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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Epos fuer die Ewigkeit
Zu dem Inhalt ist bereits an anderer Stelle ausfuehrlich Stellung bezogen worden, so dass ich mir dieses hier erspare. Vom Winde verweht ist einer dieser klasssichen Schmoecker, durch die man das Lesen entdeckt. Ein Jahrhundertroman, der die Spannung ueber 1000 Seite aufrechterhalten kann. Er beinhaltet Beschreibungen von Schauplaetzen, die so detailliert und genau...
Veröffentlicht am 12. April 2010 von faustino888

versus
31 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mag es trotz aller Schwächen
Zu kritisieren gibt es an "Vom Winde verweht" genug: zum einen den unverhuellten Rassismus - die Ansichten ueber Schwarze sind eindeutig nicht nur die der Figuren, sondern auch die der Autorin. Alle Sklaven werden bestens behandelt von ihren wohlmeinenden weissen Haltern (Sklaverei ist an sich schlechte Behandlung!), die Mitglieder des Ku-JKlux-Klan werden dargestellt als...
Veröffentlicht am 5. Januar 2007 von Nadine1978


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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Epos fuer die Ewigkeit, 12. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Vom Winde verweht: Roman (Taschenbuch)
Zu dem Inhalt ist bereits an anderer Stelle ausfuehrlich Stellung bezogen worden, so dass ich mir dieses hier erspare. Vom Winde verweht ist einer dieser klasssichen Schmoecker, durch die man das Lesen entdeckt. Ein Jahrhundertroman, der die Spannung ueber 1000 Seite aufrechterhalten kann. Er beinhaltet Beschreibungen von Schauplaetzen, die so detailliert und genau vorgenommen werden, dass diese Orte vor dem geistigen Auge des Lesers lebendig werden und in ihm den Wunsch erwecken, diese real zu erfahren. Darsteller, die durch detailliert realistische Charakterisierungen in all ihrem Facettenreichtum literarische Unsterblichkeit erlangten. Eine Handlung, die durch unzaehliche Handlungsstraenge die ungeteilte Aufmerksamkeit des Lesers fordert und ihn mit einer Abenteuer- und Liebesgeschichte belohnt, die neben den fiktiven Elementen historische Gegebenheiten einfliessen laesst. Zu keinem Zeitpunkt wirkt die Handlung aufgesetzt, uebertrieben oder gar, bezogen auf die Liebesgeschichte, kitschig. Selbst das Ende der Geschichte unterstreicht die Besonderheit dieses Romans, der zu Recht in einer spaeteren Verfilmung auch ein visuelles Denkmal gesetzt bekommen hat. Ein Roman, der zu begeistern weiss und auch noch in 100 Jahren zu den besten Romane gehoeren wird, die jemals geschrieben wurden.
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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ungebrochenes Lesevergnügen!, 1. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Vom Winde verweht: Roman (Taschenbuch)
Nachdem ich "Vom Winde verweht" zweimal teilweise im Fernsehen gesehen hatte, reizte es mich, das Buch unter die Finger zu bekommen. Nun habe ich es gelesen und bin noch mehr begeistert als vom Film. Die Geschichte ist einfach nur phenomenal:
Über 12 Jahre hinweg begleitet man die eigensinnige Scarlett O`Hara auf ihrem Weg durch die 1860er Jahre. Aufgewachsen als älteste Tochter eines irischen Einwanderers und einer wohlhabenden Dame mit französischen Wurzeln, wächst Scarlett auf der Baumwoll-Plantage Tara in Georgia auf. Man begleitet dieses eigenwillige, selbstgefällige kleine Biest von ihrem 16. bis zum 28.Lebensjahr und bekommt dabei Einblicke in ihren Charakter, denen den anderen Romanfiguren (mit Ausnahme Rhett Butlers) vorwiegend verborgen bleiben. Man erlebt, wie sie durch 3 Ehen stolpert, 3 Kinder bekommt und ein viertes bereits im Mutterleib verliert, wie sie ihre Eltern beide unter die Erde bringen muß und viele Freunde in den Grausamkeiten des damals tobenden Bürgerkrieges um die Sklavenbefreiung verliert, wie sie im Krieg und auch danach zu leiden hat, wie sie trotz aller Verluste und Ängste sich wieder aufrappelt und etwas auf die Beine stellt, wie sie schließlich nach und nach heranwächst und dann doch alles verliert...
