sintfluten aus die das Angesicht der Welt verändern. Nur 2500 v.C. gab es diese Fluten nicht. Weil die alten Ägypter einen besonderen Stein, den Benben, den goldenen Schlussstein auf der Cheopspyramide platzierten, der dies verhinderte. Hernach wurde der Schlussstein in sieben Einzelteile zerlegt und diese in den sieben Weltwundern verborgen.

Drei Teams suchen sieben Tage vor Erscheinen von Tartarus nach den Teilen um ein uraltes Ritual auf der Cheopspyramide zu vollziehen. Mittels diesem Ritual kann zweierlei bewirkt werden: 1. Der vollkommene Friede für die Welt oder 2. 1000 Jahre Macht für jenes Land, welches eine bestimmte Menge Heimaterde unter dem Benben platziert.

Zwei dieser Teams - die Europäer und die Amerikaner - streben nach Macht, doch ein Team, zusammengesetzt aus 9 Personen - 7 Soldaten, ein Wissenschaftler und einem kleinen Mädchen - kämpfen für den Frieden.

Rund um den Erdball geht die Jagd. Verborgene Verstecke müssen aufgespürt und gefährliche Fallen der ägyptischen Baumeister umwunden werden um die Steine zu finden. Zu den Verstecken weist ein geheimnisvoller Text, geschrieben in einer Schrift, die nur zwei Menschen lesen können. Eine davon ist das kleine Mädchen namens Lilly, das mit dem kleinen Team für den Frieden kämpft.

Zuletzt kommt es zum dramatischen Showdown auf der Cheopspyramide. Wer die Steine besitzt und ob Friede oder Macht beschworen werden sei hier natürlich nicht verraten.

Ich habe Sakrileg - sowohl Dan Brown als auch Sakrileg werden in diesem Buch einige Male erwähnt - gelesen, aber ich finde ReillyŽs "Der Tempel" und auch " Das Tartarus Orakel" um einiges besser. Für manche mag diese Aussage ein Sakrileg darstellen, ich stehe dazu. Finde ich auch die Geheimnisse der Inka und der Ägypter um einiges faszinierender als die der katholischen Kirche. ...und wer BrownŽs "Illuminati" und "Das Tartarus Orakel" gelesen hat wird die Verbindung zwischen Ägyptischer und christlicher Religion verstehen.

Volle 5 Sterne, dieses Buch hat jeden davon verdient!
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am 31. Januar 2008
Ich hab inzwischen alle Bücher von Matthew reilly gelesen und muss sagen Das Tartarus Orakel ist das beste Buch von ihm (knapp vor Ice Station).

Es ist verdammt gut und spannend geschrieben , es ist genug Action da aber es nicht so übertrieben und Mega-unrealistisch wie "operation Elite" und "Die Offensive". Auch verzichtet Mr.Reilly hier auf die nervige Comicsprache (Bumm , Bäng , Zack , Wumm , krach ,...) , welche bei einigen Romanen total genervt hat.

Die Story ist gut , und da mich das Thema mit den Weltwundern und vor allem Schatzjäger-geschichten sowieso fasziniert war dieser Roman noch umso spannender.
Was ich auch gut finde ist das die Amerikaner mal nicht als die großen Helden und Patrioten hingestellt werden sondern als das was sie auch wirklich sind.

Ich kann diesen Roman mit bestem Gewissen jedem empfehlen.
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am 29. Mai 2006
Da ich alle anderen Bücher von Matthew Reilly verschlungen habe, konnte ich es kaum abwarten dieses Buch endlich in den Händen zu halten.

Dieses Buch bietet wie erwartet wieder Action pur, der wenig realitätsnah ist. Aber das ist ja vorher klar bei Matthew Reilly. Das macht seine Bücher ja auch so gut. Die Story ist auch nicht schlecht.

Allerdings gibt es einen RIESIGEN KRITIKPUNKT!!!

Im Gegensatz zu allen anderen seiner Bücher schafft er es einfach nicht Spannung zu erzeugen... Schon vor jeder Situation ist klar wie die Szene ausgeht. Er beschreibt erst immer das Ende der Szene und dann die Aktion.

