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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine intensive Lektüre zu Sterben und Tod, 31. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Abschied braucht Zeit: Palliativmedizin und Ethik des Sterbens (Taschenbuch)
Das Sterben und der Tod, beides wird in modernen Gesellschaften mehr und mehr an den Rand geschoben. Jugendlichkeit (durchaus auch operativ erhalten), Fitness und Belastbarkeit stehen weit mehr im Fokus des Interesses als Siechtum, Alter und Sterben. Und dazu, der Tod macht einfach Angst. Zu Recht in seiner Unvorstellbarkeit.

Der Palliativmediziner Müller-Busch legt nun eine ruhige, intensive und beachtenswerte Betrachtung zu dieser „letzten Grenze“ des menschlichen Lebens vor und wenn er im letzten Kapitel fragt : „Wie ich sterben will – was ist mein guter Tod“, dann wird auch deutlich, dass es in diesem Buch immer auch um die persönliche Ebene des Lesers geht und nicht um eine medizinische, trockene, abstrakte Abhandlung. Es ist im Übrigen eine gute Idee, mit diesem letzten Kapitel des Buches die Lektüre zu beginnen.

Zum einen, weil in diesem Kapitel wie in einer Art Zusammenfassung die auch im Buch wesentlichen Gedanken zum Sterben und zum Tod komprimiert zu Gemüte geführt werden und zum anderen, weil die eigenen Gedanken, die eigenen Emotionen in Bewegung geraten und damit eine gute Öffnung für die vielfachen Impulse des gesamten Buches entsteht. Auf der Basis des Faktes, dass „der Tod nicht machbar“ ist und durchaus ein „Todeskampf“ weit häufiger im Raume steht als ein friedliches Einschlafen. Gut, dass hier seit Jahren bereits die palliative Medizin Fortschritte verzeichnet und zum anderen mehr auch in den Blick der Ausbildung rückt.

Ein Stellenwert, den Müller-Busch von vielen Seiten her beleuchtet. Immer von dem Grundanliegen her motiviert, „die Lebensqualität von Patienten in der letzten Lebenszeit zu fördern“. So wendet sich Müller-Busch u.a. dem Respekt vor der Autonomie auch im Sterben zu, gibt therapeutische Einblicke in die Schmerzbehandlung bei Sterbenskranken, fragt nach dem Zeitempfinden im Angesichts des Todes, erzählt durchaus auch vom Humor bei Sterbenden und von dem, was aus Nahtoderfahrungen für den Sterbeprozess abgeleitet werden kann. Dazu gehört auch der ethische Aspekt und die Sinnfrage, denn „dem Tod seinen Raum, seine Zeit zu geben, seinen Moment zu lassen, beinhaltet auch die Frage nach dem Sinn“. Eine Frage, die nicht ein für alle mal beantwortet werden kann, auch in diesem Buch nicht, für die Müller-Busch aber viele Impulse ebenfalls mit auf den Weg zu geben versteht.

Ein Sinn, der sich vielleicht vor allem mit darin erschließen kann, im Geschehen des Sterbens nicht nur über Befunde und Dosierungen sich Gedanken zu machen, sondern, wie Müller-Busch fast einladend auffordert, auch Trauer, Schmerz, Angst, Scham, Wut, Unsicherheit, das gesamte emotionale Spektrum in und um das Sterben in die Beziehungen mit einzulassen, auch in die zwischen Arzt und Patient. Vielfache kleine praktische Beispiele illustrieren hierbei bestens, was möglich, wichtig und auch eigentlich nötig ist für ein solches „Sterben in Würde“.

