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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen vielleicht der coolste Lansdale überhaupt!
"Gauklersommer" spielt, wie "Kahlschlag", im osttexanischen Camp Rapture. Allerdings ist es keine direkte Fortsetzung, sondern Sunsets Urenkel, Cason, ist die Hauptperson in einem, für Lansdales Verhältnisse, recht gewaltarmen Thriller. Der Irak-Veteran und Trinker, Cason, kommt nach Camp Rapture zurück und nimmt die Stelle als Kolumnist bei der...
Veröffentlicht am 29. August 2011 von Peter Wacker

versus
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Vorsicht: Doppelgänger! "Gluthitze" = "Gauklersommer"
Mit diesem Buch versucht man wieder einmal, schnellentschlossenen Käufern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Bei diesem Buch handelt es sich nämlich 1:1 um das Buch, das vor 2 oder 3 Jahren bei einem anderen Verlag erschienen ist: Gauklersommer.

In der Buchhandlung ist die Neuauflage unter einem anderen Titel kaum ein Problem. Dort kann man ein...
Vor 17 Monaten von nrschmid veröffentlicht


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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen vielleicht der coolste Lansdale überhaupt!, 29. August 2011
Von 
Peter Wacker "Piwi" (Schriesheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gauklersommer (Broschiert)
"Gauklersommer" spielt, wie "Kahlschlag", im osttexanischen Camp Rapture. Allerdings ist es keine direkte Fortsetzung, sondern Sunsets Urenkel, Cason, ist die Hauptperson in einem, für Lansdales Verhältnisse, recht gewaltarmen Thriller. Der Irak-Veteran und Trinker, Cason, kommt nach Camp Rapture zurück und nimmt die Stelle als Kolumnist bei der Lokalzeitung an. Der Fall der verschwundenen Schönheit Caroline beschäftigt ihn und bald sieht es sich einer Menge von Verwicklungen gegenüber, die von Erpressung über Entführung bis hin zu Mord durch Häutung (!) reichen. Die Handlung ist unglaublich spannend und ziemlich düster, aber auch mit ordentlich viel schwarzem Humor versehen. Typisch für Lansdale tauchen auch eine Menge skurriler Typen auf. Hierbei hat sich der Autor aus Texas wirklich selbst übertroffen. Sowohl Mrs. Timpson, Casons Chefin, als auch Booger, Casons ehemaliger Kriegskumpel und selbsterklärter Soziopath, sind so durchgeknallt, dass man, trotz der nervenaufreibenden Handlung, oftmals laut lachen muss. Wer Lansdale mag, sollte aufjedenfall bei "Gauklersommer" zugreifen, wer Lansdale noch nicht kennt, der sollte sich diesem Buch ebenfalls widmen, weil es, meiner Meinung nach, das vielleicht coolste Buch von Lansdale ist. Daher fünf von fünf Punkten!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sprachlich wie immer auf höchsten Niveau, 22. Juni 2013
Von 
Hamlet - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Gluthitze: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Dieses Buch ist eine Mogelpackung, denn es wurde bereits 2011 unter dem Titel "Gauklersommer" im Golkonda Verlag veröffentlicht. Weshalb man diesen Umstand in der Produktbeschreibung nicht vermerkt, erschließt sich mir allerdings nicht, denn auch ich habe bereits die erste Ausgabe gelesen und hatte mich auf eine Neuerscheinung gefreut.

Allerdings ändert das nichts an der Qualität des Buches, denn wie immer erfreut Joe R. Lansdale seine Leser mit einer spannenden Geschichte, die er mit der ihm eigenen sprachlichen Brillanz erzählt: Handlungsort ist, wie in den meisten Büchern Lansdales, Osttexas. Dorthin kehrt der Irak-Veteran und Reporter Cason Statler zurück und nimmt eine Stelle bei der örtlichen Zeitung an. Als er per Zufall von dem Fall einer im vergangenen Jahr spurlos verschwundenen Studentin erfährt und auf eigenen Faust zu ermitteln beginnt, erfreut dieser Umstand nicht alle Bewohner der texanischen Kleinstadt Camp Rapture.

Camp Rapture ist eine Kleinstadt in Ost-Texas und der Handlungsort dieses - ja was eigentlich? Ist das ein Thriller, Noir-Krimi, Hardboiler, Gothic Novel oder gar eine Parodie auf diese Genres?

Ich hatte jedenfalls Probleme, "Gauklersommer" eindeutig einer literarischen Gattung zuzuordnen. Eigentlich hat das Buch von allem etwas, und gerade das macht die Lektüre spannend, interessant und stellenweise auch höchst vergnüglich, denn der Autor Joe R. Lansdale kann nicht nur spannend, sondern auch bissig-ironisch und abgedreht" erzählen, dabei immer mit dem richtigen Timing.

Lansdale kann mit Sprache umgehen und hat das Talent, nicht nur die Lokalitäten und Personen sehr präzise und dicht zu beschreiben. Er schafft es auch, beiläufig aber sehr anschaulich, diese bigotte, von religiösem Fanatismus und Rassismus geprägte, texanische Gesellschaft zu schildern.

Zu kritisieren gibt es meiner Meinung nach lediglich, dass die verschiedenen Handlungsstränge zu früh zusammenlaufen und die offenen Fragen geklärt werden, was dann natürlich zu Lasten der Spannung geht. Aber nichtsdestotrotz habe ich mich bei der Lektüre blendend unterhalten gefühlt und freue mich schon auf das nächste Buch aus der Feder von Joe R. Lansdale!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Stich ins Wespennest, 8. Juli 2013
Von 
Marius (Augsburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Gluthitze: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Derb, brutal und spannend – das sind die Adjektive, die das Buch „Gluthitze“ von Joe R. Lansdale wohl am besten beschreiben. Bereits 2010 unter dem Titel „Gauklersommer“ erschienen hat sich der Suhrkamp-Verlag die Rechte für das Taschenbuch gesichert und dieses nun unter einem weniger verräterischen Titel publiziert.

Wie bereits bei „Kahlschlag“, dem ersten von Lansdale im Suhrkamp-Verlag erschienen Roman, stellt sich wieder ein einzelner Protagonist einem ganzen System entgegen, um für Gerechtigkeit und Wahrheit zu kämpfen. Diese Verbindung kommt nicht von Ungefähr, schließlich ist Cason Statler der Urenkel der in „Kahlschlag“ agierenden Sunset Jones, die schon vor Generation im texanischen Kaff Camp Rapture ein Verbrechen aufdeckte. In „Gluthitze“ ist es nun an Cason, die Familientradition zu wahren und dem Bösen den Kampf anzusagen.
Dieser kehrt aus dem Irak-Krieg zurück und findet bei der örtlichen Dorfgazette eine Anstellung als Kolumnist, wo er schnell seinen Riecher beweist. Statler, früher einmal für den Pulitzer-Preis nominiert, klemmt sich hinter die Geschichte der verschwundenen Caroline, über deren Verbleib sich das Dorf ausschweigt. Schon bald pflastern Gewalt und Leichen den Weg zur Wahrheit, den Cason unbeirrt beschreitet..

„Gluthitze“ ist ein typischer Lansdale: Wie immer in Texas angesiedelt erzählt der amerikanische Autor von einer bigotten Gesellschaft und skrupellosen Morden, charakterisiert einen gescheiterten Reporter und blickt dennoch zuversichtlich in die Zukunft. Leider zählt die Geschichte nicht zu den stärksten Romanen, die Lansdale vorgelegt hat. Der Plot ist zumindest in den ersten Teilen reichlich übersichtlich und lässt einiges an Finesse vermissen, ehe er im letzten Drittel noch einmal aufdreht. Auch kann die Sprache und die Zeichnung der Charaktere von „Gluthitze“ nicht immer überzeugen – zu derb und brutal sind manche Passagen und Protagonisten geraten.
Dennoch ist es für mich unerklärlich, warum ein fantasievoller und sprachmächtiger Autor wie Lansdale nach wie vor eher Krimikennern als der breiten Masse ein Begriff ist. In seinen Werken beweist er – mal stärker, mal eher weniger – wie bunt und aufregend Kriminalliteratur sein kann. Zwar mag „Gluthitze“ nicht Lansdales Meisterwerk sein, spannend und originell ist das Buch doch zumeist und passt nicht nur vom Titel her hervorragend zum Sommer und sorgt für einige spannenden Stunden in der Hitze!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es war einmal in Texas ..., 3. Juli 2013
Von 
Krimi-Vielfraß "N.F." (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Gluthitze: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Der amerikanische Schriftsteller Joe R. Lansdale läßt seinen Thriller in seinem Heimatstaat Texas spielen und irgendwie paßt das Geschehen genau zu diesen Schauplatz, wenn sich dies auch etwas plakativ und vorurteilshaft anhören mag. Es geht hart, skrupellos und unbarmherzig zur Sache und der Leser trifft auf so manche skurrile und vollkommen kaputte Charaktere.
Die Geschichte wird durch den Journalisten Cason Statler aus der Ich-Erzählerperspektive berichtet, der selbst aufgrund seiner vielen kleineren oder auch größeren Schwächen als Figur eigentlich recht sympathisch rüberkommt und gut zur Story paßt.
Die Handlung ist auch ganz in Ordnung, obwohl einige Szenen doch etwas übertrieben brutal und sadistisch anmuten. Der Geschichtskonstruktion ist alles in allem etwas simpel und es fehlt merklich an intelligenten Wendungen. Der Plot ist dann logischerweise auch nicht der ganz große Renner und hat nur wenig Überraschendes zu bieten.
Der Schreibstil ist wirklich sehr ansprechend und extrem unterhaltend. So sind die 390 Seiten auch ruck zuck durchgelesen.
Fazit: Dieser Thriller wird vielleicht nicht jeden Lesergeschmack entsprechen, aber trotzdem auf jeden Fall ein zu empfehlender Roman.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Vorsicht: Doppelgänger! "Gluthitze" = "Gauklersommer", 17. Juni 2013
Von 
nrschmid (Wien, Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Gluthitze: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Mit diesem Buch versucht man wieder einmal, schnellentschlossenen Käufern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Bei diesem Buch handelt es sich nämlich 1:1 um das Buch, das vor 2 oder 3 Jahren bei einem anderen Verlag erschienen ist: Gauklersommer.

In der Buchhandlung ist die Neuauflage unter einem anderen Titel kaum ein Problem. Dort kann man ein bisschen blättern ... und dann stößt man auf den Hinweis, dass dieses Buch unter anderem Titel schon erschienen und erhältlich ist. Aber "online" sollte man sich von Anbieter einen solchen (Warn-)Hinweis schon erwarten. Wer sich also darüber freut (und glaubt), es gäbe einen neuen Lansdale, der wird mit diesem Buch enttäuscht sein. Vor allem dann, wenn er Gauklersommer schon kennt.

Das neue Cover und der neue Titel sind kaum passend. Auch "Gauklersommer" war nicht wirklich glücklich gewählt. Aber: dieser Roman von Lansdale ist einer seiner besten - im Gegensatz zu Schlechtes Chili, Kahlschlag und Ein feiner dunkler Riss.

Meine Kritik zu diesem Buch kann man unter Gauklersommer nachlesen. 4 Sterne habe ich dem Buch damals gegeben. Für die Täuschung mit der "getarnten" Neuausgabe unter anderem Titel gibt es Abzüge: 2 Sterne, um nicht Leser der Auflage unter anderem Titel zu verschrecken. Das Buch ist natürlich weiterhin lesenswert und 4 Sterne wert!
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Top Lansdale Roman, 6. Oktober 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gauklersommer (Broschiert)
Nach dem schon bei Golkonda Verlag erschienen Buch Kahlschlag das im Camp Rapture spielte musste ich mir natürlich auch gleich nach Erscheinen dieses Buch bestellen. Gauklersommer ist ebenfalls ein Klasse Buch von Joe R. Lansdale und wird vom Golkonda Verlag ebenfalls angeboten. Erfreulicherweise spielt dieses Buch in der gleichen Gegend von Kahlschlag, nur einige Jahre weiter und nimmt auch kurz Bezug auf dieses Buch. Der Hauptprotagonist Cason Statler, Veteran des ersten Irak-Kriegs ist nämlich mit Sunset Jones verwandt.

Ein bisschen schade war das das Release Datum bei Amazon dauernd verschoben wurde und das dieses Buch dadurch erst einige Wochen später bei mir daheim eingetrudelt ist. Wofür natürlich Amazon nicht sehr viel kann.
Des weiteren schreckt natürlich auch der etwas höhere Preis als üblich ab. Doch dafür bekommt man als Ausgleich ein sehr schön gestaltetes Buch das sich klar von der Masse abhebt. Super! Die Formatierungen sind ebenso gelungen und die Schrift in einer optimal lesbaren Größe.

Cason Statler kehrt als Veteran des ersten Irak-Kriegs in seine Heimatstadt Camp Rapture zurück. Daheim trinkt er viel und kann sich damit nicht abfinden das seine Freundin Ihm den Laufpass gegeben hat.
Dennoch hat er den Erfolg das er bei der lokalen Zeitung eine Stelle als Kolumnist erhält. Dort stolpert er über einen unaufgeklärten Fall einer vermissten Studentin. Seine Vorgängerin hat zu diesem Fall einige Notizen gemacht.
Daraufhin forscht Cason nach und erhält einige unerwartete Ergebnisse. Diese reißen ihn in einen Strudel der Gewalt.

Zu erst muss man sagen das ich bei diesem Buch hin und weg war beim lesen. Es ist Klasse geschrieben. Richtig Klasse, Lansdale präsentiert eine heftige ernsthafte Story und bekommt es dabei hin gekonnt einiges an schwarzen und derben Humor unterzubringen. Nichts wirkt aufgesetzt und das was passiert passt einfach von ganzen Stil in dieses Buch. Lansdale arbeitet mit einigen Metaphern und das durchweg gelungen. Die gesamte Geschichte wird ausschließlich aus der Sicht von Cason Statler erzählt und dabei wird es keine Sekunde trocken und langweilig.
Die Story ist nämlich von Anfang bis Ende dicht und spannend. Dabei wird diese in mehrere Kapitel unterteilt und die jeweilige Überschrift gibt schon an was zu erwarten ist.
Die Story wird nach und nach immer intensiver sowie auch dichter. Es gibt einige Rätsel und Fragen die in diesem Buch aufgeworfen werden und dabei nach und nach aufgeklärt werden.
Gerade auch die Charaktergestaltung fand ich gut. Die Protagonisten unterscheiden sich sehr enorm, kein 08/15.

Zu kritisieren gibt es wenig, ein bisschen schade ist das die offenen Fäden zu früh zusammenlaufen und das man doch arg wenig über Stitch erfährt. Ansonsten wurden die Charaktere gut dargestellt.
Die Frage nach dem warum wird zufriedenstellend erklärt, dennoch hätte das Ende ruhig einen Tick ausführlicher ausfallen dürfen.

Dennoch natürlich klare 5 Sterne, ein echter Pageturner. Habe Gauklersommer in kürzester Zeit verschlungen und trotz der ernsten Thematik einige male Grinsen müssen aufgrund des tollen schwarzen Humors. Bei einer 5 Sterne Bewertung kann ich dieses Buch jeden Leser aus diesem Genre ans Herz legen. Mir hat es super gefallen. Das bisher beste Buch das ich von Lansdale gelesen habe.
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3.0 von 5 Sternen Witzig, zotig, derb: nette Sommerlektüre ja, großes Meisterwerk nein, 15. August 2014
Von 
FG "fg" (Freiburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gluthitze: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Cason Statler, Journalist und Irak-Veteran, verliert seinen Karrierejob und weiß nicht recht, wohin. Also kehrt der Heimatlose in seine ganz alte Heimat in der texanischen Provinz zurück und nimmt eine Arbeit als Reporter an, bei der er sich zunächst noch langweilt - bis Statler sich eines alten Falles aus der Gegend annimmt. Eine junge Frau ist verschwunden, die örtliche Polizei zeigt sich überfordert. Statler folgt den mageren Spuren und bekommt es mit einem außergewöhnlich üblen Verbrechen zu tun.

Lansdales "Gluthitze" ist zunächst einmal überhaupt nicht mit "Die Wälder am Fluss" zu vergleichen, welches wohl sein hierzulande (zu Recht) meist gelesenes Buch sein dürfte. In "Glutzhitze" geht es auch um Mord und sehr, sehr oberflächlich ebenso um Rassismus, da hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf. Schwarzer Humor, hübsch lässige Dialoge und ein schnoddrig-cooler Ermittler machen das Werk aus - und obwohl das ab und an sehr überzeichnet wirkt, funktioniert es doch. Man fliegt schmunzelnd über die flüssig verfaßten Seiten, mittendrin in einem mörderisch heißen texanischen Sommer. Zwei weitere wichtige Zutaten für dieses derb-unterhaltsame Krimistück sind Sex und Gewalt, die klassischen Evergreens. Ja, auch Lansdale macht den Versuch, einen noch gewalttätigeren, perverseren, verdrehteren Mörder zu erfinden als Hunderschaften von Thriller-Autoren vor ihm. Das allerdings konnte mich nicht überzeugen, weil es viel zu dick aufgetragen daherkommt und in völlig banaler Weise auf den Effekt abzielt (Ich spare mir an dieser Stelle Details, nur soviel: ein Paar blutjunger Lesbierinnen machen sich immer gut in einem Thriller!).

Ziel des Autors war es eindeutig, einen flotten, lässigen und zotigen Roman zu erzeugen. Das Klassenziel hat er erreicht. Um der Wahrheit jedoch die Ehre zu geben, ist das Werk insgesamt doch recht plump geraten. Deswegen kommt es für mich über eine nette, derbe Sommerlektüre für zwischendurch nicht hinaus.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Starker Tobak, 19. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Gauklersommer (Broschiert)
Als ich das Buch am Ende zuklappte, war ich hin und hergerissen.
Ich fange mit dem Positiven an, und das ist nicht wenig.
Lansdale verfügt über eine flotte Schreibe mit starken Dialogen und knackigen Metaphern. Davon macht er ausgiebig Gebrauch.
Seine Figuren sind fast alle mit überzeugender Tiefe ausgestattet, ihre Handlungen nachvollziehbar und stimmig.
Nach einem gemächlichen Aufgalopp, in dem ich mich mehrmals fragte, warum die Geschichte scheinbar ziellos dahin mäandert, wird es in der zweiten Buchhälfte auch noch richtig spannend. Die geschilderten Grausamkeiten dazu sind starker Tobak.
Für mich ebbte die Spannung in dem Moment spürbar ab, als klar wurde, dass die Verbrechen ein solitäres Ganzes bilden, welches nur auf der kriminellen Energie von 3 Personen wuchert. Die Auflösung findet somit statt, bevor die Übeltäter zur Strecke gebracht sind. Diese finalen Sequenzen sind dann nichts Herausragendes mehr.
Davon war ich dann doch etwas enttäuscht, denn zwischendurch schien es auf weit gestreute Verschwörungen und Intrigen hinauszulaufen. Das hätte auch viel besser gepasst.
Etwas unangenehm fielen mir daneben einige Passagen zu Beginn auf. Dort entwickelt die Story Längen, weil der Autor Hintergrundinformationen innerhalb weniger Seiten an die Leserin verklappt.
Ist man aber darüber hinweg, kann man sich am sprachlich eloquenten Stil erfreuen, der mit so wenigen kommentierenden Sprechworten auskommt, dass sie an einer Hand abzuzählen sind. Das ist höchst ehrenwert, wenngleich unklar bleibt, wie sich die Meriten zwischen Autor und Übersetzer verteilen. Im Idealfall gleichermaßen und das möchte ich gerne unterstellen.
Fazit: Gute Unterhaltung mit kleinen Schönheitsfehlern.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Erwartung nicht erfüllt, 30. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Gauklersommer (Kindle Edition)
Cason Statler kehrt in seine alte Heimatstadt zurück, um dort als Reporter zu arbeiten. Eine Story über eine verschwundene Studentin erregt seine Aufmerksamkeit und Cason beginnt zu recherchieren. Dabei stößt er auf ein paar dunkle Geheimnisse und weitere verschwundene Personen, bis er eines Tages selbst zum Ziel wird.
Bei der Bewertung des Buches bin ich teilweise hin und hergerissen, da die Geschichte eigentlich interessant war, jedoch nicht gelungen umgesetzt wurde. Zum Einen hat der Autor einen tollen Schreibstil mit humorvollen Passagen, dennoch wirkte es oftmals zu übertrieben witzig und daher zu viel des Guten, denn manchmal ist weniger mehr. Auch wurden viel zu viele Nebensächlichkeiten beschrieben und jeder Handgriff extra erklärt.
Die kurzen Kapitel sind angenehm beim Lesen, doch leider fehlte mir das gewisse Etwas und die Spannung. Die Geschichte plätschert so vor sich hin und es passiert nicht wirklich viel. Erst im letzten Drittel legt der Autor dann einen Zahn zu.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Deep in the heart of Texas, 7. Februar 2012
Von 
Hamlet - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Gauklersommer (Broschiert)
Camp Rapture ist eine Kleinstadt in Ost-Texas und der Handlungsort dieses - ja was eigentlich? Ist das ein Thriller, Noir-Krimi, Hardboiler, Gothic Novel oder gar eine Parodie auf diese Genres?

Ich hatte jedenfalls Probleme, "Gauklersommer" eindeutig einer literarischen Gattung zuzuordnen. Eigentlich hat das Buch von allem etwas, und gerade das macht die Lektüre spannend, interessant und stellenweise auch höchst vergnüglich, denn der Autor Joe R. Lansdale kann nicht nur spannend, sondern auch bissig-ironisch und abgedreht" erzählen, dabei immer mit dem richtigen Timing.

Lansdale kann mit Sprache umgehen und hat das Talent, nicht nur die Lokalitäten und Personen sehr präzise und dicht zu beschreiben. Er schafft es auch, beiläufig aber sehr anschaulich, diese bigotte, von religiösem Fanatismus und Rassismus geprägte, texanische Gesellschaft zu schildern.

Zu kritisieren gibt es meiner Meinung nach lediglich, dass die verschiedenen Handlungsstränge zu früh zusammenlaufen und die offenen Fragen geklärt werden, was dann natürlich zu Lasten der Spannung geht.

Aber nichtsdestotrotz habe ich mich bei der Lektüre blendend unterhalten gefühlt und freue mich schon auf das nächste Buch aus der Feder von Joe R. Lansdale!
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Gluthitze: Roman (suhrkamp taschenbuch)
Gluthitze: Roman (suhrkamp taschenbuch) von Joe R. Lansdale (Taschenbuch - 17. Juni 2013)
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