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90 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen (Leider) einer der besten SciFi's aller Zeiten
"Big Brother is watching you" ist nicht erst seit der Big Brother-Show ein weltberühmtes Schlagwort. Es stammt aus diesem Klassiker. Dieses düstere Zukunftsszenario stammt aus dem Jahr 1948 - George Orwell hat damals die Jahreszahlen einfach umgedreht und über 1984 geschrieben. Faszinierend ist, dass wir heute als Leser prüfen können, inwieweit...
Veröffentlicht am 11. Juli 2005 von Christian von Montfort

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein Vergnügen aber Pflichtlektüre
Das Buch liest sich wie eine wissenschaftliche Abhandlung über eine Diktatur und ewigen Krieg. Kalt und gefühllos, leer, schwarzweiss, abgemagert. Vom Gefühl her als ob ein ganz extrem introvertierter Fachidiot, trocken über sein Leben schreibt.

Dieses Buch verkörpert eine unterkühlte, gefühllose, abgestorbene Welt. Die...
Vor 9 Monaten von Mediatrice veröffentlicht


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90 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen (Leider) einer der besten SciFi's aller Zeiten, 11. Juli 2005
Von 
Christian von Montfort (Barcelona, Katalonien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: 1984: in der Übersetzung von Michael Walter (Taschenbuch)
"Big Brother is watching you" ist nicht erst seit der Big Brother-Show ein weltberühmtes Schlagwort. Es stammt aus diesem Klassiker. Dieses düstere Zukunftsszenario stammt aus dem Jahr 1948 - George Orwell hat damals die Jahreszahlen einfach umgedreht und über 1984 geschrieben. Faszinierend ist, dass wir heute als Leser prüfen können, inwieweit sich seine Visionen bewahrheitet haben. Dabei geht es nicht um technische Entwicklungen à la Jules Verne - davon ist die Welt weit entfernt - sondern George Orwell beschäftigt sich ausschließlich mit der Entwicklung der Gesellschaft - dargestellt am Alltagsleben und später dem Widerstand seines Protagonisten Winston Smith.
Diese Zukunft sieht wie gesagt düster aus - Politik und Partei sind übermächtig, es herrscht eine totale Kontrolle und Überwachung der Menschen. Krieg ist alltäglich und wird inzwischen aus Selbstzweck geführt. Kritische Menschen werden gezielt ausgelöscht ("vaporisiert"). Am einfachsten leben diejenigen, die die Lügen der Partei kritiklos hinnehmen. Der Großteil der Bevölkerung, die Proles, nimmt die Kontrollen allerdings nur begrenzt war, da der breiten Masse ein gewisser Rahmen aus Klatsch, Sportprogramm und Lügen vorgegeben ist, in dem sie sich bewegen darf und innerhalb dessen sie sich relativ "frei" fühlt.
Besonders bitter ist, wie exakt Orwell insbesondere den Zustand der späteren kommunistischen und diktatorischen Systeme vorausgesehen hat, z.B. der DDR mit ihrer Propaganda, Planwirtschaft und Stasi-Überwachung. Gerade unsere derzeitigen politischen Entwicklungen zeigen aber, dass auch die demokratischen Regierungen zu solchen Machtszenarien tendieren - das von den Wünschen der Mehrheit losgelöste Handeln der Politiker, die fast lückenlose Überwachung von Telefonen, Handys, Emails durch NSA, Lauschangriff usw. sind bereits Realität. Auch der Leitspruch von Orwell's Großer Partei "Krieg ist Frieden" erinnert frappierend an Bushs widersprüchliches "Wir führen Krieg, um Frieden zu haben". Hier wurden und werden Visionen Orwells (leider) zur Realität.
Das Buch ist bedrückend und faszinierend zugleich, da man zwangsläufig zu der Frage kommt, wie frei wir eigentlich selbst heute noch sind. Politisch Uninteressierte sollten gewarnt sein, da das Buch längere Passagen zu gesellschaftstheoretischen Überlegungen enthält und dadurch etwas trocken wirken kann. Für mich ist ist es der beste Science Fiction-Roman aller Zeiten.
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46 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schockierende Realitätsnähe in einer Zukunftswelt, 29. Oktober 2009
Von 
Lucy M. "cute & cool" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 1984: in der Übersetzung von Michael Walter (Taschenbuch)
Während mir das Verhalten der Tiere in der Parabel Farm der Tiere von George Orwell noch lustig vorkam, verschwand meine Heiterkeit bei dieser Lektüre komplett.
George Orwell hat mit diesem Zukunftsroman eine ziemlich düstere Welt geschaffen.
Diese Welt ist aufgeteilt zwischen drei Supermächten: Ozeanien, Eurasien und Ostasien, die sich ständig untereinander im Krieg befinden.
Die Ordnung des totalitären Staates Ozeanien besteht aus Arbeit und Unterdrückung. Persönliche Meinungen und Eigentum sind verboten, jeglicher Freiheitsdrang wird gewaltsam ausgetrieben.
Die Struktur Ozeaniens ist auf einer Ideologie aufgebaut, die auf der Veränderlichkeit der Vergangenheit beruht. Die ganze Historie vor der Revolution ist ein Palimpsest, das genau so oft umgeschrieben und neu beschriftet wird, wie man es braucht. In der dermaßen kontrollierten Welt von 1984 wurde die Vergangenheit getilgt, die Tilgung wurde vergessen, die Lüge wurde zur Wahrheit.
Außer der Erinnerung derer, die die Revolution miterlebt haben, existiert keine schriftliche Aufzeichnung oder eine mündliche Überlieferung, die eine andere Konstellation erwähnt als die gegenwärtig aktuelle. Eine geschichtliche Entwicklung dieser ganzen Epoche nachzuspüren ist unmöglich. Man weiß nicht mehr, wie viel von der Vergangenheit, die mittlerweile schon als Legende bezeichnet wird, stimmt und wie viel davon erfunden ist.
Den gesamten Regierungsapparat Ozeaniens bilden vier Ministerien. Ich erwähne hier nur eines: Das Ministerium für Liebe, das Gesetz und Ordnung aufrechterhält. Diese neue Ordnung bestimmt über die Liebe der Hauptprotagonisten Julia und Winston.
Ein Paar, das nicht mal ein wenig Hoffnung haben darf, denn die alte Zeit, in der es noch eine Privatsphäre, Liebe und Freundschaft gab, gibt es nicht mehr.
In der neuen Zeit gibt es weder Liebe noch Lust. Kein Gefühl ist mehr rein, denn alles ist zersetzt durch Angst und Hass. Über die Möglichkeit zu heiraten, können Julia und Winston nicht mal diskutieren. Er wünscht sich, sie hätten einen Ort, wo sie miteinander allein sein können. Winston wünscht sich so sehr, sie könnten ein altes Ehepaar werden.
Die beiden zusammen haben mich sehr berührt. Deshalb war ich ziemlich geschockt, als die Geschichte einen tragischen Verlauf genommen hat.
Bei der Vorstellung, diese utopische Zeit könnte für uns Realität werden, bekam ich ein beklemmendes Gefühl in der Magengegend. Hoffentlich müssen wir so eine Zeit, in der nur Dunkelheit herrscht, in unserer Zukunft nie erleben.
Am schlimmsten fand ich die sogenannten Säuberungswellen der 50er und 60er Jahre, die Tausende von andersdenkenden Menschen, die das Missfallen der Partei des Großen Bruder erregt hatten, erfasste, und man hörte nie wieder etwas von ihnen.

