Fashion Sale Hier klicken Fußball Fan-Artikel 30 Tage lang gratis testen Cloud Drive Photos Learn More Pimms Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen34
4,0 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 4. Dezember 2013
"Der einzige Ausweg" ist nach "Der Sommer der toten Puppen" bereits der zweite Barcelona-Krimi aus der Salgado-Reihe. Inspektor Héctor Salgado ist Argentinier. Seine Frau Ruth, die sich von ihm getrennt hatte, ist verschwunden und sein Sohn mitten in der Pubertät. Dazu ist er Kettenraucher, leidet unter Schlaflosigkeit und geht regelmäßig zu einem Therapeuten.

Eines Nachts wird er zu einem Tatort gerufen: Eine junge Österreicherin, die für einen einheimischen Kosmetikhersteller gearbeitet hat, ist von einer U-Bahn überfahren worden, offensichtlich Selbstmord. Auf ihrem Handy findet die Polizei eine mysteriöse SMS und ein gruseliges Foto: drei an einem Baum erhängte Hunde.

Kurz zuvor hatte ein anderer Mitarbeiter des Unternehmens Frau und Tochter getötet und sich anschließend selbst erschossen. Ein Zufall? Inspektor Salgado ermittel: hartnäckig, Schritt für Schritt, bis zum überraschenden Schluss. Letztlich gibt es etliche Tote und Täter, dennoch werden nicht alle Rätsel gelöst. So auch das Verschwinden von Ruth, das in einem parallelen Handlungsstrang von der hochschwangeren Polizistin Leire Castro untersucht wird.

Antonio Hill ist ein Meister der leisen Töne, der die dunklen Seiten von Barcelona nicht verschweigt. Seine Figuren sind mir ans Herz gewachsen und ich mag sie nicht mehr missen. "Der einzige Ausweg" ist wie ein Tango, anspruchsvoll und leidenschaftlich. Ich liebe diese Reihe schon jetzt und hoffe auf eine baldige Fortsetzung. Definitiv 5 von 5*!
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. April 2014
Barcelona: Ein Mann bringt seine Familie und sich selbst um. Diese Tat ist für Freunde und Bekannte unverständlich, handelte es sich doch um eine ganz normale Familie. Wenig später stürzt sich eine junge Frau vor einen U Bahn Zug. Auf ihrem Handy befindet sich ein Bild, auf dem drei erhängte Hunde zu sehen sind. Bei den routinemäßigen Ermittlungen stößt Kommissar Salango schnell auf Ungereimtheiten. Hinzu kommt, dass beide Tote für die selbe Firma gearbeitet haben. Stehen die Fälle in Zusammenhang und welches Geheimnis verbirgt sich hinter dem Foto der drei erhängten Hunde?
Gleichzeitig ermittelt eine Kollegin im Fall von Salangos Exfrau, die spurlos verschwunden ist.
Mein Eindruck:
Dieser Roman hat mich von der ersten bis zur letzten Zeile fasziniert, obwohl es sich eher um einen Krimi der leiseren Töne handelt. Das Buch lebt vom Wechsel der Perspektive, von der Vielschichtigkeit der Geschichte.
Es gelingt Antonio Hill, einen unglaublichen Spannungsbogen aufzubauen. Die Handlung spielt sich auf mehreren Ebenen ab. Zunächst wird aus der Sicht des ermittelnden Kommissars erzählt, doch bald kommen auch die involvierten Personen zu Wort. Dabei vermeidet Hill es, schwarz-weiß zu malen. Niemand ist nur gut oder nur böse. Stattdessen gibt es jede Menge Grautöne und tiefe Abgründe der menschlichen Psyche. Jeder kommt als Täter in Betracht und ich habe bis zum Schluss gerätselt.
Der ermittelnde Kommissar, Hector Salago, ist ein sympathischer Typ. Seine Exfrau, Ruth, ist vor einiger Zeit spurlos verschwunden. Das belastet ihn sehr, zumal der gemeinsame, pubertierende Sohn nun plötzlich bei ihm lebt. Zwar wurde der Fall als ergebnislos abgeschlossen, doch beschäftigt Ruths Verschwinden eine Kollegin Salangos. Sie ermittelt auf eigene Gefahr und findet Erstaunliches heraus. Obwohl es sich hier um zwei eigentlich eigenständige Fälle handelt, verquickt Hill die Handlungen so geschickt, dass der Leser mühelos von einem Rätsel zum anderen springen kann, ohne irritiert zu sein. Das Ende hat mich etwas verblüfft, damit hatte ich nicht gerechnet, doch ist es für mich schlüssig.
Alles in Allem ist dies ein wirklich guter, logisch aufgebauter Krimi, der den Leser packt.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 30. Dezember 2013
Inspektor Salgado wird an einen Tatort gerufen: eine junge Frau wurde von der U-Bahn erfasst. Er kann nicht an Selbstmord glauben, denn es taucht ihr Handy auf, auf dem ein beunruhigendes Foto mit einem noch beunruhigenderen Text ist - sonst nichts.

Salgado hat aber noch ganz andere Probleme: seine Exfrau ist verschwunden und er und sein Sohn hängen deshalb in der Luft. Er lässt die hochschwangere Leire heimlich ermitteln, da ihm der Fall entzogen wurde.

Dann sterben weiter Mitarbeiter der Firma Alemany, bei der die junge Frau in der U-Bahn gearbeitet hatte und Salgado wird misstrauisch ...

Der Anfang las sich super gut, aber leider hat das Buch schnell an Fahrt verloren und hat sich in den diversen Erzählsträngen, die am Ende nur mühsam zueinanderfanden, verlaufen. Vieles hätte man sehr viel kürzer ausdrücken und/oder erzählen können, sodass der Lesefluss teils wirklich zäh wurde. Dabei fällt es dann sehr schwer, das Gelesene im Gedächtnis zu behalten und die Personen nicht zu vermischen. Das lies sich bis zum Ende leider mit nichts ausgleichen. Besonders nicht, da zwei Handlungsstränge mit Cliffhangern enden und so zwingen, den nächsten Band zu lesen. Das mag ich überhaupt nicht - schon gar nicht, wenn man nicht alle Bände hintereinander weg lesen kann, weil sie noch gar nicht veröffentlicht wurden.

Schade! Ich hatte mir sehr viel mehr vom Plot versprochen und bin nun leider enttäuscht. Deshalb sind nur drei Sterne für die Story und die Ausarbeitung übrig.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. März 2014
Ein Barcelona- Krimi, wobei man nicht allzu viel von Barcelona erfährt, der Fokus des Autors liegt vielmehr auf den Kriminalfällen und den Figuren.

Es liegt hier der zweite Band einer Krimireihe vor. Es macht nichts, wenn man den ersten („Der Sommer der toten Puppen“) nicht gelesen hat, da die für diesen Band relevanten Geschehnisse kurz zusammengefasst werden.

Zwei Handlungsstränge werden entwickelt. Einerseits geht es um Hector Salgado, den Kriminalinspektor, der einen möglichen Selbstmord untersucht. Eine junge Frau ist vor die U-Bahn gesprungen. Einige Monate zuvor hatte ein Familienvater sein Kind, seine Frau und sich selbst getötet. Beide arbeiteten in der gleichen Kosmetikfirma. Gibt es da vielleicht einen Zusammenhang?

