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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandioser Erstling
Ein Roman, so atemberaubend wie die Weite der Steppe"

Dieser Satz ist auf der Rückseite des Schutzumschlages der Kosakenbraut" zu lesen. Und er trifft zu.
Die Hauptfigur Elja ist keine strahlende Heldin, sie ist eine Frau mit Stärken und Schwächen, Fehlern und Idealen. Eine Frau, in die man sich hineinversetzen, deren Handeln man...
Veröffentlicht am 11. Juni 2008 von M. Opper

versus
15 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Traumpsychologische Liebesgeschichte in einem ukrainischen Utopia
"Ein Meer war ihm ein Tropfen und ein Sandkorn eine Wüste."
(S. 424)

Im Sommer 1637 gelang es den vom russischen Zaren unabhängigen ukrainischen Kosaken die von 4.000 osmanischen Soldaten und 200 Geschützen verteidigte Festung Asow am Don zu erobern....

Vor diesem geschichtlichen Hintergrund entwickelt die hautberufliche...
Veröffentlicht am 23. Februar 2008 von timediver®


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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandioser Erstling, 11. Juni 2008
Von 
M. Opper "M. Opper" (Aarbergen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Kosakenbraut (Gebundene Ausgabe)
Ein Roman, so atemberaubend wie die Weite der Steppe"

Dieser Satz ist auf der Rückseite des Schutzumschlages der Kosakenbraut" zu lesen. Und er trifft zu.
Die Hauptfigur Elja ist keine strahlende Heldin, sie ist eine Frau mit Stärken und Schwächen, Fehlern und Idealen. Eine Frau, in die man sich hineinversetzen, deren Handeln man nachvollziehen kann, denn ihr Seelenleben wird hervorragend beschrieben, ohne dabei langatmig zu sein.

Die Kosakenbraut" ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend und lesenswert, die Beschreibungen lebendig, die Formulierungen ausgefeilt ohne aber gekünstelt zu wirken. Solch professionelle Schreibkunst findet sich bei Newcomern (und auch bei gestandenen Schriftstellern) selten.

Die Autorin braucht keine Action, um den Leser ans Buch zu fesseln (nicht, dass diese gänzlich fehlen würde, sie drängt sich lediglich nicht in den Vordergrund), sie schafft es mit Intelligenz und Witz. Man spürt den Spaß, den ihr das Schreiben bereitet hat.

Die Kosakenbraut" ist ein Buch, das von Träumen handelt. Und es stiftet zum Träumen an.
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4.0 von 5 Sternen Liebe auf den zweiten Blick...., 22. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Kosakenbraut (Gebundene Ausgabe)
Drei oder vier Mal habe ich ansetzten müssen dieses Buch zu lesen. Schleppend... die ersten 50 Seiten. Langweilig, Spannung kommt keine auf.
"Sie blickt auf.... landschaftliche Detaibeschreibungen, bei denen mir nicht klar war, wenn sowas interessiert.

Und doch ein tolles Buch mit tiefen Emotionen!