Das Buch überzeugt durch seine schockierende Realitätsnähe. Die bedrückende Stimmung des Nachkriegsjahres 1948 hat George Orwell zum Schreiben angetrieben. Er trifft genau das Gefühl der damals herrschenden Hilflosigkeit.
1984 wird immer aktuelles Buch sein. Es gehört wie Farm der Tiere zu den Klassikern und sollte gelesen werden!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach Genial!, 3. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: 1984: in der Übersetzung von Michael Walter (Taschenbuch)
Dieses Buch hat mein Leben auf die ein oder andere Weise verändert.
Es ist ein Meisterwerk!
Auch wenn man nicht erwarten darf, das ein spannendes Abenteuer erzählt wird, bevor man mit dem Lesen beginnt. Vielmehr ist es eine trostlose und ebenso beeindruckende Schilderung eines totalitären Staates, der es sozusagen, zu seiner ideologischen Vollendung gebracht hat.
Aspekte wie die Möglichkeiten des Staates die Vergangenheit zu ändern, da diese nur solange existiert wie es jemanden gibt der sich daran erinnert oder die Vollkommene Kontrolle über den Menschen mit Hilfe des Zwidenkens, was nichts anderes bedeutet, wie zwei gegensätzliche Dinge gleichzeitig und ohne Gegenreaktion zu glauben, sind ebenso genial, wie auch erschreckend.
Eindrucksvoll wird auch das Prinzip der totalen Überwachung geschildert.
Gerade in der heutigen Zeit, in der die Schrecken der Vergangenheit langsam in Vergessenheit geraten uneingeschrenkt zu empfehlen.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Pflichtlesefutter für jeden, der nicht blind durch den Tag geht, 25. November 2010
Rezension bezieht sich auf: 1984: in der Übersetzung von Michael Walter (Taschenbuch)
Ich wollte es schon immer mal lesen, das berühmte Buch 1984 von George Orwell. Das Buch, das den Ausspruch Big Brother is watching you! "erfunden" hat. Das Buch, dass ein düsteres Bild von unserer Zukunft entwirft und das überraschend aktuell ist.