Mit einem Schwerpunkt sicherlich aus der Sicht des palliativen Arztes heraus, durchaus aber mit vielfachen Überlegungen, Einwürfen, Nebenbetrachtungen gelingt es H. Christof Müller-Busch ein unaufgeregtes, dennoch emotionales und durchweg informatives und interessantes Buch zu Tod und Sterben vorzulegen, dessen Lektüre nicht nur nachwirkt, sondern auch die Einstellung des Lesers in guter Weise verändern kann.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abschied braucht Zeit .......... und Liebe....., 24. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Abschied braucht Zeit: Palliativmedizin und Ethik des Sterbens (Taschenbuch)
Liebe zum Leben, Achtung vor dem Tod. -
Den Übergang zwischen diesen beiden sich bedingenden und ergänzenden Polen so würdig wie möglich, im Physischen und Psychischen, individuell für jeden Menschen, der an dieser Schwelle steht, zu gestalten - darum geht es in diesem Buch .
Immer wieder schaut der Autor zurück, auf die Historie des politischen, gesellschaftlichen, medizinischen Umgangs mit Sterben, der Geschichte der Palliativmedizin und zugleich voraus, ohne utopisch zu werden. Wie könnte es sein, wie würden die Menschen mit Sterben umgehen, wenn sie in jeglicher Hinsicht positiv eingebettet wären? Wie bereichernd, trotz des schmerzhaften Abschiednehmens für immer, könnte Sterben mit weitreichenden fördernden Rahmenbedingungen ( wobei nicht nur die medizinischen ausschlaggebend sind ) sein, nicht nur für die Sterbenden, auch für das familiäre, freundschaftliche Umfeld?
Auch die tiefe Konfliktsituation der Ärzte legt der Autor einfühlsam dar und bezieht eine klare Position, ohne dogmatisch zu werden.-
Fein, einfühlsam, auch eigene Zweifel nicht aussparend, facettenreich, konfliktbezogen,
wissenschaftlich fundiert, unpolemisch - ein Buch, das tief berührt , vor allem auch durch die vielen kurzen Einblicke in die letzte Lebensphase vieler Menschen. - Das Buch gibt Hoffnung für einen immer noch tabuisierten Bereich....-
Die Befürworter der aktiven Sterbehilfe regt es zumindest zum erneuten Nachdenken an......
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Bereicherung für jeden Sterblichen, 28. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Abschied braucht Zeit: Palliativmedizin und Ethik des Sterbens (Taschenbuch)
Dieses Buch über Palliativmedizin wurde mit profundem Wissen, Liebe zum Fach und zu den Patienten geschrieben. Von historischen, philosophischen und literarischen Grundlagen ausgehend erörtert der Autor medizinische und ethische Fragen, die in der Begleitung von Menschen am Lebensende entstehen und führt den Leser zu einem vertieften Verstehen dieser oft komplexen Probleme.
Die selbst erlebten und mit Einfühlsamkeit und großer Offenheit beschriebenen Patientengeschichten machen das Buch zu einer ganz besonders eindringlichen Lektüre und fordern den Leser zur eigenen Auseinandersetzung mit den von Prof. Müller-Busch beschriebenen Themen im Zusammenhang mit dem Sterben wie Schmerzen, Angst, Essen und Trinken, Wunsch nach Sterbehilfe.
Wir finden die Kapitel über „Scham, Schuld und Ekel am Lebensende“ und „Zur Bedeutung der Hoffnung in der Medizin“ essentiell für alle Fachleute, die mit behinderten, schwerkranken und sterbenden Menschen arbeiten. Diese Kapitel sollten Pflichtlektüre für alle Begleiter, besonders für Ärzte werden. Wir haben diese Themen noch in keinem anderen Buch zu Palliative Care so eindringlich dargestellt gefunden, so dass der Leser gezielt für diese Probleme sensibilisiert wird.
Zum Schluss beschreibt der Autor sehr klar und dezidiert, was er unter „(s)einem guten Tod“ versteht einschließlich seiner persönlichen Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung.
Das Buch lässt sich sowohl im Ganzen sehr gut lesen. Es kann aber auch kapitelweise durchgearbeitet werden, um zu bestimmten Themen, die den Leser aktuell beschäftigen, einen Überblick und eine Einschätzung ihrer ethisch relevanten Aspekte zu erhalten.
Wir empfehlen dieses gehaltvolle Taschenbuch allen Palliative Care Fachleuten, aber auch allen, die auf Fragen zum Lebensende Antworten suchen.
Dipl.-Psych. M. Schröer und Dr. med. S. Hirsmüller
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Abschied braucht Zeit" von H. Christof Müller-Busch, 21. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Abschied braucht Zeit: Palliativmedizin und Ethik des Sterbens (Taschenbuch)
Habe das Buch aus Zeitgründen im ersten Durchgang quer gelesen - noch nicht sehr grundlich, aber es gefällt mir sehr. Die ansprechende Themengliederung und die verständliche Sprache. Ich wünschte mir, dass das Buch von vielen Menschen gelesen wird - werde es auch in meinem Umfeld weiter empfehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen gut und treffend, 31. Dezember 2013
Ein Buch, das den Leser schon auf den ersten Seiten fesselt und neugierig sowie nachdenklich macht.Treffend und sachlich gerecht geschrieben. Würde dieses Buch jedem empfehlen, der sich realistisch mit Tod und Sterben sowie palliativer Möglichkeiten wirklich interessiert.
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5.0 von 5 Sternen Interessant, 28. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Abschied braucht Zeit: Palliativmedizin und Ethik des Sterbens (Taschenbuch)
Ein wirklich lesenswertes Buch mit sehr schönen Beispielen. Macht die Thematik interessant und zeigt auf das sterben eben zum Leben gehört
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5.0 von 5 Sternen sehr schön, 14. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Abschied braucht Zeit: Palliativmedizin und Ethik des Sterbens (Taschenbuch)
Da man in solch einer Situation oft hilflos ist ( wenn es um Familienangehörige geht ) braucht man schon mal Unterstützung und man kann besser damit umgehen.
Sehr hilfreich und empfehlenswert
Auch im Berufsleben sehr gut um zu setzen ( zB. Altenpflege ) uns in der Familie hat es geholfen zu verstehen
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5.0 von 5 Sternen Palliativmedizin, 11. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Abschied braucht Zeit: Palliativmedizin und Ethik des Sterbens (Taschenbuch)
Ein gutes Buch für Leute die mit Sterbebegleitung zu tun haben, sehr zu empfehlen. Empfehle ich weiter, liest sich sehr gut und ist verständlich geschrieben.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abschied braucht Zeit, ein strahlender Stern in unserer hektischen Zeit, 15. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Abschied braucht Zeit: Palliativmedizin und Ethik des Sterbens (Taschenbuch)
Erst durch die Lektüre dieses Buches konnte ich mich mit meiner lebensbedrohenden Krankheit, dem Altern und dem Tod auseinandersetzen. "Abschied braucht Zeit", weshalb bin ich nicht selber auf diesen Gedanken gekommen? Ich danke H. Christof Müller-Busch für dieses Buch, es ist gut verständlich, inhaltlich interessant und äusserst vielschichtig - ein strahlender Stern in einer Zeit in der wir nicht mal Zeit zum Leben haben.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut, 25. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Abschied braucht Zeit: Palliativmedizin und Ethik des Sterbens (Taschenbuch)
Ein sehr persönliches Buch und dennoch absolut nachvollziehbar - der Autor ist ein großes Vorbild. Leider muss man sagen, daß heutzutage Medizin insgesamt unmenschlicher wird, da es als reines wirtschaftliches Unternehmen gesehen wird - darunter leidet letztendlich auch ein relativ neues Fach wie die Palliativmedizin - aber das ist ein anderes Thema.
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Abschied braucht Zeit: Palliativmedizin und Ethik des Sterbens
Abschied braucht Zeit: Palliativmedizin und Ethik des Sterbens von H. Christof Müller-Busch (Taschenbuch - 13. August 2012)
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