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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch für alle Sinne
Sie wollten schon immer nach Asien reisen, aber bisher hat es sich noch nicht ergeben? Sie können sich absolut nicht vorstellen jemals nach Asien zu reisen? Oder plagt Sie gar ständiges Fernweh nach Asien?
In allen drei Fällen sollten Sie dieses Buch unbedingt lesen!
Doch auch denjenigen, die momentan einfach keine Reisegedanken hegen, kann ich...
Veröffentlicht am 5. April 2009 von Daniela Möhrke

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Liebesroman
Ein Liebesroman, der irgendwie abgekupfert auf mich wirkt. Schön zu lesen, aber nicht wirklich nachvollziehbar in allen geschilderten Verhältnissen. OK hat ein Happy End - und gut ist.....
Veröffentlicht am 22. August 2012 von Filterchen


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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch für alle Sinne, 5. April 2009
Von 
Daniela Möhrke (Leipzig) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Erzähl mir von den weißen Blüten: Roman (Gebundene Ausgabe)
Sie wollten schon immer nach Asien reisen, aber bisher hat es sich noch nicht ergeben? Sie können sich absolut nicht vorstellen jemals nach Asien zu reisen? Oder plagt Sie gar ständiges Fernweh nach Asien?
In allen drei Fällen sollten Sie dieses Buch unbedingt lesen!
Doch auch denjenigen, die momentan einfach keine Reisegedanken hegen, kann ich "Erzähl mir von den weißen Blüten" sehr empfehlen.
Nun - um es kurz zu sagen: Lesen Sie dieses Buch!

Ich war verblüfft von den Beschreibungen der einzelnen Orte und Länder Asiens. Man fühlte sich in eine ganz andere und doch beeindruckende Welt versetzt. Die Beschreibungen wirken so echt! Aus ihnen spricht immer die Begeisterung des Autors für diese Orte, sodass er mich sehr schnell damit infiziert hat. Besonders an den Beschreibungen Bangkoks und Lamaleras habe ich großen Gefallen gefunden, waren mir diese Orte doch zugleich fremd und plötzlich ganz nah.

Auch die Geschichte an sich hat mich sehr angesprochen und berührt. Der Maler Paul Handewitt und seine Freundin Giulia leben schon eine ganze Zeit gemeinsam in Asien und konnten dort viele Erfahrungen machen, die sie noch zusätzlich zusammengeschweißt haben. Plötzlich kommt es jedoch zu einem "Unfall", bei dem Giulia stirbt.
Paul kann dies einfach nicht verkraften, fühlt er sich doch selbst zum Teil schuldig an ihrem Tod. Jahrelang kann er keine Liebe zulassen und geht möglichen Beziehungen aus dem Weg. Erst als er Xue Lian kennenlernt, ändert sich dies. Doch obwohl bereits etwa 20 Jahre seit Giulias Tod vergangen sind, kann er sich nicht vollkommen von ihr lösen. Als er dann auch noch Giovanna, einer Verwandten Giulias' begegnet, die ihr zudem verblüffend ähnelt, kommen die ganzen Erinnerungen wieder zurück. Zusammen mit ihr begibt er sich auf eine Reise durch Asien. Wohin diese führen wird, das sollte jeder selbst erleben!

Mit all den überraschenden Wendungen und der damit verbundenen Dramatik, liest sich dieses Buch extrem spannend und flüssig. Es bleibt aber auf jeden Fall der anspruchsvolleren Unterhaltungsliteratur zuzuordnen.

Man versinkt förmlich in der Geschichte und findet schon bald Figuren, die einem ans Herz wachsen. Für mich ist ein gewisses Identifikationspotential mit den Figuren unheimlich wichtig bei einem Roman und hier ist es definitiv vorhanden. Des Weiteren wird die Geschichte so geschickt mit politischen und historischen Hintergrundinformationen unterlegt, dass man, fast ohne es zu merken, auch noch einiges dazulernt. Aber keine Angst: Diese Beschreibungen sind keinesfalls trocken und Langeweile kommt absolut nicht auf.

