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5.0 von 5 Sternen Feel it! - Read it!
Feel it - Read it!

Andreas Zeuch erklärt in seinem Buch "Feel it! So viel Intuition verträgt ihr Unternehmen", warum die Intuition in der Wirtschaft von wesentlicher Bedeutung ist. Der Grundgedanke des Autoren ist, dass es irrational ist, das Irrationale, das Nicht-Beschreibbare, das Nicht-in-Zahlen-Ausdrückbare, das oft auch nicht eindeutig...
Veröffentlicht am 13. Juli 2010 von V. Cervera

versus
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2.0 von 5 Sternen Der kleine Robispierre
Der Autor unternimmt den Versuch, mit Beispielen aus der Praxis seine Sicht der Intuition zu vertreten. Ich konnte Ihm anfangs folgen, nur viel mir nach wenigen Seiten auf, dass ein gewisser Frust seine Schreibe führt. Dies macht ihn in seiner Analyse sehr schnell zum Scharfrichter. Da könnte er öfter mehr milde walten lassen. Daher kam sehr schnell mein...
Vor 19 Monaten von Hagen Sinodoru veröffentlicht


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Feel it! - Read it!, 13. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Feel it!: So viel Intuition verträgt Ihr Unternehmen (Gebundene Ausgabe)
Feel it - Read it!

Andreas Zeuch erklärt in seinem Buch "Feel it! So viel Intuition verträgt ihr Unternehmen", warum die Intuition in der Wirtschaft von wesentlicher Bedeutung ist. Der Grundgedanke des Autoren ist, dass es irrational ist, das Irrationale, das Nicht-Beschreibbare, das Nicht-in-Zahlen-Ausdrückbare, das oft auch nicht eindeutig Erklärbare, sprich das Intuitive aus dem Wirtschaftsleben auszublenden.

Er baut eine schlüssige und in sich stimmige Argumentation rund um diesen Grundgedanken auf. Er verdeutlicht sein Verständnis mit eindringlichen Beispielen und untermauert seine Argumentation mit wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Beim Lesen der ersten Hälfte des Buches drängte sich mir die Frage auf, warum die Intuition - so wie Andreas Zeuch es vorschlägt - nicht eine breitere Anwendung im wirtschaftlichen Handeln und in der Ausbildung erfährt. Die Antwort auf diese Frage gibt der Autor im Laufe des Buches indirekt selbst. Er macht den professionellen Umgang mit Intuition von zwei wesentlichen Aspekten abhängig.

Der individuelle Mensch als (auch) intuitives Wesen

Zum einen braucht es für den professionellen Umgang mit Intuition ein Individuum, das sich seiner nicht-rationalen Teile bewusst ist und achtsam mit den oft irrationalen Elementen seiner Weltsicht umgeht. Sprich es braucht einen neugierigen, lernbereiten, "durchlässigen" Menschen, der sich sowohl als Gestalter seiner Welt als auch von der Welt gestaltet versteht. Um es mit den Worten des Autoren auszudrücken: "Wer wirklich denkt, erkundet auch gedankliches Neuland. Wer wirklich denkt, bestellt nicht seinen eigenen geistigen Schrebergarten. Wer wirklich denkt und dem Denken Ehre macht, denkt auch über sein eigenes Denken nach. Wir sind nur dann rationale Denker, wenn wir unsere eigenen mentalen Modelle reflektieren. (S. 140)"

Damit stellt der Autor den selbst denkenden, den selbständigen und eigen-artigen Menschen in das Zentrum seiner Überlegungen. Was bleibt ihm auch anderes übrig, wenn sein Thema die Intuition ist? Das Problem dabei ist nur, dass diese Form von Wissen mit dem heutigen Verständnis nicht gelehrt oder gelernt werden kann. Diese Form von Wissen ist nicht vermittelbar, es kann nur - im wahrsten Sinne des Wortes - er-fahren(!) werden. Es kann auch nicht standardisiert werden und dem zu Folge auch nicht geprüft, geschweige denn zertifiziert werden. Es entzieht sich der neoliberalen Vorstellung von Wert - es lässt sich einfach nicht zählen. Wir wissen nicht, was dabei herauskommt - nahezu ein ketzerischer Gedanke in unserer Zeit.

