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49 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Dieses Buch hat nach Angaben der Autorin die Intention, eine Lücke in der Literatur über Quantenphysik zu schließen. Auf der einen Seite gibt es populärwissenschaftliche Darstellungen, die ohne Formeln auskommen, aber dadurch unverständlich bleiben und es gibt die wissenschaftliche Literatur, die nur wenigen Menschen zugänglich ist. Die Autorin beschreibt mit einfacher Sprache und Schulmathematik einige grundlegende Gebiete der Quantenphysik und will damit in korrekter Form den interessierten Laien informieren.

Dieses gelingt ihr über weite Strecken bei den grundlegenden Kapiteln: Was ist Licht?, Ultraviolettkatastrophe, Schrödingergleichung etc. Hier erreicht die Autorin ihre Intention, nämlich dem interessierten Laien nahezubringen, was die Quantenphysik so wichtig macht aus philosophischer Sicht und wie seltsam die Welt der Quanten doch ist.

Die einzelnen Kapitel sind von unterschiedlicher Qualität, bis Kapitel 15 (Bellsche Ungleichung) auch gut nachzuvollziehen mit leichten Fehlern (wie in anderen Rezensionen schon erwähnt, hat ein echtes Lektorat bei dem Buch leider kaum stattgefunden).

Die beiden letzen Kapitel hätten weggelassen werden sollen bzw. müssen, denn dabei geht es um moderne Erkenntnisse in der Quantenphysik. Hier schreibt die Autorin auch selbst, dass sie als Schülerin überfordert ist, im Gelehrtenstreit Stellung zu beziehen. Das ist richtig und die beiden Kapitel haben auch in dem Buch nichts zu suchen und sind leider auch inhaltlich bedenklich.

Am Anfang dachte ich, es wäre ein 5-Sterne-Buch, weil die ersten Kapitel hervorragend beschrieben sind. Dann kommen einige uninspirierte Passagen (zB Kap. 6 über den Compton-Effekt) und etliche Abschweifungen von den Hauptaussagen. Das kostet einen Stern und einen weiteren Stern verliert das Buch durch die beiden letzten Kapitel.

Ich würde mir wünschen, dass die Autorin ihr Buch mit Hilfe des Verlages nochmals überarbeitet und dann ein homogenes Werk vorlegt, das der Qualität der ersten Kapitel entspricht. Ein solches Buch würde der Intention, eine Lücke in der Literatur der Quantenphysik zu schließen, dann auch entsprechen. Das vorliegende Werk ist nicht schlecht, aber leider nicht ausgereift. Das für mich beste Werk mit einer ähnlichen Intention ist "Der Quantensprung ist keine Hexerei" von Fred Alan Wolf.
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49 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. März 2006
Als promovierter Physiker finde ich das Buch erstaunlich!
Skurrile Quantenwelt von Silvia Arroyo Camejo ist ein sehr ungewöhnliches und fesselndes Buch, das man eigentlich mit keinem anderen Buch über Quantenphysik vergleichen kann. Für alle, die bisher nur populärwissenschaftliche Bücher zu dem Thema gelesen haben, bietet dieses Buch eine einmalige Chance, ohne Vorkenntnis der theoretischen Quantenphysik einen tiefen Einblick und ‚rigoroses Verständnis’ der Quantenwelt zu erlangen. Zugegeben, die Autorin hatte – als sie das Werk im Alter von 17–19 Jahren schrieb – selbst keinen allzu großen Überblick über die theoretische Physik. Für den Leser ist das aber eher von Vorteil. Denn das Buch gleicht einer Entdeckungsreise, die der Leser gemeinsam mit der Autorin unternimmt. Sukzessiv werden die Hauptattraktionen der Quantentheorie besucht: das Doppelspaltexperiment und der Wellen-Teilchen-Dualismus, die Heisenbergsche Unschärferelation, die Bohr-Einstein-Debatte ... und vieles mehr ... bis hin zu den modernen Anwendungen der Quantentheorie, etwa dem Quanten-Computer oder der Quanten-Kryptographie. Der Text wird unterteilt in eine ganze Reihe (92) von teils ,naiven’ Fragen – genau die Art von Fragen, die man sich als Neuling oder Laie selbst stellt, wenn man sich dem Thema nähern will: Ist Licht also doch eine Welle? Was ist der Spin eines Teilchens? Ist Quantengravitation noch Physik oder schon Philosophie? All diese Fragen werden dann konsequent beantwortet, sowohl in Worten wie auch mit entsprechenden Gleichungen. Alle mathematischen Schritte sind leicht nachzuvollziehen und verwenden ‚nur’ Werkzeuge, die man aus der Schulmathematik kennt (z.B. Differenzieren und Integrieren und – an einer einzigen Stelle – komplexe Zahlen.).
Die Autorin schreibt sehr ausführlich und sinnvoll aufgebaut, sodass das Buch auch gut geeignet ist als Schnupperlektüre für junge Leute – vor allem Oberstufenschüler/innen – die sich überlegen, später mal Physik zu studieren. Die Begeisterung für die Physik, die die Autorin seit Ihre Kindheit spürt, könnte nun auch andere junge Menschen anstecken.
Was mir als Physiker an dem Buch auch sehr gut gefällt, ist die Vielzahl an kleinen historischen Anekdoten , von denen ich manche noch nicht kannte. Diese zeugen davon, dass die Autorin ihre Hausaufgaben wirklich sehr gut gemacht hat. Humor hat Silvia Arroyo Camejo auch – auf Seite 71 z.B. schreibt sie „Tja, ein Proton müsste man sein: Dann würde man die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf und hätte eine nahezu unendliche Lebenszeit.“
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Februar 2010
Beeindruckend ist, was hier eine 16/17 jährige junge Frau geschrieben hat. Woraus hat sie schon in diesem Alter ihr tiefes Interesse und Wissen gewonnen? Das habe ich mich immer wieder beim Lesen des Buches gefragt. Ich kann das Buch inhaltlich nicht wirklich bewerten, da ich weder Mathematiker noch Physiker bin und in beiden Bereichen auch nur noch über rudimentäres Wissen aus meiner Schulzeit verfüge, die nun auch schon eine Weile zurückliegt. Trotzdem ist das Buch so geschrieben, dass auch ich einen großen Gewinn daraus ziehen konnte. Auch wenn ich die meisten Formeln nur überflogen, überlesen und nicht verstanden habe, fand ich es doch sehr spannend und hatte am Ende das Gefühl etwas mehr über Quantenphysik zu wissen als vor dem Lesen. Ich würde sagen, dass das Buch eine gute Zusammenfassung über den aktuellen Stand der Quantenphysik gibt und einem Laien wie mir das Gefühl nun auch etwas davon zu verstehen.