Die bildhafte Sprache von Jan Winter ermöglicht es dem Leser, eine gute Vorstellung von Natur, Umwelt und Menschen zu entwickeln, wobei stets genug Freiraum für die eigene Fantasie bleibt.
Sehr positiv angetan bin ich auch von den humorvollen Szenen im Buch. Oft schaffte es der Autor schon mit einem einzigen Wort, mich zum schmunzeln zu bringen.

Für mich ist es ein Buch voller Schönheit, Spannung und Echtheit. Ich habe es sehr genossen - für zwei Tage bin ich mit durch Asien gereist und durfte tolle Menschen und Orte kennenlernen.
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bilder von Liebe und Tod, 21. März 2009
Von 
Bouquineur (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Erzähl mir von den weißen Blüten: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der Maler Paul Handewitt verliert auf einer gemeinsamen Reise auf tragische Weise seine große Liebe Giulia, doch selbst der Tod kann ihre Präsenz in seinen Gedanken und Gefühlen nicht verdrängen. 18 Jahre lang lässt er niemanden in sein Leben, führt nur lockere Beziehung ohne Liebe und ohne Halt. Als er die um einige Jahre jüngere Xue Lian kennen und lieben lernt, fegt ihn diese Beziehung förmlich von den Füßen. Trotzdem ist er nicht in der Lage, Giulia zu vergessen und als er Giovanna, die in familiärer Beziehung zu Giulia steht, kennen lernt, holt ihn die Vergangenheit wieder ein...

Jan Winter erzählt die Geschichte von Paul, Giulia, Givoanna und Xue Lian vor einzigartig schönen Schauplätzen und nimmt den Leser mit nach Nepal, Malaysia, China, Italien, Thailand, Burma und Ostindonesien. Jeder dieser Schauplätze hat eine eigene und besondere Bedeutung für die Protagonisten und die Geschichte, nimmt den Leser mindestens genauso gefangen wie das schwierige Beziehungsgeflecht, das geprägt ist von Liebe, Schuld, Angst, Verzweiflung und Sehnsucht aber auch von Stärke, Mut und Vergebung. Während der Leser bangt, ob es Paul gelingen wird, sich der Vergangenheit zu stellen und sie zu überwinden, erlebt er, wie die Frauen dieser Geschichte über sich selbst hinauswachsen und reifen. Keine der Figuren bleibt blass, jede wirkt so lebendig und fein gezeichnet wie die Kultur, der sie entstammt und die sie vertritt. Gerade die unterschiedlichen Kulturen sind es auch, die der Autor hier bewusst herausstellt, erklärt und so ganz nebenbei vermittelt, dass es sich lohnt die eigenen Berührungsängste zu überwinden und über den Tellerrand hinauszuschauen.

Dieses Buch ist wie ein Rausch - während des Lesens ergießt sich förmlich eine ganze Flut an Eindrücken, Bildern, Farben, Gerüchen, Düften, Aromen und vor allem Gefühlen auf den Leser und reißt ihn in einer einzigen Woge mit sich und als man sich am Ende im sicheren Hafen glaubt, wartet der Autor noch mit einigen Überraschungen auf. Hier hält der Spannungsbogen wirklich bis zur letzten Seite.

Der Schreibstil hat mich angenehm überrascht. Klar und präzise, dabei aber doch unglaublich visuell. Jan Winter arbeitet nicht mit blumigen Wendungen aber mit vielen bildhaften Vergleichen, die mühelos ein Kopfkino vom Feinsten erzeugen. Ich hatte nie Schwierigkeiten, mich in Protagonisten, Situationen oder geschilderte Landschaften hineinzuversetzen und hatte das Bedürfnis, immer weiterzulesen.

Für mich war das eine der schönsten Neuentdeckungen des noch jungen Jahres und ich freue mich jetzt schon auf weitere Bücher des Autors.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was ist das Leben ohne Liebe?, 13. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Erzähl mir von den weißen Blüten: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Erzähl mir von den weißen Blüten" ist ein bewegender Roman über Verlust, Einsamkeit und Liebe.
Nach dem überraschenden Tod seiner Geliebten zieht sich der ohnehin schon verschlossene Maler Paul vollkommen in seine Kunst zurück. Erst nach einer Zufallsbegegnung mit der hübschen Julie fängt er langsam wieder an, anderen Menschen zu vertrauen. Doch dieser Zustand ist nicht von Dauer.
Bald darauf tritt eine Person in sein Leben, die ihn dazu zwingt sich mit den erschütternden Ereignissen aus seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen, vor denen er fast 20 Jahre lang geflüchtet ist.
Hingebungsvoll und mit viel Liebe zum Detail geschrieben, hat mich diese Buch von Seite zu Seite immer stärker in seinen Bann gezogen. Eine herausfordernde Geschichte, die mich auch noch lange nach Beendigung des Romans beschäftigt hat.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Reise in ferne Länder und durch die Psyche eines komplizierten Mannes..., 3. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Von einer Pflanze mit dem klangvollen Namen Frangipani stammen die weißen Blüten, in dem Titel dieses sehr empfehlenswerten Buches. Aber Vorsicht, neben ihrer Schönheit ist die Frangipani eine in allen Teilen giftige Pflanze, die in asiatischen Ländern als Sinnbild für Unsterblichkeit gilt. Und damit wären wir schon bei der Geschichte. Entgegen der Versprechungen, die der schwärmerische Titel und das pastellfarbene Cover machen, erwartet den Leser keine seichte, klischeebeladene Wohlfühlromanze, sondern eine Reise in ferne Länder und Kulturen und durch die Psyche eines komplizierten Mannes.

Paul Handewitt, angehender Maler, erleidet in seiner Jugend ein folgenschweres Trauma. Durch einen tragischen Unfall verliert er bei einem längerfristigen Asienaufenthalt in Nepal seine große Liebe, die Römerin Giulia und das kurz nach deren Eröffnung, dass sie ohne ihn nach Italien zurückkehren werde. Um eine Erklärung beraubt, erweist er Giulia den letzten Dienst. Er verbrennt sie am Ganges, wie es dort Brauch ist und bestattet ihre Asche auf ihrer indonesischen Lieblingsinsel Lamalera. Doch er kann mit den Geschehnissen nicht abschließen. Zu rätselhaft waren die Ereignisse, zu einschneidend sein Verlust. So lebt er sein Leben als mittlerweile sehr erfolgreicher Künstler, immer auf Reisen und begnügt sich mit vielen oberflächlichen Beziehungen, bis er im malaysischen Penang die Chinesin Xue Lian (Julie) trifft. Doch auch dieser Beziehung tut Giulias Schatten nicht gut.

Und dann kommt es zu einer weiteren schicksalhaften Begegnung. Auf einer Reise nach Italien, zu einer Ausstellung seiner Bilder, trifft er Giulias Nichte Giovanna. Da die Familie um Giulia, deren Beziehung zu Paul und ihr Ableben ein großes Geheimnis macht, sieht Giovanna in Paul die Gelegenheit, mehr über die mysteriöse Tante zu erfahren. Um dieses Geheimnis zu lüften und aus ihrem goldenen Käfig auszubrechen, begibt sie sich mit Paul auf eine Reise an all die Orte, die Paul mit Giulia vor 20 Jahren bereist hat. Es kommt, wie es kommen muss, Paul erliegt den Reizen hochkochender Erinnerungen und der Frau, die so viel Ähnlichkeit mit seiner Giulia hat.

