Kundenrezensionen


9 Rezensionen
5 Sterne:
 (4)
4 Sterne:
 (2)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:
 (1)
1 Sterne:
 (2)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen gelungene Symbiose
Als ausgesprochener Prof. Hüther Fan bin ich auch hier wieder voll auf meine Kosten gekommen.
Dieses Buch ist sicher anders, als seine anderen Bücher. Und möglicher Weise nichts für rein sachlich, wissenschaftlich orientierte Menschen.
Dafür ist es eine wunderbare Symbiose aus wissenschaftlichen Erkenntnissen und seiner eigenen...
Veröffentlicht am 8. Januar 2012 von S.H. Wertvoll

versus
33 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen ...warum man zuerst Rezensionen lesen sollte
Ich habe das Buch beim Stöbern in einer größeren Buchhandlung gefunden, da ich mich sehr viel mit Evolutionsbiologie etc. befasse, hat der Titel mich natürlich angesprochen.

Das habe ich erwartet: Ich nahm an, dass das Buch mir weiterführende Anregungen dazu liefert, welche Rolle ein Gefühl, welches Menschen als Liebe definieren,...
Veröffentlicht am 24. Februar 2010 von D. Janknecht


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen gelungene Symbiose, 8. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Evolution der Liebe (Sammlung Vandenhoeck): Was Darwin bereits ahnte und die Darwinisten nicht wahrhaben wollen (Taschenbuch)
Als ausgesprochener Prof. Hüther Fan bin ich auch hier wieder voll auf meine Kosten gekommen.
Dieses Buch ist sicher anders, als seine anderen Bücher. Und möglicher Weise nichts für rein sachlich, wissenschaftlich orientierte Menschen.
Dafür ist es eine wunderbare Symbiose aus wissenschaftlichen Erkenntnissen und seiner eigenen philosophischen Betrachtung der Zusammenhänge.
Ob das, was er - wie immer in seiner gekonnt wunderbar bildhaften Sprache - darstellt, stimmt, mag dem geneigten Leser selbst überlassen bleiben.
Wer aber auf der Suche nach dem möglichen tieferen Sinn des Lebens und der Relevanz von wissenschaftlichen Erkenntnissen bei der Suche danach ist, bekommt Denkanstösse, die nicht nur ihrer weiteren Verfolgung wert sind, sondern auch möglicherweise zum Handeln veranlassen.
Für mich ein Werk, das berührt und bewegt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


55 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen die Liebe ist eben doch keine Nebensache sondern wichtig, 28. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Evolution der Liebe (Sammlung Vandenhoeck): Was Darwin bereits ahnte und die Darwinisten nicht wahrhaben wollen (Taschenbuch)
Gerald Hüther ist für mich ein Pionier. Er erklärt mir mein Gehirn auf neue Weise. Und bestätigt mir damit meine Lebenserfahrungen. In diesem Buch wittmet er sich dem Gefühl der Bindungsliebe. Ich stimme nicht mit allen seinen Schlußfolgerungen und Überlegungen überein. Was Gesellschaften zum Erblühen bringt oder zum Sterben, erklärt mir Jared Diamond in seinen Büchern "Arm und reich" und "Kollaps". Ich denke, dass die Mechanismen, die zum Entstehen von Kulturen führt, außerhalb von Sozialverhalten und Bindung passieren. Die verschiedenen Lebensformen, ob als Normade oder seßhaft im Dorf, in der Stadt, beeinflussen das Ausleben von Liebe, passen sich den Möglichkeiten der Lebensformen an, nicht umgekehrt. Das ist jedenfalls meine Vermutung. Nach meinem Kenntnisstand wurde das noch nie untersucht. So bliebt auch meine Vermutung genau das, eine Annahme.

Gerald Hüther geht den neuen Weg, ein Gefühl, DAS Gefühl der Zugehörigkeit, die Bindungsliebe, in sein wissenschaftliches Weltbild einzubetten. Er zeigt, das wir diese Liebe brauchen, dass wir unsere Gefühle im Zusammenhang mit anderen Menschen, ob den eigenen Verwandten, zu größeren Gruppen, Freundeskreis, Arbeitskollegen oder Freizeitpartner, brauchen, dass diese Gefühle eine wichtige Funktion haben. Ohne liebevolle Zuwendung stirbt ein Kind. Versuche mit Menschen Kindern in den 20. Jahren des letzten Jahrhunderts zeigten, dass Kinder seelischen Beistand, die Verbindung und das seelische Umsorgtsein von Menschen brauchen, sonst sterben sie. Satt und sauber reicht nicht.

Ich denke, dass wir uns aktuell in einem der größten Menschenversuchen befinden, derer die Menschheit je ausgesetzt war. Fernsehn und Internet Unterhaltung greift viel tiefer in unsere Gefühlswelten ein, als es uns klar ist. Und bewirkt nach meiner Beobachtung nach ein kleiner werden oder deckeln z.B. dieser Bindungsgefühle. Denn den archarischen Bindungen zur Familie ist jeder Mensch angehaftet, nur scheint es heute oft so, als wären sie schwächer als früher. Das täuscht meiner Beobachtung nach.

Was heute ganz oft fehlt, ist das offene Ausleben und damit öftere Konzentrieren und durch stetige Wiederholen Stärken dieser Bindungsgefühle oder ihres Ersatzes in Form von Verbundenheitsgefühlen zu Freunden. In diese Lücke springen grade neue Konzepte für ein erfüllteres Leben. Immer mehr Menschen entdecken für sich, ohne Gefühle wird und bleibt ein Leben leer.

Gerald Hüther macht mit seinen Büchern Mut, sich wieder mehr genau diesen Gefühlen zu wittmen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Danke Herr Hüther, 25. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Evolution der Liebe (Sammlung Vandenhoeck): Was Darwin bereits ahnte und die Darwinisten nicht wahrhaben wollen (Taschenbuch)
Herr Hüther zeigt in eindrucksvoller Weise, dass viele der heute so hochgelobten Wissenschaftler auf dem "Holzweg" sind. Ein super Buch mit einer sehr humanistischen, uns Menschen nahen Sicht.

Ich bezweifle, das die emotionale Intelligenz und ein humanistisches Weltbild bei den Autoren der "negativen" Rezensionen sehr ausgeprägt ist.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Sehr gutes Buch!, 21. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wie alle Gerald Hüther Bücher ein sehr gutes Buch. Herr Hüther ist einer der wenigen Wissenschaftler der über Liebe schreibt.
Leider sind nicht viele Wissenschaftler so.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


46 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen gute zusammenführung verschiedener Wisssenschaften, 27. Mai 2001
Rezension bezieht sich auf: Die Evolution der Liebe (Sammlung Vandenhoeck): Was Darwin bereits ahnte und die Darwinisten nicht wahrhaben wollen (Taschenbuch)
ein sehr interesantes Buch über die längst fällige Synthese aus den verschiednenen Natur- und Geisteswissenschaften, sehr spannend was Darwin damals in seier Zeit schon angedeutet hat über kräfte die in der evolutin wirken. Für alle, die sich mit allein psychologischen oder naturwissenschftlichen Erklärungen nicht zufrieden geben wollen, .......
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gerald Hüther, Evolution der Iebe, 20. Oktober 2011
Von 
Dr. Berg, Dagmar "Berg" (Köln, Nordrhein-Westfalden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Evolution der Liebe (Sammlung Vandenhoeck): Was Darwin bereits ahnte und die Darwinisten nicht wahrhaben wollen (Taschenbuch)
Obwohl ich ein Fans der Bücher von Gerald Hüther bin und auch dieses Buch sehr lesenswert ist, empfinde ich es im Gegensatz zu seinen anderen Werken eher etwas flach und nicht so wissenschaftlich fundiert, wie die anderen. Es gefällt mir, aber es gibt bessere von ihm.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


33 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen ...warum man zuerst Rezensionen lesen sollte, 24. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Evolution der Liebe (Sammlung Vandenhoeck): Was Darwin bereits ahnte und die Darwinisten nicht wahrhaben wollen (Taschenbuch)
Ich habe das Buch beim Stöbern in einer größeren Buchhandlung gefunden, da ich mich sehr viel mit Evolutionsbiologie etc. befasse, hat der Titel mich natürlich angesprochen.

