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am 10. April 2005
Diese 1893 erstmals veröffentlichte Komödie gilt zu Recht als ein herausragendes Werk des deutschen Naturalismus. Frau Wolff, ihres Zeichens Waschfrau, versucht, sich und ihre Familie auf der gesellschaftlichen Leiter nach oben zu bringen und setzt dafür ihre ganze Schläue und Schlagfertigkeit ein, und schreckt dabei vor kriminellem Verhalten nicht zurück. Es ist faszinierend zu sehen, wie sie sich allen Wendungen des Geschehens gleich anpassen und sie zu ihrem Vorteil nutzen kann. Das unmoralische Verhalten der Möchtegern-Aufsteigerin wird aber parallelisiert durch das ebenso unethische Verhalten des Amtsvorstehers Wehrhahn - der Name ist sprechend - der, wie ein stolzer Hahn, sein Revier verteidigt und als konformistisch-kaisertreuer Beamter lieber einem Unbescholtenen staatsfeindliches Verhalten nachweist als wirkliche Verbrecher fängt. Frau Wolff, die das Publikum als Wildererin, Holzdiebin und Einbrecherin kennt, ist ihm eine „fleissige, ehrenhafte Person", er lässt sich von ihr täuschen.
Die Sprache der Figuren entspricht ihrer regionalen Herkunft, einzelne Dialekte und Soziolekte sind erkennbar. Typisch für Stücke des Naturalismus ist das Bestreben, Wirklichkeit in ihrer Fülle abzubilden. Dazu dienen auch die konkreten Anweisungen für ein Bühnenbild und die genauen Regieanweisungen, die der Charakterisierung der Personen dienen und an die Schauspieler wohl nur schwer zu vollbringende Anforderungen stellen - so heisst es z. B. über Frau Wolffs Tochter Adelheid, dass der „Ausdruck ihrer Augen ... frühe Verderbnis" verrate.
Insgesamt: ein guter Text, der uns einerseits eine für uns vergangene Zeit bildlich vor Augen führen kann und uns andererseits darüber nachdenken lässt, wo in unserer Gesellschaft sich Typen finden lassen wie Frau Wolff, die aufsteigen, zur guten Gesellschaft gehören wollen um jeden Preis, aber auch solche wie Wehrhahn, die machthungrig sind und damit gleichzeitig der herrschenden Macht dienen.
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am 10. April 2005
Diese 1893 erstmals veröffentlichte Komödie gilt zu Recht als ein herausragendes Werk des deutschen Naturalismus. Frau Wolff, ihres Zeichens Waschfrau, versucht, sich und ihre Familie auf der gesellschaftlichen Leiter nach oben zu bringen und setzt dafür ihre ganze Schläue und Schlagfertigkeit ein und schreckt auch vor kriminellen Handlungen nicht zurück. Es ist faszinierend zu sehen, wie sie sich allen Wendungen des Geschehens gleich anpassen und sie zu ihrem Vorteil nutzen kann. Das unmoralische Verhalten der Möchtegern-Aufsteigerin wird aber parallelisiert durch das ebenso unethische Verhalten des Amtsvorstehers Wehrhahn - der Name ist sprechend - der, wie ein stolzer Hahn, sein Revier verteidigt und als konformistisch-kaisertreuer Beamter lieber einem Unbescholtenen staatsfeindliches Verhalten nachweist als wirkliche Verbrecher fängt. Frau Wolff, die das Publikum als Wildererin, Holzdiebin und Einbrecherin kennt, ist ihm eine „fleissige, ehrenhafte Person", die er nicht in ihrer Unehrlichkeit durchschaut.
Die Sprache der Figuren entspricht ihrer regionalen Herkunft, einzelne Dialekte und Soziolekte sind erkennbar. Typisch für Stücke des Naturalismus ist das Bestreben, Wirklichkeit in ihrer Fülle abzubilden. Dazu dienen auch die konkreten Anweisungen für ein Bühnenbild und die genauen Regieanweisungen, die der Charakterisierung der Personen dienen und an die Schauspieler wohl nur schwer zu vollbringende Anforderungen stellen - so heisst es z. B. über Frau Wolffs Tochter Adelheid, dass der „Ausdruck ihrer Augen ... frühe Verderbnis" verrate.
Insgesamt: ein guter Text, der uns einerseits eine für uns vergangene Zeit bildlich vor Augen führen kann und uns andererseits darüber nachdenken lässt, wo in unserer Gesellschaft sich Typen finden lassen wie Frau Wolff, die aufsteigen, zur guten Gesellschaft gehören wollen um jeden Preis, aber auch solche wie Wehrhahn, die machthungrig sind und damit gleichzeitig der Macht dienen.
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am 24. Mai 2013
Als Hauptmann-Fan hat mich die Komödie interessiert. Das Lesen war leicht und das Buch gefiel insgesamt.
Ich werde es an Freunde weitergeben.
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am 14. April 2014
Ich glaube, ich kann den Wert dieses Werkes nicht so schätzen wie es ein wirklicher Literaturkenner kann.

Ich habe "Den Biberpelz" im Zuge eines Referats über Gerhart Hauptmann bestellt und auch gelesen. Durch den Dialekt fand ich es auf Dauer relativ schwierig zu lesen, aber gerade der soll ja besonders ausschlaggebend gewesen sein und die Leute bewegt haben. Die Geschichte an sich wirkt relativ banal im Gegensatz dazu, was es eigentlich aussagen soll bzw. in den Menschen ausgelöst hat.

"Der Biberpelz" ist kein Buch, das ich mir freiwillig gekauft hätte, aber mit dem Hintergrundwissen über Epoche und Autor, ist es auf jeden Fall gut. Es macht in jedem Fall Sinn, sich vielleicht vorher einmal einen Artikel zum Thema "Naturalismus der Literatur" durchzulesen, denn damit erschließt sich vieles, das scheinbar nicht ganz schlüssig ist.
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am 20. November 2013
Ich würde den Biberpelz einer älteren Gruppe von Lesern empfehlen, da die Sprache im Buch eher "alt" ist und daher schwerer Verständlich, doch nach einem kurzen hineinlesen kann man die Handlungen gut verstehen. Die Geschicht an sich ist interessant und durch das offene Ende kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen, jugendlich würde dieses Buch aber eher nicht gefallen.
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am 8. Juni 2004
vor den fernseher setzten, kann nur von jemanden kommen, dessen lieblingsleküre die fernsehzeitung ist. sicherlich hat das buch seinen eigenen, auch etwas merkwürdigen stil, aber das gehört zum Naturalismus einfach dazu. Der Leser soll reflektieren und nicht fühlen. Meiner Meinung nach sehr gut gelungen
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am 28. Juli 2013
War mir nicht mehr bewußt, daß das Buch im Dialekt geschrieben ist. War aber sehr gut. Sehr zu empfehlen. Viel Spaß
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am 2. April 2005
Das Buch gehört zu den Werken, die ich für gewöhnlich nicht fertig lese. Keine Spannung, kein Witz. Es war als Schullektüre Pflicht, aber wirklich gut finde ich das Buch nicht. Warum dann nicht nur 1 Stern? Da ich denke, dass das Buch, wie im Unterricht besprochen, durchaus von literarischen Aufbau her nicht schlecht ist, aber eben nicht das, was einen Liebhaber von Spanung a la Dan Brown vom Hocker reißt...
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