Und während Paul sich durch einen Dschungel widersprüchlicher Gefühle, alter Erinnerungen und neuer Enthüllungen kämpft, nimmt Jan Winter seine Leser mit auf eine ungewöhnliche Reise an faszinierende asiatische Orte wie Lamalera, Bali, China, Burma, Malaysia. Und genau das ist es, was diese Geschichte zu etwas Besonderem macht, das man nicht alle Tage liest.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einfach nur schön...., 15. April 2009
Von 
C. Vogel (Baden-W.) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Erzähl mir von den weißen Blüten: Roman (Gebundene Ausgabe)
wenn man sich auf das Leben in Asien und die Geschichte des Malers Paul und seiner Vergangenheitsbewältigung bzw. Gegenwartsprobleme einläßt.Aufgrund meiner früheren Asienreisen konnte ich vieles sehr gut nachvollziehen und habe dieses Buch sehr genossen.
Da ich entsprechende Reiseführer zur Hand habe konnte ich viele Orte nachschlagen. Eine zusätzliche Karte wäre evtl. hilfreich bzw. informativ.
Für Asienliebhaber ein MUSS!!!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen *~*Ein Sinnesrausch*~*, 31. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Erzähl mir von den weißen Blüten: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch habe ich bei meinem Buchhändler auf dem Schnäppchentisch gefunden und dachte noch, naja wieder so eine Liebesschnulze. In meiner Lesesucht hab ich es gekauft, meiner Meinung nach kann man ja für den Schnäppchenpreis nicht viel falsch machen. Daheim angekommen, nahm ich mir das, wie ich glaubte, langweiligste Buch zuerst .. Dieses hier.
Meine Güte, gleich die ersten Seiten haben mich in den Bann gezogen, sie haben mich gefesselt an dieses wunderschöne Buch. Mein Gedanke war, was für eine Perle sich doch hinter diesem unscheinbaren Schnäppchen verbirgt.

Dieser Autor kann so einfühlsam und echt schreiben, dass man das Gefühl hat, man lebt mitten in dieser Geschichte. Fremde Kultur und Städte, sowie kleine Dörfer hat er so gut mit Worten gezeichnet, dass ein Bild vor Augen entstand. Man konnte es förmlich sehen. Und es hat überhaupt nicht langweilig oder langatmig gewirkt.
Die Charaktere der einzelnen Protagonisten waren sehr präzise und tief ausgearbeitet, jeder hat seine eigene Persönlichkeit. Er hat die chinesische Frau Xue Lian so gut in ihren Emotionen und Gedanken beschrieben, und das als Mann. Meinen Respekt. Mein absoluter Favorit war Luca, er ist einfach super mit seinem Charme und Humor.

Ja, es ist eine Liebesgeschichte, aber es geht vielmehr darum, mit sich selbst und seiner Vergangenheit ins Reine zu kommen, ehe man so eine echte Liebe leben kann.
Jan Winter ist es wirklich zauberhaft gelungen, dies in so wundervolle Worte zu verpacken, dass jeder Sinn und alle Emotionen in einem angesprochen und berührt werden. Man kann viel für sich selbst daraus gewinnen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Sie hatte sich noch niemals so lebendig gefühlt.[...]... der Monsun war gekommen, um ihr,(...), das Leben zu bringen."S. 219, 18. Juni 2011
Von 
Nothburga - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Ganz ehrlich? Hätte ich nur auf den Buchdeckel und dem kitschigen Titel "Erzähl mir von den weißen Blüten" vertraut, ich hätte dieses Buch nie gelesen. Also, lassen Sie sich nicht abschrecken, das Buch ist keinesfalls oberflächlich und die Handlung ähnelt auch überhaupt nicht den herkömmlichen Liebesromanen.

Der Maler Paul Handewitt verliert durch einen tragischen Unfall seine geliebte Freundin Giulia. Betäubt von ihrem Tod verbringt er die folgenden Jahre in selbstgewählter Einsamkeit und widmet sich ganz der Malerei. Bis eines Tages die bezaubernde Xue Lian, die in Malaysia eine Galerie betreibt, in sein Leben tritt. Sie schafft es, einen Platz in Pauls Leben zu erobern. Doch auf einer Reise nach Italien holt ihn die Vergangenheit mit aller Macht ein. Als Xue Lian sich von Paul trennt, ist er gezwungen, sich mit seinem Leben auseinanderzusetzen und er begibt sich auf eine lange Reise. Einer Reise zu sich selbst...

Von der ersten Seite gelingt es dem Autor, den Leser an die Hand zu nehmen und an die verschiedensten Schauplätze seines Romanes zu führen. Dabei zeichnet er stimmungsvolle Landschaftsbilder. Der Leser taucht ein in das Lebensgefühl Asiens. Dabei trifft er genau den richtigen Ton, um die Balance zwischen bildhafter Sprache und flüssigem Erzählstil zu halten. An manchen Stellen hätte ich mir jedoch noch mehr Tiefe vorstellen können.Deshalb habe ich einen Stern abgezogen.

Im Vordergrund des Romans steht der Maler Paul, den der Leser als sensiblen Menschen kennenlernt, der ein Meister in der Kunst des Verdrängens ist. Die innere Entwicklung dieses Protagonisten gelingt Jan Winter meisterlich und ist für mich der Hauptgrund, warum dieser Liebesroman aus der Masse der anderen Romane dieses Genres deutlich heraussticht. Dazu kommt, das man aus jeder Seite die Liebe zu Land und Leuten herausliest. Dieser Roman ist mit viel Herzblut verfasst und das macht dieses Buch so lesenswert.
Fazit: Der Roman entführt den Leser für ein paar sehr kurzweilige Lesestunden nach Asien und ist beste Unterhaltungsliteratur.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebe und Leid liegen nah beieinander..., 15. April 2009
Von 
S. Kapper (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Erzähl mir von den weißen Blüten: Roman (Gebundene Ausgabe)
Nepal, 1981: der noch unbekannte deutsche Maler Paul Handewitt und seine große Liebe Giulia reisen seit eineinhalb Jahren durch Asien, nachdem sie ihre Heimat Italien und Giulias Familie im Streit verlassen haben. In Nepals Hauptstadt Kathmandu trifft Giulia schließlich eine schwerwiegende Entscheidung, von der Paul jedoch noch nichts ahnt. An dem Abend, als sie ihm von ihrem Entschluss erzählen will, kommt es zu einem Unglück, das Giulia das Leben kostet. Paul ist vollkommen verzweifelt und gibt sich allein die Schuld an ihrem Tod.
Fast zwanzig Jahre später hat Paul den Tod Giulias noch immer nicht verwunden. Auf der ständigen Flucht vor Nähe und Verantwortung hat er sich nie wieder dauerhaft auf eine Beziehung eingelassen. Mittlerweile ist er ein gefeierter Künstler, doch aus Geld macht er sich ebenso wenig wie aus der Anerkennung für seine künstlerischen Fähigkeiten. Ruhelos ist er auf ständigen Reisen in Asien unterwegs und begegnet so auf einer Party in Penang, Malaysia, der Galeristin Lin Xue Lian, die es als erste Frau seit Giulia vermag, sein Herz zu berühren. Zum ersten Mal seit fast zwei Jahrzehnten ist Paul glücklich und will mit der schönen und klugen Chinesin den Rest seines Lebens verbringen. Doch das Schicksal hält für ihn eine Begegnung bereit, die nicht nur seine Gefühle durcheinander bringt, sondern auch die Vergangenheit wieder zum Leben erweckt...

Der Autor Jan Winter entführt uns in seinem Debütroman ins ferne Asien und erzählt sehr gefühlvoll und sensibel vom Verlust der großen Liebe, des gemeinsamen Lebenstraums und der Leere, die danach das Dasein beherrscht.
Der Einstieg ins Buch ist stimmungsvoll und zugleich sehr flott, sodass man sowohl die Stimmung des Landes Nepal und seiner Bewohner aufnimmt, die Geschichte aber auch zügig in Fahrt kommt. Winter verliert sich trotz des folgenden Zeitraums von 18 Jahren nicht in der Hoffnungslosigkeit sondern gewährt seinem Protagonisten Paul und dem Leser recht schnell einen Hoffnungsschimmer in Gestalt der Chinesin Lin Xue Lian, die wie Paul ein facettenreicher und spannender Charakter ist. Zwei gestrandete Seelen, die einander finden und zu einer Einheit werden, obwohl noch immer der Schatten der toten Giulia über ihnen liegt.
Ohne die Story ins Kitschige abdriften zu lassen, betritt schließlich Giovanna, die Gegenspielerin Xue Lians, die Bildfläche und gibt der Geschichte eine Dynamik, die sowohl die anderen Figuren mitreißt als auch die Leser zu fesseln vermag. Es entsteht ein Gefühlslabyrinth, das die Figuren reifen und sich weiterentwickeln lässt und so zu einer lebendigen, vor Emotionen sprühenden Geschichte wird. Ganz nebenbei lässt der Autor historische Details der einzelnen Schauplätze einfließen, weist auf Missstände hin oder beschreibt unglaublich illustrativ die Landschaften und Städte Asiens und immer wieder auch Italiens. Man fühlt sich beim Lesen in die Ferne versetzt und taucht komplett in das Leben und die Gedanken der zentralen Figuren ein. Der lockere und flüssige Schreibstil tut sein Übriges, ein Buch, das man im wahrsten Sinne des Wortes verschlingen kann.

"Erzähl mir von den weißen Blüten" ist berührend und emotional, doch ebenso spannend und mysteriös. In die große Liebesgeschichte wurden ein altes Geheimnis und ein ungeklärter Mord eingebaut, die nach und nach enthüllt und aufgeklärt werden. Zum Ende des Buches erwarten den Leser einige Überraschungen, wodurch der Spannungsbogen wirklich bis zur letzten Seite gespannt wird. Abgerundet durch einen wunderschön gestalteten Buchumschlag und ein Glossar, in dem die wichtigsten asiatischen Begriffe erklärt werden, hält man ein beeindruckendes Erstlingswerk in den Händen, dem hoffentlich noch viele Bücher folgen werden.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein wenig hinter den Erwartungen zurück geblieben, aber dennoch sehr empfehlenswert., 3. April 2009
Von 
Janie (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Erzähl mir von den weißen Blüten: Roman (Gebundene Ausgabe)
Stil und Story sind ansprechend und wirklich schön zu lesen. Die Beschreibungen der für mich fremden Länder und Orte in Asien sind gelungen und entführen einen in Urlaubsträume, hier und da hätte ich mir davon ruhig ein wenig mehr und auch ein wenig mehr Tiefe gewünscht.
Die Liebesgeschichte ist zwar keine ungewöhnliche für ein Buch, aber doch mit genügend Hindernissen gespickt, daß sie für den Leser interessant wird und beim Leser Emotionen auslöst. Wenn auch nicht immer positive, zeitweise wollte ich Paul wahlweise im Meer ersäufen oder von der Tempeltreppe schubsen.
Aber ein Buch, daß Gefühle auslöst, ist für mich eigentlich immer auch ein gutes Buch.
Wenn hier auch nicht so gut, daß ich in Begeisterungsstürme ausbrechen würde, dazu fehlte mir irgendwie an allem ein wenig, was ich hier aber eher dem Lektorat zu schreibe. Ich maße mir an, hier zu vermuten, daß da einiges gekürzt und für den "Hausfrauenliebesroman"-Markt zurecht gestutzt wurde. Mag sein, daß es so beim Mainstream besser ankommt, ich hätte mir ein wenig mehr Besonderheit gewünscht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Liebesroman, 22. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein Liebesroman, der irgendwie abgekupfert auf mich wirkt. Schön zu lesen, aber nicht wirklich nachvollziehbar in allen geschilderten Verhältnissen. OK hat ein Happy End - und gut ist.....
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Erzähl mir von den weißen Blüten: Roman
Erzähl mir von den weißen Blüten: Roman von Jan Winter (Gebundene Ausgabe - 1. März 2009)
Gebraucht & neu ab: EUR 3,77
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