Die kulturellen Voraussetzungen für intuitives Wirtschaften

Weiters braucht es eine neue "Kultur des Wirtschaftens", das den intuitiven Anteil am Individuum selbst, an der Kommunikation und an der Entscheidung akzeptiert. Diese neue Kultur schafft einen Raum, in dem professionell und im Sinne des Unternehmenszwecks die Intuition der in dem Unternehmen handelnden Individuen in das gemeinsame wirtschaftliche Handeln einfließen kann. Als Basis für diesen "Kulturwandel" schlägt Andreas Zeuch auf Seite 198 folgende grundlegende Prinzipien
Anfängergeist - das Gegenteil zur Spezialisierung

Selbstorganisation - das Gegenteil zu Hierarchie

Fehlerfreundlichkeit - das Gegenteil zur Standardisierung

Möglichkeitsräume - das Gegenteil zu Planung und Steuerung

Vertrauen - das Gegenteil zum Primat der extrinsischen Motivation

vor.

Diese Zuwendung zum Menschen und die "neue Kultur des Wirtschaftens" sind Grundvoraussetzung für ein intuitives Wirtschaften und erklären auch, warum professionelle Intuition noch keine breitere Anwendung in unserem Wirtschaftsleben gefunden hat. Diese Gedanken widersprechen dem, was bislang in den meisten Unternehmen gelebt und an fast allen Unternehmen gelehrt wird. Dabei denkt der Autor nur das konsequent zu Ende, was vielerorts als Unbehagen wahrgenommen und beschrieben wird. Er nennt das beim Namen, an dem wir als Gesellschaft und als Individuen unter dem heutigen Verständnis von Wirtschaft leiden.

Er bietet einen Ausgang an, der auf den ersten Blick einen schmerzhaften Paradigmenwechsel darstellt. Aber ist er wirklich so schmerzhaft. Ich verstehe das Buch als berechtigte Forderung, uns auch in der Wirtschaft als mehrdimensionale Menschen und als individuelle Persönlichkeiten zu verstehen, wahrzunehmen und uns entsprechend zu begegnen, sprich zusammenzuarbeiten. Warum sollen auch in der Wirtschaft, die immer mehr von der Kreativität, vom Unternehmergeist, von der Kommunikationsfähigkeit, von der Motivation und von der Selbständigkeit der Akteure abhängig ist, andere "Gesetze" herrschen als im zwischenmenschlichen Bereich des Alltagslebens. So verstanden wäre es weniger ein schmerzhafter Paradigmenwechsel als eine "Normalisierung", wenn nicht "Gesundung" des Wirtschaftsleben, mit dem handelnden, kooperierenden und wert-schaffenden Individuum im Zentrum!

Langer Rede, kurzer Sinn - einfach ein lesenwertes, inspirierendes Buch - Read it!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Denken Sie noch oder fühlen Sie schon im Unternehmen?, 28. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Feel it!: So viel Intuition verträgt Ihr Unternehmen (Gebundene Ausgabe)
Dr. Andreas Zeuch, seines Zeichens promovierter Erziehungswissenschaftler, Mitbegründer der »beratergruppe sinnvoll wirtschaften« und Herausgeber des Buches »Management von Nichtwissen in Unternehmen«, hat mit seinem aktuellen Buch »Feel it! So viel Intuition verträgt Ihr Unternehmen« einen erfrischenden und im allgemeinen einen sehr guten Beitrag zur Managementliteratur geboten, der meines Erachtens weit über das Thema Intuition hinausreicht. Und darin sehe ich das grundlegende thematische Problem. Doch dazu später mehr. Zunächst eine grobe inhaltliche Zusammenfassung.

