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122 von 130 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Höchst relevant!,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Fürst (insel taschenbuch) (Gebundene Ausgabe)
Ich hatte mir dieses Buch gekauft, weil es ein Klassiker der Weltliteratur ist und man immer wieder Artikel oder Bücher liest, in denen Bezug auf Machiavelli genommen wird - man will ja schließlich mitreden können. Um so überraschter war ich, wie brandaktuell dieses Buch ist. Obwohl vor fast 500 Jahren geschrieben, ist es immer noch höchst relevant für alle, die in verantwortungsvollen Positionen sitzen. Machiavellis Ratschläge zur Regierung eines Landes oder zur Übernahme einer (Staats)Macht kann meiner Meinung nach direkt auf das Top-Management übertragen werden. Seine Argumente sind plausibel und fundiert, er analysiert jedes Problem, das auftauchen könnte, und denkt es zu Ende. Ich war zuerst skeptisch, weil Machiavelli oft in Zusammenhang mit brutaler Machtpolitik genannt wird. Das ist auch nicht ganz aus der Luft gegriffen, schließlich war Cesare Borgia das Vorbild für den "Fürsten". Natürlich wird heutzutage eleganter mit den Konkurrenten umgegangen als zu Machiavellis Zeiten, aber die Grundideen dürften, denke ich, immer noch gültig sein: Durch dieses Buch bekommt man einen Einblick in die Gedankenwelt der Mächtigen.
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57 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Fürst, ein Buch besser als sein Ruf,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Fürst (insel taschenbuch) (Gebundene Ausgabe)
Der Inhalt von Niccolò Machiavelli berühmtesten Werk ist hoch interessant und sehr schlüssig. Wer „Der Fürst" liest, wird die Verteufelung dieses Mannes, dessen Name bis heute Synonym für das Verhalten skrupelloser, absolutistischer Herrscher ist, nicht mehr ganz verstehen können. Weder fordert er zu Brutalität und Grausamkeit auf, noch hebt er Alleinherrscher in den Stand von Heiligen oder Göttern. Im Gegenteil! Er stellt klar, dass niemand sich lang an der Spitze halten kann, der das Volk gegen sich hat. Er zeigt an Beispielen der Großen und Nicht - So - Großen der Geschichte (vornehmlich Roms, Italiens und Frankreichs) wie ein Herrscher Erfolg haben kann oder wie er auf schnellstem Wege seinen Thron verliert. Sicherlich kann man diese Regeln und dieses Verhalten nicht eins - zu - eins in unsere Zeit übertragen; zu viel hat sich in 500 Jahren verändert. Doch Machiavelli zeigt ein erstaunliches Feingefühl für das Denken und Handeln der Menschen. Aus seinen Schlüssen können wir heute noch etwas lernen. Außerdem erkennt man während dem lesen den Mann hinter dem Namen. Ein treuer Bürger von Florenz, der zu Unrecht verbannt wurde, und ein Italiener, der die Ausschlachtung Italiens durch fremde Mächte nicht mehr ertragen kann. „Der Fürst" ist nicht zuletzt ein Aufruf zur Befreiung Italiens. Es ist auch ein sehr gut zu lesendes Buch. Trotz seines Alters ist es frei von schwerverständlichen und altertümlichen Floskeln. Allein der Stil, in dem es geschrieben ist, macht es äußerst lesenswert. „Der Fürst" ist also auf keinen Fall ein Buch nur für Historiker und Machtbesessene; es ist ein Buch für alle, die versuchen, das Handeln der Menschen in Vergangenheit und Gegenwart zu begreifen.
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39 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Für die Politik eines vereinten Europa,
Rezension bezieht sich auf: Der Fürst (Broschiert)
Dies ist die dritte Ausgabe des kleinen Büchleins von Machiavelli, die ich gelesen habe, und es ist für mich unbestritten die beste.Machiavelli wendet seine Ratschläge an den Herrscher seiner Zeit zu Zeiten, in denen er in Ungnade fiel. Dementsprechend vorsichtig drückt er sich aus, zeigt aber auch großen Mut, indem er einen analytischen Realismus an den Tag legt, den man sich auch heute nur wünschen kann. Von den Jesuiten verdammt, von seinem Fürsten verlassen, sinniert Machiavelli darüber, welches die Tugenden und welches die Untugenden eines Herrschers zu sein haben. Was zunächst unzeitgemäß wirkt, immerhin hat die Schrift ein paar Jahrhunderte auf dem Buckel, entwickelt sich unter der führenden Hand von Patrick Horvath und der präzisen und modernen Übersetzung von Ralf Löffler zu etwas, das man einen "empirischen modernen Klassiker der Menschenkenntnis" nennen möchte. Horvath erkennt die Notwendigkeit des Machiavellistischen Realismus für die moderne Zeit und zeigt auf, welche Punkte und welche Zusammenhänge im Leben Machiavellis dazu geführt haben, dass seine Machtpolitik (die eben eine absolut realistische ist und auch sein muss) für rücksichtsloses Herrschertum missinterpretiert wurde und wie sich dies über die Jahrhunderte hielt. Machiavellis Aufruf zu einem vereinten Italien und die Qualitäten, die er von denen verlangt, die nun einmal herrschen (mag einem das Wort schmecken oder nicht), hat heute nichts an Bedeutsamkeit verloren - vor allem mit Hinblick auf das vereinte Europa. Machiavelli verlangt von seinem Fürsten nichts anderes, als sich jeder gute Bürger von denen erhofft, die er gewählt hat: Stärke, Tugendhaftigkeit, Charakterstärke, Mut, Integrität und die absolute Fähigkeit, Menschen richtig einschätzen zu können. Insbesondere Letztere ist eine Fähigkeit, die Machiavelli weit über die Maßen besitzt, und vielleicht ist es genau diese Fähigkeit, die ihm einen so schlechten Ruf eintrug. Machiavelli kann den schlechten Charakter eines Menschen erkennen und besitzt trotzdem die seltene und großartige Fähigkeit, dessen Stärken dennoch anzuerkennen und diese in Tipps für andere zu verwandeln. Umgekehrt kann er einen guten Charakter sehen und bemerken, wie sich der Entsprechende Schwächen leistet (indem er sich zum Beispiel mit den falschen Ratgebern umgibt oder zu freigebig ist), die ihn am Ende um seine Regierung bringen. Er beschreibt die Schmeichler und ihre Tücken, was einen echten Freund ausmacht und was nicht und wie man lernt, sich ein gutes Urteil zu bilden. Dieses kleine Büchlein ist genau das, was der Machiavellismus-Streit braucht. Der kleine Preis und das äußerst ansprechende und kunstvolle Titelbild tragen ein Übriges dazu bei, dass ich hierfür fünf Sterne gebe. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Missverständlich?,
Von Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 50 REZENSENT) (HALL OF FAME REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Der Fürst (Broschiert)
Wie Carl von Clausewitz und Sunzi ist Niccolo Macchiavelli als eine der umstrittenen und gerne kopierten Größen auf dem Gebiet politisch-militärischer Philosophie bekannt. Machiavellis "der Fürst" etwa gilt auch heute noch als Pflichtlektüre für Politikwissenschaftler und Machiavellismus bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch eine skrupellos Machtpolitik, die den Erhalt des Staates mit aller Gewalt an oberste Stelle setzt. Dabei war Machiavelli selbst Zeit seines Lebens Republikaner und hat mit seinen "Discorsi" ein fundiertes Werk über die Politik in den Stadtstaaten des Renaissance-Italiens vorgelegt. Sein Fürst ist dabei Lorenzo II. de Medici gewidmet, dessen Familie die Republik Florenz wieder zerschlagen hatte, wobei Machiavelli gleichzeitig den Sohn Papst Alexander VI., Cesare Borgia, als Idealtypus eines Fürsten präsentiert.Um "der Fürst" zu verstehen, darf man nicht vergessen, unter welchen Umständen dieses Werk entstanden ist. Nach der Rückkehr der Medicis an die Macht wollte sich der in ihrem Namen