Selten bereitete mir die Lektüre eines Buches solch ein Vergnügen! Mit stolzen über 1000 Seiten hat man auch einige Stunden daran zu lesen und es lohnt sich jede einzelne Seite davon. Die Geschichte ist von vorn bis hinten durchdacht und selbst mit der Erwähnung unzähliger Figuren, behält man wie von selbst den Überblick und entsinnt sich noch am Ende anfänglich kurz erwähnter Personen. Die Familien-Verwandtschafts-Verwirrungen sind ebenfalls so klar und deutlich beschrieben, dass man von Anfang an den Überblick behält. Jeder Charakter ist so stichhaltig gezeichnet, dass man sich jede Figur sehr gut vorstellen kann und zum Teil ihr Handeln voraussehen kann, weil man sie mit jeder Seite besser kennenlernt. Dies raubt aber keineswegs die Spannung, denn dazu gibt es noch viel zu viele andere unerwartete Erlebnisse und Begebenheiten, die teilweise so unverhofft kommen, dass man als Leser den Schlag im Leben der Hauptfiguren direkt miterlebt. Nicht selten treten einem dabei die Tränen in die Augen. Wenn es auch nur sehr wenige Bücher gibt, die es vermögen, einem zum weinen zu bringen, so zählt "Vom Winde verweht" unweigerlich dazu.
Für mich gehört das Buch in jede gute heimische Büchersammlung und ist als ergänzende Lektüre zum Film unverzichtlich.
Margaret Mitchell hat mit diesem Werk eine unvergessliche Geschichte geschrieben, deren Charaktere unvergleichlich sind und niemals ihre Aktualität verlieren werden. Zusätzlich verdient sie die Auszeichnung, die wohl aufregendsten Charaktere geschrieben zu haben, die die Bücherwelt (und schließlich auch Filmwelt) zu bieten hat.
Mit dem knallharten Ende, mit dem man schließlich allein gelassen wird, endet noch lange nicht der Prozess, den man als Leser durchmacht. Man denkt noch einige Zeit über die gelesene Geschichte nach und fühlt auch einige Zeit lang eine gewisse Leere darüber, dass man sich nicht mehr in die Welt Scarlett O`Haras zurückziehen kann.
Auch, wer den Film schon gesehen hat, wird an dem Werk seine Freude haben. Ich kannte etwa die Hälfte der Handlung, die letzte Hälfte, und habe die letzte Hälfte des Buches dennoch verschlungen, als wäre mir die Geschichte vollkommen neu. Der Schreibstil Mitchells trägt wohl unweigerlich dazu bei, denn sie hat einige so ergreifende Sätze geschrieben, wie man sie selten liest.
Für mich ist "Vom Winde verweht" ein unsterblicher Bestseller und die beste historische Familien-Saga, die ich bisher gelesen habe und ich glaube kaum, dass es ein anderes Werk gibt, dass "Vom Winde verweht" diesen Rang ablaufen kann.
Also ran an die Kasse und unbedingt dieses Buch zulegen. Man wird es nicht bereuen!
Zur Geschichte sage ich nichts weiter, denn wem sie nicht ohnehin schon bekannt ist, wird ungern schon im Voraus wissen, was einem beim Lesen genau erwartet.
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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Buch der Bücher..., 27. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: Vom Winde verweht: Roman (Taschenbuch)
... ist und bleibt natürlich die Bibel. Will man aber den Roman der Romane küren, so kommt man an "Vom Winde verweht" sicher nicht vorbei!

Es dürfte wohl niemanden im westlichen Kulturkreis geben, der mit dem Titel "Vom Winde verweht" nichts anfangen kann. Das mag im wesentlichen an dem gleichnamigen Film liegen, der ein nicht zu wiederholender Klassiker ist, der den Zuschauer über fast vier Stunden hinweg in seinen Bann schlägt. In überwältigenden Bildern sieht man die Geschichte der Scarlett O`Hara, gemalt in Technicolor, über Leinwand oder Bildschirm flimmern. Nicht ganz so handlich ist die Lektüre, auf der der Film der Filme basiert. Das liegt zum einen am Wälzerformat, das es braucht die über 900 Seiten an den Leser zu bringen zum anderen an der Story, so randvoll mit mit Handlung, dass es einem schon mal den Atem verschlägt...