Unser Denken und Fühlen beeinflusst sich gegenseitig. Kopf und Bauch sind Bestandteile des menschlichen Organismus, sie lassen sich sich nicht trennen. Wenn wir uns aus dem (Gehirn im) Kopf heraus entscheiden, d.h. rational, spielt beim Ergebnis unserer Entscheidung immer auch das Gehirn im Bauch, d.h. unter anderem unsere Intuition, eine Rolle. Da aber Entscheidungen in Unternehmen augenscheinlich auf vermeintlich rationaler Basis - Andreas nennt das "pseudorationalistisch" - getroffen werden, plädiert er in seinem Buch leidenschaftlich für die Professionalisierung von Intuition. Der Einfluss und die Vorteile von Intuition bei Entscheidungen müssen anerkannt werden. Intuition muss entwickelt und bewußt angewendet werden. Hierfür sind grundlegende strukturelle und kulturelle Veränderungen notwendig. Entscheidungen aber ausschließlich auf Basis von Intuition zu treffen ist nicht zielführend und kann, aufgrund einer Reihe von "Intuitionsfallen", zum "Blindflug" führen. Deshalb sollte sich jeder fragen "Wie viel Intuition verträgt [mein] Unternehmen?". Es gilt eine Balance zwischen "Planung" und "Improvisation" hinzukriegen.

Mit wenigen Einschränkungen habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Eindrucksvoll und zum Teil amüsant erleuchtend werden die getroffenen Aussagen, die für eine Professionalisierung von Intuition sprechen, von Studien, Unternehmensbeispielen und Auszügen aus Interviews mit Unternehmensvertretern untermauert. Erfrischend und abwechslungsreich ist, dass man ab und zu auch aufgefordert wird sich ein Video im Internet aunzuschauen, was einen möglichen Aha-Effekt weiter verstärkt. Auf die Studien, Beispiele und Interviews wird später immer wieder erinnernd zurückgegriffen, wenn das "Konzept der professionellen Intuition" beschrieben wird. Eventuelle Unklarheiten werden in der Regel sogleich erklärend ausgeräumt. Hilfreich sind die zusätzlichen "Lesetipps" am Ende jedes Kapitels, so wie auch das "Glossar" im Anhang, in dem die wichtigsten Begriffe zum Thema nochmals zusammengefasst dargestellt werden.

Inhaltlich hat mir insbesondere die Beschreibung der "Intuitionsfallen", der »häusliche« Aufbau professioneller Intuition sowie "Das Fünfeck des Nichtwissens" in Verbindung mit der Forderung nach "Anfängergeist [zulassen!]" zugesagt. Beim Fundament professioneller Intuition - "Achtsamkeit [und Wahrnehmung] verfeinern" - hätte ich mir allerdings mehr Anregungen gewünscht, wie man diese konkret weiterentwickeln kann. Mit "Meditation" als eine Möglichkeit, hätte ich vielleicht nicht begonnen, da sich über solche Übungen immer noch der Schleier des Esoterischen legt. Oft werden sie deshalb als unseriös angesehen.

Am Ende des Buches werden die notwendigen strukturellen und kulturellen Voraussetzungen für eine "effektive Entscheidungskultur", die Intuition berücksichtigt, angesprochen und ausgiebig dargelegt - "Anfängergeist", "Selbstorganisation", "Fehelerfreundlichkeit", "Möglichkeitsräume" (Freiräume) und "Vertrauen". Und hier sehe ich das generelle thematische Problem des Buches. Was Andreas fordert, ist eigentlich eine radikale Umorientierung bei den Prinzipien des Managements. Die wird so oder so ähnlich auch in anderen Zusamenhängen, bei denen es um humane und soziale Aspekte des Unternehmens geht, gefordert und als die großen Managementherausforderungen des 21 Jhd. beschrieben. Äußerst problematisch, diese auch im Zusammenhang mit dem Randthema Professionalisierung von Intuition zu fordern. Nicht so sehr weil es sich bei Professionalisierung von Intuition um ein Randthema handelt, sondern weil Intuition, aufgrund des menschlichen Strebens nach Sicherheit, mehr noch als Rationalität, die eine solche Sicherheit nur suggeriert (Stw. Pseudorationalismus), mit Unsicherheit behaftet ist. Bei hoher Unsicherheit radikale Veränderungen zu verlangen, das ist problematisch. Andererseits ist vielleicht gerade dies revolutionär oder visionär

