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5.0 von 5 Sternen Super witzig
Beigbeders Schreibstil ist fantastisch.
Es ist das zweite Buch, das ich von ihm lese und ich bin erneut begeistert.
Locker, aber intelligent und lustig. Tolles Buch!
Vor 1 Monat von apulsk veröffentlicht

versus
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Partys, Sex und Depressionen
Man braucht nur Frédéric Beigbeders Foto auf dem Schutzumschlag zu betrachten, um zu begreifen, dass sein Tagebuch-Schreiber Oscar Dufresne große Ähnlichkeit mit ihm haben muss. Dieser verächtliche Zug um den Mund, diese Weigerung, in die Kamera zu lächeln, der arrogante Blick, die dünnen Lippen, der schwarze Rollkragenpullover -...
Veröffentlicht am 16. August 2006 von lieblingsfarberot


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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Partys, Sex und Depressionen, 16. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Der romantische Egoist (Gebundene Ausgabe)
Man braucht nur Frédéric Beigbeders Foto auf dem Schutzumschlag zu betrachten, um zu begreifen, dass sein Tagebuch-Schreiber Oscar Dufresne große Ähnlichkeit mit ihm haben muss. Dieser verächtliche Zug um den Mund, diese Weigerung, in die Kamera zu lächeln, der arrogante Blick, die dünnen Lippen, der schwarze Rollkragenpullover - genau so stellt man sich den Zyniker Dufresne vor, der uns in seinem Tagebuch zwei Jahre lang Tag für Tag über seine Eindrücke, Ansichten und Depressionen auf dem Laufenden hält.

Der 34jährige Schriftsteller Dufresne ist reich und berühmt und verkehrt am liebsten mit anderen reichen und berühmten Menschen. Diese trifft er in angesagten Clubs, in hippen Urlaubsdomizilen, im Fernsehen, auf VIP-Partys, Lesungen und kulturellen Veranstaltungen, in seiner Heimat Frankreich und in vielen anderen Ecken der Welt. Wer einen Reiseführer durch die international angesagtesten Clubs, Bars und Discos sucht, wird hier bestens bedient - meist gibt der Autor noch die genaue Anschrift dazu; man bedenke aber, dass die erst jetzt veröffentlichten Aufzeichnungen aus dem Jahren 2000 bis 2002 stammen. Natürlich verschont Dufresne die Menschen, die ihm begegnen, nicht mit seinem sarkastischem Urteil - skandalträchtiges Schreiben ist man von Beigbeder gewohnt.

Für deutsche Leser ist es schwierig, die vielen Namen, die hier fallen, Gesichtern und Geschichten zuzuordnen. Leser, die über die französische Politik, Kultur- und Partyszene Bescheid wissen, sind klar im Vorteil. Interessant wiederum sind die Eindrücke, die Oscar Dufresne auf einer Lesereise durch Deutschland sammelt.

Doch Feiern und Sich-Feiern-lassen ist nur ein Thema in Beigbeders Roman, ein zweites ist die Liebe. Oscar Dufresne hat ziemlich oft einen 'Knüppel in der Hose', wahlweise auch in ihm unbekannten Frauen oder im Taschentuch. Der Beziehungsphobiker tut sich schwer mit der Liebe: 'Ich fliehe, was mir gefällt, ich fürchte, was mich anzieht, ich meide die, die mich liebt, und mache die an, der ich gleichgültig bin.' Schließlich aber verliebt er sich doch, grämt sich, dass er nicht mehr fremdgehen mag und mit leichtem Verfolgungswahn vermutet er immerzu, dass seine Françoise ihn betrügt. Wenn es um die Liebe geht, steckt er sich selbst in die Schublade 'romantischer Egoist'. Wenn er jedoch von Orgien im Swinger-Club erzählt oder davon träumt, sich mit Françoise als Paar zu prostituieren, stellt er das herkömmliche Verständnis von Romantik gezielt auf die Probe.

Das dritte große Thema dieses Romans ist die Auseinandersetzung mit der 'Autofiktion'. Über sein eigenes Leben kann Beigbeder alias Dufresne eben besser schreiben als Geschichten erfinden, also schreibt er Tagebuch. Und weil er sich über dieses Konzept nicht sicher ist, werden wir immer wieder mit der langen Liste der Literaten konfrontiert, die ihre Tagebücher und Gedanken veröffentlicht haben. Andere Prominente und Semi-Prominente zerren ihr Leben schließlich auch reihenweise in die Öffentlichkeit, und sogar das gemeine Volk hat nichts besseres zu tun, als Tagebücher ins Internet zu stellen und sich in TV-Shows zu inszenieren. Seit Bridget Jones sind obendrein fiktive Tagebücher in Mode. Beigbeder schwimmt also mit dem Strom, möchte sich aber abheben durch geistreiche Wort- und Gedankenspiele und eine kritische Auseinandersetzung mit seiner Zeit.

Hier und da gibt er tatsächlich recht geistreiche philosophische Weltanschauungen zum Besten, überrascht mit amüsanten Gedankenspielen und spitzbübischem Witz. So sehr ich mich anstrenge, es fällt mir trotz dieser kleinen Highlights kein Argument ein, weshalb man dieses Buch gelesen haben muss.

Andererseits langweilt es nicht, es berührt auch nicht, es unterhält, es widert an, es erstaunt und es nervt. Am Ende des zweijährigen Party-, Drogen- und Sexmarathons fühlt man sich eigenartig leer - als hätte das Buch einen ausgelesen und nicht umgekehrt.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der von Houellebecq protegierte neue Popstar der Literatur?, 29. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Der romantische Egoist (Taschenbuch)
Versuchte Kurzzusammenfassung des Buches: Wir leben in einer scheinbar oberflächlichen, in maßgeblichen Teilen hedonistischen Gesellschaft, deren Elementen es zum Teil gelingt, romantische Gefühle zu hegen und über zwischenmenschlichen Phänomene wie dem der der Liebe zu verzweifeln.
Ich habe dieses Buch im Urlaub innerhalb von zwei Tagen gelesen - was nicht unbedingt daran liegt, dass es so fesselnd ist, sondern vielmehr weil es auf Grund seiner Flachheit sich nur zum Verschlingen im Sinne von Lese-Fastfood eignet.
Beigbeder legt hier ein Buch vor, welches nicht das hält, was laut Klappentext erwartete werden könnte. Tatsächlich ist das zu Papier gebrachte selten originell, an vielen Stellen dagegen ärgerlicherweise trivial und platt: Die hingeschriebenen Weisheiten, die der Protagonist seinem Jet-Set-Leben dahinphilosophiert, haben oft die Originalität und Tiefe von allenfalls mittelmäßigen Kalendersprüchen.
Nun mag man einwenden, dass die vergebliche Suche nach Originalität in den Äußerungen des Protagonisten eben gerade zum Kalkül des Buches zählen ' dies ist aber nicht so, da statt einer raffinierten Installation weiter leider nichts geboten wird als eine unoriginell dargeboten gescheiterte Liebesgeschichte in einem Nebenstrang des absehbaren Geschehens im hedonistischen Leben des Dufresne. Und so fragt man sich am Ende: Was sollte das Ganze?
Halbherzig und in der dargestellten Form nicht glaubwürdig, geschweige denn originell ' und davon abgesehen: Das ständige Namedropping von Boulevardprominenten nervt beim Lesen zudem extrem.
Natürlich hat Beigbeder die Werke der maßgeblichen Autoren der Pop- und Post-popliteratur gelesen, über die er seinen Dusfresne über Bande spielen lässt, daher bliebe vielleicht noch die Hoffnung des Lesers auf ein feines Stück von Ironie bzw. Satire. Ironisch kann das Geschreibsel aber leider auch nicht funktionieren, da es dem Autor nicht gelingt, die suggerierte Distanz zu dem Protagonisten des Buches herzustellen. Beigbeder entlarvt sich selber, da sich die Ähnlichkeit zwischen dem Autoren des fiktiven Tagebuchs und dem Meta-Autoren nur allzu deutlich aufdrängt.
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15 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen der bukowski für arme reiche, 18. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Der romantische Egoist (Gebundene Ausgabe)
oh dieser oscar. wenn er nicht gerade trinkt oder sich mit dicktittigen sternchen im bett vergnügt, reflektiert er über sein bemitleidenswertes dasein als prominenter bestsellerautor und warum männer und frauen zwar zum sex aber nicht zur ehe geschaffen sind.
284 quälende seiten ist dieses buch lang und der geneigte leser fühlt sich durchaus veralbert "nach 10 seiten merkt man wo der hase läuft" würde der herr reich-ranicki sagen und ich sage schnell wird klar, um welche themen dieses buch kreist und spätestens ab mitte des buches langweilen einen die endlosen variationen derselben thematik.
es drängt sich der verdacht auf, der autor wollte einen glitzer chinaski erschaffen keinen hank, der sich in billigen bars prügelt und sich mit fünf dollar huren vergnügt, sondern einen, dessen kampfzone sich auf die dekadente welt der stars&sternchen erstreckt. der erzähler ist aber weder misanthrop noch unterhaltsam, sondern ein satter mistkerl, der krampfhaft versucht, sich als verlierer zu stilisieren.
schade dass der alte buk nicht mehr unter uns weilt, solchen lackaffen hätte er sicher gern die visage poliert.
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5.0 von 5 Sternen Super witzig, 16. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der romantische Egoist (Taschenbuch)
Beigbeders Schreibstil ist fantastisch.
Es ist das zweite Buch, das ich von ihm lese und ich bin erneut begeistert.
Locker, aber intelligent und lustig. Tolles Buch!
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das verwöhnte Kind, 28. März 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der romantische Egoist (Gebundene Ausgabe)
„Die Strenge der Kritiker mir gegenüber erklärt sich zweifellos durch die Tatsache,
dass man keine Lust hat, einem verwöhnten Kind etwas zu schenken."
Beigbeder - Der romantische Egoist - Seite 278 - Sonntag
Genau! Hier trifft er den Punkt.
Ich kann das Buch nicht empfehlen, wenn sie Wahrheiten nicht erkennen.
Es darf auch gestritten werden, ob sein „Tagebuch" zur Erbauung der Menschheit
einen Beitrag leistet.
Beigbeder versteht sein Handwerk, wie auch Houellebecq seines versteht.
Der Wahnsinn der Realität wird bei beiden Autoren auf den Punkt gebracht.
Provokation nennt sich das Mittel zur Umsetzung.
Abgesehen vom eher sentimentalen „Windows of the World" sind seine Geschichten
eine konsequente zeitgenössische Darstellung der dekadenten, verwöhnten In_People.
Unsere Medien- und SpektakelGesellschaft darf sich im Spiegel betrachten.
Sein „Klagen auf höchsten Niveau" über Belanglosigkeiten kann den ernsthaften
Zeitgenossen zur Weissglut treiben und Bücherverbrennungen vorantreiben.
Ich kann mich manchmal ärgern, doch bleibt auch eine Portion Neid in mir.
Weil...
... er die Dinge vielfach richtig erkennt
... er wunderbare Metaphern bauen kann
... er Humor besitzt
... er kompakt schreiben und denken kann
Ein Nachteil des Buches mag darin bestehen, dass es für den französischen Markt
geschrieben wurde und einzelne Protoganisten bei uns „No_Names" sind.