Leute die von ihm noch kein Buch gelesen haben, sollten nicht unbedingt mit diesem Werk beginnen. All seine anderen Bücher sind 5 Sterne wert, wenn nicht sogar noch mehr.

Ich war wirklich enttäuscht als ich dieses Buch gelesen habe und deswegen gibts nur 3 Sterne. Aber ich hoffe in seinem nächsten Buch ist er wieder der Alte und versteht es wieder Spannung zu erzeugen.
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Der Australier Matthew Reilly gehört sicher zu den Sprengmeistern innerhalb der Thrillerautoren, denn was er in seinen Romanen an Actionszenen bietet, würde jedem Hollywoodblockbuster gut zu Gesicht stehen. Ein Konzept dass in den meisten seiner bisherigen Romane perfekt aufging, diesmal jedoch nicht ganz.

Im Mittelpunkt von Das Tartarus-Orakel steht die Suche nach den Steinen einer goldenen Pyramide, die bei den sieben Weltwundern der Antike versteckt sind. Diese Steine ermöglichen es den Besitzer am Tag des Tartarus die Sonnenkraft zu komprimieren und die Herrschaft über die Welt zu erlangen. Der Ex-Soldat Jack West liefert sich mit seiner aus verschiedenen Nationen zusammengewürfelten Einheit ein Wettrennen gegen die USA und das alte Europa. Eine entscheidende Rolle dabei spielt das Mädchen Lily, das Jack seit ihrer Geburt beschützt.

Das Tartarus-Orakel bietet wie gewohnt jede Menge Action, von der viele Hollywoodproduktionen nur Träumen können. Trotzdem schafft es Matthew Reilly diesmal nicht, diese Szene glaubhaft in die Handlung einzubauen. Man hat vielmehr den Eindruck, dass die durchaus interessante Grundidee des Romans, die Suche nach den Weltwundern der Antike, nur dazu dient, die Actionszenen aneinanderzureihen. Zumal man das Gefühl bekommt, alle Szenen in den bisherigen Werken schon einmal erlebt zu haben.

Auch an überraschenden Wendungen fehlt es diesmal. Konnte Matthew Reilly bei Ice Station oder Die Offensive den Leser auch mit einer überraschenden Handlung verblüffen, so plätschert die Handlung diesmal etwas vorhersehbar dahin.

Insgesamt ist Das Tartarus-Orakel eine gute Strandlektüre. Fans des Australiers werden etwas enttäuscht sein. Vielleicht wäre Matthew Reilly gut beraten, in seinem nächsten Roman die Actionszenen etwas zu verringern und wieder mehr auf die Handlung zu achten.
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VINE-PRODUKTTESTERam 9. September 2010
Ich habe dieses Buch nach "Die Macht der sechs Steine" gelesen und war ein klein wenig enttäuscht. "Die Macht der sechs Steine" war mein erster Reilly und ich war begeistert. "Das Tartarus Orakel" kommt aber leider nicht an den Nachfolger heran. Die Action-Szenen (und davon gibt es wieder viele) sind spannend geschrieben, aber es fehlt etwas dazwischen. Bei "Die Macht der sechs Steine" habe ich die verschiedenen Charaktere sofort in mein Herz geschlossen, mit ihnen gelitten, mich mit ihnen gefreut. Dies fehlt aber aber bei "Das Tartarus-Orakel" komplett. Die Personen, die in dem Buch mitspielen, kommen sehr blass daher. Sie werden erschossen: ok, sind sie halt weg. Die Hauptperson verschwindet: ok, wird schon jemand anderer den Part übernehmen. Die Hauptperson taucht wieder auf: oh, nett.- Es ist schwer zu beschreiben, aber bei dem Buch spingt der Funke einfach nicht über. Es ist ein nettes Buch, ein spannendes Buch, aber eines, was man nicht noch einmal in die Hand nehmen würde. Hätte ich nicht "Die Macht der sechs Steine" vorher gelesen, wäre dies mein letztes Buch von Matthew Reilly gewesen. So aber weiß ich, daß er es besser kann, und werde ihm noch eine weitere Chance geben.
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am 31. Dezember 2011
Wenn man das Buch durchgelesen hat und zur Seite legt, muss man erst einmal tief durchatmen und überlegen, welcher literarische Laster da einen gerade überfahren hat. So massiv das Buch mit seinen 520 Seiten, die allerdings großzügig bedruckt sind, erscheinen mag, so sehr fällt diese Materialfassade in sich zusammen, wie ein Kuchen, der beim Backen zu sehr aufgegangen ist. Die oben beschriebene Zusammenfassung mag zwar anders klingen, nämlich nach einem unheimlich gehaltvollen Roman mit historisch-mystischem Hintergrund ' aber ähnlich knapp hält Matthew Reilly die Erläuterungen im Roman selbst. Wie, zum Kuckuck, soll er damit dann 520 Seiten gefüllt haben?