Das habe ich erwartet: Ich nahm an, dass das Buch mir weiterführende Anregungen dazu liefert, welche Rolle ein Gefühl, welches Menschen als Liebe definieren, in der Evolution einnimmt, welchen konkreten Nutzen man daraus ziehen kann und wie es sich neuronal herausbilden konnte.

Das habe ich gefunden:

Recht früh merkte ich, das es dem Autor nicht darum geht biologische Erkenntnisse zu verknüpfen, viele seiner Hypothesen werden nicht oder nur schwammig durch wissenschaftlich fundierte Argumente unterfüttert. Er greift an vielen Stellen auf Metaphern zurück sowie auf tradierte Überzeugungen, jegliche Wissenschaftlichkeit ist zu vermissen. Des Weiteren zieht er unter Anderem gegen Richard Dawkins ins Feld, aus dessen Buch "Das egoistische Gen" er sehr zielorientiert zitiert(S. 48). Hier kommt es zu einer ernstzunehmenden Verzerrung der Ansichten und des Gedankengebäudes Dawkins, ich wage zu bezweifeln, dass der Autor das Buch zur Gänze gelesen hat.Hier ist ergänzend anzumerken, dass Dawkins seine Schrift ergänzt hat, um Missverständnissen, welche primär innerhalb der Medien aufgekommen sind, aus dem Weg zu räumen. Auch dies wird von Hüther konsequent ignoriert.

Zunehmend bekommt man den Eindruck, dass man es mit einer semireligiösen Zeigefingerschrift zu tun hat, die Apelle zum Ende der Lektüre ziehen die Aussage umso mehr ins Lächerliche. Hüther wirft den Biologen vor Ursache und Wirkungsbeziehungen zu missachten, die Soziobiologen stünde in der Tradition sozialdarwinistischer Strömungen, da sie sich zwar distanziert , aber nicht deren Leitgedanke verworfen hätten ("Der Coup klappte, das ohnehin weitverbreitete egoistische Denken bekam nun endlich eine, sogar molekulargenetisch begründete Rechtfertigung.", S. 47f).

Sicherlich ist es korrekt, dass man aus vorgefundenen "Fakten" keine Handlungsmaximen ableiten darf, jedoch begeht Hüther eben diesen Fehler. Offensichtlich krampfhaft bemüht versucht er, dem philosophischen Konstrukt Liebe einen evolutionsbiologischen/physikalischen Schuh anzuziehen, indem er pathetisch von einer "für den Zusammenhalt alles lebendigen verantwortliche[n] Kraft" spricht, die sich als Gegenpol zur Konkurrenz entwickelt habe (S.61). Spätestens an dem Punkt, an dem er die Apokalypse durch Verlust der Liebe prophezeit (S.85), war ich durchaus geneigt das Buch neben meine alte Schulbibel ins Regal zu stellen, habe aber tapfer bis zum Ende durchgehalten. Frei nach dem Motto: Kenne deinen Feind.

Aber eventuell bin ich auch nur ein "Kind der Liebe" (S.97), was sich weigert erwachsen zu werden.

