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28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brilliante Bestandsaufnahme des griechischen Geistes
"Rosen für Apoll" von Joachim Fernau ist sicherlich sein Meisterwerk. In einem elanvollen und respektlosen Tonfall erzählt er die Geschichte der Griechen. Erzählen ist dabei sehr wörtlich zu nehmen: obgleich er alle wesentlichen Punkte der griechischen Geschichte aufgreift - von den Zeiten der Illias bis zum Tode Alexanders des...
Am 9. Juli 1999 veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen Rosen für Apoll. Die Geschichte der Griechen
Schlachtenbummler kommen auf ihre Rechnung, Kultur- und Philosophie-Interessierte weniger. Daher war ich zunächst enttäuscht, fand das Buch aber doch als lesenswerte Urlaubslektüre.

G. Schröckenfuchs
Vor 10 Monaten von Dr.Gerhard Schröckenfuchs veröffentlicht


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28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brilliante Bestandsaufnahme des griechischen Geistes, 9. Juli 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Rosen für Apoll. Die Geschichte der Griechen (Taschenbuch)
"Rosen für Apoll" von Joachim Fernau ist sicherlich sein Meisterwerk. In einem elanvollen und respektlosen Tonfall erzählt er die Geschichte der Griechen. Erzählen ist dabei sehr wörtlich zu nehmen: obgleich er alle wesentlichen Punkte der griechischen Geschichte aufgreift - von den Zeiten der Illias bis zum Tode Alexanders des Großen - hat der Leser niemals den Eindruck gelangweilt zu werden. Denn bei Joachim Fernau lebt Geschichte, er versucht die Menschen von damals als lebendige Personen neu entstehen zu lassen. Das er dabei manchmal die eine oder andere historisch inkorrekte oder zumindest fragwürdige These aufstellt trübt den guten Gesamteindruck kein bißchen. Herauszuheben aus dem Buch ist seine Darstellung der spartanischen Lebensphilosopie: kein anderer Autor hat die Motivation dieses Volkes bisher so treffend beschrieben. Auch sein Umgehen mit der Illias läßt einen ein bisher ungekanntes Lebensgefühl der damaligen erahnen. Doch an einer Stelle versagt auch Fernaus Wortgewalt: bei der griechischen Paiderastie; man muß ihm allerdings zugestehen, daß selbige zur Entstehungszeit des Buches ein vollkommen unbearbeitetes und tabuisiertes Thema war. Dennoch: Unbedingt lesen!!!! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebeserklärung mit viel Esprit, 25. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Rosen für Apoll. Die Geschichte der Griechen (Taschenbuch)
Ich liebe den ollen Fernau! Wie er mit geschliffenem Deutsch in "Rosen für Apoll" die griechische Geschichte vom Trojanischen Krieg bis zu Alexander dem Großen abhandelt, das macht ihm so schnell keiner nach. Und er liebt die alten Griechen, das merkt man in jeder Zeile. Er liebt sie so, wie man einen charmanten Lausbuben ins Herz schließt oder einen renitenten Rauhhaardackel -- wenn der vielleicht etwas despektierlich klingende Vergleich gestattet ist. Er ist nämlich nicht despektierlich gemeint, sondern bewundernd. Und Fernau selber nennt die Griechen die "bösen Buben, die himmlischen Sünder, [...] die vor 3000 Jahren auf dem Meer der irdischen Freuden die Piratenflagge hißten" und macht dem Leser klar, wie er seine Geschichte der Griechen verstanden wissen will: nicht als akribische Faktensammlung, sondern als Liebeserklärung. Schließlich ist Fernau ja auch kein gelernter Historiker, sondern ein gelernter Journalist.
Fernau findet den verloren geglaubten Schlüssel zum Verständnis des antiken Hellas und seiner Mentalität: Man lege Apoll nicht "das Abiturientenzeugnis als Eintrittskarte zu Füßen", denn dieser Gott will Rosen: "Vergeßt die Rosen nicht, wenn ihr den Fuß in eine Zeit setzt, in der die Götter noch verliebt waren und lächeln durften!"
Dieser Parforce-Ritt durch die griechische Geschichte ist geistreich geschrieben, in geschliffenem, allerbesten Feuilleton-Stil. Mehr als einmal muss man laut auflachen, oder doch wenigstens kichern. Fernau nähert sich den großen Namen nicht ehrerbietig, sondern in Augenhöhe. Respektlos hat ihn jemand genannt -- nun, respektlos ist Fernau durchaus, und zwar gegenüber den Wahrnehmungs-Klischees der allzu Bildungsbeflissenen. Seinem Thema hingegen, vor allem den Protagonisten, erweist er durchaus Respekt -- liebevollen Respekt.
Fernau fragt nach: Wie war das mit der Demokratie in Athen? War der Diktator Peisistratos wirklich abgrundtief böse? Wie war das mit den als amusisch verschrienen Spartanern? Und Perikles -- war der wirklich so makellos, wie es überliefert wird? Irgendwann konstatiert er auch, wieso die Nachwelt Sparta bewundert, Athen aber liebt: Die Spartaner waren zeit ihrer Existenz damit beschäftigt, den Augias-Stall auszumisten. Doch das Leben liebt den Mist.
Mehr als eine Schulbuch-Weisheit bürstet Fernau augenzwinkernd gegen den Strich, und seine eigene Meinung verhehlt er nie.

À propos Meinung: Fernaus Ansichten zu manchen Themen sind mitunter wenig schwer verdaulich, und nicht immer spricht ein "temperamentvoller Konservativer", wie man ihn früher bezeichnete, sondern... Nunja. Die Leser sind erwachsen und werden das selber beurteilen können. Man kann Fernau durchaus seine NS-Vergangenheit als Scharfmacher übelster Sorte vorwerfen. Andererseits sollte man einem Werk, zumal einem dermaßen gelungenen, nicht die Vergangenheit seines Autors vorwerfen. Also zurück zu Apoll und den Rosen:

Bei aller feuilletonistischen Versiertheit behält Fernau doch auch die wichtigen Fakten im Auge; man merkt das nicht nur bei seiner Schilderung des Peloponnesischen Krieges, den er kurz und prägnant genug zusammenfasst, dass man in diesem Wust endlich mal ein wenig die Übersicht gewinnt.
Wie gesagt, Fernau verkündet hier kein Evangelium, sondern er erzählt die Geschichte aus seiner Sicht nach. Und das tut er geistreich wie wenige andere (neuerdings schreibt Luciano de Crescenzo Vergleichbares).
Freilich, wer "Rosen für Apoll" als Geschichtsbuch liest, muss sich darüber im klaren sein, dass dieses Buch dazu nur bedingt taugt, denn es ist, ich wiederhole mich, eine Liebeserklärung an eine Kultur, in Form eines langen aber kurzweiligen, amüsanten, witzigen Essays zu deren Geschichte.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kultur, Kriege, Könige und Knabenliebe, 17. August 2005
Von 
Christian von Montfort (Barcelona, Katalonien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Fernau gibt in diesem Buch einen grandiosen Überblick über 500 Jahre griechische Geschichte, etwa 800-300 a.c. Demokratie, die Philosophie, die Olympischen Spiele, Homer und Troja, Odysseus, die Spartaner, die Perserkriege - und als Skandal die Knabenliebe - die altgriechische Welt ist voller Highlights. Fernau startet mit den ersten europäischen Hochkulturen, den Kretern und Mykenen ca. 2000 a.c. und erzählt die Geschichte bis zum Tode Alexanders des Großen im Jahr 323, dem Zeitpunkt der größten Ausdehnung.
Da die Mazedonier Philipp und Alexander keine Griechen im engeren Sinn waren, sind die beiden relativ stark zusammengefasst. Schwerpunkte sind der Aufstieg Athens, der stete Wettbewerb mit Sparta, die 3 Perserkriege 490-479 und die Peloponnesischen Kriege (431-404). Es geht durchgehend um historische Realitäten, d.h. die Welten der Sagen, der Philosophie und des Schauspiels werden (leider) kaum betrachtet.