Fesselnd, wenn der Leser sich einlassen kann auf die Autorin und die Charaktere. Ein gutes Buch - aber keine leichte Unterhaltung :-).
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5.0 von 5 Sternen Klasse, 22. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Kosakenbraut (Gebundene Ausgabe)
Es ist ein klasse Buch von einer Autorin. Ich habe das Buch schnell durchgehabt weil es mich gefesselt hat. Zu empfehlen
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5.0 von 5 Sternen Tolle Charaktere / Lesegenuss, 14. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Kosakenbraut (Gebundene Ausgabe)
Die Welt des Ostens ist nicht wirklich das Gebiet, welches mich am meisten anspricht. Trotzdem habe ich mir die Landschaft einigermaßen gut vorstellen können, zwar nicht so gut wie das mittelalterliche Europa, aber gut. Katarina Timm hat einen sehr guten Schreibstiel der dich fesselt. Die Geschichte von Elja finde ich faszinierend. Laut mancher Rezessionen hier fanden viele den Anfang langweilig. Ich jedoch fand dass alles zusammen passt. Am Anfang wird die Familiengescichte erzählt und das hier und jetzt und am Ende kommt natürlich der Höhepunkt. Vor allem möchte ich die sehr gut beschriebenen Charaktere hervorheben. Andrej habe ich am Anfang gar nicht leiden können aber mit der Zeit fand ich ihn immer attraktiver und attraktiver. Am Ende ist mir sogar mein Herz stehen geblieben als ich las, dass sie seine Leiche gefunden hätten. Noch jetzt geht die Geschichte mir nicht aus dem Kopf. Ich fand das Buch sehr interessant, musste es überall lesen. Erleichtert war ich, dass die Liebesgeschichte erzählt wurden und es nicht nur um Krieg, Macht und Ehre ging.
Dieses Buch ist sowohl für die jüngere Generation (Ich bin 17) als auch für die ältere Generation (53 Jahre) ein Lesegenuss. Aber eben nur für die, die gerne historische Romane lesen.
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15 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Traumpsychologische Liebesgeschichte in einem ukrainischen Utopia, 23. Februar 2008
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Kosakenbraut (Gebundene Ausgabe)
"Ein Meer war ihm ein Tropfen und ein Sandkorn eine Wüste."
(S. 424)

Im Sommer 1637 gelang es den vom russischen Zaren unabhängigen ukrainischen Kosaken die von 4.000 osmanischen Soldaten und 200 Geschützen verteidigte Festung Asow am Don zu erobern....

Vor diesem geschichtlichen Hintergrund entwickelt die hautberufliche Psychotherapeutin Katarina Timm das Szenario für ihren ersten Roman, der vom Marion von Schröder Verlag mit dem Attribut "historisch" ausgestattet wurde. Laut Klappentext erweckt "Die Kosakenbraut" das Kosakenreich des 17. Jahrhunderts mit einer packenden Liebesgeschichte und großem historischen Wissen zu farbenprächtigem Leben....

Die zwischen dem Ende des 16. Jahrhunderts und dem Jahr 1637 spielende Romanhandlung ist eine bunte Melange aus etwas Geschichte und viel Fiktion, aus Realität und Phantasie mit kräftigen Beimengung von Traumpsychologie und -deutung, was bereits durch oben angeführte Eingangszitat deutlich wird. Der Erzählstil der Autorin ist durchaus geschickt, wenn z. B. die Ereignisse des siebenseitigen Prologes zunächst in keinerlei Bezug zur Romanhandlung zu stehen scheinen, dem Leser später (Seiten 184, 312) jedoch allmählich plausibel werden. Der Romans bietet durchaus historische Details, wie z.B. die Beschreibung der Saporoger Sitsch (S. 86), die sich in ehelosen, demokratischen Kriegergemeinschaften in der Steppe am Lauf des Dnjpr zusammengefunden hatten. Mit ihren teilgeschorenen Köpfen, den geknoteten Haarschöpfen und ihren riesigen Schnauzbärten werden sie treffend beschrieben. Als Bewohner eines Niemandslandes konnten die Kosaken (=freie Menschen) unbegrenzt jagen, fischen, Salz sieden, Erze schmelzen ohne hierfür einen Denga Steuer zahlen zu müssen. Von Moskau wurden sie als Nichtrussen angesehen und das zaristische Außenministerium war für ihre Verhandlungen mit Russland zuständig. Erst wenn das Land bestellt wurde, galt es als befriedet und die Bewohner fielen unter die Herrschaft des Zaren. (S. 139). Mit den Anmerkungen, dass Asow von den antiken Griechen als Tanais gegründet, im Mittelalter zum italienischen Handelstützpunkt Tana wurde (S. 360) und dem Vorstoß der Krimtataren nach Moskau (S. 175) ist die historische Substanz des Romans bereits weitgehend erschöpft.

