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100 von 105 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen (Leider) einer der besten SciFi's aller Zeiten
"Big Brother is watching you" ist nicht erst seit der Big Brother-Show ein weltberühmtes Schlagwort. Es stammt aus diesem Klassiker. Dieses düstere Zukunftsszenario stammt aus dem Jahr 1948 - George Orwell hat damals die Jahreszahlen einfach umgedreht und über 1984 geschrieben. Faszinierend ist, dass wir heute als Leser prüfen können, inwieweit...
Veröffentlicht am 11. Juli 2005 von Christian von Montfort

versus
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein Vergnügen aber Pflichtlektüre
Das Buch liest sich wie eine wissenschaftliche Abhandlung über eine Diktatur und ewigen Krieg. Kalt und gefühllos, leer, schwarzweiss, abgemagert. Vom Gefühl her als ob ein ganz extrem introvertierter Fachidiot, trocken über sein Leben schreibt.

Dieses Buch verkörpert eine unterkühlte, gefühllose, abgestorbene Welt. Die...
Vor 14 Monaten von Mediatrice veröffentlicht


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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "1984" - paradox und oft falsch interpretiert!, 30. März 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: 1984: in der Übersetzung von Michael Walter (Taschenbuch)
Das bekannteste Werk (geschrieben 1948) neben "Farm der Tiere" von George Orwell (verstorben 1950) war auch sein letztes und damit sein Lebenswerk. Es gilt bis heute als einer der Paradelektüre bei Thematik "Unterdrückung der Gesellschaft durch ein totalitäres System" und das wohl zu Recht. Dabei hat Orwell nicht als erster den kritischen Gedanken an Politik, Staat oder gesellschaftliche Entwicklung diskutiert. So stellte Aldous Huxley 1932 das Buch "Schöne Neue Welt" fertig und bereits 1920 wurde ein Roman mit dem Titel "Wir" von Jewgenij Samjatin verfasst. Während ersteres heute immer noch in aller Munde ist und oft mit "1984" verglichen wird, ist das zweite Buch fast vollkommen untergegangen. Und das, obwohl offensichtlich eben dieses "Wir" einer der Grundlagen für George Orwells Roman gewesen ist. Denn während Huxley den Kapitalismus und den technischen Fortschritt kritisch beäugt, wurde Orwell - ebenso wie Samjatin - durch seine Erfahrungen mit dem Kommunismus stark beeinflusst. So ähneln sich die Geschichten sehr (und ich kann jedem 1984-Leser das Werk "Wir" nur empfehlen). Und genau an diesem Punkt wird Orwells Hintergedanke oft missverstanden oder falsch interpretiert: Wer kennt nicht den Ausdruck des "gläsernen Menschen" in unserer heutigen Zeit? Viele verbinden dieses mit dem Zitat "Big Brother is watching you" und kritisieren des Weiteren den technischen Fortschritt elektronischer Verfahren und computer-gestützter Anwendungen, d.h. die Informationstransparenz im modernen Zeitalter. Doch eben jenes ist das Paradoxe, denn Orwells Gesellschaft in 1984 ist über Güter- und Mengenknappheit definiert. Die Massen der Menschen werden dadurch beherrscht, dass Ihnen die Gedanken-Freiheit entzogen wird. Dieses geschieht über die Kontrolle der Lebensverhältnisse durch eine künstlich gehaltene Mangelsituation und eine damit entstehende Konzentration der Menschen auf die notwendigsten Bedürfnisse. Technischer Fortschritt wird nicht nur eingeschränkt, gar gestoppt. Orwell kritisiert somit im Grunde nicht eine mögliche Zukunft, sondern die damalige Vergangenheit, Orwells Gegenwart. Dieses Paradoxon findet sich in Kleinigkeiten: Beispielsweise ähnelt Der große Bruder" mit dem Schnauzer bildlich Stalin (1927 bis 1953 Diktator der Sowjetunion). Doch am deutlichsten wird es am Titel: 1984 - nicht mehr oder weniger das verdrehte Datum der Fertigstellung des Buches 1948! Doch Orwell geht viel weiter und schmückt das Buch mit vielen paradoxen Theorien: "Krieg ist Frieden - Freiheit ist Sklaverei - Unwissenheit ist Stärke". So wird eine in sich logische (aber doch wahnsinnige) Politikstruktur der Macht selbst letztendlich paradox: Die Partei setzt sich zum Ziel die komplette "Macht über Menschen. Über den Körper - aber vor allem über den Geist." So legt die Roman-Figur O'Brien aus Sicht der Partei klar dar: "In unserer Welt wird es keine Gefühle geben außer Angst, Wut, Triumph und Selbsterniedrigung...Es wird keine Kunst, keine Literatur, keine Wissenschaft geben...Es wird keine Neugier, keinen Lebensgenuss geben... immer wird es den Rausch der Macht geben, die ständig wächst und immer subtiler wird." An diesem Punkt werden Menschen zur leeren Hüllen zu leblosen Geschöpfen. Und sollte die Partei ihr Ziel erreichen, bliebe ihnen nur Macht über die Leblosigkeit, also leere Macht.

