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1942: Die Münchnerin Traudl Humps gerät durch mehrere Zufälle in den Dienst als Sekretärin Adolf Hitlers. 22 Jahre jung ist sie, als sie die Stelle antritt, die für einige Jahre ihr Leben beeinflussen und verändern wird. Anfangs noch ganz schüchtern und verängstigt, tippt und kopiert sie Hitlers Briefe. Mit der Zeit wird sie etwas selbstbewusster, wobei der Krieg sich immer mehr dem Ende zuneigt und der Endsieg Deutschlands für immer verloren ist. Sie erlebt die letzten Wochen in Hitlers Führerhauptquartier in Berlin als schreckliches Kriegserlebnis, danach legt sie mehrere 100 km Fußmarsch (!) zurück, um der Schutt- und Aschestadt Berlin für einige Zeit zu entrinnen...

Es gibt viele Berichte von Hitlers nahe stehenden Adjutanten oder Sekretärinnen, z.B. von Christa Schröder, Rochus Misch, seinem Fahrer Erich Kempka oder auch Heinz Linge. Traudl Junge jedoch schrieb ihre Erinnerungen an ihre Zeit mit Hitler gleich 1947 auf und gilt somit wohl als jüngste Frau im engeren Kreise Hitlers, die ihre Erlebnisse publik gemacht hat. Das Vorwort, das von Melissa Müller geschrieben ist und auch das Vorwort von Traudl Junge selbst, zeichnet erst einmal grob ihren Lebenslauf und weist auch darauf hin, dass die junge Traudl ihr Erlebtes noch etwas subjektiv und naiv betrachtet und beschreibt, wohingegen sie später einige Kapitel einfügt, in denen sie die Vergangenheit objektiver und erwachsener beurteilt. In "Bis zur letzten Stunde" beschreibt sie Hitler als lieben Menschen, aber auch als prägende Erscheinung und als netten Gastgeber, der hier und da mit ihr und seinem "Hofstaat" zu Mittag oder Abend isst oder die nächtliche Tradition des Teetrinkens einhält. Man erhält somit einen intimen Einblick, intimer als bei Rochus Mischs Beschreibungen. Niemals ist Hitler in Rage, im Gegenteil, er witzelt gerne, liebkost seine Hündin Blondi, lässt sich einiges von Eva Braun gefallen. Erst die letzten Monate vor Kriegsende merkt Traudl, dass er größenwahnsinnig, übermütig und rechthaberisch wird. Die Lagebesprechungen in den letzten Tagen vor Hitlers Selbstmord dauern lange und sie sind von niemals zuvor gesehenen Wutausbrüchen begleitet. Interessant ist, als Leser eingestehen zu müssen, dass Hitler nicht nur ein Monster, sondern auch ein Mensch war, jedoch ein Mensch, der nicht menschlich handelte und lieber sein selbstsicheres Auftreten, seine Suggestivkraft nutzte, um Menschenmassen zu manipulieren. Einen Stern Abzug muss ich leider geben, da Junge sich oft mit Details bezüglich Jahreszahlen, Orte oder Namen irrt und man etwas falsches liest, wenn man nicht in den Anmerkungen hinten im Buch nachlesen würde. Junges Bericht ist jedenfalls ein wichtiges Dokument einer Zeitzeugin, jedoch einer Zeitzeugin mit besonderer Stellung. Hätte sie nicht geschrieben, so hätte der Spielfilm "Der Untergang" bestimmt nicht so realistisch wirken können.

~Bücher-Liebhaberin~
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am 10. Oktober 2004
Das Buch von Traudl Junge „Bis zur letzten Stunde" ist ein autobiographischer Beitrag aus der Reihe „Banalität des Bösen" am Beispiel des Nationalsozialismus.
Traudl Junge war eine von Hitlers Sekretärinnen von Ende 1942 bis zum Ende am 30. April 1945 im Führerbunker - sie hat unmittelbar nach dem Ende des Krieges ihre Erinnerungen an diese Zeit notiert.
Dabei ist kein literarisch wertvolles Stück Autobiographie oder gar ein historisch reflektiertes Werk herausgekommen, sondern eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte, mit der Frage danach, wieso sie sich einerseits in der Umgebung des „Führers" so wohl fühlen konnte, andererseits aus ihrer Sicht damit zur Komplizin des Verbrechens wurde. Diese bereits 1947 erstellten Erinnerungen wurden erst im Jahre 2002 durch die Journalistin Melissa Müller mit Traudl Junge zusammen herausgegeben. Ein gewisser Bernd Eichinger las dieses Werk und schrieb es zum Drehbuch für den zurzeit in den Kinos erfolgreichen Film „Der Untergang" um.
„Bis zur letzten Stunde" beschreibt aus der sehr nahen Sicht der Sekretärin den privaten, fast sympathischen Menschen Hitler - vom Berghof in Berchtesgaden über die Wolfsschanze in Ostpreußen bis hin zu den letzten Tagen im Führerbunker in Berlin. Junge sieht Hitler darin als den Menschen, der sie fast väterlich gütig behandelt - und blendet dabei die äußeren Ereignisse der Endphase des Zweiten Weltkrieges fast vollständig aus. Trotzdem schimmert an zwei Stellen der Schrecken dieser Zeit durch: als Hitler das Attentat am 20. Juli 1944 fast unverletzt übersteht, am Abend wie gewöhnlich seine Mitarbeiter zum Tee bittet und gleichzeitig die Hinrichtung aller Attentäter anordnen lässt. Außerdem schildert Junge aus nächster Nähe die letzten Tage im Führerbunker, die Mischung aus Resignation und Realitätsverlust, die sich in den letzten Tagen bei Hitler, Eva Braun und all den anderen verbreitet - bis zum Selbstmord.
So wird Junges Buch ein zeitgeschichtliches Zeugnis - ohne allerdings die böse Dimension der Ereignisse in hinreichendem Maße reflektieren zu können. Von daher - in Verbindung mit anderen Informationen über das Dritte Reich und den Zweiten Weltkrieg - ist es ein sehr interessantes Werk über eine junge Frau, die erst später realisiert, wie nahe sie dem Zentrum des Bösen gekommen war.
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am 17. Oktober 2005
Frau Junge lebte als junge Frau drei Jahre lang in unmittelbarer Umgebung Hitlers. Sie aß mit ihm, sie arbeitete mit ihm, sie nahm an seinen nachmittäglichen Spaziergängen, seinen Abendgesellschaften und seinen nächtlichen Teerunden teil. So weit - so gut. In diesem Teil lernt der Leser die "private" (menschliche) Seite Hitlers kennen, erfährt von seinen Frotzeleien beim Essen, seiner geradezu väterlichen Fürsorge gegenüber den Mitarbeitern während des nächtlichen Luftalarms, seiner Vorliebe für Apfelkuchen und Kümmeltee... Insgesamt hochinteressante Aufzeichnungen, die (1947/48 geschrieben) authentisch sein müssen.
Dann jedoch (gegen Ende des Buches) kommt der geradezu "brutale" Schnitt: Frau Junge berichtet über ihre lebenslangen psychischen Qualen, über ihre vermeintliche "Schuld"; nichts gewußt zu haben, über ihre "Naivität" während ihrer Jahre bei Hitler.
Wie passt das zusammen?
Meiner Meinung nach: Gar nicht!
Es entsteht der Eindruck, daß Frau Junge von den neudeutschen "Geschichtswissenschaftlern" Knopp & Co. erfolgreich umerzogen wurde; und sich (um den Preis ihres eigenen Seelenfriedens) bis zu ihrem Tod mit ihrer sogenannten "Schuld" nicht arrangiert hat.
Der aufmerksame Leser muß sich zwangsläufig fragen:
Welche Schuld? Worin besteht die persönliche Schuld der Traudl Junge? Das sie jung war? Das sie Sekretärin bei Hitler wurde, und seinen Papierkram erledigt hat? Das sie ihn nicht in die Luft sprengte, während er vor dem Kamin seinen Apfelkuchen aß?
Ich denke, eine Antwort hierauf erübrigt sich...
Alles in allem ist dieses Buch ein lesenswerter und fesselnder Bericht einer jungen Frau, die durch puren Zufall in die unmittelbare Umgebung Hitlers gelangte.
Mit dem (meiner Meinung nach) wenig nachvollziehbaren Schlußkapitel kann man sich aufgrund der vielfältigen neuen Erkenntnisse über Hitlers Wesen als "Privatmann" gut arrangieren.
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am 5. August 2002
Traudel Junges Aufzeichnungen . . . Sie hatte sie bereits 1947 niedergeschrieben, doch erst jetzt veröffentlichen lassen.
Sie zeigen das Leben einer jungen Frau, die sich, wie Millionen anderer Menschen von einem Größenwahnsinnigen blenden ließen. Und das, obwohl sie über 2 Jahre direkt in Hitlers Umgebung gelebt hat, ständigen Kontakt zu ihm pflegte. Auch für sie brach nach Ende des Krieges eine Welt zusammen. Sie fühlte sich von "ihrem Führer" verraten. . . .
Das Buch zeigt eine Frau, die sich - ohne politische Ansichten zu haben - von Hitler mitreißen ließ und es zeigt einen Hitler, der Menschen zu beeindrucken schien. Es hat mir etwas geholfen, zu verstehen wie so viele Menschen diese Person verehren konnten, obwohl er einen offensichtlichen, grausam Krieg gegen die gesamte Menschheit führte. Selbst enge Bekannte konnte er immer wieder überzeugen. - Mit seiner Überzeugungskraft besaß er eine schreckliche "Waffe", die die Menschen blendete. . .
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am 15. September 2002
Auf Grund der Aufzeichnungen ist es gelungen das Erlebte lebendig und eindrucksvoll zu schildern.
Die Zeit, die Bahnahrten, der tägliche Dienst, einfach alles wird vor dem Auge des Lesers lebendig.
Auch der Diktator wird einige Male recht menschlich beschrieben, manchmal wie ein guter Landesvater, ein einfühlsamer Chef. Dieser Eindruck, und Eindrücke sind immer subjektiv, ist offensichtlich ehrlich wiedergegeben.Weil es sich, damals, durch die Begleitumstände, auch bedingt durch die Jugend der Zeitzeugin, für sie selbst, so darstellte.
Auf die Chronologie einer Schuldverarbeitung von Melissa Müller kann man getrost verzichten ! Ohne diese letzten 35 Seiten hätte dieses interessante Buch von mir fünf Sterne erhalten.
Trotzdem, für jeden, der etwas mehr aus der dunklen Zeit der deutschen Geschichte wissen möchte ist es sehr interessant und nicht erklärungsbedürftig, denn es ist und bleibt subjektiv eine erzählte Erinnerung. Man muß sich nicht für Erinnerungen entschuldigen !
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am 21. September 2014
... aber leider mit Auslassungen. Hier konnte die oberlehrerhafte deutsche Obrigkeit in deren Zensurwahn wohl wieder nicht die Finger von den Aussagen einer Zeitzeugin lassen.
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am 15. Dezember 2005
Das Buch ist sehr angenehm beschrieben und irgendwann denkt man fast, Hitler sei ein netter Mann gewesen.
Aber vielleicht war er das ja? Zumindest im Privaten. Ich denke nicht, daß er immer dieses Monster war, wie er heute dargestellt wird, man hat ihn nur seiner sämtlichen menschlichen Züge beraubt, um sich besser distanzieren zu können.
Bei dem Buch ist es gut, daß es ein Vorwort gibt und auch sonst noch einige erklärende Worte. Als Junge das Buch schrieb, hat sie einfach ihre Erlebnisse aufgeschrieben, es war kurz nach dem Krieg, von dem sie kaum etwas mitbekommen hatte, und es scheint etwas unreflektiert. Der Bericht alleine könnte ohne Erklärungen also etwas mißverständlich sein. Es bietet jedoch trotzdem interessante Einblicke in ihren Alltag als Hitlers Sekretärin und man merkt, es war eine Stelle wie jede andere, nur war sie eben mehr oder minder zufällig bei Hitler.
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am 19. Mai 2002
Das Buch ist gut geschrieben, flüssig zu lesen und man kann sich in die Zeit hineinversetzen. Ich (geboren 1960) kann mir nur vorstellen, daß dies Buch gerade bei jüngeren Menschen, die keine "Vorbildung" über die nationalsozialistische Zeit haben, dazu beiträgt, ein falsches Bild von Hitler zu bekommen.
Er wird geradezu gütig dargestellt.

Sicher ist das aus der Sicht der damals unbedachten Frau Junge richtig. Nur müssen junge Leute auch vorher über die ganzen Greuel dieser Zeit erfahren und wissen, das dies eine sehr einseitige Sicht ist.
Buch ist prima, aber wegen der Bedenken nur 4 Sterne.
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am 24. Oktober 2004
Ich kann das Buch von Traudl Junge allen empfehlen, die sich für das interne Leben der NS-Parteibonzen interessieren. Frau Junge ist da hineingeschlittert, weil sie, wie sie selbst sagt jung und naiv war, was ich als mutiges Bekenntnis finde. Sie hat ihre Vergangenheit viel offener bereut als die meisten anderen belasteten Zeitgenossen, etwa z. B.: Leni Riefenstahl. Das macht die Autorin sehr interessant.
Das Buch zeigt, wie geschickt Hitler sein demagogisches Doppelspiel führte, auf der einen Seite den gutmütigen, kinderliebenden Chef spielend, auf der anderen Seite seine menschenverachtenden Ideen und stumpfsinnigen Befehle vor allem seinen Militärs gegenüber. Trotzdem hätten genügend Verhaltensweisen Hitlers eine Warnung sein müssen, etwa wenn er eine Frau, die über die schlechte Behandlung der Juden berichtet, kalt abweist oder andere Völker pauschal als faul oder menschliche Bestien bezeichnet. Das Buch zeigt, dass wir hellhörig sein müssen.
Ich gebe den Kritikern recht, dass der erste Teil des Buches ziemlich langweilig ist, es wird hier tatsächlich vorwiegend über die Inneneinrichtung von Berghof, Wolfsschanze und diversen Kaffeenachmittagen berichtet, daher auch nur 4 Sterne. Allerdings macht der zweite Teil wieder viel gut. Man sieht hier vor allem, wie eng sich Bernd Eichinger bei der Verfilmung "Der Untergang" an diese Vorlage gehalten hat. Teilweise findet man einige Phrasen fast wortwörtlich im Film wieder.
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am 23. September 2004
In dem Buch "Bis zur letzten Stunde" erzählt Traudl Junge von ihrer Zeit als Adolf Hitlers Privatsekretärin. Das einfache Mädchen Traudl Junge, das eigentlich Tänzerin werden wollte, war von Dezember 1942 bis zu Hitlers Selbstmord am 30. April 1945 seine persönliche Sekretärin. 1947 schrieb sie ihre Erlebnisse in Hitlers engstem Kreis auf. Nun wurde es von der Autorin Melissa Müller veröffentlicht. Diese fügte Traudl Junges Manuskript nach intensiven Gesprächen mit dieser auch eine biographische Einleitung und einen Anhang mit der heutigen Sicht der einstigen Sekretärin und der Erkenntnis ihrer Schuld zu.
Dieses Buch hat mich auf Grund seiner authentischen Schreibweise sehr beschäftigt. Denn der Leser bekommt eine Ahnung von der Naivität einiger Leute zur damaligen Zeit und welche Auswirkungen Propaganda auf sie hatte. Und es steckt auch eine Warnung an die heutige Gesellschaft im Bezug auf Propaganda in dem Anhang des Werkes. Doch die authentische Schreibweise hat leider auch den Nachteil, dass man ein gewisses historisches Wissen braucht, um die vorkommenden politischen Namen richtig einzuordnen und die Gedankengänge der Autorin zu verstehen.
Insgesamt kann ich das Buch, das auch die Vorlage zu dem aktuellen Kinofilm "Der Untergang" war, nur empfehlen, doch der Leser sollte auch bereit sein sich kritische Gedanken zum Inhalt des Buches zu machen.
Bis zur letzten Stunde
Traudl Junge,
Melissa Müller
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