Hier kommen wir zum eigentlichen Sinn von Reilly-Romanen: Es geht um Action! Von wegen, Einführung der Protagonisten! Reilly legt gleich damit los, wie sich die drei gegnerischen Parteien ein einer mit Fallen gespickten Mine zum ersten Mal treffen und im Wettlauf gegen die Zeit nach dem ersten Teil des Schlusssteins gegeneinander antreten. Und Schwupps, sind die ersten 50 Seiten vorbei. Das geht dann, unterbrochen von kleineren Kapiteln, die tatsächlich etwas Hintergrund in die Geschichte bringen, den ganzen Roman über so weiter. Immer die Gegner im Nacken und fiese Fallen vor ihnen, muss die kleine unabhängige Staatengemeinschaft erkennen, gegen die übermächtigen Feinde kaum Chancen zu haben ' so scheitert die Truppe ein ums andere Mal. Gut so, sonst wäre der Roman ja vorbei.

Und an was für Schauplätze uns Matthew Reilly entführt... Auf seiner Homepage findet sich ein bezeichnendes Zitat, welches hervorragend auf 'Das Tartarus-Orakel' passt: 'Ich habe bemerkt, dass es bei Hollywood-Actionfilmen immer ein begrenztes Budget gibt und man viele Sachen deswegen nicht realisieren kann. In der Literatur ist das ganz anders, man kann sich alles vorstellen und ermöglichen!' Von dieser Erkenntnis macht der Autor beinahe inflationär Gebrauch. Nicht nur, dass seine Helden von Natur aus 'unkaputtbar' sind (von wenigen Ausnahmen, fast alle davon Plot-driven einmal abgesehen). Reilly schmeißt mit erdachten Orten, fantastischer Architektur und Aufbau der Weltwunder, Settings voller fast unmöglich realisierbaren Bedingungen und Größe nur so um sich und strapaziert an einigen Stellen die Realität und das Machbare zugunsten des Effekts doch sehr. Wenn auf der Flucht vor der Armee ein Teil der Truppe mit einem Doppeldeckerbus durch Paris rast und diesen sich gekonnt überschlagen lässt, dann fasst man sich dann doch gegen die Stirn und sagt: 'Es wäre zwar möglich, aber das funktioniert doch nie!'

Selbiges gilt für die Weltwunder. So großartig diese antiken Bauwerke (unter ihnen eine in einer von Menschenhand abgedeckten Meeresbucht liegende Tempelanlage und die mit einem Wasserfall und künstlich gemauerter Bergwand getarnten Hängenden Gärten von Babylon) auch beschrieben sind, so sehr ärgert man sich doch, dass so etwas wohl nie verfilmt werden kann ' Es wäre zu aufwändig, zu teuer, zu groß. Was besonders schade ist, denn auch wenn Matthew Reilly sprachlich kein besonders großes Licht ist und sich teilweise billigster Verzögerungstaktiken im Plot bedient, so weiß er doch eben diese Effekte so einzusetzen, wie es der Kinogänger aus Action-Blockbustern (sagen wir an dieser Stelle mal einfach à la 'Armageddon') gewohnt ist. Der Schnitt der einzelnen Szenen (es ist mir völlig klar, dass ich mich hier des Vokabulars des Films bediene) ist ebenso rasant wie in einem Videoclip, die teilweise sehr kurz geratenen Sequenzen verzetteln sich erfreulicherweise nicht an verschiedenen Spielorten gleichzeitig, schaffen dadurch aber natürlich auch nicht eine große Komplexität. Besonders zum Ende des Romans hin bedient sich Reilly immer öfter Sätzen wie '...und schaltete die Fallen aus', während dieses 'Fallen ausschalten' am Anfang des Buches noch die grundlegenden Passagen waren.