einst gefolterte Philosoph mit ihnen gutstellen und verfasste einen Fürstenspiegel, um sein Wohlwollen zu demonstrieren. Ob dies ernst gemeint war oder nicht, sei dahin gestellt, hatte Machiavelli doch auch Satiren und Komödien verfasst, in denen er deutlich als Zyniker erkennbar ist. Die totalitären und absolutistischen Töne, welche man am Fürst zu erkennen glaubt, sind wie der Fürst als Herrscher selbst, aus Sicht Machiavellis immer nur eine Übergangslösung zur Republik gewesen. Immer wieder flechtet Machiavelli Auszüge aus der ereignisreichen italienischen Geschichte ein und lässt seine Bewunderung für Cesare Borgia durchblicken, dessen Feldzüge im Namen des Kirchenstaats viele Fürsten um ihre Herrschaft fürchten ließen und die Angst vor einem geeinten Italien heraufbeschwor. Für Machiavelli wäre diese kühne Vision eines anfangs autokratischen, aber geeinten Italiens eine Vorstufe für die künftige Republik gewesen. Der Fürst sollte mit eiserner Hand eine staatliche und politische Ordnung errichten, um später die Zügel in die Hände seines Volkes zu legen. Dabei forder Machiavelli immer wieder auch dass die Kriegskunst nicht zu vernachlässigen ist, sichert doch vor allem anderen sie den Herrschaftsanspruch eines Fürsten. Auch das, um die künftige Republik, vor ihrer vollendeten Transformation nicht zum Opfer fremder Expansionsgelüste werden zu lassen. Machiavelli billigt jedoch den Machterhalt, als oberste Priorität des Fürsten, etwas das pervertiert zur Verfolgung dynastischer und egoistischer Interessen folgen kann, die Machiavelli wiederum geißelt. Es ist besser zum Fürsten erhoben zu werden, denn als solcher geboren zu werden. Schlecht sind Menschen nicht von Natur aus, aber laut Machiavelli durch die Art, wie sie ihre Ambitionen verfolgen. Ein Fürst der sich Machiavellis Idealen verpflichtet fühlt, sollte allerdings vor allem anderen seine geschichtliche Bedeutung im Auge haben, nicht aufgrund seines Gottesgnadentums, sondern der Aufgabe einen Staat zu führen und in die Republik zu geleiten. Dabei ist es kein Widerspruch, wenn dieser autokratische Übergangsfürst auch zu "bösen" Mitteln greifen muss, um den Staat als solchen zu erhalten. Ein Fürst darf nicht den niederen Interessen eines einfachen Mannes oder einer einfachen Frau verfallen und sich an fremden Partnern und Vermögen vergreifen, sein Amt dient dazu eine geschichtliche Aufgabe zu erfüllen, nicht sich selbst oder seine Dynastie zu bereichern. Dabei vertritt Machiavelli praktische Ansichten zur Kriegsführung und Landesverteidigung, welche seiner Ansicht nach auf einem stehenden Heer statt Söldnern basieren sollte, während Kriege nur geführt werden dürfen, wenn man sie gewinnen kann, nach der Maxime, ein verwundeter Feind ist dein schlimmster Feind, also kämpfe gegen keinen Feind den du nicht töten kannst. Natürlich problematisch sind Machiavellis Ansichten dazu, dass es besser ist als Herrscher gefürchtet denn geliebt zu werden. Dem Volk unterstellt er ein treuloses Verhalten, Wankelmut und daher in kritischen Momenten geringes Interesse an staatlichen Belangen. Als Renaissance-Mensch der den Fall und Aufstieg von republikanischen Stadtstaaten erlebt hat, könnte diese Ansicht klarerweise aus eigener Enttäuschung und zynischer Resignation entstanden sein, wenn jene Massen, die einst der Republik, später einem neuen Herrscher zujubelten. Friedrich der Große kritisiere Machiavelli, Napoleon I. schrieb ausführliche Kommentare zu "Der Fürst" und Benito Mussolini befasste sich mit diesem Werk. Für den einen mag das als Grund für Bewunderung Macchiavellis reichen, für andere ist es Beweis, dass er ein diktatorisches und ungerechtes System der Unterdrückung und Ausbeutung legitimiert, auch wenn das Ziel jeder Autokratie laut ihm schlussendlich die Republik sein sollte, denn nur in dieser kann die Regierungsgabe am besten genutzt werden und ein Staat sein volles Potential erlangen. Aber Machiavelli hat auch die Manipulierbarkeit des Volkes erkannt, das eben doch nicht eine überlegene Weisheit besitzt. Ob man Machiavelli auch heute noch ernst nehmen kann, gilt es zu hinterfragen, denn die Weltordnung welcher sein Werk und die Theorien entspringen ist heute Geschichte, wobei manches sich zu wiederholen scheint und sich so zeitlos zu bewahrheiten scheint. Die gefühlsmäßige Kritik am als faschistisch verdammten Staatensystem Renaissance-Italiens und der Theorien eines Niccolo Machiavelli greift mir eindeutig zu kurz, denn der Autor und Staatsphilosoph forderte klare Prinzipien und eine grundlegende Rechtsstaatlichkeit von einem Fürsten, dieser darf im Interesse des Staates über alle anderen Autoritäten hinweg handeln, aber dezidiert nicht aus persönlichen, familiären oder finanziellen Interesse. Fazit: Der Fürst ist eines jener Bücher, das die Gemüter erhitzt und dennoch sehr missverstanden aus dem Kontext gerissen immer wieder verdammt oder glorifiziert wird. Um sich selbst eine Meinung zu bilden, sollte man es natürlich auch heute noch lesen, da es zudem als Standardwerk der politischen Bildung gilt, aber nicht darauf vergessen, es auch im historischen Kontext zu betrachten. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
31 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sehr gute und moderne Übersetzung,
Rezension bezieht sich auf: Der Fürst (Broschiert)
Warum man den "Fürst" von Machiavelli gelesen haben muss, das brauche ich wohl keinem Europäer, der Wert auf seine Bildung legt, auseinandersetzen. Welche Übersetzung man lesen sollte, das war bislang die Frage. "war" ... sage ich mit Bedacht, denn seit es diese hier gibt, ist die Frage beantwortet: Die Übersetzung von Ralf Löffler.Gerade die veralteten, ungenauen und literarisch unbegabten Übersetzungen, mit denen man bislang vorlieb nehmen musste, haben einen schwerwiegenden Teil der Verantwortung für das leider allzu weit verbreitete falsche Verständnis des "Fürsten" zu tragen. Hier hingegen hat sich endlich einmal jemand mit der Materie auseinandergesetzt, die Historie studiert, die Sprache gelernt und die Absicht analysiert und dann eine Übersetzung in neuer deutscher Sprache abgeliefert, die keine Missverständnisse schafft sondern ganz im Gegenteil dem Leser von heute ein klares Verständnis des Werkes ermöglicht. Machiavelli-Neuleser sollten gar nicht erst eine andere versuchen sondern diese lesen. Auch Machiavelli-Kennern kann ich sie nur wärmstens ans Herz legen. Sie wird garantiert dazu beitragen, ihren Werkzugang zu verbessern. Sollte es einen Preis für die beste Übersetzung eines fremdsprachigen Buches ins Deutsche geben, und das weiß ich nicht, sollte man diese Übersetzung, gerade wegen der kulturellen Relevanz des Werkes und seiner äußerst gelungenen Übertragung, dafür vorschlagen. Lob und Dank. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Manifest des Pragmatismus,
Rezension bezieht sich auf: Der Fürst (insel taschenbuch) (Gebundene Ausgabe)
In seiner klaren, schnörkellosen Sprache ein Meisterwerk der politischen Philosophie. In Niccolo Machiavellis "Der Fürst" werden grundlegenden Mechanismen des Machterwerbs und des Machterhalts in grandioser Prägnanz dargestellt. Der oft erhobene Ansatz, daß Machiavelli sich ausschließlich auf die Zustände seiner Zeit und auf Italien bezieht, ist natürlich die Angst vor der eigenen Courage bzw. fehlendes Verständnis hinsichtlich der großen Moralität dieses Werkes. Gesetzt der Autor deutet die menschliche Natur richtig, sind seine Folgerungen das bestmögliche, zumindest aber das am wenigsten verwerflichste Verhalten. Je nach Betrachtungsweise.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Seit 500 Jahren aktuell,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Fürst (Gebundene Ausgabe)
Machiavelli - wohl jeder Politik-Interessierte verbindet mit diesem Namen zuerst einmal skrupellose Machtpolitik und gewissenlose Fürsten-Herrschaft. Doch wer sich die Zeit nimmt, dieses Buch zu lesen, der sieht Machiavelli (1469-1527) mit ganz neuen Augen. In einmaliger Klarheit und in einer Sprache und Denkweise, die heute genau so aktuell ist wie bei der Niederschrift vor fast 500 Jahren, beschreibt der Autor in 26 Kapiteln die Grundregeln des Regierens und Herrschens. Ganz in der Tradition der Fürstenspiegel - der Herrscherratgeber jener Zeit - liefert Machiavelli eine einfache Anleitung für den Umgang mit politischen Freunden, Gegnern, Schmeichlern und dem ach so launischen Volk. Doch der "Fürst" ist keine Anleitung für die Unterdrückung der Massen oder rücksichtslose Diktatoren. Das Buch entlarvt vielmehr kurzsichtige Politik und rät dem Herrscher (gemeint hat Machiavelli seinerzeit vor allem das Geschlecht der Medici) auch zu Mäßigung, Gerechtigkeit, Entschlossenheit und nicht zuletzt zur Wahl kluger Berater. Mit Erstaunen stellt der politisch interessierte Leser dabei fest, von welch unglaublicher Aktualität Machiavellis Regeln auch heute noch sind. Und so kann man auch heute nur sagen: Hüte Dich vor einem Gegner, der seinen Machiavelli gelesen hat. Denn er ist Dir in der Politik immer einen Schritt voraus.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine leider oft mißverstandene realpolitische Schrift,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Fürst (insel taschenbuch) (Gebundene Ausgabe)
1532 erschien Machiavellis Schrift "Ill Principe". Verfasst zu Ehren der Medicis, den Herrschern von Florenz, wurde das Buch und der Begriff "Machiavellismus" in späterer Zeit meistens als Symbol für den Zynismus der Politik und der sogenannten "realen Machpolitik" gebrandmarkt, zu Unrecht. Im "Fürsten" gibt Machiavelli an Hand von Fallbespielen, von der Antike bis zu seiner Gegenwart, Einblicke in das politische Handeln der Staatsmänner dieser Epochen. Er verstand es als Leitfaden für eine sichere Führung des Staatsschiffes. Man muss dabei bedenken, dass es in Machiavellis Zeit de facto keine Demokratie nach unserem heutigen Maßstab gab, und davon ist auch "Der Fürst" geprägt. Vieles von dem, was für Machiavelli sinnvoll und zweckdienlich erschien, in seiner Zeit sogar an der tagesordnung war, ist für unsere heutigen Begriffe oft verachtenswert. Und doch verdient sein scharfsinniger Kommentar zur Realpolitik auch heute noch unsere ungeteilte Aufmerksamkeit.Als eine der wichtigsten staatstheroetischen Schriften seit der Antike, verdient Machiavellis "Ill Principe" die absolute Höchstwertung. In einem angenehmen Stil geschrieben, gewinnt der geneigte Leser Einblick in die Machtstrukturen, die sich auch heute gar nicht so sehr von denen der Renaissance unterscheiden. Höhst lesenwert und informativ, ebenso wie Machiavellis zweites großes Werk "Discorsi". Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Pflichtlektüre für Politiker,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Fürst (Broschiert)
Mit den gängigen Vorurteilen Machiavelli gegenüber wird bereits in dem Vorwort aufgeräumt. Um den Berater der Medici und Vorbild für z.B. Thomas Hobbes aber wirklich verstehen zu können, sollte man sich doch näher mit seinen Werken beschäftigen. Und anders als die gängigeren Versionen dieses Werkes bietet dieses Exemplar eine zeitgenössischere Übersetzung mit Anmerkungen zu den etwas schwieriger zu interpretierenden Wörtern. Ein wirklich empfehlenswertes Buch das teilweise verblüffend nah am aktuellen Zeitgeschehen ist.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Oft missverstanden doch in seiner Art genial,
Rezension bezieht sich auf: Der Fürst (insel taschenbuch) (Gebundene Ausgabe)
Wohl kein Autor wurde in seinen Absichten dermaßen Fehlinterpretiert wie Machiavelli.Tatsächlich handelt es sich bei diesem Buch hauptsächlich um die nüchterne und wertungsfreie Schilderung der Optionen eines Herrschenden. Trotzdem wurde es häufig, bedingt durch die totale objektivität und und somit fehlenden Verurteilung gewalttätiger oder unterdrückender Herrschafts- oder Machtergreifungsformen als Anleitung zur Hegemonie und Unterdrückung verstanden. Machiavellis Ziel der Einigung Italiens wurde letztendlich verfehlt doch trotzdem wurde dieses Buch zu einem Standardwerk der Staatsphilosophie und somit unverzichtbare Pflichtlektüre für jeden Politisch gebildeten und interessierten Leser. Sprachlich ist das Buch klar und durchaus Zeitgemäß. Diese Ausgabe enthält ein äußerst interessantes und informatives Nachwort, welches die einzelnen Aspekte des Buchs noch ausführt und Interpretationsansätze gibt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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Der Fürst von Niccolo Machiavelli (Gebundene Ausgabe - 1978)
EUR 12,50
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