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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Moral in den Zeiten der Gier
Stolzenburg ist ein Wissenschaftler vom alten Schlage, einer, der für sein Fachgebiet brennt, der lehren und forschen möchte. Er selbst würde sich in dieser braven Rolle im Elfenbeinturm auch genügen, aber um ihn herum ist nichts, was noch genügsam wäre. Er hungert im Universitätsbetrieb auf einer halben Stelle, sieht sich von der...
Veröffentlicht am 7. Februar 2012 von dadaxel

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut geschrieben, enttäuschendes Ende
Dies ist eines der Bücher, das sich einfach angenehm lesen lässt. Die Handlung ist völlig unaufgeregt und dreht sich um die Alltagserlebnisse eines wissenschaftlichen Mitarbeiters. Ich habe es sehr gerne gelesen, da man dabei sehr gut abschalten konnte. und trotzdem gut unterhalten war. So ähnlich wie bei einer gut gemachten Daily Soap.

Das...
Vor 11 Monaten von Amazon Customer veröffentlicht


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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Moral in den Zeiten der Gier, 7. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Weiskerns Nachlass: Roman (Gebundene Ausgabe)
Stolzenburg ist ein Wissenschaftler vom alten Schlage, einer, der für sein Fachgebiet brennt, der lehren und forschen möchte. Er selbst würde sich in dieser braven Rolle im Elfenbeinturm auch genügen, aber um ihn herum ist nichts, was noch genügsam wäre. Er hungert im Universitätsbetrieb auf einer halben Stelle, sieht sich von der Oberflächlichkeit der Studenten und der berechnenden Geilheit der Kollegen umgeben. Und während er sich mit Vorträgen und Artikeln über Wasser zu halten sucht, torpediert ihn das Finanzamt mit einer Steuernachforderung. Mit 59 Jahren hat er keine gesicherte Existenz, keine klare soziale Bindung und kein erstrebenswertes Lebensziel. Nur einen Traum: Eine Ausgabe der Werke Weiskerns.

Das durchgängige Thema von Christoph Heins Roman "Weiskerns Nachlass" ist Moral: Wie kann man sich in unserer Zeit allgemeiner sittlicher Verwahrlosung ein Mindestmaß von Anstand und Stolz bewahren? Hein lässt seinen Protagonisten eine Vielzahl Herausforderungen erleben, die nur bei oberflächlicher Betrachtung zusammenhanglos und konstruiert wirken. Eine prügelnde Mädchenbande, ein Deal mit dem Finanzamt, ein Umzug der Eltern ins Altersheim, ein kaum verstecktes eindeutiges Angebot einer Studentin oder gar kriminelle Machenschaften - in jeder dieser Situationen stellen sich Stolzenburg grundlegende moralische Fragen. Das Spektrum wird von Hein bewusst weit gespannt, um dem Leser zu verdeutlichen, dass die Frage der Moral sich uns im Kleinen wie im Großen stellt. Durch die Kombination mit der wirtschaftlichen Situation seines Helden gelingt es Hein darüber hinaus, die (gleichfalls ethische) Frage der gesellschaftlichen Verantwortung für den wissenschaftlichen Mittelbau aufzuwerfen.

Heins Stolzenburg ist kein Moral-Apostel. Mit seinen Brüchen und Inkonsequenzen wird diese Figur erst plastisch und glaubhaft. Dieser Mann, der Beziehungen nur in dem Maße zulässt, wie sie ihm nützlich sind, fühlt sich hingehalten und genasführt, als sich Henriette nicht Hals über Kopf für ihn entscheidet. Schlimmer noch: sein männlicher Stolz ist in Gefahr, muss er doch feststellen, mit einer Frau um Henriettes Gunst zu konkurrieren.

Heins Meisterschaft liegt darin, dass der Leser nie vordergründig mit moralischen Überlegungen des Helden belästigt wird. Diese Fragen stellen sich stets nur im Kopf des Lesers. Und weil Hein auch ein Meister der deutschen Sprache und des guten Stils ist, wird dieser Roman an keiner Stelle langweilig oder flach. Mit diesem Buch unterstreicht Christoph Hein seinen Rang als Autor unserer Wirklichkeit.

