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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Tante zum verlieben
Die 43jährige Bankangestellte und 2fache Mutter Karen Thieme möchte mit ihrem Mann Bernd und den Kindern Theresa und Mark ihren Urlaub in Schottland verbringen. Das Auto ist gepackt, die Schlüssel bei den Nachbarn und nun muss sich Karen nur noch schnell von der alten Tante Martha verabschieden. Man will es ja nicht mit ihr verscherzen, denn deren Erbe ist...
Veröffentlicht am 26. August 2011 von Beate Senft

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Erfrischend heiter.
Familie Thieme ist eine ganz normale Familie mit ganz normalen Alltagsproblemchen. Nun freuen sie sich auf einen gemeinsamen Urlaub in Schottland, als sich ihnen unerwartet Tante Martha anschließt, die in Schottland angeblich etwas dringendes zu erledigen hat. Es ist zwar niemand von dieser unerwarteten Reisbegleitung begeistert, da von Tante Martha aber ein gut zu...
Veröffentlicht am 27. August 2011 von mrs-lucky


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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Tante zum verlieben, 26. August 2011
Von 
Beate Senft (Ludwigshafen am Rhein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Martha im Gepäck: Roman (Broschiert)
Die 43jährige Bankangestellte und 2fache Mutter Karen Thieme möchte mit ihrem Mann Bernd und den Kindern Theresa und Mark ihren Urlaub in Schottland verbringen. Das Auto ist gepackt, die Schlüssel bei den Nachbarn und nun muss sich Karen nur noch schnell von der alten Tante Martha verabschieden. Man will es ja nicht mit ihr verscherzen, denn deren Erbe ist der einzige Lichtpunkt im triesten Dasein der Thiemes. Bei Martha angekommen wartet die 80jährige schon im Schottenrock, mit gepacktem Koffer und Sonnenschirm unter dem Arm auf die Familie, die sie mit nach Schottland nehmen soll, weil sie dort noch etwas zu erledigen habe. Die Familie ist entsetzt, denn wer will schon eine alte, senile vielleicht sogar demente und kränkliche Oma mit in den Urlaub nehmen. Doch Martha setzt sich durch und die Familie muss erkennen, dass Martha vielleicht doch ganz anders ist, als gedacht.

Dieses Buch ist einfach köstlich. Nur schade, dass es so schnell zu Ende gelesen war. Die Geschichte wirkt so lebendig und Schottland so traumhaft schön, dass man am Liebsten sofort dahin in Urlaub fahren möchte. Martha ist eine Frau, mit der ich sehr gerne befreundet wäre.

Karen ist mir vom Anfang an schrecklich unsympatisch, fühlt sie sich der Tante doch nur verpflichtet, weil sie auf das Erbe hofft. Außerdem behandelt sie diese liebenswerte alte Dame wie ein kleines Kind und ist dazu noch schrecklich spießig und kleinkariert. Genau wie ihr Mann Bernd. Martha ist die Beste. Sie stört sich nicht am Gerede der Anderen und ist sowieso die Coolste. Sie lässt sich durch nichts und niemanden von ihrem Weg abringen und nimmt auch niemals ein Blatt vor den Mund.