Die Faszination, die der Roman ausstrahlt und bis heute an die Leser überträgt, liegt in der Wahrnehmung, d.h. in der gefühlten Realität. Mit dem oben beschriebene Paradoxon des "gläsernen Menschen" - des Gefühls "Big Brother is watching you" - trifft Orwell den Nerv des Lesers. Trotz des oft nicht leichten Schreibstiles und dem langsamen Aufbau des ersten Drittel des Buches (1 Stern Abzug, da sich einige Leser sicherlich teils überwinden müssen, weiter zu lesen) schafft es die Geschichte, spätestens mit der dramatischen Darstellung im dritten Teil, unglaublich nahe zu gehen und realistisch zu wirken. Hierzu kommen viele kleine Motive, die sich im Laufe der Handlung ansammeln, und direkt oder indirekt auch in die moderne Zeit übertragbar sind.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Freiheit schützen!, 27. Januar 2008
Von 
Henning Pubanz (Eggstedt, Schleswig-Holstein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: 1984: in der Übersetzung von Michael Walter (Taschenbuch)
Mit der Freiheit verhält es sich ähnlich wie mit der Gesundheit. Man weiß sie erst zu schätzen, wenn man sie bereits verloren hat.
Orwell schafft es mit diesem eindringlichen und ergreifenden Werk, dass man seine persönliche Freiheit auch dann zu schätzen weiß, wenn man sie noch(!) nicht verloren hat.
Den Schluss, den man aus dieser Dystopie eines totalitären Überwachungsstaat ziehen sollte, lautet: "Währet den Anfängen!"
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen (Leider) einer der besten SciFi's aller Zeiten, 1. Juni 2004
Von 
Christian von Montfort (Barcelona, Katalonien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: 1984: in der Übersetzung von Michael Walter (Taschenbuch)
"Big Brother is watching you" ist nicht erst seit der Big Brother-Show ein weltberühmtes Schlagwort. Es stammt aus diesem Klassiker. Dieses düstere Zukunftsszenario stammt aus dem Jahr 1948 - George Orwell hat damals die Jahreszahlen einfach umgedreht und über 1984 geschrieben. Faszinierend ist, dass wir heute als Leser prüfen können, inwieweit sich seine Visionen bewahrheitet haben. Dabei geht es nicht um technische Entwicklungen à la Jules Verne - davon ist die Welt weit entfernt - sondern George Orwell beschäftigt sich ausschließlich mit der Entwicklung der Gesellschaft, dargestellt am Alltagsleben und später dem Widerstand seines Protagonisten Winston Smith.
Diese Zukunft sieht wie gesagt düster aus - Politik und Partei sind übermächtig, es herrscht eine totale Kontrolle und Überwachung der Menschen. Krieg à la "Kampf dem Terrorismus" ist alltäglich und wird geradezu aus Selbstzweck geführt: er fördert Forschung und Produktion. Es regieren der Hass und die Angst. Kritische Menschen werden gezielt ausgelöscht ("vaporisiert"), gewollt sind Bewohner, die die Lügen der Partei kritiklos hinnehmen. Allerdings nimmt der Großteil der Bevölkerung, die Proles, die Kontrollen nur begrenzt war, da der breiten Masse ein gewisser Rahmen aus Klatsch, Sportprogramm und Lügen vorgegeben ist, innerhalb dessen sie sich bewegen und "frei" fühlen dürfen.
Besonders bitter ist, wie exakt Orwell insbesondere den Zustand der späteren kommunistischen und diktatorischen Systeme vorausgesehen hat, z.B. der DDR mit ihrer Propaganda, Planwirtschaft und Stasi-Überwachung. Gerade unsere derzeitigen politischen Entwicklungen zeigen aber, dass auch die demokratischen Regierungen zu solchen Machtszenarien tendieren - das von den Wünschen der Mehrheit losgelöste Handeln der Politiker, Lauschangriff und automatische Überwachung der gesamten Telekommunikation, von Emails usw. sind bereits Realität, und werden über "Total bzw. jetzt Terror Information Awareness" perfektioniert. Auch der Leitspruch von Orwell's Großer Partei "Krieg ist Frieden" erinnert frappierend an Bushs widersprüchliches "Wir führen Krieg, um Frieden zu haben". Hier wurden und werden Visionen Orwells (leider) zur Realität.
Das Buch ist bedrückend und faszinierend zugleich, da man zwangsläufig zu der Frage kommt, was von unserer eigenen Freiheit und Demokratie eigentlich noch übrig geblieben ist. Politisch Uninteressierte sollten gewarnt sein, da das Buch längere Passagen zu gesellschaftstheoretischen Überlegungen enthält und dadurch etwas trocken wirken kann. Für mich ist es der beste Science Fiction-Roman aller Zeiten.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 1984 <-> wirklich nur die düstere Vision eines Schriftstellers?, 11. Juli 2006
Von 
Stephan Seither (Berg / Rheinland-Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: 1984: in der Übersetzung von Michael Walter (Taschenbuch)
Über den Schrifsteller und seine Werke, insbesondere über "1984", wurden bereits unheimlich viele Theorien veröffentlicht, mir wird es in diesem Zusammenhang also sicherlich nicht gelingen die Handlung aus einer überraschend neuen Perspektive heraus zu beleuchten - sind doch schon alle denkbaren Blickwinkel mit hochkarätigen Beobachtern besetzt und aus deren Sicht heraus wurde "1984" bestimmt erschöpfend genug analysiert - was ich jedoch möchte, ist die Wirkung beschreiben, die Wirkung welche dieses Buch auf mich in der Rolle des interessierten Lesers hatte...

"1984" - "Big Brother Is Watching You" - "George Orwell" - diese hier stellvertretend genannten "Schlagworte" sind mir die letzte Zeit immer wieder in die Quere gekommen - wurden und werden diese Begriffe doch oft genug als geflügelte Worte in zahlreichen Artikeln benutzt, um z.B. mit einem einzigen Wort komplexe Zusammenhänge verständlich zu machen.... - mich hat also das "woher" und das "warum" beschäftigt und so kam ich zum Buch selbst, wollte ich doch feststellen, ob mit den aus "1984" übernommenen Begriffen und Redewendungen z.B. alles über den Mangel an persönlicher Freiheit und die Schrecken totalitärer Systeme ausgedrückt werden kann...???

Fazit? Die von Orwell so düster beschriebene Gesellschaft Ozeaniens, die beklemmenden Ereignisse, in deren Mittelpunkt die Romanfigur Winston Smith steht, taugt auf jeden Fall als Metapher für Erklärungsversuche in Bezug auf totalitäre Staaten! Vom Buch selbst geht eine unbeschreibliche Faszination aus - selten hatte ich ein Buch in der Hand, welches mich so an sich fesseln konnte - auch wenn gegen Ende ein hohes Maß an Aufmerksamkeit erforderlich wird, um den Ausführungen Orwells in Bezug auf die Zusammenhänge "seines" Ozeaniens folgen zu können.... - es lohnt sich wirklich aufmerksam zu sein!

An mancher Stelle verstärkt sich sicherlich die Wirkung des Romanes, wenn man sich bewusst macht, dass Orwell die Geschichte im Jahr 1948 niedergeschrieben hat - und sich einem als Leser, da man den Lauf der Geschichte "nach Orwell" kennt, an mancher Stelle der Gedanke aufzuzwängen beginnt, hier habe sich leider im Laufe der Zeit aus literarischer Fiktion reale Geschichte geformt....

"1984" hat sich an mancher Stelle leider vom Science-Fiction-Klassiker hin zur "Gegenwartsbeschreibung" gemausert und ist somit aktueller denn je, könnte also ebenso den Titel 2006 tragen.... - bleibt zu hoffen, dass die Handlung des Buches irgendwann wieder vom Status "Gegenwartsbeschreibung" hinein in die Science-Fiction-Ecke verschwindet....

5 Sterne und sicherlich Wiederholungsgefahr 100%
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der reduzierte Mensch, 19. Juni 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 1984: in der Übersetzung von Michael Walter (Taschenbuch)
In diesem doch sehr bekannten Roman von George Orwell wird die Utopie einer Gesellschaft beschrieben die, jedenfalls unter den Parteimitgliedern, keine Gefühle mehr kennt außer Angst, Furcht und Verfolgungswahn. Akzeptiert wird nichts, was im Prinzip unnötig ist und eine Verschwendung von Kraft und Zeit darstellt. Darunter fällt dann zum Beispiel eine Umarmung oder etwas sontiges, urmenschliches. Es ist anstrebsam den menschlichen Faktor soweit rauszukürzen bis nichts mehr von alle dem übrig bleibt.
Trifft ein Teil dieser Utopie aber auch nicht auf unsere heutige, zynische und menschenverachtende Zeit zu? Nackte Zahlen zählen mehr wie Menschenleben, Profit und Effiziens mehr wie die Menschlichkeit, Individualismus und Egoismus mehr wie alles andere.
Erschreckend auch die allwissende und allmächtige "Partei", die jeden Lebensbereich kontrolliert, ja sogar bestimmen will was die Menschen denken.
Interessant war auch, wie Orwell die Allmacht der Medien vorausdachte, ununterbrochen sendet die Partei Propagandamaterial über die sogenannten Teleschirme und kann dabei auch noch ganz nebenbei jeden überwachen. So wird auch allmählich eine neue Sprache etabliert, Neusprech, die keine Kritik mehr an der Partei zulässt.
Der Held des Buches schließlich, arbeitet in einem Bereich, der für die konsequente Geschichtsfälschung zuständig ist.
Und kann es einmal anders gewesen sein, wenn alle Dokumente dies verneinen, und alle Menschen das gleiche behaupten?
Man kommt bei der Lektüre auf jeden Fall ins Staunen und vielleicht auch ins Grübeln. George Orwell hat meiner Meinung nach ein Meisterwerk für die Ewigkeit geschaffen, dass man einmal gelesen haben sollte
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahrheiten über den schon bestehenden Überwachungsstaat, 2. November 2009
Rezension bezieht sich auf: 1984: in der Übersetzung von Michael Walter (Taschenbuch)
Bereits viel konnte gelsen werden über den Roman 1984 von George Orwell. In vielen weiteren, auch sog. "Verschwörungstheorien" wird dieses Buch gerne einmal herangezogen, um Vergleiche zur heutigen Zeit zu ziehen. Doch ist es wirklich eine Spinnerei gewesen, die den Autor dazu veranlasst hat ein solches Werk zu Papier zu bringen, oder ist es nicht viel mehr als eine schon bestehende Realität. Dieses Buch sollte jedem Menschen vor Augen führen, wie wichtig es ist, unsere "Bürgerrechte" nicht als gültiges Mittel und bestehende Errungenschaft einfach so hinzunehmen. Es ist wichtig, dass allen klar wird und vor Augen geführt wird, sich intensiv mit dem zu beschäftigen, was uns alle Regierungen versuchen unter dem Deckmantel des "Terrors" als Sicherheit verkaufen wollen. Dieses Buch lässt sich sehr gut lesen, ist aber der richtige Denkanstoss, Bürgerrechte wahrzunehmen und zu verteidigen. Der Autor schafft es, durch fiktionale Darstellungen dreier Supermächte plastisch aufzuzeigen, was passieren kann, wenn eine Regierung die Kontrolle über alles übernimmt.
Auf jeden Fall lesenswert !
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Enge Beziehung zwischen Buch und Realität, 31. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: 1984: in der Übersetzung von Michael Walter (Taschenbuch)
Dass George Orwell ein großartiger Autor ist, weiß spätestens dann jeder, wenn er das Buch gelesen hat. Es ist ein Buch, bei dem man sich auf jeder Seite fragt, ob er es nicht doch im Jahre 2006 geschrieben haben könnte, denn die indirekten Paralellen zur heutigen Zeit in Sachen Manipulation der Menschen, Überwachung und Ignoranz gegenüber Problemen sind überwältigend. Dass er das Buch schon 1948 geschrieben hat, finde ich dann umso mehr beeindruckend, denn ich hätte nicht vermutet, dass jemand aus dieser Zeit schon diese Thematik mit solch einem Scharfsinn behandeln kann. Die aber interessanteste Sache, die im Buch beschrieben wird, ist für mich die, die fast niemandem wirklich auffälllt im wahren Leben: die Menschen denken nicht mehr eigenständig und lassen sich oft von Lügen täuschen. G. Orwell überspitzt diese Problematik im Buch, aber so wird der Leser aufmerksam darauf und merkt, dass "1984" tatsächlich ein Buch über uns sein könnte...
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aktueller als manch einer Denkt, 21. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: 1984: in der Übersetzung von Michael Walter (Taschenbuch)
Wir haben 1984 in der Schule gelesen.
Ich habe bis jetzt kaum ein Buch gelesen, welches dem Leser die Schrecken und Gefahren eines totalitären Überwachungstaates stärker vor Augen führt!
Es ist eine sehr düstere Fiktion, die uns Herr Orwell in seinem Buch präsentiert, allerdings sind wir in unserer heutigen Umwelt dieser Vorstellung näher als man vermuten würde.
Jeder Mensch ist durch sein Handy lokalisierbar, sein Kaufverhalten wird durch Computersysteme durschaubar...
Mann könnte eine solche Auflistung vermutlich beliebig weiterführen.
Das Beeindruckende an 1984 ist für mich, dass Orwell all diese Gefahren schon so früh voraus gesehen hat.
Meiner Meinung nach lohnt es sich für jeden es wenigstens einmal gelesen zu haben.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen faszinierend, aber.., 31. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: 1984: in der Übersetzung von Michael Walter (Taschenbuch)
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Ich zähle mich nicht unbedingt zu der Kategorie von Lesern, die ein besonderes Faible für allumfassende Utopien oder apokalyptische Endzeitstories an sich hat. Und um hier etwas Zeitkolorit hinzuzufügen, ich gehöre auch nicht zu denen, die von den Matrix-Fortsetzungen ob der verschenkten philosophischen Weiterentwicklungen maßlos enttäuscht waren. Ja, richtig. Ich lasse mich in erster Linie gerne unterhalten. Mehr muss ein Medium nicht erfüllen, um mir zu gefallen.
So ist dieser - nicht gerade leicht verdauliche - Klassiker hier auch nur zufällig auf meinem Nachtkästchen gelandet, denn schließlich gibt es Literatur, die "sollte" man doch früher oder später mal gelesen haben. Alleine schon der Bildung wegen, so glaube ich.
"1984" ist dann auch genauso komplex, intelligent, erschreckend und deprimierend, wie es die Allgemeinheit behauptet. Gerade auch, wenn man das Entstehungsjahr des Buches - nämlich '49 - im Kontext zur Geschichte sieht, ist Orwell in seiner revolutionär angehauchten Weitsicht was Entwicklung und Aufbau der dort geschilderten Staatsform betrifft, unglaublich faszinierend! Aber die Qualität des Werkes und die Brillanz seines Autors zu bestätigen, ist eigentlich völlig überflüssig, denn hier haben wir es mit einem bereits tausendfach besprochenen Klassiker der Weltliteratur zu tun. Vielmehr will ich versuchen, "1984" subjektiv aus meinem Blickwinkel als "Spannungsroman" zu bewerten.
Der Spannungsbogen, den die Geschichte vom "Zahnrädchen" Winston in der Maschine des Großen Bruders über den Umfang von plusminus 300 Seiten spannt, bekommt gerade im Mittelteil einen kleinen Einbruch. Dann nämlich, wenn über mehrere Kapitel die Struktur des Engsoz (also des "englischen Sozialismus" in dem sich der Protagonist befindet) aufgezeigt wird. Streckenweise hatte ich hier das Gefühl, das sich die Hintergrundschilderungen über die Intention der Partei bezüglich Krieg und Volk ja sogar wiederholen oder zumindest mehrfach ausgeführt werden.
Es ist interessant, das Ausmaß von Orwells Utopie so detailliert kennenzulernen, aber als Leser ist man an diesen Stellen dank der etwas trockenen Sachbuchrhetorik eben nur noch durch die Faszination am Thema an sich an das Buch gefesselt, und nicht mehr durch die Geschichte. Zumindest ging mir das so. Ich glaubte in gewissen Momenten auch zu spüren, dass es Orwell schlicht und einfach ein erzählerisches Bedürfnis war, seine Welt strategisch und psychologisch auszuformulieren, und die Dramaturgie dementsprechend halt etwas in den Hintergrund treten musste. Trotz der Spannungseinbußen bleibt es aber auch hier lesenswert.
Punktum. Gerade durch kürzlich erschienene Filme wie eben jene Trilogie mit den Zeitlupeneffekten oder "Equilibrium", gewinnt 1984 wieder an Aktualität. Darum glasklare Leseempfehlung von meiner Seite, auch wenn man als "anspruchsloser Leser" die ein oder andere Hürde in punkto Spannung erwarten darf.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erschreckend aktuell, 19. März 2013
Rezension bezieht sich auf: 1984: in der Übersetzung von Michael Walter (Taschenbuch)
Obwohl 1948 veröffentlicht, ist dieses erschreckende Buch sehr aktuell. Die "Mittelschicht" (die Mitglieder der äußeren Partei) werden Tag und Nacht elektronisch beobachtet, Sex dient nur noch der Fortpflanzung (die Energie, die sich durch Keuchheit anstaut, soll in Kraft für die Ideologie des Engsoz umgewandelt werden) und die Sprache soll durch die Einführung des Neusprechs soweit reduziert werden, dass kritischen und abweichendes Denken unmöglich werden soll. Die Kriege zwischen den drei Großmächten dienen nur der Aufrechterhaltung des politischen Systems und der Gegner wechselt ständig, was Zensur und Umschreibung der Geschichte nötig macht.

Aktuell ist das Werk deshalb, da durch Laptopkameras, Handyverfolgung etc. ebenfalls eine umfassende Überwachung der Bevölkerung möglich ist. Auch die Verelendung und Versklavung der Menschen ist nicht so weit dahergeholt, verdammt doch die Minijobregelung heute viele Menschen dazu, trotz Arbeit in Armut und Abhängigkeit vom Staat zu leben. Und da unsere Politik mehr Kinder mehr Zuwanderung und eine weitere Ausweitung des europäischen Binnenmarkts wünscht, damit die Löhne weiter gedrückt können, dürfte die Verarmung der Bevölkerung weiter fortschreiten. Man denke nur mal an die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa, die auch in Deutschland existiert, aber dadurch verdeckt wird, dass die arbeitslosen Jugendlichen an Berufsschulen und Universitäten geparkt werden.

Im Gegensatz aber zum Roman, in welchem 85% der Bevölkerung (als Proles bezeichnet) nicht überwacht werden, droht in unserem Land die Überwachung der ganzen Bevölkerung, unsere Politiker, Manager und hohen Banker (ausschließlich Bankkaufleute) mal ausgenommen.
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1984: in der Übersetzung von Michael Walter
1984: in der Übersetzung von Michael Walter von George Orwell (Taschenbuch - 1. Juni 1994)
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