Fazit: Lediglich als erheiternde Abendlektüre geeignet, aber eigentlich schade ums Geld. Beunruhigend finde ich nur die Tatsache, dass Herr Hüther scheinbar Leiter der Neurobiologischen Grundlagenforschung in Göttingen ist...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Liebe, 11. Januar 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Evolution der Liebe (Sammlung Vandenhoeck): Was Darwin bereits ahnte und die Darwinisten nicht wahrhaben wollen (Taschenbuch)
HÜTHER, Gerald: „Die Evolution der Liebe“, Göttingen 2010
Der Autor versucht es die Liebe nachzuweisen. Wie sie funktioniert und woher sie kommt. Lange hält er sich mit Darwin auf und erklärt Dinge, die ihn vom Ziel seiner Arbeit wieder wegführen. Speziell die Biologen kritisiert er, dass sie sich wenig weiter entwickeln.
Die Sozialbiologen begründen es mit einem Konkurrenz und Austauschverfahren. Auch in der Liebe gelte „Gibst du mir, gebe ich dir.“ Es seien die egoistischen Gene, die zu einem „Kampf der Geschlechter“ treiben.
Unser Hirn muss anpassungsfähig sein gegenüber den raschen Veränderungen der Welt, um die „innere Ordnung“ aufrecht zu erhalten.
Andere Ansichten liegen in der erotischen Beziehung, die zur Fortpflanzung dient, obwohl viele Tiere kein Geschlecht besitzen und sich trotzdem fortpflanzen.
Viele glauben heute mit Macht und Reichtum Stabilität und Sicherheit zu erlangen. Weniger Menschen versuchen es mit Wissen und Kompetenz. Der dritte Weg wäre es, mit sozialer Verantwortung Geborgenheit zu erlangen.
Der Autor kommt letztlich zum Schluss, dass wir mit dem Gefühl einer engen Bindung zwischen den Mitgliedern einer Gruppe „keine von irgendwelchen Genen auf Konkurrenz und Selbstbehauptung programmierten Roboter, sondern Kinder der Liebe“ (Seite 97) sind.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


19 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen erbärmlich: Hausfrauensentimentalitäten, 7. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Evolution der Liebe (Sammlung Vandenhoeck): Was Darwin bereits ahnte und die Darwinisten nicht wahrhaben wollen (Taschenbuch)
'Die Evolution der Liebe' ist ein gänzlich überflüssiges und geistloses Buch, voll pathetischer Phrasendrescherei. Mir ist unklar, was der Autor überhaupt will.