So minimal im Endeffekt doch der Plot, so verzweigt ist er auch innerlich. Viele mystische Nebenarme zur Hauptgeschichte, sei es Lily als Kind des Tartarus-Orakels, die fehlenden vier Tage im Gedächtnis von Hauptheld West und was sie bedeuten, oder der nachträglich zum Team stoßende Israeli, verzwirbeln sich am Ende des Romans, und es ist dann doch schon erstaunlich, wie Reilly bei all der Aufregung zwischendurch noch Platz und Zeit gefunden hat, die erzählerische Basis zu verbreitern.

Dafür spart Reilly an Charakterisierungen. Seine Helden sind eindimensional und klischeehaft. Aber kann man das jemandem vorwerfen, der versucht einen Action-Film im Kopf entstehen zu lassen? Doch, man kann. Denn Autoren wie Dan Brown (zumindest in seinen Romanen jüngeren Schreib-Datums ' 'Illuminati' und 'Sakrileg') geben sich, bei allem Tempo der Geschichte, die das Abenteuer-Thriller-Genre verlangt, doch Mühe ihren Personen etwas Leben einzuhauchen. Dies gelingt Matthew Reilly nur an wenigen Stellen und so bleiben die Charaktere meist auf ihre nationale Herkunft und ihr Aussehen beschränkt. Seltsam, dass man das während des Romans kaum bemerkt oder bemängelt. Letztendlich ist es dem Leser wohl egal, wer da von Krokodilen gejagt durch die Unterwelt flitzt.

Der größte Clou an 'Das Tartarus-Orakel' sind allerdings die zahlreichen Illustrationen und Zeichnungen der jeweiligen Weltwunder-Anlagen. In detaillierten Skizzen werden Fallen noch lebendiger und anschaulicher beschrieben, der gesamte Aufbau der Gebäude und umgebenden Geografie erläutert und alte Schrifttafeln abgebildet. Einige werfen Reilly vor, das sei eine notwendige Maßnahme erzählerische Schwächen auszugleichen, doch auch hier muss man berücksichtigen, dass Filmfan Reilly (der an einigen Stellen Star Wars, Herr der Ringe und auch Sakrileg erwähnt) nun einmal visuell arbeitet ' Nebenbei dreht er auch Kurzfilme mit Mitgliedern seiner Familie. Diese 'Hilfsmittel' machen die Spielorte des Geschehens noch sehr viel plastischer und realistischer, lassen den Roman noch mehr zu einem 'Storyboard' werden.

Das Erzähltempo ist durchgängig hoch, man traut sich als Leser kaum das Buch aus der Hand zu legen, bis nicht das aktuelle Weltwunder bezwungen und der Bruchteil des Schlusssteins gefunden ist. Lediglich zum Ende des Romans hin geht Reilly ein wenig die Puste aus und das Finale in luftiger Höhe auf der Spitze der Großen Pyramide wirkt an einigen Stellen doch ein wenig zu fahrig und undetailliert beschrieben. Dass am Ende die USA verloren hat, Europa ebenfalls scheitert und ausgerechnet Australien als geheimes unverwundbares Land aus den Ereignissen der abgewendeten Katastrophe hervorgeht, kann man mit einem ironischen Lächeln als Lokalpatriotismus des Australiers Reilly abtun ' Auch Spiderman hängt am Ende des Raimi-Films an einer US-Flagge.

'Das Tartarus'-Orakel ist ein Action-Roman, ohne wirklich tiefgehende Story oder komplexe Charaktere, der durch seine visuelle starke Erzählweise besticht, die durch Skizzen und Illustrationen verstärkt wird. Realismus oder historische Korrektheit wird durchgängig klein geschrieben und zugunsten atemberaubender Szenerien und Actionsequenzen arg strapaziert ' aber nur an wenigen Stellen so sehr, dass es weh tut. Der Plot spielt mit real existierenden mystischen Legenden und mischt daraus einen Cocktail fantastischer Möglichkeiten, die den geneigten Leser in Staunen versetzen.

Wer also einen gelungenen Action-Thriller lesen will, kann in Matthew Reilly, gemessen an 'Das Tartarus-Orakel', einen Meister finden. Mir persönlich hat es so gut gefallen, dass ich mir zur weiteren Lektüre das Taschenbuch mit den beiden Reilly-Romanen 'Ice Station' und 'Der Tempel' (als Sonderausgabe ebenfalls erschienen im Ullstein-Verlag) zugelegt habe. Matthew Reilly hat jetzt einen Fan mehr.

© Sascha Vennemann, 2006 für bookola.de
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am 3. Januar 2010
Eine Jagd zu den Resten der 7 Weltwunder mit den Parteien USA, Europa und der Rest (angeführt von Australien natürlich), um die Welt vor dem Untergang zu retten - wer könnte eine so hanebüchene, verrückte Story besser umsetzen als der Meister des Actionthrillers, Matthew Reilly? Richtig, keiner. Um es gleich vorwegzunehmen: "Das Tartarus-Orakel" ist nicht Reillys bestes Buch, aber trotzdem gute Unterhaltung. Das Wortspiel "Tartarus-Debakel" ist völlig fehl am Platz. Die Story um Jack West und sein Team wurde übrigens in "Die Macht der sechs Steine" und "Der fünfte Krieger" fortgesetzt.

Das Buch beginnt gleich mit einer furiosen Hetzjagd, ehe es nach und nach die Zusammenhänge in der Vergangenheit, die archäologischen Theorien (wenn man sie denn so nennen darf) und die verschiedenen Figuren einführt und erläutert. Diese nichtchronologische Erzählweise macht das Buch interessant, zieht es aber teilweise auch etwas in die Länge (erster Minuspunkt).

Die Actionszenen, die um die recht dünne und auch etwas überraschungsarme Story (die Romane um "Scarecrow" hatten immer ein paar Wendungen, zweiter Minuspunkt), strecken, sind aber wieder einmal großartig inszeniert, auch wenn es Reilly schon spektakulärer und vor allem härter hat krachen lassen. Eine Unwahrscheinlichkeit folgt auf die nächste und die Helden überleben auch (fast) alles. Ganz so blutig und brutal wie besonders in "Operation Elite" ist dieser Roman bei weitem nicht, harte Szenen gibt es dennoch einige.

