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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Irren ist menschlich
„Der große Irrtum - wo die Wissenschaft sich täuschte"
Ob es um die Entdeckung des so genannten Mörderchromosoms geht oder um die vermeintlichen Gedächtnismoleküle, um das geheimnisvolle Polywasser oder den umstrittenen Ätherwind - die Liste der Irrtümer in Wissenschaft und Forschung ist lang. Und es ist erstaunlich, wie...
Veröffentlicht am 19. November 2004 von sigrid zamani

versus
4 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Belanglose subjektive Aneinandereihung von Annekdoten
Oh je, das Paradepferd des Skeptikers hat sich in seiner sehr subjektiven Sicht der Wissenschaft angenommen. Man könnte unter Betrachtung der Wissenschaftsgeschichte auch zu dem Schluß kommen, dass die Boniertheit des jeweils vorherrschenden Maistreams ale Neuerungen so lange verhindert hat, wie es ÜBERHAUPT möglich war. Zankl schreibt jedoch ein...
Veröffentlicht am 25. August 2007 von D.M Turner


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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Irren ist menschlich, 19. November 2004
„Der große Irrtum - wo die Wissenschaft sich täuschte"
Ob es um die Entdeckung des so genannten Mörderchromosoms geht oder um die vermeintlichen Gedächtnismoleküle, um das geheimnisvolle Polywasser oder den umstrittenen Ätherwind - die Liste der Irrtümer in Wissenschaft und Forschung ist lang. Und es ist erstaunlich, wie zäh und langlebig sie oft sind. Beispiele gibt es aus nahezu allen Bereichen, von der Archäologie und Geschichte über Anthropologie und Psychologie, Medizin und Biologie bis hin zur Chemie und Physik. Wie es zu diesen Irrtümern kam, welche Folgen sich daraus ergaben und wie sie schließlich als Irrtümer enttarnt wurden, das ist ein spannendes Stück Wissenschaftsgeschichte, detailliert recherchiert, kenntnisreich und unterhaltsam geschrieben von Heinrich Zankl, Professor für Humanbiologie an der TU Kaiserslautern und Autor mehrerer Sach- und populärwissenschaftlicher Bücher. „Irren ist menschlich" - heißt es in der Einleitung und aus dieser Perspektive heraus werden auch die einzelnen Fälle geschildert, ohne erhobenen Zeigefinger und ohne Zorn und Eifer. Deshalb wird man es auch dem Autor nicht verübeln, dass auch dieses Buch nicht gegen Irrtümer gefeit ist: So braucht das Licht von der Sonne zur Erde nicht 8 Sekunden, wie es in dem Kapitel über Gravitationswellen irrtümlich heißt - sondern rund 8 Minuten. Aber das Lesevergnügen wird dadurch nicht beeinträchtigt. Es ist ein Buch, so recht zum Schmökern, zum Herauspicken einzelner Fälle, die einem sofort ins Auge springen, weil man sich für das angesprochene Thema interessiert. Aber man bereut es auch nie, wenn man sich auf unbekanntes Terrain hat locken lassen, denn der Autor versteht es scheinbar mühelos, auch komplizierte Sachverhalte dem Laien anschaulich und dennoch seriös zu vermitteln. Kritisch in der Einstellung, sachlich in der Erörterung der Fakten, amüsant in der Darstellung - kurz: eine informatives und interessantes Buch, dessen Lektüre man sich gönnen sollte. Und sei es nur, um endlich ganz genau zu wissen, weshalb Spinat doch nicht so gesund ist, wie uns unsere Mütter glauben machen wollten und weshalb die meisten Diäten eher schaden als nutzen.
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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannende und unterhaltsame Kurzgeschichten, 26. September 2004
Wer sich für die Irrtümer interessiert, die Wissenschaftlern bei der Beurteilung der Qumran-Rollen, der Bestimmung des Idealgewichtes des Menschen, der Entwicklung der Probiotika oder bei der Erforschung von Gravitationswellen unterlaufen sind, der sollte dieses auch Laien verständliche Buch von Heinrich Zankl unbedingt lesen. Trotz seines Schwerpunktes als Humangenetiker ist es ihm gelungen, in unterhaltsam und spannend dargebotenen Kurzgeschichten Irrtümer in vielen Wissenschaftsgebieten, wie der Pharmakologie, Biologie, Psychologie, Chemie, Physik oder Archäologie, darzustellen - ohne dass er den Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Zankl zeigt sowohl an älteren als auch an neuen Beispielen auf, dass keine Wissenschaft gefeit ist vor fehlerhaften Theorien und dass es für manch findigen Wissenschaftler schwer wird, seine neue Theorie gegen die Jahre lang herrschende Lehrmeinung zu behaupten. Dabei erhebt Zankl nie den moralischen Zeigefinger, sondern würdigt sachlich auch eventuelle Verdienste der Forscher. Ein ausführliches Sachregister und Literaturverzeichnis, in dem das Lektorat leider ein paar fehlerhafte Internetlinks übersehen hat, runden dieses Buch ab.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Irrtümer und wechselnde Erklärungsversuche, 11. März 2007
Wenn Marco Polo angeblich aus China berichtete, das er selber wohl nie gesehen hat, oder Heinrich Schliemann die Phantasie durchgegangen ist, so mag sich im Laufe der Zeit der eine als Schwindler herausstellen, der andere als Phantast. Gravierende Auswirkungen hatte es nicht. Wenn aber Nebenwirkungen bei Medikamenten nicht rechtzeitig erkannt werden, oder in statistischen Studien zwar die Zahlen stimmen, aber falsche Schlüsse in Bezug auf die Ursachen gezogen werden, kann dies verheerende Folgen haben.

Der Autor Heinrich Zankl, zuletzt Professor für Humanbiologie an der Universität Kaiserslautern, ist Träger der Heinrich-Bechold-Medaille für Wissenschaftsjournalismus. Er beschreibt anschaulich und allgemein verständlich, aus welchen Gründen frühere Annahmen sich als Irrtum herausstellten und heute nicht mehr zu halten sind. Das Buch illustriert, warum wir auch bei "sensationellen" Erkenntnissen aus der Wissenschaft die Kirche im Dorf lassen sollten. Begegnen wir Neuigkeiten mit gesunder Skepsis - aber nicht mit genereller Ablehnung!

Exemplarische Irrtümer

hat Heinrich Zankl aus verschiedenen Wissenschaftsbereichen zusammengetragen, von der Archäologie über Geschichte, Psychologie, Medizin, Biologie oder Umwelt bis zu den "exakten" Wissenschaften Chemie und Physik. Irrtümer können die verschiedensten Ursachen haben. Nicht selten verstellen vorgefasste Meinungen den Blick auf alternative Erklärungen. Erste Untersuchungen ergeben zufällig ein falsches Bild, weil die Anzahl der Versuche oder Studienobjekte zu gering war. Oder, Ursachen für statistische Korrelationen werden falsch interpretiert: Die Abnahme der Geburtenzahl bei gleichzeitiger Abnahme der Storchennester in Großstädten belegt eben nicht, dass Störche die Babies bringen, auch wenn die Zahlen selbst eindeutig sind. Dasselbe gilt auch, so wird an einem Beispiel gezeigt, für Korrelationen, wonach es in der Umgebung mancher Kernkraftwerke vermehrt zu Leukämien bei Kindern kommt. Die Zahlen sind Fakten. Aber sie geben keine Auskunft darüber, was die Ursachen sind. Das wird dann besonders problematisch, wenn falsche Annahmen verfolgt und dadurch die Aufklärung der wirklichen Ursache verzögert wird. Katastrophal sind Langzeitschäden durch Medikamente, da diese erst nach Jahren auftreten und durch klinische Studien schwer zu erfassen sind (wie lange soll man eine Studie laufen lassen und dabei anderen Patienten das möglicherweise geeignete Medikament vorenthalten?).

Nicht immer sind die Wissenschaftler oder Ärzte daran schuld, dass Irrtümern verbreitet werden oder nicht auszurotten sind. So hatten Wissenschaftler anfangs vermutet, dass die Chromosomenanomalie XYY bei Männern zu gewalttätigem Verhalten führen könnte. Gegen diese Korrelation wurden im Laufe der Zeit Bedenken geäußert. Als aber bekannt wurde, dass ein Massenmörder zufälligerweise diese Anomalie besaß, hat die Boulevard-Presse das "Mörderchromosom" in die Welt gesetzt. Wir gehen heute davon aus, dass Gewalttätigkeit wohl eher mit der oft geringeren Intelligenz bei XYY-Trägern zusammen hängt. Unter ungünstigen sozialen Umständen können solche Männer straffällig werden. In der Regel aber leben XYY-Männer vollständig unauffällig.

Wechsel der Erklärungsversuche gehört zum Wesen einer Wissenschaft

Manche der im Buch geschilderten Beispiele zeigen das ganz normale Voranschreiten wissenschaftlicher Erkenntnisse. So wurden Theorien entworfen, die bestimmte Beobachtungen erklären konnten, wie beispielsweise die im Buch erwähnte Phlogistontheorie. Nach dieser Theorie enthalten brennbare Stoffe das Gas "Phlogiston", das bei der Verbrennung entweicht. Dadurch würde der Stoff (Kohle) durch Verbrennung leichter. Diese Theorie konnte einige der Beobachtungen bei Verbrennungsprozessen erklären. Durch die eindeutige Beschreibung dieser Theorie konnte aber auch ihre Schwäche nachgewiesen werden. Die Phlogistontheorie wurde durch die Vorstellung ersetzt, dass der Verbrennungsvorgang durch die Verbindung des brennbaren Stoffes mit Sauerstoff (Oxidation) passiert und Materie durch Rauchbildung entweicht.

Alte Beobachtungen mit einem neuen wissenschaftlichen Konzept zu erklären entspricht dem, was Thomas S. Kuhn in "Die Strukturen wissenschaftlicher Revolutionen" mit dem berühmt gewordenen Terminus "Paradigmenwechsel" bezeichnet hat. Dieser Paradigmenwechsel ist wesentlich für den Fortschritt in der Wissenschaft. Die Unterscheidung zwischen schlecht ausgeführter Wissenschaft (oder Schwindelei) und dem für Wissenschaften typischen Wechsel der Erklärungsversuche (Paradigmen) fehlt mir in diesem Buch. Und so bleibt es leider nur bei einer Sammlung von Anekdoten. Diese sind jedoch durchaus lesenswert.
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4 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Belanglose subjektive Aneinandereihung von Annekdoten, 25. August 2007
Oh je, das Paradepferd des Skeptikers hat sich in seiner sehr subjektiven Sicht der Wissenschaft angenommen. Man könnte unter Betrachtung der Wissenschaftsgeschichte auch zu dem Schluß kommen, dass die Boniertheit des jeweils vorherrschenden Maistreams ale Neuerungen so lange verhindert hat, wie es ÜBERHAUPT möglich war. Zankl schreibt jedoch ein Loblied auf das EN VOGUE der Wissenschaft und warnt vor allen Neuerungen an ein paar exemplarischen Beispielen. Er hat jahrelang den Biophotonenpionier Fritz Alber Popp (natürlich anonym) verunglimpft, den er auch in seinem Buch extrem einseitig durch den Kakao zieht. Das ist nicht Wissenschaft, nicht Ratio, sondern reine Emotion, verletztes Ego, das sich seine Argumente beliebig zusammenklaubt, um seine Thesen zu rechtfertigen.
Wissenschaft heißt aber Unvoreingenommenheit - Prüfung des Vorhandenen aus vielen Blickwinkel - und dann eine Meinung bilden.
Ist hier leider nicht gelungen.
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Der große Irrtum: Wo die Wissenschaft sich täuschte
Der große Irrtum: Wo die Wissenschaft sich täuschte von Heinrich Zankl (Gebundene Ausgabe - 1. Juni 2010)
Gebraucht & neu ab: EUR 8,46
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