Ohne Argumente zu liefern stellt Hüther fest, dass der 'analytische Blick' der Naturwissenschaften nicht genüge. Ihm als Neurobiologen sollte dabei eigentlich bewusst sein, dass Naturwissenschaft grundsätzlich offen ist und deshalb allen anderen Zugängen zur Wirklichkeit (soweit diese überhaupt sich auf die Wirklichkeit beziehen und zudem sich einer gewissen Methodik bedienen) überlegen ist. Kein einziges Argument wird angeführt, weshalb die etablierten konkurrenzorientierten Paradigmen der Evolutionsbiologie versagen sollen. Nicht nur spieltheoretisch haben diese Paradigmen ihre Berechtigung, auch die Empirie spricht überwältigend für sie. (Dass es in der Tat auch einiges sowohl wissenschaftlich als auch wissenschaftstheoretisch Fragwürdiges gibt wie einige Entwicklungen in der Evolutionären Psychologie oder der Soziobiologie gibt, steht außer Zweifel, was aber einer sachlichen und sorgfältigen Untersuchung bedarf!). Nicht einmal die gegenwärtigen Konzepte und Ideen der (Sozio-)Biologie zur Liebe werden dargestellt. Hüther stellt fest: 'auf die Frage, was Liebe ist, bekommen wir entweder keine Antworten oder so viele Antworten, wie es Biologen gibt.' (S.25). Hat der Autor entweder keine wissenschaftliche Ausbildung genossen oder hält er den Leser für gänzlich unbedarft? ' Das Schön an Wissenschaft ist doch gerade, dass es zunächst viele mögliche Hypothesen gibt, die dann geprüft werden müssen'
Stattdessen durchziehen das Buch, das sich ausschließlich durch seine Inhaltslosigkeit auszeichnet, auffallend häufig religiöse Metaphern und Bezüge, die auf mich den 'möglicherweise unberechtigten- Eindruck von Suggestivität erweckten ('Die Botschaft des Nazareners kam zum rechten Zeitpunkt. Sie hat der weiteren gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung der Menschen seiner Zeit eine neue Richtung gegeben.' S.18), und ironische Bemerkungen, die bis zur Beleidigung reichen: 'Darwin scheint noch von der Sorte von Naturforschern gehört zu haben, denen es nur um >reine Erkenntnis< ging.' (S.40). Es folgt ein Paragraph über Sozialdarwinismus'; 'Der Mensch fühlt, denkt, handelt, ['] weil er durch sein biologisch erworbenes Instinktrepertoire dazu getrieben wird. Applaus, Bewunderung und ['] Nobelpreis!' (S.42); 'diejenigen [Soziobiologen], die offen zugeben, dass sie nicht auf de rSUche nach der reinen Wahrheit sind, weil sie ihre eigenen egoistischen Absichten und Ziele ganz im Sinne der soziobiologischen Ideen verfolgen.' (S. 56f).
Zwischendrin findet sich auch schierer Unfug (ansonsten besteht das Buch ja aus nichts Substantiellem), wenn er beispielsweise völlig konfuse und falsche Suggestionen und Analogien aus der Physik heranzieht: Energiegewinn, der die Zeit rückwärts laufen lasse (S.61f), unbekannte bzw. unverstandene Gesetze, die für die Kernfusion in Sonnen zuständig sein sollten,'Schließlich fällt das geheimnisumwobene Schlagwort, das auch Capra und andere Spinnerumtreibt zu neuen Wahnideen: die Resonanz ja sogar die 'Weltresonanz': 'Wenn wir die Tendenz, in Resonanz zu treten, als ein universelles Prinzip anerkennen, dann ist die Liebe Ausdruck und Ziel dieses Prinzips.' (S.64)
Der einzig sinnvolle Satz des ganzen Buches befindet sich auf S. 71, wo er Gould und Gould zitiert (darauf beschränkt sich seine Darstellung der zwei vorherrschenden Theorien zur Entstehung von Sexualität, die Red Queen und Tangled Bank Hypothese) : 'Die sexuelle Vermehrung ist eine weiterentwickelte Form von Parasitismus.' Und 'Die sexuelle Vermehrung hat sich als Strategie zur Abwehr von Parasiten entwickelt.'.
Auch hier folgt grotesker Unsinn: 'Die unterschiedlichen Geschlechter sind nicht für den Sex gemacht, und der Sex dient nicht der Fortpflanzung.' (S.71). Das mag dem Menschen schmeicheln, bedarf aber, da es der nicht zu Unrecht etablierten biologischen Orthodoxie widerspricht, zumindest eines guten Argumentes, das aber leider ausbleibt. Ähnlich auf S. 91, wo er schreibt, die Strategie der natürlichen Selektion sei mit den Sauriern ans Ende ihrer Kunst gelangt. Abgesehen, davon dass unklar ist, was er meint, klingt es nach biologischem Schwachsinn. Darwin selbst hatte ja, wie Hüther ja eingangs auch erwähnt, die geschlechtliche Zuchtwahl als einen neben der natürlichen Auslese zweiten Faktor der Evolutions erkannt.
Die letzten zehn Seiten des ohnehin schmalen Büchleins werden zu purem sentimental-pathetischem Geschwätz, dass in der Liebe die Sicht auf die Welt vervollständigt werde' Kugelmenschen-Romatik lässt grüßen'
Hüther schlägt ziemlich blindlings in eine Kerbe, von der er selbst nicht so genau weiß, wo sie liegt und was er eigentlich will. Irgendetwas Vages schwebt ihm vor, dass die Liebe sich nicht aus genuin egoistischen Verhaltensstrategien sich entwickelt habe.

Löblich ist zweifellos, dass er um das weitere Wohlergehen der Menschheit sich sorgt. Darin ist er aber nicht der einzige Wissenschaftler. Was wir dazu aber brauchen, sind nicht hohle Polemik, sondern gute (Natur-)Wissenschaft, die natürlich auch kritisiert werden muss ' jedoch mit guten Argumenten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen