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am 20. September 2012
Thomas Merton:
Christliche Kontemplation.
Ein radikaler Weg der Gottessuche

Warum habe ich das Buch gelesen?

Als ich mich intensiver mit christlicher Literatur auseinandergesetzt habe, da begegnete mir immer wieder der Name Thomas Merton. Er gilt in christlichen Kreisen als ein bedeutender Autor.
Mir war er bis dato unbekannt gewesen aber wenn seinem Werk einige Bedeutung zugesprochen wird, dann wollte ich natürlich mitreden können.
Das hieß, ich musste mir das eine oder andere Werk besorgen.

Mein erster Fund war oben genannter Artikel.
Den habe ich wegen des Untertitels gewählt. Ich sah mich nämlich zu diesem Zeitpunkt auf einem für meine Sehnsucht zu laschem Weg.
Gut, ich betete täglich, ich las in der Bibel und ich las andere christliche Literatur, aber das Alles genüge mir irgendwie nicht mehr so recht.
Also wollte ich es etwas radikaler haben.
Dazu passte der Titel haargenau.

Was hat mir das Buch gegeben?

Eine ganze Menge Stoff zum Nachdenken.
Anbei mal eine kleine Auswahl der Notizen, die ich mir gemacht habe.

> Kontemplation ist ein Geschenk Gottes. Das heißt, ich kann sie nicht durch bestimmte Tricks oder ewig langes Üben herstellen.

> Für Merton ist Kontemplation genau das nicht, was vielerorts heute darunter verstanden wird:
Eine Entspannungsmethode oder auch religiöse Verzückung, innere Wonne oder gar Ekstase.

> Merton versteht unter Kontemplation eine totale Absage an alle Anhänglichkeiten, eben auch an diejenige, die Kontemplation erreichen will.
Nach seinem Verständnis besteht die Erfüllung der Schau Gottes darin, dass man Gott immer weniger wahrnimmt und sich im Dunkeln wähnt.
Diese dunkle Nacht ist nicht Scheitern von Kontemplation, sondern eben ihre Erfüllung.

> Der Verzicht auf die nichtige Sorge um die Angelegenheiten der Mitmenschen. Am besten schenken wir den Eigenarten der Mitmenschen überhaupt keine Aufmerksamkeit mehr.
Die Kunst dabei ist dennoch in der Nächstenliebe zu bleiben.
Aber auch der Andere ist in Gottes Hand, deren Halt wir weder herstellen, noch wahrhaftig erkennen können.
Ich könnte schreiben über schreiben, soviel Stoff hat das Buch mir geboten.
Es ging sogar so weit, dass ich mir den ein oder anderen Satz auf Karteikarten geschrieben habe, um diesen über mehrere Tage vor Augen zu haben und damit schwanger zu gehen, bis hin zum Versuch manches umzusetzen.
Dabei bemerkt man ziemlich schnell, dass es wahrlich ein radikaler Weg ist, der einen unglaublich herausfordert.
Auch das war eine 'mächtige' Erfahrung, die mir das Buch im nachhinein geschenkt hat.

Deshalb mein Vorschlag:
Unbedingt lesen!

Lieben Gruß
Die NachdenkerIn
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am 5. Dezember 2012
Da ich nicht zu den Katholiken zähle, haben mich die vielen einschlägigen theologischen Begriffe zunächst irritiert.
Doch bald zogen mich Merton`s klare Worte mehr und mehr in die Tiefe.

Es geht hier wirklich um einen radikalen Weg. Das bedeutet: ein Sich-lösen von dem Wunsch, durch irgendeine Technik, gleich
welcher religiöser Tradition sie entstammen mag, Gott zu finden. So kann auch Kontemplation nicht einfach "geübt" werden, sie
ist vielmehr ein Zustand - ein Geschenk, die man nicht selbst erreichen kann. Für mich bedeutet "Radi-kal" aber auch: zur Wurzel führend - also zum "Urgrund". Der Autor desillusioniert schon gehörig. Das ist schmerzlich, aber wertvoll.
Zeile für Zeile des modernen Mystikers Merton auf sich wirken zu lassen, in seiner klaren, schönen Sprache, kann die "Seele" ansprechen, jenseits des Verstandes.

Wer konkrete Meditationsanleitungen sucht, findet in diesem Buch kaum Hinweise. Lediglich über "Stille" schreibt der Autor.
In diesem Buch wird deutlich, dass sich Thomas Merton auch mit ZEN auseinandergesetzt hat. Das macht es für mich besonders
interessant, obwohl er, seiner christlichen Gesinnung folgend, nicht explizit darauf eingeht.

Fazit: Wer sich mit ZEN beschäfftigt, oder aber auch mit Advaita, kann hier Antworten aus dem Christentum finden. Es sei denn, die Widerstände gegen Theologie bzw. die "christliche Wortwahl" verhindern ein Sich-Einlassen auf dieses Werk. Wobei anzumerken ist, dass durch dieses Buch, einige Begriffe oder selbst das Leben und die Person Jesus Christus eine erweiterte Bedeutung erhalten. Doch auch Christen, die mehr im Glauben suchen, als sie im wöchentlichen Gottesdienst erfahren können, lege ich das Buch ans Herz.

Mir persönlich ermöglicht es ein neues Begreifen des Glaubens unseres Kulturkreises jenseits von Dogmen und Enge, eine Verbindung von West und Ost (wo nie eine Trennung gewesen sein kann, wenn wir hinter die jeweiligen Worte, Bilder und Rituale schauen).

Interessante Literatur dazu: von Alan Watts oder Pater Willigis Jäger, sowie das "Gebet der Ruhe" (Teresa von Avila)
z.B. von Peter Dyckhoff

Zuletzt möchte ich dem Übersetzer für die gelungene, zeitgemäße Arbeit danken ! Und ebenso dem Verlag, der dieses Buch wieder zugänglich gemacht hat.
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am 1. Mai 2013
Thomas Merton habe ich für mich neu entdeckt. Alle reden von Kontemplation, aber eine echte Antwort WAS Kontemplation nun eigentlich wirklich bedeutet und wie man tiefer in die Materie eindringt, habe ich nicht bekommen. Gut, man kennt Johannes vom Kreuz, Th. v. Avila und all die anderen einschlägigen Mystiker ... Also machte ich mich auf die Suche nach. Merton zeigt auf was Kontemplation eigentlich wirklich bedeutet und das in verständlicher Art und Weise. Für Katholiken die mehr suchen, ist dieses Buch ein muss.
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am 12. Januar 2011
Der 1968 gestorbene katholische Priester und Trappistenmönch Thoma Merton war einer der bedeutendsten Mystiker des 20.Jahrhunderts, dessen Leben und Schriften auch nach seinem Tod viele Generationen von Gottsuchern beeinflusst und geprägt haben. Vielen haben sich auf ihn bezogen, Ernesto Cardenal und Dorothee Sölle zum Beispiel, später dann auch Richard Rohr (vgl. hierzu dessen Buch "Pure Präsen", Claudius 2010)

Immer wieder war sein zentraler Text wichtig, das schon 1961 zum ersten Mal erschienene und hier in einer wichtigen Neuübersetzung von Bernadin Schellenberger vorliegende Buch "Christliche Kontemplation", in dem er einen "radikalen Weg der Gottessuche" unternahm und aufzeigte.

Es ist gut, dass dieses wichtige Werk neu übersetzt wurde und nun zum ersten Mal seit langer Zeit wieder im Buchhandel erhältlich ist. Zeitgenössischen Gottsuchern ermöglicht die Arbeit von Bernadin Schellenberger, selbst Trappistenmönch wie Merton einen völlig neuen Zugang zu einem zentralen Texte der neuzeitlichen Mystik, auf den sich alle, die nach ihm kamen bezogen haben.
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am 17. April 2013
Danke diesem Mann für seine Bereitschaft, uns ein Stück auf seinem Weg mitgenommen zu haben. Seine Demut und Fähigkeit zum nondualen Denken hat mich tief beeindruckt und mich darin bestärkt, meine Gottessuche fortzusetzen.
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am 11. Januar 2014
wenn man sich für mystik interessiert, ist es ein gutes Buch, man braucht allerdings viel Zeit. Schade das nicht mehr Menschen so etwas lesen.
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am 19. Juli 2016
Sehr schwer nachzuvollziehen: vielleicht muß ich erst nochmal auf die Welt kommen um dem allem folgen zu können; schwere Kost.
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