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166 von 177 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Neurobiologie für Sachbuch-Muffel...
... bietet dieses schmale Bändchen, das insbesondere diejenigen schätzen werden, denen Sachbücher sonst zu nüchtern sind, und die Poesie und menschliches Einfühlungsvermögen bei naturwissenschaftlichen Büchern vermissen. Hier findet sich das Thema "Die Macht der inneren Bilder" einmal auf andere Weise behandelt, als es die meisten...
Veröffentlicht am 4. Oktober 2007 von isy3

versus
58 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schwerfällig, langatmig, unzusammenhängend
Nachdem ich durch die Zeitschrift "Gehirn und Geist" auf die Materie aufmerksam geworden war und einige tolle Bücher zum Thema Gehirn und Ich gelesen hatte (besonders kann ich die Bücher von Ramachandran empfehlen), kaufte ich mir dieses Buch ob seines interessanten Titels. Auch das Inhaltsverzeichnis liest sich noch sehr spannend. Doch dann wurde ich herb...
Veröffentlicht am 7. Juni 2009 von Hartmut Schäfer


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166 von 177 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Neurobiologie für Sachbuch-Muffel..., 4. Oktober 2007
Von 
isy3 (lebt nun am Bodensee) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Macht der inneren Bilder: Wie Visionen das Gehirn, den Menschen und die Welt verändern (Taschenbuch)
... bietet dieses schmale Bändchen, das insbesondere diejenigen schätzen werden, denen Sachbücher sonst zu nüchtern sind, und die Poesie und menschliches Einfühlungsvermögen bei naturwissenschaftlichen Büchern vermissen. Hier findet sich das Thema "Die Macht der inneren Bilder" einmal auf andere Weise behandelt, als es die meisten Bücher über Neurobiologie tun.

Gerald Hüther ist zwar Professor für Neurobiologie an der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen, aber sein Buch zum Thema ist eher literarisch im Ansatz und so beginnt er mit einer persönlichen Geschichte als Einstieg, die er auch zum Schluss noch einmal aufnimmt. Sein Text ist allgemeinverständlich und nachvollziehbar geschrieben, so dass der Professor niemals "heraushängt". Leider rutschen für meinen Geschmack Aufbau und Tonfall des Ganzen bisweilen ins Predigthafte, weshalb ich dem Buch hier nur vier Sterne geben mag. Manch einem wird aber gerade das gefallen. Insbesondere den Feinsinnigen und Hochsensiblen unter uns möchte ich dieses Buch wärmstens ans Herz legen.

Die Literaturhinweise am Schluss zeigen übrigens, dass es sich beim Autor um einen breit gebildeten Menschen handelt. Hier schreibt ein Wissenschaftler, der auch Goethe, Büchner, Cervantes, Fromm, Hemingway und Rilke liest und nicht nur die obligatorische neurobiologische Fachliteratur. Querdenker werden Hüthers Denkansatz zu schätzen wissen.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wir denken in Bildern und alles Leben vollzieht sich in Bildern, 10. Januar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Macht der inneren Bilder: Wie Visionen das Gehirn, den Menschen und die Welt verändern (Taschenbuch)
Ursprünglich bin ich mit den Gedanken an das Buch gegangen, dass es inhaltlich hauptsächlich auf die persönlichen inneren Bilder im Zusammenhang mit unseren Werten und Vorstellungen bezogen ist. Beim tiefen eindringen in den Stoff habe ich mich davon aber im positiven Sinne verabschieden dürfen.

Was mir beim Lesen große Freude bereitet hat, ist zum einen die Darlegung des Wissens und der Erkenntnisse in Geschichten um eben innere Bilder zu erzeugen und immer wieder die Sinne – und dabei mehr, als nur zwei – anzusprechen und die Komplexität in der Darstellung. Dabei war für mich eine neue und interessante Erkenntnis, dass auch die gesamte Zellentwicklung auf der Basis innerer Bilder stattfindet, dem Abgleich eines Ist- mit einem Soll- oder Urzustand. Das lässt für mich auch Aspekte der Gesundheit vor allem bei schweren (auch sogenannten unheilbaren) Krankheiten in der Argumentation in einem anderen Licht erscheinen.

Sehr gefallen hat mir die Darstellung der Beispiele aus der Tier- und Pflanzenwelt, immer wieder bezogen auch auf den Ursprung der Entwicklung von uns als Menschen auch in der ganz persönlichen Evolution von der Zeugung bis hin zu unserem Ausscheiden aus diesem Leben. Auch der Bezug zu unserer Gesellschaft und den Formen unseres gegenwärtigen Zusammenlebens, was wir auch immer darunter verstehen wollen, ist eine interessante Betrachtung.

Völlig neu waren für mich die drei unterschiedlichen Strategien zur Begegnung eines gesellschaftlichen Kollapses. Strategie 1 haben wir seit der Einführung des EURO und Strategie 2 erleben wir täglich mit den neuen Botschaften zur EURO-Krise und den Versuchen der Rettung oder auch dem ganzen anderen Chaos um den BER, die ständigen Aufklärungskampagnen zu „Fehltritten“ oder eben anderem gesellschaftlichem Versagen. Die Strategie 3 wird wohl gesellschaftlich von oben unmöglich sein, dass kann sich bestimmt nur von unten vollziehen, weil die unten eben irgendwann nicht mehr so wollen, wie sie sollen.

Manche Passagen habe ich in Bezug auf das Zusammenleben als zum Nachdenken anregend oder auch mahnend verstanden und dabei auch immer die angenehme und ermutigende Stimme des Autors in den Ohren gehabt.

Für mich persönlich ein sehr empfehlenswertes Buch, das einmal her zeigt, wer oder was wir Menschen sind und warum wir Erwachsenen mit mehr Respekt und Achtung mit allen Kindern umgehen müssen. Es ist unsere Aufgabe ihnen ihren Weg in das Leben zu bahnen und nicht den von uns geglaubten besten Weg.
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113 von 128 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Buch informiert, unterhält und reißt mit, 24. Februar 2007
Von 
Gerhard Suess "Gerhard Suess" (Hamburg, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Macht der inneren Bilder: Wie Visionen das Gehirn, den Menschen und die Welt verändern (Taschenbuch)
Dieses Buch informiert, unterhält und reißt mit - und behandelt Stoff, der für ein voluminöses Werk reichen würde. Und doch ist es gut, dass seine 135 Seiten zügig neben all unseren anderen Verpflichtungen gelesen werden können. Dadurch kann sich seine eigentliche Wirkung entfalten, in uns ein inneres Bild vom Wesen allen Lebens entstehen zu lassen, dass das Leben .... immer auch ein innere Bilder generierender Prozess" ist, auf der Ebene der Zellen in Form bestimmter DNA-Sequenzen, auf der Ebene von Organismen in Form der die Expression dieser DNA-Sequenzen lenkenden Rahmenbedingungen, auf der Ebene des Gehirns durch individuell gemachte Erfahrungen und auf der Ebene menschlicher Gemeinschaften durch kollektiv akzeptierte und transgenerational kommunizierte Regeln, Vorstellungen und Rituale" (S. 43). Das Thema der Bedeutung innerer Bilder wird auf diesen unterschiedlichen Ebenen allen Lebens bis hin zu dem Erkennenden selbst abgehandelt, der mit richtigen Fragen den Geheimnissen des Lebens auf die Spur zu kommen sucht und uns dabei als Modell dient. Wenn er beschreibt, wie er als kleiner Junge seinem Opa Fragen stellen konnte über Apfelbäume und Kirschkerne und der ihm auch zeigte, wie man einen Wildkirschbaum dazu bringt, richtige Kirschen zu tragen, dann drückt sich darin seine Überzeugung von der Bedeutung zwischenmenschlicher Beziehungen für das Erzeugen und Tradieren innerer Bilder aus. Gleichzeitig beugt es Vorbehalten biologistischen Denkens vor. Das Buch selbst folgt so einem inneren Bild, das all das darin enthaltene biologische Wissen (auch die vielfältigen biologischen Fakten) zusammenhält und ihm eine Funktion zuschreibt, die gerade auch für Sozialwissenschaftler, Sozialarbeiter und Psychotherapeuten von Bedeutung ist. Dieses Buch erzeugte in mir innere Bilder und erinnert mich an ein Buch von Gilbert Gottlieb Synthesizing Nature-Nurture", das mich ähnlich ergriff wie dieses Buch von Gerald Hüther, und ebenfalls einen tiefen Einblick in Entwicklungsprozesse gibt. Ich kann es nur wärmstens weiterempfehlen, denn von dieser Sorte Bücher gibt es nicht viele.
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172 von 197 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen " wie kosbar es ist, eine Zeit lang lebendig zu sein.", 12. August 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Macht der inneren Bilder: Wie Visionen das Gehirn, den Menschen und die Welt verändern (Taschenbuch)
Dr. Gerald Hüther, Professor für Neurobiologie, vermittelt mit seiner eigenen Leichtigkeit wie wichtig innere Bilder, also Träume und Visionen, sind und wie sie Mensch und Gesellschaft verändern. Angefangen vom neurobiologischen Aspekt der inneren Bilder führt uns Dr. Hüther auf eine spannende Entdeckungsreise in uns selbst. Woher kommen unsere inneren Bilder? Wie prägen sie unser Leben? Unterhaltsam zeigt er die unterschiedlichen Formen der inneren Bilder anhand von Beispielen sowohl aus der Hirnforschung als auch aus der Evolutions- und Menschheitsgeschichte. Konflikte, die aus starren Festhalten an Visionen aber auch durch einen Verlust von Träumen heraus entstehen sind in der heutigen Gesellschaft wohl nicht unbekannt. Er zeigt sich zwar Gesellschaftskritisch, jedoch ist dafür ist das Büchlein etwas zu kurz. Trotzdem gelingt es ihm, unser Leben ein bisschen besser zu verstehen.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anschaulicher Wissenschaftsbericht auf hohem Niveau, 3. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Macht der inneren Bilder: Wie Visionen das Gehirn, den Menschen und die Welt verändern (Taschenbuch)
Der Göttinger Neurobiologe Prof. Dr. Dr. Gerald Hüther beschreibt in dem kleinen Band auf sehr anschauliche Weise, wie das menschliche Gehirn sich entwickelt und arbeitet. Das Niveau dieser Darstellung, insbesondere Hüthers Metaphern und Assoziationen sorgen dafür, dass die Verständlichkeit und bildhafte Plastizität nie auf Kosten der thematischen Komplexität stattfinden. Hüther widerlegt nicht nur alte Volksweisheiten wie "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr". In perspektivischem Wechsel schlüpft der Leser mal in die Rolle des Hirnforschers beim Blick durch das Mikroskop, mal wird er, ähnlich wie im Entwicklungsroman, Zeuge des Vorgangs, wie das Gehirn "ein Bild" überhaupt erkennt und sich einprägt.

