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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kritisch, bissig, humorvoll
Mit "Rubinroter Dschungel" hat es die Schriftstellerin geschafft, ein humorvolles, aber auch zum Nachdenken anregendes Bild der Gesellschaft zu entwickeln. Eine Gesellschaft, die es nicht gerne sieht, wenn jemand gegen den Strom schwimmt und sich dessen noch nicht einmal schämt. Mit bissigem Humor beschreibt sie den Charakter einer unglaublich starken...
Am 21. Februar 2000 veröffentlicht

versus
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen zwei sehr unterschiedliche Romane, obwohl ähnliches Thema
Beide Romane handeln von Problemen, Situationen, Vor- und Nachteilen einer lesbischen Beziehung. Dennoch sind die beiden Romane sehr unterscheidlich. Der erste ist gewohnt R-M.Brown-witzig und flott. Der zweite scheint mehr sozialkritisch angelegt zu sein. So gibt es hitzige und zum Teil komplizierte Dialoge über das Lesbentum und die Frauenbewegung. Für den,...
Veröffentlicht am 30. Juli 2001 von Susanne Schmitz (suschmit@web.de)


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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kritisch, bissig, humorvoll, 21. Februar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Rubinroter Dschungel (Taschenbuch)
Mit "Rubinroter Dschungel" hat es die Schriftstellerin geschafft, ein humorvolles, aber auch zum Nachdenken anregendes Bild der Gesellschaft zu entwickeln. Eine Gesellschaft, die es nicht gerne sieht, wenn jemand gegen den Strom schwimmt und sich dessen noch nicht einmal schämt. Mit bissigem Humor beschreibt sie den Charakter einer unglaublich starken Frau, die es durch Witz und Intelligenz schafft, ihren Mitmenschen einen Spiegel vorzuhalten, der sie erkennen läßt, das ihre stets schöngeredeten Beziehungen oft nicht weiter sind, als Ruinen, nur für die Öffentlichkeit schön verputzt. Man möchte sich ein Beispiel nehmen an dieser Frau, die das Leben trotzt seiner(oft gesellschaftlichen) Tücken stets mit Humor nimmt und es mit ihrer starken Persönlichkeit schafft, einen in ihren Bann zu ziehen.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Titel der amerikanischen Originalausgabe: "Rubyfruit Jungle", 12. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Rubinroter Dschungel (Taschenbuch)
Das kompromisslose Bekenntnis zu sexuellen Bedürfnissen außerhalb der Normen ist ein kompromissloses Bekenntnis zur Wahrheit. In unserer toleranten und liberalen Gesellschaft ist nichts für das Fortkommen eines jungen Menschen so hinderlich wie Kompromisslosigkeit; denn die Bereitschaft, Kompromisse zu machen, ist geradezu ein Merkmal toleranter, liberaler Gesinnung. Demnach wird der Grad der sozialen Reife am Grad der Kompromissbereitschaft gemessen. Aber auch die Toleranz hat ihre Grenzen, nirgendwo so eng gezogene wie im Bereich der Sexualität: wer hier unbeugsam eine eigene Wahrheit lebt, keine Kompromisse mit der akzeptierten doppelten Moral macht, für den ist, bei aller Liberalität, keine Toleranz da. In Rita Mae Browns Erstlingsroman <Rubinroter Dschungel> ist so ein junger Mensch ein Mädchen, das seine lesbische Neigung langsam entdeckt und nach und nach unerschrocken wahrnimmt. <Rubinroter Dschungel> ist aber deshalb kein Lesben-Roman. Die Hauptfigur, Molly Bolt, macht eine emanzipatorische Entwicklung. Das Buch ist aber deshalb kein Emanzen-Roman. Ein wesentliches Problem des Mädchens ist seine Armut, denn Toleranz lässt sich in unserer liberalen Gesellschaft kaufen. Der Roman ist aber deshalb kein Roman des Klassenkampfs... Rita Mae Brown fragt nach der Ethik ihrer Mitmenschen, nach nichts weniger. Sie fragt nach der Ethik der Gesellschaft, die in der Wahrhaftigkeit den höchsten sittlichen Wert sieht und sie gleichzeitig als <sittenlos> abstempelt, weil sie wahrhaftig lebt. Die bestechende Direktheit ist Rita Mae Browns größte Stärke. Noch eine Stärke ist Humor. Rita Mae Brown ist durch das Leben klug geworden, klug, aber nicht korrumpiert. Das abenteuerliche, pikareske Lebensweg der Heldin führt von den ersten homo- und heterosexuellen Erlebnissen der Kindheit und Jugend bis zur Collegezeit, zum Abschluss an der Filmhochschule und zu den vergeblichen Versuchen, einen Job im Filmgeschäft zu finden. Er spiegelt Rita Mae Browns eigene Biographie wider, endet aber mit der endgültigen Desillusionierung der jungen Molly Bolt... Das Buch ist voller deftiger, humorvoller Szenen und voller origineller Sentenzen. Der anfeuerndste Roman, der bislang aus der Frauenbewegung gekommen ist über der Liebe unter Frauen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach köstlich und ermutigend, 14. Oktober 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Rubinroter Dschungel (Taschenbuch)
