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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein unentrinnbarer Sog von der ersten bis zur letzten Seite!
Dass das "Ende" bekannt ist, wenn man anfängt, das Buch zu lesen, ist klar, es steht auf dem Klappentext. Das kann also kein Spannungseffekt sein. Trotzdem hat mich dieses Buch gefesselt wie schon lange keines mehr! Völlig in Bann genommen von dem Ich-Erzähler, seinen Gedanken, seinen Stimmungen, seinen Wünschen und Enttäuschungen...
Am 14. September 1999 veröffentlicht

versus
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein 18jähriger schreibt aus der Sicht eines 70jährigen!
Keine Frage, Richard Mason hat für seine jungen Jahre ein beeindruckendes Debüt geliefert. Es gab einige Stellen, bei denen ich mich wirklich mit Erstaunen und Anerkennung daran erinnern musste, dass der Autor tatsächlich jünger war als ich, denn es waren Erkenntnisse und Erfahrungen in den Text verpackt, die man durch Bücher eigentlich nicht...
Veröffentlicht am 2. Dezember 2003 von Lachesis


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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein 18jähriger schreibt aus der Sicht eines 70jährigen!, 2. Dezember 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Liebesbeweis (Gebundene Ausgabe)
Keine Frage, Richard Mason hat für seine jungen Jahre ein beeindruckendes Debüt geliefert. Es gab einige Stellen, bei denen ich mich wirklich mit Erstaunen und Anerkennung daran erinnern musste, dass der Autor tatsächlich jünger war als ich, denn es waren Erkenntnisse und Erfahrungen in den Text verpackt, die man durch Bücher eigentlich nicht lernen kann.
Sein Schreibstil ist sehr ausladend, flüssig und vollgestopft mit Metaphern, dabei allerdings nicht zu kompliziert. Es liest sich ganz einfach schön.
Das ganze Buch über hält sich eine melancholische bis traurige Grundstimmung, die den nebligen Erinnerungscharakter der Geschichte unterstreicht. Ein fröhliches Buch ist es ganz sicher nicht, sondern ein tragisches ohne Happy End. Ein Buch für trübes Wetter und traurige Stimmungen.
Allerdings kann ich den Liebesbeweis aber nicht bedingungslos loben. An einigen Stellen ergeht sich Masons Hauptfigur James Farrell dermaßen in langwierigen Überlegungen, Abschweifungen und Was-wäre-gewesen-wenn...-Gedanken, dass er leider beginnt sich zu wiederholen und damit auch zu langweilen. Vor allem im letzten Viertel des Buches musste ich mich manchmal überwinden nicht weiterzublättern, zumal ich auch die Auflösung schon eine ganze Weile vorher geahnt hatte.
In manchen Kapiteln des Buches hatte ich auch das Gefühl, dass der Autor stikt nach einem Leitfaden aus dem Lehrbuch vorgegangen ist, um in Schritt 1, Schritt 2... usw. Spannung aufzubauen und mit den bekannten Mitteln der Literatur, die man bei Interpretationen in der Schule ständig aus Texten heraus filtern muss, seine Kapitel gebastelt hat wie ein Handwerker
- nicht wie ein Künstler. Dann wirkte die Geschichte in gewisser Weise gestellt und wenig als hätte Mason seinen eigenen Stil zu entwickeln versucht.
Glücklicherweise hatte ich diesen Eindruck aber nicht ständig, und konnte deshalb meistens darüber hinweg sehen.
Außerdem fand ich es hin und wieder schwierig, dass der größte Teil der Geschichte in den 90er Jahren spielt. Es mag auch mit an der deutschen Übersetzung liegen, jedenfalls konnte ich mir schwer vorstellen, dass selbst Leute höherer Gesellschaftsschichten in dieser Zeit noch derartige Umgangsformen haben und sich mit Anfang 20 untereinander sogar Sie-tzen sollten.
Einen Abzug gebe ich auch der deutschen Übersetzung des Titels. Der Originaltitel "The drowining people" (Die Ertrinkenden) trifft den Kern der Story nämlich weit besser als "Der Liebesbeweis" und zumindest wenn ich einmal rein von mir ausgehe, kann ich sagen, dass mich ein anderer Titel weit mehr angesprochen hätte.