In ihrer Schlussbemerkung räumt Katarina Timm ein, dass es weder den Ort Siljongorod, noch eine Kosakengemeinschaft mit dem poetischen Namen "Jarostyne" (Zorn der Steppe) gegeben hat. Daher braucht sie auch keine weiteren Hinweise zur Trennung von Realität und dichterischer Freiheit zu geben. Ihre Protagonisten werden zu Akteuren eines ukrainischen Utopias, in dem säbelschwingende Frauen neben den Männern zu gleichberechtigte Kriegern avancieren, die sich auch noch die schwarze Kutte der verhassten Opritschniki (Leibgarde Ivan IV. Grosny) als Uniform erwählt haben. Entgegen der tatsächlichen Bedeutung der russisch-orthodoxen Kirche für die Nachfahren entlaufener Leibeigener wird wiederholt der Eindruck erweckt, dass Kosaken unreligiös gewesen wären. Auch ein einstmals freigewählter Ataman, der keiner weiteren Wiederwahl durch den Kosakenring bedarf und eigenmächtig seinen Nachfolger bestimmen kann, ist starke Machorka. Ebenso die dargestelte "freie Liebe" zu Johannis (S. 194).

Zum Abschluss gibt die Autorin zwar eine Empfehlung weiterführender Literatur zu Thema Träume, nennt jedoch keine Quellen zu einem tieferen historischen Einstieg. 2 Landkarten mit eingezeichneten (fiktiven) Stätten ermöglichen eine räumliche Visualisierung der Romanhandlung. Aufgrund einer Reihe angesprochener, jedoch - wenn überhaupt- recht dürftig erläuteter (russischer) Begriffe, wäre ein kleines Glossar wünschenswert gewesen.

3 Amazonsterne für eine phantasievolle, recht spannend erzählte Liebesgeschichte und ihre psychologischen Ansätze zur Traumdeutung.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Traum im Buch, 27. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Kosakenbraut (Gebundene Ausgabe)
Kosakenbraut ist ein historischer Roman, der in Russland zu Beginn des17. Jahrhunderts spielt. Die südliche Grenze des zaristischen Reiches ist nicht genau definiert und wird gegen die nach Norden drängenden tartarischen und osmanischen Volksstämme durch Kosaken gesichert. Diese sind ein eher loses Bündnis entlaufener Leibeigener oder Abtrünniger verschiedener Volksgruppen, die nach eigenen Gesetzmäßigkeiten leben und eigene Bräuche entwickeln. Sie wollen aber vor allem unabhängig vom russischen Reich bleiben und sehen sich als autarkes Reitervolk.

Elja ist die Tochter des grausamen Atamanen (Kosakenführer) Rurik. Als Kind nimmt sie seine brutale Vorgehensweise und seinen autoritären Herrschaftsstil in der Enklave Siljongorod selbstverständlich und sogar bewundernd an. Erst mit wachsendem Lebensalter kommen Zweifel auf und führen schließlich zum Bruch mit dem Vater, so dass sie sogar die Gemeinschaft der Kosaken verlässt und ein anderes Leben sucht. Doch die Liebe und Verbundenheit zu den Menschen ihrer Kindheit führen sie wieder zurück zu den Kosaken. Dort muss sie sich ihrem Vater stellen und auch ihrer Vergangenheit.

K. Timm hat das Leben der Kosaken genauestens recherchiert und beschreibt ihr Leben so lebendig und schlüssig, dass man richtig in dieser Welt versinkt. Besonders gelungen ist die glaubhafte und emotionale Darstellung der Charaktere. K. Timm benutzt stellenweise die Träume der Romanfiguren, um verborgene Gedanken und Gefühle der Personen zu offenbaren. Ich bin sicher, dass die Autorin, die als Psychotherapeutin arbeitet, hier auch Erfahrungsberichte aus ihrer Arbeit hat einfließen lassen. Es handelt sich dabei nicht um die Art von Traumdeutung wie wir sie z.B. aus der Josefs Geschichte kennen, dass man durch Traumdeutung versucht die Zukunft vorherzusagen oder telepathisch etwas in Erfahrung zu bringen. Es sind vielmehr Träume, die das Innere eines Menschen erkennen lassen. Aber keine Sorge, ein psychologischer Roman ist dies ganz sicher nicht.

Die Sprache der Autorin ist lebendig und stilsicher. Der Roman ist ohne Längen, sehr spannend und lässt sich flüssig lesen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schicksalsachterbahn einer (fiktiven) Kosakin. Mitunter ganz unterhaltsam., 12. Juni 2008
Von 
Apicula (Apiculis) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (#1 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Kosakenbraut (Gebundene Ausgabe)
Eine von Gewalt beherrschte Welt ist es, in der Elja, Tochter des Ataman (Stammesfürst) Rurik Lankow lebt. Die Welt der Kosaken! Ein Volk, das sich das Fleckchen Land auf dem es lebt ständig gegen Angriffe zu verteidigen gezwungen sieht. Elja, die eigentlich Nachfolgerin ihres Vaters werden soll, bricht aus dieser von Gewalt bestimmten Welt der Jarostnye aus und sucht sich ein neues Leben, das allerdings jäh mit dem Auftauchen eines Fremden beendet wird. Ein Fremder, der ihr Schicksal bestimmen wird?

Zunächst empfand ich es mühsam, einen Einstieg in diesen Roman zu finden. Zu gemächlich ließ sich ein roter Faden erkennen und die vielen unbekannten Begrifflichkeiten (Jarostnye = Kosakenvolk) und Namen sind einerseits einprägsam, doch lesen sich leider nicht eben locker flockig. Mitunter irritiert auch der Sprachgebrauch: Ist es Ihnen schon einmal beim Lesen passiert, dass Ihnen ein Wort verdächtig oft auffällt? Mir ging's so bei der KOSAKENBRAUT. Das Wort, das ich hier nicht noch einmal erwähne ist zuweilen so irritierend, wie eine Fliege auf dem Fernsehbildschirm. Manchmal mehr, hin und wieder weniger störend. Jedoch stets auffallend und somit nicht zu übersehen, - pardon! - zu überlesen.

Weniger störend, als interessant, empfand ich die Träume, die Elija dazu bemächtigen ihr Schicksal selbst zu beeinflussen. Eine Gabe, die ihre Mutter ihr beinahe nicht übermitteln hätte können - - - Doch lesen Sie selbst. In dieser farbenprächtigen Welt fühlt man sich als Leser mitunter ganz gut abgelenkt von den üblichen "Historischen Romanen".
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Umwerfend und fessend!, 8. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Kosakenbraut (Gebundene Ausgabe)
Anfangs war ich ein wenig skeptisch. Ich soll einen historischen Roman, der in Russland spielt lesen?
Einerseits hat mich der Klappentext angezogen, andererseits hatte ich ein wenig Angst, dass ich mit Russland und den Kosaken nicht klar komme.
Aber alles kam anders als erwartet.

Katerina Timm versteht es, einem den Charakter einer Person so nahe zu bringen, dass man alles um sich herum vergisst. Hätte ich nicht abends gelesen, wäre ich mit Sicherheit nicht während des Lesens vor Müdigkeit eingeschlafen, sondern hätte das Buch in einem Stück gelesen.

Elja wird als sehr stark und kämpferisch dargestellt. Sie weiss was sie will und setzt es auch durch. Ihr Leben wird vom Jugendalter an beschrieben. Ab und an wird ihre Vergangenheit zum besseren Verstännis ihrer Gabe erwähnt. Ihr Vater entpuppt sich nach und nach als machtgierig und ihr Gemahl Andrej entfaltet sich von einem verschwiegenen Mann zu einem Mann, an den man sich einfach anlehen möchte und den man einfach gern haben muss.

Es ist ein historischer Roman mit ein wenig Fantasy. Der eine mag daran glauben, dass man in Träume von anderen gelangen kann, der andere nicht. Aber es wird so glaubhaft dargestellt, dass ich mit in den Träumen war und nicht anders konnte, als mir alles sofort bildlich vorzustellen.

Anfangs hab ich mich mit den Namen sehr schwer getan, aber irgendwann hab ich gemerkt, dass es einfach eine innere Blockade von mir war.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der gern mystisch angehauchte Romane liest.
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Welt der Kosaken, 2. März 2008
Von 
Bouquineur (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Die Kosakenbraut (Gebundene Ausgabe)
Katerina Timm entführt uns in ihrem ersten Buch in die Welt der Kosaken. Eine kriegerische Welt, in der auch die Frauen nicht vor Kämpfen zurückschrecken. Wir lernen Elja kennen, die Tochter eines Stammesfürsten. Ging es nach seinen Wünschen, würde Elja seine Nachfolge antreten. Elja jedoch flieht vor der dominanten Art und Führungsweise ihres Vaters in eine fremde Stadt und beschließt, dort unerkannt ein neues Leben zu beginnen.

Zwei Jahre nach ihrer Flucht wird sie jedoch aufgespürt und unter einem falschen Vorwand nach Hause zurück gelockt und damit sind wir mitten drin in einer Welt der Lügen, Intrigen und des Verrates. Aber auch in einer Welt der Selbsterkenntnis, der Liebe, dem Wissen, eine besondere Gabe zu haben und diese Gabe geschickt nutzen zu können.

Es hat ein bisschen gedauert, bis ich mich in Eljas Welt zurecht gefunden habe. Elja wollte mir nicht so recht vertraut werden, oft habe ich mich eher als neutraler Beobachter den als Teil des Geschehens wiedergefunden. Das änderte sich aber schlagartig mit dem zweiten Teil, in dem Andrej, der von Eljas Vater als sein Nachfolger bestimmt wurde, stärker in den Mittelpunkt trat. Seine innere Zerrissenheit und Verletzlichkeit hatte es mir sofort angetan und mich letztendlich wesentlich stärker an die Geschichte gebunden als Elja alleine das geschafft hätte.

Und gerade das Zusammenspiel dieser beiden Hauptfiguren, die erst langsam zueinander finden, sich mehrmals im Laufe des Buches neu entdecken müssen, deren Band das sie verbindet, aber nie abreißt, ist so stark, dass es den Leser wie ein Steppen-Sturm von den Füßen fegt.

Der Schreibstil und die bildhafte Sprache hatten es mir von Beginn an schon sehr angetan. Es ist ein Buch, das man definitiv nicht aus der Hand legen kann, mit dem man sich beschäftigt, selbst wenn man genötigt ist, Lesepausen einlegen zu müssen.
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9 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragender historischer Roman in ungewöhnlichem Handlungsumfeld, 22. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Kosakenbraut (Gebundene Ausgabe)
Fremd, faszinierend, farbenprächtig und schön, aber auch grausam und hart ist die Welt in die uns Katerina Timm mit ihrem Debütroman "Die Kosakenbraut" entführt.