Fazit:
- Verständlichkeit: Auch für Laien geeignet! Sehr anschaulich, informativ und unterhaltsam.
- Innovation: In jedem Fall
- Praktischer Nutzen: Noch nicht unbedingt, vielleicht aber in der nahen Zukunft
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5.0 von 5 Sternen Intuition als Wissenschaft, 15. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Feel it!: So viel Intuition verträgt Ihr Unternehmen (Gebundene Ausgabe)
A. Zeuch tritt mit seinem Buch Feel It ! den Beweis an, dass ein Lehrbuch zur Entscheidungstheorie und zur Unternehmensorganisation fundiert und in die Tiefe gehend und trotzdem lesbar und unterhaltsam geschrieben werden kann. A.Zeuch kommt aus der Praxis, das merkt man dem Buch an und es tut ihm gut. A. Zeuch rechnet mit dem wissenschaftlichen Management" und mit dem Homo Oekonomicus" gnadenlos ab.

Da, wo die klassische Entscheidungstheorie als rationale streng auf Analyse von Fakten und Zahlen gestützte Prozesse daher kommt, widerlegt der Autor dies mit den unterschiedlichsten Beispielen und zeigt vor allem auf, dass erst ein auf vermeintlich harten Fakten aufbauendes und damit theoretisch fehlerfrei reguliertes Entscheidungssystem den Raum für Katstrophen, Fehler und ungenutzte Chancen liefert. Das Buch bricht eine Lanze für die Intuition als Basis unternehmerischer Entscheidungen und entlarvt die Annahme, es gäbe umfassendes und objektives Wissen als Grundlage als puren Unsinn.

Ein Fußballer, der im Strafraum stehend zu einer fundierten Entscheidung gelangen will, muss laut klassischer Lehre prüfen, wo die anderen 21 Spieler stehen und wie die Boden- und Windverhältnisse sind, ehe er handelt. Er wird somit alles richtig machen. Und niemals ein einziges Tor schießen. Gerd Müllers Siegtor 1974 gegen die Niederlande (pure Intuition) hätte es folglich niemals geben dürfen.

Im zweiten Teil des Buches macht A.Zeuch deutlich, dass Intuition und deren Implementierung in die Unternehmensstrategie nichts mit einem ich entscheide willkürlich aus dem Bauch heraus oder mit dem Würfelbecher in der Hand zu tun hat sondern Rahmenbedingungen, Umsetzungsstrategien und ein gezieltes strukturiertes Entwickeln, Aufbauen und Implementieren erfordert. Das wird systematisch erarbeitet und gelingt sehr überzeugend und schlüssig.

Manche Sachen in dem Buch nerven. Etwa ein schläfriger Lektor, der Katastrophen in der Tabelle geringen Konsequenzen zuordnet oder leichte Überfrachtungen mit Praxisbeispielen und Zitaten, die manchmal das Gefühl auslösen: O.K. ich habe es jetzt kapiert. Einige Beispiele bittet A.Zeuch sich bei Youtube anzusehen und dann erst weiterzulesen. Für die Generation Iphone sicher witzig, für den Verfasser dieser Bewertung, dessen Bett oben und dessen PC unten steht eher lästig.

Trotzdem gibt es die volle Sternzahl. Definitiv ein Buch, dass für jeden BWL und VWL Studierenden unter den Weihnachtsbaum gehört, auch weil es alternativ als Lehrbuch und als Bettlektüre verwendet werden kann. Das Beste was ich seit Jahren zu dem Thema gelesen habe. Gründlich, witzig, fundiert, praxisbezogen, lehrreich - mehr geht nicht...
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5.0 von 5 Sternen Erweiterung der Entscheidungskultur durch Intuition, 12. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Feel it!: So viel Intuition verträgt Ihr Unternehmen (Gebundene Ausgabe)
Mit dem Buch "Feel it", thematisiert Dr. Andreas Zeuch das Problem der in vielen Unternehmen vorherrschenden rein rationalen Entscheidungskultur.
Er führt neben neuesten wissenschaftlichen Ergebnissen aus der Entscheidungspsychologie auch etliche Beispiele aus der Wirtschaft an, die die Berechtigung rationaler Entscheidungsmodelle als alleinige Entscheidungs- und Rechtfertigungsgrundlage anzweifeln und die bisherige Trennung von Rationalität, Intuition und Gefühlen in Frage stellt. Mit dieser kurzweiligen Mischung aus wissenschaftlichen Ergebnissen und Berichten aus der Praxis, die bewusst mit einem Schuss Ironie flankiert werden, liest sich dieses Buch sehr spannend und unterhaltsam.

