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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen exzellentes Standardwerk zur Thematik
Vor dem Hintergrund der Debatten um „Vergangenheitsbewältigung", der Selbstmordanschläge im Kontext des „Nahost-Konflikts" sowie neuer Nationalismen mehren sich in Forschung, Politik und Öffentlichkeit Beiträge und Arbeiten, welche der Frage nach einem „neuen" Antisemitismus in Deutschland und Europa nachgehen.
Die bereits in der...
Veröffentlicht am 11. Oktober 2005 von koch-matthias

versus
6 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Mit Vorsicht zu genießen
Der Schreiber ist nicht unumstritten und auch die hier offenbar von nur zwei verschiedenen Personen veröffentlichten vier Jubelrezensionen sollten den Betrachter zumindest zu kritischer Betrachtung ermuntern. Als von dem Schreiber -falsch/entstellt- zitierter und durchaus in ein falsches Lager gerückte Autorin anderer Werke wundere ich mich, was als...
Veröffentlicht am 9. Dezember 2007 von Sonnenschein


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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen exzellentes Standardwerk zur Thematik, 11. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Demokratie und Judenbild. Antisemitismus in der politischen Kultur der Bundesrepublik Deutschland (Taschenbuch)
Vor dem Hintergrund der Debatten um „Vergangenheitsbewältigung", der Selbstmordanschläge im Kontext des „Nahost-Konflikts" sowie neuer Nationalismen mehren sich in Forschung, Politik und Öffentlichkeit Beiträge und Arbeiten, welche der Frage nach einem „neuen" Antisemitismus in Deutschland und Europa nachgehen.
Die bereits in der 2. Auflage vorliegende Monographie „Demokratie und Judenbild" von Lars Rensmann, Politikwissenschaftler an der Freien Universität Berlin und der Yale University, markiert zur wissenschaftlichen Diskussion um Relevanz, Mobilisierungschancen und Gelegenheitsstrukturen des Antisemitismus in der politischen Kultur hierbei den nüchternen wissenschaftlich-theoretischen Referenzpunkt, an dem sich bisherige und folgende Untersuchungen zum Thema zu messen haben.
In den Blick genommen werden besonders zentrale politische Akteure der extremen Rechten und Linken, aber auch Diskurse über Antisemitismus in der politischen Öffentlichkeit und demokratische und institutionelle Reaktionsbildungen. Auf Basis einer umfangreichen Daten- und Quellenlage zu den jüngsten vergangenheitspolitischen Kontroversen, den Konflikten um öffentlichen Antisemitismus (Walser-Debatte 1998, Möllemann-Eklat 2002) sowie zu neuen judenfeindlichen Mobilisierungen in der extremen Rechten und Teilen der Linken, gelingt dem Autor eine profunde qualitativ-empirische Analyse, die zudem auf quantitative Forschungsergebnisse zurückgreift. Theoretisch orientiert sich der Autor bei seiner Analyse am begrifflichen und theoretischen Repertoire der Antisemitismus-Forschung der Frankfurter Schule und kann deren analytische Bedeutung für die sozial- und politikwissenschaftliche Vorurteils- und Konfliktforschung unterstreichen. Gleichzeitig entwickelt er ein neues theoretisches Framing zur Erforschung der politischen Kultur im Allgemeinen und zu Nationalismus und Antisemitismus im Besonderen, das er unter umfassender Berücksichtigung bisheriger politik- und sozialwissenschaftlicher Ansätze auf ein neues wissenschaftliches Fundament stellt.
Neben dem überzeugenden - weil durchgehend kritisch erörterten - theoretischen Teil leistet der Autor bei der begrifflichen Herleitung seines Gegenstandes, dem Antisemitismus, Beachtliches. Auf über 70 Seiten werden theoretische Modelle zum und Ausprägungen und Typen des Antisemitismus expliziert, sowie Differenzen und Parallelen aufgezeigt. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Mobilisierungschancen des Antisemitismus im Zeitalter der Globalisierung leicht erhöht haben.
