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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Lesevergnügen für interessierte Laien, 22. Februar 2011
Von 
Dr. Heinz Brill "Tölzi" (Bad Tölz) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Physik ohne Ende: Eine geführte Tour von Kopernikus bis Hawking (Erlebnis Wissenschaft) (Gebundene Ausgabe)
Nach dem Lesen habe ich mich gefragt, welche Zielgruppe dieses schön gestaltete, mit zahlreichen Skizzen, Graphiken und Fotos versehene Buch ansprechen kann. Sicher sind es nicht die Studenten oder Absolventen eines Physik-Studiums, sie werden kaum etwas Neues erfahren können. Und auch wer Physik im Nebenfach studiert oder studiert hat, wird den größten Teil der Inhalte bereits kennen. Also sind es in erster Linie die interessierten Laien, denen dieses Buch Freude und Nutzen bringen kann.

Das Buch behandelt eine ganze Reihe physikalischer Themen. Im ersten Kapitel geht es um die Physik im 20. Jahrhundert und dabei insbesondere um Röntgenstrahlung und Radioaktivität, um die Quantentheorie, die Relativitätstheorie, Atomphysik sowie um Astrophysik und unser Universum. Das zweite Kapitel blickt auf die Anfänge der Physik im 16. und 17. Jahrhundert zurück und geht auf die Planetensysteme, auf Licht und Zeit sowie die Gesetze der Bewegung ein. Das dritte Kapitel widmet sich der Physik im 18. und 19. Jahrhundert mit Ausführungen zur Wärme, zur Energie, zur Elektrizität, zum Magnetismus. Schließlich geben die Autoren im letzten Kapitel eine kurze Einschätzung zur Zukunft der Physik.

Mir persönlich hat gut gefallen, dass nicht allein reines Wissen vermittelt werden soll. Wenn man sich damit begnügen möchte, gibt es nach meiner Einschätzung bessere Bücher. Stattdessen schildern die beiden Autoren in einer ganzen Reihe von geschickt eingebauten Kurzbiographien das Leben der Physiker. Dabei handelt es sich nicht nur um Galilei, Newton oder Einstein, sondern beispielsweise auch um Röntgen, Marie Curie, Max Planck, Niels Bohr, Schrödinger, Rutherford, Otto Hahn, Lise Meitner, Richard Feynman, Fermi, Bethe, Stephen Hawking, Hubble und mehrere andere.

Das Buch hat 340 Seiten, für all die inhaltlichen Themen und die Biographien sind das nicht viele. Über eine gewisse Oberflächlichkeit und den weitestgehenden Verzicht auf Formeln und Mathematik kann man sich daher nicht wundern. Gerade dadurch lässt sich aber das Buch recht zügig lesen.

Den beiden Autoren, einem ehemaligen Physik-Professor und einem ehemaligen Physik-Lehrer, ist eine hübsche Rahmenhandlung eingefallen, in die sie die für manche eher trockenen physikalischen Themen eingebettet haben. Sie stellen die Physik in einem Gebäude, einer Art Museum, dar, in dessen vier Geschossen die Inhalte der vier Kapitel präsentiert werden: im Erdgeschoss die Physik des 16. und 17. Jahrhunderts, im ersten Obergeschoss die Physik des 18. und 19. Jahrhunderts, im zweiten Obergeschoss die moderne Physik im 20. Jahrhundert und im Dachgeschoss der Ausblick auf die Zukunft. Zwei Besucher, ein älterer Herr Paul Weber und eine junge Frau Hanna, begeben sich mit den beiden Autoren auf einen zwei Tage dauernden Rundgang durch das Gebäude. Immer wieder stellen sie dann Fragen oder kommentieren das Gesehene. Der Rundgang verläuft nicht entsprechend der Historie von unten nach oben, sondern beginnt im zweiten Obergeschoss, führt dann ins Erdgeschoss und über das erste Obergeschoss schließlich zum Dachgeschoss. Diese ungewöhnliche Reihenfolge hat viele Vorteile, sie beginnt mit der modernen Physik, blickt dann in die Geschichte der Physik zurück und schließlich nach vorn.

Der Gedanke, die Physik im Rahmen eines solchen Museumrundgangs vorzustellen, scheint sehr gut, ist aber in diesem Fall nach meiner Auffassung nicht besonders überzeugend umgesetzt. Man kann den Eindruck haben, dass er nachträglich einem ansonsten bereits fertigen Manuskript aufgepfropft wurde. Dadurch wirkt die Rahmenhandlung an vielen Stellen sehr künstlich.

Weniger gut gefallen hat mir das letzte Kapitel mit dem Blick in die Zukunft. Außer einer kurzen Würdigung der Stringtheorie enthält dieser Abschnitt nichts Wesentliches. Schade!

Wegen der nicht gut umgesetzten Idee des Museumrundgangs, wegen des etwas dürftigen Ausblicks und wegen der zahlreichen Schreibfehler, die das Lesevergnügen beeinträchtigen können, scheint mir eine Bewertung des ansonsten sehr guten Buches mit vier Sternen angemessen zu sein.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hannas Welt - lesenswert, 6. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Physik ohne Ende: Eine geführte Tour von Kopernikus bis Hawking (Erlebnis Wissenschaft) (Gebundene Ausgabe)
Quelle: Spektrum der Wissenschaft 12/2010

"Darf ich Sie etwas Persönliches fragen? Verstehen Physiker eigentlich die Merkwürdigkeiten der Quantenmechanik?" Hanna, die junge Besucherin auf der Reise durch das Gebäude der Physik, hat soeben gemeinsam mit ihrem Großvater vom Doppelspaltexperiment erfahren, vom Welle-Teilchen- Dualismus und der radioaktiven Strahlung. Die Physiker, die sie auf ihrem Weg begleiten, bemühen sich, ihre vielen kritischen und meist etwas altklugen Fragen verständlich und trotzdem nichttrivial zu beantworten. Ob man die Quantenphysik verstehe, so erklärt man ihr, hänge davon ab, ob man nur den Formalismus beherrschen oder eine Anschauung gewinnen will.

"Physik ohne Ende" erinnert an das Philosophie- Kultbuch "Sofies Welt" von Jostein Gaarder, ist allerdings nicht ganz so romanhaft geschrieben. Hanna und ihr Großvater besuchen ein Museum und beginnen mit den Räumen, in denen sich die "Moderne Physik" befindet. Erst im zweiten Teil des Buchs werden sie auch Newton, Kopernikus und Faraday kennen lernen.

Mit Einsteins spezieller und allgemeiner Relativitätstheorie geht es los ' fast ohne Formeln, anschaulich geschildert und mit schwarz-weißen Bildern unterlegt. Zwischendurch darf Hanna immer gerade die Fragen stellen, die einem interessierten Laien auf den Lippen brennen würden.

In einzelnen Zimmern des Gebäudes können die Besucher ' teilweise anhand von Experimenten ' die Gesetze der Elementarteilchenwelt und der Quantenphysik, das Funktionsprinzip von Atombomben, den Sonnenzyklus und den Urknall nachvollziehen. Theoretischere Abschnitte gibt es ebenfalls, allerdings kleiner gedruckt, um das Überspringen zu erleichtern. Das Niveau des Rundgangs entspricht dem der "Vorlesung für Nichtphysiker", welche die Autoren mehrfach an der Universität Heidelberg gehalten haben.

Einen wesentlichen Teil des Lesegenusses bieten die anekdotischen Anmerkungen des Großvaters und die Geschichten aus dem Leben der "Menschen hinter den Gleichungen". Die zahlreichen Details erwecken die gesichtslosen Namen unvergesslich zum Leben. Wer hätte erraten, dass hinter der brieflichen Auskunft "Ich bin hier ein ehrwürdiger eidgenössischer Tintenscheißer mit ordentlichem Gehalt" niemand anders steckte als Albert Einstein? Und macht es Wilhelm Conrad Röntgen nicht außerordentlich sympathisch, wenn man lernt, dass er mit 17 der Schule verwiesen wurde, weil er eine Karikatur von einem Lehrer angefertigt haben sollte? Röntgen hat den wahren Urheber, einen Schulfreund, nicht verraten.

Der Physikprofessor Jörg Hüfner und der Gymnasiallehrer Rudolf Löhken, beide mittlerweile im Ruhestand, gestalten ihre Reise durch die Physik knapp, dennoch gehaltvoll und dabei unterhaltsam. Fast immer gelingt es ihnen, auf wenigen Seiten die Essenz eines physikalischen Problems darzustellen. Nur an manchen Stellen fällt die Tiefe der Darstellung der Knappheit zum Opfer; so fehlt bei der Darstellung des Einstein-Podolski- Rosen-Paradoxons der Vergleich mit der Alltagsphysik, der das Paradoxe erst richtig herausgearbeitet hätte. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass eine von einer Konzertbühne geworfene Rose den Kollaps der quantenmechanischen Wellenfunktion verdeutlichen durfte.

Auf gerade einmal 330 Seiten besprechen Hüfner und Löhken sogar die Verletzung der Spiegelsymmetrie in der Elementarteilchenwelt, erläutern grob den LHC und seine Ziele und führen Diskussionen über Licht und Zeit; da darf man sich über mangelnde Ausführlichkeit nicht zu sehr beschweren. Umso mehr wird der interessierte Leser in den Literaturhinweisen am Ende jedes Kapitels stöbern wollen.

Nach vergnüglicher Lektüre möchte ich das Buch den vorgebildeten und interessierten Laien ebenso wie den Physikern empfehlen. Am Ende ist der Leser mit Hanna und dem Großvater durch ein großes Museum gewandert, dessen Zimmer (fast) alle erhellt worden sind.
Vera Spillner
Die Rezensentin ist theoretische Physikern und promoviert in Philosophie.
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4.0 von 5 Sternen Vergnügliche Physikstunden, 18. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Physik ohne Ende: Eine geführte Tour von Kopernikus bis Hawking (Erlebnis Wissenschaft) (Gebundene Ausgabe)
Inhaltlich schließe ich mich voll und ganz meinen Vorrednern an. Das Buch ist auch für den absoluten Laien empfehlenswert und sehr kurzweilig zu lesen.
Ärgerlich waren für mich nur die vielen vielen Rechtschreib- und Grammatikfehler.
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5.0 von 5 Sternen Ein Muß für jeden Physikliebhaber, 17. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein lehrreicher, unterhaltsamer, kurzweiliger Überblick über die Geschichte der Physik.
Ein muß für jeden, der in die Geschichte der Physik und in die Grundlagen der Physik auch jenseits von Newton einsteigen will ohne ein Studium der Physik besuchen zu wollen oder besucht zu haben.
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Physik ohne Ende: Eine geführte Tour von Kopernikus bis Hawking (Erlebnis Wissenschaft)
Physik ohne Ende: Eine geführte Tour von Kopernikus bis Hawking (Erlebnis Wissenschaft) von Rudolf Löhken (Gebundene Ausgabe - 8. September 2010)
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