Der zweite Handlungsstrang dreht sich um Leire, eine Kollegin von Hector. Sie befindet sich im Mutterschutz und um sich ihre Zeit zu vertreiben, forscht sie Ruth, der verschwundenen Ex-Ehefrau von Hector nach. Diese verschwand vor sechs Monaten und es gibt bislang keine heiße Spur. Leire durchforstet die Akte, trifft sich mit verschiedenen Menschen, entdeckt so manches Geheimnis, doch findet auch sie nichts greifbares... Für den Leser endet dieser Handlungsstrang mit einem gemeinen Cliffhanger..:)

Der Krimi ist gut und spannend erzählt. Es gibt überraschende Wendungen. Die Hauptfiguren sind sympathisch. Generell sind die Figuren komplex und überzeugend angelegt. Daher werde ich auf jeden Fall auch den nächsten Band lesen.

Ein solider Krimi, für Krimifans empfehlenswert!
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. August 2015
Inspektor Salgado wird nachts zu einer U-Bahn-Station gerufen. Eine junge Frau wurde von einem Zug erfasst. Alles deutet auf Selbstmord hin. Doch dann entdecken die Ermittler auf dem Mobiltelefon der Frau ein Bild mit drei erhängten Hunden und der Nachricht: „Vergiss das nicht“. Die Ermittlungen führen Salgado zum Arbeitgeber der Frau, dem Kosmetikunternehmen Alemany. Er erfährt, dass der Selbstmord der jungen Frau in der Firma der zweite innerhalb weniger Monate war. Ein weiterer Mitarbeiter hatte zunächst seine Frau und seine kleine Tochter und dann sich selbst getötet.
Parallel zu den Ermittlungen in dem Selbstmord-Fall ermittelt eine Kollegin von Hector Salgado, Leire Castro, die sich während ihres Mutterschutzes ziemlich langweilt, auf eigene Faust im Fall seiner getrennt lebenden Frau Ruth, die vor einem halben Jahr spurlos verschwand.

Hector Salgado, gebürtiger Argentinier, leidet sehr unter der Trennung von seiner Frau und deren Verschwinden. Er lebt zusammen mit seinem 15-jährigen Sohn Guillermo in Barcelona. Er hat Probleme sein Temperament zu zügeln, was auch beruflich zu Komplikationen führt. Nachdem er einen Verdächtigen verprügelt hat, wird ihm eine Psychotherapie verordnet, die er später aus eigenen Stücken weiterhin in Anspruch nimmt. Er raucht zu viel und leidet unter Schlafstörungen.

In der Geschichte wird zwischen verschiedenen Blickwinkeln hin und her gewechselt. Mal wird aus der Sicht Hector Salgados erzählt, mal aus der von Leire Castro und dann wieder aus der eines der Mitarbeiter der Kosmetikfirma.
Durch diese Wechsel und die unterschiedlichen, interessanten Charaktere wird die Handlung spannend und lebendig.

Das Ende der Geschichte hat mir nicht so gut gefallen. Nachdem die vermeintlichen Selbstmorde aufgeklärt wurden, bleiben die letzten Details des Teambuilding-Wochenendes der Alemany-Mitarbeiter ungeklärt. Nachdem einer der Mitarbeiter Salgado aufsucht um diese zu gestehen, hätte ich mir gewünscht, dass auch der Leser Kenntnis des Inhalts dieses Geständnisses erlangt.
Auch der Fall der verschwundenen Ruth Valldaura, Salgados Frau, bleibt ungelöst und wird am Ende noch einmal spannend.

An ein paar Stellen war die Sprache etwas holprig und der Text nicht ganz rund.

Alles in allem ist „Der einzige Ausweg“ ein solider Krimi. Ich habe ihn gerne gelesen und mich nicht gelangweilt. Das Ende war nicht vorher zu sehen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Februar 2015
Der Anfang dieses Krimis war spannend, und so habe ich diesen aus der auktorialen Perspektive (also kein Ich-Erzähler) geschriebenen Krimi zunächst mit Begeisterung gelesen. Dabei störte es mich wenig, dass ich als Leserin kaum etwas über Barcelona erfahre – eine Stadt, die ich sehr mag, da ich selbst gesehen habe, wie schön sie ist.

Je länger ich las, desto langatmiger wurde der Krimi. Schuld war, dass der Autor viel zu viele Nebenfiguren und deren Umfeld einführt. So lese ich von César, der auch bei der Firma Alemany arbeitet, sowie seiner Stieftochter Emma. Ich lese von Silvia Alemany, die ebenfalls in dieser Firma tätig ist, und ihrem Bruder Victor.

Die Handlung spaltet sich auch bald in zwei sich separat von einander entwickelnde, Ereignisstränge (Haupthandlungen). Da ist zum einen der Tod der Sara Mahler, der von Hector Salgado und seinem Team aufgeklärt werden muss – zum anderen das Verschwinden von Ruth. Hier forscht die Ermittlerin Leire. Sie ist schwanger und befragt Leute, die mit Ruth zu tun hatten.

Ich finde, hier verzettelt sich der Autor. Weniger ist mehr – das gilt auch für die Anzahl der Personen in einem Roman. Die vielen Personen in „Der einzige Ausweg“ verwirren mich als Leserin immer wieder, und auch das Hin- und Herspringen zwischen diesen beiden Haupthandlungen. Zumal zum Schluss nicht alles aufgelöst wird. Es gibt einige Fragen, die ich in dem Buch beantwortet haben wollte – aber das ist leider nicht vollständig passiert.

Der Schluss einer der beiden Haupthandlungen ist gut, erinnert mich aber auch an ein Buch, das ich vor Jahren las. Würde ich sagen, um welches Buch es sich handelt, würde ich zuviel verraten, und das mache ich nicht.

Die Hauptpersonen sind mir sympathisch. Hector, der mir leid tut wegen des Stresses, den er hat mit den Ermittlungen und mit seinem Sohn und wegen seiner verschwundenen Frau. Auch Leire ist sympathisch. Sie ist schwanger und ermittelt aus vollem Herzen – das bewundere ich. Viele der Nebenfiguren – beispielsweise die Mitarbeiter der Firma Alemany – dagegen sind mir eher unsympathisch, wobei einige von ihnen ziemlich blass gezeichnet sind. Nebenfiguren eben. Einige von ihnen hätte man auch weglassen können, das hätte das Buch oft weniger verwirrend und weniger langatmig gestaltet.

Ich habe das Buch letztendlich nur deswegen schnell zu Ende gelesen, weil ich im Januar 2014 über drei Stunden in der Ambulanz eines Krankenhauses auf einen Arzt wartete und deswegen Zeit hatte, dieses Buch zu lesen. Noch einmal lesen werde ich diesen Krimi nicht – und ich hatte nach dem interessanten Anfang ein besseres und packenderes Buch erwartet.

Deswegen vergebe ich nur drei Sterne.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Januar 2015
Eine Frau springt mitten in der Nacht vor die U-Bahn von Barcelona. Die Ermittler glauben zunächst an einen Selbstmord, doch etwas ist seltsam: Alle Daten von Saras Handy wurden gelöscht, außer einer E-Mail, das Foto dreier erhängter Hunde und drei Worte: „Vergiss das nicht!“
Inspektor Salgado stellt bald eine Verbindung zu einem weiteren Todesfall her. Der junge Familienvater Gaspar Rodenas hat sich nur vier Monate zuvor selbst gerichtet, nachdem er seine Frau und seine kleine Tochter ermordet hatte. Gaspar und Sara arbeiteten in der gleichen Firma, dem Kosmetikhersteller Alemany. Salgado beginnt damit, die Firma genauer unter die Lupe zu nehmen.
Zur gleichen Zeit beginnt Leire, Salgados Partnerin in Karenz, sich mit ihrer überschüssigen Zeit zu langweilen und beschließt, ein paar Nachforschungen zu machen. Sie nimmt sich die Akte von Salgados verschollener Frau vor, in der Hoffnung, neue Erkenntnisse über deren Verbleib zu erlangen.

