Fashion Sale Hier klicken Sport & Outdoor reduziertemalbuecher Cloud Drive Photos yuneec Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16

Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
1
5,0 von 5 Sternen
5 Sterne
1
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 30. November 2004
Mindestens 15 Millionen Afrikaner sind als Sklaven nach Amerika verfrachtet worden. Daran waren mehrere europäische Mächte beteiligt. Das dänische Engagement eignet sich besonders gut für eine exemplarische Darstellung eines Prozesses, dem weltge­schichtliche Bedeutung zukommt -wer kann das leugnen angesichts der daraus erwachsenen ­Rassen- und Sozialprobleme, mit denen Amerika bis heute nicht fertig ge­worden ist! Der Kieler Historiker breitet als Ergebnis umfangreicher Archivarbeiten und mehrerer Studienreisen ein vielfarbiges Spektrum von Wirtschafts-, Sozial- und Ideengeschichte aus. Schauplätze sind Handels- und Herren­häuser in Europa, Forts und Faktoreien an der afrikanischen Goldküste, Zuckerplan­tagen in Westindien. Eine Vielfalt wider­streitender, politischer, ökonomischer, ethi­scher und religiöser Auffassungen spricht aus den Dokumenten; das Materielle und das Ideelle, Kalkül und Gefühl kommen zu Wort. Im Mittelpunkt stehen die Grafen Schimmelmann, dänische Minister, Direk­toren, Überseehandelsgesellschaften, immens reiche Unternehmer. Die Schimmelmanns-und dazu gehören auch Caroline Baudissin auf Knoop und Julia Reventlow auf Emkendorf in Holstein - besaßen die wertvollsten Plantagen in Dänisch-West­indien mit tausend Sklaven; damit rangier­ten sie als Sklavenhalter in der internatio­nalen Spitzenklasse. Sie besaßen die größte Zuckerfabrik und die einzige Gewehrfabrik im dänischen Gesamtstaat, ferner eigene Schiffe und in Massen Aktien der großen Handelskompanien; sie hatten riesige Gü­ter mit Hunderten von Leibeigenen, mit Schnapsbrennereien und Kattunfabriken. Der ältere Schimmelmann forcierte den Sklavenhandel, der jüngere, der Bewunderer und Mäzen Schillers, hingegen hat das Verdienst, daß Dänemark als erste Macht ein Sklavenhandelsverbot erließ.
Die zentrale Frage, um die es in diesem Buch geht, lautet: Wie kann man ein Sy­stem, das sich in Jahrhunderten verfestigt hat, nun, nachdem man sich des Unrechts bewußt geworden ist, beseitigen ohne allzu großen Nachteil für alle Beteiligten? Mit dieser Problematik ist das Buch - es existiert meines Wissens kein vergleichbares in deutscher Sprache - außerordentlich gegenwartsnah: Es gibt Ein­blick in Probleme der Dritten Welt und zu­gleich Anlaß zu reflektierender Betrachtung unserer eigenen Situation.
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden