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80 von 86 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Prädikat: besonders wertvoll!
Frau Junge hat nun ihr Manuskript aus der frühen Nachkriegszeit veröffentlicht, das ich erstmals vor gut 5 Jahren gelesen hatte und das ich damals als einen historisch wertvollen Beitrag erkannte. Aber sie wollte es nicht veröffentlichen. Nun hat sie es endlich getan. Dieses Buch ist aber weitaus mehr, als nur ein Bericht ihres Erlebens des sog...
Veröffentlicht am 25. Januar 2002 von G. Exner

versus
16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannendes Tagebuch aus dem Inneren Kreis der Macht !
Das Buch von Traudl Junge ist ein spannendes, interessantes und fesselndes Buch in Tagebuchform. Traudl Junge war eine der 4 Sekretärinnen von Adolf Hitler, aus dem "Inneren Kreis" der Macht von 1943-1945. Traudl Junge war dazu noch die Lieblingssekretärin des Führers. Ihre Tagebucheintragungen 1943-1945 zeichnet sie 1947 auf. Was jedoch auffällt, ist...
Veröffentlicht am 12. Oktober 2005 von Thomas


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80 von 86 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Prädikat: besonders wertvoll!, 25. Januar 2002
Von 
Rezension bezieht sich auf: Bis zur letzten Stunde: Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben (Gebundene Ausgabe)
Frau Junge hat nun ihr Manuskript aus der frühen Nachkriegszeit veröffentlicht, das ich erstmals vor gut 5 Jahren gelesen hatte und das ich damals als einen historisch wertvollen Beitrag erkannte. Aber sie wollte es nicht veröffentlichen. Nun hat sie es endlich getan. Dieses Buch ist aber weitaus mehr, als nur ein Bericht ihres Erlebens des sog. ‘Dritten Reiches’ an der Seite Hitlers. Es geht weit darüber hinaus, insbesondere, weil es die Schwierigkeiten aufzeigt, mit dieser Vergangenheit zu leben. Ich möchte nicht zu viel vorab darüber verraten, aber es ist ein wichtiger Beitrag auch zum Thema Vergangenheitsbewältigung und Schuld. Es ist ein aufrichtiger Beitrag einer Frau, deren Leben viel mehr Aufmerksamkeit verdient, als es bislang der Fall gewesen ist. Sie war die Sekretärin Hitlers, sie ist eine bemerkenswerte Persönlichkeit mit einer nachdenklichen Offenheit, mit jugendlichem Charme und Weisheit. Ich kann ihr jetzt erstmals erschienenes Buch nur weiterempfehlen... Es hebt sich aus der Flut der Memoiren der Zeitzeugen sehr positiv heraus. Prädikat: besonders wertvoll
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34 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein außergewöhnliches zeitgeschichtliches Dokument, 18. Januar 2003
Von 
Regina Karolyi - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Bis zur letzten Stunde: Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben (Gebundene Ausgabe)
Es ist interessant, wie weit die Bewertungen zu diesem Buch differieren. Wer von der deutschen Kollektivschuld überzeugt ist, kann diesem Buch mit Sicherheit nichts abgewinnen. Ich persönlich bin sehr beeindruckt, bestätigt es doch das Bild, das ich (Jahrgang '67) durch Gespräche mit ganz gewöhnlichen Zeitzeugen und eine breitgefächerte Lektüre gewonnen habe, nämlich, dass sich Hitlers dämonischer Wahnsinn unter einer Oberfläche aus k.u.k.-Charme und charismatischer Demagogie verbarg. Traudl Junge zeigt unverbrämt auf, wie sie mit der vielleicht etwas naiven Bereitwilligkeit eines jungen Menschen in Hitlers Dienste trat. Bei aller Abscheu, die ich gegenüber Hitler empfinde, muss ich zugeben, dass ich mich in Frau Junges Alter wohl ähnlich verhalten hätte. Sie skizziert auch für den vom Sachbuch geprägten Leser ungewöhnliche Bilder von den Menschen in Hitlers Nähe, und wenn mich eine Szene besonders mitgenommen hat, dann jene um den Mord an den Goebbels-Kindern in Verbindung mit dem Selbstmord der Eltern.<Ich kann das Buch jedem empfehlen, der das Thema "Hitler" gern einmal von einer anderen, sehr subjektiven Seite betrachten möchte. Es täte auch den Zeitgenossen gut, die, ohne den Nationalsozialismus selbst erlebt zu haben, ständig das "gemeine Volk" dieser Epoche pauschal verdammen (sofern es ihnen gelingt, sich in Traudl Junges Welt zu versetzen). Nicht jedes Monster sieht aus wie Quasimodo, und dieser wiederum war keines.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Leser lebt mit - bis zur letzten Stunde!, 29. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Bis zur letzten Stunde: Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben (Gebundene Ausgabe)
In diesem beeindruckenden Buch erzählt eine der Sekräterinnen Hitlers aus ihrem Leben und ihrer Arbeit für den Führer. Und sie tut es so gekonnt, daß der Leser förmlich in das Geschehen eintaucht und am Untergang des Nationalsozialismus dabei ist...eben bis zur letzten Stunde!
Junge schrieb ihre Erinnerungen schon 1947 auf, bevor sie verblassen konnten, das macht das Geschriebene so authentisch.
Dabei ist das Buch auch ein Stück Vergangenheitsbewältigung, denn nach der Zeit des NS-Regimes erkennt sie, daß es falsch war, diesem Massenmörder, wie sie selbst schreibt, gedient zu haben. Selbstvorwürfe und daraus resultierende Depressionen quälen sie ihr Leben lang und sie hofft, mit der Veröffentlichung dieses Buches dem Leser zu vermitteln, wie leicht es damals war, Hitlers Faszination zu erliegen, auch wenn sie sich selbst ihr Handeln nicht vergeben konnte.
Melissa Müller ergänzt das Werk im Anschluss und erzählt aus Junges weiterem Leben.