Während des Lesens musste ich die ganze Zeit grinsen und habe mich sehr gut unterhalten. Die Geschichte passt perfekt zu den heißen Temperaturen der letzten Tage. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen und ich hoffe, dass wir noch ganz viel von Ulrike Herwig hören werden. Mich hat dieses Buch jedenfalls vollständig überzeugt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesespaß pur!, 19. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Tante Martha im Gepäck: Roman (Taschenbuch)
Inhalt:
Karin Thieme ist mit ihrer Familie auf dem Weg in den lang ersehnten Urlaub. Sie will sich nur noch kurz von Tante Martha verabschieden. Allerdings staunt sie nicht schlecht, als Tante Martha mit gepacktem Koffer vor ihr steht und verkündet, dass sie mitfahren wird.
Auch ihre Familie ist völlig überrumpelt, aber Tante Martha lässt sich nicht aufhalten.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist einfach nur köstlich. Da will man in den lang ersehnten und bis ins kleinste Detail durchgeplanten Urlaub fahren und plötzlich sitzt die alte Tante Martha auf dem Rücksitz und bringt alles durcheinander. Der Schreibstil von Ulrike Herwig ist herrlich witzig. Die Figuren stehen direkt vor mir. Und Tante Martha ist eine herrliche Figur. Eigentlich denkt man sie sie alt und gebrechlich. Aber von wegen, sie weiß ganz genau wie sie ihren Willen durchsetzen kann und hat es faustdick hinter den Ohren. Auf dem Weg nach Schottland muss sich Familie Thieme mehr als einmal wundern. Ich musste wirklich oft herzhaft lachen, denn wer eine Tante Martha im Gepäck hat, der hat es wirklich nicht einfach.
Aber es ist nicht einfach nur ein seichter Roman, sondern wenn man genau hinsieht, dann kann man auch erkennen, dass wir uns einfach viel zu oft von unserem Alltag auffressen lassen und von unseren „Alten“ noch einiges lernen könnten, wenn wir uns wirklich die Zeit nehmen würden zuzuhören und ab und zu auch mal zu hinterfragen. Doch diese „Moral“ in dem Buch stört den Lesegenuss absolut nicht.
Ich gebe zu, ich habe Marthas Humor und ihre Eskapaden genossen, und war stellenweise auch ein wenig schadenfroh, aber ich würde sie in meinem Urlaub auch nicht unbedingt um mich haben wollen. Trotzdem finde ich es toll wie Familie Thieme es geschafft hat und vor allen Dingen wie sich die Dinge im Laufe der Reise doch verändert haben. Aber mehr mag ich euch nicht verraten, das solltet ihr wirklich selbst erlesen.

Mein Fazit:
Purer Lesespaß, den ich gerne weiterempfehle.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Erfrischend heiter., 27. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Martha im Gepäck: Roman (Broschiert)
Familie Thieme ist eine ganz normale Familie mit ganz normalen Alltagsproblemchen. Nun freuen sie sich auf einen gemeinsamen Urlaub in Schottland, als sich ihnen unerwartet Tante Martha anschließt, die in Schottland angeblich etwas dringendes zu erledigen hat. Es ist zwar niemand von dieser unerwarteten Reisbegleitung begeistert, da von Tante Martha aber ein gut zu gebrauchendes Erbe zu erwarten ist, müssen die Thiemes wohl oder übel einwilligen. Schnell zeigt sich jedoch, dass Tante Martha alles andere als kränklich und hilfsbedürftig ist. Mit ihrer exzentrischen und selbstbewussten Art, sorgt sie immer wieder für Überraschungen. Sie kennt sich in Schottland gut aus, und erweist sich bald als eine echte Bereicherung für den Urlaub. Selbst der pubertierende Sohn Mark findet an der alten Tante gefallen und taut auf.

Eine durch und durch amüsante Geschichte. Sie wird erzählt aus der Sicht von Mutter Karen, die die Geschehnisse aus ihrer Sicht reflektiert, enthält jedoch auch viel wörtliche Rede, was den Roman sehr lebendig macht. Die Charaktere der Familie Thieme erscheinen lebensnah, wenn auch sehr klischeebehaftet. Gerade dagegen hebt sich jedoch Tante Martha ab, die im Laufe der Reise immer mehr beweist, dass sie so gar nicht dem Klischee der alten, klapprigen Dame entspricht, sondern mit viel Lebenserfahrung und einer schillernden Vergangenheit die anderen Figuren blass aussehen lässt. Das Ende der Geschichte trägt vielleicht etwas dick auf, aber insgesamt liest sich der Roman sehr flüssig und bietet gute Unterhaltung. Es gab mehr als eine Stelle, an der ich lauthals auflachen musste.

Für ein Taschenbuch von 264 Seiten mit großer Schrift, dessen dickes Papier mehr Volumen vorgaukelt, als es wirklich bietet, finde ich den Preis von 14,99 Euro allerdings ganz schön happig, dafür gibt es einen Punktabzug.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Martha im Gepäck - ich komme mit!, 6. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Martha im Gepäck: Roman (Broschiert)
Familie Thieme hat Großtante Martha zunächst alles andere als freiwillig im Gepäck, als sie zu ihrer Urlaubsreise nach Schottland aufbricht, aber bald stellt sich immer mehr heraus, dass die kleine dünne weißhaarige 80-Jährige diejenige ist, die das Heft des Handelns in ihre Hände nimmt. Dabei lebt das Buch durchaus nicht etwa von dem Klischee von der Unverträglichkeit der Welt der schrulligen Alten mit dem Leben der aktiven und dynamischen Jungen. Der Roman beginnt nur mit der Ausbeutung diesen Klischees, als an einem heißen Sommertag die nach Medizin riechende Martha sich mit Regenschirm und wollenem Schottenrock in das Auto der Thiemes zwängt und wenig kommunikativ nur dunkle Hinweise auf Verpflichtungen ihrerseits in Schottland zu geben geneigt ist. Züge von Demenz, so das schnelle Urteil der Jüngeren.
Aber genau hier beginnt sich der Vorzug dieses Romans zu entfalten, was ihn über eine leichte Sommerlektüre hinaushebt: Das Klischee wird abgebaut, die Voreingenommenheiten erweisen sich als das Ergebnis eines Mangels an Kommunikation zwischen den Generationen. Karen hatte zwar gerade noch Zeit für das Notwendigste an Hilfe in Marthas Haushalt, aber für ein echtes Interesse an Marthas Wünschen und Gedanken, an ihrem vergangenen Leben fehlte der gestressten Bankangestellten die Zeit, bzw. sie meinte, sie sich nicht nehmen zu können. Und Enkel Mark '... hätte wahrscheinlich lieber einarmig den Garten umgegraben, als in Marthas gehäkeltes Hustensaft-Imperium mitzukommen.' (S. 144) Aber es sind bezeichnenderweise die Kinder, die eher als ihre Eltern in Martha den interessanten Menschen erkennen.
Der Aufbau der Handlung ist unspektakulär, da durch den nachvollziehbaren Verlauf der Reiseroute vorgegeben. Die Stärke der Darstellung liegt zweifellos in der humorvollen, teils skurrilen Ausschmückung der Episoden, die sich an den jeweiligen Etappenorten der Reise abspielen. Der Humor speist sich aus einer außerordentlich erfindungsreichen Situationskomik, aus ungewöhnlichen Vergleichen und Metaphern (S. 220: 'ein Pfund Blumen'), aus stilistisch nur scheinbar unangemessenen Äußerungen (S. 123 'Mir rollen sich die Fußnägel hoch, wenn ich heutzutage Frauen in diesen Trainingsanzügen ... rumlaufen sehe.' sagt Martha und zeigt eine erstaunliche Nähe zu Marks Nachpubertäts-Slang.) In der letzten Episode des Romans kommen noch einmal Situationswitz, der Hang zur Zuspitzung und liebevolles Verständnis für das Menschsein der Alten zusammen : Es sind nicht die Jugendlichen Mark und Lindsey, die beim Nacktbaden im See lachen und quieken, es sind Tante Martha und John!
Außer dem Verhältnis Familie Thieme - Tante Martha spielt noch die angeknackste Beziehung zwischen dem Ehepaar Karen und Bernd Thieme eine nicht unwesentliche Rolle und trägt zur Atmosphäre des Buches und nicht zuletzt zur Komik bei. Wie die beiden im Verlaufe der Reise wieder zu einander finden, löst beim Leser besonderes dann ein Schmunzeln aus, wenn auch hierzu Tante Martha im Hintergrund ihren aktiven Beitrag leistet. Die Einführung des von Karen erträumten Partners Mike bleibt blass und wäre wohl überflüssig gewesen.
Die Tatsache, dass die Reise nach Schottland geht, macht den Roman in starkem Maße zu einem echten Urlaubs- und Sommerbuch. Um so mehr, als die Deutschen das raue, wilde, schöne, mystische keltische (?) Schottland (und Irland) doch so lieben! Auf alle Fälle ist der landeskundliche Hintergrund gut recherchiert und verlässt sich keinesfalls auf gängige Klischees. Die Einzelheiten stimmen, die Fahrt durch Edinburgh nachvollziehbar, die Inanspruchnahme des englischen Gesundheitswesens so ähnlich erlebt. Das Schottland-Flair ist in die Handlung eingewoben und trägt zum Reiz des Buches bei; wer mehr wissen will über schottische Flora und Fauna, Geschichte, Klima und Geologie sollte sich ein Buch aus der Tourismus-Literatur-Ecke der Buchhandlung kaufen.

'Martha im Gepäck' wird jedem Urlauber auf Reisen, aber auch den verhinderten Urlaubern ein paar vergnügliche Stunden bereiten. Die Jüngeren unter ihnen werden sich in ihren gegenseitigen Beziehungen wiedererkennen, die Älteren sich darüber freuen, wie ernst sie genommen werden.
Übrigens: Habe mich ein bisschen umgeschaut in meiner Umgebung: Ich habe Martha wiedererkannt, großer Strohhut, bunte Campingtasche (90er Jahre), weites buntes Sommerkleid, auf dem Weg zum Freibad; Martha auf dem Fahrrad, bunt wie ein Papagei, Leggins, wohl aber nicht auf dem Weg nach Schottland ...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein modernes Märchen, 14. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Martha im Gepäck: Roman (Broschiert)
Alle Senioren sind klapprig, riechen nach Medizin und bekommen sowieso nicht mehr viel auf die Reihe. Außerdem brauchen sie ganz viel Aufmerksamkeit und Pflege und sind insgesamt doch recht anstrengend. So in der Art denkt zumindest Karen über alle alten Menschen, insbesondere ihre Großtante Martha. Schlimm genug, dass sie Karen immer wieder daran erinnert, dass Martha Geld hat, das Karen irgendwann erben möchte - aber das Martha nun auch noch nach Schottland mit in den Urlaub will, das geht nun wirklich zu weit.
Doch Martha setzt sich durch und fährt mit Karen, ihrem Mann und den zwei Kindern mit. Dabei bringt sie das Leben der Thiemes ganz schön durcheinander, denn aus dem gut durchgeplanten Familienurlaub wir das reinste Chaos dank Tante Martha. Sie hat (sehr zum Leidwesen von Karen) immer Recht, sie pokert um Geld, redet wildfremde Männer an und hat eine ganze Menge Geheimnisse. Schon nach einer Weile finden alle anderen Familienmitglieder sie gar nicht mehr so uncool und immer öfter fragte sich Karen, wie sie sich jahrelang so sehr in Martha täuschen konnte.

---

Relativ harmlos beginnt die Geschichte mit der eher spießigen Familie rund um Karen, die absolut unglücklich und unzufrieden mit ihrem Leben ist. Sie ist nicht nur genervt von ihrem Aussehen, sondern auch von ihrer Arbeit, dem Leben allgemein und den Ungerechtigkeiten. Sie würde auch gern in einem großen Haus leben - warum immer nur die anderen? So ein klein wenig unsympathisch macht es sie schon, doch schon bald gewöhnt man sich als Leser daran. Auch reißt die quirlige Martha mit ihren Sprüchen so einiges raus und bringt auch Karen so langsam wieder zurück auf die "Spur". Schon nach kurzer Zeit erobert sie so auf jeden Fall schon die Herzen der Kinder.
Die Reise ist chaotisch und gespickt mit Dingen, die Martha anstellt. Dinge, die dem Buch genau die richtige Würze verleihen, die leider aber auch in ihrer Geballtheit irgendwann einfach unglaubwürdig wirken. Ich für meinen Teil kam sehr gut damit klar, "Martha im Gepäck" als modernes Märchen zu bezeichnen, denn schließlich ist es das ja auch. Alle Dinge die passieren, Leidenschaften, die (wieder) aufflammen und sonstige Zufälle, die wohl im richtigen Leben nie vorkommen würden. Fast nie.

Doch auch wenn es recht abgedreht ist, so hat es mich doch super unterhalten. Ich fand die Geschichte toll, auch wenn sie ab einem gewissen Punkt recht vorhersehbar ist. Der Schreibstil ist locker und sehr angenehm, die Charaktäre bleiben teilweise recht offen und lassen damit auch viel Spielraum für die eigene Fantasie. Teils stark überzeichnet bzw. fast klischeehaft ergeben sie alle aber zusammen eine so perfekte Mischung, dass ich wirklich Schwierigkeiten hatte, mich von dem Buch zu trennen.
Ich mag es und von daher gibt es von mir 5/5 Sternen :)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Solch Tante wünscht man sich, 30. August 2013
Von 
Kleeblatt Monika "Monika" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Tante Martha im Gepäck: Roman (Taschenbuch)
Das gibt es doch gar nicht. Karen Thieme, die kurz davor steht, mit ihrem Mann Bernd und den 2 Kindern in Urlaub nach Schottland zu fahren, macht noch einmal kurz Stopp bei ihrer Großtante Martha, um sich von ihr zu verabschieden.
Da steht diese in einem Schottenrock und mit gepackten Koffern an der Tür und bestimmt, dass sie mitfährt. Karen und Bernd trauen sich nicht ernsthaft, etwas dagegen zu sagen, denn Tante Martha droht sofort damit, sie zu enterben. Also machen sie gute Miene zum bösen Spiel. Und überhaupt, was soll denn heißen, dass sie in Schottland etwas zu erledigen hätte? Das kann ja noch heiter werden…

Wer hätte gedacht, dass Tante Martha gar nicht die alte, senile, fast bettlägerige Tante ist, wie Familie Thieme das immer gedacht hatte? Zugegeben, man hatte sich auch nicht wirklich für die Erbtante interessiert, ist immer nur mal kurz einen Anstandsbesuch machen gegangen.
Wie taff Tante Martha in Wirklichkeit ist, müssen Thiemes recht schnell feststellen. Was anfänglich mit Zufall kommentiert wird, denn woher in aller Welt sollte sie z.B. wissen, in welche Richtung man fahren sollte, entpuppt sich so nach und nach zum Insiderwissen. Familie lernt ihre Tante Martha kennen und fällt fast aus allen Wolken.

Lange habe ich mich nicht mehr so amüsiert, wie mit diesem Buch. Schon allein die Idee, mit einer 80-jährigen senilen alten Frau unfreiwillig in den Urlaub fahren zu müssen und das bis nach Schottland, finde ich ausgesprochen gelungen.
Tante Martha ist der absolute Sahnebonbon in der Geschichte.
Auch als Leser hatte ich anfänglich so meine Bedenken, aber je öfter man Martha in Aktion erlebte, um so mehr schloss ich sie in mein Herz.
Mit Überraschungseffekten konnte sie auf der ganzen Linie punkten.

Hier wird ein Generationsproblem mal von einer ganz anderen Seite aufgerollt. Nicht jeder, der alt ist, ist wirklich alt. Manchmal sind die Rollen vertauscht und die Jüngeren sind die, die verklemmt sind.

Ein Buch zum Schmunzeln und mit herrlicher Situationskomik, so dass man als Leser gar nicht am Lachen herumkommt. Wenn ich nur daran denke, wie Tante Martha einen Trucker beim Pokern abzockt, einfach nur genial.

Die Autorin Ulrike Herwig hat sich für diese Reise mit Tante Martha wirklich was einfallen lassen.
Die Kinder Mark und Lindsay „freunden“ sich mit Tante Martha schneller an, als Karen und Mark, die sich damit ein wenig schwer tun.

Es ist für Tante Martha eine Reise in die Vergangenheit und für mich eine absolute Traumreise mit liebenswerten Protagonisten.
Ich wäre bei dieser Reise sehr gern dabei gewesen und hätte Martha kennengelernt.
Ein Buch, das ich uneingeschränkt weiterempfehle.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ein nettes Buch für zwischendurch, 3. August 2013
Von 
Joko - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Martha im Gepäck: Roman (Broschiert)
"Martha im Gepäck" ist das Debüt der Schriftstellerin Ulrike Herwig, von der ich jüngst ihren neuen Roman " Sag bei Abschied leise Blödmann" gelesen habe.

Familie Thieme, Bernd, Karen und die beiden Kinder Mark und Theresa, wollen ihren Urlaub in Schottland verbringen. Das Auto ist gepackt und man schaut nur noch kurz bei der 82 zig jährigen Tante Matha vorbei , um sich zu verabschieden.Doch Martha ist immer für Überraschungen bereit und so steht sie, als die Tür geöffnet wird, mit Schottenrock, Schirm und Gepäck in der Tür und teilt Karen mit, dass sie dringend nach Schottland müsse und sie sich überlegt hätte, mit ihnen mitzufahren. Die Begeisterung der Familie Thieme hält sich in Grenzen, weiß man doch nicht, auf was man sich einlässt bei der alten Dame. Ist sie vielleicht körperlich geschwächt oder gar senil? Doch Karn sagt zu, ist sie doch die Erbin der Tante und man hofft auf ein beachtliches Vermögen der alten Dame.
Doch die Fahrt gestaltet sich anders, als Familie Thieme sich das vorgestellt hat. Tante Martha ist nicht nur sehr rüstig, sondern auch mehr als geistig fit und so zockt sie nicht nur einen Brummifahrer beim Poker ab, sondern findet auch immer den richtigen Weg, wenn Bernd sich mal wieder verfahren hat.Das aller Größte ist allerdings, dass die Familie am Ende eine riesen Überraschung erwarten, mit der wohl so keiner gerechnet hat.

Das Debüt der Autorin hat mir gut gefallen. Die Geschichte wird liebevoll erzählt, die einzelnen Personen sind gut beschrieben und der Erzählfuss des Buches ist mehr als angenehm.Mir hat dieses Buch zwar nicht so gut gefallen wie ihr neustes Buch "Sag beim Abschied leise Blödmann ", das ich sehr witzig fand, aber die Geschichte hat mich an kleiner Stele gelangweilt. Die Beschreibung des pubertieren Mark fand ich sehr gelungen und einige komische Situationen tauchten auch in diesem Buch auf.Die Sprache ist einfach gehalten, so das ich dieses Buch als Urlaubslektüre, oder zum Abschalten mehr als empfehlen kann.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und die Tante muss mit..., 7. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Martha im Gepäck: Roman (Broschiert)
Die Sommerferien stehen ins Haus und Karen Thieme freut sich auf einen wohlverdienten Schottland-Urlaub mit ihrer Familie – genauer gesagt mit ihrem leicht entfremdeten Ehemann (Reiseführer-Liebhaber-Bernd), ihrem pubertierenden Teenager-Sohn (Ohne-meinen-Mp3-Player-ohne-mich-Mark) und ihrer kleinen Tochter (Fledermäuse-sind-voll-süß-Teresa).
Was Karen bei ihren Urlaubsvorbereitungen allerdings nicht bedacht hat, ist, dass der routinemäßige Abschiedsbesuch bei ihrer vermeintlichen Erbtante Martha anders enden könnte als erwartet – nämlich mit Martha im Schottenrock auf dem Rücksitz ihres Autos und deren sorgfältig vorgepackten Köfferchen im Kofferaum. So beginnt dann also ein Urlaub, wie ihn die Thiemes wohl nicht wieder vergessen werden: abseits jeden Reiseführers stellt Tante Martha zwischen Ehe-Tipps für ihre Nichte und Pokerrunden mit Trucker-Fahrern den durchgeplanten Familienurlaub völlig auf den Kopf und scheint dabei ummer noch ein verrückteres Ass im Ärmel zu haben...

… und von diesen Assen hat die gute Martha genug, um gut 260 Seiten mit spritziger Sommerunterhaltung zu füllen.

