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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit seiner Intensität und Leidenschaft ein ganz besonderer Roman
"Solange du lebst" von Louise Erdrich verwebt vier Erzählperspektiven zu einem spannenden und beeindruckenden Roman Alle vier Figuren erzählen aus ihrer Perspektive ihre ganz eigene Geschichte, die immer etwas mit dem schrecklichen Lynchmord zu tun hat und zugleich in die allgemeine Entwicklung des Ortes eingeflochten ist. Raffiniert verwebt sie das Leben ihrer...
Veröffentlicht am 25. Juni 2009 von Silke Schröder, hallo-buch.de

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Dieses Buch macht es dem Leser nicht leicht
Dieses Buch macht es dem Leser nicht leicht. Zu sperrig kommt die Geschichte daher, zu viele Personen werden erwähnt, deren Verwandtschaftsbeziehungen kaum zu durchschauen sind – zumindest bei nur einmaligem Lesen. Zeitsprünge über mehrere Generationen hinweg tragen zusätzlich zur Verwirrung bei. Das ist kein Buch für nebenher, volle...
Vor 3 Monaten von GuteBücherSucherin veröffentlicht


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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit seiner Intensität und Leidenschaft ein ganz besonderer Roman, 25. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Solange du lebst: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Solange du lebst" von Louise Erdrich verwebt vier Erzählperspektiven zu einem spannenden und beeindruckenden Roman Alle vier Figuren erzählen aus ihrer Perspektive ihre ganz eigene Geschichte, die immer etwas mit dem schrecklichen Lynchmord zu tun hat und zugleich in die allgemeine Entwicklung des Ortes eingeflochten ist. Raffiniert verwebt sie das Leben ihrer Figuren über Generationen
miteinander, so dass am Ende ein umfassender Stammbaum der Ortsbewohner entsteht. Besonders geht Louise Erdrich dabei auf die "Native Americans" ein, deren Situation sie mit viel Sympathie beschreibt. Dabei vergisst sie aber nicht, ihre Figuren mit Schwächen und Stärken auszustatten. "Solange du lebst", im Original "The Plague of Doves" (Die Plage der Tauben), ist mit seiner Intensität und Leidenschaft ein ganz besonderer Roman, der mit einigen autobiografischen Zügen ein ganzes Jahrhundert umspannt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Dieses Buch macht es dem Leser nicht leicht, 19. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Solange du lebst: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Dieses Buch macht es dem Leser nicht leicht. Zu sperrig kommt die Geschichte daher, zu viele Personen werden erwähnt, deren Verwandtschaftsbeziehungen kaum zu durchschauen sind – zumindest bei nur einmaligem Lesen. Zeitsprünge über mehrere Generationen hinweg tragen zusätzlich zur Verwirrung bei. Das ist kein Buch für nebenher, volle Aufmerksamkeit und konzentriertes Lesen sind gefragt.

Aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird die Geschichte einiger Einwohner des fiktiven amerikanischen Städtchens Pluto, in dem Weiße und Indianer seit Jahrzehnten zusammenleben. Vor vielen Jahren wurde hier eine weiße Farmersfamilie ermordet, ein Mob lynchte daraufhin drei unschuldige Indianer. Der wahre Täter wurde nie gefunden. Die Auswirkungen, die diese Gräueltaten auch noch Generationen später auf die Menschen in Pluto haben, beschreibt die Autorin durchaus gekonnt und eindrucksvoll.

Aber: Im Grunde erzählt die Autorin in diesem Roman mehrere (Kurz)Geschichten, die auch außerhalb des Buches vollkommen unabhängig voneinander bestehen könnten. Der rote Faden – die Morde, der sich durch die Geschichte zieht und sie zusammenhalten soll, ist zu locker und hängt durch. Das Wissen, dass Teile der Romans vor dessen Veröffentlichung bereits als eigenständige Geschichten in verschiedenen amerikanischen Zeitschriften veröffentlicht wurden, bestätigt diesen Eindruck nur. Und so gut diese Geschichten zum größten Teil auch sind - für einen Roman sind sie mir einfach zu lose miteinander verbunden.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ethnische Erbsünde, 6. August 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Solange du lebst: Roman (Gebundene Ausgabe)
Solange du lebst: Roman

Louise Erdrich lässt in diesen Roman abwechselnd durch mehrere Haupthelden aus verschiedenen Perspektiven erzählen. Da diese Personen nicht alle zur selben Zeit gelebt haben (es wird eine Zeit von ca 3 Generationen beschrieben), ist das zeitweise sehr verwirrend und um die Geschichte voll zu verstehen, müsste man das Buch zweimal lesen.

Es handelt sich um die Saga einer Familie mit teils indianischem, teils deutsch-amerikanischem Ursprung in der Kleinstadt Pluto, North Dakota. Eveline, die Hauptheldin und Enkelin erzählt zuerst, wie sie als Kind mit ihren gemischten Vorfahren ganz natürlich aufwächst. Tabakkauen und Trinken gehören dort so zum Alltag wie Geschichtenerzählen und Respekt vor Gott und Geistern. Irgendwann in grauer Vorzeit hat sich in Pluto ein schreckliches Verbrechen ereignet, bei dem offensichtlich eine ganze weisse Familie von Indianern ermordet wurde...ihr Grossvater Mooshum weiss einiges darüber und erzählt vieles bereitwillig, während er anderes geheim hält. Erst durch die Erzählungen der anderen Haupthelden erfährt man langsam, was sich damals wirklich ereignet hat - und erst wenn man beginnt, die Zusammenhänge zu verstehen, wird es richtig spannend.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen dicht gewoben, 18. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Solange du lebst: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
als großer erdrich-fan bin ich immer wieder in bann gezogen von ihrer dicht verwobenen erzählweise. die personen stehen mir so deutlich vor augen, als wäre es die eigene familie. wie in allen ihren romanen ist die innere haltung der personen der hauptstrang der geschichte, mir gefällt's, allen erdrich-lesern bestimmt auch, wer noch nie ein buch von ihr gelesen hat, sollte vielleicht erstmal die rübenkönigin oder die singenden metzger lesen.
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5.0 von 5 Sternen Ganz was anderes, 30. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Solange du lebst: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Die ersten 20 Seiten bieten einen Zugang zu einer völlig fremden Welt,
Nicht Mittelerde, USA, Indianerreservat von 19.00 bis heute. Eine unglaublich geerdete und auch routinierte
Schrifstellerin. Das ist nicht angelesen, angelernt, das ist echt. Die Hauptgeschichte ist im Grunde egal, die Menschen machen das Buch und das ist großartig.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Die Stadt meidet jede Erwähnung dieses Vorfalls.", 7. Mai 2013
Im Hintergrund dieses Romans steht ein schrecklicher Lynchmord einer weißen Siedlerfamilie und deren zeitnahe, illegale Vergeltung.
Dies geschah 1911 in den USA an der Kanadischen Grenze. Das Geschehen belastet natürlich das Leben und Miteinander der Indianer und Einwanderer.
Fast 100 Jahre später erzählt der Großvater, der dabei war, seiner Enkelin das Erlebnis, und der Leser ist mittendrin in einer sehr fesselnden und ergreifenden Erzählung mit unterschiedlichen Perspektiven.
Was das Buch spannend macht, sind die lebendigen Schilderungen des Alltags.
Es ist eine aufwühlende Familiengeschichte, aber auch eine Geschichte aller Bewohner des Ortes.
Nach und nach entfalten sich durch viele Rückblicke die Leben und die Vergangenheit.
Liebe, Trauer, Wut und Schicksal kommen zum Vorschein.
"Mit der Zeit lernte ich begreifen, daß der Kummer etwas war, was jeder seinem Charakter entsprechend verbarg - mein Großonkel durch seine große Disziplin, meine Mutter durch unerbittliche Freundlichkeit und Ordnungsliebe. Was meinen Großvater betraf, hielt er sich an die geduldige Kunst des Spottes.." Seite 87
"Es entbehrt daher nicht der Ironie, daß Pluto der kälteste, einsamste und vermutlich unwirtschaftlichste Himmelskörper unseres Sonnensystem ist, aber es war nie beabsichtigt gewesen, dies auf unser kleines Gemeinwesen zu beziehen." Seite 286
"Ich hatte schon meinen Grabspruch bei Marc Aurel ausgesucht: Die Welt ist ein ewiger Wechsel." Seite 273
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Solange du lebst: Roman (suhrkamp taschenbuch)
Solange du lebst: Roman (suhrkamp taschenbuch) von Louise Erdrich (Taschenbuch - 19. April 2010)
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