Dieses ist das erste Buch, das ich innerhalb von 6 Stunden am Stück durchgelesen habe. Es ist einfach herrlich. Man ist völlig mitgerissen von den vielen "Abenteuern" der Molly Bold. Ihr selbstverstänlicher Umgang mit sich selbst macht Mut. Frauen, lest dieses Buch!!
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen humorvoll, brilliant geschrieben, voller Lebenserfahrung, 26. Juni 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Rubinroter Dschungel (Taschenbuch)
Rita Mae Brown ist es gelungen, durch dieses Buch mich dazu zu bewegen, zu meinen Gefühlen zu stehen und Lebenseinstellungen anderst denkender Leute zu respektieren. Rita M. B. appelliert an die Engstirnigkeit und Intoleranz vieler Menschen in Bezug auf Homosexualität und Andersartigkeit. Mit viel Witz und bissiger Ironie erzählt sie die Geschichte einer bewundernswerten, starken Frau (z.T. Autobiographisch), die sich gegen die Gesellschaft auflehnt und am Ende leider desillusioniert zurückbleibt. Ein rundum gelungenes Werk mit tiefgründiger Botschaft. Molly spiegelt die Lebenserfahrung von Rita Mae Brown wider. Nehmt euch dieses Buch mit all seinen Weisheiten zu Herzen!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Flüssig und gut geschrieben, 15. Januar 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Rubinroter Dschungel (Taschenbuch)
Bei diesem wohl autobiographisch angehauchtem Roman war ich gefühlsmässig immer voll da, hin- und hergerissen zwischen Bewunderung und Abscheu. Zwischen Mitgefühl und "Gegengefühl", wenn man so will. Die Hauptperson, Molly, ist voller Stärke, Andersartigkeit und Arroganz. Sie hat andererseits Sensibilität, die sie nicht zeigen kann. Aber sie erfährt ja auch selber Liebe nur in äusserst seltsamer Form. Liebe, die aussieht wie Abneigung oder Hass, da ist es kein Wunder, dass ein Mensch sich derart entwickelt. Sie ist pfiffig, gleichzeitig grausam aber auch verzweifelt und nach Liebe und Anerkennung ringend. Dies ist ein Buch, welches uns Menschen nicht kalt lassen kann und es wirkt sehr stark nach, jedenfalls ist es bei mir so. Ich kann allerdings nicht behaupten, dass Buch sonderlich geliebt zu haben und würde es auch nur eingeschränkt weiterempfehlen. Obwohl es so geschrieben ist, dass man es mit leichtigkeit weiterliest, hatte ich manchmal keine Lust dazu, weil es auch gleichzeitig im Negativen in mir wirkte.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein tolles Buch, 12. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Rubinroter Dschungel (Broschiert)
Das ist mein erster Roman der Autorin gewesen und ich bin begeistert. So sehr, dass ich es in Rekordzeit durchhatte.
Das Buch handelt von Molly Bolt, die schon früh merkt, dass sie sich mehr zu den Mädchen als zu den Jungs hingezogen fühlt. Sie wächst bei armen Leuten auf, die nicht ihre richtigen Eltern sind und muss sich in ihrem Leben alles hart erarbeiten, teilweise sogar erkämpfen. Und in einer Welt der sechziger, wo Homosexualität als Pervers gilt, hat sie es noch schwieriger, als nur in einer Welt, wo Sexismus an der Tagesordnung ist.
Am Ende erfüllt sie sich zwar ihrem Traum ihres Studiums, sie schließt sogar Frieden mit ihrer Familie, doch kämpfen muss sie weiter.
Das Buch ist locker, aber nicht trivial geschrieben. Man kann sich in die Hauptperson hineinversetzen, auch wenn wir heute nicht mehr so extreme Strukturen haben und nicht in Amerika leben. Und doch kann es ja auch uns passieren, dass wir wegen unseren Ansichten oder ähnlichen ausgeschlossen werden.
Zwar stellt sie die meisten Heterosexuellen Ehen als schlecht dar, aber glorifiziert auch nicht die Homosexuellen Beziehungen, die in diesem Buch mehr als nur einmal gescheitert sind. Finde ich sehr realistisch und vor allem auch menschlich.
Die Sprache ist locker, meist frech. Leider sind die Kapitel Episodenartig. Sprich, jedes Kapitel ist eine kleine Welt für sich und hängen nie mit dem Vorgänger zusammen, kann am Anfang ein wenig verwirren, finde ich aber selber nicht so schlimm, es hat sogar einen gewissen Reiz.
Das Einzige was zu kritisieren wäre, wäre ein fehlendes "nicht" in einem Satz, was die Antwort auf eine Reaktion ein wenig verwirrt hat, aber sonst war die Übersetzung sehr gut.
