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28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. August 2006
Obwohl ich mich nicht so stark für geschichtliche Dinge interessiere und eher naturwissentschaftlich veranlagt bin, hat mich dieses Buch bereits nach den ersten Seiten gefesselt.

Die aufgebaute Spannung wird im Laufe der Handlung immer größer und so konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen.

Nicht zuletzt auch deshalb, weil es mein Forscherherz angesprochen hat. Die Personen des Buches finden nach und nach kleine Hinweise und scheinbar zufällige Sätze in Büchern und stellen immer mehr Zusammenhänge fest. Da wird man als Leser automatisch zum Mitforscher und möchte unbedingt mehr herausfinden.

Und obwohl man natürlich eigentlich weiß, dass es eine Traumwelt wie Quassinja nicht gibt, ist man nach dem Lesen dieses Buches nicht mehr so überzeugt davon. Der Autor bringt hier Phantasie und Wirklichkeit sehr stark zur Überschneidung. Manchmal wäre ich am liebsten nach dem Lesen einiger Kapitel selbst nach Berlin gefahren um mich von der Existenz einiger Figuren selbst zu überzeugen.

Fazit: ein gelungenes Werk und auf jeden Fall lesenswert!
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43 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Februar 2003
Was tun, wenn man keinen Vater mehr hat? - Falsch, man hat noch einen Vater, man hat ihn aber vergessen. Nicht, dass man vergessen hätte, ihm etwas zu kaufen, oder man hätte vergessen, ihn zu abzuholen, nein, man hat einfach von einen Tag auf den anderen keine Erinnerung mehr an ihn. Nichts! So geht es Jessica und ihrem Zwillingsbruder Oliver, sie wissen, da sollte etwas sein, aber ein dicker Schleier verdeckt alles, was ihren Vater betrifft.
Nach Recherchen und dem Finden des Tagebuches ihres Vaters stoßen sie auf einen Grund dieses spontanen Erinnerungsverlustes und stoßen noch auf etwas anderes: Die Welt Quassinja, das Reich der verlorenen Erinnerungen. Ist ihr Vater dort? Wenn ja, warum?
Zusammen - und doch getrennt - begeben sich die Zwillinge auf die abenteuerliche Suche nach ihrem Vater, bei der sie nicht nur ungewöhnliche Freunde finden, sondern auch auf gefährliche Gegner treffen.
Wiedermal ein Roman von Ralf Isau, der einen auch noch außerhalb der "Lesezeiten" nicht mehr loslässt, in den Alltag verfolgt und ein paar Verwirrungen unserer Zeit zu entwirren versucht.
Das Buch, das niemals verstauben wird, es hat Ambitionen zum Lieblingsroman! (Mich hat er mit Haut und Haaren für sich eingenommen!!!)
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34 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Februar 2006
Personen und Gegenstände, an die sich niemand mehr erinnert, gehen in diesem Roman als Geistwesen in das Traumland Quassinja über und leben dort gemeinsam mit diversen Ungeheuern aus den vergessenen Alpträumen der Menschen. Der verstorbene Tyrann Xexano und der Altertumsforscher Pollok bringen diese Ordnung durcheinander, als sie über einen vorchristlichen Torbogen im Berliner Pergamon-Museum in die jeweils andere Welt wechseln. Xexano stiehlt Polloks Kindern und Arbeitskollegen jede Erinnerung an den Wissenschaftler und lässt alle möglichen Objekte verschwinden, um seine eigene Existenz zu verschleiern. Das spornt die Kinder zu Recherchen an, die ins Babylon des Alten Testaments führen.
Das Konzept erinnert an Harry Potter: In einer Parallelwelt strebt ein skrupelloser Bösewicht nach der Weltherrschaft und wird von einem 14-jährigen Jungen an der Machtübernahme gehindert. Diese Welt ist voll von alten Mythen und Sagengestalten wie Einhörnern, Zentauren und geflügelten Pferden. In Quassinja kommt noch ein historisches Raritätenkabinett dazu: Napoleons Mantel, König Arthus Tisch, Albert Schweizers Arzttasche u.Ä. als personifizierte Erinnerungen.
Der Handlungsverlauf ist in beiden Welten spannend, die Schilderungen sind allerdings teilweise langatmig und die Handlungslogik darf man nicht allzu kritisch hinterfragen: Wenn Vater Pollok den entscheidenden Verdacht in seinem Tagebuch nicht ausspricht, weil er "so unglaublich" ist (S. 39), fragt man sich, wozu der Mann überhaupt ein Tagebuch führt. Wieso das Reich der Erinnerungen im 19. Jh. plötzlich abreißt und z.B. keine Grammophone oder Automobile beherbergt, bleibt ebenfalls ein Rätsel. Die penible Recherche historischer Details war eine Fleißaufgabe des Autors, denn sie werden im Gewirr von Realwelt, alttestamentarischen Überlieferungen und Phantasiewelt nicht als Fakten erkannt.
Isau erzählt flüssig und wortgewandt, mit einem leichten Hang zur Gespreiztheit ("Die Nahrungsmittelspende wurde von Oliver und Jessica ihrer Zweckbestimmung zugeführt", "Mit Unterstützung der Taschenlampe", "die als belanglos liegengelassenen Gegenstände"). Seine Dialoge sind spritzig, frei von abgedroschenem Seifenoper-Jargon, aber nicht immer authentisch, denn die Kinder sprechen wie Erwachsene. 14-jährige würden im richtigen Leben wohl kaum zu ihresgleichen sagen: "deine Entschuldigung mit der momentanen kreativen Konzentrationsverschiebung" (S.14) oder "Ich bin eine Frau, Olli" (S. 16). Auch einige Anglizismen trüben das Bild ("Es hat keinen Zweck über verschüttete Milch zu klagen", S. 314, "Eleukides sicherte seinen Bart mit der Hand", S. 208). Im Bemühen um politische "Korrektheit" ("Götter und Göttinnen") wirkt Isau unfreiwillig komisch, wenn er das weibliche Geschlecht eines Kolibris betont und dann formuliert: "der Kolibri ist eine Expertin auf diesem Gebiet" (S.159).
Wenn der Autor die Auswirkungen von Gedächtnisverlust schildert, beginnt man unwillkürlich über den Wert persönlicher Erinnerungen zu sinnieren, und die Geschichte bekommt eine philosophische Dimension. Plakative Gesellschaftskritik, die in das Buch gerne hineingeheimst wird (Umschlagtext: "Roman wider das Vergessen"), kann ich hingegen keine erkennen. In Isaus Welt ist das Vergessen nämlich nicht die Folge mangelnden Geschichtsbewusstseins, sondern die Geheimwaffe eines Zauberers, gegen die die Menschen machtlos sind. Die Gegenstrategie, mit der sie erfolgreich sind, ist nicht das Sich-Erinnern, sondern Scharfsinn, Hartnäckigkeit und Teamwork. Auch die Dritte Reich-Thematik, die nebenbei angesprochen wird, ist nur ein Denkanstoß unter vielen, aber nicht das Hauptanliegen des Buches.
Mit seinem originellen Thema und der gelungenen Mischung von Abenteuer, Kriminalrätsel und Geschichtsforschung ist der Roman trotz kleiner Abstriche bei Stil und Logik eine empfehlenswerte Lektüre für Jugendliche und Erwachsene.
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Januar 2001
Eigentlich sind die Zwillinge Jessica und Oliver sicher: sie haben keinen Vater, oder zumindest können sie sich an keinen erinnern. Aber die Polizei und die zahllosen Bilder eines ihnen unbekannten Mannes zeugen vom Gegenteil.
Die Reise durch die geheimnisvolle Welt Quassinja auf der Suche nach der Wahrheit, und nach ihren Vater fesselt regelrecht an das Buch. Auch bei dem regelmäßige Sprung zwischen den Welten d.h. zwischen Quassinja und Berlin wir die Spannung kaum abgebrochen, denn schon nach wenigen Worten ist man wieder in die Handlung verstrickt. Es gibt nur wenige Bücher die gleichermaßen spannend, informativ, anrührend und aufrüttelnd sind. Für jeden zu empfehlen der sich auch für Geschichte interessiert. Egal ob altertümlich oder neuzeitlich, Geschichte und Archeologie in einer so packenden Geschichte verpackt.
Ein Protest gegen die Volkskrankheit "Vergessen", der deutlich zeigt, dass wir unsere vergangenen Fehler zwar nicht ungeschehen machen können aber verhindern können das sie sich wiederholen.
Einfach klasse !!!!!!!!
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. November 2000
"Das Museum der gestohlenen Erinnerungen" ist ein Roman, der den Leser völlig in die Welt des Phantastischen hineinzieht. Er hat keinerlei Chance sich dagegen zu wehren und spürt ein übermächtiges Verlangen nach der Welt, in die uns Ralf Isau entführt, sobalt er es zur Seite legt. Egal wie schwer schon die Lider meiner Augen waren, oder wie früh ich nächsten Morgen wieder aus den Feder musste, ich musste dieses Buch einfach zuende lesen. Die Geschichte von Jessica und Oliver, den beiden Zwillingen, ist so ineinander verworren und dennoch so spannend. Außerdem läd sie zum selber weiter- und nachdenken ein. Auch was unsere Geschichte und Moralvorstellungen angeht. Die beeindruckende Verbindung von autentisch, geschichtlichem Material mit der Phantasie des Menschen ist Isau in diesem Roman besonders gut gelungen. Glückwunsch zu diesem Meisterwerk!!!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. August 2007
Die beiden Zwillinge Jessica und Oliver haben ihren Vater vergessen. Sie haben ihn einfach vergessen, denken nicht mehr über ihn nach, die Fotos in ihrer Wohnung zeigen einen scheinbar fremden Mann ...
Als sie bemerken, dass etwas nicht stimmt, begeben sie sich mithilfe von Miriam, die bald zu einer Freundin wird, auf die Suche nach ihrem Vater, die sie nach Quassinja, ins Reich der verlorenen Erinnerungen führt, wo Xexano herrscht. Eine Suche beginnt, bei der die beiden viele Abenteuer bestehen müssen.

Isau versteht es in diesem Buch wieder wunderbar, Hintergrundinformationen spannend darzustellen und selbst die archäologischen Stellen schön und interessant zu beschreiben. Er bekommt eine tolle bildhafte Darstellung hin!
Wer ihn kennt, weiß, wie toll er ist und wie wunderbar sein Schreibstil ist!
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Dezember 2003
Jessica und Oliver Pollock haben ihren Vater vergessen.
Auf der Suche nach ihren verlorenen Erinnerungen stoßen sie auf das Geheimnis der Welt Quassinia.
Ralf Isau hat mit diesem Buch ein Meisterwerk der Fantasy geschaffen.
Er führt den Leser in wundervoller Weise in eine fremde Welt und macht ihm dabei klar wie wichtig das Erinnern für die Menschheit ist.
Ich habe einiges aus diesem Buch lernen können.
Doch auch, wer nicht an einer Lehre, sondern einfach nur an einer schönen Geschichte interessiert ist wird von diesem Buch begeistert sien.
Es ist ein geniales Buch, das völlig zurecht mit dem Buxtehuder Bullen ausgezeichnet worden ist.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Vom Konzept gut und von der Geschichte interessant, aber manchmal wird überaus ausgiebig erklärt, so dass erfahrenere Leserinnen und Leser dies öfter als Längen empfinden dürften. Für ungeübte Leserinnen und Leser dürfte gerade dies allerdings sehr hilfreich sein, ansonsten lässt es den Lesefluss ein wenig stocken. Alles in Allem ein ganz interessantes Buch, wenn es auch gelegentlich bei der Betrachtung der Wichtigkeit von Erinnerungen ein wenig repetitiv ist.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Dezember 2001
Das die Abwechslung zwischen der Handlung in der "Realität" und in Quassinja eben Abwechslung und Spannung bringt, ist klar, doch manchmal habe ich mich echt geärgert, das jetzt nicht das kam, was ich wollte.... Na ja. Auf jeden Fall super empfehlenswert!! Die Beschreibungen, die Fanatasie und natürlich die Moral die dahinter steckt, sind ziemlich beachtlich.
Ich selbst als Zwilling habe mich doch ein wenig gewundert, was so viele ins Zwilling-sein hinein interpetrieren. Ich habe noch nie einen Zwilling sowas schreiben sehen. Das war aber auch die einzige Stelle, an der ich mich nicht hundertprozentig in Jessi und Oliver hineinversetzen konnte...
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Mai 2002
Dieses Buch stand bei mir schon Jahre im Schrank, aber als ich es jetzt doch zur Hand nahm, konnte ich es nicht wieder weglegen. Die Story um Xexano zieht einen in den Bann, daß man am liebsten selbst Geschichtsbücher wälzen möchte, nur um den Charakteren zu helfen. Kaum ein anderes Buch enthält so glaubhafte Fantasy und dabei noch so geniale und drollige Einfälle. Einfach zauberhaft und dennoch irrsinnig spannend bis zur letzten Seite. Übrigens ... ich habe die 30 Lenze schon überschritten und liebe dieses Buch trotzdem ;-)
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