In seinem Buch beschreibt Andreas Zeuch, dass sich durch Infinitesimalrechnungen, Analysis und dergleichen, Entscheidungen und Prognosen nur selten rational begründen lassen. Das Zusammenspiel von Mensch, Technik und Umwelteinflüssen stellt ein derart umfangreiches Konglomerat an relevanten Entscheidungsaspekten dar, welches die Hoffnung auf sichere unternehmerische Vorhersagen zwangsweise schwinden lässt. Zeuch führt zahlreiche Gründe an, warum der konstruktive Umgang mit Nichtwissen für die Firmen wichtig wird. Zeuch ist der festen Überzeugung, dass durch einen adäquaten Umgang mit Nichtwissen ein effektiverer und effizienterer Umgang mit Unsicherheiten erzielt werden kann. Eine zentrale Vorstellung beschreibt er wie folgt: "Wenn Nichtwissen richtig verstanden und genutzt wird, ist es der Boden, in dem zukünftiges Wissen wurzelt - denn jede gute Antwort ist das Ergebnis einer noch besseren Frage" (S. 76).

Das Buch nennt gute Gründe Mitarbeitern in ihrer Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung mehr Freiheit zu geben, was sich aus betriebswirtschaftlicher Perspektive auch in steigender Effektivität und Effizienz widerspiegeln kann.
Zeuch fordert an einigen Stellen des Buches gravierende Neuausrichtungen in der Unternehmenssteuerung, die aus der Perspektive der Controlling-Wissenschaft wohl eher evolutionär als revolutionär aufzufassen sind. Der Autor versteht sich jedoch als Wegbereiter und Vordenker, der wachrüttelt und zum Umdenken auffordert.
Zeuch unterstreicht mit der Forderung nach Akzeptanz und Integration von Intuition im betrieblichen Alltag ein realitätsnahes Postulat einer effektiveren und effizienteren Unternehmenssteuerung.

Bislang wurde Intuition im Controlling unzureichend thematisiert und die Bedeutung, das innewohnende Potential und die Notwendigkeit dieser menschlichen Fähigkeit für die Aufgaben und Zukunft des Controllings kaum angedacht (siehe Müller/Sauter 2009; ISBN: 3899368428). Mit dem Aufgreifen der menschlichen Intuition und deren Integration in den betrieblichen Alltag, zeigt Zeuch eine Entwicklung auf, die in den kommenden Jahren stark an Beachtung gewinnen wird: Intuition und Emotionalität im Controlling.
Aus der Controller-Perspektive, enthält das empfehlenswerte Buch wertvolle Anregungen sich mit Nichtwissen und Intuition, dessen Gefahren wie auch Potentiale, auseinander zu setzen. Unternehmen stehen künftig vor der Herausforderung eine ganzheitliche Unternehmenssteuerung auf der Basis von Rationalität und Emotionalität zu erreichen.
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4.0 von 5 Sternen Wenn Sie es nicht fühlen, werden sie es nicht erjagen !!!, 25. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Feel it!: So viel Intuition verträgt Ihr Unternehmen (Gebundene Ausgabe)
Feel it! - Fühl es! Eine klare Aufforderung, die sich von vorne bis hinten durch Dr. Andreas Zeuchs "'poppig'" verpackte neue Publikation zieht.

Zeuch, promovierter Psychotherapeut, rückt hier die Bedeutung des Prozesses zur intuitiven Entscheidung in den Fokus, denn Intuition kann ihm zur Folge für Entscheidungsfindungsprozesse in Unternehmen, und damit für Innovationen in der Unternehmenskultur potent gemacht werden.