Und auch am Schluss: Es ist einfach beeindruckend!
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. März 2008
Das Buch ist trotz einiger Ungenauigkeiten überaus lesenswert und ein fast einmaliges Experiment. Denn fast nie findet ein Verleger den Mut, ein populärwissenschaftliches Sachbuch mit Formeln und gar deren Herleitung auf den Markt zu bringen. Nach einer eisernen Regel dieses Marktes halbiert jede abgedruckte Formel die mögliche Auflage. Träfe sie tatsächlich zu, dann dürfte dieses Buch kaum jemand lesen. Die Autorin macht aber den kühnen Versuch, einer Leserschaft, bei der nur Mittelschulkenntnisse in Mathematik vorausgesetzt werden, die Schrödinger-Gleichung zu erklären! Dabei müssen Ungenauigkeiten in Kauf genommen werden - aber der Versuch ist dennoch bewundernswert.

Dieter Eichrodt
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Januar 2010
Das Buch von Silvia Arroyo Camejo hat mich so in seinen Bann gezogen, daß ich es innerhalb von zwei Tagen durchgelesen habe. Die von der Autorin angestrebte Ausfüllung der Lücke zwischen populärwissenschaftlicher Literatur und Studienliteratur ist vollends geglückt. Mit ein wenig mathematischen Grundkenntnissen kann man das Buch auch auf dem Sofa liegend lesen, weil die Verfasserin so wunderbar klar und einleuchtend erklärt. Ganz im Gegensatz zu manchen promovierten Physikern, die in ihren populärwissenschaftlichen Darstellungen zwar jede Formel meiden wie der Teufel das Weihwasser, deren Texte aber trotzdem (oder gerade deshalb) schwer verständlich, da unstrukturiert und unmotiviert, daherkommen. Die überaus wahren Worte von Arroyo Camejo dazu: "Dabei stellte ich fest, dass viele Aspekte und Eigenheiten der Quantenphysik unter Zuhilfenahme des mathematischen Formalismus sehr viel verständlicher und übersichtlicher wurden." (S. VII)
Die Kritik der Rezensenten, die einen Stern gegeben haben, beurteile ich als lächerlich. Teilweise greifen sie die Autorin persönlich an oder betonen, sie seien selbst Theoretische Physiker und wüssten alles besser. Daraus spricht für mich nur der Neid, nie selbst ein solch' grandioses Buch verfasst zu haben. Die einzige angeführte sachliche Kritik besteht darin, daß die Autorin angeblich schreibt, das Paradoxon des Doppelspalts sei leicht zu verstehen. Leider konnte ich eine entsprechende Aussage nirgendwo finden; im Gegenteil: sie macht dem Leser immer wieder bewußt, wie merkwürdig dieses Experiment und darüberhinaus die gesamte Quantenphysik ist. Die tatsächlichen Makel (die das Buch trotz allem hat) entgehen dabei den so kritischen Physikern: nämlich
-die Benutzung von Begriffen, die erst später erklärt werden (hier kann man sich aber meist mit dem Sachverzeichnis weiterhelfen),
-die teilweise nicht ganz saubere mathematische Kommentierung (beispielsweise erklärt die Autorin, der Zustand eines zusammengesetzten Systems ergebe sich aus dem Produkt der Einzelzustände: natürlich meint sie, das "Produkt" zweier Zustände ist definiert als der aus den beiden zusammengesetzte Zustand).
Der oft angeführte Makel der Rechtschreibung und Zeichensetzung ist für mich nicht ausschlaggebend. Zwar lassen sich relativ viele Druckfehler finden, jedoch beeinträchtigen sie nicht den Lesefluß. Fehlende Kommata finden sich meistens vor Infinitivkonstruktionen, bei denen es meines Wissens nach neuer Rechtschreibung erlaubt ist, das Komma wegzulassen. Insofern müßte sich dahingehende Kritik eher gegen die dafür verantwortlichen Politiker als gegen das Lektorat, geschweigedenn gegen die Autorin richten.
Insgesamt kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen. Es ist eine Freude, es zu lesen.
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22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. September 2006
Dem interessierten Laien, der nicht gleich vor jeder Formel aus der Schulmathematik zurückschreckt, gibt das Buch einen gelungenen Einblick in diesen Teil der Physik.
Wer mehr will, der findet dies reichlich an anderer Stelle.

Der Stil ist manchmal etwas verbogen und überzogen; dies sei dem jugendlichen Überschwang verziehen.
Die Häufigkeit der Druckfehler muß dem Verlag als bodenlose Schlampigkeit bzw. Unverfrorenheit angerechnet werden.
"Lektor, oh Lektor, wo warst Du nur ? "

Völlig unverständlich bleibt mir, weshalb das Buch nicht als preiswerte Taschenbuchausgabe auf den Markt kam.
Das Wegfallen der drei farbigen Darstellungen, eine überflüssig, eine fehlerhaft, hätte keine nennenswerte Einbuße gebracht, aber vielleicht noch ein paar Leser mehr.
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39 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Februar 2006
Gerne hätte ich den anderen Rezensenten widersprochen, aber leider war es wie vermutet: Ein beeindruckendes Dokument eines sicherlich beachtlichen Talents ist dieses Buch - aber mehr eben nicht. Ihr Mentor und ihr Verlag hätten der Autorin einen großen Gefallen damit getan, sie zum Weitermachen zu ermutigen, aber die Dokumentation ihres eigenen Verständnisprozesses als populärwissenschaftliches Buch zu verkaufen, ist in jeder Hinsicht unredlich. Wer dank seines überdurchschnittlichen Intellekts in jungen Jahren mehr begriffen hat als mancher studierte Physiker, hat leider nicht automatisch das Zeug dazu, dies auch für andere verständlich darzustellen. Und wenn man das, was sich eher wie eine überdimensionierte Facharbeit für den Leistungskurs Physik liest, unbedingt veröffentlichen wollte, dann bitte: ein anständiges Lektorat! Gedrechselte Ausdrücke, hinkende Vergleiche, fehlende Zeichensetzung überall: Das auszumerzen wäre man der Autorin zumindest schuldig gewesen, wenn man sie schon so gnadenlos vermarkten wollte.
Trotz allem: Schlecht ist das Buch (vom Inhalt her) nicht, aber eben leider auch nicht gut - viele andere sind deutlich besser. Und der versprochene Brückenschlag zwischen "nur populärwissenschaftlicher" Literatur und einfachem Lehrbuch war offensichtlich nur ein Marketing-Gag, wie vieles andere. Der Verlag sollte sich eine Runde schämen. Der Autorin allerdings kann man nur viel Erfolg für ihre wissenschaftliche Karriere wünschen - und vielleicht macht sie sich in zehn Jahren nochmal daran, ein Buch für Laien zu schreiben. Aber diesmal bitte mit einem tüchtigen Lektor und kritischeren Testlesern!
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43 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. März 2006
Ich bin sehr tief beeindruckt von dem, was die Autorin bereits in so jungen Jahren geschafft hat. Ich hätte das in meinem Fachgebiet nicht gekonnt! Die Autorin sagte einmal in einem Interview, sie hätte das Buch nur für sich geschrieben. Leider ist das wenig glaubhaft. Warum hat sie es denn dann veröffentlicht? Beim Lesen des Buches fühlte ich mich doch eher an ein Physikskript erinnert, als an ein "spannendes Buch was die Geheimnisse der Quantenwelt verständlich macht". Oft hat man den Eindruck die Autorin beschreibt vielmehr diese Geheimnisse, als dass sie sie erklärt. Zum Welle Teilchen Dualismus heisst es sinngemäß: "es sind weder Teilchen noch Welle". Danke! Jetzt weiß ich ja was ich mir darunter vorstellen muss. Das Buch ist weder schlecht noch sonderlich gut. In diesem Segment gibt es bereits so viele Bücher, die wesentlich fesselnder sind, und von einem Autor geschrieben, dem man stärker anmerkt dass er wirklich verstanden hat was er schreibt. Somit sind die 30 Euro hierfür schlecht angelegt gewesen. Wem es um die Quantenwelt geht und nicht darum, das Buch zu lesen, um welches ein riesiger Zirkus gemacht wird, der sollte es nicht kaufen. Auf der Homepage der Autorin gibt es übrigens ein kostenloses Probekapitel, das lohnt sich erstmal zu lesen, ich habe es aber leider zu spät gefunden.
Schade dass Wissenschaft einmal mehr vom Springer Verlag benutzt wird um Geld mit falschen Versprechen zu machen. Zugpferde sind "junges Mädchen" und "Geheimnisse der Quantenwelt", was man dagegen bekommt ist Mittelmäßigkeit. Das Buch wäre viel besser geworden, hätte die Autorin noch 5 Jahre gewartet und die Reflektionen über die hier nur beschriebene Physik und mehr Originalität mit hinein gepackt. So ist es leider nur ein Buch geworden, was eigentlich keiner braucht.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. September 2008
Selten gehen die Meinungen der Rezensenten so auseinander wie bei diesem Buch - und das hat einen ganz einfachen Grund: Die Gesetze der Quantenpysik sprechen unserem "gesunden Menschenverstand" Hohn. Dies führt zu der im wahrsten Sinne des Wortes "paradoxen" Situation, dass Erklärungen, je exakter sie sind, desto unverständlicher sind. Das ist nun mal kein Kochbuch und keine Bastelanleitung - hier geht es um Dinge, die selbst ein wissenschaftlich gebildeter Leser nicht auf Anhieb begreifen kann. Würden die Forderungen der 1-Stern-Rezensenten erfüllt, dann wäre das Buch unverständlich.