Mein Fazit: Eine der wenigen Autobiographien, die nicht durchtränkt sind von Selbstdarstellung und Eigenlob, sondern ein selbstkritischer Bericht in dem die Autorin ehrlich zugibt, die Arbeit bei Hitler genossen zu haben, aber eben später auch bereut hat. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite.
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31 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Phantastische Einblicke in die letzten Jahre Hitlers, 21. Februar 2002
Von 
tiw5sepr "tiw5sepr" (Aichelberg, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Bis zur letzten Stunde: Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben (Gebundene Ausgabe)
Traudl Junge beschreibt in einer offenen und ehrlichen Art ihre außergewöhnliche (historisch zu Hitler betrachtete) Geschichte. Kurzweilig und faszinierend. Sehr gut: Personen und geschichtliche Hintergründe werden kurz als Fußnote erklärt, um die persönlichen Erinnerungen in die geschichtlichen Begebenheiten einzuordnen.

Es fehlt jegliche falsche Selbstbeweihräucherung, wie man es von anderen Geschichten von Zeitzeugen manchmal kennt. Dagegen wird einem Traudl Junges späterer beklemmender Selbstzweifel an ihrer damaligen unbedarften Rolle bewusst.
(Trotzdem handelt es sich bei dem Buch NICHT um eine verspätete Reinwaschung ihrer Vergangenheit.)
Glücklicherweise hat sich Traudl Junge doch noch entschlossen, ihre Erinnerungen zu veröffentlichen.

Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen!!! Es hat mich zwei Nächte lang gefesselt.
Sehr wertvoll, um den historischen Blick auf die letzten Jahre des "privaten Chefs" Hitler und seiner Umgebung abzurunden!

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42 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Privater Blick auf einen Politverbrecher, 2. November 2002
Rezension bezieht sich auf: Bis zur letzten Stunde: Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben (Gebundene Ausgabe)
Tausende von Büchern sind über Hitler und den Nationalsozialismus weltweit erschienen. Jahrzehntelang haben Herrscharen von Historikern und Journalisten so ziemlich alle Dokumente und Zeitzeugen aufgespürt, die greifbar waren.
Es wundert daher nicht, dass in den letzten Jahren meist Bücher über Hitler erschienen, die keine neuen Erkenntnisse brachten, sondern nur die altbekannte Quellenlage von einer neuen Warte versuchten auszuleuchten. Die neuen Erkenntnisse über das "Phänomen Hitler", waren dementsprechend dürftig.
Eine abschließende Erklärung, wie ein Schulversager und ehemaliger Obdachlosenheimbewohner eine moderne Kulturnation verführen konnte, und mit Ihrer Hilfe das bisher größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte durchzuführen in der Lage war, blieb ungeklärt.

In Traudl Junges Lebensbeichte finden sich endlich wieder neue Informationen zu der Unperson Hitler, den sie mehrere Jahre lang aus nächster Nähe erlebte. Dass sie erst ganz kurz vor ihrem Tod zur Veröffentlichung bereit war, zeigt, dass ihre Erinnerungen ungeschönt sind, und da sie bereits kurz nach 1945 aufgeschrieben worden sind, kann es nur eine geringe Verfälschung durch das Vergessen geben.
Ihr Buch lässt einen sehr privaten Blick auf einen Politverbrecher zu, der einem erschaudern muss.
Wenn das Böse, das destruktive, so banal, sprich harmlos daher kommt, heißt das für uns alle, dass wir wachsam bleiben müssen.