Im Kontext derzeitiger Wirtschaftspraktiken kritisiert er das Modell des klassischen '"Homo-Ökonomicus"' und prangert die irrationalen, teilweisen menschenverachtenden Verhältnisse an, die ihre Wurzeln mitunter im 'Pseudo-Rationalismus' haben. Dabei verweist er auf die Bedeutung des Nichtwissens bei Entscheidungen und die Unberechenbarkeit gesellschaftlicher Dynamiken, die in Unternehmensentscheidungen der Moderne ständig zum Tragen kommen, aber offenbar nicht genug berücksichtigt werden. Dieses hat negative Auswirkungen für das Unternehmen und die Angestellten. Es klingt wie die Forderung nach einem Paradigmenwechsel in den Wirtschaftswissenschaften.

Die Intuition - als biologisch-psychischer Mechanismus der Komplexitätsreduktion - kann Zeuch zur Folge bei Entscheidungen unter Unsicherheit und Zeitdruck ' für Mitarbeiter und Führungskräfte ein sehr hilfreiches Instrument sein, um zu effektiven Entscheidungen zu kommen, die jedoch nicht minderer Qualität sein müssen, als jene, die mit größerem Informations- und Zeitaufwand zur Wirksamkeit gebracht werden.

Intuition kann man trainieren und professionalisieren, so seine These, wozu Zeuch z.B. Joga empfiehlt. Dies mag beim ersten Lesen ein bisschen lustig und fremd erscheinen, ist aber, wenn man sich den Mangel an kompetenter Selbstreflexionsfähigkeit mancher Individuen vor Augen führt, eine durchaus gute Empfehlung.

Die Art und Weise, mit der Zeuch das Mandat für die Intuition ergreift, ist unverkrampft und locker, aber doch bestimmend. So ist die Argumentation zur Verdeutlichung mit Grafiken, vielen empirischen Beispielen und wissenschaftlichen Studienergebnissen untermalt.

Meiner Meinung nach ist es ein informatives, wie auch unterhaltsames Buch, das mit neuen, wissenschaftlich-interdisziplinären Inspirationen daher kommt und sehr kritisch mit der derzeitigen formalen Organisation von Wirtschaftsprozessen umgeht.
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5.0 von 5 Sternen Feel It! - Just Do It!, 12. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Feel it!: So viel Intuition verträgt Ihr Unternehmen (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das Buch mit großer Begeisterung gelesen.
Andreas Zeuch schafft es, wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischen Einsichten zu sinnvollen und umsetzbaren Empfehlungen zu verknüpfen. An sehr vielen Stellen kommt einem der Gedanke "Ja, stimmt genau!" - da weiß einer, wovon er spricht.
Das Buch macht Mut, neue Weg in der Unternehmensführung zu wagen. Intuition und Emotion müssen wieder ihren Stellenwert bekommen, einfach weil wir sie nicht an der Pforte abgeben können! Aber nicht als einzig gültige Maxime, sondern als Gegengewicht zur Rationalität - Intuition ist eben auch nicht die Lösung für alles.
Mir gefällt auch sehr der spannende und unterhaltsame Schreibstil, der ohne Übertreibungen oder Überheblichkeit auskommt und somit auf mich sehr authentisch und glaubwürdig wirkt.
Ein Must für jeden Unternehmer, Manager oder Berater!
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5.0 von 5 Sternen Trifft den Nagel auf den Punkt, 1. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Feel it!: So viel Intuition verträgt Ihr Unternehmen (Gebundene Ausgabe)
Als erfahrener Unternehmer habe ich das gut strukturierte Buch mit Leichtigkeit verschlungen und dabei grinsend immer wieder eigene Erfahrungen spiegeln können. Ich lese es gerade begeistert zum zweiten Mal. Ein Buch für den "richtigen" Unternehmer!
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5.0 von 5 Sternen Intuition: Wie man sie nutzt und wo die Grenzen sind, 10. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Feel it!: So viel Intuition verträgt Ihr Unternehmen (Gebundene Ausgabe)
Andreas Zeuch stellt seinem Buch 'Feel it!: So viel Intuition verträgt Ihr Unternehmen' nicht ohne Grund eines meiner Lieblingszitat voran:

Wenn Ihr's nicht fühlt, ihr werdet's nicht erjagen! (J.W. Goethe, Faust I)

Intuition ist ein unausweichlicher Faktor in unserem Leben. Aber Intuition in der Unternehmenswelt: das wirkt zunächst unseriös und irgendwie verdächtig. Klingt es uns doch noch das gängige Management-Credo in den Ohren: 'Was man nicht messen kann, kann man nicht steuern.'

Intuition spielt immer eine Rolle ' ob es uns nun gefällt oder nicht. Wir können uns nicht aussuchen, ob das Unbewusste unser Denken und Handeln beeinflusst. Ein Großteil der auf uns einströmenden Informationen wird unbewusst wahrgenommen und unbewusst verarbeitet. Diese Vorgänge waren und sind für die Spezies Mensch überlebensnotwendig: wer will schon aktiv nachdenken müssen, ob es sinnvoll sein könnte, mit dem Säbelzahntiger zu verhandeln.

Die Frage ist also nur: wie viel Raum gibt man der Intuition auf persönlicher und, im zweiten Schritt, auf institutioneller Ebene. Gängige, von Andreas Zeuch als 'paradoxer Pseudorealismus', bezeichnete Praxis ist es, ungeachtet der zahlreichen Forschungsergebnisse der letzten Jahre und Jahrzehnte, darauf zu beharren, dass erfolgreiche Entscheidungen stets mit kühlem Kopf und auf Basis möglichst vollständiger Information getroffen werden. Allein wegen der umfangreichen und anschaulichen Gegenbeispiele dazu, lohnt sich die Lektüre.

Anstatt nun ein Loblied auf die Intuition anzustimmen, zeigt uns Andreas Zeuch auch die Gefahren der ungebändigten Intuition und beschreibt sehr anschaulich und wieder mit vielen Beispielen die wichtigsten Intuitionsfallen. Nicht um uns das neue Spielzeug madig zu machen, sondern um das richtige Maß im Umgang mit der Intuition zu finden.

Dieser erste Teil ist aber sozusagen nur Vorbereitung für den zweiten Teil, der sich der praktischen Nutzung und der Professionalisierung der Intuition widmet. Einerseits als persönliche Kompetenz des einzelnen Mitarbeiters und andererseits in Form einer Unternehmenskultur, die der Intuition den nötigen Raum bietet.

Fazit

Ein sehr wichtiges Buch. Klar strukturiert wird das Phänomen Intuition als unausweichlicher Faktor menschlichen Lebens von ganz verschiedenen Seiten beleuchtet und schließlich wertvolle Ratschläge im Umgang damit gegeben. Die vielen Fußnoten und das umfassende Literaturverzeichnis runden das Lesevergnügen ab und machen Lust auf mehr. Absolut lesenswert.
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4.0 von 5 Sternen Professionelle Intuition im Unternehmen - Buch für Praktiker und Wissenschaftler, 6. September 2010
Von 
Ragnar Heil (Feldkirchen Westerham) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Feel it!: So viel Intuition verträgt Ihr Unternehmen (Gebundene Ausgabe)
Andreas Zeuch (Unternehmensberater, Musiktherapeut und über Intuition promovierter Erziehungswissenschaftler) erklärt in seinem neuen Buch "Feel it!" die Relevanz und Notwendigkeit von Intuition in der Wirtschaft.

Er hat nicht das erste Buch über Intuition in der Wirtschaft geschrieben, dennoch gelingt ihm etwas Erstaunliches, was das Buch sehr lesenswert und zu einer Empfehlung macht:
Zeuch führt den Begriff des Nichtwissens ein und schafft Dank zahlreicher Praxisbeispiele und Studien, kein reines Buch pro Intuition und contra Rationaliät zu schreiben, sondern bedient sich geschickt eines integralen Ansatzes. Dennoch ist es ein Buch, was die Überbetonung einer durchrationalisierten, tayloristischen bzw neoliberalen Unternehmensführung kritisch hinterfragt und Widersprüche aufdeckt.