"Rosen für Apoll" stammt aus dem Jahr 1961, was aber den Griechen gar nichts ausmacht. Im Gegenteil: Fernau hat einen sehr persönlichen Stil und bezieht den Leser mit ein, da fragt er durchaus mal mittendrin: "Sie fragen sich bestimmt schon, wann kommen denn endlich die Perser? Geduld, denn vorher muss ich Ihnen unbedingt noch dieses Kapitel erzählen..." Er beschäftigt sich mit der Seele der Griechen, die der unseren anscheinend sehr ähnlich war: "Die Griechen suchten Schönheit, nicht die Wahrheit". Mit einem verschmitzten Lächeln seziert Fernau den launischen Klüngel der Städte, die fast kindlichen Machtspiele, die grandiosen Heldentaten und die Zufälle der Geschichte. Fazit: ein kurzweiliger Lesegenuss auf hohem Niveau!
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fernau's fantastische Geschichte der Griechen, 29. August 2002
Rezension bezieht sich auf: Rosen für Apoll. Die Geschichte der Griechen (Taschenbuch)
Schon mal ein langweiliges Geschichtsbuch gelesen? Ich schon zur Genüge! Dann kam "Rosen für Apoll" wie der Retter des Wissensbegierigen, dessen Motivation durch übliche Sachbücher schon tiefer gefallen ist, als man in den Hades fallen könnte. Fernau's Genie ist befähigt mit einer humorvollen Sprache seinen Leser in einen Bann zu ziehen, dem man so schnell nicht entsagt. Dennoch fehlen keine wichtigen geschichtlichen Ereignisse und man weiß nach dem Buch eindeutig mehr über Griechenland, jedoch bekommt man kein sinnloses Detailwissen präsentiert, sondern alle wichtigen Begebenheiten in einer interessanten Sichtweise, die den zum gähnen ausgelegten Geschichtsbüchern fehlt. Auch bietet der Autor einen Spaziergang durch Athen an und bewegt so den Geist des Lesers in diese Zeit, der befähigt wird, die enorme Schönheit und das Leben der Antike kennenzulernen. Das Buch endet mit dem Tod Alexander des Großens und dem Zerfall des griechischen Reiches und lädt ein, auch weitere Geschichten von Völkern dieser Zeit zu studieren. Dennoch muss hier gesagt werden, dass sich das Buch nur dafür eignet, einen genügenden Überblick zu gewinnen. Für Geschichtstudenten ist es leider ungeeignet, da man aus diesem Buch schlecht für eine Klausur lernen kann. Schade eigentlich!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen brilliant, unterhaltsam und bildend, 5. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Rosen für Apoll 1. 4 CDs (Audio CD)
Wenn man auf langen Fahrten zu Seminarhotels nicht nur einschlägige Hörbücher zu den Themen Therapie, Training und Coaching hören will, ist man bei Fernau goldrichtig.
Genial, welch modernen und vor allem lebendigen Blick dieser Mann auf längst vergangene Zeiten richtet. Beeindruckend, in welch lockerem Plauderton man nicht nur griechische Geschichte vermittelt bekommt, sondern auch noch bestens unterhalten wird. So manche Anekdote habe ich auch schon bei meinen Seminaren verwendet und die TeilnehmerInnen hatten viel Spaß daran.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rosen für Fernau, 25. Juni 2007
Von 
O. Knöthig (Neuhausen a.d.F.) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Rosen für Apoll. Die Geschichte der Griechen (Taschenbuch)
Bravo !!!!

Joachim Fernau gelingt es hervorragend den Spagat zwischen geschichtlichem Anspruch und teilweise etwas flapsiger Umgangssprache zu finden.

Da wird ein recht trockenes Thema (sorry, liebe Hellas-Fanatiker)auch für Laien anschaulich dargestellt ohne dabei oberflächlich zu wirken.

Auch heikle Kapitel (z.B. Knabenliebe) meistert Fernau mit der gehörigen Prise Humor und seinem ausgezeichneten Verständnis für die Denkweise der damaligen Zeit.

Fazit: Absolut zu empfehlen und ich mache mich gleich dran die anderen Bücher von Joachim Fernau auch zu lesen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Glücksgriff für die Ohren, 17. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Rosen für Apoll 1. 4 CDs (Audio CD)
Glücklicherweise bin ich einmal auf Joachim Fernaus "Caesar läßt grüßen" gestoßen, habe es gelesen und fühle mich seitdem um einige Gefühle für die Antike reicher. Das war mir Empfehlung genug mich an weiteren Fernau Texten zu bereichern.
"Rosen für Apoll" habe ich nun nicht gelesen, sondern auf einigen längeren Autofahrten gehört. Und obwohl ich eher ein Freund des Lesens, als des Hörens von Literatur bin, bin ich schier überwältigt gewesen. Mit jedem (vortrefflich(st)) gelesenen Wort wird einem die Liebe des Autors zur griechischen Geschichte ins Herz gebrannt. Nicht blind ist diese Liebe. Fehler, Schwächen, Macken der vergangenen Griechen werden erkannt und auch als solche deutlich herausgestellt. Geschichte wird dabei nicht doziert, sondern erzählt. Eben wie EINE Geschichte und nicht wie DIE Geschichte. Dies geschieht mit einer Wonne am Schreiben, mit einem leisen Witz, teilweise mit einer stillen Ironie, wie sie - für den, der dies alles verstehen kann und will - nur köstlich ist. Vielmehr wird einem geboten, als nur Daten und Fakten. Es wird gefragt, beantwortet, in den Raum gestellt, zum Denken angeregt. Leider gelingt dies nicht vielen Autoren.
Dieter Mann, als die Stimme, die uns in das alte Griechenland begleitet, gelingt die sprachliche Umsetzung einfach wunderbar. Man fühlt sich in die Kinderrolle versetzt. Auf einem Läufer vor einem Kamin kauernd, lauscht man dem Erzähler einer Geschichte, versinkt in sie und will immer noch mehr hören. Schade, dass solche Momente nicht länger bleiben dürfen.
Als die acht CDŽs gehört waren, stellte sich dieses merkwürdige Gefühl ein: irgendetwas zwischen freude und wehmut. Schön, dass man das alles hören durfte, schade, dass es schon zu Ende war.
Vielen Dank, Herr Fernau, für dieses Buch. Ich habe vieles mitgenommen.
Vielen Dank, Herr Mann, für diese tolle Umsetzung ins gesprochene Wort.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Applaus für J. Fernau, 10. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Rosen für Apoll. Die Geschichte der Griechen (Taschenbuch)
Griechische Geschichte kann wirklich unterhaltend sein. Wer dies nicht glaubt, sollte dieses Buch gelesen haben, um sich vom Gegenteil überzeugen zu lassen. Joachim Fernau fässt die Geschichte der Griehen in einem einmaligen Stil zusammen, der witzig, amüsamt sowie informativ zugleich ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr interessant, mit großem Gewinnn gelesen, 11. September 2013
Von 
Dr. Heinz Lammert (Frankfurt am Main, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Rosen für Apoll. Die Geschichte der Griechen (Taschenbuch)
Wie alles von Fernau, sehr interessant, belehrend, humorvoll, oft auch innerlich bewegend, leicht und unterhaltsam und mit großem Gewinn zu lesen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tiefe Geschichtskenntnisse mit dem humoristischem Augenzwinkern der Realität, 20. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Rosen für Apoll. Die Geschichte der Griechen (Taschenbuch)
Was machen Sie als Geschichtslehrer in der Oberstufe, wenn Ihnen ein Haufen von 14 Jungen im ersten Semester gegenübersitzt - voll von Testosteron, einem chronischen Aufmerksamkeitsdefizit und Sie ihnen die Geschichte des antiken Griechenlands nahebringen sollen (laut Lehrplan) und wollen (weil sie die Antike lieben)?

Sie lesen Ihnen zwischendurch etwas aus "Rosen für Apoll" von Joachim Fernau vor!

Mir selbst ist dieses Glück im Leben zu Teil geworden und ich würde mir wünschen, dass es vielen anderen Schülerinnen und Schülern ähnlich ergangen wäre oder vielleicht ergehen wird. Denn erstens lernt man bei Fernau etwas hinzu, man findet gerade Gelerntes in den Zeilen wieder und es macht Spaß im Unterricht herzlich loslachen zu dürfen. Und der Wunsch der Klasse doch wieder etwas Fernau vorgelesen zu bekommen hat zudem eine sehr disziplinierende Wirkung (für die ich nicht garantieren kann).

In jedem Fall schafft es Fernau von der ersten bis zur letzten Seite auf fast unverändert höchstem Niveau nicht nur seine Liebe zum Stoff auszudrücken sondern sie auch zu transportieren und mit ihr anzustecken. Denn wo Geschichtsbücher mit Zahlen und trockenen Fakten glänzen lässt uns der Humor Fernaus' erkennen, dass viele vermeintlich große Dinge in der großen Geschichte vielleicht auch eher der Verzagtheit, der Fehlerhaftigkeit des Menschen entspringen, seinen Irrtümern und Fehleinschätzungen oder seinem Versuch einfach nur durch den Tag zu kommen - sei es als König, Feldherr, Soldat oder argwöhnisch von der Konkurrenz beäugter Philosoph.

Sein Augenzwinkern lässt uns Menschen und geschichtliche Figuren menschlich erscheinen und eben nur nebenbei als geschichtliche Größen. Man kann sich auf die Zeit und Ihr Leben und Denken einlassen und sich mit ihr entwickeln und wird ein Stück von ihr, einer Geschichte die wir nicht kennen und nicht erleben oder nachvollziehen können, weil wir sie nie selbst gelebt und erlebt haben. Wir kennen nur die Kulissen, die uns aus überlieferten Schriften und Erzählungen gemalt und gebaut werden, kennen nur die Rollen, die Geschichtsforscher aus Pergamenten und Malereien, Münzen und Ruinen hervorgezaubert haben.

Mit Fernau bekommt das Surreale, was der Geschichtserzählung anhaftet jenes bodenständige Stück Leben eingehaucht, welches es vermag Geschichte nicht nur lebendig zu machen sondern liebenswert. Und so finden wir Leichtigkeit und Lachen in dem, was eigentlich eine griechische Tragödie ist.

Und wenn ich "Rosen für Apoll" so sehr lobe, so muss ich doch loswerden, dass für mich ganz persönlich mit "Cäsar lässt grüßen" Fernau ein noch großartigeres Werk gelungen ist. Das mag daran liegen, dass ich von je her eine enge Beziehung zu Italien hatte oder einfach nur daher, dass meine Geschichtsklausur im 2. Semester (Thema: Das antike Rom) besser war, als im Ersten. Denn die Freude, die vielleicht jetzt die eine oder andere Lehrkraft versuchen wird ebenfalls ihrer Oberstufenklasse angedeihen zu lassen, hatte ich nicht nur ein sondern zwei Semester lang. Und dafür danke ich meinem damaligen Geschichtslehrer und Joachim Fernau.
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Rosen für Apoll. Die Geschichte der Griechen
Rosen für Apoll. Die Geschichte der Griechen von Joachim Fernau (Taschenbuch - 2010)
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