Frau Junge hat ein sehr wichtiges Buch der Primärliteratur als Vermächtnis hinterlassen. Ihr Buch ist ein Muss für jeden, der sich mit 33-45 und der Frage des "wie war es möglich?" beschäftigt.

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25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erstaunlich und nachdenklich stimmend, 13. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Bis zur letzten Stunde: Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben (Gebundene Ausgabe)
In etwas naiver Art einer jungen Frau wird das Leben in der Nähe des Machtzentrums des Dritten Reiches beschrieben.

Erstaunlich welche Banalität und Routine den Alltag von Hitler und seiner Umgebung bestimmte.

Sehr eindrücklich ist auch die frische und vorurteilsfreie Beschreibung von Personen, welche wir heute als Kriegsverbrecher zur Kenntnis nehmen.

Nachdenklich stimmt mich, dass diese Leute (einschliesslich Hitler) ein schienbar normales Leben führten, in einer Zeit von unbeschreiblichem Mord und Totschlag, den sie zu verantworten hatten.Auch die Beschreibungen der Teestunden und Abendgesellschaften zeigt die Perversion im gesamten. Es wird nicht etwa über die neue Weltordnung gesprochen, nein Alltäglichkeiten, wie Mode, Frau, die Erziehung von Hunden, Musik, Ehe und Partnerschaft usw. sind die beherrschenden Themen. Ich habe erstaunt zur Kenntnis genommen, dass sich Massnmörder von ihrer täglichen Arbeit erholten, wie es normale Menschen auch tun.

Sicher entäuscht das Buch, jeden der sich neue historische Fakten erhofte und nun liest, dass die tägliche Arbeit der Autorin darin bestand, Fliegermeldungen abzutippen und Gesellschafterin des Führers zu sein. Die entscheidende und zugleich erschreckende Erkenntnis ist für mich, dass der II. Weltkrieg und der grösste Völkermord in der Menschheitsgeschichte in einer sachlichen und nüchternen Art geführt wurden, als ob es sich um einen Konzern oder eine Verwaltung handelt.

Beeindruckend ist auch, dass sich die Autorin nicht rechtfertigen will, wie vielfach von andern Leuten ihrer Generation vorgelebt, die nur allzugerne in die Opferrolle der verführten und "dazu gezwungenen" Menschen schlüpften.

Ein Kompliment gebührt auch Frau Melissa Müller, durch ihre subtile redaktionelle Arbeit erhält sie die autensität des Werkes von Frau Junge, rückt jedoch in den Anmerkungen verschiedene historische Verwechslungen und Ungenauigkeiten zurecht. Gerade diese historischen Unzulänglichkeiten der Autorin erhöhen für mich den historischen Wert des Buches, machen sie doch deutlich, dass Hitler und sein Hofstaat in einem Elfenbeinturm Namens Obersalzberg oder Führerhauptquartier, lebeten weitab vom Feuersturm den sie entfachten. Weiter ist das Personenregister im Anhang sehr informativ. Es ist das Verdienst von Frau Müller und Herr Heller, das dieses bedeutende Dokument, aufgezeichnet aus der Froschperspektive, nicht verloren ging. Den Biographien von Offiziern, Beamten, Technokraten die sich reinwaschen wollen, wurden bist heute schon genug geschrieben.

Das Buch ist ein wesentlicher Beitrag zum " Nie wieder", zeigt es doch den Neonazis und ewig gestrigen, dass der von ihnen glorifizierter Führer, im Grunde ein bieder Langweiler war und seine Führungsriege aus einem Haufen von feigen Ja-Sagern und Steigbügelhaltern bestand, die jedoch um in die Gunst ihres Herrn Hitler zu gelangen, über Leichen gingen.

Nach dem Buch habe ich mir die Frage gestellt, wie hätte ich an der Stelle von Frau Junge gehandelt, wäre mir an ihrer Stelle die Stellung angeboten worden. Vermutlich hätte ich wie sei gehandelt und das hat mich erschreckt.

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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Im Auge des Sturms, 24. April 2002
Von 
andante "peter_berlin" (Cologne, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Bis zur letzten Stunde: Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben (Gebundene Ausgabe)
Traudl Junges Buch ist so interessant, weil es zeigt, wie banal und alltäglich das Leben im Zentrum der Macht sein kann. Ein Regime, das soviel Leid und Schrecken ausgeübt hat - in der nächsten Umgebung des Führers kommt nichts davon an. Man lebt in einer eigenen Welt, einer selbstgeschaffenen Seifenblase, die erst im Untergang platzt. Es werden Seiten von Hitler gezeigt, die man nicht für möglich hält - seine Liebe zu Hunden, seine Hypochondrie, seine Essgewohnheiten usw. Die Leute seiner Umgebung, die zu seiner Unterhaltung da sind, die ihn vom Krieg und seinem Leid ablenken. Die Ruhe ist im Auge des Sturms, auch wenn es eine künstliche Ruhe ist.
Es ist sehr interessant vom alltäglichen Leben des Führers zu lesen. Es scheint kaum nachvollziehbar, dass die Menschen, die soviel Schrecken verbreiteten so ein langweiliges und zurückgezogenes Leben führen konnten. Hochinteressant auch die Schilderung der letzten Tage im Bunker, als alles zu Ende geht.
Sympathisch ist an dem Buch, dass Frau Junge sich nicht rechtfertigt, sondern darstellt, wie sie es erlebt hat und auch nicht versicht sich "reinzuwaschen". Dass sie dann aber in den späteren Jahrzehnten versucht zu begreifen, wie ihr das alles zustoßen konnten. Hitler, der auch eine Art Vaterrolle für sie spielte und als fürsorglicher und um sie besorgte Person, eine zentrale Rolle spielte. Für sie ist es unfassbar, dass so ein Mann mit durchaus liebenswürdigen Zügen gleichzeitig größenwahnsinnig Menschen zu Millionen sterben und umbringen ließ.
In diesem Zusammenhang ist es auch interessant, den Dokumentarfilm "Im toten Winkel" zu sehen, in dem von ihrer Persönlichkeit sehr viel rüberkommt. Insgesamt ist es ein sehr lesenswertes und erhellendes Buch, das sehr zum Nachdenken anregt.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckend mutig, 7. Februar 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Bis zur letzten Stunde: Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben (Gebundene Ausgabe)
Mit ihren Erinnerungen an ihre Zeit als Sekretärin an der Seite von Hitler legt die 81jährige Traudl Junge ein beeindruckend ehrliches und selbstkritisches Dokument vor, das nachfolgende Generationen ahnen läßt, wie das Nichtsehen und Nichtverstehen des Grauens während der Nazi-Herrschaft seitens vieler Deutscher vor sich ging. Hier schreibt eine mutige Frau, die sich nicht gescheut hat, nach vielen Jahrzehnten des Haderns und Zweifelns an sich selbst, ihren Dämon im hohen Alter endlich an die Wand zu nageln. Eine unbedingt notwendige Ergänzung für alle die, die Guido Knopps TV-Fastfood über den 2. Weltkrieg konsumiert haben und trotzdem das Gefühl nicht los wurden, nicht recht zu verstehen, was neben den historischen Fakten und Zeitzeugen-Soundbites eigentlich Sache war damals. Lesen!
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wichtige Erinnerungen für Historiker, 4. Februar 2002
Rezension bezieht sich auf: Bis zur letzten Stunde: Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben (Gebundene Ausgabe)
Traudl Junge war 22 Jahre jung, als sie die Anstellung als Hitlers Sekretärin bekam. Jung und naiv, von Politik keine Ahnung, nahm sie die Anstellung an. Wer hätte es nicht getan? Sekretärin des mächtigsten Mannes des Reiches zu sein, das ist doch schließlich was, oder nicht?
Frau Junge ist heute knapp 90 und leidet an einer Krebserkrankung.
Das Buch hält für die geschichtsinteressierten Leser sehr viele Einzelheiten auch und gerade aus dem Leben von Hitler bereit. Hitler aus Sicht einer damals 26 jährigen jungen Frau (1947). Traudl Junge ist die letzte noch lebende Zeitzeugin aus dem unmittelbaren Umkreis von Hitler.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen zu sich selber ehrlich, 9. Juli 2008
Kann ich hier noch etwas schreiben, was meine Vorgänger noch nicht geschrieben haben? Wahrscheinlich nicht. Ich finde, dass Traudl Junge sehr ehrlich zu sich selber hinschaut und erzählt, wie sie in diese Situation gekommen ist. Und nach meinem Gefühl nach (andere Kriterien habe ich ja nicht, da ich damals nicht gelebt habe) schildert sie die Normalität dieser absurden Zeit zeimlich treffend.

Wenn ich sowas lese, denke ich, was wohl in 50 Jahren über unsere Zeit geschrieben wird. Nach meinem Wissen vertuschen wir auch grade reihenweise Schlimmes und Komisches vor uns selber, das sehen dann unsere Nachkommen besser. So, wie wir mit diesem Abstand der "Unschuldigen" auf diese komische Zeit zwischen 1933 und 1945 zurückblicken. Und aus dieser Position heraus gaaaaanz leicht die "Bösen" erkennen. Wer ist eigendlich heute der/die Böse. Guckt da einer nach?
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Bis zur letzten Stunde: Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben
Bis zur letzten Stunde: Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben von Melissa Müller (Gebundene Ausgabe - 1. Januar 2002)
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