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Kundenrezensionen

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Liebe: Drei Erzählungen (suhrkamp taschenbuch)
Format: TaschenbuchÄndern
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Dezember 2002
Kurz sind die Geschichten von Y. Inoue über das Thema Liebe; aber nicht minder spannend und intensiv.
Die Erzählungen geben dem Leser einen Einblick in die Gefühlswelt moderner japanischer Menschen, die im Zwiespalt zwischen Tradition und ihren Gefühlen stehen; deren Zukunft ungewiß scheint.
Das Buch beschreibt trefflich, wie sehr das Kennenlernen, das Auseinanderleben, das Glück von äußeren Dingen beeinflußt wird.
Beschrieb Inoue in "Das Jagdgewehr" noch eine Geschichte aus drei Perspektiven so stehen in "Liebe" drei Erzählungen, die das Spektrum zu diesem Thema beleuchten, im Vordergrund.
Ein spektakuläres Buch!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. April 2007
Yasushi Inoue (1907-1991) gehört in unserem Sprachkreis zu den meistgelesenen japanischen Autoren. Sein grosses Thema ist die Entfremdung zwischen Menschen, die sich nahe stehen. Im Unterschied zum bekannten Werk "Das Jagdgewehr", sind diese drei unter dem Titel "Liebe" zusammengefassten Erzählungen nicht so perfekt durchkomponiert. Sie haben darüber hinaus kleine inhaltliche Mängel. In "Tod, Liebe und Wellen" geht es um einen Mann und eine Frau, die sich nicht kennen und in einem abgelegenen Hotel wegen Bankrott und unglücklicher Liebe das Leben nehmen wollen. Als sie einander gewahr werden und jeder die Absicht des anderen durchschaut, da beginnt sich die Geschichte ins Gegenteil zu drehen. In "Der Steingarten" geht es um ein junges Paar auf der Hochzeitsreise. Sie kommen nach Kyoto, wo der Ehegatte sein Studium absolviert hatte. In der Erinnerung beschreibt er die Beziehung zu einer Bekannten von damals, die er nicht wirklich liebte, mit der er aber doch zusammengezogen war. Am Ende der Erzählung spiegelt sich die Geschichte. Der Mann kehrt ins Hotel zurück und seine Frau ist fort. Im Abschiedsbrief steht, dass sie sich geirrt habe. In der "Hochzeitstag" schliesslich geht es um einen Witwer, der sich in zärtlicher Verbundenheit an seine Frau und einen bemerkenswerten Tagesausflug (ihre einzige Reise) erinnert. Die Ehe war mehr von gemeinsamer Geschichte als Zuneigung geprägt und doch widersetzt sich der Witwer allen Verkupplungsversuchen der Freunde.

Alle Erzählungen verdienen das Prädikat "rührend", was auf der einen Seite eine genüssliche Lektüre verspricht, andererseits aber seichte und komische Momente hervorruft. Der schnelle Abgang der Braut in "Der Steingarten" wirkt ebenso irreal wie die durch und durch westlich gestaltete Hotelkulisse in "Tod, Liebe und Wellen", gerade einmal ein paar Jahre nach dem zweiten Weltkrieg. Überhaupt fällt der durchs Band weg krampfhafte Versuch westlich zu wirken auf, und steht in scharfem Gegensatz zu der kollektiven Artigkeit mit der die Personen in den Geschichten miteinander umgehen. Alles in allem fehlt den Erzählungen die Abstraktion und menschliche Tiefe, die Inoue in "Das Jagdgewehr" so vortrefflich erreicht hatte.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Februar 2013
Der Titel mag eine kitschige Auseinandersetzung mit dem Thema vermuten, doch werden drei Beziehungen vorgestellt, die unterschiedlicher nicht sein könnten und Facetten der Liebe wortschön, aber nicht im Ansatz kitschig, vorstellen. In einer anderen Rezension wurde konstatiert, das Buch, die Geschichten seien langweilig. Doch was sollte man anders machen. Mehr Gefühl? Dann landete das Buch doch wohl eher in der Bahnhofsbuchhandlung mit einem schwülstigen Cover. Aufregender? Dann entfernte man sich wohl von dem, was Liebe tatsächlich ist. Ein authentisches, tiefes Gefühl, das die Welt still stehen lässt. Innoue hat dies in den drei Episoden auf den Punkt gebracht.
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Obwohl ich mich sehr für japanische Literatur interessiere, so hatte ich bislang keinen Kontakt mit Yasushi Inoue gehabt. Mit »Liebe«, das drei kurze Geschichten auf weniger als hundert Seiten umfasst, konnte ich nicht viel falsch machen, also habe ich mich einmal daran gewagt. Tatsächlich aber konnten mich alle drei Geschichten absolut begeistern.

Hier geht es jederzeit um das Thema Liebe; die Herangehensweise ist sehr weit weg von billigem Kitsch oder von oberflächlichen Schema-F-Geschichten. Stattdessen werden hier die unterschiedlichsten Facetten der Liebe anhand unterschiedlichster Personen gezeichnet. Allen gemein ist, dass die Geschichten jene Fröhlichkeit, die man eigentlich mit dem Wort »Liebe« verbindet, vermissen lassen. Es geht um Trauer, Trennung, Desorientierung, um das Verlaufen in Alltäglichkeiten, um das Scheitern. Im inneren Buchdeckel wird der Mittelpunkt von Inoues Werk mit den Worten »[...] das Grundgefühl der Kälte, der Distanz, der Fremdheit zwischen den Menschen« umschrieben - besser ließe sich auch der Inhalt dieser drei Kurzgeschichten nicht umreißen.

Ob man derartiges mag, muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Dann aber bekommt man drei starke, stille und melancholisch-hoffnungslose Geschichten zu lesen, die in einer recht knappen Sprache gut und flüssig zu lesen sind. Sehr kurzweilige Literatur!
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1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Januar 2013
Wieder einmal bin ich auf der Buchempfehlung einer Zeitung aufgesessen. Die drei Erzählungen empfand ich als absolut langweilig und stellenweise nicht gut in deutsche Sprache gebracht.

Keine Weiterempfehlung.
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