Fazit: Hier wird das wahre Leben in den sechzigern gezeigt. Wer sich ein Bild machen möchte, sollte es sich auf alle Fälle holen. Außerdem finde ich es interessant zu überlegen, was davon wirklich der Autorin passiert ist und was nicht (ist immerhin größtenteils ein autobiographischer Roman). Auf alle Fälle ist es lohnenswert zu lesen und ich freue mich auf die nachfolgenden Bücher.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen zwei sehr unterschiedliche Romane, obwohl ähnliches Thema, 30. Juli 2001
Rezension bezieht sich auf: Rubinroter Dschungel (Taschenbuch)
Beide Romane handeln von Problemen, Situationen, Vor- und Nachteilen einer lesbischen Beziehung. Dennoch sind die beiden Romane sehr unterscheidlich. Der erste ist gewohnt R-M.Brown-witzig und flott. Der zweite scheint mehr sozialkritisch angelegt zu sein. So gibt es hitzige und zum Teil komplizierte Dialoge über das Lesbentum und die Frauenbewegung. Für den, der sich sehr für diese Themen interessiert, sehr empfehlenswert. Für die andere: Gott sei dank gibt es immer noch witzige Szenen, wie wir sie von der Autorin kennen und lieben.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Lesbe gegen den Rest der Welt, 12. Mai 2004
Von 
junior-soprano - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Rubinroter Dschungel (Taschenbuch)
Die Liebe zwischen zwei Frauen ist bekanntlich eine beliebte
Männerphantasie. Wer von diesem autobiographischen Roman detaillierte
Sexszenen zwischen heißen Lesben erwartet, ist hier falsch. Dies ist kein
Buch für männliche Spanner! Aber es lohnt sich, auch für Männer, diesen
Roman zu lesen.
Erzählt wird die Geschichte einer jungen Frau, die bereits als Kind merkt,
daß sie anderes ist, als ihre Mitschülerinnen, sowohl geistig, als auch
sexuell. Sie wächst in ärmlichen Verhältnissen auf und weiß bereits früh,
daß sie ihrem trostlosen Heimatort, mit den, gerade für Frauen, eng
begrenzten Zukunftsaussichten nur durch höhere Bildung entkommen kann. Sie
geht nach New York City, studiert und macht ihren Abschluß als Regisseurin..
Im Laufe der Handlung hat sich meine anfängliche große Sympathie für die
Hauptperson etwas gelegt. Während man ihr bis ungefähr zur Mitte des Romans
beinahe uneingeschränkt zustimmen will, wird sie zunehmend verbissener und
sprüht mehr und mehr Gift über die Männerwelt. Männer sind praktisch
durchweg schlecht und komplett triebgesteuert, in diesem Buch. Und den
Frauen geht es auch kaum besser, sofern sie nicht ebenfalls lesbisch sind.
Immer stärker wirkt es so, daß es die eigentliche Lebensaufgabe und größte
Lebensleistung der Hauptfigur ist, lesbisch zu sein. Am Ende habe ich mich
schon gefragt, ob sie keinen Job bekommen hat, weil ihre Abschlußarbeit für
das Filmstudium nicht schlichtweg zu langweilig war und sie deshalb keinen
Job als Regisseurin bekommen hat. Film ist eben ein visuelles Medium und
einen Film zu drehen, in dem sich lediglich zwei Frauen miteinander
unterhalten, ist eben eher langweilig. Aber ja, ich bin nur ein ignoranter
Mann und darf natürlich keine Kritik üben. Genau das hat mich am meisten an
dem Roman gestört, er ist extrem intolerant. Etwas mehr Selbstironie und
Lockerheit hätte dem Buch und der Autorin gut getan. Selbst wenn sie es, und
Frauen im allgemeinen, nicht immer leicht haben.
Rubinroter Dschungel bietet einen sehr gelungenen, tiefen Einblick in die
Gefühls- und Gedankenwelt einer intelligenten, durchaus schwierigen Frau.
Man muß ihr nicht in allen Punkten zustimmen, aber man sollte ihr auf jeden
Fall zuhören!
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5.0 von 5 Sternen Rubinroter Dschungel v. Rita Mae Brown, 24. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Rubinroter Dschungel: Roman (Taschenbuch)
Ich kenne Rita M. Brown nur als Autorin der Katzen- u. Hundededektive, die ich mit Begeisterung gelesen habe,
Bin auf ihren Roman neugierig. Buch und Lieferung war sehr ordentlich.
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5.0 von 5 Sternen Es ist mir gleich, was zum Teufel ich bin., 21. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Rubinroter Dschungel (Taschenbuch)
„Ihr Gesicht verzerrte sich: „Du kannst kein Arzt sein. Nur Jungens können Ärzte werden. Leroy muss der Arzt sein.“
„Du hast sie ja nicht mehr alle, Leroy ist dümmer als ich. Ich muss unbedingt der Arzt sein, da ich die Gescheitere bin, und ob man ein Mädchen ist, spielt dabei keine Rolle.“
„Wart’s mal ab. Du meinst, du konntest das machen, was Jungens machen, aber du wirst eine Krankenschwester sein, und damit basta. Gehirn ist nicht wichtig, Gehirn zählt nicht. Was zählt ist, ob du ein Mädchen oder ob du ein Junge bist.““