1620, Schwarzmeerküste und Siljongorod am Don: die junge Elja, Tochter des Atamans, der über die Jarostnye, ein Kosakenvolk, herrscht, ist von ihrem Vater zu seiner Nachfolgerin bestimmt worden. Doch Elja verfolgen immer mehr Zweifel an der Richtigkeit seines Handelns. Als Folge der Grausamkeit ihres Vaters, bricht sie mit ihm und flieht an die Schwarzmeerküste, wo sie ein neues Zuhause, eine Liebe und Frieden findet. Doch die Ruhe währt nur kurze Zeit: der junge Kosak Andrej überbringt ihr die Nachricht, dass ihr Vater im Sterben liegt, und begleitet sie auf dem Weg zurück. Elja kehrt mit einem anderen Bewusstsein zurück und nimmt Kontakt zu ihrer Großmutter auf, zu der sie vorher keine Beziehung hatte. Langsam wird ihr klar, dass sie eine besondere Gabe geerbt hat: Die Fähigkeit Träume zu lesen uns zu beeinflussen. Leider muss sie aber auch erfahren, dass ihr Vater und Andrej, den sie zu lieben gelernt hat, sie getäuscht haben. Im Machtkampf mit ihrem Vater findet Elja zu einem anderen, unabhängigen und selbstbestimmten Leben, die Vergangenheit holt sie aber immer wieder ein...

Wenn Sie von starken Frauen in historischen Romanen ermüdet sind, werden Sie nach dieser Inhaltsangabe sagen: schon wieder eine "starke Frau setzt sich durch" - Geschichte. Richtig ist, dass Elja eine starke Frau ist, die sich selbst finden muss und sich durchsetzen muss. Allerdings ist Elja in einer Welt aufgewachsen, in der Frauen eine andere Rolle einnehmen, als in anderen Ländern zu dieser Zeit. Die Kosakinnen kämpfen ebenso wie die Männer und ihre Stimme zählt ebenso, d.h. Elja muss keinen Weg aus kultur- und geschlechterbestimmter Unterdrückung finden. Sie muss sich vielmehr mit ihrer Herkunft, ihren Vorfahren, insbesondere dem despotischen Charakter ihres Vaters auseinandersetzen, um herauszufinden, wie sie ihr Leben führen und gestalten will. Das klingt nun so, als ob Eljas Geschichte zu jeder Zeit spielen könnte. Dem ist aber nicht so, denn die Ausgestaltung der Charaktere und ihre Handlungsweisen sind eng mit dem historischen und regionalen Umfeld der Handlung verbunden. Gleichzeitig erzählt Katerina Timm einfühlsam die Geschichte einer tiefen Liebe mit ihren Tiefen und Höhepunkten.

Abgesehen vom ungewöhnlichen Handlungsumfeld von Katerina Timms Erstlingswerk besticht "Die Kosakenbraut" vor allem durch eine hervorragende Ausgestaltung der Charaktere und der Realitätsnähe derer Reaktionen und Handlungsweisen. Die Protagonisten leben, lieben und leiden, sie gaukeln sich selbst etwas vor, sie urteilen in verschiedenen Situationen mit unterschiedlichen Maßstäben, wie es Menschen nun mal tun, kurz gesagt: sie sind absolut authentisch.

Eljas Gabe der Traumdeutung und des Traumwandelns sind für den Roman zwar von tragender Bedeutung, dominieren aber das Geschehen und die Geschichte nicht, so dass auch getrost Leser und Leserinnen zugreifen können, die dem eher misstrauisch und zweifelnd gegenüberstehen.

Katerina Timm erzählt Eljas Geschichte überaus spannend in einer angenehmen, flüssigen, klaren und eindringlichen Sprache, die den Leser förmlich ins Geschehen hinein zieht und ihn die Welt der Kosaken erleben lässt.

Katerina Timm ist mit ihrem historischen Roman "Die Kosakenbraut" ein eindrucksvoller, farbenprächtiger Roman gelungen, der seine Leser mit authentischen Protagonisten, psychologischem Tiefgang, einer spannenden Handlung und einer einfühlsamen Liebesgeschichte vor dem Hintergrund des russischen Reiches des 17. Jahrhunderts fesselt. Für mich war es ein Roman, den ich am liebsten in einem Zuge durchgelesen hätte und ich bin jetzt schon gespannt, mit was uns Katerina Timm als nächstes überraschen wird.
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Die Kosakenbraut
Die Kosakenbraut von Katerina Timm (Gebundene Ausgabe - 1. Februar 2008)
Gebraucht & neu ab: EUR 0,01
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