Es wird zahlreich und illustriert aufgeführt, wie Intuition nicht allein zum Ziel und auch zu Fehlwahrnehmungen führen kann. Zeuch kommt es maßgeblich darauf an, die Notwendigkeit der Intuitionsschulung und Verfeinerung zu betonen, die Jahre dauere und nie zu Ende sei. Dankenswerterweise liefert Andreas Zeuch dazu Übungsmaterial. Meditationsübungen werden beschrieben, er verweist auch auf seine Podcasts zum Anhören. Meditationserfahrung bewirke Achtsamkeit, die das Fundament des Hauses 'Professionelle Intuition' darstelle. Zum Erdgeschoss gehörten Übungen, wie man intuitive Fehler vermeide. Maximierung von erfolgreichen Entscheidungen bilden nach Dr. Zeuch das erste Obergeschoss. Mir gefielen besonders gut die Übungen zur mentalen Whiteboard-Technik, die bei Entscheidungsfindungen helfen sollen.

Es stehen aber nicht nur die Intuition des Invidividuums im Vordergrund des Buches. Aspekte der Selbstorganisation, Kultur des Fehlermachen-Dürfens (sehr aktuell in unserer Zeit, in der es Kündigungen wegen 80 Cent-Unterschlagungen gibt) und organisatorischen Lernen bespricht Zeuch mit Beispielen aus bekannten, großen Unternehmen.

Obwohl die zahlreichen, unterhaltsamen Resümees aus wissenschaftlichen Studien und Beispielen der Zeuch`schen Unternehmensberater-Praxis ein zentraler Bestandteil des Buches sind und die Qualität maßgeblich ausmachen, sehe ich die Gefahr bei der Lektüre, die Kraft der Übungen zu unterschätzen. Es ist zu leicht, Übungen zu überfliegen oder sie zu prokrastinieren. Die Praxisanwendungen wirken nicht immer ungewöhnlich, aber in ihrer Einfachheit besteht die Chance, in Unternehmen eine bessere Balance aus Bauchgefühl und Rationalität einkehren zu lassen.
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5.0 von 5 Sternen Ein unbedingtes Muss für alle Manager und Unternehmer, 16. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Feel it!: So viel Intuition verträgt Ihr Unternehmen (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das Buch "Feel it!" mit Hochgenuss gelesen. Es hat mir außerordentlich gut gefallen.

Andreas Zeuch bringt sehr viele Beispiele, auf die er immer mal wieder Bezug nimmt, um seine theoretischen Erklärungen zu untermauern. Das ist im Sinne der Systemik sehr gekonnt dargestellt. Allerdings bleibt die Frage, ob Zeuch auch Beispiele hat, wo Personen oder Unternehmen einen ähnlichen Weg gehen wollten, wie er sie in seinen Beispielen vorstellt, aber aufgrund irgend welcher Vorkommnisse gescheitert sind.

Sehr stark finde ich den roten Faden des Buches, der einen immer weiter in den Bann zieht.

Im Grunde waren mir viele Themen schon klar. Andreas Zeuch hat sie aber für mich in eine sehr gute Basis gegossen, so dass ich die vielen Themen jetzt in einem anderen Kontext sehe. Danke dafür.

Wer allerdings eine genaue Vorgehensweise in dem Buch erwartet, der hat das Buch nicht verstanden und sollte es mindestens noch einmal lesen. Denn wie Zeuch so schön sagt: "Eine Regel oder Methode ersetzt niemals ihren Sinn". Gerade in der heutigen Zeit, in der sich Rahmenbedingungen viel frequentierter ändern, verlieren Methoden (Rezepte) immer mehr an Bedeutung. Es geht viel mehr um bewussteres Beobachten und Reflektieren, weg von der Zweiwertigkeit hin zu einer Integration von Rationalität und Intuition. Es geht darum, Menschen nicht als Produktivitätsmaschinen zu sehen, sondern als Individuen die kreativ sein und Spass an der Arbeit haben wollen.

Die Aufmachung, was zu einem Buch ebenfalls dazu gehört, ist sehr professionell und passt zum Inhalt.

In Summe also eine runde und geniale Story, die Andreas Zeuch in seinem Buch spiegelt.
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Feel it!: So viel Intuition verträgt Ihr Unternehmen von Andreas Zeuch (Gebundene Ausgabe - 9. Juni 2010)
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