Es sei erwähnt dass die Autorin Margaret Mitchell keine Schriftstellerin, sondern Journalistin war. Das schlägt sich im Schreibstil nieder und besonders dann wenn sie in aller Detailverliebtheit seitenlang genaue Schilderungen der Schauplätze abliefert sorgt sie für Längen und Ungeduld beim Leser, da immer dann die Handlung nicht nennenswert vorangetrieben wird.

Worum aber geht es? Die allermeisten Zeitgenossen verbinden mit "Vom Winde verweht" wohl einen schnulzigen Schmachtfetzen, der im Vordergrund eine banale Liebesgeschichte erzählt. Das aber ist weit gefehlt! Scarlett OŽHara ist gegenüber aller ihr anhaftendenden Volksmeinung kein sittsam schmachtendes Naivchen oder gar die gute warmherzige Heldin, die vom Schicksal gebeutelt sich diesem ergibt. Eigentlich ist sie ein ziemlich durchtriebenes Frauenzimmer, das es mit dem Leben aufnimmt, auch über alle gesellschaftlichen Schranken hinweg und alles andere ist als bei ihren Mitmenschen beliebt. Letztlich bekommt sie alles was sie sie sich in den Kopf gesetzt hat und steht nach jedem Schicksalsschlag wieder auf, eine starke Persönlichkeit, die mit allem irgendwie fertig wird. Tragischer Weise hat sie ihr Liebesleben nicht so gut im Griff. Ihre große Liebe wendet sich aus familiärer Heiratspolitik einer anderen zu und den Mann, der sie über alles liebt, wird sie erst zu lieben wissen wenn es zu spät ist... Scarlett O`Hara ist keine einseitige, "platte" Klischeefigur, sondern ein vielseitiger Charakter, der in bis in die Untiefen ihrer Seele hinein ausgefeilt wurde. Auch der Leser wird ihr, trotz der nachvollziehbaren Motovation für ihr Handeln, nicht immer leicht seine Sympathien schenken können... äußerlich zweifelsohne eine Schönheit, lauern in ihr jede Menge Temperament, weibliche List, kühle Taktik, Tatkraft und alle Abgründe menschlichen Seins, einschließlich einer gesunden Portion Vulgarismus.

Da ist die Antiheldin Melanie schon umgänglicher gestrickt. Sie ist der wahre Sympathieträger der Geschichte, fast engelsgleich und doch von erstaunlicher Stärke und Zähigkeit. Sie bestimmt die Handlung aus einer innewohnenden Energie, agiert aus der Zurückhaltung heraus.

Die männlichen Helden könnten unterschiedlicher nicht sein: da ist Rhett Butler, der klassische charmante Draufgänger, mit allen Wassern gewaschen, dem Herz am rechten Fleck und der Tragik sich vor der einen großen, unglücklichen Liebe nicht schützen zu können. Dagegen steht Ashley Wilkes, ein romantischer Träumer- aus heutiger Sicht ein zauderndes Weichei, das sich widerstandslos in alles ergibt.

Der Plot ist aber nicht ein reines Liebesthema. Sollte man den Inhalt auf einen einzigen Begriff zusammenziehen, so muss es "Überleben" sein. Man taucht ein in die ritualisierte Welt des Südstaatenadels, die mit Ausbruch des Bürgerkrieges demontiert wird. Man wird Zeuge des Verfalls einer Gesellschaft, die nach eigenen festgefügten Regeln funktionierte. Allen Mitgliedern dieser Gesellschaft, die dieser eigenen Weltanschaung nach lebten, wird recht brutal der Boden unter den Füßen entzogen. Das Danach ist ebenso mitreißend wie das Leben mitten in einem Krieg, dessen Umstände seiner Entstehung und Alltag anschaulich geschildert werden. Gleiches spielt sich in der Parallelwelt der Neger ab: Sie er- und durchleben die Zeit vor dem Krieg (nämlich als Sklaven) und das Danach natürlich aus einer völlig anderen Perspektive heraus.

"Vom Winde verweht" ist ein historisch genaues Buch , ein Gesellschaftsdrama und zuletzt tatsächlich ein Liebesroman. So vielfältig sind die Ereignisse, die Stränge der Haupt- und Nebenhandlungen, die Zentral- und Randfiguren, dass nicht mal das Fassungsvermögen eines Vierstundenfilms ausreichte sie alle zu berücksichtigen. So wurde das Drehbuch inhaltlich verkürzt und die geschichtlichen und gesellschaftlichen Aspekte zugunsten der Liebesthematik in den Hintergrund verschoben.