Für Stolzenburg, dessen Werte-Welt durcheinander geraten ist, bleibt am Ende nur die Billardrunde...
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Geschichte eines gescheiterten Mannes und Wissenschaftlers, dessen Existenz, dessen Sein immer mehr schrumpft, 25. November 2012
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Weiskerns Nachlass: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Rüdiger Stolzenburg heißt der Protagonist des neuen Romans von Christoph Hein. Er ist 59 Jahre alt und hat seit undenklichen Zeiten eine halbe Planstelle als Dozent für Kulturwissenschaften in Leipzig inne. Lange hat er die Hoffnung gehabt, wenigstens als Akademischer Rat auf eine ganze Stelle berufen zu werden, doch langsam muss er diese Hoffnungen begraben, denn das Kulturwissenschaftliche Institut ist von massiven Mittelkürzungen betroffen. All die Jahre hat er sich mit zusätzlichen freiberuflichen Aufträgen über Wasser gehalten. Er hat Vorträge gehalten, viele auch mehrmals, Artikel und Rezensionen verfasst, doch in den letzten Jahren nehmen die Aufträge dramatisch ab. In den Zeitungen und Radiostationen arbeiten jetzt jüngere Leute, die Stolzenburg nicht mehr kennen und die auch keine Wertschätzung mehr haben für seine gediegene und anspruchsvolle Art zu arbeiten.

Über eine lange Zeit war Rüdiger Stolzenburg stolz darauf, dass er, anders als alle andere Kollegen am Institut, jede seiner Vorlesungen und Lehrveranstaltungen neu entwickelte und vorbereitete und nie einen Text mehrmals in einer Vorlesung benutzte. Lange wurde er deshalb von den Kollegen geschnitten, doch in der letzten Zeit hat er sich dabei ertappt, dass er des Öfteren zum Semesterbeginn zu einem alten Text greift und zu einem für ihn schon abgelutschten Thema, weil er einfach keine Zeit, aber wohl auch keine wirkliche Energie mehr aufbringen konnte für etwas Neues.

Dies hängt auch zusammen mit seiner Faszination über sein Lieblingsthema, für das sich aber sonst niemand zu interessieren scheint, und für das er auch keinerlei Fremdmittel aquirieren kann. Er träumt von einer Ausgabe der Werke von Friedrich Wilhelm Weiskern, eines 1711 in Eisleben geborenen und später in Wien erfolgreichen Schauspielers und Autors, der vor allem durch seine Stehgreifkomödien lange Jahre das Wiener Theaterpublikum ergötzte und auch die Gunst von Kaiserin Maria Theresia und Josef II. erlangte und mit ihnen eine rege Korrespondenz führte.
„Er ist nicht Aufsehen erregend genug, mein Weiskern,“ räsoniert Rüdiger Stolzenburg in einem seiner zunehmenden Lebensmomente, wo er alle gegen sich wähnt, „sie wollen nur Leuchttürme fördern. Sie verteilen Geld, wenn etwas angeblich nützlich ist oder wenn es sie schmückt. Das nennt man Exzellenzforschung. Schlechte Zeiten für meinen kleinen sächsischen Topographen in Wien. Er bringt nichts ein, er kostet nur. Und so etwas ist für das Gremium Schmetterlingskunde, heraus geworfenes Geld. Wir sind nicht vermarktbar, mein Weiskern und ich.“

Den ganzen Roman über geht es darum, dass Stolzenburg auf vielfältige Weise versucht, seinem großen Ziel näher zu kommen. Ein reicher Verleger, der über Weiskern promovierte, verspricht ihm, ihn finanziell zu unterstützen, in seinem berühmten Frankfurter Verlag allerdings will er das Buch nicht sehen. Fast geht Stolzenburg einem Betrüger auf den Leim, der ihm gefälschte Autographen von Weiskern verkaufen will.

Zwischendrin hat er mit einer Steuerrückforderung des Finanzamtes zu kämpfen, die ihn fast in den Ruin treibt und wird immer wieder von einer Bande vorpubertärer Mädchen belästigt, bedrängt und auch misshandelt, und versucht sich von seiner gegenwärtigen Freundin, die sehr viel jünger ist als er, zu trennen. Erst recht, als er eine Frau kennenlernt, die ihn wirklich anzieht. Doch sie ist von seiner Unehrlichkeit und seiner Wankelmütigkeit nicht begeistert und zieht sich zurück.

Dafür kommen im letzten Drittel zwei Studenten ins Spiel, die Rüdiger Stolzenburg bestechen wollen. Ein attraktives Mädchen will gegen Sex mit ihm sich eine gute Note erschlafen und ein anderer Student, Sohn reicher Eltern, entpuppt sich nicht als der faule Studiosus, für den ihn Stolzenburg abschätzig gehalten hatte, sondern als engagierter Nachfolger des väterlichen Betriebs. Dafür braucht er aber das großväterliche Erbe, das unter anderem aus einer großen und unschätzbaren Autographensammlung besteht (natürlich ist auch Weiskern dabei) und an das er nur kommen kann, wenn er einen schöngeistigen Universitätsabschluss vorlegt. Für diesen Abschluss bietet er Stolzenburg die Summe von 25 000 Euro an. Das würde für die mittlerweile auf die Hälfte herabgesetzte Steuerschuld reichen und vielleicht auch für seinen großen Buchtraum…

Christoph Heins Hauptfigur ist nicht nur ein in den Augen seiner Kollegen gescheiterter Wissenschaftler, er hat auch sein Leben letztlich in den Sand gesetzt. Aus einer schnell geschiedenen Ehe hat er eine Tochter, die außer Geld, das er nicht hat, nichts mehr von ihm will. Mit Frauen kann er nur oberflächliche und kurze Beziehungen aushalten, er ist gerne allein. Doch nun scheint sich in mehrfacher Hinsicht vielleicht doch noch etwas zu ändern in seinem Leben, oder doch nicht?

Christoph Hein hat viel hineingepackt in seinen Roman, vielleicht ist es zuviel. Es ist die gut zu lesende Geschichte eines gescheiterten Mannes und Wissenschaftlers, dessen Existenz, dessen Sein immer mehr schrumpft. Es bleibt offen, was davon übrig bleiben wird.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unsere schöne neue Welt, 6. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Weiskerns Nachlass: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der Dozent Rüdiger Stolzenburg reist in einem Billigflieger zu einem Vortrag. Niemand außer ihm scheint zu bemerken, dass das Flugzeug abstürzen wird. Die Propeller bewegen sich nicht mehr. Er ist von Angst gelähmt.
So beginnt Christoph Heins neuer Roman. Erst viel später erfährt der Leser, dass Stolzenburg in einer mit modernen Strahltriebwerken angetriebenen Maschine sitzt. Es war seine Wahnvorstellung, die auf sein Grundproblem hindeutet. Alles im Leben des neunundfünfzigjährigen Kulturwissenschaftlers scheint aus der Bahn zu laufen. Seit fünfzehn Jahren wartet er darauf, dass seine halben Stelle an der Universität Leipzig zu einer Vollzeitstelle wird. Nur mit Vorträgen und Artikeln kann er sich finanziell einigermäßen über Wasser halten. Er hadert mit dem Altern, ist seit Jahren geschieden. Den Kontakt zu seiner Ehefrau hat er ganz abgebrochen, seine Tochter ist ihm fremd geworden. Seit einem halben Jahr hat eine feste sexuelle Beziehung. Sein alles beherrschende Hobby, den Nachlass des Librettisten, Schauspielers und Topographen Weiskern als Werkausgabe zu veröffentlichen, kostet ihn nur Geld und Lebenszeit, wird aber nicht als Forschungsprojekt anerkannt. Die verzweifelte Suche nach einem Verleger bleibt erfolglos. Als Dozent hat er einen großen Teil seines Berufsethos aufgegeben. Seine Vorlesungen und Seminare sind, wie die vieler anderer Kollegen, zu Ritualen erstarrt. Letztlich wird er sich auch nicht mehr vor den Bedrohungen des Alltags schützen können. Christoph Hein hat, um es zurückhaltend auszudrücken, eine Vorliebe für Charaktere, die den Leser gleichermaßen anziehen und abstoßen. Man kann auch sagen, ihm geht es nicht um Zuneigung oder Abneigung, sondern um enthüllende Zustandsbeschreibungen. An Stolzenburg lernen wir die ganze Palette menschlicher Eigenschaften kennen: Selbstzweifel, Schuld und Hass ebenso wie Überheblichkeit, Eitelkeit. Verachtung. Allzu viel menschliche Nähe hält er nicht aus. Er hat die Angewohnheit alternder Männer, neue Studentinnen unter einem unverdächtigen Vorwand unter die Lupe zu nehmen, um zu prüfen, welche ihm gefallen könnte. Die gesellschaftlichen Verhältnisse der letzten Jahre und moralischen und ethischen Wertvorstellungen haben auch Stolzenburg irgendwann verändert. Der Roman deutet nur an, dass sein Held irgendwann einmal anders war. Ist es Heins Absicht, den Leser auf Distanz zu seiner Figur zu halten? Natürlich ist Stolzenburg nicht nur Opfer einer ungerechten Welt. Er wird auch immer mehr selbst zum Täter, passt sich den im Alltag üblichen Überlebensstrategien, Machtstrukturen und Denkweisen an, versucht Erniedrigungen zu entgehen, seine eigene Lebensform zu wahren.
Hein verzichtet, wie auch in seinen anderen Romanen, auf jede Bewertung durch die Stimme des Autors. Im Roman kommt Stolzenburg in zahlreiche mehr oder weniger existenziell bedrohliche Situationen. Auf diese reagiert er aufgrund seines persönlichen Erfahrungshorizonts oft erstaunlich vorsichtig und passiv - so wenn ihm Nachforderungen des Finanzamtes in Höhe von 11.000 Euro seine finanzielle Basis zu entziehen drohen oder eine Bande zwölfjähriger Mädchen ihn auf offener Straße niederschlägt. Zudem bringt ihn ein Angebot, Stücke aus Weiskerns Nachlass zu kaufen in das Visier polizeilicher Ermittlungen. Ein Student bietet ihm 25.000 Euro, wenn er ihn durch die Prüfung bringt, eine Studentin verfolgt ihn als Storkerin, eine andere verspricht ihm Sex für das Anfertigen einer Abschlussarbeit. All dies wirf Stolzenburg immer wieder aus der Bahn, lässt ihn aber nie ganz abstürzen.
Der Blick Christoph Heins auf unsere schöne neue Welt ist ebenso scharf und kritisch wie seine Bestandsaufnahme der versunkenen Welt der DDR in "Frau Paula Trousseau" Er beweist sich wiederum als großer Erzähler, der seine Leser zu fesseln und berühren vermag. Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen mit wachsender Spannung und Begeisterung gelesen. Literatur vom Feinsten!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Knechte der Wissenschaft, 13. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Weiskerns Nachlass: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Wer an einer Uni lehrt, ist Professor und hat finanziell ausgesorgt. Gegen dieses landläufige Klischee wendet sich Christoph Hein in seinem Roman, indem er daran erinnert, dass zu den Gutsherren die Knechte gehören. Einer dieser Wasserträger ist die zentrale Figur in Heins Roman: Rüdiger Stolzenburg, 59, Dozent für Literaturtheorie und Kulturgeschichte mit halber Stelle an der Uni Leipzig. Wissenschaftlich ist er nicht sonderlich erfolgreich, auch weil er keinen hochkarätigen Forschungsgegenstand gewählt hat. So sucht er seit sechs Jahren vergeblich nach einer Möglichkeit, eine kritische Gesamtausgabe von Friedrich Wilhelm Weiskern, einem Autor des 18. Jahrhunderts, zu finanzieren.
Die teils kafkaeske Geschichte beschreibt einen kritischen Punkt in der Vita Stolzenburg, als das Leben von allen Seiten auf ihn einstürzt. Nach 15 Jahren kann er eine vom Institutsdirektor immer wieder versprochene Vollzeitstelle endgültig in den Wind schreiben und muss sich anhören, dass er froh sein kann, wenn er überhaupt noch weiter beschäftigt wird. Dazu hagelt es Ablehnungen seines Weiskern-Projektes von der DFG ebenso wie von Verlagen. Betrüger wollen ihm gefälschte Autographen von Weiskern andrehen, er wird von einer Mädchenbande zusammengeschlagen und bekommt schließlich noch eine steuerliche Nachforderung vom Finanzamt über reichlich 11000 € , die er nicht bezahlen kann, weil er "von der Hand in den Mund lebt." Zu all dem steigt die Ausbeutung im Institut, sodass sich der in die Enge getriebene Uni-Mitarbeiter während einer Sitzung mit einem Wutausbruch Luft macht.

Am Beispiel Stolzenburgs wird der Zusammenhang zwischen wachsender Unsicherheit der menschlichen Existenz und schwindender Berufsmotivation verhandelt. Denn er startete einst als enthusiastischer, beliebter Lehrer mit hohen Ansprüchen an sich selbst und seine Arbeit und verachtete korrupte Kollegen. Erst der wachsende Druck, die materielle Existenz durch Nebeneinnahmen sichern zu müssen, führte ihn in den Strudel von Indolenz und Routine und lässt ihn ernsthaft darüber nachdenken, sich der drohenden Privatinsolvenz zu entziehen, indem er wie einer seiner Kollegen Abschlüsse gegen Geld und Sex vergibt. "Wir wären gut - anstatt so roh / doch die Verhältnisse, die sind nicht so", lesen wir bei Brecht.
Es sind die Parallelgesellschaften von Geist und Geld mit ihren unvereinbaren Wertvorstellungen und gegenseitiger Verständnislosigkeit, die Hein aufeinanderprallen lässt. Vertreter der einen Seite sind Habenichtse wie Stolzenburg und Marion, auf der Gegenseite stehen Typen wie der Finanzjongleur Gaede oder der Fabrikantensohn Hollert. In der Umgebung dieser Geldsäcke wirkt Stolzenburg wie "Der arme Poet" in Spitzwegs Gemälde von 1839 und leidet unter den Augen von Hollerts Onkel, die den Vertreter der Geisteswissenschaften "voller Verachtung durchbohren."

Offensichtlich geht der Roman auch der Frage nach, was aus einer Gesellschaft wird, die nur noch gelten lässt, was nützlich ist und vermarktet werden kann. Als Antwort beschreibt der Roman eine Erosion des Sozialen als allgemeine Tendenz, die sich verschieden äußert, teils als zunehmende Verrohung, wofür die brutale Mädchenbande steht, teils als emotionale Kälte, auch bei Stolzenburg selbst, etwa seine "Lust an dem Unglück eines anderen" oder seine utilitaristisch geprägten Beziehungen zu Frauen.
So lässt sich der Roman auch als Warnung vor einer marktkonformen Demokratie lesen.
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26 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen KANN WEGFALLEN Über Freiheit und Abenteuer, 19. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Weiskerns Nachlass: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Ich bin gewitzt, abgebrüht, ich durchschaue alles. Mich wird nichts mehr überraschen." Diese beiden Sätze leiten das Ende des ersten großen Buches von Christoph Hein ein, das in den 80er Jahren in der DDR unter dem Titel "Der fremde Freund" erschien und in der Bundesrepublik den Namen "Drachenblut" trug. Die Novelle gab die Sicht auf eine DDR frei, die an Gleichförmigkeit litt, an einer Perspektive des Wartens, die nur noch wenige Erwartungen in sich trug. Die DDR schien am Ende ihrer Entwicklung angekommen zu sein. Inzwischen dürfen die ehemaligen Bürger der DDR, gemeinsam mit ihren westlichen Vereinigungspartnern, auf ein abenteuerliches, buntes Deutschland schauen, eines, das jeden Tag große Überraschungen verspricht, allerdings nicht unbedingt solche, die man sich für den Geburtstag wünscht. Mit "Weiskerns Nachlass" hat Christoph Hein eine Geburtstagsgeschichte geschrieben, die einen ähnlich analytischen Blick auf das Land wirft, in dem wir nun alle leben, wie er ihn damals für die DDR reservierte.

Rüdiger Stolzenburg sieht sich an seinem 59. Geburtstag am Ende seiner Karriere angelangt. Er war ein Hochschullehrer mit vielen Hoffnungen. Einer, der bei seinen Studenten Begeisterung wecken wollte und konnte, und er hatte sich, mit einer großen Monografie über Friedrich Wilhelm Weiskern - den Librettisten, Schauspieler und Kartografen - ein essentielles, kulturwissenschaftliches Projekt vorgenommen. An den vorausgegangenen Geburtstagen hatte ihm der Leiter seines Institutes immer eine ganze Stelle, statt seiner halben, eine richtige Professur oder wenigsten den Rang eines Akademischen Rates versprochen, aber an diesem Geburtstag muss er sich einen Vortrag über Drittmittel, über Sponsoren und die mögliche Auflösung des Institutes anhören an dem er arbeitet. Der Protagonist von Heins Roman hat eine "kw"-Stelle, er kann, nach Meinung der Universitätsleitung, getrost wegfallen. Wie auch das Weiskern-Projekt dem Wegfall anheimgegeben ist.

Längst hat der Dozent seinen Elan aufgebraucht. Mag sein, dass es zu Beginn seiner Hochschullaufbahn noch Studenten gab, die seinen Vorlesungen interessiert folgten, doch die Maßstäbe haben sich geändert, in der Gesellschaft und an der Universität. Waren es in Vorzeiten Bildung und Geist, die den Platz eines Menschen oder auch eines Lehrfachs zumindest mitbestimmten, ist der einzig gültige, verbliebene Maßstab das finanzielle Vermögen. Einer seiner Studenten, von Beruf Sohn, verfügt über viel mehr Geld als er. Und Stolzenburg, der ihn hasst, begreift doch die soziale Wirklichkeit wenn er anmerkt: "Es wäre vernünftiger, das Verhältnis umzudrehen, sein Schüler zu werden statt seinen Lehrer zu spielen." Auch, dass er die Mehrheit seiner Studenten mit einem Abschluss entlassen muss, der sie zu einem wahrscheinlich lebenslangen Praktikum verdammt, treibt ihn in die Resignation.

Aber unter der Asche begrabener Hoffnungen lässt Hein eine letzte Glut schwelen, das Weiskern-Projekt, das den Dozenten immer wieder aus dem Trott sich wiederholender Vorlesungen, den sich immer ähnelnden Artikeln und akademischen Gesprächen in das wissenschaftliche Abenteuer zu führen verspricht. Auch aus einem genormten Tagesablauf und einer routinierten Sexualbeziehung lenkt der Autor seine Hauptfigur auf Wege, die Änderung versprechen, von denen Überraschendes zu erwarten sein könnte. Doch wann immer Stolzenburg in die Nähe wissenschaftlicher Fortschritte zu geraten scheint, stolpert er über Geld das er nicht hat, und wenn seine Gefühle dem falschen Glanz der Eintagsliebe entfliehen wollen, sind ihm die eigenen Gewohnheiten im Wege.

Christoph Hein belässt das Ende seines Romans in einer scheinbaren Schwebe. Denn wie immer Stolzenburg sich entscheidet, für das geschrumpfte Sein der letzten Jahre oder für ein kleines Abenteuer mit fremdem Geld, das ihn vielleicht seiner Monografie näher bringt, er wird verlieren: Entweder sein gutes Selbstbild oder sich selbst im traurigen Niedergang der Wissenschaften. Das bunte, neue Deutschland hält, so erzählt Heins Buch, weniger Alternativen bereit, als viele ihm vor langer Zeit zugetraut hatten.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unter Haien, 30. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Weiskerns Nachlass: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dies ist ein seltenes Buch. Warum? Weil es einer Generation gewidmet ist, die in ihrer psychosozialen Ausprägung einmalig in der Generationenfolge Deutschlands ist und da sie ausstirbt, auch bleiben wird. Weil der Autor seinen Helden dem kenntnisreichen Publikum genauso gnadenlos ausliefert wie der Geschichte, die er für ihn erfindet. - Schnell stellt sich heraus, Dozent Stolzenburg ist kein Held. Nicht einmal ein Antiheld. Er ist nicht aufregend, nicht animierend. Eher ein fast geschlechtsloser Grübler mit beinah autistischen Zügen. Man kann ihn nur schwer mögen. - Warum? Weil er genau in jene einmalige Generation gehört, die man salopp "Kinder der DDR" nennt. Also diejenigen, die im Gegensatz zu ihren Eltern und Großeltern emotional und rational nicht mehr an das Wissen von der Welt vor der Mauer, an die Kenntnis von den Beziehungen zwischen Menschen in der freien Welt anknüpfen können. Eine Generation, die, aufgewachsen in einem autistischen Staat, der sich im Wesentlichen mit dem Idealisieren und Ignorieren der menschlichen Natur beschäftigte, nun selbst halbautistisch durch die Nachwendewelt stolpert. Stolzenburg ist bemitleidenswert und in seinem Versagen abstoßend zugleich. Während seine Eltern z.B. problemlos in den Westen übersiedeln und dort ohne Probleme, an alte Erfahrungen und Werte anknüpfen könnend, Fuß fassen, leben, ist ihr zurückgebliebener Sohn ein Übergebliebener. Wie ein Reptil aus uralten Zeiten. Ein Idealist unter Materialisten. Ein Quastenflosser unter Haien. Untauglich. Überflüssig. Lächerlich. - Warum der Autor Chr. Hein gerade solch einen Menschen ist das Zentrum seiner aufregenden Geschichte stellt, ist klar. Denn genau über die Wahrnehmungen und Empfindungen dieser Generation, über das Handeln und Denken dieses Stolzenburg lässt sich unsere heutige Welt mit scharfem Blick skizzieren. Nur das Kind merkt noch, dass der Kaiser nackt ist. Nur ein Stolzenburg kann über die durchökonomisierten Beziehungsnormen unserer heutigen Zeit und die damit verbundene Barbarei des Privaten staunen und verzweifeln, denn alle anderen haben sich bereits daran gewöhnt oder kennen es überhaupt nicht anders, da es bis auf diese kleine Ausnahmezeit auf der Scheibe "DDR" auch nie und nirgends anders auf der großen runden weiten Weltkugel war. Das macht Stolzenburg nicht gut oder besser, als alle anderen Figuren. Er hat eben nur eine andere Krankheit. Die der Restwelt entgegengesetzte quasi. - Die Aufgabe der Generation Stolzenburg wird sein, möglichst lautlos und friedfertig auszusterben. Und den Rest der Welt nicht weiter zu stören. Das mit dem Vergehen dieser Generationserfahrung der Welt auch ein einmaliges Wissen so gänzlich unbemerkt und folgenlos verloren geht, ist tieftragisch. Für alle Figuren dieses Buches. Für uns alle. Deshalb kann man sein Herz schon ein bisschen an diesen verquasten Heiligen hängen. Aber nur ein bisschen. Denn wir wollen doch weiter leben müssen. Oder? - Empfehlung. Lesenswert!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut geschrieben, enttäuschendes Ende, 3. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dies ist eines der Bücher, das sich einfach angenehm lesen lässt. Die Handlung ist völlig unaufgeregt und dreht sich um die Alltagserlebnisse eines wissenschaftlichen Mitarbeiters. Ich habe es sehr gerne gelesen, da man dabei sehr gut abschalten konnte. und trotzdem gut unterhalten war. So ähnlich wie bei einer gut gemachten Daily Soap.

Das Problem des Buchs ist, dass es irgendwann einmal enden musste. Und an der Stelle habe ich deutlich mehr erwartet. Statt einem positiven Ende, in dem sich die vielen teils kuriosen Wendungen des Buchs zu einer sinnvollen Auflösung verbinden, nach der man das Buch mit einem guten Gefühl zur Seite legt, endet das Buch einfach gar nicht, sondern der Autor hört einfach auf zu erzählen, ohne dass es zu einer Auflösung kommt. Das hinterlässt dann einen etwas deprimierenden/düsteren Eindruck, der im Gegensatz zur sonst ganz angenehmen Handlung steht. Hier hätte der Autor meiner Meinung nach die Kurve kriegen müssen - dann hätte man am Ende gedacht: Nettes Nischen-Buch, kann ich empfehlen!

So aber ist man nach der Lektüre etwas irritiert und fragt sich, ob hier versucht werden sollte, ein bedeutungsschwangeres, dramaturgisch hoch angesiedeltes Buch auf den Markt zu bringen, das zur Auseinandersetzung mit dem Leben an sich anregen soll, statt kurzweilige Unterhaltung zu bieten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut lesbar, aber ..., 24. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Weiskerns Nachlass: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Um es gleich zu dagen: das Buch habe ich gern und ein bisschen auf Action rasch wegggelesen. Ein bisschen Actionroman, ein bissxchen Thriller ist es ja (man denke an die Eisenketten schwingende Mädchengang und ihren Angriff auf Weiskern oder an seine Furcht, ihnen wiederzubegegenen). Es ist sehr weit weg von Heins atmosphärischen, auf eine ganz andere Art spannungsgeladenen frühen Sachen.

Es ist wahrscheinlich so schnell dahingeschrieben wie ich es gelesen habe, es wirkt nicht wie aus einem Holz, und dafür ist ganz bezeichnend, dass ein dicker Fehler drinsteckt: nachdem Weiskern die anziehende Henriette ausführt, gerät die Zeitachse ganz durcheinander bzw. wir haben es mit einer missglückten, weil nur teilweise erfolgten Überarbeitung zu tun. Weiskern wartet auf Henriettes Anruf. Es heißt zunächst, zwei Tage nach dem Abend habe sie noch nicht angerufen. Es vergeht ein weiterer Tag, aber an ebendiesem (dritten) Tag redet Weiskern im Folgenden wiederholt davon, dass er Henriette "gestern" ausgeführt habe.

Da wurden zwei Tage Handlung im Nachhinein hinzugeschrieben, aber der Rest nicht verändert. Von einem Autor mit diesem hohen formalen Anspruch ist das keine Kleinigkeit. Autor will offenbar ganz schnell verkaufen, Verlag auch. Erstaunlich, dass auch Suhrkamp keine aufmerksamen Lektoren hat. Mehr Schein als Sein.
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4.0 von 5 Sternen Lebensumstände des kreativen Prekariats, 31. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Weiskerns Nachlass: Roman (Gebundene Ausgabe)
Christoph Hein war mir zuvor als Autor nur flüchtig geläufig; als ich das Buch zur Hand nahm, vermutete ich “hohe” Literatur, die wohl kunstvoll formuliert ist, aber keinen spannenden Plot voranbringt. Nun, damit lag ich falsch, denn die Geschichte ist durchaus gegenwärtig geerdet – auch in der Umgangssprache, die die Figuren sprechen. Und es kommt eine Menge Handlung drin vor; fast etwas viel für das Leben des routiniert abgestumpften, 59-jährigen Hochschullehrers mit der schlecht bezahlten halben Stelle. Geld hat er also nicht, als auf einmal das Finanzamt mit einer hohen Steuernachforderung an ihn herantritt. Außerdem kommt er mit bandenmäßiger Betrugskriminalität in Berührung, ein reicher Student will ihm Geld für einen Hochschulabschluss bieten, seine junge Freundin soll ihn gefälligst in Ruhe lassen, eine absurde Mädchenbande haut ihm derweil eine Schlagkette über den Kopf, seine Kollegen und Studenten sind sowieso alle Idioten, und sein geisteswissenschaftliches Fach wird an allen Enden beschnitten, gekürzt und von Abwicklung bedroht. Bringt ja kein Geld ein. Dass er seit Jahren an einer wissenschaftlichen Prestige-Edition eines Librettisten aus dem 18. Jahrhundert werkelt, die niemand je kaufen wird, rundet das Bild nach unten ab.

Das Buch schildert einigermaßen realistisch die Lebensumstände des kreativen Prekariats, wobei man dem Helden attestieren muss, dass er durchaus noch ausreichend Geld für eine bürgerliche Teilhabe hat. Er wird im Verlaufe der Geschichte nicht sympathischer, auch nicht, als eine vorsichtige Klasse-Frau hinzutritt, die er wohl gerne für sich gewänne…

Einige Details sind unglaubwürdig; so vergibt kein einzelner Dozent im Alleingang Hochschulabschlüsse, und die Finanzamtsforderung ist auch unplausibel. Aber der Konflikt zwischen “Geld haben und dafür was Doofes machen” und “Kein Geld haben, aber was Edles, Hilfreiches und Gutes machen” ist recht gut austariert. Fazit: Kurzweiliges Stimmungsbild.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ausgezeichnete Lektüre, Tragik des Helden Rüdiger Stolzenburg ist nachempfindbar und nacherlebbar., 3. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Weiskerns Nachlass: Roman (Gebundene Ausgabe)
In einer Zeit, in der nun ebenso Gelehrte - wie alle anderen - vom Fall ins „(akademische) Prekariat“ betroffen sind, berührt diese Geschickte auf besondere Weise.
Angst macht es dem Leser zu erfahren, wie ein Mensch, akademisch geschult, brillant im Denken, in seiner Jugend voller Begeisterung für den gewählten Beruf, zunächst zum Zweifler, später zum Sarkasten und am Ende zum Zyniker wird.
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Weiskerns Nachlass: Roman (suhrkamp taschenbuch)
Weiskerns Nachlass: Roman (suhrkamp taschenbuch) von Christoph Hein (Taschenbuch - 12. November 2012)
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