Die Autorin schafft es, die Vielzahl an Charakteren mitsamt ihrer Hintergrundgeschichte ausreichend liebevoll detailliert zu beschreiben, ohne dabei derart auszuschweifen, dass die eigentliche Handlung zu sehr davon unterbrochen oder der Lesefluss gestört wird. Ich habe mich dadurch durchweg gut unterhalten gefühlt und konnte nicht umhin von Seite zu Seite ins Schmunzeln zu geraten.
Auch aufgrund der relativ vielen entsprechend kurz gehaltenen Kapitel, von denen man in der Sonne immer mal wieder eines zwischen Getränkenachschub holen und Vitamin D tanken genussvoll verschlingen kann, kann ich dieses Buch uneingeschränkt als vielleicht seichte, aber dafür äußerst humorvolle und kurzweilige Sommerlektüre empfehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterhaltsame Strandlektüre, 15. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Martha im Gepäck: Roman (Broschiert)
Wenn der Sommer immer näher rückt, sind leichte Lektüren bei mir Pflichtprogramm. Bei "Martha im Gepäck" habe ich auf eine humorvolle Geschichte für zwischendurch gehofft und meine Erwartungen wurden sogar noch übertroffen. Ulrike Herwig hat mit "Martha im Gepäck" einen grandiosen Debütroman geschrieben, der mich zum Lachen gebracht und zum Nachdenken angeregt hat.

Der Schreibstil ist wunderbar. Die Geschichte liest sich leicht, flüssig und sehr humorvoll. Stellenweise erinnert mich Ulrike Herwig an Autorinnen wie Dora Heldt und Sofie Cramer, was bei mir immer ein gutes Zeichen ist, da ich deren Bücher bereits alle verschlungen habe. Die Geschichte entwickelt sich gut, bleibt stets sarkastisch und humorvoll und sorgt für unterhaltsame Lesestunden. Die Charaktere sind sehr authentisch und obwohl jede Person ihre Macken hat, konnte ich diese dennoch schnell ins Herz schließen und ihren Urlaub live miterleben, der so manches Mal anders verläuft, als man es sich erhofft hat.

Das Buch ist nicht unbedingt tiefgründig, dennoch hat es mich an mancher Stelle zum Nachdenken angeregt, wenn Martha in den Vordergrund gerückt ist. Für ihre über 80 Jahre ist sie trotz mancher Krankheit recht fit und für so manche Überraschung gut. Zwar ist sie stellenweise sehr schroff und erpresst auch mal gerne ihre Verwandten, aber dennoch ist sie eine liebenswerte Protagonistin, die ich schnell in mein Herz geschlossen habe.
Auch die anderen Charaktere haben mir gut gefallen. Karen und ihr Mann Bernd wünschen sich nur eines: Einen ruhigen Urlaub mit ihren Kindern und jede Menge Erholung, allerdings macht Martha dies zunichte, indem sie die Reisepläne immer wieder ändert. Da es zwischen Karen und Bernd stellenweise recht abgekühlt ist, hofft Karen, dass sie sich während des Urlaubes wieder näherkommen. Während er sich in den letzten Jahren einen Bauch angefuttert und sich immer mehr in seine Highlander-Sammlung vertieft hat, ist Karen immer mehr gefrustet und träumt heimlich von ihrem Arbeitskollegen Mike und beneidet ihre Freundin Bettina um ihr Singleleben.
Etwas anstrengend sind die beiden Kinder Mark und Teresa. Mark steckt mitten in der Pubertät und findet grundsätzlich alles blöd und flüchtet lieber in seine eigene kleine Welt. Teresa wirkt dagegen wahnsinnig verwöhnt und neugierig. Sie ist der einzige Charakter, der mir zwischendurch auf die Nerven ging. Allerdings muss gesagt werden, dass auch sie ihre Berechtigung in der Geschichte hat.

Was mir besonders gut gefallen hat: Obwohl die Geschichte stellenweise sehr sarkastisch geschrieben ist, wird nicht sonderlich oft übertrieben. So werden die Probleme von Karen und Bernd weder zu überspitzt, noch zu emotional beschrieben. Es ist vielmehr beiden klar, dass es sich hierbei um ganz alltägliche Probleme handelt, die mit Geduld und ein bisschen Arbeit lösbar sind. Insgesamt ist die Geschichte sehr authentisch und ich hatte auf keiner einzigen Seite das Gefühl, dass bei der Handlung etwas nicht stimmig wäre.

Die Covergestaltung ist ganz hübsch, dennoch habe ich mir ein bisschen mehr erhofft. So hätte ich z.B. Martha im Schottenrock oder den Van mit der kompletten Familie deutlich schöner und passender gefunden. Zwar ist die Möwe auch ganz nett, aber nicht so ganz passend. Die Kurzbeschreibung gefällt mir dagegen gut und macht Lust auf mehr.

Insgesamt ist "Martha im Gepäck" ein Roman, den man im Liegestuhl am Strand bestens lesen kann. Ulrike Herwig überzeugt durch authentische Charaktere und wunderbare Landschaften, die genauestens beschrieben werden. Eine Pflichtlektüre im Sommer - absolut empfehlenswert!
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5.0 von 5 Sternen Martha im Gepäck, 4. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Martha im Gepäck: Roman (Broschiert)
Große Erwartungen hatte ich an "Martha im Gepäck", denn ich liebe solche Geschichten, die mich zum Lachen bringen. Und was soll ich sagen: Ich wurde nicht enttäuscht. Martha ist eine wunderbare Protagonistin, die den Urlaub der Familie komplett auf den Kopf stellt. Dabei entpuppt sie sich als ganz anders, als ihre Familie sie bisher kannte, was sicher auch daran lag, dass man kaum Zeit mit ihr verbringen wollte, da sie ja nur die alte schrullige Tante ist, die ja eh total verrückt ist. Dementsprechend geschockt reagieren alle, als Tante Martha spontan mit auf die Reise nach Schottland geht. Nach und nach kommen ihre Gründe dafür zum Vorschein und immer wieder gerät die Familie durch Martha in komische Situationen, die mich stellenweise wirklich laut loslachen ließen, was mir immer mal wieder komische Blicke eingebracht hat. Familie Thieme ist eine ziemlich normale Familie, die ihre großen und kleinen Sorgen hat und mit der man sich so direkt verbunden fühlt, denn man kann ihnen wunderbar nachfühlen, wie sie sich fühlen. Da wäre Karen, die Mutter, die ständig an sich selbst zweifelt, ihren Job und Chef hasst und sich heimlich zu ihrem Kollegen hingezogen fühlt. Bernd, Karen's Mann, der seine Nase kaum aus dem Reiseführer nehmen kann, alles besser weiß und sich kaum noch um Karen bemüht. Mark, der pubertierende Sohn, dem das Handy schon beinah angewachsen zu sein scheint und der kaum etwas mit seinen Eltern zu tun haben will. Und die kleine Tochter Teresa, die Martha ganz besonders in ihr Herz geschlossen hat und noch so herrlich unschuldig ist. Alle aus dieser Familie machen im Laufe ihrer Reise eine große Veränderung durch, jeder entwickelt sich weiter. Es hat mir unheimlich gut gefallen, zu sehen, wie die Familie plötzlich bestimmte Dinge ganz anders sieht, als vorher und vor allem natürlich, dass sie bemerken, wie sehr sie Martha bisher unterschätzt bzw. falsch eingeschätzt haben.
Ulrike Herwig hat einen schönen, flüssigen Schreibstil und es macht einfach Spass dieses Buch zu lesen. Auch die Beschreibung der Fahrt nach und in Schottland hat mir total gut gefallen, denn es wirkt gut recherchiert und es hat wirklich Urlaubsfeeling bei mir aufkommen lassen. Deswegen ist "Martha im Gepäck" das perfekte Urlaubs- und/oder Sommerbuch und das war sicher nicht das letzte Buch, dass ich von Ulrike gelesen habe.
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Martha im Gepäck: Roman
Martha im Gepäck: Roman von Ulrike Herwig (Broschiert - 12. August 2011)
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