Ein hartes, sexistisches und ätzendes Buch Nicht geeignet für Weich- und LandEier.
Gleichzeitig ein ZeitDokument der Peinlichkeiten des 21. Jahrhunderts.
Bravo! (5 Sterne, um ein Gegengewicht zu schaffen)
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen genial!, 9. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Der romantische Egoist (Taschenbuch)
Beigbeder setzt inmitten von Sätzen totaler Oberflächlichkeit Texte, die einem das Herz still stehen lassen, weil sie so schön und klug sind! Ich habe 39,90 gehasst - aber dieses Buch gehört unbedingt gelesen.
(Wobei sich in meinem Freundeskreis heraus kristallisiert hat, dass der romantische Egoist stark polarisiert ... auch abhängig von der persönlichen Lebenssituation ...)
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5 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Uninteressantes Pseudo-Tagebuch, 9. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Der romantische Egoist (Gebundene Ausgabe)
Für Zeitgenossen, die sich in der französischen Kulturszene auskennen, mag das name-dropping, die Aufzählungen von Clubs und Bars sowie der Personen, die der Erzähler dort trifft, möglicherweise interessant sein. Darüber hinaus ist das Produkt ein sprachlicher Müllhaufen, in dem, sehr selten, eine treffende Formulierung aufblitzt. Ich habe mich selten bei einem zeitgenössischen Roman derartig gelangweilt. Beigbeders glänzende Analyse der Szene in einer Werbeagentur ist und bleibt ein wichtiges Buch. Was er danach veröffentlicht hat: rezeptfreie Schlafmittel.
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nette Bettlektüre und auf Reisen, witzig !!, 18. März 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der romantische Egoist (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist prima zu lesen. An die Tagebuchform gewöhnt man sich schnell. Viele Gedanken des Autors findet man bei sich selbst wieder, andere sind sicher gewöhnungsbedürftig, aber spritzig erzählt. Sehr ironisch!!!!!
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Beigbeders Tagebuchroman ist eine gelungene Lektüre, 6. August 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der romantische Egoist (Gebundene Ausgabe)
Seit ein paar Jahren macht der Franzose Frèdèric Beigbeder mit seinen Romanen auch hierzulande auf sich aufmerksam; sein neuestes Prosawerk "Der romantische Egoist" (Ullstein Verlag) setzt dort an, wo der Autor aufhört zu existieren und sich in ein Land aus Träumen begibt, in dem er als Oscar Dufresne lebt und all das darf, was sich Frèdèric Beigbeder selbst nicht gestattet oder auch nicht traut. Und Oscar traut sich mächtig, schreibt in sein Tagebuch, was erlebenswert war und berichtenswert scheint, nimmt kein Blatt vor den Mund, seziert die von multimedialer Überflutung beherrschte Gesellschaft, deren (profitierendes) Mitglied er doch auch ist und hat beim all dem offensichtlich noch seinen Spaß. "Ich liebe es, als verrucht zu gelten" ist mehr denn je Motto von Beigbeder, der in dem schonungslos daherkommenden Roman immer mehr mit seinem alter ego Oscar verschmilzt und am Ende eins geworden ist mit einem ziemlich diesseitigen, gezielt kritischen, böse hinter die Fassaden der bürgerlichen Wohlanständigkeit blickenden und doch auf den ersten Blick richtig sympathisch wirkenden Zeitgenossen. Beigbeders Tagebuchroman ist wirklich rundum gelungen und er vereint gekonnt die Schilderung realer Dinge sowie (gelegentlich ausufernder) Sehnsüchte und spickt das Ganze mit der von dem Franzosen gewohnten kritischen Kommentierung - eine Leseempfehlung ist das allemal wert.
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Der romantische Egoist
Der romantische Egoist von Frédéric Beigbeder (Taschenbuch - 12. Juli 2007)
EUR 8,95
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