Nur dieses großartige Buch ist "Vom Winde verweht" pur und wer nichts davon verpassen möchte, kommt ohne den wirklich wunderbaren Film, nicht aber ohne das Lesen aus... am besten gleich anfangen!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Familiensaga wie keine zweite, 27. Dezember 2002
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Vom Winde verweht (Gebundene Ausgabe)
Vom Winde verweht ist eines der schönsten Bücher, welches ich gelesen habe.
Die Geschichte um Scarlett O'Hara wird so lebensnah geschildert, so dass man sich fühlt, als hätte man alles vor Ort mit erlebt. Am lebhaftesten bleibt mir die Szene mit dem Brand von Atlanta in Erinnerung. Sie ist so gut beschrieben, dass man fast das Feuer selbst hört und riecht. Man hat nur noch ein Bedürfnis, rasch fort von diesem Ort. Und so hab ich dann auch an dieser Stelle des Buches gelesen, in einem rasanten Tempo.
Nicht zu vergessen ist natürlich die wunderbare Liebesgeschichte zwischen Rhett Buttler und Scarlett. Die beiden sind unverbesserliche Individualisten. Die Probleme sind praktisch vorprogrammiert. Man kann einfach immer nur für die beiden beten, dass sie doch zueinander finden.
Vielleicht etwas zu kitschig für die heutige Zeit, dennoch sehr lesenswert.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Endlich habe ich diese Leselücke geschlossen!, 20. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Vom Winde verweht: Roman (Taschenbuch)
Einen langen Monat lang saß ich an diesem dicken Schicken. Anfangs dachte ich, ich würde das Ende in den nächsten Jahren nicht mehr erleben. Es hat gute 200-300 Seiten gebraucht, bis ich mich eingelesen hatte. Hauptproblem dabei war, dass ich zu keinem der Charaktere einen Bezug aufbauen konnte. Dies liegt einerseits an den Handlungs- und Sichtweisen der damaligen Zeit, aber hauptsächlich an der Person der Scarlett O'Hara.

Die 16jährige Scarlett O'Hara ist das Lieblingstöchterchen des Baumwollplantagenbesitzers Gerald O'Hara. Ihre größten Sorgen sind wohl ihre Kleidung und wie sie jedem Mann den Kopf verdrehen kann. Letzteres gelingt ihr vorzüglich, doch denjenigen, den sie für sich haben möchte, bekommt sie nicht: Ashley Wilkes. Zwar ist ihr dieser nicht abgeneigt, heiratet aber seine Cousine Melanie Hamilton. Scarlett, zutiefst in ihrer Eitelkeit verletzt, ehelicht alsbald den unsterblich in sie verliebten Charles Hamilton. Aus Trotz. Als kurze Zeit später der Krieg zwischen den Yankees und Konföderierten ausbricht, stirbt ihr Ehegatte. Scarlett lernt recht bald die Armut und Schrecken des Krieges kennen, es beginnt eine wahre Odyssee ums Überleben. Mit aller Macht und auch teilweise fragwürdigen Mitteln versucht sie, sowohl sich als auch die Plantage zu retten. Sie stolpert durch mehrere Ehen, gebiert Kinder, muss des Öfteren auch Rückschläge wegstecken. Und während all diesem geistert ihr Ashley immer noch ständig durch den Kopf. So sehr, dass sie nicht bemerkt, dass sie das Herz und die Liebe des draufgängerischen Blockadebrechers Rhett Butler gewonnen hat, welcher wohl das genaue Gegenteil von Ashley darstellt....

Eine vernünftige Inhaltsangabe zu diesem Buch zu schreiben, würde wohl in ein bis zwei A4 Seiten enden. Wieso dieser Roman oft als einer der schönsten Liebesromane gehandelt wird, verstehe ich nicht so ganz. Im Vordergrund steht hier meiner Meinung nach der Bürgerkrieg sowie der darauffolgende Wiederaufbau. Die Dreiecksbeziehung rund um Scarlett, Ashley und Rhett nimmt bei weitem nicht den Hauptteil des Buches in Anspruch, ist aber eine tolle Ergänzung, die mich immer wieder bei der Stange gehalten hat. Die Autorin hatte offensichtlich einen großen Hang zu Details. Insbesondere wenn es um den Krieg ging, hatte ich schon so meine Mühe, nicht gedanklich abzuschweifen.

Die Charaktere waren mir Großteils unheimlich unsympathisch, vor allem Scarlett. Die Zeichnung der Personen ist Mitchell toll gelungen, auch hier sei wieder Scarlett besonders hervorgehoben. Es entsteht vor den Augen des Lesers ein sehr plastisches Bild dieser eigensinnigen, intelligenten jungen Frau, die versucht, das Leben nach ihrer Pfeiffe tanzen zu lassen, anstatt sich den Gegenbenheiten und gesellschaftlichen Normen zu fügen wie es die meisten anderen Damen zu ihrer Zeit taten. Zwar nicht das Böse in Person, bleibt sie aber mit ihrer Egozentrik eine Person, um die ich im wahren Leben einen Bogen machen würde.

Die Sprache kommt etwas antiquiert daher, was mir aber an sich recht gut gefiel, da es die Story gleich authentischer wirken lies. Nur bei der Übersetzung musste ich des öfteren schmunzeln. Ständig war von einem Pfirsichbach und von einer Schlacht am Pfirsichbach die Rede, was mich nun doch etwas irritiert hat. Das Wort Bach assoziiere ich mit einem kleinen Fließgewässer welches ich mit Anlauf auch durchaus springend überqueren kann. Ich konsultierte meinen treuen Freund Wikipedia und siehe da, mit Pfirsichbach dürfte wohl der ein paar Meilen von Atlanta liegende Peachtree Creek gemeint sein, ein großer Nebenfluß des Chattahoochee River. Das verzeihe ich auch einer Übersetzung aus den 40er Jahren nicht.

Ich glaube die sogenannte Fortsetzung spare ich mir, für mich ist das Buch abgeschlossen.