Das Buch von Lars Rensmann ist somit nicht nur politisch Interessierten mit Vorwissen empfohlen, sondern lässt auch einen exzellenten Einstieg in das Thema zu und kann auch als Grundlage für die politische Bildungsarbeit dienen. Der Band setzt den oft emotionalisierten und ideologisierten politischen Debatten eine sachliche, fundierte und differenzierte wissenschaftliche Analyse entgegen, die am Ende normativ sowohl vor Desensibilisierung als auch vor Alarmismus warnt. Dies wird wohl leider nicht verhindern, dass sich ideologisierte Personen, die beim Thema gleich „Manipulationen" wittern, durch die wissenschaftlichen Befunde und schon die bloße Auseinandersetzung mit Vergangenheitsbewältigung und neuem Antisemitismus belästigt fühlen werden.
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17 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartige Studie zum Thema Judenbild in Deutschland, 2. Juli 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Demokratie und Judenbild. Antisemitismus in der politischen Kultur der Bundesrepublik Deutschland (Taschenbuch)
Ein außergewöhnlich gutes, wichtiges und aktuelles Buch! Es verdient das höchste Lob, denn: "Demokratie und Judenbild" von Lars Rensmann ist nicht nur eine beeindruckend materialreiche und präzise Studie über antisemitische Tendenzen in den verschiedenen gesellschaftlichen und kulturellen Schichten der Bundesrepublik Deutschland, sondern auch eine auf hohem Niveau theoretische Durchdringung der beobachteten Phänomene mit einem Erklärungspotential, dass auch in der Zukunft nicht unbedeutend seien wird. Kurz: das Buch ist einer der selten gelungenen Versuche einer fruchtbaren Zusammenführung von redlicher empirischer Wissenschaft und anspruchsvoller Kritischer Theorie.
Anhand einer aufwendigen und gründlichen Recherche von öffentlichen Debatten (u.a.Goldhagen, Walser,Möllemann) Bundestagsreden, Zeitungs-/Zeitschriftenartikeln und Leserbriefen kann der Autor nachweisen, dass judenfeindliche Stereotype nicht nur am rechten Rand der Gesellschaft, sondern leider auch in ihrer Mitte und sogar bei linken und linksradikalen Gruppen virulent bzw. leicht mobilisierbar sind. Dabei wird noch einmal deutlich, dass antisemitische Vorurteile mit den tatsächlichen Juden, den lebendigen Menschen, nichts zu tun haben, sondern vielmehr vom Projektionsbedürfnis und einer lädierten Erfahrungsfähigkeit der Trägers solcher Vorurteile zeugen. Als zentrales Motiv dieser Mechanismen kann in der bundesrepublikanischen Gesellschaft eine auch heute noch, 60 Jahre nach dem Holocaust, uneingestandene Schuld- und Erinnerungsabwehr analysiert werden. Darüber hinaus wird plausibel der Nexus von antidemokratischen und antiaufklärerischen Motiven, Autoritätsgebundenheit und Judenfeindlichkeit aufgezeigt und mit Bezügen zu den Schriften von Sigmund Freud, Theodor W.Adorno, Max Horkheimer u.A. theoretisch fundiert.
Ebenfalls sehr löblich an der Studie ist, dass sie sich dem bisher von der wissenschaftlichen Forschung geradezu sträflich vernachlässigten Gebiet antisemitischer (Unter)Strömungen in der deutschen Linken zuwendet und auch hier viel empirisches Material und eine brillante Analyse aufweisen kann. Denn gerade dort, wo der Kampf für eine repressionsfreie und humane Gesellschaft plakativ auf den Fahnen steht, kann der z.B. in einem Staatsritik-gegen-Israel-Mäntelchen verhüllte Antisemitismus und deren antimodernen und reaktionäre Gewalt fördernden Implikate, da blind und unerkannt, besonders penetrant und gefährlich sein.
