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am 18. Februar 2005
Pünklich zum 100 Todestag Vernes ist sie erschienen: Eine der umfangreichsten je publizierten Verne-Biographien. Wohltuend anders als viele auch international angebotene Biographien baut sie auf die Auswertung von verbürgten Dokumenten auf. Dehs hat nicht nur die Interpretation seiner jahrelangen Forschungsergebnisse, sondern auch viele neue akribisch zusammengetragenen Fakten eingebracht. Sozusagen Wissen aus erster Hand. Das die biographischen Fakten gleichzeitig an einzelnen Büchern des Gesamtwerkes von Verne gespiegelt werden, macht das neue, umfangreiche Buch noch attraktiver.
Nicht unerwähnt dürfen die umfangreichen Anhänge des Buches bleiben: So zeigt die Darstellung der "Akte Gaston Verne" ein schwarzes Kapitel in der Biographie Jules Vernes: Das Attentat seines Neffens am 9. März 1886 auf ihn. Trotz der Nüchternheit der Unterlagen, zu lesen wie ein Krimi. Das basierend auf dem Arbeitsstil von Dehs auch alle Angaben zu den Quellen, umfangreiche Fussnoten, Personenregister und auch weiterführende Literatur gelistet werden, rundet das Buch ab.
Fazit: Eine Fundgrube für alle Freunde des Literaten Jules Verne, gleichzeitig aber auch ein Panoptikum des 19. Jahrhunderts.
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Warum soll man sich heute mit Jules Verne beschäftigen? Verne ist vielen als ein Vater der Science Fiction bekannt, vielleicht weil er zusammen mit H.G. Wells einer der von Hollywood am meisten verarbeiteten Schriftsteller wurde. Vieler seiner Ideen und Geschichten haben die Trivialliteratur des 20. Jahrhunderts geprägt - teils in Werken, die sich direkt auf ihn beziehen (Beispiel: Das echte Logg des Phileas Fogg, die Verfilmungen aus den 60er Jahren, die aktuellen Fernsehfassungen) oder in Werken, die Ideen und Anregungen aus Vernes Werk zugrunde legen (Beispiel: Filme wie I hired a contract killer und Fitzcaraldo, die Motive aus Vernes Büchern verwenden).
Doch Verne ist - wie Dehs in seinem Buch zutreffend erklärt - deutlich mehr, seinen Büchern liegt auch ein ausformuliertes, technik-kritisches, humanistisches und oft auch christlich-katholisches Weltbild zugrunde. Erst dieses lässt einen verstehen, warum sich Geschichten in eine bestimmte Richtung entwickeln und Personen auf eine bestimmte Weise handeln. Insgesamt ergibt sich das Bild eines disziplinierten Künstlers, der seinem Werk eher den Gedanken von außergewöhnlichen Reisen als den der Zukunftsprognose zugrunde gelegt hat.
Mit viel Disziplin ist auch Dehs beim Schreiben der Biographie zu Werke gegangen. Das Buch macht einen ausgereiften, sehr gut recherchierten Eindruck. Er gibt dabei nicht nur die Schulmeinung wieder, sondern geht auch auf gängige Theorien zu Verne ein und diskutiert diese.
Was mich jedoch stört (und damit Stern 5 kostet) ist die nur locker chronologisch aufgebaute Gliederung von Themenbereichen, die oft dazu führt, dass die historische Entwicklung der Persönlichkeit nicht sichtbar wird. So wird die Theorie eines Mißbrauches in Vernes Jugend erst weit hinten im Buch bei einer möglichen, literarischen Verarbeitung des Themas diskutiert, obwohl der Vorfall wohl weitere biographische Besonderheiten erkläten könnte. Dagegen wird der Roman "Die Gestrandeten" inhaltlich erst kritisiert, dann wird mehrere Kapitel später erst auf die Umarbeitung durch seinen Sohn eingegangen. Auch hier hakte es bei mir bei der flüssigen Lektüre.
Dennoch: Ein Standardwerk und eine große Motivation sich nochmals als Erwachsener in das Werk einzuarbeiten.
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am 26. August 2008
Volker Dehs gibt sich in der vorliegenden Biographie viel Mühe auf 130 Seiten das Leben von Jules Verne umfassend zu behandeln. Herausgekommen ist dabei ein sehr kurzweiliges Buch, gespickt mit vielen Abbildungen, die das Lesen noch mehr erleichtern. Nach der Lektüre vieler recht trockender Biographien ist dieses Buch eine Erholung, da es sehr flüssig zu lesen ist.
Mit dem Hinweis auf neuere Jules-Verne-Forschungen aus den 80er Jahren wird sein Leben und Werk nicht nur in den Himmel gelobt, sondern teilweise auch kritisch dargestellt. Die Tatsache, dass Jules Verne nicht nur ein beliebter Schriftsteller, sondern eben auch (wie zu seiner Zeit in seinen Kreisen fast üblich) Antisemit und Gegner der Emanzipation war, wird nicht unter den Teppich gekehrt, sondern offen diskutiert.
Der einzige Nachteil, den ich in der Biographie erkenne ist, dass die Werke von Jules Verne dem Leser bereits bekannt sein sollten. Wenn man (wie ich) nur seine bekannteren Werke wie "20 000 Meilen unter dem Meer", "Der Kurier des Zaren" oder "Reise um die Welt in 80 Tagen" gelesen hat, fällt es schwer die Fülle an anderen Werken, die im Buch nur kurz angesprochen werden, einzuordnen. Kleinere Inhaltsangaben zu einigen Büchern wären hier sehr sinnvoll, da nicht jeder Jules Verne-Fan auch "Der grüne Strahl" oder "Die Jangada" gelesen hat.
Insgesamt ist das Buch kurzweilig und informativ geschrieben und jedem zu empfehlen, der sich einen Überblick über Jules Vernes Leben und auch das politische und soziale Milieu, in dem er lebte, machen möchte.
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am 26. September 2005
Die bereits in den 80er Jahren erarbeitete Biographie gibt ein Überblick über die Entwicklung Jules Vernes vom Juristen zum Schriftsteller, wobei die Themenkreise angerissen, aber nicht erschöpfend behandelt werden. Dies würde auch das Format der Publikation sprengen. Ergänzt wird das Buch durch einen Überblick des Gesamtschaffens, einer umfassenden Bibliographie und anderen nützlichen Hinweisen. In der 2005er Auflage wurde das Buch aktualisiert und gehört damit wieder zu den gängigen Standardwerken zum Thema "Verne". Vergleiche mit dem 2005 erschienenen Buch "Jules Verne - eine kritische Biographie" (ISBN: 3538072086) vom gleichen Autor sind nicht zulässig. Wenn man die letztgenannte umfangreiche Biographie (ISBN: 3538072086) mit der RoRoRo-Ausgabe (ISBN: 3499503581) vergleicht, hieße dies, ein 20bändiges Lexikon mit einem einbändigen zu vergleichen. Aussagen über "Geld gespart", wenn man die TB-Ausgabe kauft sind daher irreführend, weil sich die Bücher Dehs nicht vergleichen lassen.
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am 21. Mai 2014
Wie gewohnt bieten die Rowohlt Monographien einen kompakten, informativen Einblick in das Leben des Mannes der angeblich die Zukunft erfand (Franz Born 1960). Aber wahr Jules Verne tatsächlich jener naive Technikgläubige, als der er in vielen Kurzbiographien erscheint? Wohl eher nicht, wird man sagen wenn man diese Monogroaphie gelesen hat. Vielmehr wahr Verne als konservativer Royalist Zeit seines Lebens dem technischen Fortschritt gegenüber eher skeptisch eingestellt. Viele seiner Romane wären deutlich düsterer ausgefallen, wenn nicht sein Verleger Jules Hetzel eingegriffen hätte. Wer einen Blick hinter die Klischees werfen möchte, die mit dem Namen Jules Verne verbunden sind, dem kann diese Monographie nur wärmstens emphohlen werden.
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