Aufgrund des zähen Anfangs, gibt es von mir "nur" 4 Sterne.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der erfolgreichsten Bücher aller Zeiten, 20. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Vom Winde verweht (Taschenbuch)
"Vom Winde verweht" ist einer der bekanntesten Romane aller Zeiten und das zu Recht. Die Südstaatensaga fasziniert immer wieder und ist ein einzigartiges Leseerlebnis.
Im Mittelpunkt dieses großartigen Buches steht Scarlett O'Hara, eine verwöhnte Südtaatenschönheit die es sich in den Kopf gesetzt hat Ashley Wilkes zu heiraten. Alle Männer umschwärmen Scarlett, doch ausgerechnet der stille und veträumte Ashley zieht ihr seine ruhige und engelsgleiche Cousine Melanie Hamilton vor. Noch ehe Scarlett ihre Niederlage fassen kann tritt der Mann in Erscheinung, der ihr Leben für immer verändern wird - Rhett Butler. Das charmante Schlitzohr begehrt die wilde und unbezähmbare Scarlett, doch diese erkennt nicht was wahre Liebe bedeutet und versucht ihm zu entkommen. Der Bürgerkrieg bricht aus, Ashley zieht in den Krieg, Scarlett und ihre Familie verlieren ihr Vermögen und immer wieder taucht Rhett Butler auf.
"Vom Winde verweht" ist ein packendes Epos über Liebe und Leid, über Hoffnung und Kampf. Aus dem zickigen Mädchen wird eine tatkräftige Frau, die nur ein Ziel kennt - Tara, ihre geliebte Plantage, muss wieder erbaut werden, koste es, was es wolle. Und es braucht viele Jahre ehe Scarlett, um einige Schicksalschläge reicher, erkennt, was Rhett Butler ihr wirklich bedeutet ...
Ebenso bekannt wie das Buch ist die extrem erfolgreiche Verfilmung mit Vivien Leigh und Cklark Gable in den Hauptrollen, die die Figuren Scarlett und Rhett unsterblich gemacht haben.
Die letzten Sätze des Romans sind die vielleicht bekanntesten in der Weltliteratur überhaupt. Das offene Ende mag im ersten Moment traurig stimmen, doch wer Scarlett kennt wird wissen dass ihr alles gelingt was sie sich vornimmt und auch hier noch keine Hoffnung vergebens ist, denn "schließlich ist morgen auch noch ein Tag" ...
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker jetzt auch als Hörbuch, 19. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Vom Winde verweht (34 CDs) (Audio CD)
Das Hörbuch ist Spitzenklasse. Ulrich Noethen liest die ganzen 40 Stunden ohne nachzulassen. Er lässt die Südstaaten mit ihrem Flair aufleben, man fühlt sich wie auf Tara, wenn man ihm zuhört. Die Geschichte ist bisher am Besten als Film bekannt, das Buch ist um einiges länger und hat viel mehr Inhalt. Das Hörbuch orientiert sich am Buch und ist ungekürzt eingelesen. Scarlett O'Hara ist im Film süß und gerissen gleichzeitig. Im Buch/Hörbuch werden noch viel mehr Facetten ihrer Persönlichkeit gezeigt. Ebenso Rhett Butler, der im Film der coole Haudegen ist, im Buch/Hörbuch hingegen auch geradezu sensible Seiten zeigt.
Für Südstaatenfans und alle die es werden wollen, ein Muss!
Auch für Hörbuchfans und Langstreckenautofahrer oder Kamikazebügler prima geeignet.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschön, romantisch, perfekt!, 21. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Vom Winde verweht: Roman (Taschenbuch)
Vom Winde verweht war vor vielen Jahren mit über 1000 Seiten mein erstes wirklich dickes Buch.
Und entgegen aller Befürchtungen habe ich es von der ersten Seite an geliebt.
Mitchell schreibt so, dass sich wohl jede Frau in die Hauptfigur Scarlett hineinversetzen könnte.
Und Rhett Butler ist das, was sich wohl beinahe jede Frau von einem Mann wünscht: ein bisschen verrucht, verwegen, auf jeden Fall ein bisschen gefährlich und unnahrbar und doch gutaussehend, intelligent und vor Allem: wirklich verliebt in sie (Scarlett).
Das Buch ist aber nicht nur eine gelungene Liebesgeschíchte ( nicht übertrieben oder zu sehr ausgeschmückt, wie mancher Billigroman),es ist zugleich Familienchronik der Familie O´Hara und Geschichtsbuch, in dem der Leser viel über die Zustände während des Bürgerkrieges 1860 rum in Amerika erfährt: Nordstaaten gegen Südstaaten, unerfahrene Gentlemen gegen Sklavensympathisanten.
Und mittendrin: Scarlett, Rhett, Ashley und Melanie...
Einfach nur romantisch, wunderschön zu lesen und auf jeden Fall Pflichtlektüre eines jeden Mädchens/jeder Frau! :)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DER Roman schlechthin, 1. April 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Vom Winde verweht (Taschenbuch)
Ich habe den Roman bereits mit 14 Jahren gelesen, weil ich (gefördert durch meinen Vater) ein Faible für alte Filme habe. Bis heute gehört das Buch zu meinen absoluten Lieblingsbücher, das ich immer wieder lesen und dabei mit Scarlett mitfiebern kann. Mir hat vor allem gefallen, dass die Heldin NICHT der "gute", anständige Saubermann-Charakter ist, sondern Ecken und Kanten hat. Als Gegenstück dafür tritt Melanie auf, die alle Werte verkörpert, die die Gesellschaft erwartet, und die Scarlett fehlen.
Zum Inhalt muss man nicht mehr viel sagen: Aufstieg und Fall des Baumwollreiches der Südstaaten, amerikanischer Bürgerkrieg, die Umwälzung eines politischen und wirtschaftlichen Systems, eine neue Gesellschaftsordnung und mittendrin eine Südstaatenfamilie mit der jungen Scarlett als Familienoberhaupt, die versucht sich von all diesen Widrigkeiten nicht unterkriegen zu lassen. Dabei nutzt sie ihren Charme, bezaubert damit die Männer und nutzt sie letztendlich nur aus. Ihr Zauber versagt nur bei 2 der Herren: Ashley, den sie unerwidert liebt und Rhett, der einzige, der ihrem Charme und Eigensinn Paroli bietet...
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Immer wieder lesbar, 2. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Vom Winde verweht (Gebundene Ausgabe)
Ich kann nicht sagen, wie oft ich dieses Buch schon gelesen habe. Vielleicht auch, weil ich eine Ausgabe von 1934 mein Eigen nennen kann und schon als kleines Kind mit dem Leben von Scarlett O'Hara aufwuchs. Die Beschreibungen der Landschaft, die manch einer als langatmig empfinden mag, geben mir die Möglichkeit, mich in die Zeit und an den Ort zu versetzen. Stilistisch eines der schönsten Bücher, die ich kenne!
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Vom Winde verweht
Vom Winde verweht von Margaret Mitchell (Taschenbuch - 2000)
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