Auch können die Erkenntnisse und Überlegungen des Buches durchaus Anstoß geben, eine elaborierte Perspektive bezüglich des brutalen Antisemitismus innerhalb des islamistischen Terrorismus zu entwickeln (ist letzteres auch nicht Gegenstand der Studie). Denn um diesem mörderischen Phänomen tatsächlich zu Leibe rücken zu können, anstatt sich in redundanten Alltagsplattitüden zu verfangen, wird man neben einer noch ausstehenden empirischen Forschung auf gut reflektierte Theorien nicht verzichten könne.
Insgesamt ist das Buch fraglos die wichtigste aktuelle Studie zum Thema Antisemitismus in Deutschland- für den Leser ist die allemal ein Gewinn, denn über das Inhaltliche hinause schult die Lektüre die eigene Sensibilität und Aufmerksamkeit - und für den kritischen und eine humane Gesellschaft herbeisehnenden Zeitgenossen ist sie geradezu ein Muss.
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10 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Bundeszentrale für Politische Bildung zu empfehlen, 14. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Demokratie und Judenbild. Antisemitismus in der politischen Kultur der Bundesrepublik Deutschland (Taschenbuch)
"Demokratie und Judenbild" ist die mit Abstand beste Studie zum Antisemitismus in der BRD. Lars Rensmann hat nicht nur eine beeindruckende Quantität an Quellen zusammengetragen. Er hat selbige auch einer scharfsinnigen und theoretisch fundierten Untersuchung unterzogen. Vor allem durch die Analyse öffentlicher Diskurse macht er einerseits deutlich, daß Antisemitismus keineswegs ausschließlich ein Phänomen der politischen Ränder ist, sondern vielmehr weit in die sogenannte Mitte der Gesellschaft hineinragt; andererseits legt Rensmann nachvollziehbar dar, daß die Gelegenheitsstrukturen für die politische Mobilisierung antisemitischer Ressentiments entgegen der häufig postulierten These eines linearen Lernprozesses in den letzten Jahren günstiger geworden sind. Trotz anspruchsvoller theoretischer Teile und eines innovativen Forschungsansatzes ist das Buch aufgrund seiner sehr differenzierten und wissenschaftlichen Argumentation vor allem für die politische Bildung zu empfehlen. Hoffentlich erscheint es demnächst bei der Bundeszentrale für Politische Bildung. Dies würde diese beindruckend sachliche und umfassende Studie zugleich erschwinglicher machen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine der wichtigsten Studien zum zeitgenössischen Antisemitismus und zur politischen Kulturforschung, 3. Juni 2009
Von 
Ulrike Becker (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Demokratie und Judenbild. Antisemitismus in der politischen Kultur der Bundesrepublik Deutschland (Taschenbuch)
Mit "Demokratie und Judenbild" hat Lars Rensmann eine der wichtigsten Studien zum zeitgenössischen Antisemitismus in Deutschland vorgelegt. Rensmann legt dar, wie sehr Antisemitismus als Problem und Gegenstand der politischen Kultur der Bundesrepublik auf der politischen Tagesordnung steht. Die Frage der "Bewältigung", Verarbeitung und Bekämpfung von Antisemitismus berührt deshalb zentrale Fragen des Selbstverständnisses der Bundesrepublik und ihrer demokratischen politischen Kultur. Ziel der Studie ist es, die Ursachen und Motive des Antisemitismus sowie ihre Ermöglichungsbedingungen und politischen wie diskursiven Gelegenheitsstrukturen zu untersuchen. Rensmann diskutiert die divergierenden theoretischen Zugänge zur Deutung des Antisemitismus und entwickelt neue, theoretische Erklärungsmodelle für eine politisch-psychologische und gesellschaftstheoretisch fundierte politische Kulturforschung zum Antisemitismus. Auf dieser Basis werden die politischen Mobilisierungsversuche der extremen und populistischen Rechten wie der radikalen Linken untersucht, die sich auf Antisemitismus stützen; ebenso aber auch Akteure, die aus der Mitte der Gesellschaft heraus handeln und antisemitische Judenbilder mobilisieren. Insbesondere werden öffentlich-politische Debatten über Antisemitismus und die Bearbeitung der NS-Vergangenheit, in deren Kontext Judenfeindlichkeit hervortritt zum Gegenstand der Analyse. Die Studie macht insbesondere deutlich, dass der Handlungsspielraum von antisemitischen Gesellschaftsdeutungen in hohem Maße abhängig ist von der öffentlichen Auseinandersetzung mit judenfeindlichen Stereotypen in der politischen Kultur - ob antisemitischen Äußerungen beispielsweise widersprochen und skandalisiert werden oder eben nicht. Insgesamt eine Weg weisende theoretische und empirische Studie zur politischen Kulturforschung, die zudem eine innovative politikwissenschaftliche Methode zur Antisemitismusforschung darstellt. Dazu gehört die Verbindung von Theorie und Empirie; die Begründung einer neuen politischen Kulturforschung durch die Einbeziehung von Diskursanalysen, quantitativen Erhebungen und die Autoritarismusforschung. Die Studie leistet einen wichtigen Beitrag zur politischen Kulturforschung und zur Antisemitismusforschung. Ein "Muss".
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4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen exzellentes Standardwerk zur Thematik, 12. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Demokratie und Judenbild. Antisemitismus in der politischen Kultur der Bundesrepublik Deutschland (Taschenbuch)
Vor dem Hintergrund der Debatten um „Vergangenheitsbewältigung", der Selbstmordanschläge im Kontext des „Nahost-Konflikts" und eines israelfeindlichen Antisemitismus sowie neuer Nationalismen mehren sich in Forschung, Politik und Öffentlichkeit Beiträge und Arbeiten, welche der Frage nach einem „neuen" bzw. „revitalisierten" Antisemitismus in Deutschland und Europa nachgehen.
Die bereits in der 2. Auflage vorliegende Monographie „Demokratie und Judenbild" von Lars Rensmann, Politikwissenschaftler an der Freien Universität Berlin und der Yale University, markiert zur wissenschaftlichen Diskussion um Relevanz, Mobilisierungschancen und Gelegenheitsstrukturen des Antisemitismus in der politischen Kultur hierbei den theoretischen Referenzpunkt, an dem sich bisherige und folgende Untersuchungen zum Thema zu messen haben.
In den Blick genommen werden besonders zentrale politische Akteure der extremen Rechten und Linken, aber auch Diskurse über Antisemitismus in der politischen Öffentlichkeit und demokratische und institutionelle Reaktionsbildungen. Auf Basis einer umfangreichen Daten- und Quellenlage zu den jüngsten vergangenheitspolitischen Kontroversen, den Konflikten um öffentlichen Antisemitismus (Walser-Debatte 1998, Möllemann-Eklat 2002) sowie zu neuen judenfeindlichen Mobilisierungen in der extremen Rechten, aber auch in Teilen der extremen Linken, gelingt dem Autor eine profunde qualitativ-empirische Analyse, die auch auf quantitative Forschungsergebnisse zurückgreift. Theoretisch orientiert sich der Autor bei seiner Analyse am begrifflichen und theoretischen Repertoire der Antisemitismus-Forschung der Frankfurter Schule und kann deren analytische Bedeutung für die die sozial- und politikwissenschaftliche Vorurteils- und Konfliktforschung unterstreichen. Gleichzeitig entwickelt ein neues politikwissenschaftliches theoretisches Framing zur Erforschung der politischen Kultur im Allgemeinen und zu Nationalismus und Antisemitismus im Besonderen, die er unter umfassender Berücksichtigung bisheriger politik- und sozialwissenschaftlicher Ansätze auf ein neues wissenschaftliches Fundament stellt.
Neben dem überzeugenden - weil durchgehend kritisch erörterten - theoretischen Teil leistet der Autor bei der begrifflichen Herleitung seines Gegenstandes, dem Antisemitismus, Beachtliches. Auf über 70 Seiten werden theoretische Modelle zum und Ausprägungen und Typen des Antisemitismus expliziert, sowie Differenzen und Parallelen aufgezeigt. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Mobilisierungschancen des Antisemitismus im Zeitalter der Globalisierung leicht erhöht haben.
Das Buch von Lars Rensmann ist somit nicht nur politisch Interessierten mit Vorwissen empfohlen, sondern lässt auch einen exzellenten Einstieg in das Thema zu und kann auch als Grundlage für die politische Bildungsarbeit dienen. Das Standardwerk zur Thematik hat bereits eine breite Beachtung in Wissenschaft und Öffentlichkeit erfahren. Der Band setzt den oft emotionalisierten und ideologisierten politischen Debatten eine sachliche, fundierte und differenzierte wissenschaftliche Analyse entgegen, die am Ende normativ sowohl vor Desensibilisierung als auch vor Alarmismus warnt. Dies wird wohl leider nicht verhindern, dass entsprechend ideologisierte Personen, die beim Thema gleich „Manipulationen" wittern, durch die wissenschaftlichen Befunde und schon die bloße Auseinandersetzung mit Vergangenheitsbewältigung und neuem Antisemitismus belästigt fühlen werden.
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6 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Mit Vorsicht zu genießen, 9. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Demokratie und Judenbild. Antisemitismus in der politischen Kultur der Bundesrepublik Deutschland (Taschenbuch)
Der Schreiber ist nicht unumstritten und auch die hier offenbar von nur zwei verschiedenen Personen veröffentlichten vier Jubelrezensionen sollten den Betrachter zumindest zu kritischer Betrachtung ermuntern. Als von dem Schreiber -falsch/entstellt- zitierter und durchaus in ein falsches Lager gerückte Autorin anderer Werke wundere ich mich, was als wissenschaftlich durchgeht und zur Erlangung der Doktorwürde an Hochschulen ausreichen soll. Dieses Buch gibt nur eine Einzelmeinung einer Person wieder und ich warne dringend davor, dies als "Standardwerk" zu sehen oder die darin aufgestellten Behauptungen ungeprüft für sich zu übernehmen. Liebe Leute, lest die Primärliteratur, und seht selbst, wie hier zitiert wurde (und was weggelassen worden ist). Meinungsbildung - ja, aber bitte nicht durch dieses Buch, sondern darüber...
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5 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zentraler Beitrag zur Aufklärung und politischen Bildung, 12. Dezember 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Demokratie und Judenbild. Antisemitismus in der politischen Kultur der Bundesrepublik Deutschland (Taschenbuch)
Lars Rensmann ist mit seinem umfangreichen Buch etwas sehr Bedeutendes gelungen: Er hat in allen Facetten, welche diese Thematik hat, den gegenwärtigen Antisemitismus in Deutschland erfassen können. Nicht nur hat er zahlreiche, oft euphemistisch als 'Affären' bezeichnete antisemitische Ereignisse in der deutschen Politik (z.B. Walser, Möllemann, Mahnmal-Debatte)aufgegriffen, sie bis zu ihrer vollen Kenntlichkeit analysiert und es dabei geschafft, die Sensibilität des Lesers für Antisemitismus zu schärfen. Er hat sich auch - und dies ist vielleicht noch höher einzuschätzen - neben diesen aufsehenerregenden Vorfällen den Antisemitismus in anderen gesellschaftlichen Sphären, in all seinen Typen und Formen vorgenommen und dabei sowohl die Judenfeindschaft der extremen Rechten und der linken Seite des politischen Spektrums als auch die Entstehungsbedingungen und Voraussetzungen des Antisemitismus herausgearbeitet. Er schafft es dabei, alle politisch-psychologischen und kulturellen Implikationen und Motivationen des Antisemitismus bloß zu legen. Daß diese auf Empirie gegründeten Abschnitte in seinem Buch noch ergänzt und vorbereitet werden durch eine beeindruckende theoretische Fundierung, in der er sich mit allen gängigen Theorien des Antisemitismus auseinandersetzt, macht das Buch noch wertvoller - zumal Rensmann dabei mit seinem eigenen Beitrag sich höchst fruchtbar in die kritische Tradition der Frankfurter Schule stellt und auch den Einfluß der Demokratisierung der politischen Kultur bei der Zurückdrängung des Antisemitismus belegt - ohne dabei die Widersprüchlichkeit der Entwicklungen im Nachkriegsdeutschland zu übergehen, sondern stattdessen genau anhand dieser eine differenzierte Behandlung des Zusammenhangs von Demokratie und Judenbild zu bieten.
Auch wenn es vielen, vor allem denen, die den Antisemitismus als marginales Phänomen betrachten wollen und die Debatte darüber als repressiv empfinden, schwer fallen wird: An diesem Buch wird nicht vorbei können, wer sich mit dem Thema Antisemitismus auseinandersetzen will. Aber auch denjenigen, die sich mit der deutschen Gesellschaft beschäftigen, sei die Lektüre von 'Demokratie und Judenbild' dringend empfohlen, da es auf hohem wissenschaftlichen Niveau und ohne in parteipolitische Fallen zu tappen wesentliche Aspekte der deutschen Nachkriegsgesellschaft behandelt.
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4 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zentraler Beitrag zur kritischen Analyse Deutschlands, 2. Dezember 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Demokratie und Judenbild. Antisemitismus in der politischen Kultur der Bundesrepublik Deutschland (Taschenbuch)
Lars Rensmann ist mit seinem umfangreichen Buch etwas sehr Bedeutendes und Notwendiges gelungen: Er hat in allen Facetten, welche diese Thematik hat, den gegenwärtigen Antisemitismus in Deutschland erfassen können. Nicht nur hat er zahlreiche, oft euphemistisch als 'Affären' bezeichnete antisemitische Ereignisse in der deutschen Politik (z.B. Walser, Möllemann, Mahnmal-Debatte) aufgegriffen, sie bis zu ihrer vollen Kenntlichkeit analysiert und es dabei geschafft, die Sensibilität des Lesers (und Bürgers)für Antisemitismus zu schärfen. Er hat sich auch - und dies ist vielleicht noch höher einzuschätzen - neben diesen aufsehenerregenden Vorfällen den Antisemitismus in seiner gesamten gesellschaftlichen Breite, in all seinen Typen und Formen vorgenommen und dabei sowohl die Judenfeindschaft der extremen Rechten und der linken Seite des politischen Spektrums als auch gewissermaßen den antisemitischen Durchschnitt der deutschen Gesellschaft herausgearbeitet. Er schafft es dabei, alle politisch-psychologischen und kulturellen Implikationen und Motivationen des Antisemitismus bloßzulegen. Daß diese auf Empirie gegründeten Abschnitte in seinem Buch noch ergänzt und vorbereitet werden durch eine beeindruckende theoretische Fundierung, in der er sich mit allen gängigen Theorien des Antisemitismus auseinandersetzt, macht das Buch noch wertvoller - zumal Rensmann dabei mit seinem eigenen Beitrag sich höchst fruchtbar in die kritische Tradition der Frankfurter Schule stellt.
Auch wenn es vielen, vor allem denen, die den Antisemitismus als marginales Phänomen betrachten wollen und die Debatte darüber als repressiv empfinden, schwer fallen wird: An diesem Buch wird nicht vorbei können, wer sich mit dem Thema Antisemitismus auseinandersetzen will. Aber auch denjenigen, die sich mit der deutschen Gesellschaft beschäftigen, sei die Lektüre von 'Demokratie und Judenbild' dringend empfohlen.
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Demokratie und Judenbild. Antisemitismus in der politischen Kultur der Bundesrepublik Deutschland
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