Orwell zeigt uns eine düstere Welt, die aus drei globalen Systemen besteht, die sich immer im Krieg miteinander befinden. Der Titelheld lebt in London, das zu Ozeanien gehört (ehemals ungefähr Nordamerika und Grossbritannien). Er arbeitet für ein Ministerium, dass die Vergangenheit den Geschehnissen der Gegenwart anpasst. Soll heissen, wenn jemand in Ungnade gefallen ist und "verschwindet", dann wird er aus allen Erinnerungen getilgt.

Es herrscht die Partei. Propaganda und Gleichschaltung sind normal. Freie Gedanken sind unterdrückt und jeder wird immer überwacht. Auch Liebe und Sex sind geregelt.

Unser Titelheld verliebt sich, kann das System nicht mehr leiden, nicht mehr verstehen, er hasst es und will es bekämpfen. Mehr will ich nicht verraten, denn sonst sind Spannung und Atmosphäre dahin.

1984 habe ich verschlungen. Orwell zeichnet ein erschreckend detailliertes Bild eines totalitären Systems und erklärt, warum Menschen sich nicht dagegen auflehnen, warum Menschen es lieben und warum es so ist, wie es ist.

Orwell erzeugt beim Leser mehr Fragen als er Antworten gibt. Keine Fragen über das Buch, sondern Fragen über die eigene Gesellschaft in der man lebt. Man fragt sich unwillkürlich, wie frei man ist, was man erträgt und wo die Grenze zu Orwell's Welt 1984 liegt.

Fazit: Pflichtlesefutter für jeden, der nicht blind durch den Tag geht, der sich für die aktuellen Geschehnisse in der Welt interessiert und der auch nicht vor düsteren Gedanken zurückschreckt. Das englische Original ist glaube ich besser als die deutsche Übersetzung.
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42 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vorsicht! Bei Perspetivewechsel Gift für Gutsprech und Gutdenk, 22. April 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 1984: in der Übersetzung von Michael Walter (Taschenbuch)
Wer dieses Buch noch aus seiner Schulzeit kennt, wird sagen: ja super, hab ich auf Englisch gelesen - na und? Totalitäre Systeme sind eben schrecklich, Gott sei Dank haben wir das überwunden und ich lebe ja in einer Demokratie. Tatsächlich? "Neusprech", "Gutdenk" und vor allem das unglaubliche "Doppeldenk" gibts nur bei Orwell, den Nazis, den Kommunisten? Den "Großen Bruder" im wahnhaften Kollektiv beschwören ist doch entweder Geschichte, Fiktion oder für rechtsradikale Vollidioten! Tatsächlich?

Na dann verwenden Sie heute mal in der Öffentlichkeit die Wörter Zigeuner oder Neger oder versuchen den Sinn von Gendermainstreaming zu ergründen oder wagen sie gesetzlich verschriebene Wahrheiten zu hinterfragen. Viel Erfolg - was dann mit Ihnen passiert nennt Orwell in seinem Roman "Vaporisieren". Vielleicht (noch) nicht im strikt Orwellschen Sinn, aber jedenfalls intensiv genug, um eine Person durch die "Hinrichtungsmaschinen" der Mainstreammedien zu schicken. Beispiele dafür gibts genug.
Sie glauben das nicht? Na dann lesen sie ein eine zeitlang etwas aufmerksamer als sonst den Mainstream und denken sie dabei an die Worte des Genossen Syme:" Begreifst du denn nicht, dass Neusprech nur ein Ziel hat, nämlich den Gedankenspielraum einzuengen? Zu guter Letzt werden wir Gedankendelikte buchstäblich unmöglich machen, weil es keine Wörter mehr geben wird, um sie auszudrücken." oder "Wir vernichten Wörter - massenhaft, zu Hunderten täglich! Wir reduzieren die Sprache bis aufs Skelett."
Solche Zitate lassen sich nahezu endlos aus dem grandiosen Roman herauslesen.
1984 war nicht, 1984 ist jetzt - nur merken wir es nicht, weil WIR leben ja in einer DEMOKRATIE und da gibt es das alles nicht. Und außerdem haben wir jetzt so einen tollen charmanten Amerikaner, der uns so viel Hoffnung macht: "In diesem Moment stimmen alle Versammelten einen volltönenden, langsamen rhythmischen Sprechgesang an: Yes, we can! Yes, we can! Yes we can!" (siehe Seite 24 der vorliegenden Ausgabe)

Also wer den Mut zum Positionswechsel hat, sollte sich anschnallen, denn die Erkennis aus der veränderten Leseperspektive macht den Roman zu einer subversiven Granate, die einen vom Hocker wirft.
Wohlgemerkt der Mann hat das Ganze Ende der 40er Jahre des 20.Jahrhunderts geschrieben.
Er ist kein Prophet, nein er ist ein Wahrsager!