Mit "Das Tartarus-Orakel" ist Reilly erneut ein sehr unterhaltsamer Pageturner gelungen, der wie immer ganz von den abgedrehten Actionszenen lebt, aber im Gegensatz zu den genialen "Scarecrow"-Romanen die eine oder andere Länge aufweist und leider keine einzige Überraschung bietet. Dafür gibt es einen Stern Abzug, trotzdem absolute Kaufempfehlung, denn unterhalten wird man erneut gut.
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am 6. April 2006
Vorerst einmal: Matthew Reilly schreibt Action Bücher.
(Roland Herden- Alan Folsom- Matthew Delaney und Rollins schreiben ähnlich Actionreich)
Hier die Handlung.
Vor mehr als 4500 Tausend Jahren wurden folgende Worte in den Schlussstein der Pyramide zu Gizeh gemeißelt:
Duckt Euch vor Angst, schreit vor Verzweiflung, Ihr elenden Sterblichen,
Denn was große Macht verleiht, Nimmt sie auch wieder.
Wenn nicht der Heilige Ben Ben an Heiliger Stätte,
Auf Heiligen Grund, in Heiliger Höhe,
Binnen sieben Sonnenaufgängen nach dem Erscheinen
Des Propheten von Ra angebracht wird,
Werden am Höhepunkt des siebenten Tages
Die Feuer von Ras unerbittlichem Zerstörer
Uns alle verschlingen.
Der siebente Tag ist Matthew Reilly zu Folge der 20. März 2006.
Sollte nicht an diesem Tage der goldene Schlusstein, der einst auf dem riesigen Bildnis trohnte, wieder an seinem Platz sein, würde die Sonne mit all Ihrer Kraft die Erde zerstören.
Führt ein Land an diesem Tage allerdings ein Ritual durch, kann es die vollkommene Macht erlangen, bis zum nächsten Tag des Tartarus.
Natürlich ist dieser Umstand der Weltmacht Amerika nicht entgangen. Einigen Staaten in Europa ( BRD, Vatikanstadt und Italien ) allerdings auch nicht. So liefern sich die beiden Gruppen unerbittliche Kämpfe, um an Teile des Schlusssteines zu kommen, die verteilt auf alle 7 Weltwunder sind. Während sich die beiden Gruppierungen in den Haaren liegen schicken Australien, Irland, Jamaika, Neuseeland, Spanien und die vereinigten Arabischen Emirate ihre Topkämpfer ins Rennen. Jack West ein australischer Elite Kämpfer mit archäologischer Ausbildung führt diesen wilden Haufen an. Begleitet werden die Söldner von einem 10 jährigen Mädchen, die als Medium dienlich sein soll und auch alle Hinweise, geschrieben in alter Sprache, entziffern kann.
Doch bald müssen Jack West und seine Männer schmerzlich spüren, das sie wohl einen Verräter unter sich haben, denn sobald sie einen Schritt tun, sind die vereinigten Staaten, unterstützt von einem Nazi Archäologen aus vergangenen Tagen schon in ihrem Windschatten und nehmen ihnen den wohlverdienten Vorsprung wieder weg.
Auch der Vatikan ist nicht von schlechten Eltern, wenn es um das Entschlüsseln von Geheimnissen geht.
Wer wird es nun schaffen, den Schlussstein, den einst Alexander der Große versteckt haben soll, wieder an seinen Platz zu führen, um die Erde zu retten ....?
Der ganze Roman ist eine Achterbahnfahrt rund um die 7 Weltwunder. Die Weltwunder, die als verschollen gelten, werden von Reilly wieder raffiniert zum Leben erweckt. Toll gemacht.
Unterstützt werden seine Phantasien von gezeichneten Lageplänen, sonst würde der Leser wohl nicht mehr durchsteigen.
Trotz der Übersetzerschwächen gebe ich 5 Sterne, weil Reilly ja nicht dafür kann.
Ich freue mich schon auf das nächste Abenteuer aus Australien.
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am 14. Mai 2009
"Schlatt! Sein Kopf zerplatzte wie ein überreifer Kürbis..."
Naja, mit Comic-Sprache und jeder Menge Gewaltszenen muß man bei Matthew Reilly schon rechnen. Obwohl ich finde, in diesem Buch ist's gar nicht mal so schlimm, als wenn "Scarecrow" - Reilly's Standardprotagonist - zur Sache geht.
Ungewöhnlich ist am "Tartarus-Orakel" auch, daß die Geschichte nicht fortlaufend und an einem Ort passiert, hier gibt es verschiedene Kapitel. Dadurch wird etwas das Tempo herausgenommen - sofern man von sowas bei Reilly' Hochgeschwindigkeit überhaupt sprechen kann. Das erklärt vielleicht auch die Kritik in anderen Rezensionen, die ich aber nicht teilen kann.
Im Gegenteil, für mich ist dies mein bisher bester Reilly, das liegt einerseits am "Grabräuber"-Szenario - ich liebe Indiana Jones - zum anderen an dem Plus an Hintergrundstory, das "Das Tartarus-Orakel" gegenüber z.B. "Die Offensive" oder "Operation Elite" meiner Meinung nach zu bieten hat.
Auch hat der Autor mit seiner Einleitung - was heißt eigentlich Einleitung, es geht ja gleich mittedrin los - voll ins Schwarze getroffen. Der Kniff, den Anfang erst nachher als Rückblick zu erzählen, ist natürlich nicht neu, aber hier so perfekt in Szene gesetzt wie selten.
Fazit: Für Action- und Indiana Jones sicher empfehlenswert.
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