Aber genau da setzt das Buch an: Es schafft die schwierige Gratwanderung, verständlich, aber nicht anspruchslos zu sein. Ich habe schon viele populärwissenschaftliche Bücher gelesen, auch von namhaften Autoren, und sie hinterher enttäuscht zugeklappt. Bei diesem Buch hatte ich zum ersten Mal das Gefühl: Ja, das hat Hand und Fuß! Dieses Buch wird seinem Anspruch voll und ganz gerecht, die Lücke zwischen "wissenschaftlicher" und "populärwissenschaftlicher" Literatur zu schließen.

Und Druckfehler? Ja, die gibt's doch in jedem Buch, vielleicht nicht ganz so häufig. Die haben mich aber nur einmal wirklich gestört, nämlich als Formelindizes falsch wiedergegeben waren. Okay, dann blätterte ich eben kurz zurück, und schon war das Missverständnis beseitigt.

Fazit: Trotz kleiner Fehler hat dieses Buch seine fünf Sterne verdient. Und für den Mut und die Begeisterung der jungen Autorin hätte ich gerne noch einen sechsten Stern vergeben!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Dezember 2008
schade, dass das Buch doch nicht so viel hält, wie es zunächst verspricht.

Aber erstmal der Reihe nach: Die Autorin stellt die richtigen Fragen, genau diejenigen, die die Faszination der Physik ausmachen. Und es ist schon erstaunlich, mit welcher Konsequenz und mit wieviel Mut sie sich an die Erarbeitung von Antworten begibt. Auch ist es ein Armutszeugnis für das Curriculum des typischen Physikstudiums, dass man es aufgegeben hat, diese Fragen offen zu stellen und im Rahmen dessen, was in den fünf Jahren eines Studiums vermittelt werden kann, auch anzugehen.

Nur: Leider legt man dieses Buch ab und hat das schale Gefühl, doch nicht die Tiefe des Verständnisses erlangt zu haben, auf die man in den ersten Kapiteln noch gehofft hat. Noch schlimmer: Irgendwie ist man den Eindruck nicht los, die Autorin hat selbst vieles nur sehr oberflächlich verarbeitet.

Hinzu kommt, dass wohl kaum jemand gegengelesen hat, weder um die Sprache zu glätten, noch um Formeln wie E = mc**2 = pc zu hinterfragen.

Fazit: Ein grosses Lob an die Autorin, aber nicht an den Springer-Verlag.
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