Und im Übrigen kündigt Orwell die endgültige Übernahme des "Neusprech" für 2050 an!

P.S.: Wem solche subversiven Perspektiven gefallen, sollte sich auch mal "Fight Club" von Chuck Palahniuk zu Gemüte führen. Aber Vorsicht! Vom selber denken kriegt man angeblich Krebs!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Big Brother is watching you, 6. August 2004
Rezension bezieht sich auf: 1984: in der Übersetzung von Michael Walter (Taschenbuch)
Orwells Dystopie über Herrschaft der absoluten und alles-einnehmenden Kontrolle und Manipulation ist eine erschreckende Vorstellung.
Eine Partei unter der Führung des GB, wobei man aber gar nicht weiß, ob dieser eine fiktive Gestalt ist oder real existiert, hatte es geschafft, Millionen Menschen zu ihrer Denkweise zu überreden. Sie wurde dazu trainiert nur das zu glauben, was der GB ihnen sagte. Sie stehen unter permanenter Kontrolle, egal wo sie sich befinden. Teleschirme und Mikrofone sind einem immer auf der Spur. Nie ist man allein...
Systematisch wird jede Art von Menschlichkeit ausgerottet. Es gibt keine Freundschaft oder Liebe ohne Vertrauen und das hat keiner mehr der Bewohner. Es gibt keine Familienbande mehr, Kinder würden ohne Bedenken ihre Eltern verraten, wenn sie sie bei einem „Gedankendelikt" ertappen. Die Eltern wären sogar noch stolz auf ihre Sprösslinge. Jeder ist jedem ein Feind...
Um politische Verbrecher, solche die Gedankendelikte begehen, zu entlarven zieht die Partei alle Mittel in Betracht. Erst gewinnen sie das Vertrauen und dann zerstören sie einem durch menschen-unwürdige Folter und Strafen.
Die Manipulation geht so weit, dass selbst die, von uns (noch immer) als unveränderbar gedachte, Vergangenheit ganz nach Belieben und politischen Umständen geformt und manipuliert wird. Alle Zeugnisse, dass es mal anders gewesen sein könnte, werden sofort zunichte gemacht. Auf die Erinnerungen eines Menschen wird nicht mehr vertraut, denn die Menschen selbst glauben ihren Erinnerungen nicht. Es wird alles, was die Partei einem auftischt, bedingungslos geschluckt.
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36 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen (Leider) einer der besten SciFi's aller Zeiten, 24. März 2003
Von 
Christian von Montfort (Barcelona, Katalonien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: 1984: in der Übersetzung von Michael Walter (Taschenbuch)
"Big Brother is watching you" ist nicht erst seit der Big Brother-Show ein weltberühmtes Schlagwort. Es stammt aus diesem Klassiker. Dieses düstere Zukunftsszenario stammt aus dem Jahr 1948 - George Orwell hat damals die Jahreszahlen einfach umgedreht und über 1984 geschrieben. Faszinierend ist, dass wir heute als Leser prüfen können, inwieweit sich seine Visionen bewahrheitet haben. Dabei geht es nicht um technische Entwicklungen à la Jules Verne - davon ist die Welt weit entfernt - sondern George Orwell beschäftigt sich ausschließlich mit der Entwicklung der Gesellschaft - dargestellt am Alltagsleben und später dem Widerstand seines Protagonisten Winston Smith.
Diese Zukunft sieht wie gesagt düster aus - Politik und Partei sind übermächtig, es herrscht eine totale Kontrolle und Überwachung der Menschen. Krieg ist alltäglich und wird inzwischen aus Selbstzweck geführt. Kritische Menschen werden gezielt ausgelöscht ("vaporisiert"). Am einfachsten leben diejenigen, die die Lügen der Partei kritiklos hinnehmen. Der Großteil der Bevölkerung, die Proles, nimmt die Kontrollen allerdings nur begrenzt war, da der breiten Masse ein gewisser Rahmen aus Klatsch, Sportprogramm und Lügen vorgegeben ist, in dem sie sich bewegen darf und innerhalb dessen sie sich relativ "frei" fühlt.
Besonders bitter ist, wie exakt Orwell insbesondere den Zustand der späteren kommunistischen und diktatorischen Systeme vorausgesehen hat, z.B. der DDR mit ihrer Propaganda, Planwirtschaft und Stasi-Überwachung. Gerade unsere derzeitigen politischen Entwicklungen zeigen aber, dass auch die demokratischen Regierungen zu solchen Machtszenarien tendieren - das von den Wünschen der Mehrheit losgelöste Handeln der Politiker, die kaum kontrollierte Überwachung von Telefonen, Handys, Emails durch NSA, Lauschangriff usw. sind bereits Realität. Auch der Leitspruch von Orwell's Großer Partei "Krieg ist Frieden" erinnert frappierend an Bushs widersprüchliches "Wir führen Krieg, um Frieden zu haben". Hier wurden und werden Visionen Orwells (leider) zur Realität.
Das Buch ist bedrückend und faszinierend zugleich, da man zwangsläufig zu der Frage kommt, wie frei wir eigentlich selbst heute noch sind. Politisch Uninteressierte sollten gewarnt sein, da das Buch längere Passagen zu gesellschaftstheoretischen Überlegungen enthält und dadurch etwas trocken wirken kann. Für mich ist ist es der beste Science Fiction-Roman aller Zeiten.
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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen utopie ?, 23. Juli 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 1984: in der Übersetzung von Michael Walter (Taschenbuch)
ich bekahm nie angst beim lesen eines buches... beim lesen von 1984 schon, denn die beschriebene welt ist keine utopie, sondern es mutet wie ein masterplan für die bedrückende zukunft nach buchveröffentlichung 1948 an... gespeist aus großartiger kenntniss politischer und gesellschaftlicher mechanismen, sowie unglaublich klarer logik. mehr als der verschwörungskitsch in den top 100, aber nichts zum entspannen...
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Zukunft ist ein Stiefel im Gesicht eines Menschen, 16. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: 1984: in der Übersetzung von Michael Walter (Taschenbuch)
Dieses Buch beschreibt eine Gesellschaft in der jegliche Privatsphäre abgeschafft wurde und die sich in einem permanenten Kriegszustand befindet. Es gibt keine Freundschaft, Liebe und Zuvesicht mehr unter den Menschen. Die Ehepartner mißtrauen sich und die Kinder werden von der allmächtigen Partei angehalten ihre Eltern beim Aussprechen verbotener Gedanken anzuzeigen. In jeder Wohnung ist ein Überwachungsgerät installiert, das jede Regung des Bewohners überwacht. Wird man von der Gedankenpolizei verhaftet, wird man solange gequält bis man die Herrschaft der Partei akzeptiert, sich ihr aus freien Stücken unterwirft und ihren Anführer liebt. Danach wird man erschossen. Dieses Buch könnte bei manchem Brechreiz ob des beschriebenen staatlichen Terrors auslösen. Am nächsten sind Stalin, Mao und PolPot dieser negativen Utopie gekommen. Der kommunistische Terror verschlang 100 Mio Menschenleben, was leider, und das ist die Gefahr, zuwenig im Bewußtsein der Menschen verankert ist. Es gab nunmal weitaus schlimmere Regimes, als das von 1933-1945 in Deutschland herrschende, worauf unsere Poltikerkaste so gern herumreitet. Als Warnung allen totalitären Tendenzen zu widerstehen und keinen -ismen und Ideologien auf den Leim zu gehen ist dieses Buch hervorragend geeignet. Es ist auch eine Warnung jeglichen Sprech- und Denkverboten Einhalt zu gebieten, zumal es in der Bundesrepublik solche Bestrebungen gibt und diese per Gericht auch durchgesetzt werden.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Am Ende ist man Fertig, 25. August 2011
Rezension bezieht sich auf: 1984: in der Übersetzung von Michael Walter (Taschenbuch)
Was soll man sagen was nicht schon gesagt wurde über den Ursprung der "Big Brother"-Idee.

Überzeugend schildert er die Suche eines isolierten Menschen nach dem Glück am Leben.
Spielerisch schenkt er dem Leser eine Paranoia und überrascht ihn dann doch wieder mit Unachtsamkeit.
Erscheckend lässt er einen zum Ende das herzlos-objektive Monster in uns erkennen.
Gesamt schenkt er Denkansätze die gerade in unserer Zeit wieder greifen.
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1984: in der Übersetzung von Michael Walter
1984: in der Übersetzung von Michael Walter von George Orwell (Taschenbuch - 1. Juni 1994)
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