Fazit:
Der Liebesbeweis ist für mich zwar kein absoluter Knüller, aber trotzdem für einen so jungen Autor eine große Leistung. Für ein paar schöne Stunden ist es auf jeden Fall ein unterhaltsames, schlichtweg schön geschriebenes Buch, das ich bedenkenlos auch jenen empfehlen kann, die sich sonst wenig für Liebesromane erwärmen können.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein unentrinnbarer Sog von der ersten bis zur letzten Seite!, 14. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Liebesbeweis (Gebundene Ausgabe)
Dass das "Ende" bekannt ist, wenn man anfängt, das Buch zu lesen, ist klar, es steht auf dem Klappentext. Das kann also kein Spannungseffekt sein. Trotzdem hat mich dieses Buch gefesselt wie schon lange keines mehr! Völlig in Bann genommen von dem Ich-Erzähler, seinen Gedanken, seinen Stimmungen, seinen Wünschen und Enttäuschungen hätte das Haus einstürzen können - ich habe es von vorne bis hinten in einem Zug durchgelesen. Richard Mason schafft es auf furiose Weise, dem Leser Ergebnisse mitzuteilen und ihn atemlos hinterherhetzen zu lassen, das WARUM und das WIE zu ergründen. Nach der letzten Zeile war ich erledigt, als wäre ich "dabei" gewesen und hätte hilflos dem Tun zuschauen müssen. Unbedingt zu empfehlen: Telefon rausziehen, es sich gemütlich machen und rein ins Vergnügen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein fesselnder Erstlingsroman, 2. April 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Liebesbeweis (Gebundene Ausgabe)
Richard Masons Erstlingswerk läßt einen so schnell nicht wieder los. Zwar erinnert der Roman zunächst an Dostojewskis 'Die Sanfte' und Daphne DuMuriers 'Rebecca', doch schon nach ein paar Seiten enfaltet der Roman seine Eigenständigkeit. Ich habe den Roman allerdings in Orginalsprache gelesen und muß feststellen, daß der deutsche Titel äußerst unglücklich gewählt ist. Der Originaltitel 'The Drowning People' ist so eng mit der Metaphorik des Buches verwoben, daß ihn in 'Der Liebesbeweis' zu ändern fast Sünde ist. Sprachlich ist der Roman ebenfalls gelungen. Mason vermag so anschaulich zu beschreiben, daß man das Gefühl hat, man sähe die verwitternde Pracht des Prager Appartments der Madame Mocsàry mit eigenen Augen, man wäre Zeuge der Ermordung Ellas Vaters durch seine Nichte. Beim Lesen spürt man die Intensität der Gefühle des Protagonisten für eine Frau mit ambivalenten Charakter. Es fällt schwer, dieses Buch beiseite zu legen. Statten Sie sich mit genügend Kaffee und Keksen aus, denn sie werden vergessen, den leiblichen Bedürfnissen nachzukommen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zum Einschlafen unglaublich gut geeignet!, 25. Oktober 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Liebesbeweis (Gebundene Ausgabe)
Ein wunderbares Schlafmittel. Dem Buch des jungen Richard Mason fehlt es an Spannung - gut, das überrascht dank der Kurzbeschreibung nicht. Damit dass mir aber nach der ersten Begegnung von James, dem Hauptdarsteller, und seiner "großen Liebe" Ella, seine Herzdame derart unsympathisch ist, hätte ich nicht gerechnet. Das macht das lesen dieses Romans jedoch nicht als einziges anstrengend. Lange Sätze, viele Gedankensprünge, ein Hin- und Her der Gefühle und mindestens 200 Seiten zuviel, die man gut hätte komprimieren können, ohne dem Buch den Inhalt zu rauben, haben mir die Regentage jedenfalls nicht versüsst.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine gute Idee schlecht umgesetzt, 24. Juni 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Liebesbeweis (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch kam mit vielen Empfehlungen, ein neuer junger Autor, eine einmalige Liebesgeschichte, zugleich ein Krimi. Prima, dachte ich, endlich mal was Neues und stellte mir etwas tragisch-romantisches in der Richtung von Nicholas Sparks vor, gepaart vielleicht mit Dostojewskis "Schuld und Sühne".
Ein Mann erschießt seine Frau nach 45 glücklichen (!) Ehejahren und erinnert sich dann an die Ereignisse vor fünfzig Jahren, die letztendlich dazu geführt haben: James trifft Ella und findet in ihr eine verwandte Seele. Ella ist Erbin eines alten Familienbesitzes in Cornwall und mit einem anderen verlobt. Dann gibt es noch Sarah, Ellas Cousine, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht, und Eric, den treuen Freund. Diese vier verstricken sich in einem Netz von Neid, Eifersucht und Intrigen, aus dem keiner unbeschadet herauskommt.
Die Geschichte ist gut, wirklich gut, aber meiner Meinung nach wurde hier die falsche Art der Erzählung gewählt. Durch die Erinnerungen des alten Mannes werden von Anfang an zu viele dunkle Andeutungen gemacht, so daß man, als es dann zur Katastrophe kommt, das Buch auch hätte selber fertig schreiben können, es folgen keine weiteren Überraschungen. Die einzige Frage, die mich dazu bewog, das Buch fertig zu lesen, war die, ob der alte Mann sich noch selber erschießen würde, oder nicht. Hätte man die Geschichte von vorne nach hinten erzählt, anstatt anders herum, wäre es sicherlich ein interessantes Buch geworden.
Der Stil ist flüssig, aber es passiert einfach nicht viel, James als alter Mann reflektiert und analysiert die Fehler seiner Jugend. Ständig fallen Sätze wie "Aber jetzt greife ich wieder vor..." und "Wenn ich damals nur gewußt hätte, daß...", und eben hinter diesen Sätzen verbergen sich schon frühzeitig Hinweise auf Kommendes, die mir zumindest die Spannung beim Lesen verdorben haben.
Am Ende war ich nur ärgerlich und hätte am liebsten James erschossen, anstelle seiner Frau, denn dieser ging stets den Weg des geringsten Widerstandes und entschuldigt dies auch fünfzig Jahre später noch mit Naivität und Beeinflußbarkeit der Jugend.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leicht bekömmliche Unterhaltung, 2. Juli 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Liebesbeweis (Gebundene Ausgabe)
"Die Frau, die mehr als fünfundvierzig Jahre lang meine Ehefrau war, hat sich gestern nachmittag erschossen. Jedenfalls nimmt die Polizei das an, und ich spiele die Rolle des trauernden Witwers mit Begeisterung und Erfolg. Ich weiß natürlich, daß sie es nicht getan hat. Ich war es, der sie getötet hat." James Farrell war mehr als 45 Jahre lang glücklich mit Sarah verheiratet bis er eines Tages beschließt, seine Frau zu töten. Sie zu töten, weil es die Gerechtigkeit so fordert.Rückblickend durchlebt er noch einmal die Stationen seines Lebens mit all seinen schönen, traurigen und geheimnisvollen Geschehnissen.Er erinnert sich an seine Jugend, an Ella -seine große Liebe- und an ihre Cousine Sarah.Als James einen Schlüssel findet und hinter das Geheimnis seiner Frau kommt, muß er handeln... Ein leicht bekömmlicher Roman, der bestens geeignet ist für verregnete Nachmittage.Für alle die mehr erwarten weniger geeignet, denn spätestens ab Mitte des Buches kann man das Ende vorausahnen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannend und einfühlsam, 1. Mai 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Liebesbeweis (Gebundene Ausgabe)
James Farrell hat gestern abend seine Frau umgebracht, mit der er 45 Jahre lang verheiratet war. Nun begibt er sich auf eine gedankliche Reise in die Vergangenheit, um herauszufinden, wie es zu dieser Tat kommen konnte.
Sehr spannend, gefühlvoll und mit einer für den jungen Autor beachtlichen Lebenserfahrung erzählt Richard Mason die Erinnerung des alten Mannes an die Zeit, in der er die drei Menschen kennenlernt, die sein Leben für immer ändern sollten. Die Lebenserfahrung und das Wissen des alten James Farrell, die während der Erzählung seiner Erinnerungen immer wieder aufblitzt, steht in krassem Gegensatz zu der Unschuld seines jungen Pendants.
Die Geschichte seiner Jugend beginnt mit der aufkeimenden Rebellion gegen die Erwartungen seines Elternhauses. In dieser Zeit lernt er eine junge Frau kennen, die ihn fasziniert und in die er sich unsterblich verliebt. Doch sie ist bereits aus eigenem Verschulden in den Händen des Schicksals gefangen. Ihre Liebe scheint zunächst hoffnungslos, erhält dann aber eine Chance. Doch durch einen von ihr geforderten Liebesbeweis brauen sich dunkle Wolken über ihrem Glück zusammen, welches schließlich an diesem Beweis seiner Liebe zu ihr zerbricht.
Der ständige Hinweis auf die Fehler seiner Jugend und wie man diese hätte umgehen können, sowie das Andeuten weiterer Ereignisse gestalten die Geschichte sehr spannend. Die Erzählung des alten James und das Leben des jungen Mannes sind so geschickt ineinander verflochten, daß die beiden Personen miteinander verschmelzen.
Die Geschichte ist so einfühlsam und gefühlvoll geschrieben, daß man sämtliche Personen vor seinem geistigen Auge vor sich sieht und man an der Handlung teilnimmt. Der Autor bringt es sogar fertig, daß wir am Ende die Tat von James Farrell verstehen und diese am liebsten selbst begangen hätten.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen übers Ziel hinausgeschossen...., 19. Februar 2002
Rezension bezieht sich auf: Der Liebesbeweis (Broschiert)
"Der Liebesbeweis" fiel mir eher zufällig in die Hände, als ich auf dem Flohmarkt herumstöberte. Der Titel kam mir irgendwie bekannt vor und ich war etwas neugierig, hatte mir aber eine ganz andere Geschichte vorgestellt. Damit wären wir schon bei der unglücklichen deutschen Übersetzung des englischen Titels "The drowning people". Der Titel "Der Liebesbeweis" trifft nicht den Kern des Plots. Die ersten Seiten machen dann aber schon neugierig, was hinter den depressiven Einlassungen des Ich-Erzählers steckt, der nach 45 angeblich glücklichen Ehejahren seine Frau ermordet hat. Schnell wird klar, dass er nicht mit seiner großen Liebe, sondern mit deren Cousine verheiratet war und das nimmt dann schon die Spannung. Trotzdem hat das Buch seine starken Seiten: vor allem dann, wenn der Autor (selbst erst 20 Jahre bei Veröffentlichung) die Gefühle eines jungen Mannes bei seiner ersten, großen Liebe beschreibt. Das finde ich absolut authentisch, das berührt, darin erkennt man sich wieder. Doch dann verliert der Autor ein wenig die Kontrolle über seine Figuren. Die schrecklichen Verwicklungen fußen nahezu alle auf einer Serie von unglücklichen Zufällen, im Zweifelsfall nimmt das Geschehen immer den worst case an. Insbesondere, als seine spätere Ehefrau seine Geliebte durch eine gemeine Intrige um Vater, Geld, Geliebten und die Freiheit bringt, ist ein Hang zur Überzeichnung unverkennbar. Trotzdem hat mich das Buch auch nach dem Ende noch ein paar Tage beschäftigt, da die Situation, in die die Protagonistin durch die Intrige ihrer Rivalin gebracht wird, so abgrundtief verzweifelt ist, dass man mit dieser Entwicklung hadert und andererseits dem Autor für die Konstruktion eines so aussichtslosen Szenarios Respekt zollen muss. Aber das ist eben der entscheidende Punkt: Die Geschichte ist letztendlich konstruiert und nicht in sich schlüssig. Abgesehen davon, dass die Lebensbeichte des Erzählers bei überschlagsmäßiger Berechnung des Zeitrahmens im Jahre 2040 erfolgt (also ein echter Science Fiction), die Figuren aber wie im 19. Jahrhundert agieren, könnte bei genauer Analyse die Intrige, das Verbrechen der Ehefrau so reibungslos und perfekt nicht gelingen. Zu offensichtlich sind die Motive der Mörderin, die von der Polizei völlig ignoriert werden, zu perfekt der Ablauf. Ein Dorfpolizist hätte klar Motiv und Möglichkeit der Mörderin erkannt und wenigstens vorsichtig in dieser Richtung ermittelt, zumal die Belastete sich nach dem Mord sehr untypisch verhielt. Es kann eigentlich nicht sein, dass der Erzähler von der Frau, die er über alles liebt, auf Grund einiger Zeitungsberichte annimmt, dass sie eine Mörderin ist und sie noch nicht einmal im Gefägnis besucht, dafür aber nach Ihrer Verurteilung sofort mit ihrer Rivalin ins Bett hüpft. Hier hat Mason das Vertrauen in seine Figuren verloren und spult nur noch bekannte Klischees ab. Er will uns die perfekte, unaussprechlich gemeine Intrige liefern (die natürlich gelingen muss, um so ungemein boshaft zu sein)und vergisst darüber das vorher so ausführlich beschriebene Gefühlsleben seines Helden. Hier will Mason zu viel, ein Phänomen, dass die Amerikaner als "overwriting" treffend umschreiben. Dennoch ein Lesevergnügen. Mann kann gespannt sein, ob Mason bei weiteren Büchern die handwerklichen Schwächen (Zeitkontext!) überwindet. Sprachliches Potential ist allemal vorhanden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein spannender Liebesroman, 14. September 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Liebesbeweis (Gebundene Ausgabe)
Ich finde es schon bemerkenswert, dass ein so junger Autor dieses wundervolle Buch zustande gebracht hat. Ich wollte es kaum mehr aus den Händen legen und kann es gar nicht verstehen, dass es auch einige negative Bewertungen zu diesem Buch gibt. Ein sehr schönes, romantisches und zugleich auch spannendes Buch, dass ich jeder Frau empfehlen würde. Einfach fesselnd und flüssig zu lesen. Ich bin schon auf das nächste Buch von Richard Mason gespannt. Allen viel Spass beim Lesen dieses Romans.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach großartig!, 17. Juli 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Liebesbeweis (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch hat mich gefesselt wie schon lange keines mehr. Der Autor verliert sich über fast 300 Seiten in Details und Einzelheiten, die aber alle irgendwie so wichtig und faszinierend sind, das man sie unbedingt lesen will. Wer wen ermordet hat ist zwar klar, und das absolute Ende läßt sich auch ab einer gewissen Zeit vorhersehen, aber das alles tut der Spannung keinen Abbruch. Für Regentage, Kakao und lange durchgelesene Nächte genau das Richtige!
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Der Liebesbeweis
Der Liebesbeweis von Richard Mason (Broschiert - 2001)
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