Vor allem aber wird die elementare Bedeutung der im Gehirn geprägten "inneren Bilder" deutlich, die für uns Menschen sowohl Chance als auch Fluch sein können.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Macht der inneren Bilder, 19. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Macht der inneren Bilder: Wie Visionen das Gehirn, den Menschen und die Welt verändern (Taschenbuch)
Einleuchtend und gut verständlich - aber: keine schlichte Bett-Lektüre!
Der akademisch-wissenschaftliche Tenor dieses Buches spricht meiner Meinung nach in erster Linie Leser mit einem gewissen Bildungsgrad an.
Danke an den Autor, der mit diesem Buch sicher sehr viele Menschen ausserhalb seiner Fachwelt erreicht, zum nachdenken und verstehen gebracht hat.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach spitzenmäßig, 27. Mai 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Macht der inneren Bilder: Wie Visionen das Gehirn, den Menschen und die Welt verändern (Taschenbuch)
Wie es Herrn Hüther gelingt, ein derart trockenes Thema nicht nur anschaulich sondern auch spannend darzustellen, verdient meinen höchsten Respekt. Ich habe jetzt 2 seiner Bücher gelesen und werde mir nachher das Dritte bestellen. Ich wünsche mir, dass viele Menschen seine Denkanstöße lesen, dann werden wir in Zukunft wohl die Verhaltensweisen anderer Menschen und auch unsere eigene Persönlichkeitsstruktur besser verstehen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch für alle NLP ler und Menschen die wissen wollen, warum sie so ticken, wie sie sind!, 12. Juni 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Macht der inneren Bilder: Wie Visionen das Gehirn, den Menschen und die Welt verändern (Taschenbuch)
Ein sehr gutes Buch aus wissenschaftlicher Sichtweise, werden ganz einfach die neurobiologischen Zusammenhänge, von Verhaltensmustern und Denkstrukturen erklärt. Für jdermann-und frau verständlich. Mich hat dieses Buch emotional berührt.
Ein sehr fachlich und wissenschaftlich fundiertes Buch für alle die im Bereich NLP tätig sind ein muss!
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Innere Bilder und was sie für die Entwicklung bedeuten, 14. Mai 2010
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Macht der inneren Bilder: Wie Visionen das Gehirn, den Menschen und die Welt verändern (Taschenbuch)
Gerald Hüther, einer der bekanntesten deutschen Experten für Neurobiologie, zeigt in diesem Buch auf, welche Bedeutung innere Bilder für uns haben und wie diese unser Denken, Fühlen und Handeln bestimmen.

Dabei leitet er ab, wie wichtig innere Bilder - quasi als visualisierte Ziele - für jedes Lebewesen sind und welchen Einfluss diese inneren Bilder wiederum auf unsere genetischen Dispositionen haben. Denn es kann wohl mittlerweile als erwiesen gelten, dass unsere genetische Disposition zu ganz erheblichen Teilen von uns, unserer Wahrnehmung der Welt und den Resultaten, die der Abgleich (subjektiver) innerer Bilder mit der (subjektiv) erlebten Wirklichkeit erbringt, abhängt.

