Kundenrezensionen


2 Rezensionen
5 Sterne:    (0)
4 Sterne:
 (1)
3 Sterne:
 (1)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wo Menschen Teilchen verstehen
Das Buch „Wo Menschen und Teilchen aufeinanderstoßen – Begegnungen am CERN“ von Michael Krause, setzt sich im Großen und Ganzen aus zwei verschiedenen Abschnitten zusammen.
Im ersten Drittel wird recht ausführlich die Geschichte des CERN wiedergegeben. Von der schwierigen Situation in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg, dem ersten...
Vor 15 Monaten von lechem veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen CERN und seine Wissenschaftler
Das CERN, das den zur Zeit weltgrößten Teilchenbeschleuniger, den LHC, beherbergt, sorgte in den letzten Monaten wiederholt für Schlagzeilen, zunächst am 4. Juli 2012 mit der Bekanntgabe, dass das lang gesuchte Higgs endlich gefunden war, und schließlich anlässlich der Verleihung des Nobelpreise an Peter Higgs und François Englert, deren...
Vor 13 Monaten von Dr. T. veröffentlicht


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen CERN und seine Wissenschaftler, 20. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Wo Menschen und Teilchen aufeinanderstoßen: Begegnungen am CERN (Gebundene Ausgabe)
Das CERN, das den zur Zeit weltgrößten Teilchenbeschleuniger, den LHC, beherbergt, sorgte in den letzten Monaten wiederholt für Schlagzeilen, zunächst am 4. Juli 2012 mit der Bekanntgabe, dass das lang gesuchte Higgs endlich gefunden war, und schließlich anlässlich der Verleihung des Nobelpreise an Peter Higgs und François Englert, deren – bereits vor 50 Jahren aufgestellten – Theorie, durch die LHC Experimente bestätigt wurden war. Dieses, für fundamentale Erkenntnisse, eher ungewöhnliche Medieninteresse, brachte auch eine Reihe populär wissenschaftlicher Bücher, die sich diesen Themen widmen, hervor; zu denen auch „Wo Menschen und Teilchen aufeinanderstoßen – Begegnungen am CERN“ von Michael Krause gehört.

Das vorliegende Buch zeichnet die Geschichte des CERN nach und präsentiert Interviews, die der Autor mit einigen der am CERN arbeitenden Wissenschaftlern geführt hat; dabei stehen nicht so sehr Teilchenphysik und die Technik der Industrieanlagen- großen Beschleuniger im Vordergrund des Interesses, vielmehr die persönlichen Motivationen, der an einem der größten wissenschaftlichen Unternehmungen der Menschheit, beteiligten Menschen.

Nach dem zweiten Weltkrieg lag nicht nur Europa in Schutt und Asche, sondern auch die europäische Wissenschaft danieder, viele der besten Wissenschaftler waren vertrieben wurden, nach Amerika ausgewandert oder geflohen. Ein wissenschaftlicher Neubeginn würde nur Bestand haben, wenn er auf internationaler Zusammenarbeit beruhen würde. Der erste Teil des Buches schildert die wissenschaftspolitischen Erwägungen die zur Gründung eines Europäischen Zentrums für Kernphysik führten. Die Physik des Atomkerns hatte sich in den 40iger und beginnenden 50iger Jahren gewandelt, zu den bereits bekannten Teilchen, die für den Atomaufbau notwendig sind, wurden immer neue Elementarteilchen, wie Pi- Mesonen u.ä. entdeckt, ein gründliches Verständnis der (starken) Kernkraft stand auch noch aus; um hier weiter theoretisch und experimentell voranzukommen, waren Laboranlagen allein nicht mehr ausreichend, dazu waren immer leistungsfähigere Beschleuniger notwendig. Die Geschichte der Planung dieser Anlagen, ihr Bau und Betrieb wird hier beschrieben.

Im zweiten Teil wird das CERN und insbesondere der Large Hadron Collider aus der Sicht von Wissenschaftler vorgestellt, die für den Betrieb seiner Anlagen, der Planung von Experimenten und die Erarbeitung von theoretischen Voraussagen verantwortlich sind; sie kommen in den Interviews, die der Autor mit ihnen geführt hat, zu Wort; sie berichten von den physikalischen Hintergründen der verschieden LHC Experimente, aber auch über ihrer persönlichen Werdegang und ihren Beweggründen, sich mit den innersten Geheimnissen des Universum auseinander zu setzen. In diese Interviews werden gelegentlich Hintergrundinformationen, über Teilchenphysik im allgemeinen und dem Standardmodell im besonderen, eingeflochten.

Leider kann das Buch nicht recht als gelungen bezeichnet werden, dem ganzen fehl ein roter Faden, die Interview Fragen sind mit unter etwas boulevarhaft formuliert; auch die eingeschoben Kapitel zum Leben und Werk einiger bedeutender Physiker fügen sich ebenso wenig richtig ein. Ganz gewiss haben Galilei, Kepler, Maxwell und Einstein wesentlich Grundlagen gelegt, die auch in der Physik der Beschleuniger des CERN eine wesentliche Rolle spielen, allerdings sind die Darstellungen so karg, dass ihr Bezug zum Hauptthema eher wage bleibt.

In diesem Zusammenhing sei erwähnt, das einer der Interviewten, Rolf Landua, selbst ein populär wissenschaftliches Büchlein „Am Rande der Dimensionen. Gespräche über die Physik am CERN“ veröffentlicht hat. Eine ausgezeichnete und detaillierte Beschreibung des LHCs und seiner Experimente ist auch Don Lincolns „Die Weltmaschine“.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wo Menschen Teilchen verstehen, 6. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Wo Menschen und Teilchen aufeinanderstoßen: Begegnungen am CERN (Gebundene Ausgabe)
Das Buch „Wo Menschen und Teilchen aufeinanderstoßen – Begegnungen am CERN“ von Michael Krause, setzt sich im Großen und Ganzen aus zwei verschiedenen Abschnitten zusammen.
Im ersten Drittel wird recht ausführlich die Geschichte des CERN wiedergegeben. Von der schwierigen Situation in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg, dem ersten Vorschlag für das CERN von Louis de Broglie, über die ersten großen Erfolge, Ausbauten usw. bis hin zu „Entdeckung“ des Higgs-Bosons mit Hilfe des LHC. Viele Skizzen und Photos machen es auch für Nicht-Physiker verständlich und verdeutlichen z.B. die Größe des LHC im Vergleich mit der Stadt Genf. Es ist außerdem sehr interessant zu erfahren, wie viele berühmte Physiker/Wissenschaftler an der Entstehung des CERN beteiligt waren, z.B. de Broglie, Auger, Bohr oder Bloch. Diese Nicht-Interview-Kapitel lassen sich sehr flüssig lesen und sind eine schöne Zusammenfassung über die Entwicklung des CERN.
Der zweite Teil des Buches besteht aus Interviews mit führenden Wissenschaftlern des CERN und Kapiteln über große Physiker der Vergangenheit, von der „Entstehung der modernen Physik“ durch Galilei bis hin zu Relativitätstheorie durch Einstein. Die allgemeinen Kapitel über die Entwicklung des Physik sind wieder sehr gut zu lesen und sehr interessant, wenn auch für Leser mit Vorkenntnissen (Chemiestudent im 9. Semester) oft etwas oberflächlich. Alle Kapitel weder am Ende noch einmal kurz zusammengefasst und mit Photos, Bildern und Graphiken aufgelockert. Auch Zitate und Bezüge zu Kunstwerken sind eingearbeitet.
Mit den Interviews ist es etwas schwieriger. Deren Verständlichkeit und Aufbau ist natürlich von den Antworten der Gefragten abhängig. Fragen wie „Wie kamen sie zur Physik? Was hat sie angetrieben und inspiriert?“ führen oft zu doch recht philosophischen Ausschweifungen. Worin sich alle Interviewten einig sind und was sicher auch eins der übergeordneten Ziele des CERN darstellt, ist die Tatsache, dass Wissenschaftler aus so vielen Nationen friedlich und erfolgreich miteinander forschen, um des Forschens willen. Das dabei viele Erfindungen „abgefallen“ sind, die auch für die Gesellschaft einen großen Fortschritt darstellen und nicht nur in der Wissenschaft eine Rolle spielen, allem voran das WWW, ist vielen Menschen sicher gar nicht bewusst.
Etwas merkwürdig klingen Fragen wie „Wird das Universum am besten durch eine Nuss, einen Granatapfel oder eine Zwiebel dargestellt?“ oder „Hat der Teilchenstrahl im LHC einen spezifischen Geruch?“. Auch die Gefragten sind sich nicht immer sicher, wie ernst sie diese Fragen nehmen sollen.
Sowohl an den entsprechenden Stellen im Buch, als auch in einem Glossar am Ende werden grundlegende Informationen, z.B. über Elektronen, Bremsstrahlung oder Kosmische Strahlung zusammengefasst, sodass nur selten das Gefühl entsteht, dass man gerade keine Ahnung hat, über was man eigentlich liest.
Zusammengefasst kann man sagen, dass es sich wirklich lohnt das Buch zu lesen, vorausgesetzt man hat nicht zu viele Vorkenntnisse über Teilchenphysik, da man sich sonst sicher langweilt (für diese Zielgruppe ist das Buch sicher auch nicht verfasst). Sicher ist es genau das richtige für Menschen, die bereits etwas über die Naturwissenschaften wissen, aber keine Physiker sind (z.B. Chemiker, Nebenfächler oder auch Lehramtsstudenten/Lehrer).
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Wo Menschen und Teilchen aufeinanderstoßen: Begegnungen am CERN
Wo Menschen und Teilchen aufeinanderstoßen: Begegnungen am CERN von Michael Krause (Gebundene Ausgabe - 11. September 2013)
EUR 24,90
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen