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5.0 von 5 Sternen Fiktion oder Realität?
Zehn Jahre sind mittlerweile seit 9/11 vergangen und passend zu diesem Jahrestag hat der Suhrkamp Verlag "1WTC" von Friedrich von Borries veröffentlicht. In der einleitenden Passage teilt der Autor den Lesern mit, dass sich der Inhalt des Buches aus Gesprächen speist, die er mit dem untergetauchten Künstler Mikael Mikael geführt hat.

Dieser...
Vor 21 Monaten von Hamlet veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Idee ohne Leben umgesetzt
"1WTC" ist ein Roman von Friedrich von Borries, der das Thema Überwachung aufnimmt. Gerade wegen der Anschläge wurden vielerorts im Namen der Sicherheit Überwachungsmaßnahmen eingeleitet und Gesetze erlassen. Der Autor möchte hier fiktiv aufzeigen, dass diese Maßnahmen nicht unsere Freiheit schützen, sondern uns beengen und einsperren...
Vor 17 Monaten von Daniela Hanisch (Media-Mania) veröffentlicht


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fiktion oder Realität?, 15. September 2011
Von 
Hamlet - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: 1WTC: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Zehn Jahre sind mittlerweile seit 9/11 vergangen und passend zu diesem Jahrestag hat der Suhrkamp Verlag "1WTC" von Friedrich von Borries veröffentlicht. In der einleitenden Passage teilt der Autor den Lesern mit, dass sich der Inhalt des Buches aus Gesprächen speist, die er mit dem untergetauchten Künstler Mikael Mikael geführt hat.

Dieser hatte im Zuge eines Kunstprojektes in New York die Frage untersucht, ob die Angst der Menschen, ihre Freiheit zu verlieren, letztendlich wirklich zu deren Verlust führt. Unterstützt wird er bei diesem Vorhaben von Freunden, deren Handeln allerdings durch unterschiedliche Motivationen geprägt ist.

Von Borries vermittelt durch seine nüchterne Sprache dem Leser tatsächlich den Eindruck, einer wahren Geschichte zu folgen und untermauert dies auch noch durch Lexikon-Artikel, die er immer wieder erläuternd einschiebt.

So bekommt man ganz nebenbei noch einen Überblick sowohl über amerikanische Zeitgeschichte als auch über die zeitgenössische amerikanische Kunstszene, und das hat mir ausgesprochen gut gefallen.

"1WTC" ist ein intelligenter Thriller aus dem Architektur- bzw. Kunstmilieu, gespickt mit Fakten und politischen Anspielungen - mysteriös, absurd und sehr spannend, eine Mischung aus Fiktion, Realität und virtueller Welt.

Und ob diese Ereignisse nun tatsächlich auf realen Begebenheiten beruhen, oder ob sie der Autor erfunden hat - wer kann das schon wissen???
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Idee ohne Leben umgesetzt, 4. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: 1WTC: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
"1WTC" ist ein Roman von Friedrich von Borries, der das Thema Überwachung aufnimmt. Gerade wegen der Anschläge wurden vielerorts im Namen der Sicherheit Überwachungsmaßnahmen eingeleitet und Gesetze erlassen. Der Autor möchte hier fiktiv aufzeigen, dass diese Maßnahmen nicht unsere Freiheit schützen, sondern uns beengen und einsperren und uns ein irrationales Gefühl von Sicherheit geben, denn wir sind nicht sicher. Alle vier Hauptfiguren beschäftigen sich mehr oder weniger mit Überwachungstechnik, Observierung und der persönlichen Freiheit. Doch ihr Eingriff und ihr Interesse in diese allgegenwärtige Kontrolle führt zu einem schrecklichen Ende vieler Beteiligten.

Das Thema macht neugierig und die vier verschiedenen Blickwinkel lassen die Geschehnisse detailliert und facettenreich ablaufen. Leider gelingt es dem Autor aber nicht, seine Charaktere interessant oder lebendig darzustellen. Sie wirken vielmehr wie leblose Schablonen und Marionetten, so dass der Leser Schwierigkeiten hat, sich ihnen verbunden zu fühlen. Dadurch erlebt man die einzelnen Ereignisse nicht so intensiv, wie sie sein könnten. Es ist eher eine literarische Kunststudie als ein Roman, der mitreißt und Wirkung hinterlässt. Eine gelungene Grundidee mit feinen Ideen, die jedoch zu viel Sterilität enthält, als dass sie lebendig werden kann.
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1.0 von 5 Sternen Dünn..., 31. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: 1WTC: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Die Story scheint auf den ersten Blick spannend und vielversprechend, sie bedient auch gern die aktuellen Themen wie Islamfurcht, WTC und Cyberwars. Das Ganze mit ein bißchen Sex gemischt gibt eine ein bißchen zu dünn geratene Mischung, die nicht die Versprechungen hält. Auch die vielen liebtgemeinten Rezesionen trösten darüber kaum weg.
Und beim Schreibstil hat der Kollege von Borries noch einiges dazuzulernen, man schaue sich nur mal Schriftsteller wie Phillipe Dijan an, die nach vielen Jahren des Schaffens immer noch spritzig-feinsinnige Geschichten schreiben, die auch zwischen den Handlungssträngen unverhofft den geist erweiteren.

Vielleicht sollte der Architekt dann doch bei seinen "Leisten" bleiben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Guter Inhalt, schlechte Form, 18. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: 1WTC: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Im Prinzip ein hervorragendes Buch, das eine intensive Auseinandersetzung mit der bestehenden Überwachungsgesellschaft ist.
Aber, ein dramaturgischer Alptraum. was die Auswahl der gestalterischen Mittel betrifft, die an einen Kreativ-Writersclub der 70-er Jahre erinnert.
Man hätte sich lieber eine tiefergehende Auseinandersetzung mit der Psyche der Protagonisten gewünscht, als mit stilistischen Stilmittel, die der Geschichte nur schaden.

sts
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5.0 von 5 Sternen unterhaltsam und lehrreich, 13. Mai 2013
Von 
Marc Hoeft (222 W 23rd St New York, united states) - Alle meine Rezensionen ansehen
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Das Lesen hat mich gut unterhalten.
Spannende Geschichte über die neue Sicherheitsstrukturen und Moralvorstellungen nach 9/11 und man lernt noch etwas über Architektur.
Kann das Buch empfehlen.
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5.0 von 5 Sternen Nettes Buch, 26. März 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 1WTC: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Ein ganz nettes Buch (auch für Architekten und Technik Interessierte). Einigermaßen spannend. Ich habe es sogar 1x (in neu) weiter verschenkt. Kein absolutes Lieblingsbuch, aber das muss ja auch nicht.
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5.0 von 5 Sternen 9/11 Report meets Baudrillard and Architecture, 9. März 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: 1WTC: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Friedrich von Borries hat sich vor "1WTC" nicht primärliterarisch ausgelassen, sondern mit Studien zum Indianerwesen in der ehemaligen DDR und anderen skurrilen und durchaus verdient aufmerksamkeitsheischenden Titeln hervorgetan. Das hier ist also eine Art Erstling. Mich hat er überzeugt und gebannt.
Die Story klinkt sich ein beim Anschlag auf die Twin Towers im Herbst 2001 und der hysterisch überzogenen, nichtsdestotrotz glaubhaft 'toughen' US-Reaktion darauf. Heimatschutzministerium, CIA und die New Yorker Port Authority verständigen sich darauf, den Neubau des WTC nach 9/11 so einzu- und errichten, dass im Keller genug Platz und wortwörtlich Raum bleibt für Szenarien der folter-akzeptierenden und simulakrum-akzeptierenden Art (Simulacrum, jaja: Baudrillard, einer der wichtigen theoretischen Bezugspunkte. Er taucht erstmals auf auf S. 104, also nach der Hälfte des Romans).
Mikael Mikael, ein etwas sehr durchschaubar auf mysteriös gestylter deutscher Architekt-cum-Künstler, kommt den ambitionierten Plänen der USA auf die Spur. Er verheizt dabei en passant seine Geliebte Nr. 1, einen südasiatische Lisbeth Salander-Verschnitt aus Manhattan, und kehrt am Schluss eingeschüchtert in die mecklenburgische Provinz zurück, wo die nicht wirklich bedeutsame Rahmenhandlung spielt.
Bedeutsam ist dagegen, wie "1WTC" Architektur und Architekturgeschichte verbindet mit dem Nachklapp: der verdammt realistisch geschilderten Radikalisierung der amerikanischen Art, auf den Terrorangriff vom 11. September 2001 zu reagieren. Das könnte tatsächlich so sein (den Institutionen in den USA wäre es zuzutrauen) und hat ansonsten alles, was einen guten Thriller nach dem Elften September ausmacht: Architekturzerstörerisches und -wiedererichtendes, eine Realität, die Fiktion wird - was auch für den umgekehrten Sachverhalt gilt - und einen Theorie-Kronzeugen Jean Baudrillard, der mit seinen Schriften zu "Simulakrum" und "Amerika" für von Borries richtig gut inspirierend war.
Richtig gut = trotz der Schwächen in der Figurenzeichnung, die man bemäkeln kann, fünf Sterne
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bericht oder Drehbuch? Projekt Realität, 29. September 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 1WTC: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Ein Bericht oder ein Drehbuch?

Das Projekt eines jungen Künstlers aus Deutschland, führt ihn als Aufklärer unserer realen Welt, mit einem Stipendiat für ein Jahr nach N.Y., die Motive dreier Protagonisten, aus der Sicht seiner Kamera sollen beleuchten, was wirklich passiert.
Spannend, ist hier wohl Alles.
Die Beziehungen der Hauptpersonen, ein Architekt, eine Hackerin, eine Kunststudentin und die des namenlosen Künstlers der seine Identität als Pseudonym Mikael bewahrt, erläutern die politischen Hintergründe die des Baus von 1WTC und unser allgemeiner Umgang mit den Medien unserer Zeit.

Erschreckend!
Das Buch beweist das der Mensch eine Anhäufung von Zahlen und Fakten geworden ist und so überall sichtbar wird, eine Paranoia des Unfreien.

Friedrich von Borries, hat eine neue Art des realen Unterhaltsromans geschaffen.
Es werden sich viele Leser finden, die unsere heutige Art der Datensammlungen und Spionagen, endlich verstehen wollen.

Anja Ciaxz
29. September 2011
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Moderner Softthriller rund um das World Trade Center..., 12. September 2011
Von 
A. Zanker (CH) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: 1WTC: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Friedrich von Borries hat für mich eine Art Softthriller geschrieben, undurchsichtig, wo es einem immer mehr den Boden als Leser unter den Füssen wegzieht. In New York soll ein neues World Trade Center, 10 Jahre nach den Anschlägen am 11.9.2001 entstehen. Hauptprotagonisten sind vier junge Leute: Tom, Jennifer, Syana und Mikael.

Jennifer ist mit dem etwas schüchternen und verschlossenen Tom zusammen, eine auslaufende Beziehung. Als sie Mikael begegnet, trennt sie sich von Tom. Dass Tom ursprünglich lange beim Militär war und für die USA in Afghanistan und dem Irak gekämpft hat, wird erst nach und nach ersichtlich. Tom arbeitet als Architekt an der Planung am 1WTC, dem neu zu bauenden WTC mit. Syana, eine undurchschaubare und etwas seltsame Hackerin, ist ein Kontrollfreak, filmt sich mit Mikael beim S*x, hat Zugang zu Überwachungskameras in New York, loggt sich immer wieder in "Das Spiel" ein, wo sie mögliche Situationen und Szenarien "simuliert". Mikael und Syana wollen ein Filmprojekt umsetzen, für das sie Jennifer gewinnen. Tom hat aus seiner Militärzeit noch Kontakt mit Malcolm Sunner, der im Krieg Toms Vorgesetzter war, Psychologe ist, für die Stadt New York arbeitet, und mit zweifelhaften Verhörmethoden experimentiert, wo man die Phantasievorstellung von Attentätern, für eigene Vernehmungs- und Verhörmethoden nutzt...

Als Jennifer sich als Lockvogel in einem Treffen mit Tom in den unterirdischen Stockwerken des neuen 1WTC verabredet, um dort Filmmaterial zu liefern passiert ein unvorhergesehenes Unglück...
Für alle Beteiligten wird aus Spiel plötzlich ernst, selbst die souveräne Hackerin Syana, die alles über "Das Spiel" im Griff zu haben scheint, gerät plötzlich unverhofft in Gefahr, als plötzlich alles enger für sie wird...

Fazit: Ein Modernder Polit-Softthriller, der ein wenig Durchhaltevermögen verlangt. Über gut 170 Seiten von 200 quält man sich ein wenig hindurch, durch eine doch etwas anstrengende Lektüre und dubiose Story. Durch die unvorhersehbare plötzliche Wendung im Roman, wird einem plötzlich die Ernsthaftigkeit bewusst, die vordergründig kaum wirklich wahrnehmbar war. Hier geraten dann doch 4 junge arglose und relativ unbedenkliche Menschen in einen Untergrund, der für alle gefährlicher wird, als sie nur zu ahnen bereit sind. Als Leser verliert man dabei unweigerlich den Füssen unter dem Boden...
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1WTC: Roman (suhrkamp taschenbuch)
1WTC: Roman (suhrkamp taschenbuch) von Friedrich von Borries (Taschenbuch - 21. August 2011)
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