Dabei können innere Zielbilder so stark werden, dass Menschen immer wieder bestimmte (auch unerwünschte) Situationen herbeiführen, damit die eigenen inneren Bilder bestätigt werden, der eigene Glaube darüber, wie die Welt ist, erhalten bleibt. Darüber sollte man gut nachdenken...
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60 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Inside Out, 2. März 2007
Von 
kpoac - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Macht der inneren Bilder: Wie Visionen das Gehirn, den Menschen und die Welt verändern (Taschenbuch)
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"Es ist ihm als...", "Es war ihm als..." Es vermischt sich die Außenwelt in der Umdeutung der Realität mit der im Subjekt bereits gefestigten Innenwelt. Diese Fiktion Büchners im LENZ ist Hüthers Ideengeber. Büchner versteht, innere Bilder in den Prozess seiner literarischen Grosstat als Impuls zu verwenden. Was Menschen im Alltag bewegt, wie die inneren Bilder wirken, woher sie kommen und wie wir mit ihnen umzugehen haben, das alles ist Hüthers Motivation aufzuklären.

Gerald Hüther ist Neurologe und Professor für Neurobiologie an der UNI Göttingen und kennt den LENZ. Sein Buch der Visionen gibt einen wunderbaren Einblick in die Welt der inneren Bilder, betrachtet aus den Perspektiven unterschiedlicher Professionen und Absichten. Er genießt es förmlich, seine Lebenserfahrung (Beispiel sei das Gespräch mit seinem Opa) mit dem wissenschaftlichen Anspruch zu verbinden. Beispiele der Biologie geben mannigfaltige Hilfen. Die Entwicklung und Vergrößerung des Gehirns im Laufe der Evolution oder durch Lernvorgänge mit Synapsenbildung weisen auf innere Bilder und deren Bedeutung im täglichen Leben. Diese Bilder entscheiden über Gut und Böse, Schön und Hässlich, über Attraktion und Abstoßung. Damit dienen diese inneren Bilder nicht nur der Hilfe (vgl. Imagination als Therapie nach Lazarus) sondern verführen den Menschen auch zum Sklavendasein, dass heißt in eine Abhängigkeit, da die inneren Bilder ein längeres Dasein kennzeichnet als die jeweilige Lebensform. Schädlich werden sie auch dort, wo sie als Illusion die Realität unumkehrbar bestimmen. Dort bestimmen sie allerdings die Bedeutung der Kunst, der Lyrik, wenn sie sich als Dämon (vgl. die Analysen von Rüdiger Safranski, Stefan Zweig) der kreativen Art zeigen.

Die Welt, als Welt- und als Menschenbild, verändert sich mit einer dramatischen Schnelligkeit, dass der der Mensch im Taumel der vermeintlichen Begeisterung über die Selbstgestaltung der Bilder, sich Luft zum Atmen und Zeit zum Nachdenken nimmt. Damit ist kritisch zu hinterfragen, inwieweit es erstrebenswert ist, diese Vision zu realisieren. Wichtig ist eher, dass von jedem Standpunkt aus Brücken geschlagen werden müssen, die scheinbar Getrenntes wieder verbinden. Wir Menschen müssen davon ausgehen, dass nichts Getrenntes unter der Sonne existiert. Damit sind gewonnene und festgebundene Vorstellungen und Überzeugungen zu hinterfragen, zu befreien zur Integration ins Ganze.

Sein Umgang mit Beispielen der Natur, der Evolution verdient Beachtung. Denn keiner seiner Thesen bedarf einer Nische des Versteckens hinter nicht verstehbarer Wissenschaft. Hüther liebt es anschaulich, so wie Bilder eben sind, die das Handeln, Fühlen und Denken bestimmen. Letztendlich bestimmen sie das Sein.

Und dieses Sein bedarf auch einer immerwährenden kritischen Überprüfung. Denn wenn innere Bilder Initiator für das Handeln sind, muss die Entstehung bekannt sein. Gern verweise ich auf Joachim Bauer, der über Spiegelneuronen weiter berichtet. So gelingt es Hüther ebenso einen gesellschaftskritischen Ansatz anzudeuten, aus der Sicht der Naturwissenschaft ausreichend aber eben nicht erschöpfend.

Insgesamt ist die Neurobiologie zu einer wichtigen Theorie in der Bestimmung des Lebens geworden. Vielfältige Foren und Bücher bestätigen dieses. Hüther gelang ein verständlicher Einblick in die Welt der inneren Bilder und deren Bedeutung für die Lebensform. Deswegen hat es meine Empfehlung.
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