Molly Bolt geht schon als Mädchen auf Konfrontationskurs. Sie, sehr intelligent und begabt in vielen Dingen, stellt schon früh alle gesellschaftlichen Normen auf den Prüfstand. Sie hat nicht das geringste Interesse daran, all die Dinge zu lernen, die ein Mädchen in den 50er Jahren beherrschen sollte, um mal eine gute Ehefrau und Mutter zu werden. Viel lieber ist sie den ganzen Tag draußen unterwegs, benimmt sich „wie ein Junge“. Jegliches Rollenklischee ekelt sie an. Und wieso soll sie sich von Farbigen fernhalten?

„Es ist mir gleich, was zum Teufel ich bin. Und ich halte mich nicht von Leuten fern, nur weil sie anders aussehen.“

Auch in sexueller Hinsicht zeigt sie sich überaus experimentierfreudig. So sammelt sie früh erste hetero- und homosexuelle Erfahrungen, merkt dann aber schnell, dass Frauen für sie viel reizvoller sind.

„Wenn man erst einmal weiß, wie Frauen sind, werden Männer irgendwie langweilig. Ich will sie nicht etwa schlecht machen, ich meine, als Menschen mag ich sie manchmal, aber sexuell sind sie fad. Ich nehme an, wenn eine Frau es nicht besser weiß, denkt sie eben einfach, ein Mann wär ne dolle Sache.“

Dem Rauswurf zuhause folgt irgendwann der Rauswurf an der Uni. Molly Bolt trampt nach New York. Dort, in der großen Stadt, hofft sie endlich ihren Weg gehen zu können...

Ein Buch über eine Frau, die ihren Weg geht. Die keine Zugeständnisse machen will, wie scheinbar ihre gesamte Umwelt. Nicht immer war sie mir sympathisch aber auf jeden Fall habe ich ihren Mut bewundert. Ob diese Kompromisslosigkeit immer schlau ist? Da bin ich mir nicht sicher. Aber das Buch kann dazu ermutigen, die eigenen Ansichten mal auf den Prüfstand zu stellen.

Leicht geschrieben, überaus flüssig zu lesen. Ein Buch, durch das man an einem regnerischen Sonntag durchfliegen kann und doch später noch darüber nachdenkt.
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Rubinroter Dschungel: Roman
Rubinroter Dschungel: Roman von Rita Mae Brown (Taschenbuch - 1. März 2002)
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