Der Krimi wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt, so erfährt man teilweise auch Seiten der Geschichte, welche der Ermittler nicht kennt. Nichts desto trotz erfährt man erst ganz am Ende, was es tatsächlich mit den erhängten Hunden auf sich hat, was der Spannungsbogen aufrecht erhält. Der Teil von Leire hat mir der Hauptgeschichte eigentlich nichts zu tun und läuft nebenher, womöglich um Fans der Reihe, welche Leire bereits kennen, zu unterhalten. Außerdem gibt es dem Buch eine zweite Handlung und peppt das Geschehen etwas auf.
Der Autor variiert oft aus – meiner Meinung nach – unerfindlichen Gründen zwischen der Mitvergangenheit und der Gegenwart, außerdem gibt es viele fragwürdige Ausdrücke und Formulierungen (z.B. „Sie hatte noch nie so einen Anschiss bekommen.“), und wie in den meisten Büchern, wird die Notwendigkeit der Vorvergangenheit, um etwas, das vor der in Mitvergangenheit erzählten Geschichte passiert war, völlig ignoriert. Diese Fehler sind womöglich auf die Übersetzung zurückzuführen.
Alles in Allem war der Krimi jedoch sehr spannend und bis zu Ende auch gut durchdacht. Leider bleiben am Ende doch einige Kleinigkeiten übrig, vor Allem in Leires Teil, was wohl ein Hinweis auf den nächsten Band der Reihe ist.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. August 2014
„Héctor schaute auf das Display. Die Nachricht bestand nur aus drei Wörtern, in Großbuchstaben, mit einem Foto im Anhang.

VERGISS DAS NICHT

Als er das Foto öffnete, begriff Salgado, warum Fort ihn gerufen hatte … Zuerst dachte er, es seien in einem Baum verhedderte Drachen. Doch nachdem er das Bild vergrößert hatte und die Details erkennen konnte, sah er, dass es etwas anderes war. Ein Baum war es, das schon, mit dicken, kräftigen Ästen. Aber was da hing, diese an Stricke geknüpfte Gestalten, waren Tiere. Die steifen Körper von drei erhängten Hunden.“

Ein eigenartiger Selbstmord beschäftigt Inspektor Héctor Salgado. Eigenartig, weil die junge Frau, kurz bevor sie sich scheinbar vor einen Zug warf, auf ihrem Handy eine Nachricht mit einem angehängten Foto erhalten hatte, das drei erhängte Hunde zeigt. Bei den Ermittlungen erfährt Salgado, dass sie für das gleiche Kosmetikunternehmen arbeitete wie ein junger Mann, der vor kurzem dadurch Schlagzeilen machte, dass er seine Frau, seine einjährige Tochter und anschließend sich selbst tötete.

Was sein Privatleben angeht, steht Salgado selber im Zentrum von Ermittlungen. Denn seine Frau Ruth verschwand vor einigen Monaten spurlos – es wird nicht ausgeschlossen, dass sie Opfer eines Verbrechens geworden ist.

Ein spannender Krimi am Schauplatz Barcelona! Die Handlung verfolgt mehrere Erzählstränge. Da gibt es zum einen die Ermittlungen von Salgado, der nicht nur einen Zusammenhang zwischen den Todesfällen vermutet, sondern sogar Zweifel hegt, ob es sich tatsächlich um Selbstmorde handelte. Und was hat es bloß mit diesem Foto auf sich, das noch an mehr als einer Stelle auftauchen wird…

Seine Kollegin Leire, eigentlich hochschwanger und daher schon vom Dienst freigestellt, bemüht sich währenddessen, Licht in das Verschwinden von Salgados Frau zu bringen. Besteht ein Zusammenhang zu einem früheren Fall von Salgado? Die Ermittlungen führen Leire weit zurück in Ruths Vergangenheit…

Währenddessen sorgen sich einige Mitarbeiter des bewussten Kosmetikunternehmens sehr. Sie wissen nämlich sehr gut, was die Toten miteinander gemein haben. Ein dunkles Geheimnis, das acht von ihnen teilen – darunter die zwei Toten.

Sehr schön geschrieben, manchmal wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Intensiv wird auch auf die seelischen Probleme und Nöte der Protagonisten eingegangen. Hier wäre zum Beispiel noch das Verhältnis zwischen Héctor und seinem halbwüchsigen Sohn zu nennen, der ebenso wie sein Vater unter dem Verlust der Mutter leidet, zu dem Héctor aber keinen richtigen Zuwachs findet. Noch weitere interessante Aspekte werden behandelt, darunter die Themen Adoptionen oder Homosexualität. Es gibt auch einige Rückblenden und Bezüge zum Vorgängerband „Der Sommer der toten Puppen“, die werden aber alle gut erklärt, so dass zum Verständnis keine Infos fehlen.

Insgesamt fand ich das Buch sehr intensiv und die wechselnden Perspektiven gefielen mir gut. Was mir nicht so gefiel, war die Auflösung rund um das Thema Ruth – daher auch der Punktabzug. Vielleicht hab ich es aber auch falsch verstanden? Wer weiß. Bis auf diesen Punkt aber ein klasse Buch – und da andere diesen Schluss möglicherweise gerade gut finden - eine klare Leseempfehlung von mir.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Juni 2014
Kurze Inhaltszusammenfassung:
Hector Salgado ist ein argentinischer Inspektor bei der Polizei in Barcelona. Dort hat er nicht nur Freunde, denn nach einem Zwischenfall, bei dem er handgreiflich wurde, werden seine Schritte sehr genau beobachtet. Auch in Hectors Privatleben gibt es Probleme: Seine Frau Ruth hat sich von ihm getrennt und danach mit einer Frau zusammengelebt, doch danach ist sie spurlos verschwunden. Hector und sein Sohn Guillermo im Teenageralter sind zurückgeblieben und haben bis heute noch keine Gewissheit, was mit ihr geschehen sein mag. Auch die Polizei hat nichts entdecken können und den Fall zu den Akten gelegt. Inzwischen arbeitet Inspektor Salgado an einem neuen Fall, der ihn stark beansprucht: Drei MitarbeiterInnen einer Kosmetik-Firma haben innerhalb von vier Monaten den Selbstmord gewählt oder wurden dazu getrieben und innerhalb des Unternehmens herrscht zwar eine angespannte Stimmung, doch will man der Polizei nicht so recht behilflich sein. Inspektor Salgado hört auf sein Bauchgefühl und versucht mit allen möglichen Techniken etwas aus den MitarbeiterInnen herauszubekommen, was nicht einfach ist. Gleichzeitig ermittelt eine Kollegin von Hector, die eigentlich schon im Mutterschutz ist, auf eigener Faust und hinter Hectors Rücken am mysteriösen Verschwinden von Hectors Ex-Frau Ruth.

Meine Meinung zum Buch:
Der Krimi lässt sich sehr schnell lesen, da er einfach geschrieben ist und auch gut gegliedert, in kurzen Kapiteln und Abschnitten zu den einzelnen Personen. Gut gefallen hat mir einerseits, dass die Charaktere sehr gut beschrieben werden und auch über das Privatleben viel preisgegeben wird, sodass die Personen authentisch erscheinen. Auch die Idee mit dem Firmentraining, an dem acht MitarbeiterInnen der Kosmetik-Firma teilgenommen haben, habe ich gut und lebhaft geschildert gefunden. Der gesamte Handlungsstrang war spannend, aufbauend und insgesamt rund. Der zweite Handlungsstrang mit der Suche nach Hectors verschwundener Ex-Frau war weniger ausgefeilt und für mich als LeserIn nicht zufriedenstellend. Einerseits wurde vom Autor die Wiederaufnahme der Ermittlungen groß aufgezogen, danach hat Leire, die Ermittlerin auf eigener Faust, auch interessante Informationen entdeckt, die in Richtung Adoption und Menschenhandel gingen, aber diese Spur wurde dann nicht weiter verfolgt und auch am Ende des Buches weiß man über Ruths Verschwinden kaum mehr als zu Beginn. Dieser völlig offene Schluss ohne jede Wendung hat mich nicht zufrieden gestellt. Hier könnte der Autor in einem Fortsetzungs-Krimi ansetzen und die Suche nach Ruth aufdecken.

Titel und Cover:
Die Gestaltung des Cover finde ich sehr gelungen. Der Titel ist stimmig mit dem Inhalt des Buches und gleichzeitig passt auch das Bild auf dem Cover sehr gut dazu. Der beengende Durchblick durch die hoch emporragenden Häuserreihen verleiht das Gefühl, dass man in der Mitte steht und immer enger eingegrenzt wird bis inmitten nur noch ein schwarzes Loch bleibt.

Mein Fazit:
„Der einzige Ausweg“ ist meiner Meinung nach, leichte Krimi-Kost, sodass man das Buch ohne größere Anstrengung gut zum Entspannen oder während des Urlaubes und relativ schnell lesen kann. Außerdem bin ich jetzt neugierig auf den Vorgänger-Krimi „Der Sommer der toten Puppen“ geworden, sodass ich diesen auch bald lesen werde.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Dezember 2013
Eine junge Frau stürzt in Barcelona vor die U-Bahn. Ihr Blick ist gehetzt, sie scheint sich verfolgt zu fühlen. Aber auf den Bändern der Überwachungskamera ist niemand zu sehen. Wurde sie verfolgt? Wurde sie vielleicht gestoßen?
Oder war es doch Selbstmord?
Auf ihrem Handy befinden sich keine Daten. Nur ein Foto von einem Baum, an dem drei erhängte Hunde baumeln und eine Nachricht: Vergiss das nicht!".

Mitten in der Nacht wird Hector Salgado an den Schauplatz gerufen. Er musste nicht geweckt werden, denn seit seine Ex-Frau Ruth vor einem halben Jahr spurlos verschwunden ist, wird Salgado von Schlaflosigkeit geplagt. Er kämpft mit seinen eigenen Dämonen. Insgeheim hält er sie für tot, sein Gewissen hindert ihn aber daran, die Trauer zuzulassen, da es keinen Beweis dafür gibt. Dieser Fall ist noch ungelöst und der Kollege, der hierzu ermitteln soll, ist nicht gerade ein Freund von Hector.

Heimlich ermittelt Leire, Hectors ehemalige Partnerin, die sich im Mutterschutz langweilt und nutzlos fühlt. Aber sie hat nicht viel Zeit, das Kind kommt einige Wochen zu früh. Sie kann nur wenig weitere Fakten zum lösen des Falls beitragen.

In Hectors Fall überschlagen sich jedoch die Ereignisse. Schnell wird klar, dass die Verstorbene in einer Kosmetikfirma gearbeitet hat, wo sich einige Monate zuvor ein Mitarbeiter erschossen hat, der zuvor seine Familie ausgelöscht hatte.
Kann dass ein Zufall sein?
Was könnte diese beide miteinander noch verbunden haben?

Antonio Hill schafft es perfekt, von Kapitel zu Kapitel, immer mehr Spannung aufzubauen. Die Unterteilung nach agierenden Personen verschafft einerseits einen guten Überblick, weckt aber gleichzeitig die Neugierde des Lesers und der Autor erhöht die Spannung noch, indem er uns am Ende eines Kapitels immer wieder einen Happen Information zuwirft. Dadurch ist es sehr schwer das Buch aus der Hand zu legen.

Zum Schluss gibt es noch einen kurzen Ausblick auf seinen nächsten Roman, denn der Autor lässt uns wissen, wer womöglich die letzte Person war, die Ruth lebend gesehen hat.
Und damit hätte ich wirklich nicht gerechnet!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden